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Neu entdeckte merkwrdige Eigenschaften des Suboxyds des Platins des oxydirten Schwefel-Platins und des metallischen Platin - Staubes.

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IV.
Neu entdeche merkwurdise Er&nfchnften ded Sub.
pxyds des Platins, dss oxydirten SchwefeZ- I%ztiru
und des metalli/chn Platin- S t a l e s ;
vco m
ProfeKor 'D~BEREINER
in J e n a
Dar3das nach Edmund Davy'e
Methode dargeliellte
Subosyd des Pktina, oder rein Iogenanntea Knall-Platin, die Eigenfcl~afthat, Alltoliol der mit demfelbcn i n
Beriihrung gcfetzt wird zii befiimmen, Sauerfioffgas anzuziehn h n d fich i n &JC%j&ure und Wtarer ZLI verwdndeln, habe ich vor nun beinalie zwei Jahren gefunSeitden zind Ilincn fur Ilire Annalen mitgetlieilt '1.
dem, iR ferner von mir dargethan worden, dafs diefclbe
Eigenfchaft aiich dem oxydirten Schwefel- Plntin zukcmmt, welches man erli~lt,wenn man drs durch Behail dl iin 3 ei n er Plat i n-Aufld lizn g mi t Sch w efel: WaFrfioff ( Hydcotlriodfiure) entfieliende Scliwefel -9Jatin,
i m trocknen Ziirtande einige W o c h e n lang dam EinfluKe
der atmolpliiirifdren Luft au&tzt.
I n dem IiiicliR
merkwiirdigcn ProceITe, der in beidsn Ftrllen vorgeht,
-
-
*) Jahrg. 1832 at,
10 $.,1g3. Hr. Edmund Drvy, Prof. zu Kork
in Irland, mrchte. im J.1820 di,afa durch Koohen yon fchwefelfaureiri Platin in Alkobol und Digcriren in Ammoaiak erhrltene PrPparrt bekannt, das mit Afkohor befeuchtet lich uhter
Gllihen io mcttllifchei Pldtin v2)dra'hddt and nacb ihm mW.8
Procent SauerRoB dtblilt..
,-*
1
270
I
n h n t t L Atom ( ~ 4 6Alliohol,
)
4 Atome (=4 x 8 =5n)
Ssuerfioff auf u n d bildet damit 1 Atom ( ~ 5 1 Elfig)
h r e iind 3 Atome (=3 x 9 ~ 2 7 WalTer,
)
d. 11. es
durclidringen i n demfelben Gcli gleiche Raumtheile
Alkohol- Danipf und 'Sanerfioffgas iind werden zii
gleichen Ranmtheilen EfigTtinre zmd WaKer - Dampf,
(denn L Atom WalTcr ifi ziim irolirten Befielien der
EffigLhnre erforderlich). Genau in demfelbcn Verlialtnifs, i n welcliem Effigkiiire und WaCTer hier aiiftretell fiehen beide Subfiiaszen zii einander i n dern k r p
J a l l i ~ r ~ eHleisucker,
n
To wie aiicli i n dern 6nJichen
efl,.qfnuren Kupferoxyd, u n d das @gfnure N n t r o n
entlialt genau eine doppelt To grorse Menge an Warner,
als jedes drr beiden erlI genanntcn efligfauren Salze.
