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1850
O r e c h o f f , R a b i n o w it s c h , K o12oi~ci1o w n :
tJahrg. 67
364. A. O r e c h o f f , M. R a b i n o w i t s c h und R. K o n o w a l o w a :
Ober Sophora-Alkaloide, VI. Mitteil. I) : ober die hochsiedenden
Basen des Krautes von Sophora pachycarpa. Beitrage zur Kenntnis
des Sophoridins und Sophocarpins.
[Alus d . Alkaloid-Abteil. d. Staatl. Chem.-pharmazeut. Forschungs-Instituts, Moskau.]
(Eingegangen am IG.Oktober 1934.)
In unserer ersten Mitteilung iiber die Sophora-Alkaloide ), haben wir
niitgeteilt, daB das aus dem Kraut von Sophora pachycarpa isolierte AlkaloidGemenge sich durch Vakuum-Destillation in einen niedrig- und einen hochsiedenden Anteil zerlegen 1aBt. Damals wurde nur der erste Teil eingehender
untersucht, was zur Isolierung und Chara.kterisierung des P a c h p c a r p i n s,
C,,H,,N,, fiihrte, dessen Eigenschaften (mit Ausnahme der Drehungs-Richtung)
genau mit denen des I - S p a r t e i n s zusamnienfielen.
Inzwischen haben wir auch die hochsiedende Basen-Fraktion genau
durchgearbeitet, wobei uns die bei der Untersuchung der Alkaloide aus den
Samen derselben Pflanze 3, gesammelten Erfahrungen sehr zu statten kamen.
Durch Anwendung der 1. c. beschriebenen Trennungsrnethode mittels der
J o d h y d r a t e , gelang es, auch aus den aus dem Kraute isolierten Geniisch
zwei krystallinische Basen von der Zusamniensetzung C,,H,,N,O zu isolieren
und genau zu charakterisieren. Die erste bildet ein bei 93-94O schmelzendes
M o n o h y d r a t C,,H,,N,O, H,O, welches beim Aufbewahren im Vakuuni
zunachst zerflieot, um dann zu der bei 53 --j4O schmelzenden wasser-freien
Base zu erstarren. Dieses Alkaloid zeigt somit das charakteristische Verhalten
des 1. c. beschriebenen S o p h o c a r p i n s . Das spez. Drehungsvermogen, die
sonstigen Eigenschaften des Korpers, sowie der direkte Vergleich beider
Praparate hewiesen endgiiltig deren Identitat.
Was das zweite -4lkaloid Cl,H,,N20 betrifft, so konnte es durch seine
V e r s e i f b a r k e i t zu einer S a u r e C,,H,,N,O,, sein spez. Drehungsvermogen,
sowie durch direkten Vergleich mit dem 1. c. beschriebenen S o p h o c a r p i d i n
einwandfrei identifiziert werden. Die hochsiedende Fraktion der aus dem
Kraute isolierten Alkaloide enthalt somit dieselben beiden Basen, und zwar
in ungefahr demselben Mengen-Verhaltnis, wie die aus dem Samen derselben
Pflanze erhaltene, und die Samen unterscheiden sich also von dem Kraut
lediglich durch das E'ehlen des niedrigsiedenden Pachpcarpins.
Eine Reihe von Versuchen, die mit den1 S o p h o c a r p i n (sowie niit dem
aus Sophora alopecuroides isolierten S o p h o r i d i n , C1,H,,N,0)4) zuin Zwecke
seiner Konstitutions-Aufklarung angestellt wurden, verliefen grofltenteils ergebnislos : entweder wurden die Basen unverandert zuriickerhalten, oder es
bildeten sich nicht charakterisierbare Schmieren. Zu solchen negativen Versuchen gehoren z. B. Versuche eines B r o m c y a n - A b b a u e s nach v. B r a u n , .
die Rinwirkung r o n M e t h y l - m a g n e s i u m j o d i d , ferner Versuche zurn
H o f m a n n s c h e n A b b a u . Da diese Versuche nichts Positives ergeben haben,.
unterlassen wir deren Besprechung und begniigen uns mit einigen kurzen
Angaben ini Versuchs-Teil.
Recht interessante Ergebnisse wurden dagegen bei der e l e k t r o c h e n i i s c h e n R e d u k t i o n dieser Basen erhalten.
Friihere Xitteilungen: B. 66, 621,G z j , 948 [Ig33], 67, 77. 1394 [1934].
3) Orechoff u . P r o s k u r n i n a , B. 67, 77 [1934].
*) B . 66, 621 [I933].
4 ) Angaben iiber das Sophoridin s. B. 66, 948 [Ig33].
1)
1
fiber Sophora-Alkaloide ( V I . ) .
(1934)
1851
H. R. In g5) hat kiirzlich gezeigt, daB die elektrochemische Reduktion
des linksdrehenden A n a g y r i n s , C,,H,,Tc’,O,
zu einer rechtsdrehenden
Base C,,H,,N, fiihrt, die er als identisch rnit dern von Clemo6) erhaltenen
d - S p a r t e i n betrachtet.
Zog man nun in Betracht, daB das Pachycarpin (welches ja wahrscheinlich
nichts anderes als d-Spartein ist) neben dem Sophocarpin sich in der Pflanze
vorfindet, so konnte man mit einiger Wahrscheinlichkeit erwarten, da13 die
vollstandige Reduktion des letzteren zum d-Spartein fiihren wiirde. Der
Versuch ergab nun, daB es gelingt, aus dem S o p h o c a r p i n , mit etwa 30%
Ausbeute, eine ebenfalls l i n k s d r e h e n d e B a s e C,,H,,N, zu isolieren, d i e
aber v o m P a c h y c a r p i n v o l l i g v e r s c h i e d e n ist. Sie unterscheidet sich
von demselben nicht nur durch ihr viel starkeres Drehungsvermogen, sondern
noch besonders charakteristisch dadurch, da13 sie beim Erkalten krystallinisch
erstarrt. Ferner gibt sie bei der Einwirkung von Jodmethyl ein krystallinisches
D i - j o d m e t h y l a t , wahrend das Pachycarpin (ahnlich dem Z-Spartein) nur
ein Mono-jodmethylat zu liefern vermag.
Der in analoger Weise mit dern linksdrehenden S o p h o r i d i n , C,,H,,N,O
(aus Sophora alopecuroides), ausgefiihrte Reduktionsversuch an Blei-Kathoden
ergab ebenfalls eine mit Wasserdampf fliichtige l i n k s drehende Base C,,H,,N,,
die sowohl vom Pachycarpin (und mithin auch vom I-Spartein), als auch von
dem Reduktionsprodukt des Sophocarpins d e u t l i c h v e r s c h i e d e n w a r .
Sie krystallisiert beim Erkalten nicht, besitzt ein viel starkeres spez. Drehungsvermiigen und gibt mit Jodmethyl ebenfalls ein D i - jodmethylat.
1111 Gegensatz zu den Resultaten I n g s , bei denen die vollstandige Reduktion des Anagyrins von einer U m k e h r u n g der Drehungs-Richtung begleitet war, ist in unseren beiden Fallen eine solche nicht zu konstatieren.
Ein Reduktionsversuch rnit Sophocarpidin, C,,H,,N,O, gab ein ganz ungiinstiges Resultat, da dabei nur etwa 3% einer fliichtigen Rase entstanden.
Beschreibung der Versuche.
A u f a r b e i t u n g d e s h o c h s i e d e n d e n B a s e n - G e m e n g e s a u s dern
K r a u t von Sophora pachycarpa.
Die Extraktion des Krautes wurde nach der friiher gegebenen Vorschrift durchgefiihrt. Aus 50 kg Kraut wurden I 040 g (= 2.08 yo)Rohbasen
gewonnen, die bei der Vakuum-Destillation folgende Fraktionen ergaben :
(7 mm), 4 2 j g (41.3%),
490 g ( 4 7 , z % ) ,
Riickstand . . . . . . . . . . . . . . . . . . 120 g (11.j yo).
I.
L.
Fraktion: 150--”ooO
,,
:
L O O - - ~ ~ O ~(7 mm),
184 g des h o c h s i e d e n d e n B a s e n - G e m i s c h e s wurden in 150 ccm
absol. Xlkohol gelost und, unter Eis-Kiihlung und Riihren, tropfenweise mit
180 ccm 62-proz. wal3riger J o d w a s s e r s t o f f s a u r e , rnit dern gleichen Vol.
Alkohol verdiinnt, versetzt. Nach 24-stdg. Stehen wurde die ausgeschiedene
hraune Krystallmasse (40 g) abgesaugt und aus 550 ccni 96-proz. heiWem
Alkohol umgelost. Beim Erkalten kamen 23 g eines hellgelben Jodhydrats
heraus, die nochmals aus 350 ccm Alkohol (I : 15) unigelost wurden.
Die alkoholischen Mutterlaugen wurden im Vakuum abdestilliert, der
dickolige Riickstand wieder mit absol. Alkohol aufgenommen und ron neuem
5)
6,
H. R a y m o n d I n g , Journ. chem. SOC.London 1933,
Journ. chem. SOC.London 1931, 429.
jO4.
1852
Orechoff, Rabinowitsch, Konowalowa:
[Jahrg. 67
abdestilliert . Nach mehrrnaliger Wiederholung dieser Operationen erstarrte
der Riickstand schliel3lich zu einer braunen Krystallmasse, die abgesaugt,
init absol. Alkohol nachgewaschen und getrocknet, I47 g eines hellgelblichen
Jodhydrats ergab. Dieses Salz wurde nun rnehrnials aus absol. Alkohol
fraktioniert umkrystallisiert, wobei die Mutterlaugen ebenfalls auf die oben
angegebene Weise aufgearbeitet wurden. SchlieBlich wurden 62 g reines
S o p h o c a r p i n - J o d h y d r a t (Loslichkeit in absol. Alkohol 1:15) und 92 g
S o p h o c a r p i d i n - J o d h y d r a t (1,dichkeit in absol. Alkohol I:Z) erhalten.
Der Rest bestand aus einem nicht krystallisierbaren, braunen Harz.
C h a r a k t e r i s i e r u n g d e s S o p h o c a r p i n s : 10 g des obigen Jodhydrats
(Loslichkeit I : 15) wurden nochmals aus Wasser umgelost (10 g aus 15 ccni),
wobei 8 g eines vijllig farblosen Salzes erhalten wurden. Dasselbe wurde in
3 j ccm Wasser gelost und die warme Losung mit fester Pottasche bis zur
Sattigung versetzt ; dabei fallt ein dickes, rasch krystallinisch erstarrendes
01 aus, das abgesaugt, getrocknet und in heiBem Ather aufgenommen
wurde. Aus der heil3 filtrierten Ather-1,osung fielen beim Erkalten 5 g farbloser prismatischer Nadeln vom Schmp. 73 -76O aus. Mischprobe mit S o p h o c a r p i n - H y d r a t 73 -74O.
0.560 g Sbst., in Alkohol zu 10 ccm gelost (1 = I ) : xu = -1,500;
(Fur Sophocarpin wnrde friiher -~ 9 . 4 4angegeben.)
~
[air, = -26.40,
Beim Stehen im Vakuum-Exsiccator zerfliel3t die Base zunachst zu einem
farblosen 01, das nach kurzer Zeit wieder krystallinisch erstarrt und bei
53-54O schmilzt. Mischprobe init wasser-freiem S o p h o c a r p i n ebenfalls
53 -54O.
C h a r a k t e r i s i e r u n g d e s S o p h o c a r p i d i n s : 5 g des obigen Jodhydrats
(Loslichkeit in absol. Alkohol I : 2 ) wurden in j ccm warmem Wasser gelost,
mit fester Pottasche gesattigt und mit Ather ausgeschiittelt. Nach dem Abdestillieren des mit Pottasche getrockneten Athers hinterblieb ein gelbliches
01, das beim Reiben rasch krystallinisch erstarrte (Ausbeute 3.2 g) ; Schmp.
73-75O. Gibt mit dem friiher beschriebenen S o p h o c a r p i d i n keine Depression.
Zur weiteren Identifizierung wurde die Base der A u f s p a l t u n g i n i t
a l k o h o l i s c h e m K a l i unterworfen. 2.3 g Base wurden mit einer Losung
von I g Kali in 10 ccm Alkohol einige Stunden gekocht, der Alkohol abdestilliert und der Riickstand mit Ather, zur Entfernung des Unverseiften,
ausgekocht (der Ather hinterlie8 etwa 0.7 g eines gelben Oles). Der mit
Ather erschopfte, feste Riickstand wurde aus absol. Alkohol umgelost und so
in gut ausgebildeten, farblosen Nadeln vom Schmp. 160- 1650 erhalten.
Die Mischprobe mit dem krystallwasser-haltigen K a l i u m s a l z d e r S o p h o c a r p i d i n s a u r e gab keine Depression.
V e r s u c h e ei n e s Sop h o c a r p i n - A b b a u e s n a c h H o f m a n n .
a) M i t a l k o h o l i s c h e m K a l i : Das Sophocarpin-Jodmethylat wird von 2j-proz.
methylalkohol. Kali nicht angegriffen und nach 6-stdg. Kochen damit unverandert
zuruckgewonnen. - b) m i t S i l b e r h y d r o x y d : 2.5 g Jodmethylat wurden in 2 0 ccm
Wasser gelost und mit frischgefalltem Silberhydroxyd entjodet. Die Reaktioii ist in
einigen Minuten beendet. Die filtrierte Losung wurde im Vakuum abdestilliert. Gegeii
220° ging ein dickes, gelbes 01 iiber. Es gelang nicht, irgendwelche krystallinischen Salze
aus demselben zu erhalten. - c) Das Jodmethylat (2.5 g) wurde mit AgOH entjodet
und der Eindampfriickstand mit 50 ccm Benzol 4 Stdn. gekocht, wobei die Substariz
(1934)l
Uber Sophora-Alkaloide ( P I . ) .
I853
teilweise in Losung ging. Nach dem Abdestillieren des Benzols hinterblieben 0.5 g eines
gelben Oles, das ein bei 145-147~ schmelzendes Pikrat lieferte; mit Sophocarpin-Pikrat
(Schmp. 153-154~) gemischt, gab es keine Depression, sondern schmolz gegen 148-150~.
Der in Bcnzol unlosliche Riickstand wurde rnit Amylalkohol gekocht, wobei alles in
Losung ging. Nach dem Ausschiitteln mit 10-proz. Salzsaure und Alkalisieren rnit 50-proz.
Natronlauge lie0 sich aus der Losung weder mit Ather, noch mit Chloroform etwas ausschiitteln. - d) 6 g des Jodmethylats wurden mit Silberhydroxyd entjodet, eingedampft
und der Ruckstand 4 Stdn. mit Toluol gekocht, wobei etwa 3/4 der Substanz in Losung
gingen. Das Toluol wurde rnit Salzsaure ausgeschiittelt, die saure Losung wieder stark
alkalisch gemacht und ausgeathert. Nach dem Abdestillieren des dthers blieben 3 g
einer glasigen Masse zuriick. Alle Versuche, irgend ein krystallinisches Salz darzustellen,
waren erfolglos. Das Jodmethylat war ebenfalls olig. - e) 5 g J o d m e t h y l a t wurden
in 15 ccm Wasser gelost und allmahlich mit 60 g 3-proz. N a t r i u m - A m a l g a m reduziert.
Die angesauerte Losung wurde eingedampft und stark alkalisch gemacht. Weder mit
Chloroform, noch mit Ather lie0 sich daraus etwas ausschiitteln.
E i n w i r k u n g v o n Me t h y 1- m agn e s i u m j o d i d a u f So p h o c a r p i n u n d S o p h o r i d i n .
Eine aus 0.9 g M a g n e s i u m , 4.2 g J o d m e t h y l und 100 ccm absol. Ather dargestellte Mcthyl-magnesiumjodid-Losung wurde mit einer atherischen Losung yon
3 g wasser-freiem S o p h o c a r p i n versetzt. Nach 3-stdg. Erwarmen auf dem Wasserbade wurde rnit verd. Salzsaure zersetzt, mit Natronlauge stark alkalisch gemacht und
der dicke Brei mehrmals rnit Ather ausgeschiittelt. Nach dem Abdestillieren des Athers
blieb etwa I g einer harzigen Masse zuriick, die auf keine Weise zu reinigen war. Krystallisierte Salze waren ebenfalls nicht zu erhalten.
Ein in ganz analoger Weise durchgefiihrter Versuch mit S o p h o r i d i n fiihrte ebenfalls zur Bildung eines harzigen, nicbt zu reinigenden Produktes.
E i n w i r k u n g v o n B r o m c y a n auf S o p h o c a r p i n .
Eine Losung von 10g getrocknetem S o p h o c a r p i n in 50 ccm trocknem
Benzol wurde zum Sieden erhitzt und zu der unter RiickfluIj siedenden Fliissigkeit eine Losung von 5 g Bromcyan in 25 ccm Benzol im Verlauf einer
Stunde zugetropft. Nach .dem Abdestillieren des Benzols im Vakuum hinterblieb ein fester Korper,-der aus Ather in farblosen Nadeln vom Schmp. 73-75O
gewonnen wurde und aus unverandertem Sophocarpin bestand. Bei der
Wiederholung des Versuches in siedender C y c l o h e x a n o l - L o s u n g wurde,
nach dem Abdestillieren des Losungsmittels im Vakuum, ein fester Ruckstand
erhalten, der in Ather vollkommen unliislich war. Aus heil3em absol. Alkohol krystallisierte die Substanz in farblosen Krystallen, die bei 2.50~ noch
nicht schmolzen.
C,,H.,N,O,HBr.
Ber. 24.39% Br, gef. 2 4 . 2 0 % ionisierbares Brom (nach V o l h a r d ) .
Der Korper war also S o p h o c a r p i n - B r o m h y d r a t ; durch Zersetzen
mit Natronlauge wurde daraus das unveranderte Alkaloid isoliert.
Bei einem dritten Versuch in siedendem X y l o l wurde ein dickes 01 erhaltcn, aus
dem nur unrerandertes S o p h o c a r p i n , mit Hilfe seines Jodhydrats (3.7 g aus 5 g angewandter Base), isoliert werden konnte.
E l e k t r o c h e niis c h e R e d u k t ion d es S o ph o c a r p in s.
S o p h o c a r p i n wurden in 300 ccni 50-proz. S c h w e f e l s a u r e an
praparierten Blei-Kathoden der elektrochemischen Reduktion unterworfen.
Der Anoden-Raum bestand aus einem porken Ton-Zylinder. Stromstarke
9-10 Amp.; Spannung 8 Volt; Dauer der Elektroly-se 5-6 Stdn. Die Temperatur des von auBen durch Eis-Kochsalz gekiihlten Kathoden-Raums
10g
Berichte d. D. Chern. Gesellschaft. Jahrg. LXVII.
121
1854
[Jahrg. 67
Orechoff, R a b i n o w i t s c h , Konowalowa.
betrug wahrend der beiden ersten Stunden zo-2jo und stieg dann allmahlich
auf 40-45'.
Nach beendeter Reduktion Wurde die saure Losung mit 50-proz.
Natronlauge stark alkalisch gemacht und solange mit Wasserdampf destilliert,
als das Destillat noch alkalisch reagierte. Das Destillat wurde nun n i t 15proz. Salzsaure schwach angesauert, im Vakuum auf ein kleines Volum eingedampft, wieder stark alkalisch gemacht und erschopfend ausgeathert.
Nach dem Abdestillieren des iiber Pottasche getrockneten Athers blieb ein
hellgelbes 01 (Ausbeute 3.3 g) zuriick, das bei 153-154' (5 mm) iiberging.
Nach 2-maliger Destillation erstarrte das 0 1 k r y s t a l l i n i s c h , lie13 sich aber,
Wegen seiner gro13en Loslichkeit in allen gebrauchlichen Losungsmitteln,
nicht umkrystallisieren.
0.7314 g Sbst., in Alkohol zu 11 ccm gelost (1 = I ) : an = -1.65~; [aID= -26.20.
0.1285, 0.1277 gSbst.: 0.3622, o.3605gCO2,0.1226, 0.1223 g H,O.-3.2198,
2.5808mg
Sbst.: 0,303 ccm N (15O, 760 mm), 0.250 ccm N ( 1 6 O , 760 mm).
C,,H,,N,.
Ber. C 76.92,
H 11.11,
N 11.96.
Gef. ,, 76.87. 76.98, ,, 10.67, 10.71, ,, 11.01, 11.11.
D i - j o d m e t h y l a t : I g des Reduktionsproduktes wurde in 3 ccni
A c e t o n gelost, mit z ccm J o d m e t h y l versetzt und im zugeschmolzenen
Rohr 4 Stdn. auf IOOO erhitzt. Nach dem Erkalten schieden sich gut ausgebildete Krystalle aus (0.7 8). Durch Eindampfen der Mutterlauge konnten
noch 0.3 g gewonnen werden. Schwer loslich in Alkohol. Aus heiBem Wasser
umgelost (0.5 g in z ccm), bildet das D i - j o d m e t h y l a t hellgelbliche Tafelchen, die bei 2600 noch nicht schmelzen.
0.2522 g Sbst.: 9.70 ccm n/lo-AgN03.
C,,H,,N,, zCH3J. Ber. J 49.00. Gef. J 48.80.
Elektrochemische Reduktion des Sophoridins.
18 g reines S o p h o r i d i n (Schmp. 109-IIOO) wurden in 600 ccm 50-proz.
Schwefelsaure gelost und unter genau denselben Bedingungen, wie oben
beim Sophocarpin beschrieben, elektrochemisch reduziert. Nach 6-stdg.
Elektrolpse mwrde alkalisch gemacht und rnit Wasserdampf abdestilliert.
Die Aufarbeitung geschah in derselben Weise wie oben und ergab 5.5 g
eines hellgelben, bevr~glicl-ienOles vom Sdp. 163-165O (3 mm). Bei nochmaliger Destillation (172-173' bei 4 mm) wurde die Rase vollstandig farblos
erhalten.
1.0j2
g Sbst., in Alkohol xu 11.2 ccm gelost (1 = I ) :
= --3.ioo;
I%],)
= -37.1~.
0.1096, 0.1178 g Sbst.: 0.3084, 0,3317 g CO,, 0.1078, 0.1170 ,q H,O. - 2.533,
(zIO,
738 mm), 0.363 crm N (zoo, 728 mm).
Ber. C 76.92,
H 11.11,
N 11.96.
Gef. ,, 76.74, 76.80, ,, 11.01, 11.11, ,, 11.98, 12.07
5.297 mg Sbst.: 0.274 ccm N
C15H&,.
D i - j o d m e t h y l a t : I g des Reduktionsproduktes wurde in 11 ccm
A 1ko h o 1 gelost, rnit 2 ccni J o d ni e t h y 1 versetzt und im zugeschmolzenen
Rohr 5 Stdn. im siedenden Wasserbade erhitzt. Die nach dem Erkalten ausgeschiedene, ol-durchtrankte Krystallmasse wurde abgesaugt, mit wenig
A c e t o n gewaschen und so in Form eines hellgelben Pulvers erhalten. Ausbeute 2 g. Leicht loslich in Wasser, schwer in Alkohol und Aceton. Beim
Umkrystallisieren ails rerd. Alkohol (1.4 g aus 18 ccm Alkohol
z ccm
+
(1934)]
F e r n h o 1 z : Zur Synthese de-s Corpus-luteum-Hormons.
185.5
Wasser) wurden hellgelbliche Krystallchen erhalten, die bei 2600 noch nicht
schmolzen.
0.2517 g Sbst.: 9.65 ccm n/,,-AgNO,.
C,,H,,N,, 2CHJ. Ber. J 49.00. Gef. J 48.69.
0.7 g des J o d m e t h y l a t s wurden in 8 ccm Wasser gelost und mit jo-proz. N a t r o n l a u g e versetzt. Es fie1 sofort ein krystallinischer Niederschlag aus (0.6 g). der aus underandertem Ausgangskorper hestand. Zur Analyse wurde aus verd. Alkohol umkrystallisiert.
0.2992 g Sbst.: 11.45ccm n/,,-AgNO,.
ClsHzJz, 2 C H J . Ber. J 49.00. Gef. J 48.60.
365. E. Fern h o 1 z : Zur Synthese des Corpus-luteum-Hormons
(Vorlauf. Mitteil.).
[ 8 u s d. Allgemein. Chem. Universitats-Lahorat. Gottingen.]
(Eingegangen am
20.
Oktober 1934.)
Vor kurzem berichteten schon A. B u t e n a n d t , U. W e s t p h a l und
H. Coblerl) iiber Versuche, die zur Synthese des vor einiger Zeit von verscbiedenen Seiten isolierten Corpus-luteum-Hormons dienen sollten. Damals
war ich ebenfalls mit demselben A b b a u der von mir aus Stigmasterin erhaltenen 3 -Ace t o x y - b i s - n o r - c h o l e n s a u r e beschaftigt, konnte aber auch
nicht das D e h y d r ier un gsp r o d u k t d e s O x y - k e t on s C21H3202
in reiner
Form isolieren. Das Spektrum der amorphen Produkte 1ieG jedoch auf einen
Gehalt von 20-30 yo an Q, P-ungesattigtem Diketon schlieoen.
In Fortfiihrung der Versuche ist es mir nun gelungen, dieses D i k e t o n
in reiner Form zu isolieren. Zu seiner Darstellung habe ich zunachst das
D i b r o m i d d e s u n g e s a t t i g t e n O x y - k e t o n s bereitet und dieses mit
saurem Permanganat o x y d i e r t . Das nach E n t f e r n u n g d e s B r o m s in
guter Ausbeute gewonnene D i k e t o n bildet stark lichtbrechende, dicke Prismen, die bei 1290 schmelzen; es hat bei 240 mi* ein hohes Maximum der
Absorption; sein D i o x i m schmilzt bei 246-z48O unt. Zers.
Schon diese Daten niachen es recht wahrscheinlich, das der erhaltene
Stoff niit dem aus Corpus luteum isolierteni Diketon vom Schmp. 128.50
( L u t e o s t e r o n C) identisch ist. In eingehender Untersuchung sol1 diese
Annahme gepriift werden.
1218
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