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dzph.1996.44.3.408

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408
Schwerpunkt
SCHWERPUNKT:
PROJEKTE UND PROBLEME DER DEUTSCHEN IDEALISTEN
Die deutsche idealistische Philosophie, das sind für uns hauptsächlich die systematischen
Theorien von Fichte, Schelling und Hegel, die in der direkten Nachfolge von und in der
primären Auseinandersetzung mit Kantischen Vorgaben entwickelt worden sind. Diese
Theorien haben allesamt das eigentümliche Schicksal geteilt, einerseits auf eine merkwürdige Weise zu faszinieren und als interessant zu gelten, ohne daß man sagen kann,
wodurch und wovon genau sie zu überzeugen vermögen, andererseits zugleich unter fast
allen Gesichtspunkten suspekt zu erscheinen und zu irritieren, ohne daß man eine eindeutige Basis dieses Unbehagens festmachen kann. Die Wirkungs- und Interpretationsgeschichte des Deutschen Idealismus legen beredtes Zeugnis von beidem ab. Faszination
und Irritation sind aber nicht nur augenfällige Merkmale des nun schon fast genau zweihundert Jahre alten Umgangs mit diesen idealistischen Positionen, diese Reaktionen sind
ebensosehr Ausdruck einer Unsicherheit: Sie verweisen auf die nach wie vor äußerst große
Verlegenheit, in der sich das interessierte Publikum befindet, wenn es sich vor die Frage
gestellt sieht, worauf es den Deutschen Idealisten philosophisch eigentlich angekommen
ist.
Angesichts dieser nicht eben neuen Situation ist es ebenso verständlich wie wünschenswert, daß immer wieder versucht wird, sich der eigentümlichen Leistungen der nachkantischen ideahstischen Philosophen auf eine Weise zu versichern, die Aufschluß nicht nur
über ihr jeweiliges Projekt, sondern auch über die für dieses Projekt zentralen Probleme
erwarten läßt. Die hier vorgelegten Beiträge können als solche Versuche aufgefaßt werden,
sich an unterschiedlichen Objekten und bei unterschiedlicher Interessenlage charakteristische Züge des Denkens der Deutschen Idealisten zu erschließen. Sie können zugleich verstanden werden als Specimina einer Beschäftigung mit dem Deutschen Idealismus, der ihm
durchaus ein gewisses Recht im Kontext gegenwärtigen Philosophierens einräumt.
Rolf-Peter
Horstmann
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1996, 408, dzph
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