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Platinfeuerzeug mit neuem Ventil nebst Anwendung des letzteren zu Gasometern Eudiometern und anderen Apparaten.

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X. Platinfeuerzeug
mit neuem fintiZ, nebst
Anwendung des letzteren zu Gasornetern,Eudiometern und anderen Apparuten ;
von YY; Eisenlohr.
B e i der Versammlung der Naturforscher und Aente in
Freiburg zeigte ich ein vod mir erfundenes Ventil vor,
welches bei Ziindmaschinen, Gasoinetern und bei manchen andern Apparaten von weserrtlichem Nutzen seyn
wird, indem es mit grofser Eiufacbheit die Vortheile vereinigt, d a t es sich nie abnutzt, hermetisch schliefst und
aufserst wohlfeil ist. Da man dieses Ventil am besten
in seiner Anwendung aiif das Platinfeuerzeug kennen lernt,
so lasse ich die Beschreibung des letzteren Apparates
bier uumittelbar folgen:
Dieses Platinfeueneug, welches in Fig. 3 und 4
Taf. I im dritten Theil der wirklichen GrOfse abgebildet ist, besteht: 1) aus einem, durch Quecksilber, verdhnnte Schwefelsaure oder irgend einer anderen Fliissigkeit gesperrten Glasventile A B ; 2) aus einem Glascyfinder CC; 3) einem Platinschwamm D ; 4 ) einer elastischen Feder aus Metalldraht, und 5 ) einein Gef;ils
FF von Glas, Porcellan oder einem anderen Ktirper.
Das Yentil A B (besondere und in vergratertem
Maatstabe abgebildet in Fig. 5 ) besteht aus einem Glasri)hrchen, welches an zwei oder mehreren Stellen zu Kugeln A, B, a aufgeblasen ist. Die Kugel B ist oben
oder zur Seite offen und communicirt mit A durclr das
krumm gebogene Glasrtihrchen. Das Rtlhrchen ist von
A bis B mit einer beliebigen Sperrfliissigkeit, am besten
mit einer Mischung aus 4 Theilen Wasser auf 1 Theil
Scbwefelsaure, ganz oder zum Tbeil angefiillt. Diese
Mischung ist besondere zweckmltig, weil die SchwefelPoggendorff's Annal. Bd XXXXVI.
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slure und das Wasser sehr stark an das Glas adhlriren
und folglich hermelisch schlie/sen; ferner weil diese Mischung wegen der Verwandtschaft der Schwefelsiiure zum
Wasser nie uerdmsiet. Von der Kugel B kann das in
entwickelte Wasserstoffgas in die Kudem Cylinder
gel A treten, wenn die Sperrfliissigkeit aus dem gekrummten Rbhrchen A B durch Vennehrung der Elaslicitat des
Gases in die Kugel A gedriickt ist. Aus der [email protected] A
entweicht das Gas nach a, dringt durch das Rilhrcben
a b (Fig. 3) entweder in die luftdiclit uinschliefsende Hiilse
de von Metall oder Glas und strbmt durch die feine
Oeffnung bei c aus; oder es strilmt (wie in Fig. 4 Taf. I)
unmittelbar durch die gekriimmte und ausgezogene Glasrilhre aiis. Der Zweck der zweitcn Kugel a ist, d a t
die Blasen, welche in A durch die Sperrflussigkeit gebildet werden, und etwa bis in die obere Oeffnung von
A dringen, in der zweiten Kugel zerplatzen.
ist luftdicht in den Deckel GG,
Der Cylinder
welcher von Holz oderMetall seyn kann, gekittet. Der
Kitt mufs, wenn der Cylinder warm ist, eingegossen werden und eine mehrere Linien dicke Schicht bilden. Er
kann aus wcifsem Wachs, Harz und Terpenthin zusammengesetzt werden. Der Cylinder kaun die Gestalt \vie
in Fig. 3 oder 4 haben; nur ist letztere zweckmafsiger,
weil der Wulst p~ das zu weite Elnporsclinellen beim
pliltzlichen AufMren des Drucbs auf die Feder verhindert.
Die Feder EE, welche den Cylinder C umschlierst,
und ihn, wenn er herabgedriickt ist, bei auflibrendem
Druck wieder emporscbnellt , sitzt auf dem, Ringe H H
auf, dessen Mitte den Cyliuder CC aufnimmt und dessen Raud auf dem Gefake FF aufsitzt. Dieser Ring
ist von Holz oder Metall, and parst auf die Oeflnung
des Gefifses FF,ohne fest darin zu seyn. I n dein Cglinder CC hiingt an dem Ventil A B ein Stuck Zink K
an einem Blei- oder Kupferdraht. Die elastische Feder
c
c
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kann auch durch irgend eiue andere mechanische Vorrichlung ersetzt wcrden. Diese ist die wohlfeilste und
zweckmafsiger, als wenn der Cylinder z. B. durch einen Schwiminer in die Hahe gedryckt wiirde.
Das Platinschwiimmchen D kann, wie in Fig. 3,
durch eine fiugcrhutartige Hulse mrn yon Holz oder Metall vor Staub geschiitzt werden. Diese Hulse ist an einem Drabte n n befestigt, der in dem Ringe H H fest gemacht ist. Odcr das Platiuschwainmchen ist, wie in Fig. 4,
von einem fcststehenden inetalleuen Cylinder umgeben.
