close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Ueber essbare und giftige Schwmme.

код для вставкиСкачать
49
11. Naturgeschichte und Pharmal
kognosie.
Ueber essbare und giftige Schwamme;
von
E. G. Hornuiig.
-
Eine nahere Bekanntschaft mit den Schwammen liegt
zwar dem Apotheker als solchem nicht so nahe, da nur
wenige von jenen, und auch diese meistens nur als Volksmittel, noch Anwendung finden. Dessen ungeachtet sind
sie nicht nur von grossem wissenschaftlichem Interesse,
sondern auch von nicht geringer Wichtigkeit fur das praktische Leben. Denn die Pilze konnen nicht nur fur einen
grossen Theil der gewohnlich durftigen Bewohner von
Wald- und Gebirgsgegenden eines der billigsten und nahrhaftesten Lebensmittel liefern, sondern sie bieten auch fur
die Tafel der Wohlhabenderen so viele feine und in der
That leckere Gerichte, dass man nicht genug darauf hinweisen kann, wie wichtig die Kenntniss dieser so hochst
eigenthumlichen Wesen ist. Zwar werden sie in manchen
Gegenden haufig gegessen und gehoren dort schon zu den
gewohnlichen Marktgegenstanden; im Allgemeinen werden
sie aber nicht nur vie1 zu wenig gewurdigt, sondern es
herrscht auch haufig noch ein solches krasses Vorurtheil
gegen dieselhen, dass hei Vielen, so Iacherlich es auch
klingt, Pilz und Gift fast gleichbedeutend ist. Dieses Vorurtheil wurzelt aber, wie alle andern, in Wahn und Unkennlniss, und diese zu bekampfen ist Pflicht eines Jeden,
der es vermag. Darum glaube ich in unserm Archive
einen Gegenstand besprechen zu durfen, der in demselhen kaum beilaufig Erwahnung gefunden hat. Und doch
will es niir scheinen, als oh er dem Bereiche der Pharmacie nicht so ganz fern liege, denn ein grosser Theil
der Apotheker beschafiigt sich mit Botanik wissenschaftlich, und dadurch wird es ilim auch vie1 leichter, eine
Arch. d. Pbarm. C. Bds. 1. Hft.
8
50
Hornung,
genaue Bekanntschaft mit den Schwammen sich zu verschaffen; uberdies sucht man auch zuweilen Auskunft bei
diesem uber die Schadlichkeit oder Unschadlichkeit eines
Schwammes, und es wird irnrner sehr willkomrnen sein,
auch in diesem Falle Aufklarung geben zu kiinnen.
Auf den ersten Blick scheint zwar das Studium der
Pilze mit nicht geringen Schwierigkeiken verkniipft, da die
Zahl derselben allerdings sehr gross ist - R a b e n h o r s t
zahlt in seiner Flora 6055 Arten - und viele derselben
ausserordentlich veranderlich sind. ja manche in den verschiedenen Entwickelungsst~ufen in ganz verschiedener Gestalt auftreten. In der Wirklichkeit vermindern sich diese
Schwierigkeiten aber bedeutend. Von jener grossen Menge
bleibt zunachst schon, sobald es sich bloss urn die Kenntniss der essbaren Schwamme handelt, das ganze Heer
der niedern Pilze, welche vorzugsweise Schrnarotzer hoherer Pflanzen sind, ausgeschlossen ; ja diese Kenntniss
beschrankt sich eigenklich nur auf verhaltnissmassig wenig
Gattungen einiger hoherer Pilzsippen , deren Gattungscharaktere rneistens deutlich genug ausgepragt sind. Mehr
Schwierigkeit bietet allerdings die Ermittelung der Art
dar, besonders bei der Gattung Agaricus, welche durch
grossen Reichthurn an Arlen sich auszeichnet, deren Rab e n h o r s t in Deutschland allein 730 auffuhrt. Die Forschungen der neuern Botanik erleichtern aber auch hier
die Erkennung der Art gar sehr, indem sie die grossen
Gattungen nicht nur in mehrere zerfallt, sondern diese
auch durch zahlreiche Unterabtheilungen zuganglicher gernacht hat.
Das beste Hiilfsrnittel, urn sich eine nahere Bekanntschaft rnit diesen Pilzen zu verschaffen, sind die vorhandenen Kupferwerke; denn leider lassen sich gerade die
fleischigen nur schwer und rneistens nicht ohne Veranderung in den Sarnmlungen aufbewahren. Zwar fehlt es
auch nicht an sehr gelungenen Versuchen, sie kunstlich
nachzubilden; doch sind diese theurer als die Abbildungen und desshalb verdienen diese zunachst einer Empfehlung.
iiber essbare und gifiige Schzvri'mrne.
