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Ueber die Entstehung des Harzes im Innern der Pflanzenzellen.

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Araenzonin. - Surrogate fiir Guttn Percha.
Das Thymianol verhalt sich unter den genannten Umstanden ahnlich wie Romisch-Kamillenol, die Terephtalsaure, die man daraus erhalt, Iasst sich aber sehr schwer
reinigen und hat oft genau die procentische Zusanimensetzung der Hoffniann’schen InsolinsLure.
Der Terephtalsaure selbst konimt die Formel ClsHsO8
z u ; die aus ihr dargestellten Methyl- und Aethylather
krystallisiren in weissen, prismatischen, geruch - rnnd ge(-4nnal. der Chem. und Phawn.
schmacklosen Krystallen.
CXXXIZ. 257 - 271.)
6.
Ueber Bereitung des Anemonins.
Nach J. D o b r a s c h i n s k y erhalt man das Anemonin
am besten auf folgende Weise. Nachdem ein starkes destillirtes Wasser aus dem frischen bliihenden Kraute der Anemone pratensis hereitet worden, vermischt man dasselbe mit
I!1 o. T h Chloroform und digerirt es bei hiiufigem Schiitteln
einige Stunden lang damit. Man lasst dann die beiden Flussigkeiten sich wieder klar von einander scheiden, trennt
das Chloroform durch einen Scheidetrichter vom Wasser,
filtrirt es in eine Retorte, worin man es bei gelinder Warme
bis auf l g Ruckstand abdestillirt. Hierauf giesst man
in die Retorte starken Wemgeist, eiklitzt bis zum Sieden
und filtrirt die Flussigkeit in ein Glas, wo man sie der
Verdunstung uberlasst.
Auf cliese Weise erhalt man
schone Krystalle von Form und Eigenschnften des Anemonins. (Phnrm. Ztschr..f i i r Russland.)
B.
Nene Surrogate fur Gutta Percha.
Das eine dieser Surrogate ist der getrocknete Saft
von 8apota Miilleri, Butate genannt, welcher von H o l m e s neuerdings aus Demerara nach England iniportirt
wurde. Das andere stamint von einer Apocynee, Alstonia
scholaris, welclie auf Ceylon vorkommt. (Pharmac. Journ.
and Tv-ansact. II. Ser. Vol. VI. h’o. 9. March. 1865.p. 490.)
TVp.
--
Ueber die Entstehung des Harzes in? Innern der
Pflanzenzellen
hat J u l i u s W i e s n e r Reobachtungen veroffentlicht,
aus denen hervorgeht, dass das im Innern der Pflanzenzellen vorkommende Harz ein ge s chich t e t e r Korper ist.
Harz i m Innern der P$anzenzellen.
245
Er nennt die Ansammlungen solcher Harzkorner €1a r z m e h l (um die Analogie mit Starkemehl, Iilebermehl, Gerbmehl anzudeuten). Die Harxkorner kommen in den Markstrahlzellen und im Holzparenchym der L a u b b h m e (2.B. bei
Acer, Ulmus, Fagus, Quercus, Protea u. s. w.), ferner im
Itindenparenchym vieler Baume vor. V o g 1 fand es in Cortex c h i m e novae, die angeblich von Portlandia grand9ora
stammen SOH. Aus dem Verhalten der H a r z k o r n e r gegen
Ileagentien, namentlich gegen Wasser, Weingeist, Aether,
Olivenol, Kalilauge, Ammoniak, kohlensaures Natron, Jod,
Kupferoxydammoniak, SO3, HC1, NO5, Cr 0 3 und Fez C13
geht hervor, dass sie keine amorphen, sondern in der Regel
g e s c h i c h t e t e Korper sind, ferner, dass sie nur selten
bloss aus Harzen bestehen, sondern fast immer wechselvolle
Gemenge sinJ aus Harz, Cellu!osc, Granulose, Gerbstoff
iind einem durch Allralien oder kohlensaure Alkalien hervorrufbaren Farbstoff.
Eine grosse Menge des in der Natur vorkommenden
Harzes geht nach W i e s n e r entweder direct oder indirect
.&us S t a r k em e h l hervor, das entstandene Harzmehl mit
seinen geschichteten Koriiern ist (wie die Hartig’schen
Gerbstoffkorner) gleichsam eine Pseudomorphose nach
Amylurnkornern. Es ist wahrscheinlich, dass dss Starkemehl zuerst in Farbstoff iibergeht und erst dieser sich
in Harz umsctzt.
Nach W i e s n e r liegen keine Thatsachen vor, welche
auf die Entstehung der Harze aus atherischen Oelen (in
den Pflanzen) mit Bestimmtheit schliessen liessen, geschweige auf eine alleinige Entstehung aus diesen Kiirpern hinweisen wurden. Auf Grund seiner Reobachtungen
schliesst W i e s n e r sich den Anschauungen K a r s t e n ’ s und
W i g a n d ’ s an, dass namlich ein grosser Theil des in der Nat u r vorkommenden Harzes d u r c h c h e m i s c h e U m s e t z u n g
d e r Z e l l m e m b r a n e n entstehen und findet auch W i g a n d ’ s Beobachtung, dass die Harzbildung in den Zellmembranen von innen nach aussen vorwarts schreitet, bestatigt. Aus W i e s n e r ’s Beobachtungen ergiebt sich
aber weiter, dass der G e r b s t o f f , der successive a u s
d e r Z e 11w a n d hervorgeht und nach vollendeter Metamorphose im entstandenen Harzc: nicht mehr nachgewiesen
werden kann, wahrscheinlich jener KFrper ist, in den die
beiden Kohlenhydrate C e l l u l o s e und G r a n u l o s e erst
iibergehen miissen, urn in H a r z verwandelt werden zu kiinnen. Es geht ferner aus W i e s n e r ’ s Beobachtungen in
Vereinigung mit den von K a r s t e n und W i g a n d ange-
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Anhydrid der Abietinsgure.
stellten hervor, d a s s d a s H a r z n i e e i n S e c r e t i o n s p r o d u c t i s t , sondern immer d a s P r o d u c t e i n e r c h e mischen Metamorphose o r g a n i s c h e r S u b s t a n Zen. Diese tritt bei oder nach dem Erloschen der Lebensthatigkeit der Gewebe ein und die hierbei entstehenden Substanzen haben hochst wahrscheinlich im Leben
des Organismus keine weitere Rolle zu spielen.
Ueber den Zusammenhang und das gleichzeitige Vorkommen von atherischen Oelen und Harzen aussert W i e s n e r , dass die atherischen Oele aus den Harzen hervorgehen mochten: die starre Zellwand erweicht sich und verflussigt sich bei der Harzmetamorphose und Cellulose oder
Granulose, Gerbstoff, Harzsauren und atherisches Oel lassen
sich denken als hervorgegangen durch fortgesetzte Reductionen. Heute kann man allerdings noch nicht den
richtigen Sachverhalt aufklaren, aber immerhin darf man
vermuthen, dass die Forscher sich kiinftighin an der LOsung dieser Aufgabe, e m a n c i p i r t von den alten Vorurtheilen, betheiligen werden. (Sitzungsber.der Wien.Kais.
Akad. der Wiss. Math.-naturw. CI. LII. Bd. I. Heft. Jahrg:
H. Ludwig.
1865. Juni. 2. Abth. S. 118- 130.)
IJeber das Anhydrid der Abietinslure
hat R i c h a r d L. M a l y Reobachtungen und Versucbe
veroffentlicht, welche seine friiheren Mittheilungen uber
die Abietinsaure (vergl. Arch. der Pharm. II. €2. B d . 117.
6 . 2 5 7 ) erganzen.
Das k r y s t a l l i s i r t e A b i e t i n s a u r e h y d r a t =
C88H64OIO9 bleibt bei 1000 C. ganz unverandert und giebt
auch bei hoherer Temperatur kein Wasser ab, so lange
nicht dui-ch zu andauerndes Erhitzen bei gleichzeitiger
Braunung eine Zersetzung eintritt. I m Kohlensaurestrome
rasch geschmolzen halt dasselbe eine uber seinen Schmelzpunct (1650 C.) gehende Erhitzung ohne Veranderung aus.
Man kann demnach die Krystalle durch Erhitzen nicht
von ihrem Hydratwasser befreien.
Die krystallisirte Abietinsaure ist in dem Darstellungsmateriale derselben, dern C o l o p h o n i u m , noch gar
nicht vorhanden, sondern bildet sich daraus erst durch
W a s s e r a u f n a h m c . Bereitet man namlich eine Colophoniumlosung mit a b s ol u t e m A 1k o h o 1 und lasst verschlossen stehen, so bekommt man selbst nach Monaten
keine Krystalle. Nimmt man aber zur Losung g e w 6 hn
l i ch e n Weingeist, so setzen sich selbst im verschlosse-
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