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Der Nachweis von Schalen im Kakao und in seinen Prparaten.

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624
Chr. Ulrich: Nmhweis von Kekaoechalen.
stand gibt die bekannte Nitrosoreaktion mit Phenol und Schwefelsaure : tief blaugriine Farbung.
Meine Versuche, die in dieser kurzen Mitteilung niedergelegt
sind, haben also beziiglich der Konstitution des Emetins folgendes
Resultat ergeben: Die von P a u 1 und C o w n 1e y aufgestellte
Formel C,H,,N,O,
kann auch nach diesen Versuchen als richtig
gelten. Das reine Emetin ist nicht, wie zurzeit angenommen wird,
eine bitertiare, sondern eine sekundfr-tertiare Base. Es enthalt
Behr wahrscheinlich zwei Methoxyl- und wenigstens eine freie
Hydroxylgruppe. Vom Cephaelin la& es sich durch qualitative
Parbenreaktionen scharf unterscheiden.
Weitere Untersuchungen iiber die Bindung der Sauerstoffund Stickstoffatome, speziell auch zur Darstellung von ein- und
zweifach methyliertem Emetin, sollen angeschlossen werden und
sind zum Teil schon im Gange; ich hoffe in nicht allzulanger Zeit
weiter berichten zu konnen.
Der Nachweis von Schalen im Kakao
und in seinen Prgparaten.
Von C h r . U l r i c h .
(Eingegangeii deli 6. VIII. 1911.)
Die Ermittelung des Schalengehaltes im Kakao und dessen
Priiparaten hat schon geraume Zeit den Gegenstand der Untersuchungen verschiedener Forscher gebildet. Es sind in der diesbeziiglichen Literatur eine grol3e Zahl von Methoden aufgefiihrt,
welche sich mit dieser Materie befassen und welche sich zum
groaten Teil auf chemisch-analytische Untersuchungen, zum geringsten Teil auf die mikroskopische Priifung des Kakaos und
seinen Prjiparaten erstrecken.
Naturgemiio haben bei dem grol3en Aufschwung, welchen
die Kakaofabrikation in letzterer Zeit genommen hat, euch die
maschinellen Einrichtungen in den Kakaofabriken eine Verbesserung
erfahren, die mit diesem Aufschwung gleichen Schritt gehalten hat.
Eine der wichtigsten dieser maschinellen Einrichtungen betrifft
die Trennung und Sonderung der Kernteile der Kakaobohne von
den Schalen. Die neuesten Maschinen dieser Art sind im stande
in e i n e r A r b e i t diese Trennung zu vollziehen, 80 &I3 jdes
Chr. U l r ich: Nachweis von Kakmscheleii.
536
Nachreinigen, welches bekanntlich Verlust an Material, Arbeitskraft und Zeit nach sich zieht, uberfliissig geworden ist').
Da aber auch andererseits die Maschinenindustrie Erzeugnisse
auf den Markt bringt, welche ein feinstes Mahlen der Schalenteile
der Kakaobohne gestatten, so ist damit auch einer unreellen Fabrikation der Weg geboten, diese zu feinstem Pulver zerriebenen
Schalen bis zu einem gewissen Prozentsatz, welcher bisher durch
irgend eine der bekannten Untersuchungsmethoden noch nicht
mit Sicherheit festzustellenist, dem Kakaopulver beizumischen. Abgesehen von dem Umstande, da13 unzweifelhaft eine derartige
Handhabung eine Uebervorteilung des Konsumenten zur Folge
hat, wird dadurch auch eine groBe Schiidigung der reellen Fabrikation herbeigefiihrt.
Unter Beriicksichtigung dieser ErwLgungen, muD es naturlich
das Bestreben der analytischen Praxis sein, auf Grund von Versuchen, Methoden zur Bestimmung des Schalengehaltes im Kakao
aufzustellen, welche es geststten auch solche geringeren Zusatze
von Schalen zu Kakao und dessen Erzeugnisse mit Sicherheit zu
erkennen und quantitativ nachzuweisen. Wie bereits erwahnt,
finden sich in der Literatur eine ganze Reihe der verschiedensten
Verfahren, welche sich mit der Ermittelung des Schalengehaltes
im Kakao und dessen Prgparaten befassen, aufgefuhrt. Eine
Durchsicht dieser Methoden liBt jedoch nur einige derselben als
praktisoh brauchbar erscheinen, und zwar sind es jene, welche
ah Grundlage die quantitative chemische Analyse besitzen. Die
mikroskopische Untersuchung von Kakaopulvern, wie sie von
verschiedenen Forschern, zuletzt von N o r m a n n, P. B o o t h,
C e c i l H. C r i b b und P. A. E l l i s R i c h a r d s 2 ) und
H a r tt 1d H u P), auch zur quantitativen Bestimmung von
Kakaoschalen vorgeschlagen worden ist, b n n infolge der Unsicherheit, mit der eine Schiitzung stets, selbst unter Heranziehung
von Vergleichspraparaten, behaftet ist, fiir die genaue Ermittelung
und Entscheidung uber die Menge an in einem Priiparat vorhandenen
Schalen unmoglich in Frage kommen. Es ist aber nicht von der
Hand zu weisen, daD die mikroskopische Priifung dort groBe Dienste
leistet, wo es sich um die Feststellung der Anwesenheit von Schalen
und evmtuefl fremden pflanzlichen Bestandteilen handelt.
E. L u h m a n n, Kakao und Schokoh.de. Bibliothek der gea.
114. Bd. Hannover 1909, Jhnieke.
s, Analyst 1909, XXXN, 134.
*) Zeitschr. f. N. u. G. 1911, XXI, 94.
1)
Technik.
626
Chr. Ulrioh: Nechweis voii Kakaosohalen.
Den Gegenstand der vorliegenden Arbeit bildet nun die Nachpriifung der fiir die analytische Praxis als brauchbar zu bezeichnenden Methoden zur Bestimmung des Schalengehaltes im Kakao
und dessen Priipareten, und ferner die Erwiigung, ob nicht auf
anderen Wegen ah die bisher gezeigten, ein Verfahren zur quantitativen Bestimmung von g e r i n g e n M e n g e n a n K a k a o s c h a 1e n gefunden werden kann.
Die Schwierigkeit, eine geeignete Methode zur Schalenbestimmung zu finden, liegt in dem Gegenstand der Kskaobohne
selbst; denn der Kern der Bohne sowohl, wie auch die Schalen
derselben, weisen Unterschiede in der Art ihrer Zusammensetzung
nicht so weit auf, da13 man bisher eine Handhabe gefunden hiitte
diese Unterschiede zu einer auch auf g e r i n g e r e Zusiitze von
Schalen zur reinen Bohne sich erstreckenden quantitativen Bestimmung derselben benutzen zu konnen. Es mu13 auch noch in
Betracht gezogen werden, da13 trotz der Fortschritte, welche in der
Maschinentechnik diesbezuglich gemacht worden sind, es nur verhiiltnismiil3ig wenigen Kakaofabriken moglich ist, die neueaten
Maschinen, von welchen im Eingange gesprochen wurde, in die
Betriebe einzustellen ; dadurch wird aber immerhin die Notwendigkeit bedingt sein, in den selbst ab rein bezeichneten Kakaopriiparaten einen geringen Gehalt an Schalen als unvermeidlich
vorhanden anzunehmen. Dieser unvermeidliche Gehalt an Schalen
ist nach W e l m e n s l ) mit 1-3,8% zu bewerten, und nicht, wie
A. G o s kea) angibt, mit durchschnittlich 6y0, was auch von
F i 1s i n g e r und B o t t i c h e r3) ab unmoglich hingestellt wird,
da, abgesehen davon, daB die Kskaobohnen schon a n und fiir sich
nur ca. 10% Schalen besitzen, die sorgfgltig arbeitenden Schiilvorrichtungen einen so hohen Gehalt an Schalen in gesondertem
Material niemals abgeben konnen.
Von den zur q u a n t i t a t i v e n E r m i t t e l u n g d e s
Schalengehaltes im K a k a o u n d dessen Prapar s t e n verschiedentlioh vorgeschlagenen Methoden seien folgende
angegeben :
F i l s i n g e r ' ) hatzuerstdurchein S c h l i i m m v e r f e h r e n
eine quantitative Bestimmung der Schalenteile im Kakao zu ermoglichen
versucht ; D r a w 8 6 ) hat dieses Verfahren einer Ueberpriifung unterl ) Zeitschr. f. 6. Chemie 1901, 496.
*) ZeitRchr. f. N. u. C. 1910, XIX, 154 u. 653.
*) Zeitschr. f. 6. Chemie 1910, XVI, 311.
4, Ebenda 1899, V, 27.
5, Ebenda 1903, I X , 161.
Chr. Ulr ich: Nachweis von Kakaoschalen.
527
zogen und eine genaue Boschreibung desselben angegeben. Die Anwendung des F i 1s i n g e r - D r a w e'schen Verfahrens und die mit
demeelben erzielten Ergebnisse bilden einen Teil der vorliegenden Arbeit
und wird daher dasselbe spiiter ausfiihrlich behandelt werden.
Z i p p e r e r , M a t t h e s und M u l l e r l ) haben zum Nachweis von
SchalenimKakaodie Bestimmungderw a s s e r l o s 1 i c h e n K i e s e 1s B u r e herangezogen, jedoch ist nach M a t t h e s und R o h d i c ha)
diese Methode nicht hierfiir brauchbar, denn die letzteren Wiesen an Hand
von 21 verschiedenen Kakaosamen nach, daI3 der &halt an Kieselsiiure
und damit auch jener der wwerloslichen Kieselsiiure in den einzelnen
Kakaosorten zu versehieden ist, um eine Handhabe auch nur zur anniihernden quantitativen Bestimmung der Schalen zu bieten.
L i i h r i g a ) versuchte auf Grund des A s c h e n g e h a l t e s
und der A 1k a 1i t ii t der Asche die Bestimmung des Schalengehaltes
zu bewerkstelligen; aber auch hier scheiterte die Anwendung dieser
Methode an den grol3en Differenzen, welche die einzelnen Kakaosorten
diesbeziiglich untereinander aufwiesen. Ebenso verhiilt es sich mit dem
Gehalt an G e s a m t - E i w e i a s t o f f e n , den mtm ebenfalls zur
quantitativen Ermittelung der Schalen im Kakao benutzen zu konnen
glaubte.
W e 1m a n s 9 hat auf Grund eingehender Untersuchungen in
der Verschiedenheit der J o d z a h 1e n der Fette von Kakao-Bohnen
und -Schlen einen Weg zur Feststellung des Schalengehaltes im Kakao
zu finden versucht. Die diesbezuglichen Ausfiihrungen werden weiter
unten einer niiheren Beaprechung untenogen werden, da auch dieae
Methode Gegenstand der Ueberpriifung durch den Verfasser ist.
Neuerdings hat A. G o s k e s ) eine Methode zur Bestimmung
von Schalen i
m Kekao veroffentlicht, deren Prinzip folgendes ist:
Wenn in e k e C h l o r c a l c i u m - L o s u n g von bestimmtem
spezifischem Cewicht entfettetes Krtkaopulver eingetragen wird, 80
soheiden sich die schweren Schalenteile von dem leichteren CotyledonenGewebe ab. Die Chlorcalcium-Losungzerstort die Inhaltstoffe der Cotyledonen, und das iiberbleibende Zellgewebe wird von der Losung getragen,
w k n d die Schalenteile nur sehr wenig angegriffen werden. Der
Verfmer beschreibt eingehend seine Methode, deren Handhabung auBerordentlich umstiindlich ist und deren Ergebnisse mhr groBen Schwankungen bei den Kakaoschalen verschiedener Herkunft unterworfen
sind. (Von 15,40% bis 38,76%.)
Nach G o s k e ist man gezwungen einen fiir jede Kakaosorte
fiir sich zu ermittelnden sogenannten ,,Schalenfaktor" amuwenden,
Zeitschr.
Zeitschr.
a) Zeitschr.
Zeitschr.
6, Zeitschr.
l)
8,
f.
f.
f.
f.
f.
N. u. G. 1906. XII, 95.
0. Chemie 1908, X I V , 166.
N. u. G. 1903, IX, 161.
o. Chemie 1901, VII, 500.
N. u. G. 1910, XIX, 154, 653.
Chr. U lr i c h: Nachweis von Kakaoeohden.
628
der natiirlich ebenso grol3en Schwankungen unterworfen ist, als der
nach ihm erhaltene G-ehalt an Schalenbestandtsilenin den Kakaoschalen,
denn deraelbe ist nach G o s k e der ,,Schalenfaktor". Auf Grund seiner
Methode kommt G o s k e zurn Ergebnis, da13 selbst die feinsten Kakmsorten des Handels h e r noch, wie bereits erwiihnt, S-8740 Schalen
ah ,,natiirliches" Vorkommen enthalten, und man daher gezwungen sei,
bei der Schalenbestimmung im Kakao von den amlytisch ermittelten
und mit Hilfe des Schalenfaktors berechneten Gehalt 811 Schalen ein
fiir allemd 6% abzuziehen, um zu dem w h e n Schalengehalt des betreffenden Kakaos zu gelangen. Ein niiheres Eingehen uber den Wert
der Goske'schen Methode fiir die analytische Praxis eriibrigt sich
von selbst, da neben der sehr umstandlichen und gro13e Fehlerquellen
bergenden Handhabung, die Ergebnisse selbst bei genauester Befolgung
der Vorschrift innerhalb grol3er Grenzen schwanken und mit Sicherheit
nicht als vollig einwandfrei angesehen werden konnen. F. F i 1s i n g e r
und W. B o t t i c h e rl) haben die G o s k e'sche Methode nachgepriift
und sie zur quantitativen Bestimmung von Schalen im Kakao els nicht
geeignet befunden.
Als weitere Verfahren zur Ermittelung des Gehaltes an Schalen
im Kakao kommt die Bestimmung des Gehaltes an R o h f a s e r in
Betrecht, nach den Verfahren von H e n n e b e r g und S t o h m a n n,
H o I d e f 1 e i P),
W a t t e n b e r gs), S c h u 1z e3,H o f f m e i s t e rs),
LangeO), H onig'),
G a b r i e l s ) , K O n i g g ) und das durch
M a t t h e s und M u 1le r10) abgeiinderte K o n i g'sche Verfahren.
Das letztere Verfahren wurde nun auch einer Ueberpriifung durch den
Verfasser zugefiihrt, weil es eine Rohfaser liefert, welche fast frei von
Pentosanen ist, was bei den anderen Methoden nicht zutrifft. Es m a t e
fiir den vorliegenden Gegenstand bei Bestimmung der Rohfeser und
Verwendung dieser Methode zur Ermittelung des Gehaltes an Schalen
im Kakao eine Vorschrift gewiihlt werden, nach der man moglichst
pentosanfreie Rohfaser erhalt, da von D e k k e I+) und anderen der
Nachwek gehfert wurde, da13 in den Kakaosckalen weit mehr Pentosene
ah in den Kernen e n h l t e n sind, was zur Folge haben wiirde, daO bei
Bestimmung der Rohfaser nach irgend einem Verfahren, welohes nicht
fast vollig pentosanfreie Rohfaser ergibt, ein unrichtiges zu hohes Er1)
Zeitschr. f. o. Chemie 1910, XVI, 311.
') Lmdw. J t h b . 1877, SuppI.-Rd. 103.
Journ. f. Landw. 1880, XXI, 273.
Chem. Zentralbl. 1867, 361.
6, Landw. Jehrb. 1888, 241 und 1889, 767.
") Zeitschr. f. physiol. Chemie 1890, 283.
7 (=hem.-Ztg. 1890, 868 und 902.
*) Zeitschr. f. physiol. Chemie 1892, 270.
Zeitschr. f. N. u. G. 1898, 111, 1 und 1903, VIII, 769.
lo) Ebenda 1906, XII, 159.
'1) Schweiz. Wochenschr. f. Chem. u. Pharm. 1902, 462.
3
C hr. U lr ich: Xachweis voii Kaliaoschalen.
529
gebnis betreffs des Schalengehaltes sich ergeben wiirde. Es werden gelegentlich der Besprechung der vom Verfasser zur Bestimmung der
Rohfaser angewandten Methode nach I< 8 n i g, mit der Abiinderung
nach Mrtt,thes und Miiller noch weitere Ausfiihrungen gemacht werden.
F i n k el) hat nun die Rohfa&r-Besthnmung nach I<o n i g
nnd die Methode von K o n i g , M u r f i e l d und F u r s t e n b e r g * )
zur Bestimmung der R e i n c e l l u l o s e , des L i g n i n und des
K u t i n in der Rohfaser zu benutzen versucht, u m aus den Ergebnissen
fiir die Reincellulose der Rohfaser einen RiickschluB auf die Menge an
vorhandenen Schalen i
m Kakao zu ziehen. F i n k e stellte dabei feat,
da13 das, was man als Rohfaser im Hakao auffasse im hochsten Falle noch
nicht ziir Hiilfte ails Cellulose bestehe, und da13 der Gehalt an Reincellulose der Rohfaser in den Schalen nicht so groBen Schwankungen unterworfen sei, um daraus ein besseres Unterscheidungsmerkmal zu erhalten,
als es der Gehalt an Gesamt-Rohfaser allein gebe.
Die letzte Methode, welche auch zur vorliegenden Arbeit mit
herangezogen wurde, um den Schalengehalt im Kakao zu ermittein,
und die allem Anscheine nach einen Vorzug gegeniiber den anderen
bekannten Bestimniungsmethoden hat, iet jene der Exmittdung des
P e n t o s a n - G e h a 1 t e s.
\Vie bereits erwlihnt, hat D e k k e r3) Veranlassung genommen,
die von T o l l e n s und H r o b e r 4 ) ausgearbeitete Methode zur Bestimmung der Pentosane auf die Feststellung des Gehaltes an Schalen
im Iiakao anzuwenden, da Versuche gezeigt haben, daB die Kakaoschalen
einen ungleich hoheren Gehalt an Pentosanen aufweisen als die Kerne.
Es sind in der Folge verschiedene Abiinderungen dieser Methode von
einzelnen Forschern vogeschlagen worden, die dann bei Beschreibung
der vom Verfaaser zur Anwendung gebrachten Methode Erwiilinung
finden werden.
Des Untersuchungsmaterial, welches dem Verfasser zur Ausfiihrung Neiner Versuche zur Verfiigung stand, wurde ihm m bereitnilligster Weise von den Fkmen:
G e b r i i d e r N o l t i n g in Herford i. W.;
T h e o d o r R e i c h a r d K a k a o - C o m p a g n i e in
Wandsbecb ;
S a r o t t i C h o k o 1a d e n - und K a k it o - I n d u s t r i e
A.-G. Berlin;
G e b r i i d e r S t o l l w e r k A.-G. in Coln a. Rh.
uberlassen und sei diesen Firmen fur ihr grohs Entgegenkommen
hier der beste Dank ausgesprochen.
1)
2,
3)
4,
Zeitschr. f. N. u. G. 1907, XIII, 265.
Zeitmhr. f. N. u. G. 1906, XIV, 385.
Schweiz. Wochenschr. f. Chem. u. Pharm. 1902, 462.
Journ. f. Landw. 1900, 357.
A r - h d Pharm. CCXXXXIX. Rds.
7. Heft.
34
Chr. Ulrich: Nachweis von Kakaoschalen.
530
Vorbereitung zur Analyse.
Das Untersuchungsmaterial bestand &us Kakaobohnen in
nicht gebrochener Porm, welche noch mit den Schalen umgeben
eingesandt worden waren.
Die zur Untersuchung verwendeten g e r o s t e t e n g a n z e n
3 o h n e n bestanden aus folgenden Sorten : A k k r a, A r i b a,
B a h i a , C e y l o n , G u a j a q u i l , S a m o a , St. T h o m e
und T r i n i d a d .
Die n i c h t g e r o s t e t e n g a n z e n K a k a o b o h n e n
waren: A k k r a , A r i b a , B a h i a , G u a j a q u i l , S a m o a
und T r i n i d a d .
Die ganzen Bohnen wurden niit Hilfe eines Messers moglichst
von den anhaftenden Schalen und den Silberhautchen befreit und
dann nach dem Zerteilen in kleinere Stucke nochmals mit der Lupe
auf das Vorhandensein von Schalen ausgesucht; mit den Schalen
wurde ebenso verfahren, so daD von Schalen freie Bohnen und
von Bohnen freie Schalen erhalten werden konnten.
