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Ueber das Harlemer Oel.

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Stirkem. i. Wasser. -Rothbraun. Holzanstrich. --Ceb. d. Harlemer Oel. 465
LGslichkeit des Stlrksmehls in Wasser.
TJm das liistige Kleisterkochen bei verschiedenen Titerversuchen zu vermeiden , empfiehlt A 11 g u s t V o g e I anstatt
des ex tempore gekochtcn Kleisters gewbhnliche weisse Oblaten in Anwendung zu bringen. Die Oblaten yuellen in
Wasser unter schwachem Erwarmen auf und geben rasch
eine nacli dem Piltriren durchscheinende wasserklare Pliissigkeit. Werden die Oblatenstucke in einer Flasche mit kalteni
destillirten Wasser geschiittelt , so gewinnt man ebenfalls
eine schnell filtrirendk Fliissigkeit , die die Jodreaction schr
deutlich zeigt und scheint dies in der That eine wirkliche
Liisung des Stkkcmehls in Wasser zu sein; es lasst sich
diese hnnahme urn so mehr festhalten, da auch eine derartige,
durch ein doppeltes Filtrurn von besonders dichtem Papier
filtrirte, Losung Jod blauete. (Neues Repertor. fur Pharm.
Bd. XXXIII. pay. 7.).
Sch.
c.
Rothbranner Holzanstrich.
K u h r (Bottcher’s polyt. Notizblatt) lost cin €’fund Kupfervitriol in 4 Liter Waaser, und bestreicht damit die Holzflache mittdst eines Borstenpinsels. Dann benetzt er dieselbe
mit einer Losung von
Pfund Blutlaugensalz in 4 Liter
Wasser. Das auf dicsc Weise sich bildende Ferrocyankupfcr
haftet fest am Holze, widersteht Wind iind Wetter und
halt Pilze und Insecten fern. Durch einen Anstrich rnit
Leinolfirniss wird die Farbe noch dauerhafter und erhalt
Glanz. (Dingler’s polyt. Journ. Bd. CCIX. p. 466.). Kr.
Ueber das Harlemer Oel.
I n Holland gab es nach V i a l vor einigen Jahrhnnderten eine
grosse Anzahl an Stein und Gries Leidender, dass man beinahe sagen konnte , die Harnblase eines jeden Einwohners
sei einc Steingrube; Mhrte doch ein einziger Chirurg Namens
Raw mehr als 1500 Steinopcrationcn aus. Heutzutage hat
das Land diese Eigenthiimlichkeit verloren, und man schneidet
dort nur noch kostbare Steine.
Das Aufhoren der Steinkrankheit erklart sich wohl einestheils durch veranderte Lebensweise , namentlich durch den
SO
Arch. d. Phaw. II. Bds. 6. Hft.
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Ueber das Harlemer Oel.
hiiufigen &branch harn - oder schweiestreibender Getranke
z. B. Thee; andern Theils durch das allgemein gcwordcne
Einnehmen eines stark wirkenden Geheimmittcls, welches den
Namen Harlemer Oel fuhrt. Aiif den Wunsch des Dr. Arnal
analysirte ich im Jahre 1867 mchrere Flaschchen voll dieses
Oeles und ich fand, dass es eine cigenthumliche Art von
Wachholderol ist , nemlich zum Theil durch trockne Destillation des Holzes und zum Theil durch Destillation dcr Beeren
bereitet. Doch kursiren unter jener Bezeichnung auch andere
Priiparate, wie ich sogleich zeigen a-erde.
Nr. 1. E i n e i n H a r l e m g e k a u f t e P r o b e . Sie
enthielt
4 Theile
Terpenthinol,
1 ??
Schwefel,
3 ,)
Wachholderholzol.
Nr. 2. A e c h t e s H a r l e m e r 0 0 1 , v o n Dr. A r n a l
e r h a 1 t e n . Bcstand aus
gleichcn Theilen Wachholderholzol und
Wachholderbeerenol.
