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Ueber Keilholz'sches Pflaster.

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iiber Reduclion des Chlorsilbers durch Zink.
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die vervollstandigle Angabe seines Verfahrens verbunden.
Sicherlich mag es ihm entgansen sein, dass or bei Mittheilung s e i n e s s p e c i e l l e n V e r f a h r e n s cines Zusatzes von Salzsaure nicht gedaclit hat. Auf diese Weiso
erfolgt die Rcdnction unter Umschutteln allerdings sehr
schnell. Dadurch erklart sich die Sache selbst. Es ist
ubrigens zweckmassig, die Salzsaure nicht zu schr zu verdunnen, da eine wenigcr verdunnte SIure keinen Nachtheil hat, cine unzureichende Menge oder eine zu sehr
verdunnte Saure aber leicht Zink ungeliist lassen kann,
welches, namentlich wenn dies Hornsilbcr mit angesauertem Wasser. und Zink mehrere Stunden lang stehen hleibt,
dem reducirten Silber in nicht geringcr Quantitat beigemengt ist.
Ich ergreife diese Gelegenheit darauf aufmerksam zu
machen, dnss auch das durch Salmiakgeist und metallisches Kupfer reducirte Silber zinkhaltig ausfallcn kann,
wenn das Kupfer zinkhaltig ist. Behandlung des so reducirten Silbers mit Salzsaure ist also auch in diesem Falle
nicht iiberflussig, wenn man nicht ein ganz reines Kupfer
anwendet.
Erst kurzlich kam mir die beachtungswerthc Mittheilung des Berrn Collegen L ii d e r s e n iiber die Zersetzung
des salpetersaiiren Silbers durch metallischcs Kupfer (dies.
Arch. Bd. 35. S. 252.j wieder in die Hande; sie verdient
E. G. H o r n u n g .
sorgfaltige Beriicksichtigung.
Ueber Keilholz’sches Pflaster ;
yon
F r e y b e r g jun.,
A p o t h e k e r i n Delitzsch.
Manchem meiner Herren Collegen mochte es wohl
angenehmer sein, das durch seine in der That ausgezeichneten Wirkungen ebenso beruhmt, als durch seinen enorm
hohen Preis beruchtigt gewordene Keilholz’sche Pilaster
sich selbst bereiten zu konncn, als es aus bekannten
1GO
Ftqberg, iiber hTealholz’sches Pflaster.
thcurcn Qucllcn Iiczielien zu miisscn; daher will ich in
cleni Kachstclicntlcn cine Yorschrift zur Bereitung dicscs
Pllastcrs mitthcilcn, zu wclchcr ich tlurch cine genauc
Prufung des ii~liteniintl durch cine langc lieihc yon verglciclicndcn Versuchcn g h n g t bin. Da cs unmiiglich ist, in
ciner derartigcn Composilion das quantitative Vcrhiiltniss
ihrer Gcmcnghcilc zu bcsiimmcn, SO begniigtc ich mich,
nur die in demsclt~cncritlialtcnc Iiupfermengc gcnau kcnnen zu Icrncn, dic iihrigcn Stoffc aber auf dem Wege dcs
Versuchs einandcr anzupassen, his cs mir endlich gelans,
cine Pflastcrmasse zu bildcn, wclchc alla die chcmischcn
und ptiysikalischen Eigcnschaften und dieselbcn Wii-kunSen zeigte, wic das aclitc Keilholz’sche Pflastcr, welchcs
in cincr Buchsc von ordinarcm weisscm Steingut, woraiif
~~I(eilholz’schcs
Pflastcrcc cingebrannt, enthalten war. Blci,
weldics h1 a r 1e n s in diescm Pflastcr ~efundcnhat (Siehe
Arch. der Pharm. Jahrg. 18-14. Ild. ?. S.356.), Irahe ich
nictit darin findcn kiinncn, eben so wenig Crund habc i d i
zu glaul~en, (lass Galbanurn darin sci. - %ur Bereitung
des l’flasters schrnilzt man in cincr kupfernen oder messingcncn Pfannc 5 1)raclimen Ccru cilrina, 3 Ilrachmcn
Oleum Raparum und 3 Draclinien PuEris Aeruginis untcr
einander, untl vcrstiirkt allmiilig das Feucr untcr stetem
Umriihren bis zum Koclicn der MUSSC und his dicse durch
Ileduction dcs liupfcrosyds cinc biiunlich kupferrothc
Farbc an~cnommcn l i n t . Man milder1 hicrauf dic Ilitze,
schmilzt noch 1 Unzc Resina Pini empyreumalica s o l i d a
hirizu uncl SClzt dnriri die lVi3assc an cincn warnien Ort,
damit sic niclit crs~arrc. In cincr andcren Pfanne schniijzt
man ’3: Drachmcn hnmoniacuna uiitcr Urnriihrcn mit cincr
halbcn Unze Acetum concentralum, wofdr man auch 3 [JI]%C11
Acelum crudum nchmcn kann, zusamnlen und verdampft
allc Fcuchtigkcit bci miiglichst gclinder Ilitze. um nicht
cincn zu g r o w n Ycrlust an Essigsaure zu erlcidcn. &schicht hicr die Ycrdarnpfung dcr Fcuchtigkcit in zu unvollliommencm ( h d c , SO crhiilt nian cin Pflnstcr, wclches in
seinem Inncrn malt und beim Sclrnciden nicht glanzend
erscheint, und cinc fast briickliclic Consistenz besitzt.
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Ueber Anemonin.
Nachdem nian die ahgedampfte Masse vom Feuer entfernt,
vermischt man den Inhalt der ersten und zweiten Pfanne
miteinander, setzt noch 2 Drachmen Pulvis Aeruginzs und
1 Scrupel Cantharides subtilissime pul. hinzu, ruhrt anhaltend um, his die Massc gleichformig und so dick geworden ist, dass sich Nichts absefzen kann und bringt sie
dann in kleine Buchsen. Obgleich es nicht wahrscheinlich
ist, dass K e i I h o 1 z sein Pflaster auf die von mir angcgehne,
etwas umstandlichc Weise bereitet, so bin icli doch auf
diesem Wcge zu einem Pflaster Selangt, welches ganz
die dem achten entsprechenden iiusseren und inncren
Eigenschaften besitzt, wovon ich mich durch vielfache
Versuche zu iiberzeugen Gelegenheit hatte.
Ueber Anemonin.
(Briefliche Notiz vom Apothelrer P f e f f e r in St. Petersburg.)
Gewohnlich bercite ich irn Friihjahre 10 Pfund dcstillirtes Wasscr aus frischer bluhender Pulsatilla, wovon
dann kaum einige Pfunde gebraucht wcrden. Als ich
diese Arbeit aufs Neuc vornahm, fand ich in mehreren
noch ganz gefiillten Flaschen des im vorigen Jahre bercibeten Destillats eine reichliche Krystallbildung. Gctrocknet betrug die Ausheute 210 Gran. E4 scheint das von
Hag e n bemerkte Anemonin zu sein.
Herr P f e f f e r hatte die Giite, mir eine Probe diescs
Anschusses in schonen grossen Krystallen zu senden,
welche theils langliche Blatter und Nadeln, theils Bruchstiicke sechsseitiger Saulen darstellte, wie dieses schon
N e y e r und Va 11 q u e I i n vom Anemonin bemerkt hatten.
Blcy.
Arch. d.Pharm. CI. Bds. 2. Hft.
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