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Ueber ein ausgezeichnetes Eisbild.

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E 394 3
IV.
Uc b r r c i n
ausgrzeichnetes Eistild
T O I U
Prof. Dr. M~INECKE.
(Nit einer Zeichnung ruf Tafd
1V.)
RaUe am 15. Februrr 1818,
& zeigen
Jich oft Figuren auf dem Eire, welche
C;egenAinde verratheu, die auf dem Grunde deo
Walferbettes liegen *); nie aber habe ich ein To
rcharfbefiirorntes Eisbild gefehen, ala anf der hie&
geo neuen Schleufe, wo 6ch der Pogefangene, a n
5 Fufs tief unter WaKer Rehende Bau, i n dern Eire
wie d n architektonifcher Grundrifs darltellt. Hie6ge Einwohner gehen jetzt hiiufig dahin, das Bild
zu betrachten. Du ich Gelegenheit fand, den phy.
filchen %dammenhang des PhH'nom,,, zu unterfuchen, To theile ich die Eefchreibung deIlCelben mit.
Die beiliegende Zeichnung ili oon dcm Bauconductear Herm S c h i r l i t z entworfen. Zugleich
* ) V ~ g l die
. NacLr.
einer Pfike
Ton
eioer merkw. Erfchein. in dem EiL
in diefen Aa-
, iu welcller cia. Eriraakauer lag,
d e n J. a815
st.
la., B . ~ LS.308,
Cilb.
I 395 3
hatte diefer bei dem hiefgen Schleufenbau angeltellt e erlhhrne u n d gefchickte W-aEerboumeiller die
Gefilligkeit, die zur 'Erorterung der Erfcheiiiung
nothigeii Naclduchungen zii veranfialten.
Uie Zeiclinung e n t h d t das Eis iiber dein Oherbaupte dcr a~~gefangenen
Schleure, welche in1 GanZen etwa 200 Furs lang und 70 Furs hreit i11.
Zur
Beftimmiing dcr M a d s VerhiltnilTe der Bilder i R
es binreiehend zu hemerken d a b die Schleul'eakammer von a nach b 1 8 F u 6 breit ill. N u r an die6 r obern Hiilfte der Schleufe, wo dieseitenwiude a n
6FuTs iiber dem Eire hervorragen, und wo aurserdcrn
a n d e r Nardreite nufgcworfeae Erde liegt, a c i g t lich
das Eisbild deutlich,und esverliert licli immer m e h r
in dem Maafse, wie dnr Eis weniger gerchiitzt iR.
Uer fchwarze Gruad ili: duntles Eis, die hellsn
Zeichnunyen ltellen das weil'se uber dem angehhgenen Bau liegende Eis dar. Unter den weifsell Bildern zeichnen Gch cioige durcli ilire Helle nus; Jiere befindon Gch uber etwas hohern G e g e d i n d e n .
Das helllie Bild iR c , uber einem Quader bwclcher
nur 3 F u 6 'unter dem Eire Iteht, wahrend die untergel'chohcne Bohle d uber 4 F d s , und die Mauer,
welctie die Karumer nmgiebt, grobtentheils au
5 Flib unter Eire Iteht. Diexfiinf Querrchwellen
e e e e c h i d etwas hellor, als die tiefer liegenden
zerltreucten Workfiiickef~f'
I n der Spuodwand
g find die Pfihle beronders hell, wihrend fich die
ebenfalls rei1krecht fieheaden Pfihle, worauf die
Querfchwellen aufgezapFt find, theils durch dunkCc a
,
-
,
,
c
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les Eis, wie bei n n , theils gar nicht auszeichnen.
A u c h da, wo G e g e n h d e uber einauder liegen, wie
neben der Schwelfe e uber den beiden Quadern ffi
findet fich dunkles Eis iihnlich einem Schlagrchatten.
1Jebrigens ili zwilchen Holz ( Kiefernholz)
u n d Stein (grobkornigem rothem SandRein ) kein
Unterl'chied zu bemerken.
Selblt die Pullung,
oder der hinter der einen Mauer fekgerammte
Thon hhh, uiiterfcheidet fich nicht.. Blos die TerTchiedeye H o h e der fefien G eg en h n d e bringt einen UntecCchied i n der WeiIlie der Figuren
hervoi.
