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Ueber den Kastor und seine Verwandtschaft mit dem Petalit.

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1G‘L
X . Uec‘Jer tlen Kastor
rtid denz
iiritl
seirie F’erwnntltschufi
11 H o s e.
PeLdit ; cort G us I n
U n t e r dein Kainen Kastor besclireibt B r o i t h a ii p t I ) ciii
Miueral , das, eiiiein uiiregelinafsig krystnllisirteii nergkrystalle iilinlich, in den Drusenrauinen des t h a n i t s VOII tlcr
Iiisel Elba vorkoinmt. Mit ihin zusaiiiineii fiiidet sicli ilocll
eiii anderes ebeiifalls neiies IC’Iiueral, das ihin lufserlicli selir
iihiilich ist, uiid dem er tlcswegeii den Naineii P o h r gab.
An deli Stiickeii dcs Kastors, die E r e i t Ii a 11 p t uutersuchle,
uiid die Iiiichstciis einc L$iige voii I: Zoll hatten, koniite
er ungeachtet der iin Gaiizrii uiircgelm:iCsigeii Iiildaiig eiiizeliic F1;icheii crkciiiicii , die nuf eiii zwci - iiiitl eiiiglieclriges Krystallisatioiissystcin sclilieCseii lieken. €IauptsScblich
w a r eiiie Fliiche I ausgezcicbtiet , gegcii n&he eiiie aildere P, iiiiter eiiiem W i u k c l 12s; bis 129” geneigt war.
Parallel beideii Fliicheu faiitleii sich (lie K r y s ~ ~ l si)alltbnr,
le
nach B r e i t l i a u p t so deutlich wie iiur der Adular iiacli
den ini t gl eicli en G uchs t a b cii b cz ei cli ii e t eii F lach en.
l)ic Kiinigliche Saiiiiiilung iii 1Sci.liii w a r durch deli 01..
K r a u t z , in dessen Vorratheii B r c i t l i n u p t dcu Kastor
und Pollux eiitdeckt hatte, such in Besitz inelirerer Stiicke
diescr llliiieralieii gekouiinen, die sicli iiidesseu bei iitilierer
Uiitcrsuchuiig fast sauiiiitlicli a1.i Pollux crwicscii. Nur ein
5 Liiiieii laiigcs uiid zwei vie1 kleiiierc Stucke wareii Kaslor. Das griifsere StUcL zcigt iiur eiue eiiizige zienilicli
gerade Fliiclic, die dcr Liiiigc uach gestreift, uiid wclcher
ciiie aiidere riiiebeiie Fhchc ungchlir iiiiter tleiii voii B r e i t h a [I p t aiigegebeiien W i i i k r l voii 129” aufgcsetzt i s t , i i n d
zwar gerade, da tlic K ai i t e zwischcn beideii Fliiclieii siclit
lich rcchtwinklig arif der Streifiing ist. Die gcstreifk Flticlie
entspricht. dalier der 15 r e i t 11 n u p t ’ scbcn FlScIie N, die andcre cfer Fl:ichc? P. I)iescr klzlcrcn Flliclie liegt eiiie aiidcrc iiiicbeiie FlHche gcseriuber, die iiiit tlcr ers(crcii eiI ) Pug;
i\riri
h i 69, S. 4 X .
163
ilem horizontalen Prisina aiizugeliiiren scheint, also einem
()uerprisina, ~ e i i ninnii die Fliiclrc fiZ als Querflaclie annimmt. Aufserdeni finden sich Fliichcii, die ma11 wolil fur
ein Liingsprisina haltcu k n i i n , aoch kaiin inail wohl cine
Lii 11gsfliiche un t ers ch ci I l en, w e ii 11 nuch tl i es el b e s elir 1111e b e I;
is t, uu d Ian t er kl ei Ii e II eb en ei iia 11d er I i egcud e Con ca vi t ;it c II
enthiilt. Das g a m e Auseheii ist dcnii~acli doch mchr das
eines ciii - und einaxigeii als eiiies zwei- uud eiugliedrigcii
Krystalls, wie bei deli voii B r e i t h a u p t beschriebenen
Krystallen.
Pnrallel der Qoerfliiclie fand nuch ich den Krjstall spaltbar, dagegeii konnte icli keine zmeitc Spaltbarkeit nnch der
Flache P, wolil aber iiacli einer gnnz audern Richtung bcmerken, die der Streifung voii ill parallel gelit, uiid init
dieser Flliclie ciucii Wiiikel voii 141'' 32'
35' ~nacht ).
Uicser Wiiikel ist aber derselhe, iintcr wolchein die zwci
deutlichsten S p n l t u ~ ~ g s r i c l i ~brim
~ ~ ~ iPctnlit
~ ~ ~ i gcgcnciiiauder geiicist sintl. I)n nu11 auclr in deli, ubrigcii Eigc~~schnlten und in dcr chc~nischcnIicsclinffeiilieit, nnch li r e i t h a 11 11 t
und P l a t t u c r , drr Knstor deni Petalit selir iialic steht,
so veraiilnfste niicli dicfs eiiie n~ihere Vcrglcichuiig bcidcr
RI i ii ern li en an z us t ell en.
