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Ueber die Verwandlung der Strke und andrer Krper in Zucker.

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125
3
-. .. .- ..
II.
i.?eltv die ?"erwandluirg clcr Stiirks und andrer
Korper iti Zircker,
von
V o c E L , P h a r m a c . i n Paris.
Frei dargeficllt von Gilbert.
Did's Alkoliol , den man mit SchweFelGure defiillirt , t i n e
N.itur verindert uncl Zirli in SclirvaFd -,tether vernandelt,
hniisn Tcbon die Chcinikcr untcr den Ambern, bald nach der
EntclvckunR dar Wein&c!ilir.s. Wclclie Rolle liierbei die'SchweM i u r c l j h l t , wilTt.n rvir h i t den Tcbarflinnigen Arbeiten
F o u r c r n y's und V a ti 1u c I i n's iiber den Aetlier. Durch
9 i r r Vt-rwauihlclial't zuin \vdffL!r enweirst lie dern Alkohol
Wafferffofl' und Sauc!rfieff in deiii VcrhiltiiilL , worin beitla
mit eininelw W.ilTer hilden, uiicl beffimmt ihn drdurch, Cch
To zii cntmirdien , d a b eiia ncuee bef2rhendcs Mil'chiiiigs-Verhiltnili- der drei Grundbcfiaiiddicile der Pllanrtnkiirper hervortritt ; welches wir im ScIirvrfc?!- Aeher kennsn. ES war
nriiirlicli mi vermuihrii, clrli die ScllweTelTiure iilinliche merkwiirdige \Ii~cllungn Vsrinclpriingco in anilem Pflrnsmkbrpcrn
vcranlaffe;' Mehrerc gcliliickte Clirmilier h b * n ihnsn nachgcljiiirt
\Vie aber li.i:ilig cine geringe Ahinctrrung in drm
I'rurrlic itus RsCultat rwLiirlicli verinilvrt. In, kheirtt as, habe
auch bri .diekn Un:erIiechiingcii clcr %Iirdil h t l i e i l an dem
Erhlgp gehaht.
Er ilt zwikhen Hrn. iioFie111 tV u t t i g cus
Frc$wrs, ilcr reit melircmw Jahren KaLn an drr Wolga tu
reinsin l'b'ohii!ilze gcmaclit hart und dern Adjunct drr !'etPrsburpt!r A k d r i x i e Hrn. S i r c i: h o f firrilig , wer vnn ihncn
zuerlt auY dcir Ocdmkzn g..kirr,rnen ilk, W c i r e d i r k e rluroh
-
Ianfies Kochen in WalTcr, dcm fehr nenig Schwefelriurc brigeinenfic ill, in eiricii ruckerrrtigen Kiirper zu verwancleln.
1.h. K i r c h h o f h a t dieler Verfahren riirrli brkrnnr gcinachr.
Er Ibtzte dem Wa‘aFIcr I IIundcnel Schwefelfiure zu, ncutra!ilirru diere nach clem Kochsn. mit Krlk, klirte clia FIiiIJip
k t 4 mit Kothnpulver und filrrirte fie; li, crhielr or dureh
wrirerer Eirikocheri Syrup untl Ziwker, von welchrm letzrcrn
2 : Tlieil ibin e b m fo vicl Siifsigkcit rl.5 I l‘heil Rohrzucker
L U ,Laben Kchielien.
Hr. ProfrlTor L a rn p I d i u s in Preyberg hat Hrn. K i r c hh o fs Verfalircii mit Vortlicil a u l Kartoffelliirke iiberlragen;
wovon iima 10 bir 18 PFund JUS I Drritlner Schcffel KrrtoFfeln erli~lteii krnci. Er hringt 13 Pfund W d e r und 13 Loth
Schwrfelliure in einrin hiilxrrnen GefXw dureh Dimple i n
K0~1rc.n~
letit j I’Fuii11 ICrrtuJfelliirke, jedes Pfund eiiiztln,
in I I’liriidc W’alTer zerriihrr mit %wiLhcozciten von einigea
Minuten hinzu, urid erhilt dic filanb 7 Stunden lrng im Korlrtii, wobri keiii Anbrciiiien zu befiircliten ill, drs vrrdrm.
j&ndc! Waffer durcli die Diiiipfe lictr crfetzt wird, uiicl din
Fliilligkeit hell iincl Lrbenlor bleibt. Dann irigt er in die
nnch heilhe Fliilli~h& gc4iufsiie Kreide, Ib Iange a h nocii ein
hulbriiuleii erfnlgt. l i l r t dler 1 2 bir 14 Stunden Irng fiehn,
ilaiiiit lich dar gebildete Gypr zu Hoden h e , giefrt dcii oberrn klareq I’heil der Fliilligkeit r b , und filtrin den uareren
diirctr cinen Spirzbeutel, in welcbem cr den Gipr ruspreht..
IVird dnnii [lie klrre Laugc in eincm rsinen kupFernen KeL
Irl his zur diioncn Syrupbconlilieiir eingedickt, lo giebt lie j
l’tuiid eiiirs rortreK1iclm Syrrips. Rir zur clicken Syruprconi i h n z ab;cmucht, gerinnt die Maflr nnch 3 Tagen su cinem
biniiiiruigen Zirckrr , der lich durch Thondcckan vGllig weili
darli,4lcri l i l i t . und wnvon I Pfund Kartoffalliarke r8 Loth
&dt.
ilcrr Prof. L a m p a d i u s bat mir cino Probe dieles
’LucLew niitgethwilt , und er Lgte mir, Behozdlung mit Weingril: hairs iiin iiberzeugt, dals noch fiber eio Zchntel Stirke
(oiler vidinehr, wie wir fileicii lehn werdro, Gummi) drbri
fei; habc ich ihn r m h t vcrlianden, lo b a t e or bci drr Berei:ung clelTulben drm \VaGr 10 Prorent bchwefelliiure z u p
ictzr, \veil m3n bei eiarin folctirn lidrkciun Zufarze nicht ro
IdIIgL! zu koclieii brauchr.
VerFuche. iim drn chcrnilchen Herpang riifzukliren , hatte Hr. I h T . La m p I d i u r noch nicht
wid d i c h ili urn lo mehr SY be;chaLt. anx:fiolicn,
LU::‘
I .
c
115
3
drilern, dn rein Proeerr d e m rndnr Chemiku augenkbcidkh
vorxuziehen iR.
I)& die SchwelelGure in diefern Procelr wie 'bci der
Aeiherbdduog wirkr, fcbiea krum: glaublich rir feim W a s
follte fie Bindmn, Iich mit dem. rchqn pbildepn WaIfrz U
.
verbinden. das him in fo' grofsem,Uebermrfae vorhanden ifi,
und wie follte es gefchchn. drfr lie mit 'Clurbei~chendj&
WaKers, der Stiirke WaKerltoff irnd, Saurrff off.entriITi4 urn
WaKcr zu bilden und Iich drmit zu vereinigen. Hr. V n g ' i l ,
cin jungrr d c d d i e r I'lirrmrccut kind Chemiker in Paris, Gohiilfe drr Hro. B o u i l l o n - L a g r a n g e . ifi, fo vitlichweilr,
der erlie , dcr bci feinen UnterCiicbun,p iiber die .Vmwrnd.
lung der Srirka in einen zuckerrrtigen Korpsr, durrh Rochea
mit Waffcr uiid SchwelelKiure, wclchu Hr. B o u i I I o n mg r a n g e im Nrybehc der Anrial. ds Ckemlc 181s bekannt
gemacht hat. dar Cbnmil'che dcs Procorr(?r vor A u p gehabr,
untl aufzaliliren q e h h i hat. Seine Arbciten fiihren unr hirrin
urn rinsn bedcutenileu Schritt weiter, wenti gleich nocli nicht
rum Ziele, uud ich file drher. dcm Lefcr fie iii rincr fro ye^
Drrltcllung rorxulcgen , da dish Mricrie j e u t 80 der T I ~ C I ordnung ifi.