Die Fliissigkeit in dcm Gefaib F F besteht aus der
gewblinliclien Miscliung von 1 Schwefclshrc auf 6 Wasser detn Gewiclit iiacli. I)as Nivcau diescr Fliissigkeit
aii~serhalbdes Cyliuders ist diircli die Linie r r angegeben. Das Zink K wird an deln kupfernen Haken so aufgehzngt, dafs nnch Enlwicklung des Wasscrstoffgascs das
Piiveau des M'assers im Cylinder etwas niedriger stcht
als auksen, etwa in SJ.
Die Art wie dieses Fcucneug in Gang gesetzt wird,
ist folgende: Zu Fig. 3 bringt man, iiaclidcin die Hulse
de abgenoinmen ist, in der Miindung b des Glasriilircliens einige Tropfen Sperrflussigkeit. Diese senken sich
und fiillen alsdnnn das gekruinrnte Rijhrchen yon A bis
B an. Hierauf wird die Hiilse de entweder an das Glasriilirchen gekittet oder aufgeschraubt. Zu Fig. 4 brinst
man die SpcrrLlussigkeit . dadurcli m c h AB, daCs man den
Cgliuder CC mit Hffaus dem Gefiifs F herausnimint,
die Spitze c in eiu Schdchen init Sperrflussigkeit taucbt,
das offenc Ende des Cylinders
in den Mund nimmt,
und so lange saugt , bis einige Tropfen Sperrfliissigkeit
in das Glasrbhrchcu eingedrungen sind.
Hierauf wird das Zink inittelst eiues HIckchens an
dem Ventil A B nufgehangt und der Cylinder C mit dem
Ringe H H auf das Gefafs I I gcsetzt. Driickt man nun
auf den Deckel gg, so geht der Cylinder C in die
Flitssigkeit herab, das adsere Niveau r r steigt, die Luft
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c
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in dem Cylinder c wird dadurch zusammengeprefst und
drtickt die SperrflUssigkeit aus dem gekriimmten Rahrchen AB in die Rugel A. Ein Tbeil der Luft entweicht
durch die Oeffnung c , und die Slure kann darum an
das Zink gelaogen. Sobald diefs geschieht, entwickelt
sich das Wassentoffgas, entweicht anfiinglich mit Luft
vermischt, zuletzt aber in solcher Mengung, dals es sich
an dem Platinschwamm D entziindet. Nun ist die Maschine im Gauge. So oft man Feucr haben wi1l;driickt
man auf den Deckel gg; dadurch geht der Cylinder
herab, die Yillse m m in Fig. 3 bleibt aber stehen, der
Platinschwamrn wird von dem cornprimirten, bei c ausstrbmenden Gasstrom getroffen , und letzterer entziindet
sich. Hat man von der entstandenen Flarnme Gebrauch
gemacht, so lafst man den Deckel gg wieder los, die
dastische Feder EE drackt ihn wieder in die Hahe, die
Sperrflassigkeit in A tritt zuriick in das RHhrchen A B
und das Ubrige Wassentoffgas ist hermetisch abgcschlossen. An dem Zink aber wird das entwichene Gas durch
neu entstehendes ersetzt. Von den in Fis. 3 und 4 abgebildeten Maschinen, gebe ich der letzteren den Vorzug, weil sie einfacher ist und die Oeffnung c sich nie
oxydirt. Sie schmilzt auch nicht zu, wenn sie weit genug ist, und man durch Feilen so viel Glas von der
Spitze abgenommen hat, dafs die Masse desselben au
der Miindung nicht zu klein ist.
Der Vonug dieses neuen Platinfeueneugs vor dem
D 6b e r e i n e r 'schen und anderen ZUndmaschinen besteht
darin, dafs es
1) viel wohlfeiler ist, indem der messingene Hahn
weghllt;
2) viel dauerhafter ist, indem sich das Ventil nicht
abnutzt, wohl aber der Hahn:
3) viel sicherer ist, weil das Wassentoffgas bermetisch abgeschlossen ist, wlhrend der beste Hahn
immer einiges Gas durchkfst.
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4) aus derselben Ursacbe vie1 weniger Zink und Schwefelsaure erfordert , also seltner nachgefiillt werden
mut ;
5 ) ohne kunstliche Vorrichtung niemals offeu bleiben
kaun und daher ganz gefahrlos ist, und
6 ) dem in den Laboratorium und anderwfrts entstebenden Rust nicht ausgesetzt ist, weil sich kein
Metall daran befindet.
Die Form dieser Maschiuen kann leicht zu jeder Art
von Eleganz gebracht werden. Sie sind aber, bei dem
wohlfeilen Preise, die sichersten und gefahrlosesten Feuerzeage, und werdcn darum gach dem Urtheil Derer, welche einige ohne Kunst von mir verfertigte Apparate dieser Art sahen, ganz allgemein verbreitet werden. Far
die Dauerhaftigkeit biirgen die von mir seit 15nger als
einem Jahre angestellten Versucbe. Die Anwendung des
oben beschriebenen Ventils auf Gasometer ergiebt sich
aus Fig. 6 von selbst; indem man den Glasgefafsen nur
grofsere Dimensionen giebt. Eben so ist leicht einzusehen, dds wenn in Fig. 7 der Raum a von b durch eine
Scheidewand getrennt und der Boden mn einen Zoll
hoch rnit Aetzkalilauge bedeckt ist , das Wasserstoffgas
aus b uicht nach a gelangen' kaon, ohne durch die Aetzkalilauge gegangen zu seyn. Indem es dadurch chemisch
rein w i d , Iafst es sich durch das Veutil und durch die
gekriiinlnte Rabre dc leicht in das Eudioineter bringen.
And,ere Anwenduugen dieses Ventils behalte ich rnir vor
in der Folge mitzutheilen.
M a n n h e i m , im October 1M8.
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