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Ueber die Strke in unreifen FrUchten.

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1GO
Stiirke in unreifen E'rlichten.
Ruckstand nur zu wagen und den Verlust als Starke zu
berechnen. Den kleinen Fehier, welchen man bei Anwendung von Salzsaure dadurch begeht, und dies gleichzeitig etwas von den noch vorhandenen mineralischen Substanzen auflost, kann man vernachlassigen, oder man dunstet den xuckerhaltigen Anszug ein, verbrennt im Platinschalchen und bestimnit die Asche. Bei Anwendung von
hlalzauszug wird nur die Stiirke gelost. Will inan die
Differenzbestimmung umgehen und den Starkegehalt aus
dein gebildeten Zucker entweder dorch Reduction mittelst
Kupferoxyds oder durch Ciahrung bestimmen, so muss
natiirlich Salzsliure (Schwefelsiiure oder Oxalsaure) angewendet werden. Bei schleimigen Substanzeti wendet man
zur Ausziehung des Starkmehls eine concentrirte Kochsalzlosung an, der man etwas Salzsaure zusetzt j das darauf
vorzunehmende Auswaschen geschieh t init weingeisthaltigem Wasser. Nach dieser Methode hat D r a g e n d o rf f
foolgende Best i in ni u ng aiisgefiih rt.
A . Verlust beim Trocknen. B. Verlust bei der Behandlung init alkoholischer Kalilosung. C. Starke. D. Cellulose, Kork, Lignin, Cuticula, Schleim und Mineralstoffe.
A.
I3. C. D.
M'eizen ...............................
13,2
Weizenmehl ...........................
15,s
Roggen ...............................
11,O
Hafer ................................
11,9
Gerste ................................
11,5
Thirnothesamen .......................
12,6
Reis (geschalt) ........................
13,3
Erbsen ...............................
5,O
Kohnen (weisse) .......................
16,7
Kleesarnen ............................
10,s
Leinsarnen ............................
7,6
Yenfsamon ............................
8,5
Kapssamen ............................
5,s
Teltower Kiiben, trockene Substanz ..... Kartoffeln, trockene Substanz .......... -
18,7
12,6
23,2
22,l
23,5
29,9
17,l
34,2
45,l
60,O
46,l
51,5
63,5
79,8
31,6
59,5
68,7
59,7
46,6
57,5
45,O
61,7
37,3
33,O
10,s
23,4
9,9
8,6
9.5
62,5
8,s
2,9
6,1
20,4
7,5
12,5
7,9
23,5
5,2
18,4
22,9
30,5
21,l
10,4
5,9
(Pharm. Zeifschr.f . Russlaizcl. 1868. - Chern. Centrbl. 1862.
NI-.33.)
B.
Ueber die Stiiske ia unreifm Frnehten.
Die vielfache Annahme, dass man in den unreifen
Friichten durch unsere bekannten Mittel, das Jod und das
Mikroskop, keine Starke nachweisen konne, ist von P a y e n
entkraftet worden. I m 'Rachfolgenden zeigt derselbe, dass
diese Nachweisung selbst in den versehiedensten Theilen
stiirka in urnifen Budten
161
deraelben Frucht und zu allen Zeiten der Entwickelung,
ja"d6lbst Wrn 'lEritritt der"Raife'~4eioht. gelhgt. ,-:Man
sdhdidet ,eine'*dtinne.'Saheibe parullel Bur A c h e : der zu
.unteneuchefiden Frudht ab;*brin t diese augenblkkltch in
'Wasiier; iim die Wirkung der uft auf die sich.'firbenden Substanzen zu verhindern) und alle ' loslichen Stofle
zu entfernen, welche Jod absorbiren kSnnten.
. Nachdem mad vollsthdig ~iiit
-Wasser HUB ewaschen
bat, le t man die Seheibe in.leine 'wiisserige, BC wach mit
Alkoho vereetzte Jodlosung wilhrend 1 2 -Stuhden, bis
aich die Filrbung zeigt.
Auf solcho M'eise praparirte Scheiben von Acpfeln,
Birnen, Quitten im ersten Viertel und in dcr Halfte ihrer
Entwickelung zeeigen cine aehr intensive blaue und violette
Farbung, ein Beweie fur die reichlichen Stiirkeablagerunen unter der Epidermis, dann im ganzen Zellgewebc
%a
Pericarpiuma ctc.
Bei Bcobachtung der Starke eines halbreifen Apfels
unter den1 Milrroekop zeigte sich, dam unter diesen Starkekornern vide gruppenweiae zu 2 odet 3 vereimgt sind.
P a y e n sah bei Rirnenj dass bdi herannahcndcr vollkommener Reife StZrkck6rner nahe dem Fructitstiel.. rind im
rlisston Theile des Pericarpiuma vollstkdig verschwan
!en, wahrend sie eich noch nahe der Epidermie und nahe
dem Kernhnus zeigten.
Aehnliche Beobachtungeti machtc derselbe an Quitten, und besonders echon, wenti durch Alkohol voreichtig die grosse Menge gdber Subetanz entfernt worden war,
uelche sie enthalten.
Schon friiher hat' P a y c n nachgewiesen, dass der
Entatehung 'det gt6aeten Menge 'Zucker in den Stengeln
und Bliittern der jungen Zuckerrohrpflanzen eine Bildung
von Starke vorangeht. Hier schbint .aber die d'tirke nur
'secernirt zu. werden, utn nacheinander a m einem Qewebe
ins andere tiberiugehen u d dann den bleibhden Znetand
der 'Cellulose atiiunehmen.
Schlieislich bemerkt P a y e n noch, dam 'so leicht und
eilifach 'die angegebonen .Versuche zur Nachweiaung der
qegenwart, so ivie der Ver%aderufi~en.
undr.del. Menge der
SCiirke in den 'Pflanzenzellerl"Bind,' sich 'dabei doch..imrner
$eobacliten lasee; 'dais. dffrch .die g&rbteri uder farbenden
Stove und 'durqh die stickstbffhaltigen KBrpwdie Reaction
vereitel$"wdrden kanrl.'"%itia aadero Ursache zn Irrungen
k6qne endlich iii ;cind' spkcielldn 3tgenachaft .der Stiirlro
sejbef liegen, .wenn die z. B. jfi' sehr kieinhn-K6rnernzu-
k
f
-
1
'
Arch. d Pharm. CTXV. Rdr. 2. Hft.
11
162 Ueber den in den miwen Friichteu enthtrlteuerc Zucker
sanlmengehiiuft vorkommt, wo sie dann fahig ist, daa Jod,
welches die Subeianz violett fdrbt, freiwillig wieder abdunsten zu Iassen. Dies ist z. B. bei der Stiirke der
Cacao der Fall, die von geschicktcn Chemikern verkannt
worden ist, obwohl ihre Menge 10 I'roc. der entschtilten
Bohnen betragt.
Diese Eigenthumlichkeit der norinalen Cacaostarke
erleichtert die Auftindung von gewohnlicher Starke in
Cacaopraparaten, indeni die gewohnliche Starke die blaue
Farbung behiilt. ( . h i m . fill*pnkt. Chem. Bd. 86. 8.)
B.
Ileber den in den sauren Friicbteo enthalteacn
Zacker
hat 8 . H n i g n e t eine sch#tzetiswerthe Arbcit im C'ompt.
rendu, Rd. 51. 894 in folgcnden 14 Siitzen veriiffentlicht:
1 ) Die sich gewohnlich in den srruren Friichteii vorfindende Zuckerart ist Rohrzucker ((212 I-ill 0'I), welcher
durch seine Eigenschaften und scin Drehungsverniogen
init dern RUS den1 Zuckerrohr rind den Runkeiruben gewonnenen identisch ist.
2) Wahrend des Reifcns der Friichte andert eicb dieser Zucker allmiihlich in Invertzucker (C12HW12) urn, welcher ziifolgc seiner Eigenschaften und seines Drehungsvermagens mit dem durch Einwirkung von Sauren oder Ferrnenten auf Rohrzucker gebildeten identisch ist.
3) Untersucht man den Zucker zur Zeit der v o l l s h digen Iteife, so findet nian ihn in den verschiedenen
Fruchten verschicden zusammengcsetzt, indem er bald nur
aue Invertzucker, wie in den Weintrauben, den Johannisbeeren, den Feigen, bald atis einein vcriinderlichen Gemenge
von Rohrzucker und Invertaucker, wie in den Ananas,
Aprikosen, Ptirsichen, den Aepfeln, Birnen etc. besteht.
4) Der Grund dicser Verschiedenheiten liegt nicbt
in der Saucrheit der Pruchte. Die Erfahrung beweist,
dass die organischen Sauren nach Verhaltnise ihrer relativen Menge, des Zuetandes ihrer Verdunnung und der
niedrigen I'eniperatur, bei der sie wirken, nur eine geringe ummandelnde Wirkung auf den Rohrzucker haben.
So enthiilt die Citrone, die so sehr eauer ist, mebr ale
ihres Zuckers als Rohrzucker, wahrend die Feige,
welche kaum sauer ist, nur Invertzucker entbiilt. Ebenso
findet sich in dem Zucker der Aprikose, Ptiraiche etc.
gegen 70 Proc. Rohrzucker, wahrend sich nicht cine Spur
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