G 1 L I e r C.
-
H e r r V o gel hatte Lei leeinen erlten Verfuchen
mit Starke gefunden, dnfs fchon nach zweiffiindigem Kochen ein Theil derfelben zuckerartig g e
worden war, und dal's 3 Hunrlertel Schwefelfiure
dem WaD'er zugcretzt , mehr Zucker erzeugten, als
wenn nian nach Hm. K i r c h h u F s Vorfchrift bei
i Hundertel bleibt.
Urn zu beweifen, daTa der zuckerartige Stoff
nicht etwr I'chon vorher in der Stirke vorhandeo
ley, wufch er diefe zuvor mit vielem kalten WalTer,
trocknek iind pnlverte fie. eerrPlirte P Kilogramme
davon in 8 Kilugr. Scincwancr, dcm er 40 Geamnia
,
SchwaTelGiure von 56’ ziigdetzt hatte und koclite
d i N MalTe.5ti Stunden lang in riner libernen Schale.
V’iilirend der crfien Stunde niuhte er beliiindig mit
einem M z e r n e n Spate1 riih;en, weil ConIt die Mare .
anbranntc;
fp*ater hatte er das nicht melir ncthig;
,a.
d i e JlalTe ilt dann fliiIliser,. und braucht niir von
I,eit”$u Zcit unigeriilirt zu werden. So wit? das
\\‘aITer allm5hlig verdiinfiet , mufs man mdlr LUSirlien, dals es in einerlei Mengc blcibt; diel‘es ilt,
nnch iliiri , etwas Wefentliclies. Er liefs clann d i e
\
FliiHigkdt &kidten , kliirte lie mit Pflanzenkohle
untl .,Kreicle, filtrirte fie durcli VVollcnzeug und
clnnqifte lie weiter ab. Nocli elu? lie dies-rupdicke
crreiclit hatte, lids er lie noclunals erkalten, damit
licli a d s Ncue fchrvfc.lLhurcr Kalk abfetzte , gofs
d;inn die .Hare Fliifiglreit ab , und vollcndete das
Abdariipt’en. Er erliielt lo einen recht zuckrigen
und nnr wcnig geFirbtm Syrup
Mit gleichen M\.Zen,ocm Stlirke, WalTer untl
ScliwttlrlCiure hat Hr. V o g r 1 mehrere versleictiende Verl’uche angc4ellt. Er erhielt in ihnen
Laid etwas niehr, bald etwas meniger als 2 Kilograinnit? Syrup von 35 Grad cles Areometers. Als
AIitteI. l i i h L l i . daher anneiitncn, Jars die Srurke
Iiic?rLci ilir cigrics Gewiclit nri ~ S ’ Y U ~ giebt **}.
,
’>.
-
*) Ziiror hrtte cr Iicli verrinnter kupferner Gefdae bedient;
1 drr %inn w i d rbcr bei clrm Iangcn Korlren Ib rdir angegriffrn, d a b rliele G d X s e d a m unbrruchbar l i d . Cie0.
Lib aus Iilei zei,+ieii lirb braurhlarer.
”) r)rtnir fiininicn auch Iirn.’Lrmp a d i u r obcu crwihncc
\‘crhciie iibcrcin.
G.
c
'27
3
Ab er Stiirke 8 Stunden lang in Wafler;.weIihem
I
cr 4 Hundertel Schwefelfiiure, beigernil'cht hattc,
kochen liefs, erhielt er ganz daflelbe Retltat.
Diefer Syrup aus der StZrke entliilt waken
Urn Gch davon z u iiburzcugen , zerriilirtc
Hr. V o g e l 200 Grsnime Stirkcnlj.rup in iauc!nl
N'aII'er, retzte EIefm hinzu, und vcrband'dii FlaTclie, worin dierc MdTe licli Lefand, durch'einc gekriimnita Clasriilirc mit der prieumatirciien Wanne.
