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Versuche ber die vortheilhafteste Art in den Bergwerken mit Pulver zu sprengen.

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E
P'krJdche, iiber die uortheilhuJtPJte Art in clett
Bergcveril-en ntit I'ulvsr zu fprengen,
Ion
B L A Y I E R ,lngenieur en chef dcs mines.
F r c i b e r r b e i t e t v o n Gilbert.,')
i.
BPfetznng mit einem eingckeilten Pfropfen.
H e r r Blavier hot diel'e Verfuche in dcm Bergmerke
zu Rio a u f d e r lnfel EI6n angeltellt. Man pflegte
d o r t dreimiirinifch z n bohren. Zwei Bergleute
filirten den 17 Kilogramme fchweren Schlegal, der
dritte hiclt den Bohrer zwifchen den Beinen, wendete ihn und zog i h n heraus.
Die BohrlBcher
erhiellen eine'l'iefe von 0,6 bis I Meter, j e naclidem die Gebirgsart feller und homogener w a r , und
yerengerten fich nach unten; felten betrug die Neigung der Uohrliicher gegen deli Horizont m e h r als
10 bis 13"; n u r i n horizontalen Banken murden fie
renkrecht angel'ctzt. D e r Steiger I'choTs alle SchiiL
* ) Nach d m Journul des lllinea 1810. Janv.; vergl. Stiick 5.
dieles Jahrgangs s.
103.
Gilb.
s15
1
fe allein ah, tEgIich 9 bis 1%. Er liefs das Bolirloch
rnitlelR Erde iind Saud trocknen und gehzrig reinigen, hrachte dann auf den Boden deflelben eine
Cartouche, die ungefa'hr 2 2 7 G r a m m e Pulver fafste, fchuttete die doppelte Menge lofes Pulver daruber liings der W i n d e des Bohrlochs, und trieb
darauf eioen [ wio es I'cheint, uiiten etwas dunner
werdenden holzernen 3 Pfropfen hincin, durch deC
fen ganze Linge eine Kinne ging, welche als Ziiridlocli diente. Er rchnitt den Pfropfen i n der gef&
rigen Hiihe a b , trieb ihn mittellt eines holzernen
Schlegels p n z in des Rohrloch hinein, fu dafs e r
a u f die Carlouche drhckte, und fchlug ihn mittelfi
4 oder 5 kleiner Keile, welche iiber die Miindung
hervorragend blieben moglichfi fell, wodurch indefs ein fehr ungleicher l)ruc% dell'elben gegen die
\Vinde des Bohrlochs enlfiand. Ein kleiner Strich
P u l r e r , auf das ein brennender Schwefelfaden oder
ein brennendes Stuckclien Schwamrn gelegt wurde,
diente den Schufs zu entzunden.
Bei diefein Verfahren wurde weit m e h r PuIver
verbrauclit, als niithig war. D e r Pfropf driickte
eigentlich n u r auf die Cartouche und nicht auf das
unregelmifsig in dem Bohrloch zerl'treuete Pulver ;
und da das Bohrloch oben weiter wird, To wirkte
die Expanfivkraft des Pulvers vorziiglich nach der
OeEnung den'elben, wie diefes die Erfahrung bewies. Oenn I l t e n wurde das FelfenRiick bis an den
Boden des Bohrlochs losgeriflen, To dafs die Wir-
,
316 ]
kung mchr i n cinern Vormilrts-Worfen (projectionj
i n einem Seitwhts- W i r k e n und Reifsen ( &'C,Z/~
temcnt) bcitond. I n d e r 'l'hot war man reit lanper
&it gewohnt, zu jedemScliul$0,8 b i u I Kilogmmm
P u l v e r zu nehmen, Y O U welcher Bel'chaEenheit
ouch das zu fprengende Mitts1 I'eyn moclite. Hrn.
.Blavier iR es gellingen diere Merlge allmahlig nuf
o,51 Kilograrnrn zu vermindecn, iudem er beflere
Methoden d e r Uefetzung einfihrle. Zu den fvlgenden vergleiehenden V erruclien, die e r u n t c r felnen
A u g e n anflellen licfs, h a t ilim einerlei A r t des belten JkrgpuIvers gedient, d~ e r ~ O Z ausdrucklich
U
hatte vetfertigen 1aIYeii.
a19
9.
ZingeJarnpfte Bifrt;im<
J(
I I L ~ ~ !ier
Eide.
