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Ueber die beste Anwendungsform der KUrbissamen.

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Anwendnngsfonn der Kiirbissamen.
Die bitter und adstringirend schmeckenden Bratter haben eine
betiubende , selbst tijdtliche Wirkung auf Pferde und Kiihe, werden
als Abkochung gegen Insekten, Wurmer iind Kopfliiuse, bei Geschwiiren iind Xratze gebraucht , aus welch verschiedenen Verwendungsarten die Menge der in ihrer Heimath fiir die Pflanze gebrauchlichen
Benennungen sich ableiten.
Das wirksame Princip erhielt Eykmann durch Ausschutteln des
syrupclicken whsrigen Extrakts mit Chloroform, Behandeln des nach
den1 Verjagen des Chloroforms verbleibenden Ruckstandes rnit Petroleumather, Lijsen in Aetherweingeist, Ausschiitteln mit Wasser und
Eintrocknen des wassrigen Auszuges; man erhiilt so einen amorphen,
farblosen Kijrper, ein Glykosid, fur das Eykmann den Namen Asebotoxin gewahlt, von der Zusaminensetzung 60,48 Proc. C, 7,405 Proc.
H iind 32, I 15 Proc. 0.
Die tijdtliche Dosis betragt ffir Kaninchen auf j e 1 Kilog. K8rperwicht 3 mg. Asebotoxin in subcutaner Injektion ; die Erscheinungen sind Bhnlich denen von Cyanvergiftung.
Ton den Reaktionen ist in toxikologischer Hinsicht besonders
die mit Salzsaure wichtig ; wird namlich eine weingeistige Lijsung
von Asebotoxin mit concentrirter Salzsaure ubergossen , so entsteht
allmahlich ein deutlicher Geruch nach Spiraea ulmaria und eine
priichtige Blaufarbung , die beim Erwkmen im Wasserbade in Triolettroth ubergeht. Schwefelsaure lijst den Kijrper mit rother Farbe,
die unter Abscheidiing einer blaulich grauen Substanz nach und nach
in rosa sich verandert. Auch beim Erwarmen mit verdunnter Salzsaure oder Schwefelsanre tritt der Spiraeengeruch auf unter rosa
Farbung und dbscheidung einer braunen, harzartigen Substanz. (NW
Remedies. YoZ. X I No. X. pag. 290.)
M.
Ueber die beste Aiiwendnngsforin der Kurbisaomen
als bandwurmtreibendes Mittel gehen die bestehenden Ansichten
auseinander iind specie11 ist man nicht einig in der Beantwortung
der Frage, welchem Stoffe die tanifugale Wirkung zuzuschreiben sei.
Fettes Oel , Stirke , Cellulose, Pektin und Protelnkijrper bilden die
Hauptbestandtheile der Samen, daneben Zucker , Harz , etwas Fettsaure; ein Glycosid existirt nach neueren Forschungen in den Samen ebensowenig als ein Alkalold. Auch iiber den speciellen Sitz
des wirksamen Stoffes differiren die Ansichten, indem HBrard denselben im Kern, Lelikvre im Keimling gefunden haben will, Heikel
dagegen das Menisperm als das wirksamste erkannt und ausschliesslich angewandt hat und zwar in Form des aus dem Menisperm ausgezogenen Harzes in einer Dose von 0,75 g. in 6 Pillen vertheilt; Perisperm, Samenhiille iind Schale haben keinen Erfolg, dagegen treibt
die den Embryo umgebende Membran, in einer Menge von 30 g. gegeben, den Parasit aus.
Eiduss oiniger SLuren auf Gtihrung u. Zellencntwichlung.
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Wie Heikel so erkennt auch L. W o l f f das Harz als das wirksame Princip und basirt darauf die Zubereitung der Samcn; frisch
getrocknete, fein zerkleinerte Kiirbissamen werden durch Petroleumbenzin, das das Harz intakt lasst, entfettet, der Riickstand nacheinander mit
Aether, Chloroform und Weingeist behandelt ; als Verdampfungsriickstand
ails den Liisungsmitteln erhalt man ein griinbraunes Weichharz von
scharf bitterem Geschmack , iihnlich dem aus Rhiz. filicis dargestellten. Eine iihnliche Substanz erhalt man aus dem durch Aether oder
Chloroform ausgezogenen fetten Oel durch Ausschiitteln rnit Weingeist Durch Versuche hat ferner W O Eerwiesen, dass sammtliches
Harz in die wassrige Emulsion iibergeht. Als Anwendungsform
empfiehlt er Pillen aus 1 g. Harz auf inehrere Kale xu nehmen
oder 2 Fluiduncen alkoholisches Fluidextrakt stark verdiinnt rnit
Wasser; in beiden Fallen ist einige Stunden darauf eine Dosis Ricinnsiil zu geben. Fur die Kinderpraxis empfiehlt sich eine Emulsion
aus 30 g. frisch getrockneten Samen rnit 15 g. Zucker und 125 g.
Wasser, in welcher das fette Oel aus den 8amen eine milde abfiihrende Wirkung aussert; weniger wirksam und auch von den meisten Personen ungern genommen erwies sich die aus den Samen
bereitete , mit Zucker versetzte Latwerge. fBoced. of the Pennsyh.
Yharm. Assoo. 1882. The Pharm. Jozcrn. and Transact. Third Ser.
No. 647'. pay. 404.)
22.
Einfluss einiger SIuren auf GIhrung and Zellenentwicklung. - Die Untersuchungen Markers haben gezeigt, dass die
fliichtigen Fettsauren einen unangenehmen Eintluss auf die Gahruiig
und die Entwicklung der Hefe ausiiben, wahrend die nicht fluchtige Milchsiiure nur in weit griisserer Concentration schadlich wirkt.
H a y d u c k untersuchte nun andere Sauren ausser der Nilchsaure , besonders die Mineralsauren megen ihrer haufigen Verwendung bei der Fabrikation von Alkohol und Presshefe.
Er suchte sicli auf experimentellem Wege iiber folgende 3 Punkte
Aufkltung zu verschaffen :
1) In welchem Verhatniss tiidtet die Saure das Ferment und
verhindert die Vermehrung der Zellen?
2) In welchem Verhdtniss wirkt die Saure schadlich?
3) In welchem Verhdtniss wirkt die Same niitzlich?
Zahlreiche Versuche mit verschiedenen Mengen Schwefelsaure,
Salzsaure , Phosphorsaure und Milchsiure gaben dem Verf. folgende
Resultate. Alle diese Sauren, ebenso wie alle fliichtigen von M%rker untersuchte Sauren wirken schadlich, wenn ihr Verhdtniss eine
gewisse Grenze iiberschreitet , was iibrigens bei jeder Saire wechselt; ihre schadliche Einwirkung zeigt sich nicht auf die gleiche
Weise bei der Gahrung, wie bei der Zellenbildung; in der Regel
wird die Zellenentwicklung vie1 friiher beeinflusst als die Gahrung.
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