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Von rothem Schnee auf dem grossen St. Bernhardsberge

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[ 518 1
v 1x1.
V o n rothem Schnee auf dent grofsen St. Bernhnrda.
berge,
voii dem Prior BISELX;
und clwmiyche Zerlegung derethen
yon PESCHIEA,
Apoth. mid Mitgl. der natnrf G e l
zu G e n f 0 ) .
1.
Rotlien ScIinec Siebt es ficts anf dcm St, Bernhard,
und man findet iliii immer an denltdben Stellen, niehrentheils auf Ebenen (phntenus’) a m Ful‘s mit Sclmqe
bedeckter Abliange. Aiidrer Schnee der im Sommer
Mch gefallen ifi, pflegt ihn zu bedecken, und d i e h
Eirbt ficli durcli dic.Beriihrung init ilim iiicht. Er
karnmt auch in gralserer iind in kleinerer H6he als
der des Hospices vor, docli niir an Orten, wo dcr
Sclinee in lo anbhnliclie1.rh1anL.n liegt dafs er niclit
,
,
* ) Kurz von mir ausgezogen aus den Antworten des Hrn. Prior
B i f e l x in det Bibl. univerf. Dcc. 1819 a u f eine Reihe von
Frogen, welohe ihm iiber den rothen Schnae, der auf dem St.
Bernhard, wie aiif vieIen andern hohen Bergeo der AIpen
vorkammt , von jemand in Genf waran vorgelegt worden. Hr.
Apotheker Pefchier in Geiif iR ein Scliuler K13proth’s und als
cifriger und gefchickter Chamiker bekannt.
Gilb.
I 319 3
eiicr ale im 1,aufe des Sommers fchmclzt-, manchml
findct nian i h i auch aitf den Gletlchern "1.
Ob er zit gewiITen Zeiicn huufiger als zn andern
Zeitcn ifi? Nach heftigen Siid- ttnd Siidwefi-Windcii allerdings.
Dcr rothe Schnee findet lich 2 bis 3 2011 dick.
Zwar habe ich den Verliiclt nicht gemacht ihn zit
rchmelzen niid ZLI filtriren bin aber iiberzeiigt dafs
man einen erdigen eilknhaltigen Riickhnd erhalten
wiirde der Iich chemibh zerleeeii lierse. Sobald icli
rothen Sclinee finde, (\relclies Ichweriich vor dcr Mitte des Juni gel'chelien diirfte ) werde ich ihn filtriren
und dcn RiickRand einfchicken.
Mir iR keine Meinung iiber die Urfach der rothen Farbe dieles Schnees bekannt; es fcheint mir
nber, dal's mati fie der Farbe eilenlchiifiscr Erde zufclireiben miire, welche dio W i n d e herbei treiben,
und auf den Schnee 6 gut, wie anderswo hfetzen.
Die Aufmerkfamkeit des gemeinen-Volks hater nie auf
lich gezogen, nnd es giebt in unfern Gegenden keine
abergkubikhe, noch irgend eine andre Meinuiig iiber
ihn. Auch habe ich ihn nie in Clironicken tind andern dten Biicliern oder Handfchriften erwahnt gefunden.
Je wciter es im Jalir B i n k ~ m m t ,defio Iitiufiyer
wird der rothe Sclinee, weil der Wind immer mehr
,
,
,
,
Die Frage lautete : ,,Ich habe rothen Schnee auf dem Uk'ni,
ruf dem grofsen Bernhard, auf dem Col da la Yrignc, auf d e n
Bonhunims gefehen; findet man, ihn im Allgemeinen im Niveau diefer Gipfel, oder iuch in audern Theilen der Gletfcher ?
'1
2.
Cbemlfchc Zerlegnog rwcict Arton totban Schnces vom groljlen
Berobardrberge von Hm.P 8 Pc h i e r in G0nf.C
Die irn dritten Bande der Alpenreifen Benedikt de
Saullilreij befchriebencn Verfuclio aus dein J. i 7 7 4
find die e i n z i p mir bekniiiten, welche mon niit Rein
farbenden Kiirpcr des rotlicii Sclinees ongeltellt hot.
Aue ilinen hot fich erqeben dafs cliefer fgrbende Kbrper ein erdigcs Aiifelieii hat, d& er auf 6liihendeii
J~
der wie verbratiiite
Kolilen einen H ~ L I cverbreitet
m i i t c r riecht, und d& er in der Warme mit Sohfaure eine duiikclbraune, mit Alkoliol digerirt eirie
fcliiine Soldgelbe Tinktur giebt \velclie leiotcrc, wenn
der Alkoliol wieder abdefiillirt wird, einen iililigen gclblich -brounen, bcim l3reniicn wic Waclio riediondeii
land uiii 6 fcincs Gawiclits dabei ficli vermindenidcia
RfickRand lick; warails Sanlhre fcldofs, er fey cin
Blfitheiihub, wr*lclies ober Iyikrof kopirche Beobaclit u q c n im Zweifel liel'sen.
