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Die Carbolsure und ihre Beziehungen zu Kreosot.

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A, N. Read, Csrbolnaure und ihre Besiehungon
LU
Kreoaot.
11. P u t z z e u g f u r M e s s i n g .
Auf dcr Industrieausstellung in Wien war eine Art Leinwand ausgestellt, welche die Eigenschaft besitzen sollte, Messing sofort zu reinigen und blank zu scheuern, was in der
That auch sehr gut gelingt. Der Preis war an und fur sich
ein billiger , auch zur Verwendung im Grossen angeniessener.
Die weitere Prufung ergab, dass man etwas lockeres
Gewebe, Barchent , mit Wasserglas impriignirt hatte und dio
so zuruckgehaltene Kieselsaure , nebst etwas Alkali, die Reinigung bewirkt.
Das Zeug giebt mit Wasser behandelt und die Losung
cingedunstet cine etwas alkalisch reagirende Fiussigkoit.
Noch starker trilt diese Reaction bei der Aschc ein, welche
au8 loslicher Kieselsaure und etwas Alkali im Wesentlichen
besteht.
Nimmt man Barchent und durchtrankt denselben rnit
einer verdiiunten Losung von Wasserglas, wascht sodann
moglichst vollstandig aus, so erhalt man das betreffende Fahrikat, da das Gewebe eine nicht unbedeutende Xenge Xieselsiiure euruckhalt, analog der Thoncrde bci der Farberei.
Die Csrbolsltnre wid ihre Beziehnngen zn Kreosot.
Von A. M. R ea d . * )
R u n g e entdeckte 1834 im Xohlentheerol die Carbolsaure,
deren chemische Eigenschaften 1841 namentlich L a u r e n t
erforschte, der die Saure als Phenylhydrnt beschrieb, als Oxydhydrat des Radicals Phenyl. Sie fuhrt verschiedene Namen:
Phensaure, Phenylalkohol, Phenylhydrat, Kohlentheer - Xreosot,
Carbolsaure, Phenol. Sie entsteht durch Einwirkung von salpetriger Same auf Bnilin, bei der trocknen Destillation von
Benzoe, Chinasaure, Chromat von Pelosin (Cissampelin , von
W i gg e r s in Rad. Pareirae bravae entdeckt), Salicylsaure,
*) American Journal of Pharmacy. 1873. Vol. XLV.
Vol. IIT. pag. 290 6.
4 th.
Ser.
R.
A. M. Read, Carbolsiiure nnd ihre Beziehungen zu Kreosot.
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Steinkohle und Harz von Xantliorrhoea hastilis. Sic kommt
vor im Harn des Menschon, Pferdes und der Kuh und im
Bibergeil; auch lSsst sie sich anis dem fluchtigen Oel von
Andromeda Leschenaultii darstellen. Sie bildet den Ilauptbestandtheil der sauern Portion des Kohlentheerols , aus welchem sie gewohnlich dargestellt wird.
Das Kohlentheerol wird der Destillation unterworfen und
der Theil, der bei 150 bis 2000 C. (302 bis 390° F.) ubergeht, wird besonders aufgefangen. Dieses Product wird mit
heisser starker Halilauge gemischt und stehen gelassen, wobei
sich eine weissliche , etwas krystallinische Masse abscheidet,
die mit Wasser behandelt eine leichte olige Flussigkeit a n d
eine schwere alkalische Losung giebt. Die letztere wird
durch einen Heber abgezogen, mit Salzsaure zersetzt, das
dadurch abgesehiedene Oel durch Chlorcalcium getrocknet und
wieder destillirt. Beim Erkalten bilden sich Krystalle, die
gut von der Luft abgeschlossen aufbewahrt werden mussen.
Die reine Carbolsaure bildet lange, farblose, prismatische
Krystalle, die bei 3 5 O C. ( 9 h 0 F.) schmelzen zu einer oligen
Flussigkeit, die bei 18Ooc. (356e F.) siedet und dem Kreosot
ahnlich ist. Sio ist loelich in 14 Theilen Wasser, leicht 10slich in Alkohol, Glycerin, Aether , starker EHsigskure und
zeigt mit Lackmuspapier lreine saure Reaction. Sie ist sehr
Bygroskopisch , coagulirt Eiweiss schnell und ist daher ein
kriiftiges Antisepticum. Schwefel und Jod losen sich in
ihr. Salpetersaure, schweflige Saure , Brom und Chlor
greifen sie heftig an und bilden Substitutionsproducte, die
alle sauer sihd. Mit Alkalien bildet sie Salze; reducirt auf
dem Sicdepnnkt Quecksilberoxyd , zersetzt das salpetersanre
Silberoxyd, reducirt Bieihyperoxyd und bildet mit Arsensiiure
erhitzt Xanthophensiiure. Sie' farbt einen mit Salzsiiure befeuchteten Fichtenholzspan rein blau , eine grune Farbe zeigt
Anilin, eine braune Pyrrhol. Sie darf an der Luft, selbst in
Gegenwart von Ammoniak, nicht braun werden, und muss
mit Eisenvitriol keine rothe, sondern eine rothlichblaue Farbung geben. In wassriger Losung von Chromsiiure wird sie
sofort schwarz.
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A. M. Read, Csrbolsauro und ihre Beriohnngen zu Kreoeot.
Eine der liiiufigsten Verunreinigungen der Carbolslure
i d Kohlentheerol, das man leicht entdeckt beim Losen in
etwa 20 Th. Wasser, wobei das Oel sich an dcr Oberflhclie
ausscheidet.
Als Unterscheidungszeiclien zwischen Kreosot und Carbolsnure fuhrt R e a d folgende an:
Kreoeot.
3 oder 4 vol. gesattigte aiissrige Barytlosung
Carbolsaure.
unvollstandige klare Losung, nach chitriibe Llisung
ger Zeit kein Bodcnsatz
oder nur ein geringer
pulveriger.
alkoholische &enchloridlosung
griin
braun
wlssrige Eisenchloridlosung
keine Reaction blau
Glycerin
loslich , durch loslich, durch Wasserzuwasserwied. satz sich nicht abscheiausscheidbar
dend.
Bei einer Miechung von Carbolelure, Ammoniak, Alkohol
iind Wasser bildete die Siiure eine klare Losung, die aber
nach einigen Stunden violetblau wurde. W a t t u. a. Autoritlten sagen, Carbolslure sei u n 1o s l i c h in Ammoniak, wahrend R e a d findet,’ dass sie darin loslich sei, will aber nicht
cntscheiden, ob dies nicht etwa von zufiilligen Verunreinigungen herriihrte. Kreosot ist in Ammoniak nnloehh, doch trat
cine hellblaue Farbung ein.
Urn der Sache auf den Grund zu kommen, stcllte X e a d
chcrnisch h i n o Carbolslure nach folgendcr blethode dar :
0,2923 Hektog. krystallisirte Carbolslure wurden in einer
Plasche mit nach und nach zugesetzten 2,9232 Hektog. destillirtem Wasser ofter durchgeschuttelt, wobei sich 2,375 Dekag.
losten und 0,548 Dekag. ungelost blieben , wahrscheinlich die
Verunreinigungen enthaltend. Die klarc Losung wurde in cin
.Hydrometer - Glas abgegossen und unter bestandigem $chiitteln fein gepulvertes, vorher durch Losen in Wasser, Filtriren
und zur Trockne Eindampfen gereinigtes, Salz zugesetzt, birr
das Wasser gesiittigt war, und die Siiure in die Hohe stieg,
John M. Naisch, Queclnilberathylchloriir.
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die dann mit einer Pipette abgehoben wurde. - Auch diese
Carbolsaure war in Animoniak loslich und gab die blaue Farbung erst nach 12 Stunden.
Um ganz sicher zu gehen, reinigte R e a d die Giiure
nochmals in derselben Weise, nur mit stwas weniger Wasser.
Auch d i e s e s d o p p e l t g e r e i n i g t e P r o d u c t l o s t e
sich l e i c h t i n dem g l e i c h e n Volnmen Ammoniak,
die blaue Fkbung trat erst nach fast 30 Stunden Stehens ein.
An einer drittan Reinigung dieser Saure durch fractionirte Destillation war R e a d verhindert. Das zur Losung
angewandte Ammoniak,hatte 0,900 spec. Gew. und kann zur
Prufung der Carbolsaure und des Kreosots dienen, welch’ letzteres sich weder darin lost, noch die blaue Farbung giebt.
Ueber QnecgsilberBt,hylchlorUr.
Von John N. Maieeh.*)
Das Quecksilberathylchloriir wird ebenso wie Snblimat
angewandt und hat vor diesem den Vorzug, daes es Eiweiss
nicht fallt, mag es Eiereiweiss, Blutsernm, oder im Harn enthalten sein. S c h e r i n g & Comp. haben es a h Hydrargyrum aethylochloratum in den Handel gebracht.
Dae Quecksilbertlthylchloriir wnrde 1854 gleichzeitig von
S t r e c k e r und D u n h a u p t entdeckt. Eraterer ging vom
Jodathyl aus zum Quecksilbejodathyl ; Letzerer vom Bismuthtrihthyl , das durch Sublimal zersetzt Quecksilberiithylchlorur und Bismnthlthylchlorur ergiebt. Die Methode von
Strccker ist die bessere, weil das ganze Material zur Ausnutzung kommt.
Jodathyl oder Hydrojodather (C’H5J) wurde 1815 von
G a y - L u s s a c entdeckt und dargeetellt durch Destillation
von absolutem Alkohol mit Jodwasserstoffsiiure und Abscheidung 8 u s dem Destillat dnrch Wasser. S e r u l l a s wandte
*) American Journal
Vol. 111, pag 337 a,
of Pharmacy. 1873. Vol. XLV. 4 th. Ser.
R.
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