In1 kurzen trat die Giihrung ein; er entbantlen Iich
5 Litres und einige Decilitre kolilenhres Gas, und
drr Syrup gab niin beiru Uefiilliren cine bedeutcnde Mcnge Alkoh01.
Zuckcr.
Aufser dem Zucker, enthdt der Stlrkmfyrup
auch rvnlrrcs Giinimi, delTen Mcnge Tehr verl'chicden ifi, jc nachdem man clas Kochen lingere Zeit
f q e f e t z t und melir ScliwefelCiure grnomrnen hat.
Hr. V o g e l kheidct cliefes Gunirni ab durcli Knchen des Syrups in einem ver~dilotnen..G e f i t c
mit Alkohol von30°. I n dfefim liifi lich cler Z ~ c k e r
a u f , und es bleibt ein lklir tchmierIger Riidrhand, woraus f'elbrf der vo~lkoninienfieStErkenryrup zu & bcfieht. Troclrnct uud pulvert man
dielen Riickltand, ro zcigt er allc EigenIccbaften
der arabilchcn Gummi, (d. 11. er Iufi licli in kaltem Wafler' auf, zu einem dickea in AlLoliol unaufliislichen Schleim,) nur dafs er , ivenn Salpeterfiure auf ihn einwirkt keine Sclileinrfiure giebt,
wie diel'es.
,
[
xu8
3
Einige haben behauptct , diafer gumminrtige
Niederfchlag aus den1 Stirkenfyrup fey eine Verbinciung von StErke mit WaKer und ScIirvefelLiure,
(ein fcfrruefeel/;rure.sScurXe Hydrnt.) DaTs diefem
niclit Ib fey, beweill Hr. V o g e 1 durch folgende
Verfuche. Er gol's wenig Alkoliol zu Stirketil'yrup,
and ifolirte den Niedi?rl'chlag, der e r f o l p ; dann
gofs cr mehr Alkohol hinzu, und ifolirte wiedcrum
den Niederl'chlag. Der crlle befiand aus EliwrfclCmrem Kdk und Cummi, der zweite wiw reines
Gummi. Diefes liifte er in Walrer auf und fcatrte
Jilzfauren Baryt hinzu , es erfolgte aher keim Triihung. - b b vielleicht nur, weil in dicfem giimniinrtigen KGrper die SchwrfXiure zu fefi an dcr
St.irke und dem VValIer gelunden war? DariiLer
entl'chied tolgender Verfuch : Es wurde der gummiartigc Kiijrper in Barytwalrer aufgeliili, dicl'es his
zur Trocknil's abgedarnpft, und der Hiickfiaild in
einem I'latintiegel liark gegliiht. Nothwendig Ii;itte
nun die Sclnvefelkare die Starke vcrlan'en und Iicli
mit deni Baryt verbinden, un!t der .EhwefeIfaure
Iinryt durch die Kohle der Stirke zerl'etzt und in
%!llwrM -Baryt verwandelt werdcn uiiiflen. Aber
SalzGiire, die auf den Hiickftmrl des Gliihens gegoil'cn wurde , entband claraus blos kolilenfaures
Gas uncl nicht ein Atom Schwefel- Wa~erlioffgas,
welches Gch durch Einwirkung auf ein rnit elIigl'aurem Ulei getriinktes Papier hiitte verrathen niiiffen.
Auch entbinclet Gcli in der zerfikenden
hfiillation des guniniiartigen Kiirpers weder
-
-
I
1%~
J
fchwefligfaures Gas moch Schwcfel- WaflerfioZfGas.
