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Ueber die Fessel'sche Wellenmaschine den neueren Boutigny'schen Versuch und das Ergebniss fortgesetzter Beobachtungen in Betreff des Verhaltens krystallisirter Substanzen gegen den Magnetismus.

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42 1
Zieliet man voii 100,000 Theileu Brom- uiid Chlorsilber
diese 88,817 Theile Clilorsilbcr nb,
so ergebeii sich -11,188 Theile Gewichtsuuterschied.
Das AequCvalent des Brom = 1000,0,
- - - - Chlors = 443,3,
also 556,7 Differenz.
Es verhalten sich nun
556,7 : 1000 = 11,183 :x Theileu Brom;
X=
L'J83'
loo
55&7
= 20,0S8 Theile
Broin.
Zielit mail vuii den obigeii 33,138 Th. Brorn uud Chlor
diese 20,088 Th. Broin ab,
so bleibeu 13,050 Th. Clilor.
Das Mineral bestebt demuacb iu 100 Gewichtstlieilen
aus :
66,862 Gewtb. Silber = 5 Aeq.
20,08R
- Broiii = 2 13,050
Chlor = 3 100.
-
+
Hieraus ergicbt sich dic chenhche Formel 2 Ag €318 Ag CI, welcher folgende Zusamneusetzung eutsyriclit :
Silber 5 Acq. = 6750 oder 66,961
Brow 2
=: 2000
- 19,Sll'
Chlor 3
= 1330 - 13,195
101)80
1".
-
XII. Ueber (lie F e s s e I'sche Wellenmaschine, r l t w
neueren Bo u t i g r i y 'schen F'ersuch irnd Jus Ergchrigs fortgesvtzter Beobachtungen in Betreff rles Verhaltens krystalltkirter Substanccn gegen den Magnetismus.
(Aus cincm S c l i r e i h des Hro. Prof. P l i i c k c r an den Heraurgeber.).
Boon, den 26. Nuvbr. 1849.
H i e m i t iiberseude ich lhneu die versyrochenc N o h uber
Apparat zur Dnrstcllung dcr Wcllcubeden F e s s B 1'~cI~eii
422
negung des Licht -Aetbers, welcber bereits seit eiii yaar
Moiiaten in Ihren Hiiuden ist. Ich habe damit so lange
gezogert, weil ich zugleich Uber einen neueu Apparat, der
eben fertig geworden ist, berichten wollte. Herrr W h e a t s t o n e hat zuerst die sinnreiche Idee gehabt, gleich laiige
parallele Sttibe, die an einem Ende init eiueni Kiiopfe verselieu siud, durcli Auflegeu uud Austofsen an zwei gleiche
Welleuinodelle vou Mabagoniholz, die uiiter eiiiem Wiukel von 90" gegen eiiiander gerichtet siud, iii eine solche
Lage zu briugeu, d a t die Aufeinaiiderfolge der Kiibpfe die
Forin dejeiiigeii Wellen darstellt, die aus deii beiden Welleu resultirt. Briiigeu wir die Wcllen-Modelle gcgeii c h aiidcr iu alle inbglichen Lagen, so erhalteu wir alle inbglichen Formeii, die die Lichtwelleii iii der geradlinieii elliptisclieii uiid kreisffirmigeu Polarisatiou habeu. Dieses kotintc
bei dcin Apparate, deli ich bei Herrn W h c a t s t o u e im
Herbste 1848 sab, durcb cine coutiiiuirlichc Verscliiebung
eines der beidcn Modellc geschehen, wouacb der l'olarisatioiiszustaiid continuirlich sicli iioderte. Der Aiiblick dieses
Apparats gab rnir sogleicli deli Gedaiikeu, d a t inau durch
gleichaeitige Verschiebung beider Modelle - nachdem man
sic in eine solche gegeuseitige Lage, wie sie der Form der
W e l l e in jeder beliebigen Polarisatiousart des Lichtes eutspricht, fest verbuiiden bat
die wirkliche Bmegung der
Aethertheilcheu bei dieser Art der Polarisatioii darstelleu
kiltine. Diese Idee hat Herr F e s s e l , Lehrer an der Provinzial-Gerverbscliulc zu Caln uiid zugleich eiii geschickter
practischer .Mccbaniker, in dein, in k e n Hiinden betiodlicheu, Apparate ausgeflihrt.