Die fdt i n allen Bergwerken Europa's iibfiche
~~e!'PvTethode, die Yulverladong mit e i n g e J t n n z ~ ~ fetter Erde zu befelzen war die erl'tt., welche H e r r
Blavier m i t der zu Elbo iiblicheri .mit dem Pfropfen
verglich. L)ie Gebirgsarlen h a l t e n einerlei Fel'riakelt, u n d die gleich tiefen Bohrliicher \\urden un.
t e r glelchcn UmllCndrn urid gleicher Xeigung angel'etzt. U n s Rerultat I'einer Vetluche war7 dals
die bei des Steigers A r t zu fchiel'sen, und die bei
der gewBhnfichenA rt(miteing~.ltampfterSert-tzunfi)
fo~gel'prengtenMalTen, fich zu einander wic 50 : 62
verhielten, dieBohrlijcher moc1:teu i n beiden Fiillen
lenkrecht oder f'chief Ilehen. Die Bergleute I'eIbR
e r t a n n t e n d1cIi.s a n ; der einzigr: t'orzug hci ihrerJl
I:
517
1
Verfahren war, dal's es im UuvchTchnitt n u r
8 Minuten, dsls zweile dugcgen 15 Minuten &it erforderte. l l i e unzihligen Sch~viel.igkeitco,welcheer
bei d e r bleibenden Einfiihrung dieIts 1etzterenVei.fnhrens zu iiberwinden f a l i d , befiimmlem i h n i n d e b
auf ein arjderes zu linnea, d a s dem gewohnten niiher
k a m , und der Unerfahrenheit der Bergleute m e h r
cntfprach.
,?.
z i n c Leere linter deni eingekeihen Pfropfrn.
M a n !veils feit geraumer Zeit, dals es vortheil-
haft ill, zwil'chen der Pulverladung und der Beret,
zung cinen Raum Ieer zu laKen,und in Frankreich ifi
diefe Art zu Iprengen von m e h r e r n Bergofficieren
vervollkommnet worden. Aus ihren Berichten erhellt, dal's d e r wahre Vortheil, den lie gewihrt,
darin belteiit, dafs der SchuG reitwiirts- u n d nicht
vorwiirts- werfcad wirkt, welches letztere n u r zu
oft der Fall ill, weiin keine L e e r e vortianden ill.
Urn dide Methode L U v e r h c h e n , liel's Herr
Blavier unmittelbar auf die Cartouche einen 0,' bis
0 ~ 1 2 .M e t e r latigen hiilzerneu Cylindcr treiben, der
kcdringt i n das Bohrloch ging, inwendig uud befonders unten bis zu $ L'eiuer H-liihe ausgehi;hlt war,
und einen doppelten Boden Iintte, daniil der Yfropfen auf i h n und er nuf die Cartouche driicken konnte. Eiri Rohrha1111, der durcli die Kinne und durch
ihn bis zu der Carbouchr herabgiugj diente a18
Zii ndrii hre.
[
315
3
Herr Ulavier f a d , d o h nets, weiiii eine Leere
u n t e r der Befetzung a[lgebriicllt war7 iiichL n u r
8.lallin weggel'chlcudert w u r d e n , h n d c r u anch bedeulende Kine in dein FelCn entfiaudeu, wclches dagegeii n i c h l I'tatt f a n d , menn die L e e r e ibliltc; die
\V i r k u IJ g b e fc h I'i 11 k t e fi c h d a n n h I o s a u f 1'1.0 j ec t ion
Aber geratle dss i r g e r t e die BergleuLc, wcil es ihneii inehr Nulie machte j diefe losgwili'ene~~
'IIAtih
zu gewinneii, als wvenn dns Pulver lie viil!ig losrprengt. Die Erfclhruiig lehrt aber, dol's der erfchutlerte 'rhcil beim Sprengcn m i t eiiier Leere,
ein vorthcilhafteres Relultat fur die Pijrderung
gab.
.
4. Befrtzung mit einsm dickcn PJropfm.
Herr Biavier lieTs die Geltalt d e r IiGlzernen
Pfropfen beim alten Scliiefsen i d e r n , uin zu verJhchen was lie dann fur eine W i r k u t i g geben wiirden. Sie erhielten eineii griil'sern L)urchmelTer rind
eine vollig cylindrifche Gefialt, fo dafs lie mit GeWalt hinein getrieben werden m u h t e n , und dann
iiberall a n die W i n d e des Bolirlochs anl'chloll'en.
Oben waren lie etwas dicker, und verliopften fo die
Miindung desBohrlochs luftdicht. Sie druckten wie
zuvor auf die Curtouche und ein Rohr diente wied e r als Ziindrohre.
