close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

2458473

код для вставки
G r a s s m a n n , S c h u l t e - U e b b i n g : Die Synthese
- __ ._.
244
- . .- -
[Jahrg. 83
(5.2 ccm nho Na,S,O, = 69.67 mg Hydroperoxyd) ergab eine Gesamtmenge von 139.4 mg
Hydroperoxyd. Aus der anderen Hiilfte d e n nach den Angaben von Wieland tiber
die Anlagerungsverbindung an Pyridiniumchlorid 60 mg Hydroperoxyd vom Schmp. 810
(Analyse: ber. C 82.61 H 5.79 gef. C 82.95 H 6.05) isoliert. Geaamtausbeute an autoxydiertem Tritan 0.7%.
Geschmolzenes T r i t a n : T r i t a n wurde zweimal aus siedendem Alkohol umkrystallisiert. 20 g wurden im Schwefelsaurebadvon 95-103O 50 Stdn. mit Sauerstoff durchstrijmt. Reiner Phenolgeruch, Reaktion gegen Peroxyd-Reagenzien wie vorstehend. Bei
der Aufarbeitung ( 8 . 0 . ) wurden erhalten:
390mg Phenol
810 mg Benzophenon
entspr. 1.225 g Hydroperoxyd
60 mg D i t r i t y l p e r o x y d entspr. 0.065 g HydropeTxyd
}
1.290 g Hydroperoxyd.
Die Ausbeute an autoxydiertem Tritan errechnet sich mithin zu 6.45%.
T r i t a n in Chloroform: 20g aus Alkohol umkrystallisierten T r i t a n s wurden in
40 g Chloroform bei 50-60° Badtemperatur 80 Stdn. mit Sauerstoff durchstrijmt. Nach
dem Abdestillieren des Chloroforms wurde in Ather aufgenommen und wie oben verfahren.
Die Peroxydreaktionen, insbesondere mit Pentacarbonyl, erschienen merkbar positiver sls
in Benzol. Es wurden neben 15 mg D i t r i t y l p e r o x y d erhalten 115 mg T r i t a n - h y d r o peroxyd bzw. titriert 127 mg (9.2 ccm nho Na,S,O, fiir die hslbe Liisung). Mithin Gesamtausb. 1.35% d.Theorie.
E r g e b n i s s e d e r A u t o x y d a t i o n von T r i t a n .
Tritan-Benzol (1: 1)
Tritan in Henzol
Tritan rein
Tritan in Chloroform
Bsdtemp.
85-900
Dauer
yo autoxydiert
90 Stdn.
50-600
95-1000
50-600
80 Stdn.
50 Stdn.
80 Stdn.
4.2
0.7
6.45
1.35
42. Wolfgang Grassmann und E r n s t Sehulte-Uebbing: Die Synthese einiger Peptide nach dem Phthalyl-Verfahren.
[Aus der Forschungsstellefiir EiweiB und Leder in der Max-Planck-Gesellschaft,
Regensburg.]
(Eingegangen am 11. Januar 1950.)
Es wird die Synthese einiger Peptide beschrieben, bei welcher die
Aminogruppe einer Aminosliure durch den Phthalsiiurerest geschiitzt
wird, der hach erfolgter Syhtheee mittels Hydrezins wieder abgespalteh wird.
'
Bei den neueren Verfahren der Peptidsynthese ist es ublich, die Aminogruppe einer Aminosaure durch Einfuhrung einer sauren Gruppe zu schiitzen,
dann deren Carboxygruppe in das Chlorid oder h i d uberzufuhren, SO daB sie
mit einer zweiten Aminosaure oder deren Ester gekuppelt werden kann, und
schliel3lich den eingefuhrten Saurerest wieder abzuspalten. Wiihrend die Verknupfung von Aminosiiuren in Form ihrer Benzoylverbindungen schon voh
Th. C u r t i u s durchgefuhrt worden ist, haben erstmals M. B e r g m a n n und
L. Zervasl) im Rest der Benzylkohlensiiure eine Gruppe gefunden, deren
l)
B. 65. 1192 [1932].
Nr. 3/1950]
einiger Peptide nach dem Phthalyl- Verfahren.
245
Wiederabspaltung unter denkbar gelindesten Bedingungen, niimlich durch
katalytische Hydrierung, moglich ist.
F u r den gleichen Zweck kann, wie kiirzlich D. A. K i d d und F. E. Kinga)
sowie J. C. S h e e h a n und V. S. F r a n k s ) mitgeteilt haben, der Rest der
Phthalsiiure verwendet werden, der nach einer Beobachtung von R. R a d e n hausend) (vergl. dazu auchH. R. I n g undR.H. Manskes)) mittelsHydrazins
unter gelinden Bedingungen abgespalten werden kann. Dieses Verfahren ist,
unabhiingig von den amerikanischen Autoren, bereits 1947 von K. F e h l , E.
S c h u l t e - U e b b i n g und F. T u r b a aufgefunden und in einer Prttentanmeldung niedergelegt wordene).
Wir beschreiben im folgenden die Synthesen einiger Peptide nach diesem
Verfahren. Da unsere Arbeitsweise sich in einigen Einzelheiten Ton dejenigen
der amerikanischen Autoren unterscheidet, wird auch uber die von S h e e h a n
und F r a n k s ) bereits beschriebene Darstellung des Glycylglycins berichtet.
Die Kupplung erfolgt mit den bei der Kupplung von Aminosiiuren oder
Aminen ublichen Ausbeuten; sie betragen bei Dipeptiden zwischen 75 und
90%. Zur Abspaltung des Phthalylrestes kann an Stelle des von den amerikanischen Autoren verwendeten Hydrazinhydrats Hydrazinsulfat unter Zusatz der bereahneten Menge alkoholischer Kalilauge vemendet werden. Die
Abspaltung des Phthalylrestes ist quantitativ und man erhiilt ohne Schwierigkeit Ausbeuten von 95% d.Th. und daruber. Das Verfahren hat die Vorziige,
daB man von den sehr bequem zugiinglichen Phthalsaure-Derivaten der Aminosauren ausgehen kann und daB sowohl die Ausgangs- wie die Zwischenprodukte
gut krystalli,'Cieren.
Unsere Arbeitsweise unterscheidet sich in wenigen Punkten von der der
amerikanischen Autoren. Nach Kochen mit Hydrazinhydrat wird durch Behandeln mit verdunnter Essigsiiure statt mit Salzsaure das unlijsliche Phthalylhydrazid erhalten, wobei statt der Peptidhydrochloride gleich die freien PepNature (London)162, 776 [1948]; Journ. chem. SOC. Lohdon 1949, 3316.
Journ. h e r . . chem. SOC.71, 1856 [1949].
I ) Journ. prakt. Chem. [2] 63, 446 [1895].
6, Journ. &em. SOC.London 1926, 2348.
Dtsch. Pat.-Anm. Nr. Sch 222 rVc/12 q.
Chemische Berichte Jahrg. 83.
17
2)
3,
246
Grassmann. Schulte- Uebbina.
IJahra. 83
~
tide erhalten werden. Z u r Ausfallung des Peptids kann, da Hydrazinacetat
i n Wasser u n d in Alkchol ziemlich loslich ist, Alkohol bzw. in vielen Fiillen
iioch vorteilhafter Aceton verwendet werden.
Die Abspaltung des Phthalylrestes kann, wie wir fanden, auch i n wal3riger
Losung mit Kupferacetat u n t e r Zusatz von basischem Kupfercarbonat erfolgen. Die Spaltung von Phthalylaminosiiuren crfolgt dabei ziemlich schnell
und quantitativ, wiihrend Peptidverbindungen langsamer gespalten werden.
Uber die priiparativen Moglichkeiten dieses Verfahrens sol1 in einer weiteren
Arbeit berichtet werclen.
Beschreibung der Versuche.
Glycylglycin (IV).
Phthalylglycylchlorid (11): 4.1 g P h t h a l y l g l y c i n (I) (2/100 Mol) wurden mit
Thionylchlorid bei etwa 30° solange geschuttelt, bis alles in LGsung gegangen war und
die Chlonvasserstoff-Entwicklungaufgehort hatte. Das uberschuss. Thionylchlorid wurde
i. Vak. abdestilliert und durch zweimaliges Eindampfen nach Zugabe von etwas Chloroform letzte Spuren entfernt. Zuriick blieb das Chlorid als weil3er krystalliner Ruckstand,
der in Chloroform geliist und ohne weitere Reinigung zur Kupplung verwendet wurde.
Phthalylglycylglycin (111):Das Chlorid von 4.1 g P h t h a l y l g l y c i n wurde in
eine eisgelcuhlte wiil3r. Lijsung von 2 g Glykokoll und 5 g Natriumhydrogencarbonat
unter Schiitteln wiihrend etwa 15 Min. eingetropft. Darauf wurde noch 20 Min. weitergeschuttelt und mit Eisessig angesiiuert, worauf ein Teil des Reaktionsproduktes gleich
ausfiel. Das Chloroform wurde i.Vak. abdestilliert und die Liisung stark eingeengt, wobei sich das entstandene Phthalylglycylglycin ausschied. Ausb. 4.14 g = Sly/, d.Th. (bez.
'
auf Phthnlylglycin); fur die Analyse wurde aus Wasser umkrystallisiert.
C!,,H,,O,N, (362.2) Ber. N 10.69 &quip.-Gew.262.2
Gef. N 10.70 &piv.-Gew. 265.5 (titrimetr.).
Glycylglycin: 2.62 g
Mol) Phthalylglycylglycin (111) d e n mit der
%sung von 4.1 g H y d r a z i n s u l f a t
Mol) und 36 ccm H alkohol. KOH 2 SMn. unter
RuckfluO gekocht, anschlieoend i.Vak. zur Trockne eingedampft, mit 50 ccm Wasser versetzt und mit Essigsiiure auf pH 6 gebracht. Hierauf wurde 1 Stde. auf siedendem Wasserbad erhitzt, vom ausgeschiedenen Phthalylhydrazid abfiltriert und das Filtrat i. Vak. zum
Sirup eingedampft. Nach Versetzen mit nbsol. Alkohol schied sich das Peptid in farblosen Rliittchen ab. Aus der Lijsung wurde eine 2. Fraktion gewonnen; Ausb. I .24 g
94% d.Theorie.
C,H,O,N (132.1) Ber. N 21.21 Amino-N (nach van Slyke) 10.57
Gef. N 21.30 Amino-N (nach van Slyke) 10.65.
i
Glycyl-dl-valin.
Phthalylglycyl-dl-valin: Das Chlorid von 4.1 g P h t h a l y l g l y c i n wurde in der
oben beschriebenen Weise mit 4 g Valin gekuppelt. Xach dem Ansiiuern und Einengen
dcr Losung wurden 4.45 g Phthalylglycylvalin erhalten und aus Wasser umkrystallisiert.
C,,H,,,0,K2 (304.3) Ber. N 9.21 Gef. N 9.35.
Glycyi-dl-valin: Das erhaltene P h t h a l y l p e p t i d wurde in der oben beschriebenen
Weise niit H y d r a z i n gespalten; Ausb. 1.67 g Peptid (96% d.Th.).
C',H,,O,N, (174.1) Ber. N 16.07 Amino-N (nach van Slyke) 8.05
Gef. N 16.12 Amino-N.(nach van Slyke) 8.04.
Glycylasparaginsaure.
Phtlialylglycylasparaginsaure: Das Chlorid vcn 4.1 g P h t h a l y l g l y c i n wurde
mit 3.5 g AsparaginsLure in Hydrogencarbonat-=sung gekuppelt. Es wurden 5 g
(76yh d.Th.) l'hthalylpeptid erhalten.
C',4H1,0,N, (320.3) Ber. N 8 i 3 Gef. N 5-86.
Nr. 3/1950]
B e y e r , H e m e k e : Uber Thiazole ( V . ) .
-____
-
247
G1y c y l a s p a ra g i n s a u r e : 3.2 g P h t ha1 y 1g 1y c y 1a s p a r a g i n s a u r e wurden wie
oben mit H y d r a z i n gmpslten; Aush. ah Peptid 1.8 g (959; d.Th.).
C,HlOO5N, (190.1) Ber. N 14.74 Amino-N (nach van Slyke) 7.38
Gef. N 14.81 Amino-N (nach van Slyke) 7.41.
d l - L e u c y l - Z-glutaminsanre.
P h t h a l y l l e u c y l c h l o r i d : 5.22 g P h t h a l y l l e u c i n wurden mit T h i o n y l c h l o r i d
bei 30-39 in das Chlorid verwandelt, das zunachst als Sirup erhalten wurde, der nach
einiger Zeit lrrystallisierte. Es wurde in Chloroform gelost und die Losung zur Kupplung
verwendct.
Phthalylleucylglutaminsaure: Das Chlorid wurde rnit 4 g G l u t a m i n s t i u r e wie
oben beschrieben gekuppelt. Es wurden 5.8 g (7476 d.Th.) Phthalylpeptid erhalten.
Cl,H2,0,Nz (391.7) Ber. N 7.16 Gef. N 7.23.
L e u c y l g l u t a m i n s a u r e : 3.21 g Phthalylleucylglutaminsaure wurden mit Hyd r a z i n gespalten. Die Ausbeute a n Peptid betrug 2.1 g (96% d.Th.).
C,,H,,OSN, (260.2) Ber. N 10.77 Gef. N 10.84.
43. Hans Beyer und Giinter Henseke: Uber Thiazole, V. Mitteil.*):
Uher 2-Phenylhydrazino-~hiazole,ihre benzidindgen Umlagerungsprodukte und ihre Oxydation zu 2-Phenylsro-thiazolen.
[Aus dem Chemischen Institut der Universitat Greifswald.]
(Eingegangen am 16. Januar 1950.)
Es wird die Darstellung des 2-Phenylhydrazino-thiazolsals Stammverbindung dieser Stoffklasse und ihres benzidinartigen Umlagerungsbeschrieben. Ferprodukts, des 2-Amino-5-[p-amino-phenyl]-thiazols,
ner werden eine Anzahl in 5-Stellung substituierter 2-Phenylhydrazino-thiazole synthetisiert. Durch Oxydation mit rauchender Salpetersaure gehen die 2-Phenylhydrazino-thiazolein die entsprechenden farbigen 2-Phenylazo-thiazole iiber.
I n Anlchnung an unsere friiheren Untersuchungen iiber die symmetrischen
Hydrazo: und A~othiazole-(2.2’)~)
wurden die zwar iihnlich, aber unsymmetrisch gebauten 2 - P h e n y l h y d r a z i n o - t h i a z o l e und die entsprechenden
Az o -Ve r b i n d u n g e n untersucht.
I n der Literatur sind iiber diese beiden Stoffklassen nur wenige Angaben zu finden.
C:. Avenarius2)hat durch Behandlung von Phenyl-allyl-sulfosemicarbazidrnit rauchender
Salzsaure bei 1000 im geschlossenen Rohr ein 2-Pbenylhydrazino-5-methyl-thiazolin-(4.5)
erhalten, das er als Phenyl-propylen-pseudo-sulfosemicarbazidbezeichnete. Die Eigeniiberein. I n
schaften stimmen im wesentlichen mit denen der 2-Phenylhydrazino-thiazole
aus
Analogie zu dieser Reaktion sei auf die Darstellung des Hydrazo-5-methyl-thiazolins
Hydrazo-clithiodicarbonsaure-allylamidund konz. Salzsaure3) verwiesen.
V. Traumann4) gelangte durch Kupplung von diazotierten 2-Amino-thiazolen mit
aromatischen Aminen oder Phenolen zu Abkommlingen des 2-Phenylazo-thiazols. Einen
*) IV. Mitteil.: B. 83, 14 [1950]. Die Ergebnisse der Untemuchungen uber 2-Phenylhydrazino-thiazole wurden ,auszugsweise von G. H e n s e k e auf der Tagung der. Gesellschaft Deutscher Chemiker in Miinchen am 22. 9. 49 und auf der Tagung der ostdeutschen
Chemiedozenten in Halle am 30. 9. 49 vorgetragen; vergl. Angew. Chem. 61, 447 [1949].
?) B. 34, 269 [1891].
l) H. B e y e r u. G. H e n s e k e , B. 83, 143 u. 148 [1949].
3, M. F r e u n d u. R. L. H e i l b r u n , B. 29,859 [1896]; M. B u s c h u. H. L o t z , Journ.
4, A. 249, 39 [1888].
prakt. Chem. [2] 90, 257 [1914].
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
259 Кб
Теги
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа