close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

2474742

код для вставки
Nr. S/1037]
1695
1 nho f f e n .
.
.
293. H . H I nh of f e n : Umwandlungsreaktionen von bromierten Deri
vaten des Cholesterins, IV. Mittei1.l):Versuche mit Dibrom-cholestanon
jAus d Hauptlaborat. d. S c h e r i n g - K a h l b a u m A.-G., Berlin.]
(Eingegangen am 8. Juli 1937 )
I3 u t e n a n d t und Mitarbeiter 2, haben kiirzlich mitgeteilt, daB das durch
Rromierung von Cholestanon erhaltliche Dibrom-cholestanon entgegen der
Annahnie von R u z i c k a und Mitarbeitern3) ein 2.4-Dibromid darstellt und
ferner, da13 dieses Dibrom-cholestanon bei der Behandlung mit Kaliumacetat in Butanol das Cholestan-dion-(3.4) liefert. Die Konstitution dieses
o-Diketons wurde durch seine Oxydation zur Dihydro-Diels-Saure eindeutig
festgelegt . Die vorliegende Mitteilung stellt eine Erganzung der Versuche
von B u t e n a n d t und Mitarbeitern dar.
Bei meinen Versuchen, aus D i b r o m- c hol e st a n o n B r o mw a s s e r st of f
a b z u s p a l t e n , habe ich an Stelle von Kaliuniacetat das K a l i u m b e n z o a t
benutzt und dabei 2 isomere, einfach ungesattigte M o n o b e n z o a t e von der
allgemeinen Formel C,,H,,O .0 .CO .C,H, als Hauptprodukte der Keaktion
isolieren kiinnen. Rei dieser Umsetzung wird also aus dem Dibrom-cholestanon
ein Mol. Broniwasserstoff unter Bildung einer Doppelbindung abgespalten,
wahrend das zweite Bromatom durch den Benzoesaurerest substituiert wird.
Das am schwersten losliche Benzoat I besitzt einen Schmp. von 177O und eine
optische Drehung von +25.0°, wahrend das isomere, etwas leichter lasliche
Benzoat I1 bei 137-138O schmilzt und fur [K],, den Wert +58.0° zeigt.
Rei der alkalischen Verseifung verhalten sich beide Stoffe unerwartet,
denn sie liefern nicht die entsprechenden einfach ungesattigten Oxy-ketone,
sondern gesattigte o-Diketone, und w a r entsteht
aus dem hochschmelzenden Benzoat I in glatter
Reaktion das schon von B u t e n a n d t und Mitarbeitern*) erhaltene Cholestan-dion-(3.4) (111),
walirend das niedrig schmelzende Benzoat I1
in das bisher unbekannte C h o l e s t a n - d i o w ( 2 . 3 )
(IV) iibergeht, das ein bei 180° schmelzendes
Chinoxalin-Derivat liefert. Das Spektrum des
2.3-Diketons ist in Fig. 1 wiedergegeben. Neben
den1 2.3-Diketon erhalt man bei der alkalischen
Verseifung des Benzoats I1 auBerdem noch clas
Cholestan-dion-(3.4) ; hierauf wird weiter unten
noch zuriickzukommen sein.
Die Konstitution des Cholestan-dions-(2.3) Pig. 1. Cholestan-dion-(2.3) ;
konnte eindeutig bewiesen werden durch seine 0.02-proz. Losung in Ather.
Oxydation zu der entsprechenden Dicarbonsaure,
die sich als identisch erwies rnit der von W i n d a u s und Uibrig4) durch
Oxydation des Cholestanols bereiteten Saure :
l)
2)
7
B. 69, 1134, 1702, 2141 [1936].
B u t e n a n d t , S c h r a m m , Wolff u. K u d s z u s , B. 69, 2779 [1936].
Helv. chim. Acta 19, 1147 [I9361
4, B. 47, 2384 [1914].
109*
1696
I n h o / / e n : UrnwandlunqsTeah%tionen
[Jahrg. 70
R u z i c k a und Mitarbeiter 3, haben durch Behandeln des Dibronicholestanons mit o-Phenylendiamin ein Chinoxalin-Derivat erhalten, dessen
korrigierter Schmp. mit 184O angegeben ist. Bin nach den Angaben von
R u z i c k a aus dein Dibromid bereitetes Praparat zeigte den Schmp. 179O
(unkorr.) und gab mit dem bei 180° schmelzenden Chinoxalin des Cholestandions-(2.3) keine Depression. Die beiden Chinoxaline sind also identisch, und
die von R u z i c k a aus Dibrom-cholestanon dargestellte Substanz leitet sich
daher von den1 2.3-Diketon ah.
