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Vergiftung mit Kleesalz.

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J. Miller, Verfalsch. d. Snfrans.
- Deraclbe, Vergiftung m. gleesalz.
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Ueber cine VerfEtlschwng des Safrans.
Von Apotheker J u l . h1 i i l l e r in Rreslau.
I m vorigen Jahre bezog ich einen Safran, der bei niiherer Untersuchung nahezu 2 5 o/o kohlcnsauron Kalk cnthielt,
cine Verfalschung, die schon fruher in unserem Archiv Erwahnung gefundcn. Vor kurzer Zeit erhielt ich von einer
sonst renommirten Handlung eincn Safran, der durch schwefelsauren Baryt verfdscht war. Der Safran hntte ein durchaus
tadelloses Ansehen ; mit blossem Augc waren irgend welche
fremdartigen Korper absolut nicht zu unterscheiden ; als ich
aber, veranlasst dnrch obige Vcrfalschung ein wenig desselben
mit Wasser schiittclte, setzte sich ein weisses Pulver zu Boden, das sich bei genauer Untersuchung als schwefclsaures
Baryt ergah. 15incr quantitativcn Bestimmung unterworfen,
fand ich 9 o/o Schwerspath. Abermals ein Mcrkzeichen , dass
man Alles untersuchen nnm.
Vergiftung mit Kleesalz.
Von D e m s e l b e n .
Ich theile diesen Fall nur mit , weil Kleesalz - Vergiftungen zu den Seltcnheiten gehorcn:
Zur gerichdieh chemischen Untersuchung erhiclt ich in
einem eisernen Topfe den Rest einer gekochten Masse, in
einem thonernen ,,Erbrochenes."
Aus den Acten crsah ich,
dass ein Madchen von 25 Jahren sich'sclbst vorgiftet hattc
und zwar hochst wahrscheiulich durch den Genuss dcr in dem
eisernen Topfe sich selbst gekochten Yasse, dessen Rest mir
vorlag. - Abends 10 Uhr hatte sich das vollig gesunde Madchen zu Rctt gelegt; urn 11 Uhr wurdc die rnit ihr schlafende Person durch das heftige Erbrcchen der p. p. geweckt;
schon um 1 Uhr - noch ehe arztliche Hiilfe zur Stelle war
- trat der Tod ein. -Aus dem Sections - Protokolle entnahm ich, dass slle innercn und aussercn Theile dcs Kdrpers
mit Ausnahme des Nagens und des Dunndarmes normal
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J. Miiller, Bergiftung rnit Kleesalz.
gefundcn worden. Der N a g e n war zusammengehalten, an d e r
oberen Curratur niit einer abgcgrenzten dunklen Rothe vcrsehen, d i e iierige Ausscnseite des Nagens zeigte nichts Auffallendes. Die Schlcimhaut d c s Magens war dunkelroth gefirbt
und zeigte eine Unzalil b!utunterlaufener Stcllcn ; sein Inhal t
bestand ails einer grnuriithlichen brciigen Flussigkeit. Der
Dunndarm cnthielt cbenfalls eine graiirothliche Flussigkeit,
die Schleimhaut desselben war in geringcr Entfernung vom
Slagen normal, nur an dcni oberstcu Theile zeigtcn sich dunkelrothc Ptellen. - Knch diesem H efu n h gabcn die Obducenten ihr Urthcil dahin ab, dass das Xadchcn an einer hcftigen Enlziindung des Magens gestorben und dass die Ursache
dieser Entziindung wahr8cheinlich cin scharfcs Gift gewcsen
sei. - Die chemische Untersuchung ergab als Ursache der
Vergiftung ,,Genuss von saurem ovalsauren Kali." Ich iintersuchte zuerst den in dem eisernen 'ropfe befindh h e n Inhalt; dersclbc -- ungefiihr 90 g. betragcnd - stellte
eine mit wcnig milchigcr Flussigkeit bedccktc krystallinisehc,
schwach nnch Phosphor riecheride Jlasse dar ; cinzelnc Krystalk waren von bcdeutender Griisse; in dt:r Jlasse fanden
sich ausserdcm zwei Kuppcn von nieht entziindetcn Phosphor Holzchen. Ich las niir vor Allem cinzelne grosse Krystalle
nus, spultc sie mit dcstillirtem Wasser a\, und fand, dass
dieselben saiires o x a l s a u m Knli wvaren. Andcrc giftige Substanzen ansser dcn crwiihnten Phosphor Kuppen waren nicht
aufzufindcn. Die iiber den Krystallen betindliche Fliisrigkcit
war mit Kleesalz g e d t i g t e , gcronnene Milch; ich konnte in
dem klar durchfliessendcn Filtrat mittels alkalischer Kupferlosung dcutlich Ziickcr nachwciscn.
Das bliidchen hatte
wahrscheinlich behufs ihrcr Vergiftung Iilecsalx mit Milch
gekocht und ausserdem noch oin I'aar Streichholzchen- Kuppen
zugefugt. - Es kam nun darnuf an, ob an dem Erbrochencn
cbenfalls Kleesalz und Phosphor vorhandcn, ob die Person
also wirklich einen Theil des Inhalts des eiscrncn Topfcs zu
sich gcnominen. Rs hc;;t%tigtc sich dies auf das Unzweifelhafteste. War ich aucli nicht im Stande, niit Anwendung
des Mitscherlich'schen Apparates Phosphor in dem Erbrochenen
W. Steffen, Aetestiftc.
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nachzuweisen, (seit dem Tode des Madchens waren 10 Tage
verflossen , elie mir die Untersuchung zugeschickt worden) so
erhielt ich nach dem Verdiinnen des Erbrochcnen mit Wasser beim Filtriren eine sehr stark sauer reagirende Fliissigkeit, in welcher sich Kleesalz durch allc Reactionen in
Menge nachweisen liess. Das Madchen war also in der That an dem Genuss von
Kleesalz gestorben, ein Resultat, welches vollstandig mit dem
Sections - Befund iibereinstimmte. -
Aetzst.ifte.
Von
W. S t e f f e n , Apotheker i n Homburg.
Haufig wird als Aetzmittel C u p . sulf. angewandt
und ist das Ausschneiden event. Schlcifcn der Stifte ans KryNtallen sehr misslich.
Vielleicht ist nicht allen Collegen folgende einfache Methode bekannt.
Man bringt das Kupfersulfat in Krystallen grob zerkleinert in eine Abdampfschalc und erwarmt gelinde unter Umiiihren. Die Masse schmilzt allmihlich und nun setzt man
das Ertiitzcn noch eine Weile fort, bis die Masse nicht mehr
fliissig, eine ziihe Consistenz erhaltcn hat, was bald erreicht
ist. Die nun hcrausgenommene plastische Masse wird auf
cinein erwiirmt bcrcit gebaltenen Brette oder sonstiger I’latte,
wie cine Pillen- oder Pflastermasse ganz bequem in beliebigc Form, Uicke und Lange mit einem Brette gerollt odcr
gcform t.
Ohne Kiinfitler zu scin, lassen sich Stifte von 1 Nillimeter Dicke und 20 Centimcter Lange erhalten, die sich gut
aufbewahrcn lassen. Ich bcsitze im Augcnblick noch Kupfersnlfatstifte von 3 Jahren her gut crhalten, und die sich wie
eine Bleifeder spitz schneiden lassen.
Von irztlicher Seitc wurde die Wirksamkeit mit den
nuf gewohnlichc Weise aus Krystallen geschnittenen Stiften
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