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Vethalten der Zucketarten gegen Alkalien.
9?
a n , und es wird das Mannit u n v e r h d e r t wieder erhalten, n a a d e m e r dadurch cersetct ist. Der dabei gebildete ltolilensaure Baryt ist wasserfrei.
Der Mannitbaryt vertrEgt einen hiihesen Hitzgrad
als d e r Rohrzuckerbaryt, ehe e r dadurch zersetzt wird.
n a b e i wird e r erst xiegelroth wie der Mannitkalk,
sta-rker erhitzt bliiht e r sicli auf und verglimmt sehr
schnell, indem e r einen Haufen Asche zuriicltlxst. D e r
Dampf, welclier dabei entsteht, rieclit wie der, welcher bei den andern durch Hitze zersetzten Mannitverbindungen sich entwicltelt, und brennt gleichfalls
rnit heller leuchtender Flamme.
Behufs der langeren Einwirliung d e r Alkalien auf
Mannit wurden Kali, Natron, Kalk und Baryt mit in
W a s s e r geliistem Mannit zusammen fast ein J a h r Jang
digerirt, und zwar in dem VerhEltnisse iind der Art,
w i e die Digestionsversuche mit dem Rohrzucker vorgenommen waren. NEinlich theils mit Ueberschufs von
Kalk und Baryt, theils die lialt und theile die heirs gesattigten ltlaren Liisungen. Nur die Quantitaten der
Versuchsfliissigkeiten waren weniger, als bei den Versuchen mit Kohrzucker, indem dieselben n u r den vierten Theil betrugen.
Um nun die etwaigen Vergnderungen, welche durch
die Digestion rnit den Alkalien das Mannit erfahren
haben konnte, z u erfurschen, wurden dieselben Priifungen mit den Versuchsfliissigkeiten angestellt, wie sie
beim Rohrzuclrer beschrieben sind.
Alle Versuche ergaben aber (was wohl uberflussig
ist detaillirt anzufiiliren), dars das Mannit unverandert
geblieben war.
Einige Notizen und Erfahrungen uber die
inlandische Zuckerfabrikation j
von
Dr. L. F. Bley
in Bernburg.
-
N a c h d e m vor fast 100 Jahren durch den Apotheker
nl a r g g r a f in Berlin der Zuckergehalt der Runkelriiben zueret nachgewiesen worden war, dng man a m
Pnde des l8ten Jalirhunderts i n Deutschland zuerst an
7
Arch. d.Pharm. 11.Reihe. XXIX.Bds. 1.Hft.
96
Bley :
d e r fabrikmffrsigen Darstellung dieses inliindisclien Zultkers einige Aufrnerksamkeit c u sclienken und Professor
L a m p a d i i i s in Freiberg w a r cler erste, welclier cine
Fahrik anlegte. E r gewann inders damals n u r 2, bis
2,5 $ Rohzucker. A c h a r d und H e r r n b s t i i d t in BerZuck-er
lin sahen bessere Resultate, indcm sie bis 5,s
erhielten. J. B. T r o m m s d o r f f in E r f u r t und das
Nationalinstitut, so w i e P a r m e n t i e r in Paris hielten,
a u f Versuche geitiitzt, die Fabriliation des Riibenzuckers
niclit fur vortheilhaft, da die Kosten gegen die geringe
Aiisbeute sich z u hoch stellten. Die franeiisische Politik
n n t e r Napoleon legte der Einfuhr des Colonialeuclters
hohe Steuern auf und Ilegiinstigte dadurcli die inlsndische Fabrikstion bedeutend. Nicht allein i n Frankreich
entstanden melirc Fabrilcen, sondern aucli in Norddeutschland, die in Krayn i n Sclilesien, i n Althaldensleben iind
Quedlinburg. In Frankreich sollten i m J a h r e 1812 viele
Musterfabrilcen auf kaiserlichen Befehl angelegt und die
Fabriliation in miiglichst grofsartigen Betrieb gesetct
werden, als die f u r jenes Land und seine damalige Regierung ungluckliche Katastrophe cintrat, wodurch diese
Angelegenlieit ins Stoclreri gerietli, doch hielten sich
einzelne Fabrilien, als jene zu Arras, ancli unter den
ungiinstigsten Umstiinden nocli mehre .Talire lang, iridem
s i e bekanntlich einer bessern Zrtkunft entgegen salien.
Auch die letztgenannten deutsclien Fabrilcen arheiteten
selbst nacli gesclilossenem Frieden und dadurch sehr gesunkenen Zuckerpreisen noch melire J a h r e fort, bis sie
etwa im J a h r e 1618 ilire Arbeit einstellten.
D u b r u n f a u t gab im J a h r e 1825 ein neues W e r k ,
denen bald mehre andere folgten, uber Darstellung des
Riibenzuckers heraus, welches in Franlrreich diesem E'abrikcweige wieder neue Gunst mwendete. Sclinell hob
sich d o r t und i n Belgien dcrselhe, es entstandcn neue
Fabrikanlagen, und wEhrend die franeiisischen Fabrilren
im J a h r e 1829 n u r 8 Millionen Pfund Rubenzucker darstellten, wurde 6 J a h r e spster schon das Zelinfache gewonnen. Dieses schnelle Emporbliihen liefs das damalige
Ueber inliindische Zuckerfabrikation.
99
Ministerium Nachtheile f u r die Zuclier liefernden Colonien fiirchten, so dafs es eine Bestenerung des Rubenzuclters vorschlug. Nach den giinstigen Vorgangen der
franziisischen Fabriken und der dadurch sehr gestiegenen Rente des Ruben erceugenden Bodens, begann auch
in Deutschland dieser Gewerbszweig wieder neu z u entstehen, und i n Biihmen, Oestreicb, Mahren, Ungarn,
Sachsen, Preufsen, Baiern, Hannover, Wurtemberg,
Baden, Hessen und Anhalt entstanden vicle zum Theil
grorsartige Fabriken. Auch Rufsland wandte dem neuen
Fabrikationszweige seine Gunst zu, und gerade dort
rnacht derselbe sehr gute Fortschritte. W a h r e n d in
Oestreich die Fabriken durch hiihere Besteurung des
Colonialzuckers bcgiinstigt wurden, fing in den deutschen
Zollvereinsstaaten der Ausfall f u r die verminderte Einfuhr an Bedenken z u erregen, und kaum, zum Theil
noch nicht einmal, hatten die neucn Fabriken die darauf verwendeten ansehnlichen Kapitalien einigermafsen
gesichert durch giinvtige Resultate, als eine weit geringere Besteurung eingefiihrt ward. Die Fabriken arbeiteten fort, man legte hier und da noch neuc an, nicht
n u r niit gehiiriger Priifung uber die Tauglichkeit des Bodens zum Riibenbau, sondern auch uber die vorhandliche
und erforderliche Menge der Arbeiter, als die Vergiinstigung gegen Holland z u r Einfiihrung seines Colonialzuckers eintrat, welche noch durch die von der hollandischen Regierung auf die Ausfuhr gelegten PrImien
urn so driickender f u r die inlandischen Fabriken wurde.
Schon hatte die Landwirthschaft in denjenigen LEndern,
deren Boden d e r Rubenerzeugung gunstig war, eine ansehnliche Erhahung der Bodenrente erfahren, als diese
Neurungsmafsregel nothwendig einen Wendepunct fur
die inlandische Zuckerfabrikation begriinden mufste.
Der Bedarf an Zucker betrng wahrend den letzten Jahren i n Deutschland jahrlich etwa 1,100,000 Centner, die
Menge des daselbst ereeugten Rohzuckers aber hiichstens
300,000 Ctr., mithin blieben der Einfuhr noch 800,000 Ctr.
Der deutsche Rubenzucker kostet den Pabriken im
*I*
100
Sley :
Durchschnitte etwa 10 Rthlr. der Cent., d e r hollindische
Z u c k e r kannaber f u r 8 hiiclistens9Rthlr. in dievereinsstaaten gelangen. Hierdurcli werden nothwendig die Fabriken, wo nicht z u Grunde gerichtet, doch einer bliigliclien
Z u k u n f t entgegen gefiihrt, welches urn so e h e r bei denjenigen d e r Fall sein mird, w o d e r Boden d e r Riibenerzeugung minder giinstig, wo d e r Aclrereins, das Arbeitslohn und der Preis des Feuernlaterials sich hochstellt,
u n d wo man weniger s o r g f d t i g bei der Cultur d e r
Riiben und d e r Fabrikation des Zucliers zu W e r k e geht.
Es wiire aber selir EU bedauren, wenn d e r neue
wichtige Erwerbszweig fur I~eutschland, welclien d i e
Darstellung des Rubenzuckers ausmacht, wieder verloren
gehen sollte, weil derselbe manche sehr beachtenswerthe
Vortheile gewghrt. Denn erstens giebt e r d e r Landwirthschaft eine sehr ansehnliche Rente, indem bei uns
d e r Magdeburger Morgen einen Reinertrag von 16 Rthlr.
giebt. Zweitens gewhhrt e r einer grofsen Anzahl Menschenhanden Arbeit, in einer Zeit, wo diese, w i e i n
den Monateu d e r Campagne, als von der Mitte des Septembers bis Mitte Februars in vielen Gegenden fehlt.
Auch die Cultur bescliaftigt viele Arbeiter, da die Spatenlrultur grofse Vortheile vur d e r mittelst des Pfluges
zeigt. Hierdurch abcr trEgt derselbe z u r griifsern W o h l liabenheit d e r Gegend bei.
Die Furcht, durcli die griifsere Ausbreitung d e r inlsndischen Zuckerfabrilten an1 Handel mit den Zuclrer
erzeugenden Landern aul'serhalb Europa zii verlieren,
ist wohl deshalb ungegriiudet, weil Deutschland von
daher vie1 mehr bezieht, als es dahin ausfuhrt und selbst,
wenn es seinen ganzen Zuclcerbedarf i m Lande gewiinne,
dennoch ein ansehnlicher Ueberschul's d e r Einfuhr jener
auslsndischen Producte gegen die Einfuhr von deutschen
Producten und W a a r e n bleiben wiirde. W e n n es also
s e h r wunschenswerth scheint, dars die inlindische
Zuckerfabrikation unter dem Schutze zweckmSLiger
Gesetze sich noch mehr heben miil'ste, so scheint es niir
nicht uberfliissig auf einige Erfahrungen aufmerksam zu
Ueber inlundische Zuckerfabrikation.
101
machen, welche diesem Gewerbszweige Nutzen gewzhren Biinnen, und welche ich bei Untersuchnng diesjahriger Zuckerriiben und daraus gewonnenem Fabrikate
gemacht habe.
I n den diesighrigen RunkelrCben fand ich alle Bestandlheile, welche P et o u z e darin nachgewiesen hat,
nEmlich : krystallinischen Zuclier, Aepfelsaure, Kleesiinre, Eiweib, Gallert, Ferment, Stherisches und fettes
Pflanzeniil, Chlorophyll, Gummi, Faserstuff, schwefelsaures und kleesaures Kali, salzsaures und kleesaures Ammoniak, kleesauren Kalk, Thonerde, Eisen und Manganoxyd,
Schwefel und Wasser, a u t e r d e m aber noch salpetersaures Kali.
Die Menge des Zuckers betrsgt in diesjahrigen
Ruben hiesiger Gegend bis zu 3 Pfund. Schmere 9,50 &
in den griil'sern nur 7,25 $, obschon letztere ansehnlich
mehr Saft liefern.
Die griirsern Ruben erhalten einen ansehnlichen
Ueberschufs an Gummi und Gallerte. In denselben ist
eine ammoniakalisch bittre Substanz enthalten, welche
dem aus diesen Ruben gewonnenen Zucker einen geringern W e r t h giebt.
Diese Substanz hat sich wahrscheinlich durch EinflUk der nicht verwesenden Diingstoffe in den Ruben
erzeugt. Sie hat ihren Site mehr am Kopfe der Rube,
daher ein weiteres qbschneiden des oberen TheiIes rathSam scheint.
Auffallend ist es, dars d e r LEuterungproceh bei
dem Safte der griibern Ruben schwieriger, als bei dem
Safte der kleinern (von 4-3Pf.) ist, auch bei wesentlich vermehrtem Kalkzusatze, bei erstern dennoch nicht
so g u t gelingt, als bei letztern. Der Zucker aus den
griifsern Ruben ist daher auch mehr braunlich gerarbt,
als d e r der kleinern.
Die Reinigung des zu stark niit Kalk versetzten
Zuckers gelingt recht g u t durch Zusatz von Saurem
yhosphorsaurem Kalk, bis zum geringen Vorwalten des
Kalkes, welches man mittelst geriithetem Lackmusyapiere,
102
Bley : Ueber hlandische Zuckerfabrikalion.
welches aber nocb blaulich geEirbt werden murs, erkennt.
Die Reinignng des schmierigen Zuckers, der vie1
Kalk, Gummi, Farbstoff und salpetersaure Salze enthalt,
gelingt a m Besten durch Aufliisen in Wasser, Zusatz
von saurem phosphorsauren Kalk bis e u r starken Saurung, warmgestellt rnit frisch ausgegliihetem Holzkohlenpulver, nicht mit Thierkohle, Sattigen des filtrirten
Saftes mit Kalkmilch, abermaligem Filtriren und Eindampfang.
huf gleiche W e i s e gelingt die Reinigung der geringen
Melasse, bei der cuvor Aufkochen mit EiweXs oder Blut
zweckmarsig ist.
Ein sehr gutes Reinigungsmittel von Farbstoff ist
das Thonerdehydrat, welches man darstellt, indem man
Alaun in Wasser liiset und so lange kohlensaures Nat r u m cusetct, bis noch ein weirser Niederschlag erfolgt,
den man auf einem Filtrirbeutel samnielt und aossiil'st.
W e g e n sciner Kostspieligkeit aber eignet es sich mehr
eu Versuclien im Kleinen, als zu fabrikmafsiger Verwendung.
Fur die Fabrihen wiirde es niitzlich sein, zuweilen
Proben mit den Riiben auf Zuckergehalt anzustellen,
was nach meiner Methode am Besten so geschieht, daD
man den fein geriebenen Riibenbrei mit starkem W e i n geist von 90 t iibergierst, in gelinder W a r m e einige
Stunden stehen IPrst, iifters umschiittelt, dann ausprelbt,
der Fliissigkeit ein wenig Kalkhydrat zusetct, aufkocht,
filtrirt und abdunstet, den Zucker aber cwischen Filtrirpapier trocknet .und wzgt, wodurch man schnell den
Zuckergehalt nachweisen kann.
I n Hiosicht der Cultur der Ruben miichte es vortheilhaft fiir die Fabriken sein, den Landwirthen die
Anwendung des frisch gedungten Ackers zurn Riibenbau
zn untersagen.
Ebenso wiirde es fur die Fabriken niitzlich sein,
die kleiaern Ruben von -3 Pfund Schwere den griilkern
+
Ueber Fremy’s Eisensaure.
103
vorzuziehen und die letztern mit geringern Preisen z u
beaahlen.’
Sodann miich te es in solchen Jahren wie das vorige,
wo das erste Friihjahr troclien und warm ist, spaterhin
aber feuchte Witterung eintrit t, gut sein, die Rubenerndte nicht vor Mitte September, wo miiglich aber
noch spiiter zu be,’rinnen.
Hinsichtlich des Reinig ungsprocesses des Rohzuckers
kann den Fabriken nicht genug die griibte Sorgfalt
beim Auswaschen der schon gebrauchten Kohle empfohlen werden, da beim Unterlassen dieser Matsregel eine
Menge von Unannehmlichkeiten f u r die Fabrikanten
eines Zuckerbereitungsprocesses entstehen, deren nachherigc Beseitigung schwierig und kostspielig ist.
Ueber Wremy’s Eisensaure.
M e i n Freund und Schwager H. T r o m m s d o r f f
in Erfurt, welcher durch Privatmittheilung Kenntnifs
von d e r Entdeckung F r e m y ’ s iiber die Eisensaure erhielt, theilt mir dariiber Folgendes mit :
M i t der S a m e selbst ist der Entdecker noch beschaftigt.
Eisensauree Kali erhielt T r o m m s d o r f f auf folgende
Weise :
Er mengte 2 Drachmen sehr fein gepulverte Eisenfeile mit 4 Drachmen gepulverten salpeters. Kali, trug
dieses Gemenge in einen schwach dunkelroth gluhenden
Tiegel von 8-10 Unzen Inhalt auf einmal ein, wEhrend d e r Tiegel noch inmitten gliihender Kohlen stand.
Sobald die Verbiadung nach A r t einer Explosion, unter starker Lichtentwicklung und Ausstofsen eines weifsen Dampfes a n einem Ende d e r Masse beginnt, nimmt
man den Tiegel aus dem Feuer. Die Verpuffung verbreitet sich schnell durch die g a m e Masse, und sobald
sie aufgehiirt hat, stofst man niit Iliilfe eines eisernen
Spatels die Masse aus dem Tiegel auf ein kaltes Blech.
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