Die Umwandlung des Dibrom-cholestanons zu den o-Diketonen I11
und IV laBt sich nunmehr durch die folgenden Formelbilder veranschaulichen, wobei die Konstitiition der als Zwischenprodukte erhaltenen Benzoate I
und I1 als sehr wahrscheinlich, jedoch als noch nicht vollig gesichert anzusehen ist :
Wie schon eingangs erwahnt wurde, entsteht bei der Verseifung cles
Benzoats I1 neben dem 2.3-Diketon auch das 3.4-Diketon. Dieser Befund
muB so gedeutet werden, da13 bei der Alkali-Behandlung zum Teil eine Wanderung des Substituenten von der 2- in die 4-Stellung stattfindet, wie es vorstehend
formelmairjig ausgedriickt ist 5 ) .
Die von B u t e n a n d t und Mitarbeitern2) beobachtete direkte 3.4-DiketonBildung ist so zii verstehen, dairj sicher auch zuerst intermeditir Esterbildung
eintritt, daB aber in diesem Falle schon wahrend der Reaktion eine Umesterting zwischen dem Sterin-acetat und dein Butylalkohol stattfindet, wofiir
im wesentlichen die griiflere Beweglichkeit des Acetatrestes gegeniiber dem
Benzoesaurerest verantwortlich zu machen ist ; die so entstandene ungesattigte
Oxy-Verbindung lagert sich dann ebenfalls in das gesattigte Keton urn.
Die Bildung der gesattigten Diketone I11 und IV aus den ungesattigten
Benzoaten I iind I1 la& sich leicht verstehen, wenn man bei der alkalischen
Verseifung die Enole A, B tind C, 1) als Zwisclienprodukte annimmt. Die
Umwandlung des Benzoats I1 in das Diketon I I t konnte iiber die Enolform C, vor sich gehen und ware soinit als Allyl-Umlagerung forniuliert.
,) Die leichte Trerinbarkeit der beiden Benzoate macht es unwahrscheinlich, da9
das nls Benzoat I1 bezeichnete Produkt ein Gemisch der beiden Ester I und TI darstellt.
Nr. 8/1937]
von bromierten Derivaten des Ch,olesterins
C
(IF'.).
1697
D
Aus dem 2.3-Diketon I V wmde noch ein Enol-acetat voni Schmp. 142O
und ein Enol-benzoat vom Schmp. 124-124.5O dargestellt. Fur diese EnolDerivate konnen folgende Formelbilder in Betracht gezogen werden :
CH,I
CII,
\/
C) : /\I/
1
1
1
K , 0. //\I/\/
' / I
K . O . \/ \/
OI\/\/
K CH, . CO, C,H,. CO
2-
Der durch Benzoylierung des 2.3-Diketons erhaltene Enol-ester ist, wie
der Schmp. zeigt, verschieden von den Benzoaten I und 11.
Beschreibung der Versuche 6).
D a r s t e l l u n g d e r B e n z o a t e I u n d I1 a u s D i b r o m - c h o l e s t a n o n .
Eine Aufschlammung von 100 g D i b r o m - c h o l e s t a n o n (Schmp. 194O)
in 400 ccni Toluol wurde mit 200 g K a l i u m b e n z o a t und 1800 ccm Butanol
versetzt und die Mischung in einem Glycerinbade bei 135O Badtemperatur
Z*/2 Stdn. linter RuckfluG gekocht. Die abgekuhlte Reaktionslosung, aus der
sich Kaliumbroniid und Benzoesaure ausgeschieden hatten, wurde darauf in
einen Scheidetrichter iibergefuhrt und nach Zugabe von reichlich Ather mehrfach mit verd. Sodalosung und Wasser gewaschen. Dann wurde nach dem
Klaren niit Natriumsulfat zunachst der Ather auf den1 Wasserbade entfernt
uncl anschlieoend im Wasserstrahlvakuum das Toluol und die Hauptmenge
des Butylalkohols abgedampft, bis reichliche Krystallisation eingetreten war.
Nach kurzem Abkiihlen wurde der Krystallbrei abgesaugt und mit Alkohol
gewaschen. Ausb. 4.5 g Benzoat-Gemisch vom Schrnp. 139-143O.
