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Ueber die physiologische Einwirkung der Salicylsure auf die Respiration.

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126 Ueber die phpeiologische Einwirkung d. Ealicylsiiure auf d. Respiration.
destillirtes Wasser fallt. Wird ein Theil dieser blaulichen Flussigkeit mit Aether geschuttelt, 60 tritt e i n e p u r p u r r o t h e F a r b u n g e i n , wahrend mit Chloroform geschuttelt e i n e p r a c h t i g e
b l a u e g e f a r b t e S c h i c h t eintritt.
0,0004 g. Morphium sol1 diese Reaction noch sehr deutlicb
gegeben haben. 1st noch weniger Morphium vorhanden, so nimmt
dss Chloroform nur eine griinliche Farbung an.
Code'in bewirkt dieselben Farbungen, andere Alkaloide geben
diese nicht. (Repertoire de phav-mace. No. 4. 1880.)
B1.
Ueber die pbysiologische Einwirkung der Sallcyllnre
auf die Respiration sagt C h. L i v on : dieselbe erschiene so verwickelt, dass man bei aufmerksamem Studium sich nicht mehr wnndere, wenn einerseits eine Verlangsamung und andrerseits eine Beschleunigung der Athmungsbewegungen von ihr behruptet wird.
Nach des Verf. Beobachtungen riihrt dies von der Verschiedenheit
der angewandten Dosen und von den verschiedenen Perioden der
angestellten Beobachtungen her. So bewirkt z. B. die Injection von
8 g. Natriumsalicylat in die Vene eines 16 ko. schweren HundeN
zunachst eine Verlangsamung , sodann jedoch eine Beschleunigung
der Athmungsbewegungen, oft bis zu 150 in der Minute. Dieser
Vermehrung folgt hernach eine Vermindernng , welche dem durch
Stillstehen der Respiration eintretenden Tode vorhergeht. Verlangsamung allein zeigt sich bei schwachen Dosen. So fanden sich bei
einem Meerschweinchen mit 80 Athemzugen in der Minute deren
nur noch 68, einige Zeit nachdem ihm 0,02 Natriumsalicylat injicirt
worden waren. Diese Einwirkungen machen sich nicht weniger
bemerklich bei der ausgeathmeten Kohlensaure. Von dem Verf.
angestellte Versuche ergaben demselben die in folgender Aufstellung
beinotirten Zahlen, als die in einer Stunde ausgeathmete Kohlensaure, berechnet auf 1 ko. Gewicht des betreffenden Versuchsthieres :
Ein hicerschweinchen gab normal . . . . . . . = 0,603 gr.
Dasselbe unter d. Einflusse v. 0,025 Natriumsalicylat = 0,338 - - 0,25
= 1,137 - - 0,50
1,317 Eine Taube gab normal . . . . . . . . . . . = 1,111
Dieselbe u. d. Einflusse von 0,25 Natriumsalicylat . . = 1,923 Ein Frosch gab normal . . . . . . . . . . . = 0,095 Derselbe u. d. Einflusse von 0,05 Natriumsalicylat.
0,225 Verf. halt folgende Erklarung hiervon als die einfachste: Bei
der anfanglichen Verminderung der Respirationsbewegungen zeigt
die Salicylsiiure die Eigenschaft, die Reflex - Eigenthumlichkeiten der
grauen Siibstanz des verlangerten Ruckenmarkes zu massigen.
dodann bringt unter dem Einflusse erhohter Dosen, die Substanz in
der Flussigkeit des Riirkenmarkes sich anhiiufend, eine Erregung
der Lungen - und Magennerv - Wurzeln und hierdurch die Beschleu-
-
.-
-
Ueb. d. Aosteckungsluankbeiten u. inabesondera iib. d. Hiihoer - Cholera. 127
nigung hervor. Die Erregung jedoch , sich immer mehr steigernd,
zogert nicht, dann die Verlangsamung und bald den Stillstand der
Respiration herbeizufiihren. (Joum. de Pharmdcie et & Chimie.
Serie 5. Tome I. pag. 327.)
C. Kr.
Ueber die Ansteoknngskrankheiten nnd ind~esondere
iiber die Hiihner Cholera hat P a s t e u r der Academie eine
-
interessante Mittheilung gemacht , welche besonderR hervorhebt,
dass es geniigen diirfte : Masern, Scbarlach , Blattern , Syphilis,
Rotz , Brand, gelbes Fieber , Typhus und Binder-Pest anzufiihren,
um durch diese keineswegs vollstiindige Liste hierhergehoriger Landplagen einen Begriff von der Wichtigkeit des behandelten Gegenstandee zu geben.
Diirch seit 23 Jahren fortgesetzte Versuche sei es ihm gelungen, das Ungenaue der bekannten Liebig'schen Ansicht iiber die
Natur der Fermente darznlegen, und habe er dies besonders dadurch erreicht, dass er die Cultur der mikroakopischen Organismen
betrieb, frei von allen heterogenen Materien , todten wie lebenden,
die sie meist begleiten. Durch Anwendung dieser Yethode finden
die achwierigsten Fragen leicht und beRtimmt ibre Losung. Den
Ausspruch Liebigs , dasa die Fermente organische stickstofialtige
Materien seien, wie Fibrin, Albumin, Caseiin etc. im Zustande der
Zerlegung, welchen sie durch den Contact mit der Luft erfahren,
halt er dadurch f ~ widerlegt,
r
dass er kiinstliche Medien aus reinem Wasser mit den zum Leben nothigen mineraliscben Stoffen,
gahrungsfahigen Korpern und den Keimen der Fermente derselben
zusammensetzte.
Unter diesen Bedingungen vollzogen sich die Giihrungen so
rltsch und rein, wie in der Natur nicht immer. Jede eiweisshaltige Materie war entfernt und erscbien das Ferment wie ein lebendes Wesen, welches dem gahrungsfahigen Xorper allen Kohlenstoff
seiner auf einander folgenden Generationen entnimmt , sowie dem
mineralischen Mittel den Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium,
Elemente , deren Assimilation eine der unerlasslichen Bedingungen
der Bildung aller grosser wie kleiner Wesen ist.
Die Gahriingsvorgiinge zeigen sich also ale einfache Erscheinungen der Ernahrung, bei welchen Luftzutritt nioht absolut nothig
ist. Die Anwendung dieser Lehre in der Pathologie zur Losung
der Frage: sind die Ansteckungsstoffe auch lebende Wesen, liess
nicht lange auf sich warten. Dr. Davaine bemiihte sich (1863),
die Funktionen der Bacterien bei der Pest nachzuweisen, die er im
Jahre 1850 bemerkt hatte. Dr. Chauveau (1868) suchte festzustellen, dass die Ansteckung durch feste Korperchen erfolge,
welche friiher schon in allen ansteckenden Krankheiten beobachtet
worden waren; Dr. Klebs (1872) schrieh die von Wunden herriihrenden Anstecliungskrankheiten mikroskopischen Organismen zu und
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