Die Sttibe, die gleich laug wid an ihretn oberu Eude
iiiit eiiiein kleiueu Kuopfe verselieu siiid , steheii seukreclil
auf eiiiem iiach der Forin einer senkrechteii Welle gebogeiieu Messingslreifen, der, auf Eicbenholz, an einem Schieber A voii Maliagoui befestigt ist. Ueber diesein ersteti
Scbieber A befiiidet sicli ein zweiter B, bestehend aus zwei
parallelen borizoiitaleu Messiiigbleclieu , in welchen scukrecht iiber citiauder zwci sich gcuau eiitspreclieude, voll-
-
423
komlneu gleiche Welleiilinien geschuitteu sind, durch welche
die Sttibe hindurchgesteckt werdeu. Die einzcliien Stabe
sind von einauder durch zwei Lagen paralleler horizoiitaler Metallstreifen getreunt, so d a k sie uur in den Zwischenrliumen zwischen denselben, obue zu vie1 Spielraum, fortgeschoben werden kbuuen. Statt des oberu Schiebers B
kaun aiich eiu Schieber C eingesetzt werden, in welchem,
statt der beiden eiugesclinittenen Wellenliuieu, zwei geradliuige Einschnitte gemacht sind.
Wenn man diescn letzteu Schieber C gebraucht, so erLlilt mau durch Ausziehen und Einstofse~des untern Schiebers A die Beweguug einer verticalen Welle polarisirteii
Lichtes.
W e n u man sich der Schieber A und B bedient, so erhalt man zunlchst, diirch Verschiebuug des einen Schiebers
gegen deu andcrn, wie bereits Herr W h e a t s t o n e , die
Form der Lichtwelleu in allen lnbglichen Polarisationsarten, und wenn man dann die beiden Schieber mit einander verbindet uod gleichzeitig bewegt , die entsprechende
Bewegung der Aethertheilclen selbst.
U m das Entstehcn der Wellen im rrihenden Aether z i ~
veranschaulichen , sind noch zwei Schieber , D uud E, hinzugefiigt, der eine mit eiuein Welleuinodell, das in einer
Ebene auslluft, der andere rnit WelLeiieiuschnitten, die zuletzt geradlinig Prerden. Man kaun auch die Schieber A
und E oder D und B combiniren; dann sieht man wie zu
einer verticaleu Welle eine horizontale, oder zu einer horizontalen Welle eine verticale hiuzukomnit. Die Combinatiou von D rind E endlich zeigt das Entstehen einer einfachen verticalen Welle.
Der neue oben erwahiite Apparat ist vorzugsweise dazu
bestimmt , eiue auf einen Krystall auffalleiide Lichtwelle,
zugleich niit der Bewegung der beideu Lichtwellen im Inuern des Krystalls, danustelletl. Er ist gewissermafsen aus
drei bereits friiher beschriebenen Apparatcn zusammengesetzt ;
eiu Schieber F giebt die Welle in der Luft, und zwei
Paare init eiuandcr verbuudeuer Schieber G und H,F und K,
424
gebeu die beiden Wellcn, in wclshe jeae, beiin Eiiitritt in
deli Krystall, sich theilt. Durch Umbiegen werdeii die
KuOpfe der durch diese beiden Sehieberpaare bcwcgteu Nadcln so gerichtet, dals alle, far den Fall der Ruhe, in eiucr
geraden Link liegeii, der gemeinschaftlicben Axe der drei
Wellen. Die Bewegirng wird durch gezabnte Staiigeii uiid
drei Hader vcrmittelt, uud ist fur die drei Wellen eiiie vc‘rschieden schnelle.
Weun in jcdein Schieberpaare dic Phascu der bcideii
Welleu tibereinstiinmen, so haben mir den Fall einer Liclitwcllc, die auf eineii parallel uait dcr Axe gesclinitteiien Uoppelspath senkrecht aufflillt, uud deren Ebeiie init deui Hauptscliiiitle ciiicn Winkel von 46” bildet, und sich i n zwei
seiikrecht gegeii einauder schwingcudc, geradliuige Wellcu
aull6set. Die relativen Lliogen, Inteusitateu uud Geschwiudigkeiten der Wellen sind dem bezeichueteu Falle des D o p
pclspathes annYheruiigsweise eutnomuaeu.