Folgendes find die Eefultate vieler vergleichender Verhche.
Des RoIrrIochs
Neigung
gegcn den
Horizont
166
111
12
12
'.;lk'es
PulverMenge in
Gramme
973
538
" ) losgerpr. im Mittel aus
iehreren Verfuuchen ; die Bercet-
in Pfropf
:in Pfropf.
idler A r t
neuer Art
20
P.
:I 2Per4eP)
680
68r1
5
5
5
5
gG3
10
6Gj
15
8
20
567
510
GUo
20
850
12
14
0
020
10
12
Dali die Leere mit dem Pfropfen vortheilhafter als mit der eiiigcromrnteii Uel'etzutig wirkt,
(Verl: 2 . ) erklirt Herr Blavicr daraus, weil der
Pfropfen die Ladung zufammcndruckt, welches b e i
dielkr Bel'etzung riicht 6ch bewerkltelligetl lank. Die
') Eine I'eje'e ifi
T$
und der Cento wiegt
Cento de miner& oder der Gebirgsart,
32
lllillirrs dcs alteir Gewiclirs.
**) Die Befetzung war eingefiampfie Erde iind darunter e k e
Lecre.
."*) Von erRerrn warm 817 Gr. in dcr Cartouclle 623 zugef&iuet; van lerzterer 3/ro in der Cartouche und 425 zugercchiittet:
L 320 J
'.l'ielh
13uiirlucha hat nut:deti E,rFolg einon weit
griil'sern BiofluG, wenn tnon .~uikole ohne Leere
li.lliett CVerfiich 3.). Aus Verkch 4. I'chlielit Iir.
Uliltrier, u i i ~ e r iilirigens gleichen. Urnfinden I'iy
dcr fiffecf, der Keigung des Bohrlochs proportional,
und eine Engere Cartouche rind wenigep daraiif gcIchiiLtetes Pultrer fey vorlheilhdier ; und m e Verfuch 6 , , dare eine griilsere 'I'iefe des Uolirlochb die
IVirliuog rnchr vcrliiirke, nle geringere Neigong
lie vermiudere.
111Verruch 7& mit dem neuen dickcn Pfropfen .
oliiie Leere sei8ten Iich jeder M o l in dein Gebirge
Iedcutende Hill'e; welche boi den Schiiflen mit dem
alturi Pfropfea. lich n i c k ihnden, und unter gleichen Umliiinden wurde urn ein Uriitcl der Pelfcn.
InolYe mehr losgefpreiigt. I m erlten Fall fa& die zu
rpreugende Pell'eenuoll'e ( U I L rocher nralicherrx) ari
z\vci Seilen felt; ouch im zwciten Poll, in welchem
die Fell'ennialI'ediclit und ,fclir hart \tar; iin dritteii
Fa11 M
a die harke Felsmzilk andrei Seiten felt.
das
6. Bt$etsung m't ktq2.n 6aonde.
I-Zerr Y r o n g n i B r t [agt in l'eiiier Miineralo=
gie, es loil'e licli mit einer liuklren Befeteung bei
gleicher I'ulrorladnng die doppelto iMcnge von
Miiieral, als uach dem aheu Verfahren gewinnen. Uiefes vcrBnlaGrle IIcrru Illavier,. auch
d i e t Methode su rerhchen.. Unmittelbar au€ die
CarLoudie f&tc err c h e in Il'epiex !dl cjngewiekelle
r
321 3
;tunte, die mit Pulver, &S in etmcls Branntwein
geriihrt worden angernacht war, l-chuttele darum
etwas lores Pulver, uird fullte dann dos Bohrloch
mit Sand voll. U i d e V d j c h e halter1 den vollltiindignen Erlolg I;, dars cr den Gebrauch des Pfropfens ganz unlerfagte. Er giebt von i h r folgenJes an:
I n der fefieRen Steiiimafle, welche i n den Gruben von Rio vorkiimmt wo man auf eiii Uohrloch
oft 6 bis 7 Bohrer zerl'ch15gt7 bednrf mau7 wenu
die 'I'iefe urid die Neigurig des Bohrlochs gehorig genommen find, und das Erdreich urn die zu
ljjrengende Felfenmde fortgeriiumt in, zu einem
Scliulre mit Sandbefetzung nur 5 10 Grarnmev Yulver urn 15 bis 20 PefJes zu gewinrien, wEhrend fich
diel'elbe Mane bei der altcn Befetzung mit Pfropfen
und Keil n u r mit einer L a d u n g von 850 Grammes
erhdten l m
,
H e r r Blavier fagt, er habe gefunden, der Sand
miin'e 3 des Bohrlochs ausfullen, und weiin er recht
trocken fey, fo kiiunr: man das Pulver ohne Cartouche in das Bohrloch I'chuttcn, miilre es dann
aber nark zufarnrneridriickeu, urn es in einen kleinen Kaum zu bringen, u n d mehr Kaum fur den
Sand zu erhalten. Auf diefe Art fey er dahin gelangt, bei einer fehr harten und yoti aller E r d e
freien Felfenmafle, zu jedem Schufs n u r eine Ladung von 340 Grammes Pulver zu bcdiirfen woboi
x
Ann.& d. Phyfik. U.%.