,
,
,
Als ich meine Verfucho iiber dieLen ProceL der
Efighure-fiildiing beendigt hatte, nahm i c h Gelegenheit ( i m verflohien W i n t e r ) , das Verlialten der beiden genannten Platin Praparate gegen verfcliiedene
[email protected] [email protected];;ee SubRanzen zii priifen. Die Helultate
der i n d i e h Abficht aiigefielltcn Verfiiche find intere h n t . Ich fand n2imlich:
-
. E r - e n s dars weder SnuerJofgns noch KohlenJ i i u r e ~ n s wolil aber ~ a l l e 6rennLnre Gnsarten VOIR
Plntin-Suboxyd iind yon dem oxydirtcn Schwefel-Platin
,
ablorbirt werden;
u n d zcoeitem dars 100 Gran Platin-Suboxyd 15
bis 20 Kub. Zolle Cy,flerJofgns einrchliirfen, wobei
t o vie1 Wzrme entwickelt wird dars das Platin - Suboxyd entgliiliet u n d das WalTerfioffgas verpuffend verbrennt wenn dall'elbe zuvor mit Sauerfioffgas oder at-
,
,
mol'phtlrilchcr Luft vermircht w i i d
c
271
I
Dae mit Waaerfioffgae bdaderie P h t i n -Prgpamt
hat die Eigenlchhft
,
dafs ee begierig SnuerJf?#..ns
anzieht, To vie1 als zur Stittigung des in i h m enthalten e n WafferRoffs ed'orderlich ifi. L&t man daher in
dim Riihre, worin es enthalten ifi, atmorpharifche Imft
treten, Co entreifst CB diefer aiigeiiblicklicli den SauerItoff und bildet fo8ar, wenn nicht goplug Sauerfiofft
gas zu leiner Snttigung vorlianden ifi, mit einem
Theil dee zuriickbleibenden Stickgafes Amnloniak.
Das Platin-Snboxyd wird durcli cliefe Thtikkoit redubirt und verliert dadurch zugleich feine merkwiirdige
Eigenlchaft den Alkc41ol ziir SBiieriing zu disponiren
und WaITerfioffgas z u verdichten ; aber ee belialt, wa1
fdlr merkwiirdig i l l , die EigenCcliaft mit SauerRoffgas gemifclites Wall'erltoffgaj zu beftimrnen fich z u
WaCTer umzufialten; und dabei entwickelt Gch fo vie1
Wgtrme, dab, w m n das Wallkrfioffgas mit reinem
SauorRoffgae gemifclit und das Volnmen des Gasgeniifclies etwas grofs ifi, das reducirte Plstin-Praparat phihend wird.
Diefe h6chfi rnerkwiirdige Erfclieinung brachto
mich auf die Vermuthung, es miige wohl doe feim
tartheilte metallqche Plntin, wie man es bei der Zerfetzung des Platin-Salmiaks durch Feiier erhiilt ebenfalls diefefonderbare Wirkiing auf das Knallgas aiifsern :
zind zu meiner grohen Ermide hat Gch diefeVermuthtlng
durch dasExperiment behtigt. Es wiirde Platinliaub a m
Platin-Solmiak, in waifses Flielspapier gewickelt mit
WaKerRsEgas in Beriilirung gefetzt : wie Gcli erwarten liefv erfolgte keine AbCorbtion, aucli bnR keine
ljnnlich w a h r n e h m h e Wechfelwirkprjg. Ich liefs
hieraid atmolphtiriCcbrt Luft 2 8 dent mit Platinfiaub
,
,
,
,
,
,
c
279
I
,
in &&hrnng'
fiehenden Walterfioff'ae treten . nnd
n u n erfolgte nach wenig Augenblioken ajene merkwtirdige Reaction. Das Gasvoliimen verniinderte fich
ntimlicli, nnd nach 10 Miniiten war d l a r Saiierfioff
der zugelameneh Lbft niit Waflerfioff zii W a r e r verdiclitet ). Ich vermifchte ferner Wderfioffgas,
das mit PlatinRaiib in Beriihrung Iiaiid, rnit ganz roinem Sauerftoffgas; die Verdichtung beider Gaearten
erfolgte n u n I'chnell nnd dabei erliitzte Ttuh der Platinh u b l o f&r, dafa. das Papier, in welclies er gewickelt
war, plijtzlich verkolilte. Diere Verfiiclie wnrden wohl
30 Ma1 wiederholt an dem Tage, an wulcliem ich die
merkwiirdige Thatfixlie entdeckte (den 17 Jnli 18231,
u n d imrner mit gleichem Erfolg.
Welcher niitzliche Gebraucli ficli von dieler Entdeckung fur Oxymetrie, Warner - Synthefe 11. 1: tv.
maclien IaKe, werde icli nachRens ausfiilirlich rngeben.