Oie UmriKi erl'cheinen To beliimmt, wie cine
aiathematifche Figur. Man glaubt den Hieb des
Beils oder die Sp u r des Meiliels an den Bindern der
G e g e nlin d e zu Teheo. In der N i h e zeigen fich die
g ild e r noch beliirnmter alu vom Uf'er aus betrachtet, indem das wolkige Mittelbild von einem etwas
grobern , fcharf abgerchnittenen Bilde umgeben ik
A u c h kleine G8genl'tSndc find deutlich ausgedriickt.
A n den Spundpfililen g erkennt man fimmtliche
Nutheo u n d Federri, und an der Schleufenkammer
die beiden Nutheii ii fur das Fallthor.
Die Bilder liegen genau Tenkrecht uber den Gegenllinden, auch haben fie eenau die Linge und
Ureite der Gegenficlnde ; wenigRens lifst lich bei eitier Lange von 18 Furs, wie van a uach B , nicht
die Uifferenz eines zolls bemerken.
Die GegenfiSrJde liegen fimmtlich vollkommen
fefi und wie g d a g t , 3, 4 bis 5 FUTS tief unter deln
,
,
c
397
3
Eife. Sie Iid grobtentlieils 9 ZoU hoch abEchtlich
mit Sand bedcckt.
Uie dunkeln Stellen des Eifes
befinden fich.6 bis 7 Furs lioch iiber lockerm Grunde (Flufsfande).
Mit dem Reigeutlcn Frolte haben diefe Bilder
an Befiimmtheit zugeaommen, und zwar blos des
Nnclits; .nu& an den Stellen, wo zum Behuf der
Uoterfuchung Eisftucke hernusgunomden morden
find, bat fich i n einer Nacht im frifchen Eire mieder
eia merkliches Bild erzeugt. Doch bei den fruhern
Frofien i m .Aofaoge diefes Winters, hat man diefe
Figure0 nicht bemerkt; demals war hier das Eis
iiberallfo weirs, wie diefcs Bild.
A n verfchiedenen Stelleii des Rildes murden
Eisrtiicke herausgehauen. Ich fand das Eis iiberall
gleich dick, -weder unten noch oben w a r a n den
Bildern eioe Erhohung noch auch eine Vertiefung
zu erblicken. Auch war das meifae Eis der Bilder,
feitwtiru betrachtet, eben f'o hell und dicht nls d a s
dunkle Eis. Allein er .rejgte fich hei niherer Unterfuchung, dafs dae Eis der Bilder 6Schichlen kleiner Blischen enthielt, wovon das dunkle Eis frei
war. Diet'e Schichten kleiner Luftbliischen waren
parallel, aber von ungleicher antfernung, fo dars
man an iliren Entfernungen die verfchiedene KPlte
der vorhergegangenen Ntichte erkennen konnte.
Die Stirke cles Ei!k beirug 4 ZolL An den Grinzen der Bilder fand ich die Luftblirchen ausgezeichnet hiufig u u d regelmifsig, gleich geraQe gezogenen Schnurcn kleiner Perlen, wahrend fie irn In-
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aern d e r Bilder oft in einander flofIca, ro daTs man
das Eis ahne Muhe in 7 Scliichten fpolten konnte.
Die LuflblEschen hetten hochllensaLinie irn Durchulcl1't.r.. Gcnau betrachtrt zeigten fie fich nicht vollkommen kugelformig fondern troptenahn!ich, mit
d e r Spitze nacli dem Grunde der W aITars gekehrt.
Sie woren deutlich gelblich.gefirbt, durch herausgehobenes Flubrnatcriol.
An eine optifche Tiulchung, an eine gefrorne
Fata Morgana, a n elektrilche Reaktion i n der Ferne, a11 Zerl'etzung der GegenKinde, oder an warme
Wollerlchichten uber dcafelbeii ilt hier wohl nicht
zu deriken: wir fehen hier blos LleineLuftblaren aus
uozerfetzten Korpern oufgeltiegen. Das Walrer ilt
iii d i e k m Sclrleufcnrourne reiner a h Elul'swaITer,
denn en ilt von der nahe vorbeifliefsenitm Saale ous
dern Boden gequollen: daher die ZUP Uarltellung
sines Eitdes giiufiige Klnrheit des Eifes. Uas Warfer ifi hier ~ 0 1 1regelrniliigen u'nd hohen Ufern urngtheii , doher mun'e11 i u r!em Rillen ruhigen W a g e r
die Lufiblafen f~nkrecht.auflteigen. A n den fcharfen Rindern der Gegenfisnde konnten diefe Blbclien
hiufiger und regelrnd'qiger auflteigen,weildiefe entbloli find ; wiihrencl auf der obern Fliche der GegenRande rineLsgcSand 1irgl:daher die fcharfenUmriKe,
welche die kleinern wolkigen Bilder einfchliefsen.