. Icli suchtc zuerst selbst die Neiguiig der Spnltungsfl~
clieii heini Petalit zu bestiinmen. M i t g r o h Geiinuigkcit
li0111ite (1icf.i indessen iiicht geschehcn, da bei den inir 211
Gcbote steliendeii Stuckcii des Petalits die Spaltbnrkcit iincli
der zweiten Flache weniger deiitlich als beirn Kastor war,
doch fand ich den VSTitikel nur von 1 4 1 " 33' bis 1 4 2 O libweichend. Beiiii Pclnlit findct sich in dcrselbeii Zone a d
dcr andern Seitc voii ill noch eiiie d r i ~ t cS p n l t t ~ n g s I i c l ~ t i ~ ~ i g ,
die nach B r . c i t l i n n p t mit 111 den Willre1 von 117" maclit;
cliese habc ich beiiii Kastor, (la icli rlns Stuck iiicht zcrschlag m moclite, iiiit Sicherlieit nicht wahrgenoinnien ; die S p i t -
-
1 ) Dn icli pnlnllcl /'
wolll annelinicri
~
kciiic Sp:ilth:irkrit
tlnfs
Ilnd niir arigerioninirii
Iltlli
31 grill.
brrnevkrn linnnlc, so rnds man
R r v i I 11a i i p t die Sli"ltiinssflii~l,rii niclit yrncsscn,
I,nt, d n 5 iliv S p : i I ~ l r ~ r k v ipar:illvl
t
h i 1~'l:irliim I'
1 I ?'i
164
barkeit ist dieser Richtung nach auch beim Petalit nur unvollkommen.
Die Htirte giebt B r e i t h a u p t beim Kastor etwas grirfser als die des Adular's an; beim Petalit ist sic ganz ebenso.
Das specifische Gewicht fand B r e i t h a u p t beim Kastor in verschiedenei~Versuchen 2,392; 2,387 ; 2,388 2,389;
2,390; 2,392; 2,398;2,401. Beim Petalit betrggt es iiach
A r f v e d s o n 2,42 iiach C. G m e l i n 2,426').
Vor detn Lbthrohr schmilzt der Kastor nach P l a t t n e r
in diinnen Splittern schwer zur Kugel, die ganz blasenfrci,
farblos und durchsichtig ist uud farbt die aidsere Flamtne
intensiv carminroth. Ebenso ist das Verhalten des Petalits;
die rothe Farbung der Flannne vielleicht nur etwas geringer. Auch das Verhalten gegen Fliisse ist bei beiden ganz
gleich.
Von Chlorwasserstoffsaure werden beide gar nicht angegriffen.
Die chemische Zusainmensetzung des Kastors und des
Petalits ist nach P l a t t n e r und H a g e n :
2,714
2,660
Lithion
Natron
Spur
2,273
Kali
Spur
Thonerde
19,286
18,000
Kieselsaure 78,000
77,067
-
100,O.
100,o.
es zn 2 4 5 an ( D a n a Mincralogie 2. A d . S 360.).
Wahrschcinlich ist diefs Gewicht bei dem Amerikanischen Petalit bestimmt. Ich bemevke our dnbei, daL die Stiicke, welclre die Kiinigl.
Sammlung in Berlin als Pctnlit vnn Bolton in Massnclrusets erlrnltcn
hntte, vor dem Liithrulir ein ganz auderes Verlrnlten Iraben, als der Petalit van Utiin, vie1 leiclrter und nrit Aufscliiumcn schmelzcn, und die
Flamme dabei stark gelb und gar nirht rot11 firben, dalrer kein Petalit
sind; sie siod tlreils diclrt, thcils k6rnig, haben in letzterem Fall nur
eine undeutliclre Spaltbarkeit , so dals sich ihrc Structur niclrt bestimmen Iiifst. Ob lriernach der Petalit vnn Bolton iiberhnupt in Frage
LU stellen ist, mufs ich dahin gestellt sern lasscn; eine Analyre des
P e t a l h von Bolton ist mir nicht bekannt geworden.
1 ) C l a r k e giebt
165
Aus dem Angegebenen ergiebt sich, d a t der ganze Unterschied des Kastors VOII dem Petalite in dem unbedeutend
niedrigeren specifischen Gewichte des ersteren, uud in seiuein fast ganzlichen Mange1 an Natron besteht. Wahrscheinlich stehen diese beiden Unterschiede untereinander in1 Zusammenhang, und das niedrige spec. Gewicht des Kastors
wird durch die Abwesenbeit des Natroiis hervorgebracht.
W e n n so auch beide Substaiizeu nicht vollkommen mit einander iibereinstimmen, so &id sie doch fur zwci isomorphe
Substanzen anzusehen, da ein Unterschied in der Krystallform nicht stattfindet, u n d die dritte unvollkominene Spaltungsflache des Petalits, die beim Kastor iiur mit Unsicherheit iiachgewieseu ist , bei genauerer Untersuchung gewifs
auch gefunden werden wird. Fiir die genauere Erinittelung
der chemischcn Forinel w2re es aber wunschenswerth, dafs
beide vergleicliend von Neuem uutersucht wurden, da Vla t t i l e r aus seiner Aualyse des Kastors die Forniel
Li33 + 2xIsi3
B e r z e l i u s fur den Petalit von Utiin iiacli der H a g e n ’ when Analyse die Foriiiel
(Li,
Na)3
&4
+4;.i.Isi~
aufgestellt hat.
W e n n somit der Kastor auch kein ganz neues Mineral.
wenigstens keine ncue Gattung ist, so ist dessenungeachtet die Entdeckung desselben sehr interessant, da der Petalit, wcnn auch in Utbn keine grofse Seltenheit, doch
bis jetzt iiur an wenigen anderen Orten vorgekommen ist.
Mail fuhrt von diesem Bolton i n Massachusets an, sowie
auch die Nordkuste des Ontario-Sees bei York in Kanada,
doch miichte nach dein was oben anfuhrt ist, das erstere
Vorkomnien lioch zweifelliaft seyn.
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