Zur 'l'rennung der beiden Komponenten I und I1 wurde das so erhaltene
Produkt 5-ma1 fraktioniert aus Chloroform-Alkohol umkrystallisiert. Man
erhielt schlieolich 10 g des am schwersten loslichen R e n z o a t s I in Form
von schonen langen Nadeln, deren Schmp. bei 177O lag, Klarwerden der triiben
Schmelze bei 216-2170,
[a;l:p: +25.9O (in Chloroform). Aus der letzten
c,
Alle Schnielzpunkte siiitl ankorrigiert.
1698
I n ho f f e n : l;’,nLwandlurzgsreak.tionen
[Jahrg. 70
hltitterlauge konnten noch weitere 1.4 g des fast reinen I’roduktes I isoliert
werden.
Der Stoff ist gut loslicli in kalteni Chloroform, Benzol, loslich in siedendem
Ather, Aceton, Essigester, wenig loslich in kaltem Ather, Aceton, Essigester,
sehr schwer loslich in Alkohol und Methanol.
5.049 m g Sbst. : 14.930 m g CO,, 4.350 mg H,O.
C,4H,,0,. Rer. C 80.89, H 9.59. ( k f . C 80.70, H 9.65.
Aus den ersten 3 Fraktionierungs-Mutterlaugen von I lielj sic11 dmch
Einengen oder Verdiinnen mit Wasser das etwas leichter liisliche Benzoat I1
zur Abscheidung bringen, insgesamt 25.6 g. Diescr Stoff krystallisiert in kmzen,
derben Prisnien und ist schon durch seine Krystallforni deutlich von dem oben
beschriebenen Produkt zti unterscheiden. Nacb weiterem Uiiikrystallisiereii
aus Chloroform-Alkohol wurden 21..4 g des reinen R e n z o a t s I1 erhalten.
Schmp. 137--138O, Klarwerden der triiben Schnielze, die ein Farbspiel zeigt,
bei 204O, [a]: : +58.0° (in Chloroform), Die Ijjslichkeiten stininieri annahernd
mit den fur das Benzoaf I angegebenen iiberein.
5.226 rng Sbst.: 15.475 nig CO,, 4.500 ing H,O.
C:,4H4803.Bet. C 80.80, H 9.50. Gef. C 80.95, H 0.66.
V e r s e i f u n g des R e n z o a t s I.
Eine Losung von 3 . 0 g des B e n z o a t s I (Schnip. 177O) in 75 ccni Benzol
wurde n i t einer kalten Liisung von 1.0 g Atzkali in 125 ccm Alkohol versetzt
und das Gemisch 15Stdn. bei Zinimertemperatur stehengelassen. D a m wurde
die Losung, atis der sich Kaliunibenzoat ausgescliieden hatte, niit Wasser
verdiinnt, 3-mal init Ather ausgescliiittelt und die Atherausziige nach den1
Waschen zur Trockne verdampft. Das zuriickgebliebene 01, 7.7 g , wurde In
heiljeni Alkohol aufgenoninien, Die nach einigem Stehenlassen abgeschiedenen
Krystalle wurden abgesaugt und init Alkohol gewaschen. Roh-Ausbeute
4.4 g vom Schnip. 1470. Nach deni Umkrystatlisieren aus Alkohol wurden
3.5 g des Cholestan-dions-(3.4) erhalten, das den angegebenen Schmp. von
147-1480 zeigte ; der Misclischmp. mit einem Vergleiclispraparat ergab
keine Depression
5.117 ing Sbst.: 15.125 mg CO,, 5.070 nig €I,().
C,,H,,O,.
Ber. C 80.93, I-I 11.07. Gef. C 80.75, 1% 11.10
Zur weiteren Identifizierting wurde das von B u t e n a n d t und Mitarbeitern2) beschriebene Chinoxalin bereitet, das gleichfalls den angegebenen
Schmp. von 207--209* aufwies.
V e r s e i f u n g d e s B e n z o a t s 11.
A) I s o 1i e r ti n g d e s Ch o 1e s t a n - d i o n s -( 2.3).
1) K a l t e V e r s e i f u n g ’ EineLosungvon 20 g des R e n z o a t s I1 (Schmp.
137-1380) in 150 ccni Benzol wurde mit einer kalten Losung von 20 g Kalitimhydroxyd in 250 ccm Alkohol versetzt uiid das Geniisch 15 Stdn. bei Zimmertemperatur stehengelassen. Dann wurde die Liisung, aus der sich Kaliumbenzoat ausgeschieden hatte, mit Wasser verdiinnt, 3-ma1 mit Ather ausgeschiittelt und die Atherausziige nach dem Waschen zur Trockne verdampft.
Das zuriickgebliebene 01, 14.9 g, wurde in warmem Petrolather (Sdp. 30-50O)
gelost und die Losung bei Oo stehengelassen. Das nach kurzer Zeit auskrystallisierte Produkt wurde abgesaugt und mit Alkohol gewaschen. Nach deni
Nr. 8/lc)371
v o n bromierten D e r i v a t e n des Cholesterins
(IV.).
1699
Umkrystallisieren aus Essigester (Nachwaschen mit Essigester) wurden 1.3 g
des 2.3-Diketons in seidigen Nadeln erhalten, deren Schmp. bei 161-1629
lag (vorh. Sint.), [a]: : +55.9O (in Chloroform). Aus der Essigester-Mutterlauge
lie13 sich noch eine 2. Fraktion gewinnen.
5.278, 4.761 mg Sbst.: 15.660, 14.140 mg CO, 5.300, 4.710 mg H,O.
C,,H,,O,.
Ber. C 80.93,
H 11.07.
Gef. ,, 80.96, 81.01, ,, 11.24, 11.07.
2) HeiBe V e r s e i f u n g : 20 g des B e n z o a t s I1 wurden mit einer heil3en
Losung von 40 g Atzkali in 500 ccm Methanol iibergossen, worauf raschLSsung
eintrat. Die Losung wurde 1Stde. unter RiickfluB gekocht. Dann wurde in
Wasser gegossen, 3-ma1 ausgeathert und die gewaschene Atherlosung zur
Trockne verdampft. Das zuriickgebliebene 01, 15.2 g, wurde in warmem
Petrolather gelost und die Losung bei O0 stehengelassen. Das nach kurzer
Zeit auskrystallisierte Produkt wurde abgesaugt und mit Alkohol gewaschen.
Nach dem Umkrystallisieren ails Essigester wurden 1.7 g des 2.3-Diketons
erlzalten, dessen Sclimp. bei 161-1.62O lag (vorh. Sint.), [a]:: +57.6O (in
Chloroform). Der Mischschmp. mit dem vorigen Praparat zeigte keine
Depression.
Nach den beiden vorstehenden Verseifungsverfalzren wurden in einer
lieihe von Versuchen aus je 20 g Ausgangsmaterial durchschnittlich 1.2 bis
1.8 g des 2.3-Diketons dargestellt, dessen durchschnittliche Drehung bei
+56.90 lag und urn etwa 1--1..50 nach beiden Seiten schwankte. Diese
Schmankung darf als innerhalb der Fehlergrenze liegend gelten. Durch
weiteres Umkrystallisieren aus Essigester, Ather-Petrolather oder Aceton
1ieQ sich der Dreliungswert nicht mehr andern.
Die Schmelzpunkte dagegen waren meist etwas verschieden. Neben
den durchsclinittlichen Schmelztemperaturen von 161-1620 und 162-163O
wurden haufig niedrigere, z. B. von 159-1610 und z. Tl, hohere von etwa
1 0h-167°
beobachtet ; gelegentlich lag der Schmp. sogar bei 171-172O.
lkrner wurde nach weiterem Umkrystallisieren ein Sinken des Schmelzpunktes beobachtet, walirend Mutterlatigenfraktionen bei gleichem Drehwert manchmal wieder hoher schmolzen als die Primarfraktionen. Es
ersclieint mbglicli, daB jeweils verschieden zusammengesetzte Gemische von
Keto- und Enol- (Diosphenol-) Form vorlagen.
B) I s o l i e r u n g d e s Cholestan-dions-(3.4).
Die Petrolather-Mutterlaugen des 2.3-Diketons von der kalten und
heiWen Verseifung, die auch den Wasch-Alkohol enthielten, wurden auf deni
Wasserbade vom Petrolather befreit und die zuriickgebliebenen AlkoholLosungen vorsichtig mit etwas Wasser verdiinnt . Nach einigem Stehenlassen
krystallisierte das 3.4-Diketon aus. Aus Vers. 1 wurden nach dem Urnkrystallisieren aus Alkohol 2.2 g vonz Schmp. 146-147O erhalten, der Mischschmp. mit Cholestan-dion-(3.4) zeigte keine Depression. Aus Vers. 2
wui-den 1.7 g des gleichen Stoffes vom Schmp. 146---14S0 gewonnen.
4 908 ing Sbst . 14.545 mg CO,, 4 840 mg H,O
C,,H,,O,.
Ber. C 80.93, H 11 07. Gef C 80.86, H 11.04.
Die aus diesen Praparaten bereiteten Chinoxaline erwiesen sich nach
Schmp. (207---209O) und Mischschmp. ebenfalls als identiscli mit dem entsprechenden Vergleichspraparat aus Cholestan-dion-(3.4).
1700
Inhoffen.
1 Jahrg. 70
Das Cholestan-dion-(3.4) ist im Gegensatz zum 2.3-Diketon in Petrolather und Essigester in der Kalte leicht l6slich.
Chin ox a l i n - D e r i v a t d e s C h o 1e s t a n - d i o n s - (2.3).
Stde. auf 145-150O
0.3 g I V wurden mit 0.3 g o-Phenylendiamin
erhitzt. Darauf wurde die erkaltete Schmelze in siedendem Essigester gelost.
Beim Abkiihlen der eingeengten Losung trat rasch Krystallisation ein. Nach
dem Absaugen und Nachwaschen rnit Aceton wurden 300 mg eines Rohproduktes voni Schmp. 179O erhalten. Die aus Essigester umkrystallisierte
Substanz schmolz bei 180O.
5.155 mg Sbst. : 3 5.815 mg CO,, 4.80 mg H,O. - 3.056 mg Sbst. : 0.169 ccm N (30",
747 mm).
Ber. C 83.82, H 10.25, N 5.93.
C,,H,,N,.
Gef. ,, 83.72, ,, 10.42, ,, 6.11.
Nach 2-stdg. Kochen rnit Essigsaureanhydrid wurde das Chinoxalin nach
Schmp. und Mischschmp. unverandert zuriickgewonnen.
Das nach der Vorschrift von R u z i c k a und Mitarbeitern3) aus Dibromcholestanon bereitete Chinoxalin-Derivat schmolz nach mehrfachein Umkrystallisieren aus Essigester bei 179O; der Mischschmp. rnit dem obigen
Chinoxalin ergab keine Depression.
E n o 1- D e r i v a t e d e s C h 01e st a n - d i o n s - (2.3).
E n o l - a c e t a t : Eine I,.tisung von 0.1 g IV in einer Mischung von 4 cciii
Pyridin und 2 ccm E s s i g s a u r e a n h y d r i d wurde 16 Stdn. bei Ziminertemperatur stehengelassen. Dann wurde im Wasserstrahlvakuum vom
Pyridin und Essigsaureanhydrid befreit und der Ruckstand aus Methanol
unikrystallisiert : Nadeln vom Schmp. 142O.
4.900 mg Sbst.: 14.100 mg CO,, 4.550 mg H,O.
C29H4R03.Ber. C 78.66, H 10.49. Gef. C 78.52, H 10.39.
E n o 1- b e n z o a t : Eine Lfisung von 0.3 g IV in einer Mischung von 7 ccm
Pyridin und 0.6 ccm B e n z o y l c h l o r i d wurde 16 Stdn. bei Zimmertemperatur
stehengelassen. Dann wurde das Reaktionsgemisch in kalte Natriumbicarbonatl6sung eingeriihrt, niit Ather ausgeschiittelt und die gewascliene
Atherlosung verdampft. Der Ruckstand wurde aus Methanol umkrystallisiert,
Nadeln vom Schmp. 124-124.5O.
4.859 mg Sbst.: 14.395 mg CO,, 4.110 mg H,O.
Ber. C 80.89, H 9.59. Gef. C 80.80, H 9.47.
C,,H,,O,.
O x y d a t i o n d e s 2.3-Diketons IV z u r D i c a r b o n s a u r e .
0.5 g IV wurden rnit 50 ccm Alkohol aufgekocht, wobei fast alle Substanz
in Losung ging. Zu der schwach siedenden Losung wurden darauf 1 ccm
P e r h y d r o l und nachfolgend 2 ccm 10-proz. wafir. Kalilauge gegeben. Nach
15 Min. gelindem Sieden wurde wieder rnit 1 ccm Perhydrol und 2 ccm der
Lauge versetzt und wiederum 15 Min. erhitzt. SchlieBlich wurde noch ein
drittes Ma1 die gleiche Menge Wasserstoffperoxyd und Kalilauge zugegeben
und eine weitere Stde. gekocht. Nun wurde die Oxydationslosung in Wasser
gegossen und die klare Losung einmal rnit Ather ausgeschiittelt. Die alkalischwa13rige Schicht wurde mit verd. Schwefelsaure angesauert und die sauren
Anteile in Ather aufgenommen. Nach dem Waschen wurde die Atherlosung
Nr. 8/19371
L e u c h s , Qruuow, Tessmar.
