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Ueber Platinmohr.

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nenlicht abdampfen , so krystallisirt sie in ausgezeichnet
schonen , sternfarmi6 gruppirten Nadeln , wclche metallischglanzend riud bald gold -, bald kupfcrfarben erscheinen, und dem oxnlsauren Plntinoxydul ;ibidich, aber noch
schiiner sind als die Krystalle des lctzteren.
Am Lichte und bei ciner Temperntar vou +100° C.
erleidet die Cyaop1atinwasfierstoffs;iul.c keinc Vcrznderung. Erhitzt inan sie aber uber +loo0, so zerfdlt sie
in Cyanwasserstoffsaure und PIatincyanur. Vermischt
man ilire Auflbsung in Alkoliol mit etwas Salpetersaure,
so hat mau eine Flussigkeit, welche, auf einer Glaskiche abgednmpft und stark erhitzt, einen ausgczeichnct
scb6nen Platinspiegel bildct.
Es giebt auch eine C~aniridwassersi~fsui~re,
ein
vollkommcnes hiislogoo der Cganplatinwasserstoff~~urc,
und mit den Eigenschaften dcr leizteren begabt.
XIII.
Ueher Plndnniohr;
von J. W . D o e l e r e i n e r
w e o n man rohes Platin mit dem Doppelten seines
Gewichtes relnen Zinks zusammenschrnilzt,- -die Legirring
iiach dein Erstarren und Erkalten pulverisirt, und dieselbe
durch Behandlung, erst xnit mafsig verdunnter Schwer'els h r e und d a m , wenn diese oicht mehr wirkt, wit sehr
rerdunnter Salpeterssure in der Wiirme zersetzt, und bierauf deu Ruckstand niit WaSser scblzmmt, so erbalt inan
1 ) unaufgesclilossenes Iridosxuium in schweren Kbrnern
von silberweifser Farbe, und 2) ein schweres schwarzgraries Pulver, welches aus Platin, Palladium, Iridium,
Rhodium und Osmium besteht.
Dieses zusammengcsetzte metallische Pulver besitzt
cbenfalls, d. h. wie das aus seiner Legirung mit Kalium oder
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Eisen geschiedene Platin (s. dies. Ann. Bd. XXXVI S.308),
die von mir erforschten und oft beschriebenen Eigenschaften desjenigen Praparats, rvelches von L i e b i g. Platinschwarz UIUI FOU mir Pfaiinrnohr genannt wird. Es absorbirt und verdiclitet niimlich, \vie dieser, das Sauerstoffgas, und wirkt so oxydirend, dafs es nicht allein die
Oxnlsaure rind Atmeisenslure in Kohlenslure, und den
Allioliol erst in Acctal und Aldehyd, und danu in Essigsaure verwandelt, sondern dafs es auch das in ihm enthaltene Osuiium zu Osmiumdure orydirt, welche dann
durch gclindes Erwlirmcn sublioiirt , oder durch Behandlung des Pulvers mit einer alkalischen Fliissigkeit aufgeliist werden kann. Im letzten Falle wird die oxydircnde
Kraft des Metallpulvers noch inehr erliiiht, und man erhiilt dann ein Przparat, welches niclit alleio das W a s serstoffgas, sondern auch den Dampf des Holzgeistes und
des hlkohols pldtzlicli eutzIindct und beim Erhitzen auf
den1 Platinblech blitzend vcrpufft - eine Eigenschaft, die
bereits vor 35 Jahren von D e s c o t i l s wahrgenommen,
aber nicht beachtet worden ist.
Dieses Metallpulver last sich in Ki)nigssaurc fast so
leicht wie das Gold anf. Salzsiiure zcrstiirt seinc Eigenschaft, Sauerstoffgas zu absorbiren, so dals es ganz aufhbrt in der Hitze zu verpuffcn, und auf die oben genanuten Substanzen melnlytisch (oder, wie B e r z e 1 i u s
sagt, kalnlytisch) zu wirlren; nber durch Behandlung mit
einem in Wasser aufgeliisten $Zen Alkali wird seine vorige Kraft wieder ganz bergestellt.
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