Ich bemerke hier n u r nocli Z u n i Befchlufs, dafa das
ganze PhBnomen ale ein electrlScJLes betrachtet werdeii
miire, u n d d n k das WalTerfioffgas niit dem Platill eine
electrifclie Kette bilde, in welclier krfieres daa Zink
repdeiitirt. Diefes ifi das erfie confiatirte Beifpiel
von einer electrifchen Kette, die ails einer elafiifchell
Fliiffigkeit und einer Rnrren Subfianz gebildet ifi, nnd
wir diirfen hoffen dals ihre Benutzung zu anderweiten Entdecl;ung.en fiihnen wird.
,
')
Die Verbrennlichkeb dcr WaiieritofTgaf4s wird durcb die blo.
Berlihrung mit erwilntem Piatinfioube fo febr 9&tiht, dab
e# einer Mifchung von 99 Rmthln Stickgas und I Rmthl Salrerfto8gas in wenig Minuten den Sauerhoff Gehalt vollkornmen
entzieht;
efne Wirkung, wefchc bekrdntlich 'durch fchligrade electrlfcho Funken nicht mrhr urradlrJit Wcrden h a a .
Tse
-
-
1
273
1
Eine andere intererante Erfcheinung gew~lirte
mir ein Verl'iicli, i n welchem icli das Verlialteri deg
oxydirten Scliwefel-Platins gegen Koldenox dgns pj-iifte. Icli fand namlicli, dals dicfes Gas tets uni die
l!alfte leities Iiau~neeverniindrrt w i d , wetin es iiiit
deiri geiiaiinteri Platin-l'riiparat i n Ueriillrung kommt,
u n d dal's d a s riic)iftsndige Gas niclit Kolileiioxyd,
Iondern KO111en li11re iR. D n s Kohlenoxydgns wird
avo vom oxydirten Schwefd -Plcitirz decnrBoniJirt und
dudurch in Bohlenjaure verwandelt.
2
N a c h t rag.
Jena den 4 AuguR 1823.
Es ifi mir gefiern gelangen, das Ihnen bereits anezeigte belondere d naniil'clie Verhalten des t.',!ntid
Jnubes gegeii das lJt~/firJlo&'ga~
auf eine recht g l ~ i i ,
zende Art dnrch das Experiment hervortreten zu IalTen;
mit Hiilfe einer ganz eiiifaclieii Vorriclitung welclie
die beiliegende Zeichnnng (Taf. 111 Fig. 14) vorfiellt.
Man tliiie das liaubfGrmige Platin in ein unten ziigefclirnolzerles Glastrichterclien ( B ) , und liirlk das WarGrfioffgas ( P U S eineni Gasrelkrvoir) diircli ein nqch
unten >ebbgenesHaarrGlirchen (A) To in den Tricliter
hinab PtrGmen, dafs der Stroni derelben lich vor der
2eriihrung des Plrtins m i t atniof'pli~ril'chcrLnft mil'dic;
mid dazu iR cs liinreicl~end, dais das E n d e (a)d c s
HaarrGhrchens 1, i t bis 2 2011 hoclr votl Plittin (bj
entfernt fey. Der Platinfitaub wird darin fafi augenbliEk-'
lich erR rotli dann weils liheiid, und bleibt es Lo
Ian e als Warerltoffgas auf triirnt. Ifi der Gasfirow
rtarf )) fo entflantnit Alas Wankrffoffgas.
DieCer Verl'iich i R liiichfi iiberral'chend, Iktzt jeden,
der ilin beobaclitet, in Erfiaunen, iind erregt Verwqnderung wenn man ihm I'agt, d,al's das ganze Phanometi
blos das Refliltat der dynamifchen Wechrelwirkung
Von zwei Arten der irdilclien Elenrentar -Materie fey,
davon die eine die leirhte/le, die andere die fchwp$!e
derlelben ift. 1cl1benuize diele ncue Beobachtung &fit
blos znr Darfielliing nener (d nainiCcher?) Fenerzenge
utid'Lampen, fondeni zu noc 1 weit \vichtigerenZwLk-*
ken, die icli vor der Hand nicht nennen kann.
,
-,
-
f.
r
Gilb. Annrl. d. Pbylk.
I&, 74. St. 3. J. 182% S1.7.
S
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