1701
fast bis ztir Trockne eingedampft, wobei die D i c a r b o n s a u r e auskrystallisierte ; durch Zusatz von Petrolather (Sdp. 30-SOo) wurde die Abscheidung
vervollstandigt . Nach den1 Absaugen und Waschen mit Petrolather wurden
0.4. g der fast reinen Roh-Saure vom Schmp. 195-196O erhalten. Durch
Unikrystallisieren aus Ather-Petrolather lie0 sich leicht die reine Saure voin
Schmp. 196O gewinnen. Der Mischschmp. mit einem nach der Vorschrift
von W i n d a u s und U i b r i g 4 ) (aus Cholestanon) hereiteten Vergleichspraparat
vom gleichen Schmp. ergab keine Depression.
4.740 nig Sbst.: 12.905 rng CO,, 4.500 mg H20.
C87H4604.Ber. C 74.59, H 10.67. (;c.f. C 74.30, H 10.63.
%ur weiteren Identifizierung wurde niittels Diazomethans der von
W i n d a u s heschriebene Dimethylester bereitet. Nach dem CJmkrystallisieren
ails Methanol wurden Blattchen erhalten, die bei 6 1 4 > 1 S 0 schmolzen
(Wi n d a u s , 0h--67°). Die Dicarbonsaure aus Cholestanon lieferte ebenfalls
einen bei 63 -61.50 schmelzenden Ester, rind das Cemisch heicler Produkte
schmolz hei der gleichen Temperatur.
4.027 nig Sbst.: 12.715 rng CO,, 4.420 nix H 2 0 .
3.006 nig Sbst.: 3.050 nig AgJ.
C29H5004, Rer. C 75.26, H 10.!)0, OCII, 13.40.
(k€,
,, 75.00, ,, 10.00,
,,
13.02.
294. Hermann Leuchs, Hubert Grunow und Klaus T e s s m a r :
Urnwandlungen des Pseudo - strychnins (uber Strychnos-Alkaloide,
XCV. Mitteil.).
jAus d. Chcm. Institut d. IJni
(Eingegangen m i 20. J
Die vor kurzeml) beschriebene neuartige Oxydation des Strychnins
(lurch Sauerstoffgas hei Gegenwart des Cupritetrammin-Komplexes macht
das sog. P s e u d o - s t r y c h n i n , C2,Hz20,,N,, leicht zuganglich. Wir haben
cleshalb die friiheren Versuche mit ihm nacligearbeitet nnd einige netie hinzugefiigt .
Uber die Salze der Base ist zu sagen, (la13 das Hyclrochlorid stets der
Formel C,,H,,O,N,, HCI -+ 2H20 entsprecliend anfiel, gleichgiiltig oh es aus
kalter oder heil3er 1,osuiig krystallisierte. Anders verhielt sich das P e r c h l o r a t . In der Warme abgeschieden, war es fast wasserfrei und verlor
auch hei 1 3 0 0 im Vakuuni. nichts weiter; es hatte die arialoge Ztisanimensetzung wie das Hydrochlorid. Bei Krystallisation in der Kalte dagegen
wurden glanzende Blattchen erhalten, die hei 100n 7% verloren und bei
12S0/15 mm nocli 1.55%. Ilire 3-malige Analyse ergab &arm die Porniel
C,,H,,,O2N2, HC10, des Anhydrosalzes, das aucli R o b i n s o n und H l o u n t 2 )
:ils niiiglicli erwartet, aber nicht heobachtet hatten.
Die Reduktion des Pseudo-strychnins durch Zinkstaub in 2-n. HC1
verlief glatt wie angegehen2). Es wurde das Strychnin niit dem Schmnp. 282‘
(luftl. Riilirchen) isoliert.
l)
H I , e u c l i s , JZ. 70, 1543 11937J
2)
J o u m client. Sor. 1,otidoii 1932, 2305.
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
476 Кб
Теги
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа