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A S T R 0 N 0 M I S C H E N A C H R I C H T E N.
N4. 920.
Beobaclituuge ti der Sternschnuppeu der Juli - Periode in Gijttiugen
,
angestellt von den Herren Pope und WinnccPc, mitgetheilt durch den Herrn Geheinien Hofrath Gauss.
]Einigeri Lesern der Aatronomischen Nachrichten ist es vielleicht angenehm , in Folgendeni die allgemeinen Resultate
einer Reihe vnn Beobaclitungen zz1 erhalten, melche wir bei
cler Erscheinung der Juli - Sternschnuppen dieses Jahres gesarnnielt hahen. Zwar konnten wir unsere Beobachtungen
niclit in den1 Uiiifange und nicht so systematisch anstellen,
wie wir es selbst wohl gewiinscht hiitten; allein mir theilen
sie dennoch n i t , indem wir hoffen, dass sie d a m dienen
kiinnen, hie und da die an andern Orten angestellten Beob;ichtongcn zu erganzerl.
An den ersten Abenden, bia zu~n 21. Juli (inel.), sind
wir durch einen jurrgen Freurid, Herrn A. Anvers, sehr thbtig
unterstutzt; voin 23. an haben wir beide allein beobiichtet
wid zwar so, dass einer von u n s (Winuecks) mit eineni
Kometensucher den Hinimel niusterte , uni auf teleskopische
Sternschnuppen zu achten, und sich nur von Zeit zu Zeit
an den Beobachtungeu init blossem Auge bctheiligte, die also
~neisteiis rnn nur e i n e ni Beobachter angestellt sind. Anr
29. ond 30. Juli, so wie am 1. und 2. August sind unsere
Beoluwhtungen weniger vollstlndig ausgefallen , indeni wir
cinige Zeit durch die Bescliiiftigung niit den1 neuen Planeten
vcrhindert wirrdeii , die Sternschnuppen mit ungetheilter Auf~i~crksanikeit
zu verfolgen. Der Stilndpurlkt, wo wir die Benbacl~tringen anstellten, [email protected] stidiistlich V O I I der Stadt und
ist nach unserer Bestimmung 5"9 SfidliCh und 14"6 (in Bogen)
iistlich ron der Sternwarte entfernt.
Sternschnuppen ist 431; in den ersten Tagen vom 18. bis
23. Juli als sie nnch seltener waren 74; vom 24. an, also
in der eigentlichen Juliperiode 357. Es wiircle aber die Anzahl der am 24., 27. und 30. Juli, s o wie am 1. August beobachteten Meteore weit griisser sein , wenn nicht hlufige
Bewiilkung die Benbachtungen an jenen Tagen bedeutend
beeintrlchtigt hatte.
Auf die einzelnen Tage vertheileo sich die Sternschnuppen wie folgt:
81. Zt. GBtt.
Juli 18
19
10h50'" bis 12h20'"
97
11
10
10
,, 13 30
10 30 ,, 14 35
20
21
22
23
10
11
I,
unifassen
den Zeitrauni
loh
9 30"'
I 1 55
9 45
9 45
10
1 1 30
9 10
2
~
his 141115m
,, 14
,,
,,
,,
,,
,,
,,
5
2
14
23
vvv
5
8
3
14
2
2
I5
25
ti
16
66
8
74
50
43
8
2
3
9
3
3
13
58
45
43
14 30
40
13 45
14 35
11 45
21
1 4 45
54
13 30
17
1
2
55
32
~
64
24
35
67
21
4
~
312
~-
45
.
357
voni
18. Juli his zum 2. August (incl.); nur 2 Tage, der 28. iind
31. Juli, sirid der Hewiilkung wegen ausgefallen, an allen
iibrigen Tagen war es ganz oder theilweise heiter; triibes
Wetter und der eintretende Mondschein verhinderten iins
leider, nach deni 2. August und besonders in den Tagen vom
8. bis 12. August auf die Stcruschnuyperi zu achten. Die
Anzahl aller von u n s i n der angegehcnen Zeit geselienen
591 Ild.
1-4
,) 13 35
Juli 18-23
Juli 24
25
26
27
29
30
Aug. 1
-
-c
\
-
Juli 24 his August 2
Knsere Beobachtungen
Anzahl der Sternschnuypeii
N i t blosaem
Auge. telcscopisch im Ganzen
Die Anzahl aller niit blossen Augen gesehenen Sternschnuppen ist also 378, die der telescopischen 53 oder nahe
i) aller beobachteten Meteore. Nur 2 dieser teleskopischen
sind zugleich auch mit hlnssem Auge gesehen. Damit die
Vertheilung der Sternschnuppen auf die einzelneo Stunden
leichter ubersehen werde, lassen mir unsere Beobachtungen
voni 23. Juli bis 2. August etwas ausfihrlicher folgen.
8
Nr.
113
vor i O h
Juli 24
25
26
27
29
30
Aug. 1
2
2
-- -io-llh
920.
116
-
Aiizahl der Sternsclinuppen
11-12h
12-13h
13-t1'1
nach 14h irn Durchschnitt in I Sfunde.
lo
9
A S
4
10
20
23
14
18
17
4
4
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.5
5
6
10
11
'Ld
3
18
-
2
-
-
-
11
14
2
5
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I
5
9
7
2
I
-
-d
11
8
12
14
9
--
13,6
10,o
16,2
16,O
5,0
793
20,6
5,s
Die stiindliche Anzahl ergiebt sich im Mittel a u s allen B e o l ~ ~ c h t u n g cvoin
n
21. Juli his 2. August zu 1 t ,8:
Beobachtungen vom 18. h i s zum 23. Juli miirde dagegen nur 4,4 als clrirchsclinittliche Anzahl fiir 1 Stunde folgen.
aus den
Stellt man die Sternschnuppen nach ihrer Helligkeit geortlnet, neben einander, so erhalt man :
5"
6"
Feuerkugeln
1"
2m
3m
4"
unter 6" b i s 9"
uubestimnit
49
7
39
39
106
43
36
16
66
Aufgefallen ist uos, dilss mir am 29, 30. Juli und I.Aug.
liei dcr Heobachtung dew neuen Planeten (in a. = 315',
d. = -17") i n unserii Ferririihren i n verhiiltnissniiissig kurzer
Zeit 8 Sternschnuppen in nahe yaralleler Richtung durch tlas
Gesichtsfeld ziehen eahen, und zmar ani 29. u. 30. Juli j e 2,
am I.
August 4. (Die Durchniesscr der Gesichtsli.lder uiiserer Fernriihre sintl resp. 53' wid 36', die Vergriisseruiigeri
30 und 60). Vcrbiiidet man hiemit, d a s s in den] Theile cles
IIinirnels, \vclcher die Steriiliilder Pegasus, Wassermann, Dclyhin, Adler. Steinbock, Schiitze untl den Gstlicheri Theil des
Ophiuchus iimfasst, 150 Xeteore, also iilier aller beobachteten gesehen morden sind, s o scheint hcrvorxugeheo , dass
in dieseni Theile des Himiiiels cine hedeutende Anhiiufung
der LSternschnupl)enbahiieii stiittfand. Benicrliensrverth war
noch der I'arallellisnius unter den einzelncri Bahnen; in Ermangelung cines Himinelsglobus waren wir zivar nicht iin
Stande, die beobachteten Bahiien zusiiniiiien aufzutragen, uiil
dadurch ihren R;icliationspunkt zu firiden ; allcin a m der allgenieinen Ehersicht dcrselben scheint u n s hervorzugehen,
dass die Gegend des Himnicls zwischen tleni Kopf des W n s serinann iiiid deni Delphin eiii Iiauptkrcuzungspurlkt tler
Sternschiiuppcnbahneii geivesen ist. Auch das Auftreten der
Meteore i n einzelnen Gruppen verdient erwtihnt zu wertlen,
da es s o anffillig w a r , tlnss oft in einer Minute nielircrc
Sternschnupyeu iind sogar in deniselben Sternbilde sich zeigten, wahreud dann wieder cine lange Zeit verfloss, h i s cine
eiuzige geschen ward.
+
Es m6ge uns nun noch erlaubt sein, einige merkmiirdige
Beohachtungen etrvas ausfiihrlicher mitzutheilen.
Juli 27, 13h 19"6 m. G6tt. Zt. I n eincni Punkte d e s Himund 6.= +48',
leiichtete pliitzlich
mels, dessen a. = 37'5
ein Meteor heller als Jupiter auf und blieb an derselben
Stelle unbemeglich. D a s Licht war gelblich rofh uiid schien
von eineni Kiirper von bedeutendeiri Durchmesser auszngehen,
~ C S S C D Form etwas Ilnglich, i n der Mitte zrisarriiiienSepresst
war. Die Liclitstdrke nahni allni8hlig ali, das gliizliche Verschrvinden ward alwr erst nach 35 Sekunden bcol~achtet.
Zwe i ga IIz ii tin 1i c h c E rsc he i n ii nge n w u r (I e n v o n Winiieckc
1852 nrn 10. August i n Hnrinovcr geselien, die cine x ~ v i s c l i c ~ ~
I O und
~ I O I I I ~ ' " , die Zte zwisctien 12'145"' und 13".
Juli 29. 12r142'nZ.Eiiic Sternschnuppe 2-3" ward Lei
tler Beoli;ichtuiig des Planetert i n einern 24 fiiss. Fraunhofer
riiit 60 nial. Vergriisserung gesehen. Sie hattc, s o v i d i n der
kurzcn Zeit, die sic iiii Pelde des Fernrohrs verweilte, rvahrgenoiiiiiieii werden konnte, einen deutlicheii, scharf begrenzten
Kiirper iirid niachfe den Eintlrucli einer etwas matt leuchtenden planetarischen Scheilw von 3' Durchniesser. Die Sehne,
welrhe pie iiii Pelde des Fernrohrs ahschnitt, hatte 20' LInge,
welche sic in etwns mehr aln 4 Sekuntle ziiriicklegte. Ihr
St:hwcif war riithlich gell), seine Breite dem Durchniesser
der Sternschnuppc gleich; er verschwnnd nach 4 h i s 5 Sekunden.
Aug. 1, 12h34"'i. Eine Iwiichtige Fcuerkugel niit griinlich
blnueni Lichtc zeigte einen Schweif von betleutender Intensitiit, dessen hellste Parthie liingcre Zeit sichtlbar blieb. Es
rviirde eiri IConietensuclicr niit 15 iiial. Vergriisserung auf ilieseii
Punkt gerichtet, init clcsseii lliillk wir cleu Schrveif hellgliinzend, etwas gekriiinint und i n eigenthiinilich wellenfiirmiger
Bewegung rvahrnahmen die inan sich einigcrmassen getreu
darstellen kauri, wenn nian cine Spindel , welclie uni ihre
Lingenaxe gedreht rvird, von der Seite lielraclitet. Als rvir
cliese Erschcinung in) Fernrohr erl)lickten, war die Liiige des
nach sichtliareo Schweifes rvenig iiher 2' l e i einer Breite
yon 3'; auf dieser Ausdehnung zlhlten rvir 4 Wellenerhebungen, deren j e d e etwa cine Hiihe von 20-25' hatte. Allmlhlig wurden die Wellen spitzer, w8hrend gleichzeitig die
.
I17
N r.
Lange rles Schweifes sich verkiirzte, s o dass nach reichlich
4 Minuten seine Gestalt einem ,,W" eehr iihnlich war. Ungefahr 1 Minute splter bildeten sich mehrere Knotenpunkte,
his endlich die ganze, noch zienilich hell leuchtende, Masse
sich in 3 nelielartige, Ignglich runde Figuren zertheilte, die
allnidhlig schwgcher wurdeti, aber erst 8'"20' nach dem ersten
Aufleucliten cler Feuerkugel verschwanden. Diese leuchtenden
Flecken hatten grosse Ahnlichkeit nlit einem der griisscren
Nebel (etwa Herschel V, 17) ; besonders aulfallend war uns
aber, dass wir durch sie hindurch, wie durcli eiiren Iiometenneliel die kleinsteri Sterne 1111g e s c h w a c h t wahrnahnien.
Wiilirencl diese Verlnderungen in1 Schweife vor sich
gingen, hewegte sich die ganze nebelartige Masse an1 Hinime1 in ciner Richtung fort. welche der Bewegung der Feuerkugel nalie entgegengesetzt war. Zu Anfang der Beobachtung
init cleni Fernrolir war die Mitte des Schrveifes bei y Piscium
n n d unr 12'141"40', also kurze Zeit vor clem glnzlichen Verschwindeo, bei A desselben Sternbildes. Der Schweif hatte
also in etwa 8 Minuten 8 his 10' zuriickgelegt.
M a n findet ijfter von den Beobachtern des Saturn den
Wunscli ausgesprochen, es niiige doch einnial gelingen, die
Bedeckung eines helleren Fixsternes (lurch ihn zu heobachten,
wodurch nian ausser den Anlbchliissen iilier die Natur der
Theilungen and des matten irinerri Ringes. auch vielleicht
ctwas Xiheres iiber die Atrnosphdre d e s Planeten erhalten
wiirde. Es findet sich allerdings in Littrow's Astronomic
die Beinerkung, d a s s Chrke i n drin Rauine zwischcn dem
zweiten Ringe und der Kugcl des Planeten eincn Stern gesehen habe. Bei nlherer Ansicht der Stelle in Sniith Optics,
&lit nian aher, dass dicse Beohachtung auf Hiirensagen beruht, weshalb man ihr wohl nicht vie1 Getvicht heilegen darf.
Saturn Ilefindet sich gerade jetzt i n einer sehr passenden
Lase, diese Bcobachfung zu wiederholen und ich hafie tleshalb untersucht, ob niclit vielleiclit ein Stern i n den niiclisten
Jaliren von ihm bedeckt werde. Bei dein Aufsochen der
Conjunktionen habe ich ausser deni Hu~*ditt#schen Atlas,
noch saninitliche dahingeh6rige Zonenbeohachtungen von
Bessel durchgesehen. Obgleich nun nach Gal& dieses Phanoinen s o selten ist, dass alle 181 Jalire nur eine Bedeckung
von Sterneri bis zu der neunten Grnsse iucl. sich ereignet,
so bin ich doch s o gliicklich gewesen, in den nachsten Jahren zwei sehr nahe Conjunktionen dieses Planeten mit Sternen aufzufinden, die unter Voraussetzung der Fehlerlosigkeit,
Die Bahn der Feuerkugel ist bestimmt durch die Angaben :
Anfang der Bahn L. = 356'; d. = +17'
Ende
,, ,, a.=318'; d.=-2Io.
Aug. I,14h4"2. Ganz dieselbe Erscbeinung zeigte sich
bei einer 2. Feuerkugel, deren Scbweif wir gleichfalls im
Kometensuclier beobachteten. Wir sahen iihnliche, wenngleich
schwlchere Wellenbewegungen und eio deutliches Fortrticken
des Schweifes in einer Richtung, welche zu der der Feuerkugel fast parallel war. Nach 2'"3OS verschwand jedoch
schon der Schweif in1 Fernrohr.
Bei dieser Feuerkugel war der
Anfang der Bahn a. = 92"; d. = +70"5
Ende
,, ,, a . = 142'; d.=+65'.
Merkwiirdig ist noch, dass, wlhrend die beiclen Feuerkugeln sich fast geoau eotgegeogesetzt bewegten, iItreSchweife
iibereinstimmend die Richtung von W e s t nach Ost verfolgten.
Giittingen 1854, Aug. 14.
C. F. Pape. PVinriecEe.
sowohl unserer Tafeln als der Sternorte, wirkliche Bedcckungen sein werden.
Die crste dieser Conjunktionen wird am Abend des
13. Nov. 1851 stattGnden; sie ist in unsern Gegenden vollstlndig sichtbar. Der Stern ist 7.0" uod Gndet sich sowohl
in Bessets Zonen, als im Lalande. Man erhglt seinen
mittlern Ort fur 1854,O zu
LY
= 4h51"34'24
B
4 5 1 33,81
= 4-20'42'
+20
ti"6
12 12,9
Bess. Z. 343.
Lid. 9362.
und daraus seinen scheinbarcn Ort Nov. 1 3
LY
=4
51 37,37
d
= 4-20
42 23,2.
Saturn hat dieselbe gerade Aufsteigung uni 10'122' Bed. Zeit.
Seine Deklination ist dann = +20 42 18,2.
Der Stern bleibt hienach 5"O niirdlich voni Mittelpunkte
entfernt. Nun ist am 13. Nov. der Polarhalbniesser Saturns
nach BessePs Bestimmung 9"1; es findet also eine Bedeckung
statt.
Die zweite Conjunktion ist 1856 Sept. 9, Eh20" m. B.Zt.
Die mittlern h e r der Sterne f i r 1856,O sind:
= 6h53"15'78
d
= +22"14'
17'5 B.Z.279 (74")
4-22 14 21,4 La]. 13545 (8")
Daraus den scheinbaren Ort Sept. 9.
a
6h53m17'35
d
+22°14'26u1.
L
6 53 15,91
=
=
8*
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