Ich liatte hngR gewiinfclit, d& ein Cheniiker
fich aufs neue mit dicbr interefintcn Errcheinune bcfehrftigen miichte; und do fch mir zwei verfclriedciio
Gelcgenheiten dazu darbotcn To haba ich niicll felLlt
&fcr Untcrfuchimy unterzo3eii.
Die e r h p b c n mir zwei BtickDande rotjlcn
Scliiicerl welchc dar Prior Jelr Hospices a d dem 6'0fsen St. Benihardsberp mit vieler Sordfalt gefainmelt
hatte. No.1 liatte ein erJiacs Anlelien und e k e fchmttizig gclbc Eifenfarbe; NO.2 tr113den Charakter einer
grobcn Pflanzencrde, 11 der Gcli mit blofsen A u p i
Theile vou Flcditcn uiid Moohi erkcnncn licben.
,
,
,
,
,
,
[
522
J
und riilirtc von einer kleineii Stelle rotheii Sclineeo
h e r j fib= wplcher GCli eiii rijthliclier Teint zeigte, den
dcr l'rior der Zerl'ctzuiig eiiics Kryptopms das d ~ c h
F~nliiil'sroth wertle zul'clireilt ; eiqe Url'ach, die, wie
er bcinerkte, felteii vorltomnit und kcine SroCsen Sefirbten Sclineeflaclien Siebt.
NacEi fiarkern Gliihen war No. 1 nm Aleichter lriid
dunklcr von Farbe Seworden; No. 2 verbreitete dabei
einen zienilicli finrkcn Kaucli der nach verbranntcil
Krautern roch verlor $5 nii Gciviclit und liefs eiiien
glUnzeiidcn violctteii Iiiickfiaiid.
W e d e r koclieiider Alkoliol nocli kaltes odcr kochcndcs W d e r Hiilsertcn auf No. 2 cine nierkliclie
Einwirltung. I n dcr Deliillation yaben i o o Grnn volt
KO.2 eine amnioninknlifclic Fliifiigkeit, Ciilip Tropfbn
brenzlicheii Oelils uiicl 6j Grail Kohle als Kiickfiand.
NO. I enthielt niclits Verbreilnliclles. Salzlii1u.o
zog nnr wenig ails 100 Grail aus; erfi iiaciidem Salpcterlhrc unter Zufetzen von Zncker lanse Zeit dnriiber gckocht worden w a r j p b e n fie eiiie tief ornngenfarbcne Aiiflihng, iiiitl licl'sen 65% Grnn Rtickfiand die BUS kleincii Brnclifiiicken von Sieincii und
Bergkryllall befiandcn. W a s aufseliili war, bcfinnd
PUS 6,55 Gr. Thonerde, 2135 Gr. rothen Eil'eiios)-tls,
und einem PflanzenkGrper, der die nach dcrn X i d e r Cchlagen dcr Thonsrde fiark alkdifctie AuflijIiui;; hark
gelb Cirbte.
Aucli ails NO.2 v e r m o c ~ t cSalzfiinre, die Laiiiit eine braunlich -violette Aufl6l;ing gab, niclit das E i h ox$ aufzulaCen, dalier es wie das vorige bcliaiidelt
wirde. Und hiernach enthalten;
,
,
,
,
100
1
Gran von
No. I
I
N ~ ,
,-I-I
Belnige in SPureo unautlhsl. Theilen
Thoocrde
hiichRes Eifenoxyd
Kalk
auflaslich
Pflanzenkarper in Siiuren
unauflrjslich
K u n e Zeit dzrauf erliiclt icli von rlerii Prior dttrcll
Hrn. Pictet zwei Flal'clien WalTerlvov rothein ScI1lic.,.,
mit fallen1 was an der Oberflsclie ckl7clbc11 vorliandcri
wm-. Ich benutztc fie zu den f o l p ~ d c f iLri~tcrliiclinngen, (lie iiber die Urfacli diefer Fsrbtint; mir ineliiAufi'chlul's zu geben lchainen.