Wenn der Phaseuuuterscbied der beideu Wellcn iu deli
Scbicbern (;r und H, so wie in I und K
es kann derselbe gauz beliebig genoiumen werden
iosbesonderc
Wellenliinge betriigt, so haben wir deu Fall einer Lichtwelle, die, uach dcr Axc in Bergkrptall eiiitretend, sich
iii zwei kreisfthnig polarisirte, sich rechts und links drehciide Wellen zerlegt. Mau sieht, wie in dcin FalIe dcs
JJoppelspaths die beideii sich kreuzeuden Wellen, hier die
iiiit verschiedenen Geschwindigkciten sich drebeiideu reclits
und liuks gewundeiien Spiraleu im Iuueru des Krystalls,
80 wie die Drehung dcr Polarisatious-Ebeue, die eine Folge
davou ist.
Obgleich ich zieinlich vertraut wit der Theorie der Wellenbewegung dks Aelhers iin Inucrn der Krystalle biii, so
hat der iieue Apparat doch sehr d a m beigetragen, uiir dicsc
Rewegung niischaulicber zu wacheo. Es spriirgt zuiii h i spiel auf dcn ersten Nick in die Augcii, \vie die Drehung
der Polarisatious-Ebeiie iln Bcrgkrystiill der Dicke der seiikrecht gegee die Are geschiiiftciicii Plalte proportioual ist,
uiitl dnfs, wenii diese Drehuug 180” betriigt, die Zalilcri
der uach dcr Arc forlschrcitcudcu bcidcu Liclitwcllcu iii-
-:
-
425
ncrhalb der Platte uin eiue Eiiilreit verschieden siud. Uieuc
Zalileu seyeu daher ( m + I ) und m, die entsprecheiideir
Brechuugs-Codfficieriteu p' und p , eudlich sey die Uickc
der Plalte, die die Polarisations-Ebeuc fiir ciue bestiuiinte
Farbe uin 90" dreht, gleich c uiid die L h g e dcr enlspreclieudeii Igngcrn Welle 2, so ist
$=nr+l,
mb=c,
P
Ill
uiid folgliclr:
-;;;-=s+l.
P
A
W i r khiueii liienacli die doppcltc Brecliutig uach dcr
Axe cles Bcrglrrystalls bereclriien, aud uiiigekclirt , nus der
Messuug dicser tloppelteu Brechurig fiir eiiicii bestiiuiiiten
Fall, auf ~iciieiuW e g e die Lsiige der Liclrtwelleu fiir die
betreffeude Farbeu bestimiueii. Die uuu~erischcVeriticatiou
tlicser Forinelu wiirde cine ueue Bcstatiguag der Fr esii el'scheii Theorie gebeu. Ich schreibc sie hier blob liin zur
Eiripfehluug des Ayparates, deu Herr F e s s e l genau uud
elegant ausgefiihrt hat I ).
Vielleicbt iuteressirt es Sie, eiue BcstBtigang der iieuestcii Versuche des Herrn B o u t i g n y zu erhalten.
Urn
Ostern dieses Jahres hat derselbe, init gewohnter Freuudlichkeit, inir seine frUhern Versuche gezeigt und seiiie selteiie Ausdauer in Verfolguug eines frucbtbaren Gcdanlieus
bewuuderrid, nabm ich damals den Eindruck mit hinfort,
tlds es sich biebei urn lauge uoch iiiclit vollstiiudig eiithiillte Naturgesetze handle, worin ich durch die Nachricht
von seineii letztcu Versuclieu iiur bestarkt wurde. In Folge
eiuer mtindliclieo Besyrechuiig dieser Versucbe, schrieb inir
Herr F e s s e l aus COlu, er habe a m folgendeu Tage sciiie
Finger in msglichst stark erhitztes Blei eiogetauclrt , tler
hervorrageude Nagel eiues Fiugers s e j dabei verbrauut worI)
Herr Fersel lirt den Prrir die-ses Apparatcr auf 90 Tbder fes~gcstrll~.
