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I54
[Jahrg. 67
Zechmeister, T u z s o n .
33. L. Z e c h m e i s t e r und P. T u z s o n : Zur Kenntnis der
tierischen Fettf arbstoff e
.
[Aus d. Chem. Institut d . Universitat Pecs, Ungarn.]
(Eingegangen am 21. Dezember 1933.)
Das praparative Studium von Lipochromen, die in Fett-Ablagerungen
hoherer Tiere vorkommen, ist noch wenig fortgeschritten; es sei daher nachstehend an einem ersten Beispielgezeigt, wie die I s o l i e r u n g e i n e s a n a l y s e n r e i n e n C a r o t i n o i d e s in ahnlichen Fallen gelingt. Bekanntlich ist der
Pigment-Gehalt des in den Schlachthofen verarbeiteten Materials, was das
Fettgewebe betrifft, sehr stark schwankend. Die groaten Mengen von Talg,
Speck usw. sind (fast) farblos, wahrend in anderen Fallen, namentlich bei
alteren Tieren, eine augenfallige Farbung beobachtet wird. Aber auch dann
ist die Konzentration des Lipochroms meist recht niedrig.
Fur den unten beschriebenen Versuch standen uns 0.9 kg Ausgangsmaterial zur Verfiigung, namlich eine F e t t p r o b e , die aus der Nieren-Gegend
einer im November geschlachteten, alten K u h stammte. Den FarbstoffGehalt schatzten wir auf rund 10 mg, also auf etwas iiber 0.001 74. Der
durch die Hackmaschine geschickte Talg wurde in 2 1 Io-proz. athylalkohol.
Kali eingelegt (Sprit 95-proz.) una ging bei 40°, innerhalb 30 Min. bis auf
belanglose Reste in Losung. Das bei den1 Abkiihlen erhaltene Seifen-Gel
wurde nach I-tagigem Stehen geschmolzen und mit 2 1 Ather vermengt.
Setzt man nun vorsichtig viel Wasser hinzu, so wird die ausgeschiedene
Seife aufgenommen und das Pigment in die Qberschicht getrieben, welche
nur blaBgelb erschcint. Sie wird abgehoben, gewaschen und zur Vervollstandigung der Hydrolyse rnit konz. methylalkohol. Kali unterschichtet
(N-Atmosphare), sodann am nachsten Tage abgetrennt, vollig ausgewaschen,
mit Natriumsulfat getrocknet und verdampft. Eine Probe zeigte in Schwefelkohlenstoff optische Schwerpunkte bei 513.5 und 482 [pp.
Bei dem Schiitteln des in Petrolather gelosten Riickstandes mit 90-proz.
Methanol wurde keine Spur Farbstoff an den Holzgeist abgegeben. Das
Fehlen von Xanthophyllenl) ergab sich auch bei der chromatographischen
Adsorptions-Analyse 2, des in CS, iibergef5hrten Materials : an der CaC0,Saule, die aus je I "1. Calc. carbon. pur. Merck und Calc. carb. laeviss. bestand, blieb kein Pigment hangen.
Die durch das Adsorptionsrohr gesickerte und weitgehend eingeengte
Losung gab mit absol. Alkohol einen volumintisen, farblosen Kiederschlag,
den wir sofort entfernten: Aus dem Filtrat krystallisierten im Eisschrank,
iiber Nacht rote, glitzernde Rhomboeder, mit viel Farblosem vermengt.
Von den Begleitsubstanzen lie13 sich das abgenutschte Gemisch durch Auskochen mit Athyl-, dann mit Methylalkohol befreien, wobei so gut wie kein
Farbstoff verloren ging und das mikroskopische Bild einheitlich wurde.
Ausbeute nach dem Umkrrstallisieren aus Benzol -1- Methanol: z mg.
Schmp. 182O (Berl- Block, kurzes Thermometer), Absorptionsmaxima : 517
Auch das von R . Kuliri und Ch. C.>rundtnann jiingst entdcckte K r y p t o kijnnte nach dem ganzen Xdsorptionsvcrhalten hochsters in Spureii
anwesend sein; vergl. B. 66, r.i.+G [1933].
z, Zusammenfassendes Referat iiber diese, von M . T s w e t t stammende Methode:
A. I V i n t e r s t e i n , in G . K l e i n s Handb. d. Pflanzen-iZnalyse, Bd. IV, S. 1403 [1933]I)
xaxi t h i n , C,,H,,O,
(193411
Ohle.
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und 484.5 pp (Schwefelkohlenstoff, Gitter-Spektroskop, Kupferoxyd-Ammoniak-Filter) .
1.3j1 nig Sbst. (unter 0.1 mm Druck getrocknet): 4.437 mg CO,, 1..31j
C,,H,,. Ber. C 89.48, H 10.52. Gef. C 89.j7, H 10.89.
mg H,O.
Die Mutterlauge hinterliea einen tiefroten, salben-artigen Ruckstand,
dessen Benzin-Losung in einer Ca(0H),-Saule 3, chromatographiert wurde.
\'on belanglosen Nebenzonen, z. B. von einem zwirndunnen, rotlichen Strich
abgesehen, bildete die Hauptmenge einen Farbring, der nach der Elution mit
methanol-haltigem Ather und Uberfiihrung in CS,, optische' Schwerpunkte
bei 518 und 483 [L[Lzeigte und weitere 0.5 mg krystallisierten Farbstoff abschied, dessen Eigenschaften mit denen des obigen Praparates iibereinstimmten.
Das Lipochrom des verarbeiteten Kuh-Fettes besteht also im wesentlichen
aus Car o t i n , und zwar weist das Spektrum auf ein Gemisc h d e s tc- u n d (3 - Isome r e n hin. Merkwurdigerweise konnte also der Xanthophyll-Anteil des Futters
das envahnte Fettgewebe nicht erreichen, in welchem nur das als Provitamin
wirksame Polyen deponiert wurde. Es bleibt zu untersuchen, inwiefern
ahnliche Rohmaterialien ihren Pigment-Gehalt unter dem Einflul3 von verschiedenen Faktoren qualitativ und quantitativ zu variieren vermogen.
Zum Schlusse danken wir dem van't H o f f - F o n d s d e r A m s t e r d a m e r
A k a d e m i e d e r W i s s e n s c h a f t e n fur die gewahrte Unterstutzung und
ferner Hrn. Dr. G. TGth fur die Ausfiihrung der Mikro-analyse.
34. H e i n z 0h 1e : Zur Kenntnis der Glucosonsaure (2-Keto-gluconsaure) (111. Mittei1.l) ; mit einem Beitrag zur Konstitution der
o-Phenylen-diamin-Verbindungen der Zucker).
[Aus d. Chem. Institut d. Universitat Berlin.]
(Eingegangen am 2 2 . Dezember 1933.)
Die friiheren Untersuchungen iiber den o x y d a t i v e n A b b a u von ges c h u t z t e n F r u c t o s e - D e r i v a t e n z ) hatten ergeben, daB die dabei stattfindende interessante U m l a g e r u n g in D e r i v a t e d e s P u r t o n s a u r e T y p u s immer stattfindet, wenn 4 Nachbarstellung zur maskierten CO-Gruppe
der Fructose ein negativer, zur Ionen-Bildung befahigter Substituent eingefiihrt ist, und daB speziell die Wirkung der Ionen-Gruppe COO' im Prinzip
dieselbe ist wie die der Gruppe CH,.O.PO,". Es lag nun die Frage nahe,
ob auch bei den u n g e s c h i i t z t e n A b k o m m l i n g e n d e r F r u c t o s e ahnliche
Parallelen vorhanden sind, insbesondere ob die G l u c o s o n s a u r e als ein
Model1 fur die bisher nur auf biochemischeni Wege sehr schwer zugangliche
F r u c t o s e - I - p h o s p h o r s a u r e betrachtet werden kann.
Unter diesem Gesichtspunkt war es reizvoll, der Frage nachzugehen,
unter welchen Umstanden eine A u f s p a l t u n g d e r C,-Kette d e r Glucosons a u r e z u V e r b i n d u n g e n d e r C,-Reihe zu verwirklichen ist. Einen beachtlichen Beitrag zu diesem Problem brachte die Untersuchung eines
P. K a r r e r u. 0 . W a l k e r , Helv. chim. Xcta 16, 641 ;I933].
Die friiheren Mitteilungen sind erschienen: B. 60, 1159 [I927], 63, 843 [1930];
rergl. a. 13. 58, 2577 [1925!.
z , rergl. B. 62, 16j1 [1929], 63, 2912 [1930], 64, I7j9, 2804 [1931].
3,
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