St. 5. T. '817, St.7.
[
322
+
I
d e r Saiid der Lt;inge desfiohrlochs einnahm. A u c h
Jiahe e r fich hberzeugt, dafs inan auf drrn Saiide
riocti einen Druck d u r c h Dnrauflcgcn e k e s L'chwcr e n Steius ausiiben miillt, oder bell'er noch durch gintreiben einesPli.op6, der dns obere Drittel des Bohrlochs einnehme ; cine Belafiung des Sar~des, welclie
fcbon voii G i I I e t - L o u n ~ o n tlty vorgefchlngen
worden. Er lali'e fritdem in die iriit Saiid fall g a n z
angefullten Hohrloclier noch eineri Pfroptiir treilwrl,
oder fiiIIe zuolierll klinercren eifcrifcliiiiligeii S J I ~ ~
U lid durch diel'e
Yon grolxrri Kiirncrn Iiiiieiii.
CompreKioii k y es i h m gcgluckt, uiitcr rnelirern
I J I i i hi i d e i i d ic hiir tel'tcii FeifcIim d1l't.n 2 u 1pi.cI J g ~ ,
melche bci eiiter 12el'etzuiig init lofem Sande riiclit
irn geringl'teri waren angagrilferi worden.
\I ie diefein iridel's auch IBy, To f ~ l l ces in die
Augeri dafs clielSandLefetziiiig d a s weiiigfic- Pulvcr
und die w e n i g h %eit erfordere, und fur die Bergl e u t e die gelbhrlolLfie fey. Marl l ' p r c durclt lie
jetzt in detn Bergwerke voii ltio jahriich weriigliens
3 fililliers Pulver u n d jeder Schulk kolie 5 toskanifche Sols weniger als da m a n mit Pfropf und Keilen fchofs. A u c h fey diere hlcthode, \vie i n m an
a n d e r n Orten gefirriden h a b e , dem fehr vie1 Zeit
erforderndeii Uefetzeri m i t eingerammter Erde 801'zuziehen. Uin fie felbR wcihrend d e r feuchtelien
W i t t e r u n g anwendbar zu ,rnaclien bedurfe es
weiter nichts, als Jars m a n die L u n t e n in eirier
Buchl'e aus weiGcm Blecli, die von eiiier zvveiten
,
I
[
323 ]
und zwifchen ifinen von Kofilenfiaub umgeben L'iy,
aufhebe, da der KohleaRnub die Feuchtigkeit eint'nuge und von den Lunten abhaltc.
Vom 10. Juui 1807 a n halte Herr Blavier das
Rektzen mit Pfropf uiid Keilen verboten und die
mic Sand eiugefiihrt:
wnrden niin
Juni his Sept.
Okt. bis Dcc.
bis &rz
Apr. tJis Jumi
Juli bis Sept.
Jan.
I
f 324
3
portional; aber die UngeTcliicklichkeit der Berg.
leute hahe ihm nicht erlaubt, lie fur imtner einzuf u h r e n , \veil es mit dem SchieGen gar zu langram ging.
3 ) Das Beretzen mit einem Pfropfen, unter den1
eine Leere angebracht ill, gehe d e b vorttieilhnfter e Rerultate, je grorser die Leere ley.
4 ) Noch vorzuglicher Ley der Gebrauch des
&ken cylindrifchen Pfropfen, bel'onderu wenn man
eine Leere iiber die Kartouche anbringe.
5) Kein Verfahren rcheine inders vortheilhafter
e u r e p , als das Beretzen mit Sand, befonders wenn
m a n an der Miiddung desBohrlochs noch eineComprefl'ion oder einen Widerliand auf dern Sande anbringe. Die' grijlste Oekonomie, Schuelligkeit i n
d e r Ausfuhrung u n d vollige Sicherheit Kir den
Bergmann, empfcihlen diere Neuerung.
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