Die K a k a o s c h a 1 e n wurden fur sich in einen Morser
fein zerrieben und durch ein Maschensieb von 43 Maschen auf
1 cm L&nge gesiebt; diese durchgesiebte Substanz bildete das
Ausgangsmaterial fur die Analyse.
Die von den Schalen freien K a k a o b o h n e n wurden
nach dem von W e 1m a n sl) beschriebenen Verfahren, wie folgt,
einer Zerkleinerung unterworfen :
,,In einen a d 60° erwiirruten Morser verreibt man 20-30 g
enhchalter Bohnen solange, bis weder init dem Auge noch auch beim
Reibon zwischen dem Daumen und dem Zeigefinger grijbere Partikelchen
zu bemerken sind. Nach einigen Minuten starken Reibens erweicht die
Masse und wird diinnfliissig. Man [email protected] nun in e k e Blechform, kuhlt
ab, reibt die moglichst hart gewordene Masse durch eine Zuckerreibe
und bringt sie wieder in den erwlirmten Morser. Die Operation wird
dann nochmals wiederholt."
Das auf die vorstehend beschriebene Weise zerkleinerte
Material ist dann durch ein Maschensieb von 26 Masohen auf 1cm
Lange gesiebt worden und bildete so den Bestand des Ausgangsmaterials zur Analyse.
Wassergehalt der Kakaobohnen u n d Schalen:
6-10 g des feinst gesiebten Materials wurden, wie ublich, bis zur
Gewichtskonstanz in einem geeigneten Wageglaschen bei 105O C.
getrocknet und der Gewichtsverlust auf 100 g der angewandten
Substanz berechnet.
1)
Zeitschr. f.
0.
Cheni. 1900, VI, 305.
Chr. Ulrich: Kachweis von Kakaoschalen.
Fettgehalt der Kakaobohnen
531
und Schalen:
20 g der gesiebten Substanz wurden in eine Extraktionshiilse gebracht und im Soxblet'schen Apparat 18 Stunden hindurch mit
iiber Natrium datilliertem Aether ausgezogen und das nach dem
Abdestillieren dea Aethers im Fettkolbchen rmriicgbleibende Fett
2 Stunden bei 1000 getrocknet und gewogen. Wiihrend die reinen
Kakaobohnen nach 18 stiindigem Extrahieren in einer Reibschale
auf'das Feinste zerrieben und dann noch 3 Stunden mit Aether
ausgezogen worden waren, uni mit Sicherheit alles v o r h d e n e
Fett aus den Kernen zu entfernen, hat sich diem nochmalige Behandlung mit Aether bei den Schalen nicbt notwendig erwiesen,
da der Fettgehalt der Schalen ein VerhaltnismiiDig geringer ist (er
iibersteigt kaum 7% der lufttrockenen Substanz) und infolgedewen
ist die Annahme gerechtfertigt, d a D durch eine 18 Stunden andauernde Extraktion alles Fett BUS den Schalen entfernt wird.
Der bei der Fettbestimmung der Kakaobohnen wie der Schalen
zuriickbleibende Rucbtand wurde, nachdem er vorgetrocknet
worden war, zuerst vollstidig fein zerrieben, dann durch das
Maschensieb von 43 Maschen auf 1 cm Gnge gesiebt, und hierauf
einer Trocknung bei 1050 unterworfen. Diese fettfreie Trockensubstanz, entsprechend aufbewahrt, bildete das Ausgangsmaterial
siimtlicher angewmdten gewichtsanalytischen Methoden zur Bestimmung des Schalengehaltes.
Die Angaben in der Litteraur iiber den F e t t g e h a 1t d e 1:
F e i n e n K a k a o b o h n e n haben in den letzten Jahren insofern
eine Aenderung erfahren, als durch verschiedene Analytiker
konstatiert worden ist, daB der Fettgehalt in Wirklichkeit bedeutend hoher ist, als man friiher angenommen hat. In den Vereinbarungen zur einheitliohen Untersuohung und Beurteilung von
Nahrungs- und GenuDmitteln etc. Heft 111, $. 75, finden sich fiir
die Fettmenge in Kakaokernen 48-54y0, im Mittel 50% angegeben, wghrend W e 1m a n sl) ihn mit 54--56,26y0, S. H. D a v i s
und B. G. Mc. L e l l a n z ) mit durchschnittlich 54,44%,
P r o c h n o w9) bei ungerijsteten Bohnen mit 50,82-53,67%,
bei gerosteten Bohnen mit 50,3-53,87y0,
M a t t h e s und
Miillel*') mit 53,29-55,87~0, L i i h r i g 6 ) und S e g i n mit
*) Zeitschr. f. 0. Chem. 1903, IX, 206.
*) Journ. SOC. Chem. Ind. 1904, Xxm, 480.
Dissertation.
') Zeitschr. f. N. u. a. 1906. XII, 92.
") Ebenda 1906, XII, 164.
34*
Chr. Ulrich: Nachweis von Kakaoschalen.
.532
53,3-57%, R. A d a ml) in Kakaopulvern mit 51,23-55,980/6,
in geschalten Bohnen mit 45,15-21,87y0 festgestellt haben.
Ueber den F e t t g e h a l t d e r K a k a o s c h a l e n sind
die Angaben in der Literatur sehr spkirlich vorhmden. P r o c 11 n o we) gibt ihn mit 2,28--5,64y0 der lufttrockenen Substanz bei
gerosteten Schalen an.
Die Ergebnisse der Erntittelungen, welche der Verfasser der
vorliegenden Arbeit nach diesen Richtungen hin anstellte, sind
in den Tabellen 1, 11, IV und V mit den Gehaltszahlen fur hygroskopisches Wasser und der Berechnung des Fettgehaltes auf
Trockensubstanz ubersichtlich zusammengestellt. Es geht deraus
heziiglich des Gehaltes an Wasser und Fett von reinen Kakaohohnen, wie Schalen, folgendes hervor.
Die Untersuchungen erstreckt'en sich auf 18 Proben Kakao
von acht untereinander verschiedenem Herkommen :
Der W a s s e r g e h a 1 t der gerosteten Kakaobohnen
schwankt von 2,46-4,45y0, im Mittel 3,21% ; der ungerosteten
Bohnen von 6,32-7,65Y0, im Mittel 6,89Y0; der gerosteten
Schalen von 1,88-10,58y0, im Mittel 7,95y0; der ungerosteten
Schalen von 5,42-6,30y0, im Mittel 5,71y0.
Der verhiiltnismiil3ig hohe Gehalt an Wasser einzelner Schalen
ist auf ihre groSe Hygroskopizitlit zuruckzufiihren.
Die ermittelten Gehaltszahlen fur das F e t t, welche des
Vergleiches halber auf wasserfreie Substanz umgerechnet sind,
ergeben bei den einzelnen Kakaosorten, wenn auch nicht allzu
groBe Schwankungen vorhanden sind, verschieden hohe Werte,
Im allgemeinen schwanken die Fettgehalte der untersuohten Sorten
gerosteter Kakaobohnen, berechnet auf Trockensubstanz von
50,60-55,05%, und zwar ergeben die Bahia-Kakao ( 8 . Tabelle 11)
mit 51,1117y0 Pett den niedrigsten Durchschnittswert, dem sich
Guajaquil, Ceylon, Samoa, Ariba, Akkra, Thome mit inimer
hoheren Fettgehalten anreihen, bis bei dem Trinidad-Kakao rnit
54,0707y0 Fett der hochste Durchschnittstvert erreicht ist.
Aus diesen Ergebnissen berechnet sich der Fettgehalt von
Kakaobohnen in der Trockensubstanz im Durchschnitt zu 52,1692o/b,
was mit den oben erwiihnten Literaturangaben iibereinstimmt.
Die ungerosteten reinen Kakaobohnen besitzen nach Tabelle I
einen etwas hoheren Fettgehalt der Trockensubstanz als die entsprechenden gerosteten Sorten und damit auch einen um 0,50/,
I)
Bull. Soc. Chim. B e l p 1907, XXI, 211.
*) Dissert,ation.
Chr. Ulrich: Nnchweis voii Kakaoschalen.
533
hoheren Durchschnittswert mit 52,6607%. Die Ursache dieser
Erscheinung ist jedenfalls auf das Rosten der Bohnen zuriickzufiihren, wobei Umsetzungen stattfinden, welche jedenfab auch
nicht ohne EinfluB auf den Fettgehalt bleiben. Dieselbe Beobachtung betreffs der Mittelwerte des Fettes ist im tlllgemeinen
auch entsprechend der erhaltenen Zahlen fiir das Fett in den gerosteten und ungerosteten Kakaoschalen gemacht worden
(Tabelle IV und V); bei ersteren betriigt der Mittelwert 6,2793%,
bei letzteren 6,6695%. Die Fettgehalte selbst schwanken bei den
geriisteten Schalen innerhalb 4,394&7,99480/,
bei den ungerosteten Schalen von 5,4244-7,4875%.
Die gerosteten Aribaund ThomB-Schalen sind mit 5,1639% Fett am fettlirmsten, an
welche sich die Schalen von Trinidad, Ceylon, Samoa, Guajaquil
und Bahia anschlieBen und in den Akkra-Schalen mit 7,8539y0
den hochsten Fettgehalt erreichen.
Methoden zur Ermlttelung des Schalengehaltes im Kakao
und dessen PrBparaten.
I. Die Jodzahl des Fettes.
Die Bestimmung der Jodzahl des Fettes erfolgte nach der
Anweisung zur chemischen Untersuchung von Fetten und Kiisenl)
nach v o n H u b l .
Nach K o n i g 2 ) sind die Jodzahlen des Kahofettes
Schwankungen von 33-42, nach dem D e u t s c h e n A r z n e i b u c h IV solchen von 34-38 untenvorfen, wiihrend P r o c h n o w3)
in sechs verschiedenen Sorten bei gerosteten Kernen 35,l-37,88,
bei ungerosteten Kernen 34,49-37,43 ermittelt hat. W e 1m a n s4)
hat die Beobachtung gemacht, daD das durch Aether-Extmktion
&US den Kakaoschalen erhaltene Fett eine gegeniiber dem Fett
&us den Bohnen ungleich hohere Jodzahl besitzt, und daB selbst
der mit siedendem Wasser anhaltend gewaschene Aetherextrakt
ebenfalls hohe Jodzahlen liefert. Er nimmt deshalb an, dLbB das
Fett der Schalen eine im Wasser unlosliche ungesilttigte Silure
enthalt, welche in dem Fett des Kakaokernes nicht vorhanden ist,
denn die Hehner'sche und Reichert-MeiDl'sche Zahl der beiden
Fette sind nicht so abweichend, daD daraus eine wesentliche Verl ) Bekmtmachung des Reichskanzlera vom
1. April 1898
(Cmtralbl. f . d. Deutsche Reich 1898, X X V I , 201).
a) Untere. landw. u. gewerbl. wicht. Stoffe 1906, 542.
s, Dissertation.
Zeitschr. f. 0. Chem. 1901, VII, 800.
Chr. Which: Nachweis von Kabschalen.
634
schiedenheit festgestellt werden konnte. Die Jodzahlen der Schalenfette, welche W e 1m a n s ermittelt hat, bewegen sich von 41,86
bis 48,60,wiihrend die Jodzahl von mit heiBem Wasser gewaschenem
Fett immer noch 42,Ol ergab. W e 1m a n s hat dann noch weiter
die Jodzahlen des Fettes von vier Sorten Kakaogrus, der gewohnlich
zu ca. 1/3 aus Schalenteilen, Sand und Staub besteht, ermittelt
und Werte von 40-42,25 erhalten; er schlieBt nun aus diesen
Beobachtungen, daB die Bestimmung der Jodzahl auch zur Ermittelung des Schalengehaltes herangezogen werden konne , allerdings nur dann, wenn der Zusatz von Schalen in dem Untersuchungsobjekt mindestens 25-30%
betriigt, wo die Jodzahl des
Fettes die Hohe von ijber 40 erreicht. Da aber gewohnlich der
Schalenzusatz kaum uber 10% hinausgehen diirfte, so konne man
m a der Erhohung der Jodzahl des Fettes gegeniiber jener von
Fett aus reinen Bohnen nicht mit Bestimmtheit einen SchluB auf
die Menge der zugesetzten Schalen ziehen. P r o c h n o wl) hat
die Ergebnisse von W e 1m a n s betreffs der Jodzahl des Schalenfettea durch seine diesbezuglichen Untersuchungen bestiitigt gefunden, indem er bei dem Schalenfett von sechs Kakaosorten
Werte von 43,2-46,2 fur die Jodzahl angibt.
In den Tabellen I11 und VI sind die diesbezuglichen Ergebnisse des Verfassers zusammengestellt.
Wiihrend fiir die Jodzahlen der Fette von reinen gerosteten
Kakaobohnen 32,-35,66
(im Mittel 34,16) und fiir jene aus den
ungerosteten Bohnen 34,71-36,52
(im Mittel 35,53) gefunden
wurden, welche mit den Literaturangaben ubereinstimmen, sind
die Jodzahlen der Fette von gerosteten und ungerosteten Kakaoschalen wesentlich niedriger, als sie W e 1m a n s und P r o c h n o w
angeben, ermittelt worden, und zwar fur erstere mit 34,82-37,92
(im Mittel 36,37), fiir letztere mit 36,07-38,04 (im Mittel 37,28).
Die GroBe der Erhohung der Jodzahl des Kakaofettes bei
Anwesenheit von Schalen wiirde daher keinen RuckschluB, selbst
bei Anwesenheit von mehr als 30% Schalen, gestatten. Es ist
schon von W e l m a n s selbst ausgefiihrt worden, daB iiian nur
einen Zusatz von 30% Schalen zu Kakao durch die Erhohung der
Jodzahl des Fettes mit einiger Sicherheit zu erkennen vermoge.
Schon aus diesen Erwiigungen heraus muB, da ja noch hinznkommt,
da13 so erhebliche Verfglschungen mit Schalen in der Praxis kaum
aufgefunden werden diirften, der SchluB gerechtfertigt erscheinen,
da13 man der Jodzahlbestimmung fiir die Ermittelung des Schalengehdtes allein eine Bedeutung in der Praxis nicht zusprechen kann.
1)
Dissertation.
Chr. 1'lric.h: Nachweis von KakaoschaIen.
535
11. Die Yehlamm-Methode von Filsinger-Drawel).
Das Schlammverfahren von F i 16 i n g e r2) griindet sich auf
die Untersuchungen der Kakaofabrikate des Handels. Bei der
Schokoldenfabnkation werden grobe Schalen mit den Kakmbohnen zuwmmen in Melangeuren zerrieben und bei dieeer Manipulation saugen die Schalen, infolge ihrer physikalischen Eigenschaften eine grol3e Menge Fett an und setzen, da sie dadurch eine
gewisse Zkhigkeit und Geschmeidigkeit erlangen, dem weiteren
Zerkleinern einen Widerstand entgegen, so dd3 d e nicht den
Feinheitsgrad erreichen kijnnen, wie ihn die mitvenmhlenen Kakmkerne bei Beendigung des Mahlens besitzen. Entfettet man nun
ein so hergestelltes Kakaopriiparat, so kann man durch Schliimmen
mit Wasser diese Schalen verhaltnismllfijg leicht von den Kernen
trennen, und zwar w i d die Trennung eine fast quantitative sein,
wobei allerdings zu beriicksichtigen ist, daD das Wasser ca. 25%
der Schalenbestandt,eile lost. Man muB dann den beim Schliimmen
erhaltenen Wert um ?,$ vermehren, urn den wirklichen Schalengehalt des Kakaoprgparates zu erhalten. Wie W e 1 m a n s8) festgestellt hat, ist' diese von F i 1s i n g e r angegebene Methode sehr
gut fur die Betriebskontrolle brauchbar und gibt gut iibereinstimmende Werte. die von dem wirklichen Gehalt an derartigen
Schalen nur urn ca. 5% niedriger gefunden worden sind. Werden
aber die Schalen fur sich aufs Feinste gemahlen und dann erst
den Kakaokernen in den Melangeuren zugegeben, so wird bei Anwendung der F i l s i n g er'schen Methode auf ein solches Gemisch ein bedeutend geringerer Schalengehalt, als in Wirklichkeit
vorhanden ist, sich ergeben. Die Ursache liegt nach W e 1m a n s
darin, daB durch die vorhergehende feinste Pulverisierung der
Schalen ein grol3er Teil derselben niit den Kernteilchen abgeschlammt wird, und so den Verlust bedingt. W e 1m a n s hat,
um diese Beobachtung zu erklaren, drei Kakaoschalenpulver,
wovon zwei den Anforderungen des Deutschen Arzneibuches I V
betreffs Feinheitsgrad an mittelfeines und feines Pulver entsprachen
und ekes noch feiner als letzteres war, diesbeziiglich untersucht
und nach der Schliimm-Methode 70-78,30% an Schalen ermittelt,
80 daB hiermit der Beweis erbracht wurde, daD feingemahlene
Schalen, einem Kakaopriiparat zugesetzt, durch die F i 1s i 11 g e r 'ache
Schlamm-Met'hodenur zu ca. 7504 ihrer Beimischung erkennbar sind.
1)
Zeitschr. f. 6. Chem. 1899, V, 27 und 1903, IX, 161.
*) Zeitschr. f. 6. Chem. 1899, V, 27.
s, Zeitschr. f. 6. Chem. 1901, VII, 600.
Chr. U l r i c h : Sachweis von Kakaoschalen.
536
F r a n k el) hllt das F i 1 s i n g e r’sche Verfahren zur Bestinimung von Kakaoschalen in Kakaopraparaten als das beste,
bemiingelt aber nur, daR die Fehlerquelle bei diesem Verfahren in
dem trockenen Schlimmriickstand liege, denn derselbe stelle nicht
melir den gesamten Gelialt an Schalen dar, da durch die Behandlung
mit Wasser die in den Schalen vorhandenen Kohlenhydrate und
GerbaBuren in Losung gehen. Die Ermittelungen F r a n k e’s
nach dieser Richtung hin stinimen rnit jenen von D r a w e iiberein,
da.13 namlich bei Behandlung von Schalen mit Wasser bei gewohnlicher Temperatur ein Verlust von ca. 21,7-27,6y0 entsteht, der
bei der Berechnung dadurch wettgeniacht werden miiDte, daIS
man den gefundenen Schalengehalt mit 1,237 niultiplizieren soll,
um den wahren Schalengehalt zu erhalten.
D r a w e hat auf Grund der F i 1 s i n g e r’schen Methode
ein Schliimmverfahren zur Bestimmung des Schalengehaltes ini
Kakao und dessen Praparate angegeben, nach welchem auch der
Verfasser die Untersuchung der verschiedenen Sorten von Kakaobohnen und -schalen vorgenommen hat, und deren Ergebnisse in
der Tabelle VI1 zusammengestellt sind. Die D r’a w e’sche Vorschrift, welche bis auf den Urnstand, daR das zur Untersuchung
gelangte Material in fettfreier Trookensubstanz zur Anuendunq
kam, wahrend D r a w e von einer Entfettung des Untersuchungsobjektes abgesehen hat, vollstiindig senau eingehalten wurde,
lautet in der Anwendung des Verfassers :
2 g der feinstgepulverten fettfreien Trackenwbstanz werden in
einer Porzellanschale rnit 100 ccni Wasser verriihrt und unter bestandigem
Unlriihren z u m iiochen gebraclit und darin solange erhalten, bis das
Pulver vollstiindig genetzt ist und der Scharini auf der Oberflkche sich
gesaminelt hat und endlich verscliwindet. Man tiberliiIjt nun die Mame
5 Minuten der iZuhe, giellt die obere Halfte der Flussigkeit ab, fiillt hierauf die Schale mit kaltem Wasser, lallt wieder einige Zeit stehen, gie5t
wieder die obere Hiilfte ab und verfahrt auf diese Weise solange, bis
das ablaufende Schlammwasser vollstiindig klar erscheint und sich
die schweren Teile des Prilvers am Boden abgesetzt haben. Man gibt
nun der mit Wasser iibergossenen Substanz durch Riihren eine kreisende
Bewegung, waPtet bis Ruhe eingetreten ist und gieBt d a m sofort das
Wasser vom Bodensatz a b ; dies wird solange wiederholt bie das abzugiel3ende Wasser keine schwimmnenden Teile mehr enthalt . Den Bodensate bringt man mit Wasser qiiantitativ auf einen G o o c h - Tiegel,
trocknet ihn darin und wiegt. Das erhaltene Gewicht wird mit deni Faktor
1,43 multipliziert, da von D r a w e ermittelt worden war, daR die Kakaoschalen bei der eben beschriebenen Behandlung ca. 30% ihres Gewichtes
1)
I’liarm. Zentrh. 1906, XLVIJ, 416.