Eine dritte Probe, von Dr. Giiillon erhalten, wich in
Farbe, Consistenz und Gernch von den beiden vorigen sehr
ab, betrug aber zn wenig, urn sie griindlich zu untersuchen.
Ich muss hier nun glcich bemerken:
1) dass das Dippel’sche Thierol, ausser einer bedeutenden
Menge Amruoniaksalze , wie kohlensaures, bernstcinsaures,
salzsaures Ammoniak, auch Schwefel in der Form von Schwefelammonium enthglt, und sich daher der Nr. 1 nahert;
2) dass die Zusapmensetzung von Nr. 1 selbst sich sehr
demjenigen Medikamente niihert, welches friiher unter dem
Namen H o l l i i n d i s c h e T r o p f e n bekannt war;
3) dass Nr. 1 auch Aehnlichkeit mit den beriihmten
P a1m i e r i - T r o p f e n hat.
In der That bereitete man die Holliindischen Tropfen aus
3 Theilen Terpenthinol,
1
,, Schwefel,
1
,, Leinol,
und wandte sie innerlich bei Lungen Affectionen und auaseplich bei Geachwiiren an.
Die steinzerkleinernden P a h i e r i - Tropfen akllte man h r
durch Kochen von
30 Theilen Schwefel
und 500
,, Theewaww
-
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Paraffin, Cosmolin und Vaselin.
bis zu dem Punkte, wo die Fliissigkeit eine schone rubinrothe Farbe angenommen hatte. Es stand in Italien sehr in)
Rufe und wurde gegen Blasenleiden taglich zu 12 bis
15 Tropfen eingenommen.
Nicht minder bemerkenswerth ist es , dass, ungeachtet
der verschiedenen Zusammensetzung dieser Praparate , doch
eine gewisse Aehnlichkeit der Eigenschaften gestattet , sic
sbmtlich in eine Gruppe zu bringen, welcher auch gleiche
Heilkrafte zugeschrieben werden.
Aus dem Gesagten geht ubrigcns hervor, dass das Barlemer Oel ein in seiner Zusammensetzung variables und daher
auch in seinen Wirkungen unsicheres Mittel ist.
Dr. Arnal veranlasste mich daher, durch Destillation des
Holzes und der Beeren des Wachholdcrs ein gemischtes Oel
damustellen, welches gleiche Theile von jedem Oele enthalt. ")
Mit einem solchen Praparate sind alle seit mehreren Jahren
angestellten therapeutischen Versuche ausgefiihrt, und sowohl
die Aussagen der Aerzte Amal, Phiiips, Guyot etc., a h auch
die der behandelten Kranken beweisen, dass dasselbe die
erwartete Wirkung besitzt.
Die innerliche tagliche Dosis ist 80 Centigr. in 4 Kapseln vertheilt. Die Xur muss liingere Zeit fortgesetzt werden,, denn die Heilung erfolgt langsam, obwohl die Kranken
gleich vom Anfang an Erleichterung ihrer Leiden spiiren.
Das Mittel lost zwar die schon vorhandenen Blasensteine
nicht auf, und ebenso wenig die in den Gelenken abgesctzten
Callositiiten, verhindert aber die Bildung neuer Ausscheidungen, Sand und Gries horen auf und die Schmerzen in den
Nicren verschwinden. Offenbar wirkt es also dadurch , dass
e8 die Funktionen der Nieren wieder auf ihren normalen
Standpunkt zuriickfiihrt. (Repertoire de Phrmacie.).
G. C. W.
,
Parafb Cosmolin und Vaselin.
Die Reinigung des Paraffins beginnt nach 31i 11e r damit , dass man die Kohlenol - Riickstande destillirt in grossen
*) Bus :den Angaben des Verf. gcht nicht Mar hervor, ob sein
Wachholderholzol durch troche Destillation oder dwch Destillation mit
Wasser bcreitet worden ist. Man sollte fast dae Ersterc vermuthen,
denn er nennt diescs Oel h u i l e de c a d e v r a i e , wahrend er dns von
ihmverwendete Reerenol h u i l e e s e e n t i e l l e d e s b a i e s d e g b n e v r i e r
nennt.
30*
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