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Die TrUffel.

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190
III.
Botanik und Phaimaoognosie.
Snmaoh.
I n amerikanischen Zei tungen wird darauf aufmerksam
gemacht, dass der Strauch, welcher den in der Farberei und
Gerberei so vie1 verwendeten Sumach liefert vom nordlichen
New - York bis ziim siidlichen Virginien wild wiichst, ein dem
sicilischen gleiches Product liefert , aber bis jetzt nur wenig
beniitzt wird. In Virginien wurde im vorigen Jahr bereits
fur lI4 Million Dollars Sumach gewonnen und scheint die Busbeutung in nachster Zeit grossere Dimensionen annehmen zu
sollen. (Deuihhe .i??zdust9ie- Zeitung. Nr. 25. 2870.).
R.
)
Der Trsbaksbau
im Norddeutschen Bunde umfasste 1869 :
in Preussen
21,395 Morgen.
,, Sachsen
44
s,
,, Sachfien - Weiniar
32
9,
Sachsen - Meiaingen
475
,,
,,, Sachsen - ATtknburg
1
9)
Sachsen - Gotha
2
,, Anhalt
608
>,
,) Schwarzburg- Rudolstad't 506 ,, 23,063 Morgen.
Die Bruttoeinnahme an Tabakssteuer betrug 191,901 Thlr.,
die Nettoeinnahme l&3,727 Thlr. (Deutsche Ifidustric-Zeitung.
Nr, 25, 2870.).
R.
),
,)
))
Die Trllffel.
Die Gelehrten betrachten die Triiffel als eine Art Champignon ; diese Behauptnng kann sich jedoch neuern Forschungen gegeniiber kaum lialten. Den letztern zufolge ware die
Die Triiffel.
191
T M e l nichts als ein unter dem Boden wachsender Gallapfd,
bei dessen Bildung die Natur folgendermaassen verf6hrt. Im
Monat Juli und August dringt eine kleine Fliege mit bliiuli&en Fliigeln und einem sehr langen Leibe in den Boden, wo
sie Eichwiirnelchen und verschiedene andere Stoffe findet,
welche sie zu lieben scheint. Mit ihrem Russel sticht sie in
die Wiirzelchen und legt in die Wunde ihre Eier; aus dieser Wunde strijmt eine zahe Materie, welche eine kloine
Knolle bildet. Um sich aber vollig anszubilden, muss sie an
der Wwzel kleben bleiben, denn aus ihrem Sdt schopft sie
die Stoffe, au8 denen sie eich bildet.
Die von der Fliege gelegten Eier bleiben in denaselben
Zustmde, his die Triiffel zu reifen beginnt, dann ofken sie
Rich und verzehren ihr Gefangniss. 1st die Larve vollkommen entwickelt, so baut sie sich in ein Gehause ein und
bleibt darin bis zu den ersten schonen Tagen. Sie verwandelt sich darin in eine Fliege, die wieder weitere Generationen zeugt, deren Aufgabe es ist, uns mit dieaer kostlichen
Nahrung zu versehen. Der Vorgang ist derselbe wie bei den
Gallapfeln. Wire die Triiffel ein Champignon, miisste man
sie auf Mistbeten erzeugen konnen; aber alle Versuche sind
biR jetzt misslungen. Warum ist ferner, wenn die Monate
Juli und August trocken sind, die Triiffelernte schlecht? Die
G d e h h n wieserrr dafur keinen Grund; wer die Triiffel aber
iFlkr einen unter dsm Boden wachsenden Gallapfd h a t , antwortet : weil die Fliegen den harten Boden, &Bt durchdringen konnen. Warum trifft man niemals Triiffeln in dichten
Beholzen? Weil die Fliege Some und Licht braucht. Warum trifft man nur auf ganz nacktem Boden Truffeln? Weil
nur solcher Boden, wenn er entsprechend poros ist, den Fliegen erlaubt , bis zu den Wurzeln durchzudringen , in welche
sie ihre Eier legen. Ohne Wureeln giebt es keine guten
und gesunden Truffeln. Entsoheidend ist vollends das: nimmt
man eine Truffel frisch aus dem Boden und theilt sie in zwei
Theile so, dass man genau den Mittelpunkt trifft, und untersucht sic dann mit der Loupe, so wird man Eier finden. Legt
man diese Eier nun in ein halb mit Sand gefiilltes Rastchen
und verfolgt die Erscheinungen, so wird man ganz dieselben
Beobachtungen wie bei andern Fliegen machen , und bedeckt
man das Kastchen mit feinem Stramin, SO wird man die
Triiffelfliege daran finden, die oben beschrieben.
Die Triiffel erzeugenden Lander sind dem Range nach
folgende: In die erste Linie setzt man das Perigord und die
nmliegenden Gegenden, dann kommt die Grafschaft Venaissin,
192
Ueber Jalsppe.
- Hiean-i - Jusaf.
die Provence, die Dauphine und ein Theil von Langaedoc.
Ein grosser Landerstreif durchzieh t Frankreich , welcher die
besten Triiffeln liefert und sich von der Hoch - Dauphine uber
die ganze Provence erstreckt, die Rhone uberschreitet, sich
bis zum Gard, Herault, Aude fortsetzt und bis Dordogne
reicht. Dieser Liinderstrich liegt in der Zone des Weinstocks,
der Oliven- -und Maulbeerbaume. Auch in Burgund findet
man Triiffeln, aber es fehlt ihnen das Parfum. Ausser den
franzosischen haben wir noch der weissen italienischen Truffeln, die in Pieniont wachsen , uud der deutschen zu gepenken, die namentlich im Harz, in Mecklenburg und Bohmen*)
vorkommen und theils dunkel, theilR weiss sind. (Ueber Land
und Mew. Januw 2870.).
R.
Ueber Jslappe.
S m i t h in Dublin ist es gegluckt, in Irland eine Jalapenwurzel zu erzielen, welche 9,49 pC. Harz enthielt. Ranbury hat sich durch Vermittlung des Yreussischen- Consuls
aus Mexico lebende Knollen der sogenannten Tampico - Jalappe
verschafft, aus denen er die Pflanze erzog. Es ergab sich,
dass sie nicht identisch ist mit der Mutterpflanze der echten
Jalappenwurzel , Ipomoea I’urga , sondern eine neue Species,
die Hanbury Ipomoea simulans nennt. (Pharm. Jou9.n. and
Transact. Jan. 15. 1870. Sec. S h . Vol. XI. Nt.. XIII,
p . 842 icnd 848.).
Wp.
--
Hasan i Jnsaf
ist der Name eineu in Indien zu medicinischen Zwecken verwendeten, auf der Oberflache stehender Gewasser sich finden
den Naturproducts, von Honigberger falschlich als ein Samen
bezeichnet , von Andern fur eine Diatomacee gehalten , wahrscheinlich aber aus den Makrosporen einer Art Isoetes, vielleicht I. velata bestehend. Es hat eine dreiseitig pyramidale
Form mit convexer Basis und zeigt an jeder der dreieckigen
Facetten eine hervorragende kieselige Xante , welche von
Sauren nicht angegriffen wird. Beim Erhitzen in einem Glasrohr entwickeln sich daraus unter eigenthiimlichem Geruch
brennbare Gase.
WP.
*) Auch in Thiiringen. hie iind da ziemlich haufig.
Red.
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