W o d u r c h ilber Iind ous den Gegenfianden die
Luftbl$schen ausgetrieben? Dlicht durch FroR,
denn es findet lich kein Eis nuf dem Bodcn. A u c h
nichtldurch Wsrme: diere kann fich hier in dem
,
rJ
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Holze utid Steine weder durch ZerTetzung gebildet
haben da diele Korper unverfehrt lind, noch a u c h
von aufsen, etwa durch Sonnenkhein, eingedrungen feyn, da der Bau m i t Sand bedeckt ill. Alro
durch mechanikhe Gewalt. Es haben nimlich die
Steine und dos Holz, fo wie auch der eingerammte
T h o u des Baues, longe on der L u f t uod S o m e gelegen und find ausgetrocknet (fie hnben Ratt Feuchtigkeit Luft aufgenomrnen). Diefe alif'orbirte L u f t
wird nach und noch durch das von der nahen Saale
von unten aufdriiigcndc WaIier ausgetrieben. Hierbei mufs ich bernerken, dafs der Walrerfiand diefes reit dem Herbfie verltnkten Schleufenraums das
Mittel h i l t zwifchen dem Seal waITcr iiber und unter
dern W e h r e , neberi welcliem die SchleuTe gebauet
mird. Es hiingt alro das VVeLl'er dcs Schleultnraumes von dem Druck der nahen Saclle ab.
W o h r r a h e r die regelmifsigen Schichten der
Jjlof'en? Uieh konnen wohl nicht dadurch entltehen, d a 6 etwa die GcgenREode hlov periodenweil
L u f t ousliriirnen fondern nap davon dol's die innerhoIh eioes 'rages aufgefiiegone L u f t durch den
Prolt der Nacht eingefchlden wird.
Die hohern
Gegenltiinde erhielten hellere und bertimrntere Bilder weil hier die Luft durch einen kiirzerii Raum
irnd daher regelmsl'siger aufltieg.
Bei einem f'nihern Prolie zeigten fich diefel3ilder nicht es war vielrnchr dos g a m e Lsis 1'0 weirs
\vie diere Bildcr, weil damals tioch der gonze Bo.den dcr Schleure, welcher der Luft ausgefctzt ge-
,
,
,
,
,
c
400
1
wefep, L u f t entwickelt hat, woran der lockere Erdhoden friilier erkhiipt'i werden m u h e .
Einzelne Hefonderheiten des Bildes erkliren
lich n u n von relblt. Die fenkrecht iieheDden Pfihle derSpundwaodentwickelteri m e h r L u f t alsdiehorizorital liegenden Querfchwellen au9 der Spiegelfeite, und gaben daher ein herondcrs liellcs Bild.
A b e r die fenkrecht ltelienden Pfjhle, worauf die
Querfchmellen aufgezapft find lionnten n u r wenig
L u h ausltohen, da fie von deli QuerTcliwellen ielt
e i ng e Tc 11 1o ITe n u n d zu fa rnmengep refs t we rd ea
Die Meoge dieler filiischeri k a n n nicht auffall e n , denn lie find fiirnrntlich lehr klein, und es
hiintiten diere h u m a t e r i a l i e n , 'welche lange an der
L u f t gelegen, urid daher. wenigliens die Hilfte ihre3 Voliimens Liift shrorhirt haben, nocli ein J a h r
lang dicklbe Mengc Luftljiiwhen ausfiofsen ohne
erlclriipft zu wertlen. Uieft: kleinen B l t c h e n geben
auch nicht I'owohl wegetr ilirer g r o k e n Anzahl ein
fo oullollendes Hilt!
hiidern deshalh, weil lie i n
dem klaren liillen W'aIlkr aus rcliarf hegranzten
K o r p e r 11 u ngewii h n I ic h regelrnirsig ou fgeltiegeri
find. Selten trefl'en wvalil folclie UmltEude undi 10
giiuliig zufemrnen , wie liier wo es rcheinen kiinnt e , ills liabe man a l l v I3edingungen vereinigt und
vorhereitet urn eiiie Lrfcficinung, welclie uberall
hEufjg aher unhefiiminl vorkornmt, Z U einem deut1icIiea K-iperirnent zu erlicben.
.
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