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Ueber den Wassergehalt des schwefelsauren Strychnins und Brucins.

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IV. U d e r den Wassergehalt des schwefelsauren
Strychnins und Brucins;
oon J u s t u s L i e b i g .
D a s Material, welches mir zu frijheren Versuchen iiber
die organischen Basen gedient hatte, reichte nicht immer
bin, urn sie in der Auedehnung anzustellen, als es 110thwendig gewesen wlre. Ich verdanke neuerditlgs der groLen Gefglligkeit des Hrn. W i t t s t o c k eine Quantittit von
ausgezeichnet reinem Strychnin und Brucin, welche zur Vervollstandigung meiner friiheren Arbeit verwendet wurde.
I)as Strychnin, welches inir Hr. W i t t s t o c k zustellte,
war, wie es rnir scheint, seiner Krystallforin nach von
dem des Hru. M e r c k verschiedel! ; eine Verschiedenheit,
welche Hr. Prof. G. R o s e naher 'zu bestiltmen sich entschlossen hat.
Bei der ,4nalyse des Ciuchonins habe ich angefiihrt,
dafs trocknes Cinchonin in trocknem snlzsauren Gase sich
mit einer Portion dieser Saure verbindet, die derjenigen'
geuau gleich ist, welche man durch eine Analyse auf nassem Wege daraus gefunden hat, dafs es dennoch scheint,
als ob die Cincboniosalze im Allgemeinen kein chernisch
gebundenes W a s s e r enthielten.
Das Cinchonin ist nun nebst dem S t r y c l ~ ~ l iunter
n
diesen Basen die einzige, welche kein Krystallwasser enthalt, in dieser Beziehung, und in (der Voraussetznng, dafs
die Amlysen der Cinclioninsalze von B a u p richtig siud,
war es wahrscheinlicli, dafs die Strychninsalze kbenfalls
kein cbemisch gebundeues Wasser enthalten.
Um gewifs zu seyn, dars das Strychnin des H e m
W i t t s t o c k von dein des I-lrn. M e r c k in chemischer
Heziebui:g nicht verschiederl sey, habe ich das Sltligl1llgsvenniigen desselben bestimmt.
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0,53G Grm. trocknes Strychnin (W.) nehmen im salzsauren Gase uni 0,079 Grm. zii, darnach nehmeii 100 Th.
Slrychnin , 14,6 Salzsaare * entsprechend , 16,08 Schwefelslur(> a u f : ein Resultat;. welches mit rueinen friihereu uahe
iibereinstimmt.
1,000 Grm. bei looo getrocknetes scliwefelsaures
Strychuin lieferten durch die Verbrennung mit Kupfeioxyd 2,374 Koblensaure iind 0,540 Wasser; eine gleicbc
Quaatitat gab in einem zweiten Versuch 2,375 Kohlensiiure und 0,538 Wasser. D a nun 100 'l'h. Stryclirilii
durch die Verbrennung 276 KohlensSure liefern, so besteht das schwel'elsaure Salz aus:
86,012 Strychnin
13,828 Scbwefelszure
0,160 Verlust
100,000.
0,860 Th. Strychnin wiirden fernep
geliefert haben, es ist erlialten wordeu
0,5194 Wasser
0,5370
-
0,0176 Wasser.
Diese 0,0176 Grm. Wasser sind auf 1,000 Grm. Salz
niehr erlialten. worden, als erhalten werden durften ; allein
da diefs noch keine 2 Proc. des Salzes ausmacht, so ist
es ganz wabrscheinlich,: dais es lediglich vou hygroscopid i e m Wasser herriihrt, welches dem Kupferoxyde auhing, insbesondere da das Gemenge vor der Verbrennung nicht uochmals vermittelst der Luftpulppe entwassert
worden war.
Es geht daraus hervor, d a b die vegeiabilischen Salzbasen, welche a n und fiir sich kein Krystallwasser enthalten, aucb .in ihren Salzeu kein Wasser bei 100' zuriichhalten. Bei dem Brucin, welches unter allen vegetabilischen Basen die groiste Menge Wasser im krystallisirten Zustande aufnimmt, war es vorauszusehen, dais
sich dieser Wassergehalt theilweise in seiueu Salzen wieclerfinden wiirde.
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Uin die ganze Menge des in dein schwefelsauren
Bruciii enthaltenen Krystallwassers, iind urn diejenige
Menge zu bestimmen, welclie das entwaeserte Salz zaruckhelt, wurde eine Portion im lufttrocknen Zustande
verbrannt, und eine andere durch anhaltendes Erliitzen
vorher von dern Krystallwasser befreit. Das Wiegen
des entwiisserten Salzes wird durch die aufserordentliche
Begierde sebr erschwert, mit welclier dasselbe das verlorene W a s s e r wieder anzieht; eine Quantitat von 1,500
Graininen zog auf der W a g e in weniger als einer Viertelstunde 0,087 Grin. Wasser an.
1,000 Grm. entwassertes scbwefelsaures Brucin lieferten durch die Verbrennung init Kupferoxyd 2,130 Grm.
Kohlensaure. D a nu11 100 Th. Brucin linter denselben
Umstanden 256 K l ~ h l e n s k ~ rgeben,
e
so entsprechen diese
2,130 Kohlensaure 0,832 Brucin. Nach friiberen Versucheii sattigen ferner 100 "11. Brucin, 13,05 Salzsaure entsprechend, 14,39 Schwefelsaure.
B a s Salz besteht inilhiu aus:
Berechnet.
83,20 Briicin
11,97 Schwefelsaure
483 W a s s e r
100,00
1 Atom
1 -
82,64
12,01
5,32
2
-
100,oo.
1,000 Grm. lufttrocknes Salz lieferten ferner 0,985
Kohlenslure uiid 596 Wasser. Berechnet marl dauach
seine Zusamnensetzung, so erhalt man:
Bereclinet
77
11
12
_-100
78,3 Brucin
11,5 Schwefsaure
10,2 Wasser
1 Atom
1 4
-
100,o
Die Abweichung dieser Versuche, in welclien die das
Brucin sattigende Saure nicbt naclr dem Mischungsgewicht
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des Brucins, sondern nach dem gefiindenen Slttigiingsvermbgen berechnet worden ist , von dem theorelischen
R t w l t a t ist so grofs, d a k sie bei &4nalysenvon anorganischen Salzcii nur als annahernrl betrnchtet werden diirfte ;
allein da in diesen Versuchen alle Fehler auf den W a s sergehalt fallen, den ich bis jetzt auf keine andere W e i s e
zu bestininien weirs, so durfte das gefundene Kesultat
wo!il als eine Bestatigung des berechneten angesehen werden klinnen.
I
V. Thatsachen Z Z L Gwchich
~
f e des Berlirwrhlau’s;
OOIL H m . G izy - L Z L s s tr c.
( A n n . de chini.
u t dc
p h y s . T. XLF% p . 73.)
. E i n i g e der folgenden Beobacbtungen
gehiiren
Hrn. fi Ob i q u e t an *), uud ich erwahne sie nur als eine Restltigung derjenigen, welche von diesem geschickten Chemik e r gemacht worden sind.
Berlinerblau, erhalten durch Fiillung von Eisenchlorid init Kaliunieisencyanur, wurde sehr oft mit kaltem
W a s s e r gewaschen; dennocli war das W a s s e r von der
letzten Aussufsung gelb, und schliig Eisenchlorid - Losiing
blau nieder. Als nun die W-aschungen init heirsem W a s ser fortgesetzt wurden, lief dieses noch inehr gefarbt a b ;
und ziir Trockne verdunstet, gab es einen Ruckstand,
der sich im Wasser wieder lbste, und init Eisenchloiid
einen reichlichen blauen Niederscblag gab. Nnch einigen Waschungen naliin das Berlinerblau eine schmutzige
und endlich eine rothbraiine F a r b e an. Nun wurde clas
Eisenchlorid nicht mehr von dem Wasser gefallt. D e r
Ruckstand war in der That nichts anderes als reincs Eisenoxyd; es erlitt beiin Gluhen keine V e r ~ n d e r u n g ,und
*) Ann. de chim. et de phys. T. XLIV. Q. 259.
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strychnine, ueber, brucins, den, wassergehaltes, des, und, schwefelsauren
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