51
Unter diesen mussen wir vor allen ein kleines Werkchen nennen, welches unsern Gegenstand sehr zweckmassig behsndelt und bei seiner Billigkcit auch demjenigen
zuganglich ist, der sich nicht sogleich theure Kupferwerke
anschaffen mag odcr kann, namlich:
Die nutalichen und schadlichen Sehwimme nebst einem Anhangc
uber die islandische Flechte von Dr. Harald Othmar L e n s ,
Lehrer an der Eraieliungsanstnlt au Schnepfenthal. Mit 46
illuminirten Abbildungen. Zweitc sehr veranderle und durch
Bcschreibung der uuffallendsten tibrigen in Deiitschland toachsenden Schwamme, vermehrte Ausgabe. Golha 1840. Seekersche Buchhandlung. kl. 8. 170 S. Preis 1 Thlr. 25 Sgr.
In diesem Werkchen sind sowohl die haufiger vorkommenden giftigen , wie auch die meisten essbaren
Schwamme sauber ausgemalt der Natur getreu dargestellt,
so dass derjenige, welcher diese Gewachse bloss ihres
Nutzens oder Schadens wegen kennen zu lernen beabsichtigt, mit demselben seinen Zweck schon allein erreichen
konnte. Der Verfasser hat sich Jahre lang aufs eifrigste
mit den Pilzen beschaftigt und bezweckte nicht nur durch
dieses Werk die Kenntniss derselben zu erleichtern, sondern er wollte zugleich auch die Aufmerksamkeit auf sie
hinleiten, da er zu der Ueberzeugung gelangt war, dass
die Natur uns durch diese Gewachse ein Geschenk von
grosser Wichtigkeit gemacht habe, welches noch vie1 zu
wenig gewurdigt werde. Und dies ist ihm gelungen, denn
schon nach Ahlauf eines Jahrzehents war die erste 1831
erschienene Auflage vergriffen und es folgle nun diese
zweite, welehe in vielfachem Bezuge gewonnen hat. Durch
das verkleinerte Format, welches auch durch zweckmassige
Zusammenstellungen auf die Abbildungen angewendet ist,
kann man das Werkchen IeichtaufWanderungen in der Tasche
mit sich tragen, urn an Ort und Stelle eine Vergleichung
und Untersuchung der Schwamme vorzunehmen. Dann hat
der Verfasser auch eine nicht unbedeutende Zahl der iibriSen grosseren Schwamme diagnosirt und dabei doch den
Preis ansehnlich verringert, um auch den minder Wohlhabenden die Anschaffung moglich zu machen (die erste
4"
52
Hornung,
Ausgahe kostete 3 Thlr. 10 Sgr.); die Zahl der AbbildunSen ist zwar von 77 auf 46 verringert, doch thut diese
Beschrankung weniger Eintrag, da sie durch die vermehrten Beschreibungen wohl aufgewogen werden kann.
Wesentlich erleichternd ware es aber gewesen, wenn
der Verfasser den artenreichen Gattungen, namentlich bei
Agaricus, eine analytische Tabelle beigegeben hatte, oder
mindestens eine Uebersicht der zahllosen Abtheilungen
und Unterabtheilungen; denn es ist in der That keine
kleine Aufgabe, sich durch diese hindurch zu arbeiten.
Das Werkchen wurde durch solch eine kleine Zugabe an
Brauchbarkeit unendlich gewonnen haben. Hoffentlich
wird der Verfasser bei einer neuen Ausgabe diesem Mangel abhelfen.
Es bleibt aber das Verdienst, welches der Verfasser
sich durch Herausgabe dieses Buches erworben hat, ein
unbestreitbar grosses, denn es enthalt noch ausserdem der
Belebrung uber Verwendung und Zubereitung der Schwamme,
wie auch Warnungen vor der Benutzung verdachtiger und
schadlicher sehr viele, und es verdient darum die angelegentlichste Empfehlung.
Ein anderes Kupferwerk, welches ebenfalls zu den
billigeren gehiirt und das obige durch eine sehr ausgefuhrte Darstellung der abgebildeten Schwamme erganzt, ist :
Deutschlands kryptogamische Giftgewachse in Abbildungen ornd
Beschreibungen won Dr. P. Ph6 b u s . Berlin 1838, bei A. Hirschwald. 4 . 114 S . X I I . 9 Tnf. Abbild.
Dem Zwecke gemass musste sich der Verfasser bei
den Abbildungen bloss auf die giftigen Schwamme beschranken, er hat aber in diesem Zweige auch etwas Ausgezcichnetes, Klassisches geliefert, wie allenthalben, wo er
einen Gegenstand behandelt. Seine Abbildungen lassen
nichts zu wunschen ubrig, denn er stellt die betreffenden
Pilze nicht nur in allen Entwickelungsstufen und gewohnlich mit allen Farbenveranderungen dar, sondern er giebt
auch eine mit grossem Fleisse und grundlicher Sachkenntniss ausgefuhrte Zergliederung, so dass nicht nur den1
Anfanger gar kein Zweifel uber die abgebildeten Schwamme
iiber essbare und g i f l i p Schzoamme.
53
bleiben kann, sondern dass auch der wissenschaftlich in
diesem Zweige bewanderte Forscher vollkommen hefriedigt und selbst manche Belehrung finden wird. Mit nicht
geringerer Sorgfalt ist auch der Text bearbeitet, denn es
ist hier alles zusamrnengestellt, was uber diesen Gegenstand erschienen ist. Die Beschreibungen sind sehr ausfuhrlich, die bekannten Varietaten aufgenommen und die
Synonymie mit grossem Fleisse behandell. Darum muss
d i e m Werk als das vorziiglichste Hiilfsmittel zur genauen
Kenntniss der Giftschwamme ganz besonders hervorgehoben werden. Wer dieses und das L e n z ' s c h e Werk
benutzt, die von P h o b u s abgebildeten Gifischwamme verrneidet und nur die von L e n z dargestellten essbaren fur
die Kiiche verwendet, wird keinen Fehlgriff thun.
Weitere Belehrung iiber die sammtlichen Pilze der
deutschen Flora findet derjenige, welcher tiefer in das
Studium eindringen will, in folgendem Werke :
Deutschlands Kryptogamen-Flow oder Hnndbuch our Bestimmung
der kryptogamischen Geioachse Deutschlnnds, der Schweii,
cles Lombnrdisch Venetianischen Kdnigreichs und Islriena.
Bearbeitet von D r . L . R a b e n h o r s t . Ersler B a n d : Piloe.
Leipzig 1844. Verlag won Eduard Kummer. 91'. 8. X-XII.
S. 613. 3 Thlr. 10 Sgr.
-
R a b e n h o r s t , der das von I i l o t z s c h begonnene
Herbarium vivum mycologicum German fortsetzt , dessen
9te Centurie bereits erschienen ist, hat sich als einen
grundlichen Kenner der Pilze bewahrt, und von einem
solchen liess sich auf diesem Felde auch nur etwas Tuchtiges
erwarten. Es konnlen bei der grossen Ausdehnung des
Gehiets nur Diagnosen und keine ausfuhrlichen Beschreibungen gegeben werden, sollte das Ganze nicht zu mehren Banden anschwellen. Der ausserordentliche, schon
oben erwahnte Artenreichthum dieser Flora zeigt uns, wie
vie1 fur Mykologie in unserm Vaterlande schon gearbeitet
worden ist.
Wesentlich erleichternd beim Gehrauche dieses Werkes ist die vorausgeschickte Uebersiaht der Familien und
Gattungen, in welche sehr zwecltmassig auch die friesi-
54
Hornung,
schen Untergatlungen von Agaricus mit aufgenomrnen
sind *). Nicht minder zweckmassig wiirde es a h r gewesen sein, wenn bei den iibrigen sehr artenreichen Gattungen auch eine Uebersicht der Unterabtheilungen vorangestellt worden ware. Die wesentlichen Citate und die
besten Abhildungen sind aufgefuhrt, der Standort angegeben und auch die essbaren und giftigen als solche erwahnt.
Allen, die mit den einheimischen Schwammen sich
wissenschaftlich beschaftigen wollen, wird dieses Werk einen
sicheren Fuhrer abgeben, besonders wenn das oben genannte Herbar. mycolog. zugleich benutzt wird ; denn beim
Beginn solcher Studien fordert diese die Vergleichung
sicher bestimmter Formen ganz besonders.
Diejenigen aber, welche auf einen solchen Gegenstand
mehr verwenden konnen, werden in folgenden zum Theil
noch unvollendeten Kupfer-Werken weitere Befriedigung
finden :
C o r d a , Anleilung sum Studium der Myeetologie. Prag 1842.
(Mit Abbildungen.)
K r u m b h o 1 1 , naiurgetreue Abbildung und Beschreibung der elc. Schtaamme. Prag 1831
bis 35. 5 Ilefte. - S t u r n , Deutschlands Flora. D i e
Yilne. 24 Hefte. - Die elc. Schwcimme der Schweis, nach
der Natur gemnlt von J . B a n g n e r , beschrieben eon J. 6.
Trog. Bern. Bis 1846 4 Lieferungen.
H e r i e r , Abbildungen der ete. Schwamme. 1842.
-
-
In Betreff der literarischen Hulfsmittel wird das hier
Mitgetheilte fur den vorliegenden Zweck genugen, eine
ausfiihrlichere Aufzahlung derselben findet man in dem
Werke VOII P h o b u s . Es sei mir jedoch gestattet, hier
*)
Mit Hdfe dieser Uebersicht wird man sich auch leichter in die
von L e n z angcwcndetc Eintheilung der Gattung Agan‘cus finden, die im H’esentlichen dieselbe ist, nur in umgekehrter Ordnung. Auch hat L e n z noch melirerc Gattungrn unter Agaricus znsaminengefasat, die bei R a be n h o r s t getrennt stehen.
Mil Berilclcsichbigung (lessen lconnten die Besitzer yon Lenz’
Srhwiiinmen sich die fehlende Uebersiclit wolil selbst anfertigen,
wenn ria nuch R a be 11 h o r s t’s Flora henulzen hhnen.
uber essbare und giflige Schwiimme.
55
noch allgerneine Bemerkungen uber die etc. Schwamme
zu machen.
Der grossere Theil der essbaren Schwamme ist ein
Erzeugniss des Somrners und Herbstes ; sis kommen in dieser Jahreszeit, besonders nach eingetretenem Regenwetter,
oft in ausserordentlicher Menge zuin Vorschein und verschwinden zum Theil erst bei eintrelendem Froste. Wenige
nur kommen im Friihjahre hervor. Besonders reich an
ihnen sind gewohnlich die Nadelholzer; doch auch die
Laubholzer liefern, namentlich wenn sie nicht zu trocken
sind, viele; auch auf Wiesen, Angern, um alte Baurne etc.
finden sich mehrere essbare Schwamme.
Will man sich mit diesen naher bekannt machen, so
unternirnmt man, den L e n z in der Tasche, einen Ausflug
und vergleicht dabei die aufgefundenen Schwamme mit
den Abbildungen. Was nicht mit diesen iibereinstimmt.
lasst man anfangs unbeachtet und vergleicht n u r die ubereinstimmenden sorgfaltig mit der Deschreibung, wodurch
m3n auf die wesentlicheren Unterscheidungsmerkmale aufmerksam gernacht wird und sich diese einpragt. Hat man
auf dime Weise schon mehrere Gattungen und Arten kennen gelernt, so kann man auch die nicht abgebildeten zu
errnitteln versuchen, denn auch unter diesen finden sich
noch viele essbare von vorziiglicher Gute. Leider fehlt
es noch an durchgreifenden Unterscheidungsmerkrnalen
fur die giftigen, und es ist nach den bisherigen Erfahrungen auch wenig Aussicht vorhanden, dass wir zu solchen
gelangen werden, da der Genuss von anerkannt unschadlichen
zuweilen vonnachtheiligen Folgen g e w e s e n s e i n s o l l ,
und umgekehrt Falle aufgefuhrt werden, wo verdachtige
oder schadliche Arten ohne Nachtheil gegessen wurden.
Oft mogen wohl aus ungenugender Kenntniss Verwechselungen bei diesen abweichenden Angaben zum Grunde
gelegen haben; doch lasst sich nicht in Abrede stellen,
dass moglicher Weise der Standort, das Klima, vorgeschrittene Zersetzung, auch wohl die Zubereitung oder andere
noch unbekannte Ursachen hier mitgewirkt baben konnen.
Bei gehoriger Vorsicht kann man jedoch unbesorgt die
56
Eornung, iiber essbare und giftige Schwamme.
anerkannt unschadlichen Pilze geniessen. L e n z sagt unter anderrn: ))Tch habe rnich derselben nicht nur selbst
haufig bedient, sondern mir auch ein Vergniigen daraus
gemacht, zehn Jahre lang einem Vereine von 40 Personen,
welcher sich sehr angelegentlich mit dem Sammeln und
Essen der Schwamme beschaftigte, die in gunstiger Jahreszeit taglich eingetragenen gewaltigen Massen genau
durchzusehen, und der Genuss dieser Speise hat nie auch
nur die geringste iible Folge gehabt, sie haben sich im
Gegentheil alle sehr wohl dabei befunden.((
Wer gut zubereitete Schwamrne gegessen hat, z. B.
ein saftiges Gericht von Hasenbovist , Hallimasch, Steinpilz, oder einen feinen Salat von Charnpignons, Ziegenbart, Kapuzinerpilz etc., der wird dem grundlosen Vorurtheile bald entsagen, er wird sich mit diesen anziehenden Gewachsen gern befreunden und einen vorher nicht
gekannten Genuss darin finden, bei seinen Ausfliigen unter
den in den mannigfaltigaten Formen erscheinenden die
nutzbaren herauszusuchen. Wie bald man sich rnit diesen vertraut machen kann, habeich an Kindern von zehn
bis zwolf Jahren gesehen, welche diejenigen Arlen, die
ich ihnen als unschadlich bezeichnete, gar bald von den
verdachtigen und schadlichen, rnit denen sie zusarnrnenwuchsen, unterscheiden lernten und mir diese und jene
zu benennen wussten. Die Zubereitung, uber welche man,
wie ich schon erwahnte, in L e n z genugende Auskunft
findet, ist rnannigfach, doch rneistens einfach. Das Trocknen der Schwamme ist nicht immer von gunstigem Erfolg ;
am besten gelingt es, wenn man sie etwas zerschnitten
nufreihct und schnell an der Luft trocknet. In Essig eingernacht halten sie sich sehr Sut und geben einen Pusserst zarten und schmackhaften Salat, den man mit Kartoffeln, Wurst, Sardellen (oder mit Holzessig bestrichenem
Haring) etc. versetzen und rnit Esdragon- und Gewiirzessig
wiirzen kann. Auch in starkem Salzwasser lassen sie sich
gut aufbewahren; doch ist es zweckmassig, sie in diesem
durch leichte Beschwerung untergelancht zii erhalten, da
die aus demselben hervorragendcn leicht schimmeln und
Martziiy, iiber Rndi.x Ratnnhiae spurius.
57
dann verderben. In beiden Flllcn mussen sie zuvor weich
gekocht werden, und nachdem das Wasser abgegossen
ist, wieder erkalten.
Ich schmeichle miu, dass mancher Leser bei einem
Gericht Pilze meiner Freundlich gedenken werde, und bin
uberzeugt, dass kaum Jemand es bedauern werde, wenn
er einige Thaler fur die oben empfohlenen Werke ausgiebt, denn diese werden durch sine reiche Schwammernte eines einzigen Sommers schon eingebracht.
-**-
Ueber Radix Ratanhiae , spurius
Asari canadensis ;
iind
Radix
yon
Dr. J u l i u s M a r t i n y in Darmstadt.
I. Radia Ratanhiae spurius.
Als solche betrachte ich eine in nicht geringer Menge
der achten Ratanhia beigemengte Wurzel, welche ihrer
ganzen Form nach von keiner Krameria kommen kann.
Ausser den erwahnten Wurzeln fanden sich viele Stengel
und Blatter derselben Pflanze.
Es sind die Wurzeln eines kleinen Strauches, die in
Stucke von verschiedener Lange zerschnitten und wovon
die langsten 4 bis 5Zoll nicht uberschreiten. Die Stiirke
ist ebenfalls sehr verschieden, von 1 Lioie bis uber 1 Zoll.
Die Hauptwurzeln, an welchen sich haufig noch Nebenaste befinden, sind ;bis uber 1 Zoll stark, und nur hier
und da zeigen sich Stellen von Wurzelgezweigen, die aber
grosstentheils abgebrochen sind. Die Wurzel ist hart und
giebt beim Fallen den Klang harter H8lzer. Die Farbe
der Epidermis ist ein Gelblichrothbraun und bsi den meisten Stucken grau bestaubt. Die Rinde ist bis 1; Linien
dick, bei einem Theile glatt, bei andern grubig, narbig,
seltcn mit Langsfurchen, durch das Trocknen zurn Theil
ringfiirmig aufgesprungen. An vielen Stucken lost sich
die Rinde sehr leicht von dem Holzkorper ab, an andern
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
424 Кб
Теги
essbare, ueber, giftiger, schwmme, und
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа