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Massanalytische Bestimmung der Schwefelsure.

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F. Litterscheid und I(. Feist: Bestimmung der Schwefelsaure. 521
von Moreigne das Rettigol doch als ein echtes Senfol wird aufgefasst
werden mussen. Das lttherische Rettigtil ist im Rettig nicht a priori
enthalten. Vielmehr entsteht es ebenfalls aus einem Glukosid durch
die spaltende Wirkung eines Fermentes.
Rettig wurde in starken Alkohol in diinnen Scheiben hineingeschnitten, um die Hauptmenge des Wassers zu entziehen und die
Wirkung des Fermentes auf das vermutete Glukosid zu verhindern.
Die dann bei mllssiger Wiirme getrockneten Scheiben des Rettigs geben
fir sich mit Wasser keinen Rettiggeruch mehr, hingegen trat derselbe deutlich auf, als etwas weisser Senf, also Myrosin, hinzugefilgt
wurde. Eine eingehendere Untersuchung uber den Rettig ist mir zur
Zeit nicht maglich, da die Gewinnung des Materials viele Schwierigkeiten bietet und durch den starken Aetherverbrauch sehr kostspielig
wird. Ich habe aber geglaubt, meine bisherigen Beobachtungen, die
sich allerdings nur auf qualitative Reaktionen erstreckten, einstweilen
mitteilen zu sollen, da sie filr die Kenntnis der Chemie des Rettigs
immerhin von einigem Wert sein kannen.
Uassanalytische Bestimmung der Schwefelsaure.
Von F r a n z L i t t e r s c h e i d und K a r l F e i s t .
Mitgeteilt von Fr. L i t t e r s c h e i d .
(Eingegangen den 1.VIII. 1899.)
Die im folgenden mitgeteilte marsanalytische Bestimniungsmetbode
ist von mir bereits im November vorigen Jahres ausgearbeitet und in
der Folge verschiedentlich, auch von meinem Kollegen Herrn F e i s t ,
akf ihre Brauchbarkeit nnd Zuverlassigkeit, besonders bei der Bestimmung der Schwefelstiure im Kupfersulfat, gepriift worden. Sie hat
hierbei recht zufriedenstellende Ergebnisse geliefert.
Die Verallgemeinerung der Methode, bezw. ihre Modifikation und Anpassung
fiir die verschiedensten schwefelsauren Salze unterblieb indessen damals,
infolge notwendiger Erledigung anderer Arbeiten. Spiiterhin nahm ich
jedoch die diesbezuglichen TTersuche wieder auf und fand, dass sich
dieses mafsanalytische Verfahren bei einer grossen Zahl der gewtihnlich
vorkommenden Sulfatbestimmungen ohne grosse AbBnderungen verwenden Iasst. Unterdessen hat Herr G r u t z n e r in seiner Arbeit
,,Ueber die Bestimmung des Senftils im Senfspiritus" (d. Archiv 287, 3,
8. 188) eine mafsanalytische Methode veriMentlicht, deren Prinzip sich
623 F. L i t t e r s e h e i d und H. F e i s t : Bestimmung der Schwefelsiiure.
mit, dern von mir befolgten in der Hauptsache deckt. Vielleicht, darf
diese kleine Mitteilung dennoch einiges Interesse beanspruchen, da sie
eine Reihe analytischer Beweise fiir die Anwendbarkeit des unten beschriebenen Verfahrens bringt.
Dasselbe beruht auf der Fallbarkeit des Chlorbaryums durch
geliiste Sulfate einerseits und Ammoniumkarbonat andererseits bei Abwesenheit, bezw. vorher erfolgter Entfernung anderer, durch Ammoniumkarbonat bei gleicher Versuchsstellung fallbarer Korper, sowie solcher
Sauren, welche hierbei Baryum abscheiden (Phosphors%ure,Oxalsaure),
oder dasselbe in L6sung halten (Weinsiiure, Citronensaure). Versetzt
man eine siedend heisse, salzsaure Losung eines Sulfats, welche diesen
Bedingungen entspricht, mit iiberschiissiger, dem Volumen und dem
2 H20 nach hekannter Chlorbaryumliisung, so lBsst
Gehalt an Ba Cla
sich das nioht vergnderte Chlorbaryum nach erfolgter Ueberfuhrung
in Karbonat durch Titration mit 'ilo N. HCl ermitteln. Hierbei konnen
B a SO' und Ba COBzusammen abfiltriert werden, da sich eysteres unter
den angegebenen Versuchsbedingungen nicht verandert.
Die Verwendung einer N. Chlorbaryumlosung (122 g : 1000 ccm)
verbietet sich, wie ohne weiteres einzusehen ist. infolge ihrer hohen
Konzentration. Aus praktischen Griinden und in Riicksicht auf bequeme
Rwhnung benutzte ich fur meine Zwecke eine Mafsfliissigkeit, welche
nur 30,5 g Ba Cls
2 H*O im Liter gelijst enthat. Der Verbrauch
eines Kubikzentimeters dieser Losung entspricht 0,Ol g SOBoder Q,,004g S.
Tf7iihrend G r i i t z n e r den Ueberschuss an Ear.yumchlorid mittelst
Natriumkarbonat dllte, verwandte ich hierzu in allen Fallen Ammoniurnkarbonat, weil dieses aus dem Ba SO4- und B a C08-Niederschlage durch
Auswaschen sicherer und schneller entfernt merden kann, als Natriumkarbonat.
IAe praktische Ausfiihrung gestaltet sich folgendermalsen : Die
salzsaure 8ulfat.l6sung1 welche den oben skizzierten Bedingungen entsprechen muss7 wird bis zum Kochen erhitzt nnd mit einem Ueberschuss
der Chlorbaryumlfisung (30,5 g : loo0 ccm) versetzt. Man riihrt mehrmals um, lBsst eine halbe Stunde auf dem Dampfbade in der W k m e
stehen. Letzteres ist besonders bei der Bestimmung sehr kleiner
Schwefelshremengen anzuempfehlen, da solche nicht sofort quantitativ
abgeschieden werden. Z u der heissen Fliissigkeit fiigt man hierauf
Ammoniak bis zur stark alkalischen Reaktion und hinreichend
Ammoniumkarbonatlosung, riihrt urn und llsst zur Ueberfiihrung des
event. gelosten Bikarbonats in Karbonat zehn Minuten bei 50-63
stehen. Der Niederschlag von Ba SO' und Ba COB,welcher sich unter
diesen Bedingungen, wie bekannt, leicht abfiltrieren l h s t , wird a d
einem kleinen Filter gesammelt, 3-4mal
mit heissem Wasser aus-
+
+
F. Litterscheid und K. Feist: Bestimmling der Schwefelsaure. 523
gewaschen und rnit dem Filter in ein weithalsigev Erlenrneyer'sohes
Kolbchen gebracht. Die Titration lasst sich hei Anwendung von
Dimethylamidoazobenzol als Indikator nach Zusatz von aa. 100 ccm
destillierten Wassers direkt mittelst '/lo N. HCl ausfiihren. Bei Xnwendnng von Phenolphtaleh verfiihrt man in der tiblichen Weise,
namlich, indem man das Ba CO* in einem Ueberschuss von l/lo N. HCl
last, die GOa durch Erwgrmen vertreibt, und mit l/laN. KOH die
aberschtissige HC1 zuriicktitriert.
Die Rerechnung auf SO8 oder S ist bei Anwendung einer Chlorbaryumlosung von dem oben angegebenen Gehalt eine sehr einfache
nnd bequeme. Angenommen, man habe 20 ccm obiger Chlorbaryumlosung zur FtIllung benutzt, so wiirden diese, wenn sie vollstandig zur
BaS04-Bildung verbraucht worden wtiren, 0,2000 g SOE oder 0,08g S
anzeigen, da j a der Verbrauch von 1 ccm dieser BaCi2-Losung 0,Ol g
SOE oder 0,04 g 8 entspricht. Enthllt die zu bestimmende Sulfatliisung weniger als 0,2000 g SOs oder 0,08 g S , so ist aus den zur
Ueberfiihrung des gebildeten Ba COB in Ba Cls erforderlichen Kubikzentimetern '/lo N. HC1 leicht die Menge Ba Cla 2 H20, welche riicht
als Sulfat gerallt wurde, und also auch die diesem gefundenen Werte
entprechende Menge SO8 oder S anzurechnen, welche noch notwendig
gewesen ware, um das gesamte vorgelegte BnCla 2 H20 der verwandten 20 ccrn obiger BaCla-Lbung vollip als Sulfat auszufallen. Da
nun 1ccm '/lo N. HC1 eine Menge v0110,004 g SO3 oder 0,0016 g S anzeigt,
so hat man die zur Sattigung des BaCO* erforderlichen Kubikzentimeter '/lo N. HC1 nur mit 0,004 oder 0,0016 zu vervielfachen, den
gefundenen Wert von 0,2000 g SOa oder0,08 g S abzuziehen, um sofort
die gesuchte Menge SOB oder S zu finden.
Die Sulfate des Kaliums, Natriums, Ammoniums, Rubidiums und
Caesiums sind ohne weitere Vorbereitung nach obigem Verfahren bestimmbar, Lithiumsulfat jedoch nur dam, wenn man in solcher Verdiinnung arbeitet, dass das in Wasser von 50° im Verhtlltnis von 1 : 75
losliche Lithiumkarbonat in Losung bleiben kann. Ferner sind Kupfer-,
Zink-, Cadmium-, Nickel- und Kobaltsulfat direkt bestimmbar, da ihre
Karbonate bei Gegenwart von Ammoniumkarbonat und Ammoniak
liislich sind. Bei der Ermittelung der Schwefelslure im Ferrosulfat wurde
dieses zuvor in salzsaurer Losung mit Salpetersiiure oxydiert, die siedend
heisse Flussigkeit mit einem geringen Ueberschuss von Ammoniak versetzt, der Niederschlag von Fes(OH)' gesammelt, eine Stunde rnit
Beissem Wasser ausgewaschen, und das Filtrat in der oben angegebenen
Weise weiter behandelt. Die untersuchten Kupferkiese wurden rnit Salzsaure und chlorsaurem Kalium in Losung gebracht, letztere eingeengt, rnit
Wasser auf ein bekanntes Volumen verdiiunt, und in aliquoten Teilen
+
+
524 F. Litterscheid und K. Feist: Bestimmung der Schwefelsiiure.
das Eisen als Hydroxyd entfernt. Alk'aloidsulfate werden, wenn
sie nicht in ammoniak- und in ammoniumkarbonathaltigem Wasser
loslich sind, zuvor von den Basen durch Ausschiittelung in alkaliecher
Losung mittelst geeigneter Losungsmittel befreit, event. aus dem
Ba SO4- und Ba COB-Niederschlage mit geeigneten Losungsmitteln auagewaschen. Die Bestimmung der an Magnesium gebundenen Schwefelsiiure liess sich aus Griinden, die ich heute noch nicht genau angeben
kann, nicht mit dem gewohnten guten Erfolg ausfihren. Ebensowenig
liess sich die mabanalytische Methode zur Ermittelung der SO" im
Wein mit Erfolg anwenden, und zwar infolge der vorhandenen Gerbund Phosphorsaure. Ob das Verfahren sich zur Bestimmung der
Schwefelstiure im Trinkwasser eignet, werde ich in nHchster Zeit feststellen.
Samtliche Firllungen wurden mit 20 ccm Chlorbaryumlosung [30,5 :IOOO]
ausgefiihrt.
Auf
Fewichts.
analyt. Theoretische
Vege ge Menge SO8
fwdene
in g
Menge
A r t des Sulfats
$08 in g
[email protected] wasserfrei.
Angewandt je 10 ccm einer
Lasung = 0,142 g NaaSO4
Li2SOI
0,0956
0,0952
26,l
26,2
+ HSO.
Angewandt 0,244 g
-
+
cuso4
5~20.
Angewandt j e 5 ccm Losung
1: 10
ZnSO4
+ 8 HSO.
Angewandt 0,240 g
3 CdSO4
31,2
+
Ni so4
7 HSO.
Von Losung 1:20 je 10 ccm
angewandt
14,7
14'5
I
i
-
0,1525
-
0,1620
-
0,1616
0,1612
0,1635
0,1605
0,1409
0,1395
-
-
-+7 H'JO.
1 :10
0,0960
0,1612
Angewandt je 5 ccm Losung
.-
-
0,0752
-
0,0750
0,1425
0,1412
0'1420
-
K. S tr om: Zusammensetzung des norwegischen Nadelholxteers.
32.5
Theoretische
Menge SO*
in g
Art des Sulfats
+
FeSO4
PO.
Von Lllsung 0,4768g :100 ccm
je 25 ccm angewandt
0,06609
-
~
Kupferkies I.
Llisung 5,O : 250 ccm, angew.
j e 25 ccm
42,5
42,3
Kupferkies 11.
Llisung 10,O:250 ccm, angew.
j e 25 ccm
-
-
23,85
23,76
0,1046
0,1050
0,1015
0,1040
0,1054
0,0420
-
0,0423
-
0,3725
Chininsdfat, bei lo00 bis zum
konst. Gewicht getrocknet.
Angewandt 0,3948 g
39,5
Atropinsulfat, exsiccatortrocken.
Angewandt 0,3148g
40,55
Mitteilung
0,0300
0,0317
0,03096
0,0308
1 1
1
0,0378
1
dem pharmakologischen Institut der
UniversitSlt Christiania.
BUS
Ueber die chemische Zusammensetzung des
norw egischen Nadelh olz t e ers.
Von Dr. K n u t S t r o m .
(Eingegangen den 20. VIII. 1899.)
W I h r e n d die Laubholzteere, insbesondere der Buchenholzteer,
schon oft chemisch nntersucht sind, liegen uber die Zusammensetzung
des Nadelholzteers nur sparsame Mitteilungen vor. Kine umfassende
und eingehende Untersuchung von Nadelholzteer haben, soweit ich aus
der Litteratur habe entnehmen konnen, nur N e n c k i und S i e b e r
ver6ffentlicht I).
1) Ueber die chemische Zusammensetzung des ruasischen Nadelholzteers
und seme desinfizierenden Eigenschaften. Arch. f. exp. Path., Bd. XXXIIT,
S. 1 4 5 .
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