Die eine Flal'che enthielt 27 Unzen WalTer rothcn
Schnees (No. 3 ) welcher iiach des Priors Aiipbt., im
Jumi l'elir grol'se Ansdelinungen einznnehmen p tlt.gt,
Y o n lebhaft rofknrotlier den1 Lack ahiiliclier Fdrbe ilt,
aIs er eingefammelt wurde, yon frikli gefallenem
Sclinee bedeckt war, zuid an feiner Oberflticlie keirien
&r f ~ r b e n d e nMaterie freinden Korp r zeigte, beim
Solimelzen aber Lkine Farbe veriindert.e. und ehe die
Stiicke zersinsen, fie bedentend, blos darcli den Ueber;
gang ZLI eiiier liahern Temperatur lchwzchte. Das
durch Aufthauen deffelben erlialtene W a R e r war farbcnlos, ein wenig trub ( louche ), ohnc Gel'cliiriack,
Tach \vie fich zerlktzende vegetnbilirch - tliierilkhe M a terie, wnrde mit Scliwefel - Waifel-lioff - Riiiiiioniak
Anna].
d. PhyGk. R . Q.St. 3. J. I S X , s1.3.
X
C 324 3
~ ~ r i i n l i c hund niit Gal1;ipfcl -AufpCs 11ac11 eirlisen
Stnndeh yiolett und beides anch noch nacli den1 FiItzirsn,- iind wirkte weder aiif Lackmris- noel1 nufCarcum3 - Papier. Sauerkleehiires Amnionink triibte dieI'es \VaTTer hark, niit Bar)-tlhlzcii aber gab cs keiiiei;
NiederfchlaS, van kolilcnhiirern Gas enthielt es niir
eine Spir, und bcim Abdanipfen blieb niir eine Seringe PIIenSe Extraktivlioff, die Feuchtiglieit arizos mid
auf gl&lden Iiohfen brenzlich roch.
,
Dcr p i z e Riickfiand, deli diefes WaITer auf dem
Filtro liel's, \YO; nacli den1 Trocknen niir 68. AcuIserlicIi war er griinlicli -violett, innerlicli fehr lebhaft
rijtlilich vioktt , veriindcrte abcr an der L u f t diclh
Farbe in die dcr Oberflrche. Er liels Gcli fettig aiifiili1 ~ 1 1 ,war pnlueriilciit niit einigcii klcincn veaetabilircllen Fal'ern vermengt, und klebte zicmlicli fefi a11 dcm
Papier. M.it kocliendem Alkohol belirrndelt firble cr
dielL.11 wiederliolt d i ~ n k e l ~ e l il r, s Violett 1i)ic~Iciid~
iind
verlor dalei gerade lo vie1 a n Gewiclit, als S a i d " m angegebcn Iiat. Alc die AufloliiiiS deftillirt w iirde, Sing
der Alkohol rein, olin0 freindeii Ge~cliniacltuber, iuld
blieb ein fafrangelber UeberLiIg von griinlichen Ramifikatiqiicn clurchzogen, an den Wiiiidcn des Ghfee
zuniclc. Dialer Ueberzng war von I'charfem Cefclimack, iuiaufldslicli i n W d e r , aber aiifl6slicli i n
Alkoliol, Aetlier, Oelil, Aetzkali nnd in Clilorinett'aCTer, welclies die Farbe deflelben zerfiarte j EigenCcllaften, welclic einen Iiarrzipi K6rper charakterifireu. Bcim Behaiideln voii 25 Grail mit KonigswalTer
crgab Gcli , dal; fie befianden aus
-
,
-Kiefelerde
rothem Eifenoxyd
Thoiiorde
Ralk
Harz
Pflanz. unaufltislich
Kiirper auRiislich
I
--
{
14818 Gr*
3,o;
1875
0,IO
3920
2,zj
1875
L
3648
Die Zunahme des
Gewiclits
konnte
blos von h y p m e trirchem
Wa&r
herriihren.
Das Schneemaff'er der zweiten Flafche war durcli
Sdimefzen rotlien
Nacli dem Filtriren war das WalTer hellgelb, und
der Riickfiand wog trocken 48 Gran. Das WalTer riithete das Lackmuspapier durch Ieinen Gehalt a n Kohl e n f ~ ~ i r egab
, mit den angefiilirten Reagentien kirker
gefzrbte Pliiigkeiteii als No. 3, niid raucrkleeraiirer
Ammoniak bildete darnit einen anfelinlichern Niederl~lllng. P e r Riickfiand war braiin fiihlte fich rauli
a n , entliielt kleine Brucliltiicke Bergkryfiall %wrde
weder yon WaITer n o c h von Alkoliol Gchtlich angegriffen fiiels aiif Kolilen weder Raiiclr noch Geruch
B i t s , und beim Behandeln mit KGnipvalikr fariden
fich a5 Grail zufarnmengefetzt ails
,
,
,
X a
Die& ReMKiefelerde
rothem Eifeeoxyd
Kalk
organ. Kdrper u. Wairer
b25
'2334
0,lO
10
23879
Gr-
tate beweikn, dafs
der rotlie Scliiiee
den m a n imSom. .
Tner in einigen
GeSenden der 110-
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