Drr einlacllc Apparat wit deli Scliirbern A, ff und C Lorlet 25 'l'lilr.,
uod wrnn die Scbiebcr D uud E irucli Irinrukomiucir 35 'l'lilr.
-
426
deu, sonst aber seyen die Fiuger ganz unversehrt gebliebeii;
rind gleich darauf schrieb er mir weiter, eiu Arbeiter in
der Maschiueiifabrik vou B e h r e i i s et Comy. zu COh liabe
den Versuch mit gcschmolzeuein Eisell geinacht und wolle
deiisclben vor lnir wiederholen. Dieses Anerbieten annehmend, giug ich in Begleitung mehiserer Personen, die sich
fiir die Snche interessirten, nach COlu. Der Arbeiter schlug
in ineiiier Gegenwart wirklich mit deli nicht benetzteu Fiugerspilzen, rascli iind iiicht ohne Aengstlicbkeit , gegen die
Oberflschc des Eisens, das eben aus deiii Schinelzofeii in
eiiie Wanue ausgestramt war uud splter zum Giisse eiuer
grofseii Ofeiiplette verweudet wurde. Vou der Kichtigkeit
dcr B o u tigny’schen Versuche war ich hienach vollstaudig iiberzeugt uod nls ich ebeii zu dem Arbeiter hinziitrat,
um seiue Fingerspitzen geuauer zu untersucheu, schlug bereits einer der mich btbgleiteudeii beideii Assistenleu des
physikalischeii Kabinets, mit der vollen flacben Hand, die
er zuvor in Wasser getaucht hatte, so atark gegeu die hellgliilieude Oberflache, dafs geschiiiolzeues Eisen herumgewor:
feu wurde, uud gleich darauf schlug auch der andere Assistent init beuetzter Hand hiuein. Nach diesen Versuchen,
die selbst gegeu die von B o u t i g n y angeratheuen Vorsiclitslnafsregelu , uicht gegen die Masse zu schlngen, augestellt wordep waren, schieuen Versuche, die icli der Vorsicht wegeu, vor dem Eiiitauchen macheu wollte, fiir diesen
h e c k Uberflussig; ich beuetzte die rechte Hand, steckte
deli Zeigefinger fast gauz in die geschmolzene Masse uud
zog ihu, gauz laugsam durch diesolbe hinfahrend, nacb eiu
yaar Sekundeu wieder heraus. Ich ftihlte, wie das Eiseu
vor meinem Finger floh uud Iiatte in demselben durchaus
k e k e Einpfindung von Hitze ). *
20 Jahren rrh Hr. Prof. €
RI
o.
s e , bei einern Besuch der Hiitturwerkc zu Avutad in Schwedrn, dafs cia Arbeiter, f i r
eioe geringe Belohnong, fliurigs, Hupfer mit drr blofsen Hand aor cincm
Ticgel schiipfie uod gcgen die Wand warf. Es besdtigt diefs, wic anclere Tlrauoclien, die IIr. B o u t i g n y rlbrt in seiner ( n i h e n s aucli in
diesen .\nilaten srsclieioenden) hblrrndlung aiilf;lIirc, dafs dar erwiilnte PIISnoineo, nauwntli& iu tcchoirlirn lireisen, liiigst keio unbekanntu war. P.
I ) Sclioo vor Ihger .Is
427
Ich miirde die Teinperatur dcs Eiscns, die ctwa 1500O C.
war, nicht auf 36" geschatzt habeii, der Fiuger war beim
Herauszielien weniger warm als die iibrige Haud. Auch
Herr F e s s e l uiid meiue drei iibrigen Begleiter wiederholten unter Modificationen diese Versuche; einer dersclheii
niit trockener Haud, einer bemerhte, wie die zuvor in Wasser eiugetaucbte Hand, nur so weit trockeu herauskam, als
sic uicht eingetaucht war, ciu dritter schbpfte das Eisen
iiiit der holilen Hand. Die kleiiien Htircheu nuf dcii eiugetauchtcn Fingern wareu Uberall verschwunden, die Nagel
hatteu durchaus uiclits gelitteu, auch war kein besonderes
Eiridriugeu der WIrlne durch die Nagel beurerkbar. Die
hernusgczogeue Haud hatte eiuen schwacheu brenzlichen
Geruch, der, w o Schwieleu vorhauden, stiirker war; abcr
iiirgcnd das geringste Gefuhl einer Verbreuuuug oder auch
iiur einer uiiaugeueliineu Hitze. Gewisse Operationcn der
niedern Chirurgie wiirden sich hiernach am schmenlosestcii
inacheu lasseu, weuu inan deli Furs in ein Bad gliibeaden
Eiseiis briichte. Ziiletzt iiiachtc ich uoch eiuen Vcrsnch,
dein eigeiitlich seine Stelle friiher bestimint war: ich hiug
dcu Fiiiger eiues ledcrneu Handschuhes, den ich voii Jnnen
stark beuetzt uad UUI eiuen Holzstab gezogen hatte, beinah
eiue Miuute lang iu das geschmolzeue Eiseii: beim Hernuszieheu war der Haudschub nicht uur nicht verbraniit, sonderu auch nur etwa (eiu Thermometer stand mir damalq
nicht zii Gebote) 40" warin.
Vermathuugeo uud theoretische Ansichten uber diese
inerkwiirdigeu Erscheinungeo, hier schon, ohne weitere Versuche, auszusprechen, wurde voreilig seyu. Ich hoffe indefs, lliiieii dariiber bald eiueu Beitrag fur die Auualen
Schick en zu k 0 no eu.
Da eine Uebcrsetzuug meines Rriefes, den Herr F a r a d a p in dein Philosophical Magosine abdrucken liefs und i s
welcheiu ich demselbeu 1", das entgegengesetzte Vcrhalteii
der positivcii und negativeii Krystallc zwischeu den Magnet.
polcn, uud 2", die peruiancute Polaritat des Cyauits uacli
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einer der Axenwirkung entsprechenden Riclrtung, dic so
stark ist, dafs derselbe scbou durch die Erde, bei verscbicdencr horizonlaler AuZhBngung nach verschiedenen Azimuten
sich richtet, zuerst meldetc - iu deu Annalen erschieueii
ist’ ), so wurde eine von mir beabsiclitigte desfallsige Mittheiluug fur dicselbeu unnothig, und das urn so mehr, als
ich eiiie allgeineine Uebersicht meiuer sBmmtlichen, auf’
Magnetislaus bezaglichen Beobachlungeii in einer academi-.
schcn Gelegenheitsschrift zum 3.August d. J. bald nachfolgen liefs. Als vorliiifige Erginzuug theile ich die folgeiide
Gruypiruag verschiedener voii mir usher untersuchteu Krystalk in Beziehuug auf ihr inaguetisches Verhalten mit.
N e g a t i v e e i n axi g e K r y s t a l l e.
a ) Magnetische:
6 ) Diamagnetische: .
Turmalin,
Autimon,
Beryll,
Kalkspath.
Dioptas,
Arsenikblei,
Vesuvian.
P o s i t i v e e i n a x i g e K r j s t a I I e.
a ) Magnetische:
b) Diamagnetische :
Arsenik,
W isuiut h,
Eiseiivitriol * ),
Quarz (scliwacli).
Zinustein,
Scapolith YOU Pargas,
Troostit.
Negative zweiaxige Krgetalle.
a ) Magnetische:
b) Diamagnetische:
Rothes Blutlaugensalz,
An timonglauz,
I ) Ano. BJ. 77, S. 447.
‘2) lclt recline den Eiscnvitn’ol Iiiclicr, wcil cis in ~uagnctix.lierBerieliung
sidi gans Wis ein cioaxiger positiver Krystall v a l i i l t , in dein einc einzige Riclituog, o m die heruru Alles symmerrirch ist, Ton den Pulw anD i u e Riehtung f i l l t mit derjenigen tosammco, w d c h e
- gerogu, wid.
zwci der von den beiden auf cinaoder rcnkrcchten optirclien Axen gebilclcten Winkel hallirt uod mi! dcr HauprspaltungrOSclie eincn Winkol
von 7 5 O maclit. 10 optisclicr Bezichiing bildet der Krystrll die Gr%w,o
zwisclien positiyen und ncgativcn.
429
Staurolith,
Glimmer,
Diopsid,
Wolfram.
Arragoni t ,
Salpeter.
Positivc zwciaxige Krystalle.
b ) Diainagnetischc :
Kupfcrglanz,
Bournoiii t,
Augit,
Hornblende,
Glaabersalz,
St rahlstein.
GYPS,
Topas.
Wie dcr zweiaxigc Cyanit nacb bcstiinmter Richtung
inngiietische Polaritiit bat und behalt, stark geuug uin dltrch
deli Er(1inagiietismus sich zu richten, so arich Airgit uod der
cinaxige lnagnetische Zinnstein. Eismglanskrysfalle von Elbn
vcrlialtei~sicli in Rezieliuiig auf Polaritiit eigenthtimlich. Als
ich durcli dic Bcmerkung geleitet, (Ink die magnctisclie Axenwirkung mit Clem Magiietismus der Masse in gleichem Maahc
zuzuuehuien sclieint , ciiien solchen Krystall nahui, o m ihii
iii Beziehong auf hxenwirkuug zu yriifcn, bemerkte Herr
Ur. B e e r zuerst, dnrs dersclbc in alleii Lagen, iii wclcben
er cineii Augenblick festgelialteu wurde, iii Rube blieb, wic
aiich seine I~&iigeii-l)iineiision gegeii dio Linie der Pole gcriclitet war. Icli hnltc bis jctzt norh diesc Ersclieinui~gfur
die Folge eiiies bestiininteii Grades dcr inagnetischcn Coercitiv-Kraft, und ich dciike, d d s mail auch dcin Stahlc cine
solche H;irte geben kann, ( M e er ebenso sich verhtilt. Ein
clurch zwei Spaltungs-Fllchen (senkreclit gegen die optisclic Axe) begriinztes dtinnes Pliittclien ails demselben Krystalle stellte sich, an einein Cocoiifaden aufgehiingt, sehr
stark in den inagnetischen Meridiaii, und noch jctzt, uach
vier Wochcn, macht es sehr rasche Oscillationen um die
Gleichgcivichts-l,age, wciin ein niclit inagiietischer Scliliisscl
auch nur nuf vier Zoll gcntilert wird. Hierbci begreift man
iiicht, wic dicscs Miileral, init so viclen andern, fiir nicht
inagiietisch gehalten werdcn konnte.
a ) Mngii e tisclie ;
Cg aui t,
430
Zu Aufang dieses Monats ist es mir endlich gelungen,
eiue Erklsrung der V O U mir an Krystallen beobachtcten
magnetischen Erscheiiiungen zu gcbeii uiid diese Erkllriing
sowolil diirch directe Versuche als durch inatliematische Eutwickliiiigeri zu ontersttitzen. Das Parndoxe zum Bcispiel,
dafs cler Turmalin, zwischeii den beiden Poleii aufgehangt,
der Massc uach augezogcu wird und doch vor den Poleu flieht,
tiifst sich ciufach auf die Gesetze dcr gewbhulichen magnetisclien Aiizieliuiig zuriickfuhren. Ebeuso tlieht nainlich ciii
Eiseiistiibchcn vor den Poleu, wcuu es an dein Eudc cines
Stabes voii Messing oder voii irgeiid eiuer andern, inaguetisch zieinlich iudifferenten Materie, iu seiner Rlitte quer
befestigt und der Stab so an eiiicin E’adeu aufgehlugt wird,
dafs e r uin seine Mitte sich horizoutal drebeii kana.
Ich iiehlne eine Iuduction diamagnetischer Strame an,
wie cs eine Induction inaguetischer S t r h e giebt und zcige
durch ueiie Versuche, d a t ein Wistnuthstab in eiiier Spirate, durch welche ciu Stroin gelit, eine diauiagnelische,
der maguetischeii eiitgegciigesetzte, Polaritst erhiilt. Alle
von inir beobachteten Erscheinuugen erkllren sich alsdanu
dadurch, dafs in einein Krystalle, das heirst in sciiieu Molcciilcn, eiiierseits iiiagnetisclie, audrerseits diamagnetische,
j e nach der inagnetiscben odcr diamagiietischen
PolaritSt
Bescbnffeuheit dcr Masse
iiach verscliiedene~~
Riclituugen init verschiedener Leichtigkeit, die init der verschiedeneu Elasticitat des Aethers znsammeuhlingt, diirch lnductiou
sich entwickelt: in analoger Weise wik zum Reispiel cin
Stabcheii weicheu Eisens durch Induction leichter zuin Lougitudiiial- als zuiii Transversal-Maguet wird. Es verstelit
sich von selbst, dafs wir die letzte Auffassungsweise auch
auf A in p 6 r e’sche Molecular Shame, inaguetische uiid cliaiuag~ietischc, die in gewissen Ebenen leichter als iu atidern
entstehen und festgehalteu werdcn, zuriickfuhren k8uneii.
W e u n Sie den vorsleliendeii Aiideiitungen eiiie Stelle
in lhreii Aniialeu gbniien ivolleii, so brauche ich lnit der
Bekanntinachuiig der mnunigfaltigcn Resultate, die ich seit
ineinein Briefc an Herrn F a r a d a p Uber das magnetische
-
-
43 1
Verhalteti dcrjenigcn Krystalle, die icb iuir verschaffcii
konute, erlaugt babe und die ich gerue nocli verviclfiltigen
mdcbte, weuiger zu eilen und behaltc auch die wunscbenswerthe Mulse, das schon vorliegeiidc verschiedeiiartige Mat erial ziir Begriiadung ineiaer theoretischeii Auflassuugsweisc
zu rcdigireu.
-
-
XIII. Ueber die Calina oder d m Hiihenruuch in
Spartien.
(Enlaommen aus dcm Werkc: Zwei Wim in Spaoica uud Portugal, van
M o r i t t W i l l k o m m , Bd. Ill, S. 110.)
I c h sche inich hier zu eiiii;;cn Beuierkungen veranlalst, uiii
deli Ausdruck ,,Hdhcnrauch ' I zu entschuldigen, mit dein ich
das spauische W o r t ,,Calina" tibersctzt habe I ) . Jeuer eigenthiimlichc Dunst iiainlich , welchcn der Spauicr a d dicsc
Wcise beuenut, hat, glaube icli, gar nichts init dein Phziioiiien einein, .was man bei uns H6henrauch heitt. Letztcrer so 1 bekauutlich vou den Moorbratiden des Nordens
herriihreti; wenigstens ist cs bei eirizeliien Hdhenrauchen
init Evidcuz nachgewicse~iworden. O b dcr deutsclie Hdhenraiich stets ein Hesultat des Verbrelineus der Hnidcn
und Moorgegenden in Ostfriesland, Oldenburg, dcn Ostscclanderii, RuLlaiid, Scaudinavien, Island u. s. w. sey, lasse
ich dahingestellt seyn ; die siidspauisclie Calina abcr wird
sicherlich niclit durch dergleichen BrAnde bewirkt, und (lids
aus folgenden Grfinden : Dcr deutsche Hdhenrauch ist bekanutlich ein vereinzeltcs Phtinoincu. Er crscheiiit platzlich, daiicrt hachstens cin Paar Tnge, und verschwitidet dann
eben so schnell. E r rieclit feriier brandig oder bcsitzt weriigstens irgend einen specifischen Geruch nnd hullt auch
sehr uabe gelegene Gegenstaiide ill eiueu blarien Duust.
Ganz andcrs verhrlt es sich init dcr Calina. Diese ist ein
permanenter Ncbel, welcher allj8hrlich den ganzeii Soinmer
hindurch iinunterbroclien urn den Horizont lagert uod den
Himinel trtibt. Ich habe dieses eigeiithUinlichc Phtinoineii
beide Jahrc hiudurch beobachtet, und jedcs Ma1 denselben
Verlauf wahrgenommen. Die Calina fangt sich Mitte oder
Ende des J u n i an zu zcigen. Uin diesc Zeit bildct sie
eineu schmalen Nebelstreifen von blaulichgrauer Farbe rings
uin deu Horizont. Uieser Nebelring wlcbst geuau in der.
P
1) Cnfina, wdrtlich: Nebef.
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