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Inhalt einer sehr alten Graburne.

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E. Reichardt , Inhalt einer sohr alten Graburne.
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Nethode ermittelte Weinsiiure -Gehalt von 1
liess sich auch auf
dicse Weise mit viilliger Sicherheit erkennen.
;o schwiicher nnn das Kalkwasser , desto iinsichcrer dic Hesilltate. Unbrauchbar zum Nachweise kleiner SIengen Weinsiiurc iicben
CitronensHure und deshalb leicht zii irrigen Schliissen fiihrentl , ist
sclion ein solches, das auf 100 C.C. nur 4 C.C. Xormalsalzslure zur
sanren Reaction erfordert , da dann die auf Abscheidung von wcinsawern Kalk beruhendc Reaction ganzlich ausbleibt.
Zur Aufkliiriing dieser Erscheinnng habe ich nun durch eine
lange Reihe vergleichender Priifungen gefunden, dass geringe Mengen weinsaurcn Kalks in Wasser und auch in ungeszttigtem Kalkwasser liislich sind , ferner wird diese Liislichkeit jedenfalls noch
dmcli dio Anwesenheit von citronensaurein Kalk wesentlich gefijrdert, denn schon Fresenius bemerlrt in seiner Anleitung zur qualitativen Analyse, dass citronensaure hlkalicn fur vielc in Wasser unlFsliche Verbindungen wirksamc Liisungsmittel sind.
Es ist mir nun unter Benutzung dieser Priifungsmetliode gclungen, in 7 mir znr Verfugung stehcnden I'roben Citronensaure, die
von eben so vielen Drogisten bezogen , unzweifelhaft Weinsiure
nachzuweisen, und scheint hicrnach ein viillig weinsHnrefreies Priipamt nicht leicht zii beschaffen zu sein. Eine hochachtbarc Firma
behauptet sogar, dass es ein solches ,,iiberhaupt im IInndcl nicht
giebt." So weit uieine Erfahrungen rcichen, kann icli dies niir
hestiitigen.
Inhalt einer sehr alten Graburne.
Von E. Reichardt in Jena.
In dem gcscliichtlich sehr wiclitigen Fiinde der Graber bei Lattorf bei Bernburg wurden in einer Urne ein lederner Schlauch mit
Mundstiick und eine eingetrocknete dunkel rostfmbene Nasse am
Boden gefunden , uber deren Ursprung ich von befreundeter Band
befragt wurde. Der Fund ist dadurch besonders wichtig, weil or
zu den iiltesten zlhlt, welche uberlmupt in Deutschland oder Europa
entdeckt worden sind. Herr Prof. Klopffleisch, welcher mir die getrocknete Xasse iibergab und deren Crsprung gern entziffert liaben
wollte, schatzte das Alter auf mindestens 3000 Jahre.
Die Hussere Besichtigung ergab keinerlei Anhalt ; es waren ,grob
zerkleinerte Massen, hicr und da anch dunkel bis schwarz gliinzende
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E:. Roichardt, Inhalt einor sehr alten Graburno.
Stiicke , ahnlicli dem Eisenocker und Brauneisenstein , in zerkleinertern Zustande vcrrnischt. Bci dieser Lange der Zcit war es wohl
nicht zii erwarten , dass organisirtc Theile noch bemerkbar waren.
Die Vergrtisserung mit Loiipc und Jiikroskop nach Aufweichen in
Wasser, in Alkali, Beliandeln mit Siiare u. s. w. ergab nicht die mindcste AufklBrung; Sandkiirnchen waren vorhanden, auch einige Holzstiickchen cingemengt , aber dicse waren wohl spiiter hereingekommen, weil noch ziemlich frisch erhalten, somit wurde die chemische
Prfifung zu IIClfe gezogen.
Bei der Bchandlung einigcr Stiickchcn mit Natronlauge firbte
sich letztcre etwas dunkel - IIuminkSrper odcr organische Substanz
in kleiner Menge. Bei dem Gluhen auf Platinblech blieb das Ganze
auch als Rest gleich gefarbt und nur wenig brenzliche DLmpfe,
den Qeruch nach Eiweissstoffen schwach zeigend, stiegen auf. Stiirker trat diesclbc Reaction bei dem Gluhen in dcr unten geschlossenen Glasriihre auf, d. h. es entstand der Geruch nach Thieriil deutlich und die Diimpfe enthielteii Ammoniak , einige thecrigc Thcile
verdichtcten sich an dcr Wandung. Wenn auch dies Alles nur in
sehr geringem Xaasse stattfand, so doch sehr deiitlich erkennbar.
Diese Hindeutung auf Eiweissstoffe konnte sowohl auf pflanzliche , wie thierische Rcstc bezogcn werden , auf stickstofieiche Samen oder thicrischo Kiirper. Die Prufung auf Phosphorsiiure envies
dieselbe sehr reichlich, in einigen Sttckchen wurde bei der Reaction
siimmtliches Eisen durch sie gebunden, ausserdem fand sich Kalk,
aber nur in Spurcn Nagnesia. Der Nangel an letzterer deutet
mehr auf thierischc Stoffe hin, da Samen in der Regel mehr
Magnesia enthalten , als Kalk, jedenfalls ganz ansehnliche Mengen.
Der hier zuerst beobachtete Schlauch mit Xundstiick zeigt
fliissige Nahrung an, welche dem Todten mitgegeben wurde , vielleicht Xilch oder Rlut. Beide Fliissigkeiten enthalten reichlich
Chloride und in der That konnte sofort durch Wasser reicldich
Chlorid cntzogen werdcn. Die Liisung enthielt etwas Kalk, sehr
viel Natron ; Kali konnte nicht nacligewiesen werden.
Milch enthat mchr Kali als Natron, Blut umgekehrt reichlich
Natron; am wenigsten Kali enthgt das Blut der Ochsen und Schafe
iind so deutet die chemische Priifung ziemlich bestimmt an, dass
T h i e r b 111t , vielleicht dasjenige der Opfcrthiere in der Urne sich
befunden hatte; es stimmt damit namentlich auch der hohe Gchalt
an Eisen iiberein.
Neue Methode d. qualitat. Scheidung v. Zinn, datimon u. Arsen. 293
Von Interesse ist es, dass man durch einzolne wenige Reactionen immerhin brauchbare Schlussfolgerungen ziehen kann selbst bei
Materialien, welche nachwcisbar leicht zerstijrbar sind und so lango
dem Zahn der Zeit ausgesetzt waren.
B.
Monatsbericht.
hllgemeine Chemie. EIne neue Mfothode der qualitativcn Scheidung von Zlnn, Antimon und Amen beschreibt
E. B erglund. Dieselbo heruht darauf, dass die Schwefelverbindungen von Zinn, Antimon iind Arsen beim Kochen rnit Kupferoxyd
entschwefelt und in die hijchsten Oxydationsstufen iibergefiihrt
w erden .
Die auf gewiihnliclie Weise in Schwefelammon geliisten iind mit
Salzeiure ausgeschiedenen Sulfide werden gut ausgewaschen , dann
mit Wasser in eine Porzellanschalc gegeben und linter allmLhlichem
Zusatz von Schwefelnatrium linter schwachem Kochen in Lijsung
gebracht. Dann wird das Kiipfcroxyd hinzugesetzt und weiter gekocht; sobald die Entschweflung erfolgt ist , senkt sich das Cuprosiilfid zu Boden, wahrend die iiberstehende Flussigkeit vijllig farblos
erscheint. Es wird dann filtrirt.
Im Filtrate befinden sich resp. Natrium- Stannat -Arseniat und
-Antimoniat. Nach der Abkiihlung des Filtrats wird es rnit
bis
seines Volumens Alkohol vermischt - Natriumantimoniat scheidet sich als HusserRt feiner weisser Niederschlag aus. Das klare
Filtrat wird zur Verdunstung des Alkohols gekocht und mit Salmiak
im Uebemchuss versetzt - entstcht ein milchweisser Niederschlag,
so war Zinn im Filtrate. - Bleibt der Niederschlag aus, so kann
sich nur einc ganz geringe Spur Sn im Filtrate finden. Enthilt
dasselbe Arsen, so geht dieses thcilweise oder vollstiindig in den
Niederschlag in der Form von 2SnOs . As205.
Ohne Riicksicht darauf, ob durch NE4C1 ein Niederschlag entstand oder nicht, setzt man etwas HYN zu und leitet HPS ein.
Tritt keine Fallung ein, so wird nur unbedeutend HzS zugefiihrt,
andernfalls so lange, bis der Niederschlag wieder geltist ist (wobei
einige Flocken von Si04 und Ala O 3 mijglicherweise vorhanden sein
und zuriickbleiben kiinnen). Zu der event. filtrirten Fliissigkeit wird
jetzt
Volumen Aether zugesetzt und dann Magnesiamixtur , wodurch das A r s e n g e f a t wird. Hat sich das Z i n n bis dahin nicht
mit Sicherheit zu erkennen gegeben, so wird vom Arsenniederschlage abfiltrirt und das Filtrnt rnit IICl angcshiert, wobei etwa
Arch. d. P h . XXIT. Bds. C. Aft.
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