LaDt man den zuckerreichllcn Starkenryrup
Iangfam, in einem heifsen Zimmcr, verdunfien unJ
trocknet ilin in Formen aus Wril&lech viillig ab,
Ib erIi3t man einen elafiil'clien, vollkornrnen durcJ1fichtigen Kiirper, der in allem der Pace dc j r r j r r &
gleicht, aber Feuclitigkeit aus der Luft an fich
zieht. Er fchcint lich dalier zu den aus Gummi
und Zucker befielienclen pharmaceutikhen P r S p
rattan, welche im Zultande der Weichheit bleiben,
[ehr gut zu cignen.
Auch aus dem Siztzmchl nus KartoJeh hat Hr.
V o g e I einen fehr zuckrigen gummiholtigen Syrup
erhaltm.
Es giabt bekanntlich cinige fifsliche thierikhe
und Pflanzenkijrper, w&he nicht die geringne Menge
yahrcn Zockers enthalten, Iondern der Starke oder
dem Gumnii k h r nahe zu fielin kheinen ; nimlich:
der Milc?izuc?ier,diefufse Macerie der Reglije, und
S c h t? e 1's J;i/ser KGrper, der durch Einwirken von
Bleigliitte auf milde Oehle, beim Pflalierkoclien,
licb abfcheidet. Hr. V o g e l hat verbcht, den erlien dieli.r fiirslichen KGrper durch diel'elben Pro.
cefle als die Stirke in Zucker zu verwandeln.
Er liers 100 Gramme Milcheucker in 400 Grammen Warm, denen er P Gramme Schwefell'aiure
von 56= zugeretzt hstte, 5 Stunden Iang kochen,
unter wiederholtem Zugiefsen i e s verdarnpften
WaKers, kttigte dann die Siuro mit Kalk, Bltrirte,
[
150
1
und dampfte die Iielle etwas gefzirbte Fliifigkeit
iui M'aITerbade langhn ab. So erfiielt er einen
dicken, brzunlichen Syrup, der fich in einigen Tagen in eine kryfiallinil'che MaKe verwandelte, dem
Rolizucker (CaJotiadi$ lilinlich, welcher vie1 zuckripe? l'chrneckte als die allerconcentrirtefic Aufliifuns von Milclizuckar in WalTer. Hr. Vogel Ibtzte
iIir in W a n i r zerriihrtc Hefen zu , unci IJracfite fie
unter. die cler Giilirung giinfiigeu Uoifiinde. Sos
nleicli gericth fie iu eine heftige Giihriinz, inders
der Milchzucker nie in Ciihrung kiimmt , wie allc
Cliernikcr wiffen, unil wie noch vor kurzcrn Hr.
IJ u cli o I z aufser allern Zweifel gcfetat hat *). Die
grgolwnc FIiilIigkeit gab beini I)efiilliren einc Ledeutende 3Ienge Alkuhol.
,
Hr. V o s e l vcrmclirte bci Wiedcrliolimg diefes Vc~rl'uchsdie SchrvejXJiiure auf 3 * /r bis 5 Hundcrtel; imriier erliielt cr, und bel'ondcrs bei 5 Hunilrr~eln, fdir zuckrige Krj-liallc * die mit 5ulserTter
Leiclitigkeit in CiihrunS zu f'etzen warcn. XIit a
und 4 Hunderteln SdpererJiiurc. erhirlt er aus dem
Blilcliaucker kein'en giihrungsfiiliigen Zii1:krr; wohl
a h niit 3 Hundcrteln Sulzfiirire cinim k h r zurk:i-geri, der weinigen (Xihrung fiiliigen Syrup. Yon
4figJiiut-e lraclitrn 2 Hundcrtel iiii Mildizi:cher
keiuc' Verlinderung Jiervor.
AIlc (liere hyrupe
1inJ im Alkoliol Ii?h aufl;islicll, eiiit? Eipfcliaft,
welche dern Milclizucker ebenl'alls fchlt ; und wird
-
*) S c k n e i g g e r ' s Journal
lh! 1. li. 5.
die Auf1Gfungin Alkohd bei rchwachem Beuer bis
zur Trockcnheit abgedanipft , Ib bleibt eineweile,
kiirnige, aufserordentlich zuckrige Nlafle zuriick.
Stiirke iafst fich durch leichtrs Riilien, wie Hr.
B o u i l l o n - L a g r a n g e gezeigt hat, in kalteni
WaKer aulliislich und alfo deni Pflanrenl'cii1r:ir
iihnlich niachen. Durcli langes Kochen in FVan'ei
wird lie aler wedm in Cummi nocli in Zucker v w wandelt. Naclideni Hr. V o g e l lip 4 TaBe Iang in
\YalT;tr kocliend erlialten Iiatte, war fie iu eincr
lehr fliifligen Mal'le gewdrden ; diel'e gab aber..nach
deni Piltriren und Abdamplkn einm I'eehr dicken
und l&r bittern Sclileim der nicfit im geringlien
ruckrig l'clirneckte. Die auf dein Filtrurn blcibencle
StGrke liifie rich im koclicnden W'al'ler nicht aut',
und war liornartig und l'rhr hart.
Ueber den chemifclwn Hergang bei diden Umwandlungen giebt der'folgende Verl'uch Auflclilul's:
Es nurden 100 Graniuie Allilchzucktbr, 4 Gramme
Schw*efell'iure und 400 Graninie WalTer .3 Stunden
lang in einer Tubulat-Rctorte gekocht, an der eine
tubulirte Vorlage angekiittet w a r , wclche mit einer
Mittclflakhe voll BarytwnKer , und diel'e niit cler
pneunlatil'clien~~anne
in Verbindung lianden. M'iihrend des Kochens entband Iicli kein Gas, und blos
die Luft c l w Gefifse ging iiber; das BarFtwalTer in
der Mittelllal'che Llieb.viillig ungetriilt. Ein Stiick.&en Lackmuspapier, das im Halli dek Retortc !ag,
wurde nicht geriithet ; das in den Recipienten iilerBegangene :\Yaflcr wm.. d i n e Gel'i!imsck, riitlwtlr
,
,
,
nicht die Lackmustinctur rod1 niclit nach fchwefIiger Siurc, und Bllte weder KalkwalIcr, ngclr Ialzhuren Baryt , noclr el!igl'aures Blei , enthielt alro
weder fchweflige Saure * noch SchwehlGure , noch
E1Iighre, nocli KolilenGiure; kurz es war reines
Wa&r, und die Sc1iwe:l'elLiurekonnte keine Zurfetzung erlitten haben. Dennocli liatte drr MIcIizucker feine Natur verlndert ; cr I'chmeckte viel
zuckriger, und nach Abl'cheidung der Schwefelriure
durch Kreide war er l'ehr leicht in Gahrung zu
fetetzen.
Bei einuiii zweitm Verfuch niit gleichen
Mengen wurden der Fliilligkeit tler 'Hetorte nach
&m Kochcn in einer g ~ n a ugewvogenen Schale 5
Gramnre Kali zugpfetzt , urn die Schwcfdl2ure zu
Kittigen, iind die Flufligkeit dann l i r m r Trockeb
heit abgedanipft. In dcni Riickftande lolltr? licli
das Gewicht der IOO Gramma Mildizuckcr, dm (i
Gr. SchwefelLiure uncl der 5 Gr. Knli wicder linden ;
fiatt rog Gr. zu wiegen, wog er aber nur 98 Gramme. Es waren alCo I I Gramme verloren gegangen.
Diefer Verruch wurde zwci Mal wiederholt ; das eine
Ma1 tnnd lich ein Gewichts Ausfall von 9 , das andrc Ma1 von I I Grammen; man k m n irn Mittel allb
10 Gramme nehnien; ein Verlult, der viel zu anfchdliclr ill, als dafs man ihn auf Fehler im Wiegcn
I'chieben kihnte welches immer mit der griifsten
SorgBlt gemacht wordcn war.
D i e h VerluIt Illst fich I'chwerlich auF eine andre Art erkliiren, a l s dafs wjlhredd des Konhens lid
II'alIer auE Koften des Jlilckzuckers gebildet hobe;
-
-
-
,
und dars-diefes Wan'er mit v e r d u n h worden fey;
ein Sclilufs, zu dem wir urn To melir berechtigt find,
dr fich wzhrend des Kochens kein Gas, keineSaure
und kein andrer fliiclitiger Kiirper entbindet *J
Dick Verhche mit &lilchzucker find auf dielclbe Art mit Stdri'ie wiederholt worden, nur niit
deirr Unterfdiiedr , Jars dann vie1 melir WaITer zugcfctzt wertleu murste, drniit die Stiirke nicht anIrannte. Die ReMtate waren dirl'elbea als mit
dcni Milchzucker.
F o 1 g e r u n g e n.
Es geht
PUS dcm
Vorhergehenden Folgendes
hervor:
I ) DaL WeizenRirke und Kartoflelfiiirke, die
mit WaITer uiid etwas Schwefelhure eine ZeitIang
gekoclit wcrclcn , Iicli in einen zuckrigen KGrper
verwandcln , d d e n Gewicht mit dem der angewen&ten Stirkc iitcrt4nfiimmt.
a) Dak diefer-zuckrige Kiirper der weinigen
Gihrung Fahig ill.
3) Dafs der St:irkenbrup aus einer gummiartigcn und einer zuckerartigen Matcrie in einem variablen VerhAtniTTe belieht.
4) Dars cler langfam in einem WalTerbade abgedampIte Zuckerfyrup zu einem elaliil'chen, viillig
durchlichtigen Kiirper wid.
'
*] Urn To interc\llroter wid die Prage, wie liier, \YO To vie1
freyes w-alrer mit im Spieb wdr , die Schwefelfiure. auf.
cine I'olrli~W d r entmikhend, ruf die Stirlie einwirkcn
liunnts'?
G i 16 c r t .
Anrirl. tl. P I ~ I ~13.52.
I L sc.3. J. 181a. SL. iu.
[
134
1
5) Dds der gummiartige Kiirper alle EigenIi:haFten eines waliren Gurnrni befitzt , die einzigc a u s p
nommen. mit Salpeterhre ScIiIeiaifiure zu biIden.
61Dalj weder cliefes Cumriii nocli der zuckersrtige Riirper gcbuadne Schwel'elfiurc entlialten.
7';Dafs die Hitzc des liedcmden Wafiers allrin
nicht hinrcicht, die Starke in den ruckerartipn
Kiirper zu verwandeln ; fie bildet aus ihr blos eine
bittere Materie und einen in kochendem WalIer unauIIiislichr?nhornihnlichen Kiirper.
8J Dak Milchzucker, der mit Wafler und 3. lis5
Procent SciiweFell'aur~gekorht wid, licli in verwir I LC
);ryfialle ver$andelt, die aul'serordentlich zuckrig
rchnlecken und der weinigen Gahrung fihig find.
9 Dal's diefer zuckrigc Kiiry" keine gelunclne
S&wefc?lfiiure enthi I t.
10) Dali Saldiure in dern Milchzurker diefelben Verinderiingen hervorlriogt.
I I ) Dafs Salpeterhre und EIIigEure den Milchzucker nicht in gihrungsfiliigen Zucker venvandeln.
I 2) Dab der in giihrungsfiihigen Zucker verwandelte Milchzucker fehr aufliislicli in Alkohol ifi.
13) D a b endlich die Schwefelhure bei ihrer
Einwirkung auF die StHrke und den Milchzucker lich
niche rerl'etzt, dal's es vielniehr vie1 wahrfcheinlicher
ili , dab die Schwc~felfiurediefen Kiirpern Sauerltofl und Wanerfioff in dem zur IValTerbildung niizhigen V e r h d t d e entreifst.
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