Chr. Ulrich: Nachweis von Kakaoschalen.
537
durch Losen und Wegschweinmen ihrer Bestandteile verlieren, und dann
auf Prozente der fettfreien Trockensubstanz und urspriingliche Substanz
umgerechnet.
Aus den in der Tabelle VII ubersichtlich geordneten Ergebnissen des Verfassers l&Bt sich folgendes ersehen : Die gerosteten
reinen Kakaobohnen enthalten nach der D r a w e’schen Methode
0,6450-0,7250~0,im Mittel 0,7722?,,, in der fettfreien Trockensubstanz gleich 0,2900-0,3391y0, im Mittel 0,3223y0 der lufttrockenen Substanz.
Gegenuber den berechneten Mittelwerten
bleiben die gefundenen Mittelwerte urn 0,0947 bezn-. 0,003470 zu lioch.
Die ungerosteten Kakaobohnen enthalten von 0,7150 bis
O,sooOo/,, im Mittel 0,7293y0, Schalen der fettfreien Trockensubstanz, was 0,3316-0,3607~0, im Mittel 0,3223y0, Schalen der
lufttrockenen Substanz entspricht. Die Differenzen der gefundenen
gegeniiber den berechneten Mittelwerten erweisen sich zu 0,0349
bezw. 0,0187y0, und zwar sind sie um diesen Prozentsatz geringer.
Die reinen gerosteten Kakaoschalen ergaben nach D r a w e
iiur in einem Falle, bei den Trinidad-Schalen, einen sehr niedrigen
Schalengehalt von 57,8506y0 der fettfreien Trockensubstanz, gleich
53,8999Y0 der ursprunglichen Substanz, wahrend die iibrigen
Schalen von 76,9500--85,2700~0 der fettfreien Trockensubstana,
gleich 68,2410-74,2887y0 in der lufttrockenen Probe aufgewiesen
haben. Die analytisch erhaltenen Mittelwerte mit 73,3733% der
fettfreien Trockensubstanz, gleich 64,0732% lufttrocken, blieben
urn 6,4742 bezw. 4,3722% hinter den berechneten Durchschnittswerten zuriick, was nur auf die sehr niedrig gefundene Gehaltszahl der Trinidad-Schalen zu rechnen ist, welche jedenfalh nur
als eine Ausnahme zu gelten hat.
Die reinen ungerosteten Kakaoschalen geben Grenzzahlen
von 84,3700-85,0850~0 mit einem gefundenen Mittelwert von
S0,6663~0der fettfreien Trockensubstanz, welchen Zahlen in der
lufttrockenen Substanz 74,1684--76,0983y0, im Mittel 71,0346%,
entsprechen. Auch hier blieben die gefundenen Mittelwerte gegeniiber den berechneten um 3,1387 bezw. 3,8969y0 zuriick.
Urn nun festzustellen, ob die F i 1s i n g e r’sche Methode in
der Abiinderung von D r a w e bei bekannten Schalengehalten von
Kakao irgend welche namhafte Differenz gibt, wurden acht verschiedene Kakaosorten mit 20% ihrer zugehorigen Schalen in
Forni der fettfreien Trockensubstanz gemischt und aul3erdem
noch eine Mischung silrntlicher acht Sorten zu gleichen Teilen mit
20% einer Mischung der acht Schalensorten versetzt, und nach
D r a w e der Schalengehalt ermittelt. Es zeigte sich nun, daB die
538
Chr. Ulrioh:
Nechweis von Kaksoschalen.
D r a w e’sche Methode in der angewandten Form zu niedrige Ergebnisse liefert, denn an Stelle von 20% in der fettfreien Trockensubstanz wurden Gehaltszahlen von 13,6708y0 (Trinidad) als
niedrigsten Gehalt, meist aber von 15,3730-17,0893y0 gefunden,
wiihrend die Mischung der acht Sorten 16,8383Y0 (um 0,4137%
hoher, als der berechnete Mittelwert) Schalen ergab.
Die
D r a w e’sche Methode ergab demnach Werte, die gegenuber dem
wirklichen Gehdt von 20% in der fettfreien Trockensubstanz,
um 2,0821-6,3392~0, im Mittel uni 3,1617%, zu niedrig sind.
Es sind aber, wie aus den Versuchen mit reinen gerasteten
und ungerosteten Bohnen sowie Kakaoschalen hervorgeht, erhebliche Differenzen in den gefundenen Schalenwerten der einzelnen
Kakaosorten n i c h t v o r h a n d e n, mit Ausnahme der Ergebnisse bei den Trinidad-Schalen. Diese Differenzen bewegen
sich jedenfalls innerhalb von Grenzen, die man noch aJs unerheblich
ansehen mul3, niimlich bei gerosteten Bohnen 0,1772y0, bei den
ungcrosteten Bohnen 0,0850%, bei den gerosteten Schalen (mit
Ausnahme von Trinidad) 0,0477Y0.
In den Mischungen von Schalen mit Bohnen, bei eineni Zusatz von 20% der fettfreien Trockensubstanz, ist diese Differenz,
mit AusschlieRung von der Trinidad-Mischung, nur 1,6163y0. Die
in der fettfreien Trockensubstanz fiir die Mischung von Kakaobohnen rnit Schalen ermittelten und auf Prozente derselben berechneten Gehalte an Schalen wurden auf die ursprungliche
Subshnz umgerechnet.
Bei dieser Umrechnung der gefundenen auf fettfreie Trockensubstanz berechneten Gehaltszahlen fur die SchalenzusLtze, die
auch bei den iibrigen Schalenbestimmungsmethoden sich not wendig
macht, muR in Berucksichtigung gezogen werden, &I3 auch die
Kakaokerne Wasser, Fett, Schalenteile nach der D r a w e’schen
Methode enthalten und auch Bestandteile der Rohfaser und Pentosane besitzen. Die Umrechnung auf die lufttrockene Substanz
wird nun derart vorgenommen, daf3 man zuerst berechnet, wieviel
Anteile an Wasser, Fett, Schalen (nach D r a w e), Rohfraser und
Pentosane etc. bei der entsprechenden Methode, der Menge an
reinen Kakaobohnen (in vorliegendem Falle 80 Teile) zukommen
und ebenfalls wieviel Anteile daran den zugesetzten Sohalen (in
vorliegendem Falle 20% Schden) zukommen. Aus diesen Ermittelungen kann dann der Gehalt der Mischung an Wasser, Fett,
Schalenteile (nach D r a we) etc. berechnet werden, und ist h
die Umrechnung der in der fettfreien Trockensubstmz erhaltenen
betreffenden Gehaltszahlen auf die lufttroakene Substanz einfach.
C h r . Ulrich: Xachweis von Kakaoschalrn.
539
Aus dieser Umrechnung geht nun hervor, daI.3 d.er Zusatz
von 20% Schalen zu reinen Kakaobohnen gleich ist rund 11%
Schalenzusatz in der lufttrockenen Substanz.
Die durch die F i 1s i n’g e r - D r a m e’sche Methode erhaltenen und auf lufttrockene Substanz umgerechneten Werte
sind, abgesehen von der Trinidad-Mischung, um 1,1426-2,5316~o,
im Mittel urn 1,7380y0, gegeniiber dem wahren Gehalt zu niedrig
befunden worden, wiihrend untereinander die analytisdh ermittelten
Zahlen, welche, abgesehen von der Trinidad-Mischung, von 8.4109
bis 9,8327y0 schwanken, um 1,4218y0 sich verschieden zeigen.
Die Mittelwertbestimmung ist niit 9,2559y0 nur um 0,4744y0 hMier,
ah die Mittelwertberechnung.
Aus den vorsfehend besprochenen analytischen Belegen f iir
die D r a m e’sche Methode geht deutlich hervor, d a D diese Methode
zur Schalenbestimmung im Kakao brauchbar erscheint, da sie bei
den einzelnen Kakaosorten ziemlich gut iibereinstiinmende Werte
ergibt. Diese Festsetzung ist nur ein neues Beweisglied fur die
Behauptung W e 1m a n s’ und F r a n k e’s, daQ das Verfahren a n
und fiir sich als gut verwendbar bezeichnet werden muS. Da, wie
in den Fallen, wo die vom Verfasser dieser Arbeit zur Untersuchung
hemngezogenen Materialien in feinst gepulvertem Zustande miteinander vermischt und der Analyse zugefuhrt werden, die
F i 1 s i n g e r’sche Methode nach W e 1m a n s infolge des Verlustes von ca. 30% der angewandten Schalen durch das Schliimmen
mit Wasser, zu niedrige Werte gibt, so haben bereits D r a w e
und F r a n k e, wie schon erwiihnt, diesem Verluste Rechnung getragen, indem sie auf Grund ihrer Versuche vorschrieben, daD die
durch die Analyse erhaltenen Zahlenwerte mit 1,43 bezw. 1,237
zu multiplizieren sind, damit der wahre Schalengehalt erhalten
werde. Die nach der D r a w e’schen Methode vom Verfasser vorgenommene Untersuchung der ihm vorgelegenen verschiedenen
Kakaosorten, zeigt jedoch, wie aus vorstehenden Ausfiihrungen
hervorgeht, daB der Faktor 1,43, welchen D r a w e vorschlug,
doah m c h zu niedrig gegriffen erscheint: ein Beweis, daI3 durch
das Schllmmen bei feinst gemahlenen Produkfen noch mehr als
30% der wirklich vorhanden gewesenen Schalenmenge verloren
gehen.
Eine einfache Berechnung aus den erhaltenen Mittelwerten
lkSt dies erkennen :
Die euf fettfreie Trockensubstanz berechneten Mittelwerte
des Gehaltes a n Schalen in den zur Analyse verwandten Kakaoschslen ergibt, mit AusschluS des Gehaltes fur die Trinidad-Schale,
640
Chr. Ulrich: Nmhweis von Kakaoscblen.
81,8413%.
Ohne Multiplikation mit dem Schalenfaktor 1,43
w-iirden 57,2318% erhalten worden sein; dadurch wlren also bei
der Anwendung der D r a w e’schen Methode durch Schlkmmen
rund 43% an Schalen verloren geghngen.
Bei den ungerosteten reinen Kakaoschalen kann man bei
dieser Berechnung erkennen, d a B 41,5% der Schalen und bei den
Miscliungen 42’2% der Schalen beim Schlammen verloren gehen.
Man wird daher nicht fehlgreifen, wenn man annimmt, &D bei
feinst gemahlenem Material der Verlust durch die SchliimmMethode rund 4l.,9% betragt; dadurch ergibt sich ein Verlustfnktor von 1,72.
Aus diesen Erwagungen heraus li113t sich betreffs der Vern-endbarkeit fur die Ermittelung des Schalengehaltes im Kakao
und dessen Praparate von der F i 1 s i n g e r - D r a w e’schen
Methode folgende Beurteilung geben :
Die von F i 1s i n g e r
beschriebene Schlidmm-Methode,
welche durch D r a w e eine Abanderung und genaue Vorschrift
erhalten hat, ist fur in feinst gemahlenem Zustande in den Handel
komniende KakaoprBparate zur Feststellung des Schalengehaltes
sehr gut geeignet, wenn die analytisch ermittelten Zahlen mit dem
Verlustfaktor 1,72, a n Stelle des von D r a w e vorgeschlagenen
Faktors 1,43, multipliziert werden. Die Methode hat den Vorzug
sehr leichter und rascher Handhabung und besitzt geniigende
Gmauiqkeit, um mit Sicherheit einen selbst geringen Schalenzusiltz zu erkennen.
Die Genauigkeitsgrenze 1aDt sich an Hand der vorliegenden
Untersuchungsergebnisse leicht feststellen: Reine Kakaobohnen
geben, auf lufttrockene Substanz berechnet, stets weniger ale 0,5%
(gleich ca. 1% in der fettfreien Trockensubstanz) an Schalen. Da
bei einem Zusatz von 11% (gleich 20% der fettfreien Trockensubstanz) nacli der F i 1 s i n g e r - D r a w e’schen S c h l a m Methode mit dem Faktor 1,72 eine Zahl erhalten wird, welche
hochstens urn 1% auf- oder abwilrts schwankt, so ist aus der einfachen Berechnung zu ersehen, daS bereits Zusiltze von 5% Schalen
zur lufttrockenen Substanz mit Sicherheit erkannt werden konnen,
wenn der Verlustfaktor 1,72 zur Anwendung kommt. Es hiitte
dann, urn dies Beispiel auf die vom Verfasser gefundenen Gehaltszahlen anzuwenden, fur die lufttrockene Substanz als niedrigste
Zahl bei den mit 20% Schalen in der fettfreien Trockensubsbnz
versetzten Kakaobohnen als niedxigste Zahl (&us der TrinidadMischung berechnet) 4,3790% (gleich 8,2216% der wasser- und
fettfreien Substanz), als Hochstgehalt (berechnet aus der Samoa-
Chr. Ulrich: Nachu-eis voii Ihkaoschalen.
54 I
Mischung) 5,27 13% (gleich 9,8778% der fettfreien Trockensubstanz)
gefunden werden miissen, was mit dem Zusatz von 5% Schalen
(lufttrocken) fast vollkommen ubereinstimmt.
Wenn nun fur die praktische Venvendung dieser Methode in
Beriicksichtigung gezogen wird, daI3 Handelskakao reinster Art
immerhin noch nach W e 1 m a n s 1-3,8y0 unvermeidlich anwesende Schalenbestandteile enthiilt, und daher der Hochstgehalt
dieser Schalen mit 3,8% als Grundlage genommen wird, so wird
bei einem Kakao von 30% Fett- und Wassergehalt ein Zusatz von
Schalen noch nicht gegeben sein, wenn man bei Feststellung des
Schalengehaltes dieses Produktes nach der Schlamm-Methode rnit
dem Verlustfaktor 1,72 in der fettfreien Trockensubstanz bis 5,50%
Schalenteile ermittelt hat; sind jedoch in der fettfreien Trockensubstanz 12,50y0 und mehr Prozente Schalenteile festgestellt
worden, so ist mit Sicherheit ein Zusatz von 5% und mehr in dem.
30%- wasser- und fetthaltigem Kakao anzunehmen.
m. Die Rohfaserbestimmung naoh
Konig mit der
Abiinderung von Matthes und Miiller.
Wie bereits in der Einleitung zu dieser Arbeit ausgefiht
wurds, bedarf es bei der Bestimmung des Rohfasergehaltes in1
Hakao einer Methode, welche eine moglichst pentosanfreie Rohfaser gibt, da sich in den Kakaoschalen mehr Pentosane als in den
Kernen vorfinden und daher die Ergebnisse bei einem Verfahren,
wo die Pentosane zum grol3ten Teil in der Rohfaser erhalten bleiben,
zu hoch ausfallen wiirden. Ein Verfahren, dessen Anwendung eine
fast pentosanfreie Rohfaser liefert, ist das von K o n i gl). Dieses
Verfahren enthiilt aber noch nach einer Richtung hin eine Fehlerqueue, und zwar insofern, als dadurch der Kakaofarbstoff nicht
vollstiindig beseitigt wird, und d a m ebenfalls als Rohfaser mit in
Rechnung kommt. F i l s i n g e r * ) schlug zu diesem Zwecke vor,
die nach K o n i g mit kochendem Wasser ausgewaschene Rohfaser
noch 6 - 8 Stunden im Soxhlet rnit Aether zu extrahieren, und
W e 1 m a n s3) zerreibt zu demselben Zwecke die auf Asbest aufgefangene und vollig gewaschene Rohfaser mit siedendem Alkohol
und wiischt die wider auf das Filter gebrachte Masse solange mit
heifiem Alkohol, bis derselbe farblos abliuft und auf diese Weise
eine fast weiBe Rohfaser erhalten wird.
Zeitschr. f. N. u. G. 189% III, 1 und 1903, VIII, 769.
Zeitschr. f. 6. Chem. 1900, VI, 223.
*) Ebenda 1901, VTI, 600.
l)
2)
542
Chr. Ulrich: Nachweis von Kakmschalen.
Eine Abiinderung bezw. Erglnzung der K o n i g 'schen
Nethode geben M a t t h e s und M u 11e rl), wodurch die oben
erwilhnte Fehlerquelle des Verfahrens moglichst verringert wird.
Dieses Verfahren wurde auch vom Verfasser zur Bestimmung der
Rohfaser angewandt, nur mit dem Unterschied, d.aB auch hier
a n Stelle der lufttrockenen Substanz 2,5 g der fettfreien Trockensubstanz zur Analpe vemendet wurden. Es wurde nach folgender
Vorschrift vorgegangen :
2,5 g der fettfreien Trockensubstanz werden in einem Kolben
mit 200 ccm Glyzerin von 1,3 spezifischem Gewicht, welches 2%
konzentrierte Schwefelslure enthdt , ubergossen und gut durchgeriihrt, damit eine gleichmlifiige Verteilung des Pulvers stattfindet. Man erhitzt nun diese Flussigkeit auf 133-136O C. und
3iiDt sie bei dieser Temperatur eine Stunde lang stehen. Nach
dieser Zeit verdiinnt man mit 3 0 0 - ~ ccm Wasser und l&Bt nach
dem Durchschutteln b i zum nachsten "age stehen, wo man dann
die iiberstehende Flussigkeit auf einen gewogenen Gooch-Tiegel,
der mit der Saugpumpe in Verbindung steht, soweit abgieBt, dafi
nur noch ungefiihr 80 ccm im Kolben verbleiben. Man verdunnt
nun mit der gleichen Menge Alkohol, kocht 5 Minuten und filtriert
den Kolbeninhalt auf den Gooch-Tiegel, indem man mit heiDem
Alkohol quantitativ den Rucbtand auf den Tiegel bringt; nun wird
aba-echselnd niit heioem Wasser, Alkohol und Aetheralkohol gewaschen, hierauf der Gooch-Tiegel getrocknet, gewogen, verascht
und neuerdings gewogen. Die Differenz zwischen diesen beiden
Wkgungen ergibt die Menge a n Rohfaser, welche auf Prozente
der fettfreien Trockensubstanz und auf die lufttrockene Substanz
umzurechnen ist.
Die in der Literatur verstreuten Angaben uber den Rohfasergehalt von Kakao beziehen sich meist auf Handelsmarken des
Kakao; vielfach sind selbst die Methoden, nach welchen die Bestimmungen ausgefuhrt worden waren, nicht mgegeben, teils
fehlen Angaben iiber den Fett- und Wassergehalt der untersuchten
Probe und nur zum geringen Teil sind die Rohfasergehalte auf
fettfreie Trockensubstanz berechnet aufgefiihrt, wodurch doch nur
alIein ein Vergleich moglich ist. Die Befunde nach dieser Richtung
hin bei den Handelsmarken konnen naturgemiiB fiir die vorliegende
Arbeit nicht in Vergleich gezogen werden, da sie nicht als ma&
gebend hinzustellen sind.
Die durch M a t t h e s und M ii 11e r abgeiinderte Methode
von K 6 n i g ergibt, weil hierbei der Kakaofarbstoff voUstandig
l) Zeitschr. f . N. u. G. 1906, XTI, 169.
Chr. Ullich: Nachweis von Kakaoschalen.
543
ilus der Rohfaser entfernt wird, niedrigere, aber richtigere Werte
als man sie nach K o n i g allein erhiilt. Die Unterschiede sind,
wie P r o c h n o wl) angibt, bei Kakaomassen ungeflihr im hiichsten
Fall 0,6%. Die Ergebnisse, die W e l m a n s nach der von ihm
abgeiinderten K o n i g’schen Methode in den Handelsmarken
B l o o k e r , S t o l l w e r k , v a n H o u t e n fand, waren 8,9333,
9,M) und 9,70y0 Rohfaser, wiihrend er fiir minderwertigen Handelskakao nur 6,4% Rohfaser fan& W e 1m a n s schlieDt gerechterweise aus diesen Zahlen, daf3 die Rohfaserbestimmung fiir die Ermittelung von Schalen nur mit groBer Vorsicht herangezogen
werden konne, da man ja ohne weiteres durch Zusatz von feingemahlenen Schalen einem geringen Kakao den Anschein einea
besseren geben konne. AuBerdem erhielt W e 1m a n s bei Untersuchung von Kakaogrus verschiedener Art, da sie Gemische von
Bohnen verschiedener Herkunft waren, auch ganz abweiohende
Zahlen fiir die Rohfaser.
M a t t h e s und R o h d i c h 2 ) fanden in sechs Sorten 5,53
bis 9,66% Rohfaser der fettfreien Trockensubstanz. S t r e i t b e r g e 9) hat bei vergleichenden Rohfaserbestimmungen von
Handelskakaomarken nach verschiedenen Verfahren Gehaltszahlen
von 6,46-11,85y0 gefunden; M a t t h e s4) kommt bei Untersuchung von F’uderkakao zu dem Ergebnis, daI3 die Rohfaserbestimmung fiir die Beurteilung von Kakaopulver, ebenso wie
das Verhdtnis von Lignin zu Reincellulose, da nach verschiedenen
Methoden die Schwankungen der erxielten Werte sehr groBe seien,
nicht in Betracht kommen konnte und daher fur den Schalennachweis im F’uderkakao nur die mikroskopische Untersuchung
AufschluB zu geben im stande wiire.
G. D e v i n und S t r u n k 5 ) haben fiinf Kakaosorten auf
Rohfaser nach der K o n i g’schen Methode untersucht und 15,63
bis 18,23% der fettfreien Trockensubstanz in den Schalen, gleich
12,70-16,94% der lufttrockenen Substanz, und 6,83-7,78%
fettfreier Trockensubstanz, gleich 2,90-3,91% der lufttrockenen
Substanz, in den Kernen festgestellt und schliel3en daraua, daI3
die Berechnung des Schalenzusatzes auf Grund dieser Befunde,
selbst unter Zugrundelegung von Durchschnittswerten, nicht sicher
genug sei und daher die Rohfaserbestimmung fur den Nachweis
I)
2,
3,
3
7
Dissertation.
Pharm. Zentrh. 1906, 1026.
Apoth.-Ztg. 1907, XXII, 291.
Zeitschr. f. 6. them. 1908, XIV, 61.
Veroff. a. d. Ceb, cbsWit&-Saniti. 1908, XXXVIII, 11, 6.
Chr. Ulrich: Nachweis von Kakaoechalen.
644
von Schalen nicht ausreiohe; M. G r e s h o f fl) erklZirt Kakaopulver als nicht verfiilscht, wenn es u. a. einen Rohfasergelialt
von 3-5,5y0 der wasserfreien Substanz entbielte; E. L u h m a n n2)
gibt den Rohfasergehalt der Kakaoschalen zu ca. 15% und der
Kerne zu Ley0 an.
P r o c h n o w3) hat von reinen gerosteten und ungerhteten,
sowie von reinen gerosteten Kakaoschalen bei sechs verschiedenen
Kakaosorten die Rohfaserbestimmung nach K o n i g mit der Abiinderung von M a t t h e s und M ii 11 e r ausgefuhrt und folgende
Werte ermittelt :
Iierne
Iierne
Schalen
geriistet
ungerostet
gerostet
Bezeichnung
.
Bahia .
. .
. .
Caracas . .
Guajaquil .
Thome . .
Ariba,
Trinidad
.. . . . . .
.
.
.
.
. .
.
.
.
.
.
. . . .
. . . .
. . . .
. . . .
. . . .
.
.
.
. .
. .
. .
. .
0'
/O
0)
/O
8,04 (3,62)
7,86 (3,51)
6,30 (2,81)
7,28 (3,29)
8,50 (3,73)
5,96 (2,52)
6,96 (3,lO)
5,90 (2,70)
7 , l O (3,29)
7,71 (3,43)
6,21 (2,63)
6,68 (2,99)
70
13,98 (12,14)
17,54 (14,99)
16,53 (14.13)
14,06 (12,13)
13,89 (11,97)
13,13 (11,64)
wobei die Zahlen in Klammern die Prozente der lufttrockenen
Substanz, die anderen die Prozente der fettfreien Trockensubstanz
bedeuten.
Es wurden also bei den gerosteten reinen Bohnen 5,90-8,047&
der fettfreien Trockensubstanz (gleich 2,70-3,62y0
der lufttrockenen Substanz), im Mittel 6,94y0 (gleich 3,22%) ; bei den
ungerosteten reinen Bohnen 5,96-8,50y0
(gleich 2,81-3,73y0),
im Mittel 7,14y0 (gleich 3,16y0); bei den gerosteten Schalen 13,13
bis 17,54OA (gleich 11,6P14,99y0), im Mittel 14,86y0 (gleich
13,63y0), gefunden.
P r o c h n o w bemerkt, daB diese Ergebnisse mit jenen
yon &I e t t h e s und M u 1 1 e r in guter Uebereinstimmung stehen
und folgert aus seinen Ermittelungen, da13 man einem normalen
Kakao von 30% Fett- und Wassergehalt 29,87& feuchte, nicht
entfettete Schalen zusetzen kann, um erst mit Hilfe der Rohfaserbestimmung einen Sohalenzusatz nachweisen zu konnen ; es habe
daher die Rohfaserbestimmung kaum einen groBeren Wert als die
Jodzahlbestimmung fur die Beurteilung des Schalenzusetzes zu
Kakao.
Phmm. Weekblau 1909, IL, 301 und 323.
Kakm 11. Schokolade, Bibliotb. der ges. Technik 114, 1909.
Hannover, Jiinnicke.
l)
2,
*) Dissertation, Braunschweig 1909.
Chr. Ulrich: Nachweis von Kakaoschalen.
646
Die nach dem Verfahren von K o n i g, mit den Abiinderungen
von M a t t h e s und M u l l e r , erfolgte Rohfaserbestimmung in
dem vorliegenden Material durch den Verfmser ist in Tabelle VIII
in F o m ihrer Ergebnisse zusammengestellt, woraus folgendes zu
eraehen ist:
In den geriisteten reinen Kakaobohnen sind Qrenzzahlen
von 6,6880-8,8640~0 der fettfreien Trockensubstam, gleich 2,6907
bia 4,2432% der lufttrockenen Substanz, ermittelt worden; die
Wschung der am gleiohen Teilen der acht unterswhten Kekaosorten besitzt 7,4480% (3,4917%) Rohfamr und ist urn 0,2630y0
(0,1312%) boher ah der berechnete Durchschnittawert; bei den
geriisteten Schalen wurden Zahlen ermittelt, welche von 13;5280
bis 17,7120y0 (11,4440-13,2705~0) schwanken, der gefundene
Mittelwert mit 14,428% (13,0450%) ist urn 0,46% (0,3584%)
hinter dem berechneten Mittel zuriiok; bei den ungeriisteten Bohen
schwanken die Prozente von 5,6000-8,4320 der fettfreien Trockensubstanz (gleich 2,4971-3,6983y0
der lufttrockenen Substanz)
und der gefundene Mitblwert ist mit 7,1920y0 (3,1785Oh)urn 0,1'774~0
(0,0479y0) zu niedrig; bei den ungerosteten Schalen wurden erzielt: 13,1600-17,3040~0(11,6216-14,9582%), und die Rohfaser
im Mittel envies sich zu 14,0160~0(12,3425Y0); sie bleibt gegenuber der berechneten Zahl urn 0,7320y0 (0,6371%) zuriiok.
Wie a m dem Vergleiche dieser Ergebniase mit den von
P r o c h n o w erhaltenen Zahlen hervorgeht, stimmen me mit
letzteren sowohl in den einzelnen Gehaltszahlen fiir die Rohfaser
der verschiedenen Kakaosorten, a h auch in den Mittelwerten uberein.
Urn nun die Brauchbarkeit und die Genauigkeitapze fiir
die nmh dern Verfahren von K o n i g , unter Beriicksichtigung
der Abiinderung desselben von M a t t h e s und M i i l l e r zu bestimmende Rohfasermenge und Verwendung derselben zum Nachwe& von Schalen im Kakao und dessen Priiparaten zu priifen,
d e n , wie bei der Schliimm-Methode nach F i l s i n g e r D r a w e, zu 80 Teilen fettfreier Trockensubstsnz der reinen K a h bohnen 20 Teile fettfreier Trockensubstanz der entsprechenden
Kakaoschalen zugesetzt, ferner auch z u einer Mischung der acht
untersuchten Kakaosorten in gerostetem Zustande dieser Z w t z
vorgenommen und die Rohfauerbestimmung darin vorgenommen.
Die Ergebniase sind ebenfalla in Tabelle VIII zusammengmtellt. Dieser Zusatz von 20% der Schalen zu den Bohnen in
fettfreier Trockensubstanz entsprechen, wie schon bei der SohkiimmMethode ausgefiihrt wurde, rund 11% Zusatz in der lufttrockenen
substanz.
Arah. d. Pharm. CCXXXXIX. Bds. 7. Heft.
36
Chr. Ulrich: Nachweis von Kakeoschalen.
646
Die Unterschiede, welche dic einzelnen erhaltenen Zahlen
gegenuber der berechneten Menge aufweisen, bewegen sich von
minus 0,2914 bis plus 0,171y0, also rund 0,5% der fettfreien
Trockensubstanz, gleich in der lufttrockenen Substanz von
minus 0,1622 bis plus 0,1346%, bezw. 0,3%. Wie aus dieser Aufstellung hervorgeht, sind diese Unterschiede wohl nur als innerhalb
der Fehlergrenze liegend anzusehen.
Die Grenzwerte der fur die einzelnen Mischungen erhaltenen
Mengen a n Rohfaser, gerechnet aid fettfreie Trockensubstanz,
sind von 7,3720-9,9680y0, im Mittel zu 8,8040yo (urn 0,0910~o
hoher als die Berechnung ergibt) oder gleich von 4,0826-5,549070,
im Mittel zu 4,8395y0 (gegeniiber der Berechnung ein Mehr von
0,0515y0) der lufttrockenen Substanz gefunden worden.
Aus diesen Ergebnissen ist nun betreffs der Genauigkeitsgrenze und Brauchbarkeit dieser Methode folgender SchluB zu
zinlien :
3 a reine gerostete Bohnen in der fettfreien Trockensubstanz
bis zu 8,8640y0 (gleich 4,2432y0 der lufttrockenen Substanz) an
Rohfaser aufweisen, und wie W o 1 m a n 3) und F i 1 s i n g e ra)
ausfiihren, gerade die besten Sorten von Kakao noch mehr Rohfaser aufweisen, und, wie aus vorstehenden Ergebnissen zu ersehen
ist, Mischungen von 11% der lufttrockenen Substanz gleich 20%
der fettfreien Trockensubstanz, schon 7,3720y0 (bezw. 4,0826%)
an Rohfaser geben, so kann diese Methode zur Bestimmung von
Schalen in geringer Menge n i c h t Verwendung finden und muB
diesbeziiglich den Ansichten der verschiedenen Forscher beigepflichtet werden.
Liegt ein Kakao vor, der 30% Fett und Wasser enthalt, 80
wird nach den Untersuchungen des Verfassers erst dann durch die
Rohfaserbestimmung ein Nachweis von Schalen .orfolgen konnen,
nenn 27,5% der lufttrockenen (gleich 50% der fettfreien Trockensubstanz) Substanz des Kakaos aus Schalen besteht, denn d a m
wiirde man 12,59y0 der fettfreien Trockensubstanz, gleich 6,0Zy0
der lufttrockenen Substanz a n Rohfaser erhalten, welche Menge
mehr ale den Hiichstgehalt an Rohfaser im reinen Kakao entspricht.
Es ist demnach das Verfahren der Rohfaserbestimmung
nach K o n i g mit der Abiinderung von M a t t h e s u n d M i i l l e r
fiir die Praxis zur Ermittelung des Gehaltea a n Schalen im K a k w
und dessen Priiparaten nicht geeignet.
.
-~
1)
Zeitschr. f . 6. Chem. 1901, VIT, 500.
VI, 223.
a) Ebenda 1900,
c' h r. 1-1 r i c h : Sachweis -van Kakaoschalen.
547
IV. Die Bestimmung der Yentosane naeh Tollens und Krober.
Wie bereits schon vorher envahnt wurde, treten &e Pentosane
im Kakao in verschiedenen Mengen auf, und zwar sind in den
Schalen mehr als in den Kernen davon vorhanden.
Eine brauchbare Methode zur Bestimmung der Pentosane
uberhaupt, haben T o 11e n s und K r o b e rl) ausgearbeitet, und
beruht diese Methode, gerade so wie die von U n g e re) und
A. J o 11e s3) auf der Ueberfiihrung der Pentosane durch Destillation
mit 12% iger Salzsilure in Furfurol und Bestimmung des im Destillat
vorhandenen Furfurols. Nach T o 11e n s und K r o b e r wird
das Furfurol mit Phloroglucin, nach U n g e r mit BarbiturtGure
gefallt, wiihrend nach J o 11e s die Bestimmung des Furfurols ma&
analytisch erfolgt, indeni das aus heil3er Salzeaure mit Wasserdampf iiberdestillierte Furfurol mit Bisulfit in schwach salzsaurer
Losung titriert wird.
Die beiden geu-ichtsanalytischen Methoden, sowie die ma&
analytische Methode, 'geben zwar untereinander gut iibereinstimmende Werte, jedoch werden, wie J o 11 e s und P r o c h n o w4)
fpstgestellt haben, durch das Phloroglucin ah Fallungsmittel hohere
Ergebnisse wie durch das Fallen mit Barbitursaure erzielt, die
wieder hoher sind, als man sie nach dem J o 11 e s'schen Verfahren
erhalt.
Die Ursachen dieser Unterschiede in den gewichtsanalytischen Methoden, welche bis auf das Fallungsmittel gleich
gehandliabt werden, liegen in der von T o 11 e n s6) beobachteten
Eiqenschaft des Phloroglucins, Destillate von Methylpentosanen,
Rohrzucker und anderen Hexosen, Oxycellulosen ebenfalls auszufallen, wahrend BerbitursLure in Destillaten von Rohrzucker
und Starke keinen Niederschlag hervorruft, d. h. Phloroglucin
und Barbitursiiure geben auch mit anderen durch Destillation
iiiit 12% iger Salzsaure ubergehenden Stoffen Niederschlage, die
n k h t von anwesenden Pentosanen hcrriihren. F r a p s6) nennt
diese nicht aus Pentosen destillierten Produkte Furaloide und
:-'. H. B r a u n s i ) unterscheidet die bei der Destillation mit SalzsLure Furfurol liefernden Pflanzensubstanzen in Pentosane und
Furfuroide, je nachdem sie leicht oder schwer durch Kochen mit
Journ. f. Landw. 1900, 357.
Berl. Ber. 1902, 4440.
3, Zeitschr. f. analyt. Chemio 1906, 196.
*) Dissertation.
6, Bed. Bor. 1903, 251.
B , Journ. Amor. Chem. SOC.X X b , 1901, 201.
') Pharm. Weekblad 1909, 46, 326.
1)
2,
35*
548
Chr. Ulrich:
Nachweis von Kakaoschalen.
stark verdiinnter Salzsiiure hydrolysierbar sind; er fand, dal3 in den
Kakaoschalen neben den Pentosanen sich auch Furfuroide vorfinden, wlihrend die Kakaokerne nur Pentosane enthalten, und
begriindet daraufhin ein Verfahren zum Nachweis von Kakaoschalen in Kakaopulver, auf das hier nicht weiter eingegangen
werden h.
Die Bestimmung der Pentosane in dem vorliegenden Material
durch den Verfasser ist nach dem Verfahren von T o 11e n s und
K r o b e r l ) erfolgt, und zwar deshalb, weil die in der Literatur
sich vorfindenden Angaben meist auf Grund dieser Methode gewonnen worden sind
Die Vorschrift dieser Methode lautet unter Anwendung von
2,6 g fettfreier Trockensubstanz :
.
2,5 g der fettfreien Trockensubstanz werden rnit 100 ccm Salzsiiure von 1,06 spezifischem Gewicht in einem etwa 300 ccm fassenden
Kolben aus einem Bade von R o s e’schem Metallgemisch ( 1 Teil Blei,
1 Ted Zinn, 2 Teile Wismut) destilliert. Nachdem etwa 30 ccni abdestilliert sind, werden mittelst einer Hahnpipette wieder 30 ccm derselben Salzsiiure nachgefiillt, bis das Destillat nahezu 400 ccm erreicht
hat, was rnit einer Losung von essigsaurem Anilin festgestellt wird,
indem ein Tropfen hiervon auf Filtrierpapier gebracht mit einem Tropfen
des Destillates keine Rotfirbung mehr zeigen darf. Diese letztere Priifung
ist nur dann geniigend scharf, wenn man einen Tropfen Destillat auf einen
Filtrierpapierstreifen neben einen Tropfen essigsaurem Anilin bringt,
die Tropfriinder vorsichtig zusammenlaufen laBt und den Streifen schnell
y2bis eine Minute im Trockenschrank bei 90-1000 trocknet. Ein scharfer
roter Rand zeigt die Anwesenheit von Furfurol an.
Das vorstehend erhaltene Destillat wird rnit der doppelten Menge
des zu erwartenden Furfurols an moglichst diresorcinfreiem Phloroglucin
versetzt, welches man vorher in Salzsaure von 1,06 spezifischem Gewicht
gelost hat, und weiter soviel Salzsiiure dieser Art zugesetzt, da13 das
Volumen 400 ccm betriigt. Man riihrt gut um, IiiBt bis zum folgenden
Tage stehen ( 1 6 1 8 Stunden), filtriert durch einen rnit Asbest beschickten, im Wageghs gewogenen Gooch-Tiegel, wlischt rnit 150 ccm
Wasser nach, trocknet 334 Stunden im Wasser-Trockenschrank bei
98-100°, und wagt. Das Phloroglucid mu13 in geschlossenem Wiigeglaa
gewogen werden, da es sehr hygroskopisch ist; trocknet man zu lange,
so findet infolge von Oxydation leicht eine Gewichtszunahme statt.
Um zu sehen, ob man bei der Fiillung geniigend Phloroglucin zugesetzt
hat, priift man die Losung nach 3 Stunden Stehen rnit Anilinacetatpapier auf Furfurol, riihrt, wenn das Papier gerotet wird, noch eine kleine
Menge Phloroglucin-Losung hinzu und priift nach 3 weiteren Stunden
abermals, bis keine Furfurolreaktion mehr adtritt. Aus der Menge
1)
Joorn. f. Landw. 1900: 357.
Chr. Ulrich: Nachweis von Kakaoschalen.
549
des gefundenen Niederschlages berechnet man nach den Tabellen von
K r o b e rl) den Pentosangehalt.
H e h n e r und S k e r t c h 1ia) haben nach dieaer Methode
bei zwei Handelskakao 1,82-2%, bei Kakaoschalenpulver S,S%
Pentosane in der lufttrockenen Substanz ermittelt ; W a r n i e 9)
in schalenfreiem Kakao 2,49y0; D e k k e r4) in den Kakaoeohalen
W e 1 m 8 n s6)
8,18-9,63%, in den reinen Bohnen 2,17-2,41%;
bei zwei Schalenpulvern 7,53-8,48%;
L ii h r i g und S e g i n6)
in reinen Bohnen 2,51-4,58y0 der fettfreien Trmkenaub&anz,
gleich 1,13-2,16%
der lufttrockenen Substanz, und in K h o R. A d a n7)
schalen 7,59-11,23%,
entsprechend 6,83-10,11%;
im Kakilopulver von 1,56-1,73% der natiirlichen Substmz, und
in ungerijsteten Bohnen 1,43-2,19~0, in geroateten Bohnen l , l 9
bis 1,77y0, wiihrend bei den Schalen, berechnet auf fettfreie
Trockensubstanz von 7,57-10,53% Pentosane vorhasden waren.
G . D e v i n und H. S t r u n k a ) haben sowohl nach der Phlomglucin- als nach der BarbitursLiuremethode Pentosaabeatimmungen
ausgefiihrt und festgestellt, da13 nach ersterer der Pentosangehalt
3,7-6mal groaer, bei letzterer 6,3-8,4mal gro13er ist als der
Gehalt an Pentosanen in den Kernen; nach der Vorschrift von
u n g e r schwankte der Pentosangehalt der Schalen in der natiirlichen Substau von 2,52-4,56%, gleich 3-5,28% der fettfreien
Trockensubstanz, in den Kernen von 0,43-0,80% der lufttrockenen, gleich 0,98-1,57% der fettfreien Trockensubstanz.
P r o c h n o we) hat vergleichende Untersuchungen ~wischen
der Phloroglucin-, der Barbiturssure- und der J o 11e a'eahen
Methode von Kakaoschalen ausgefiihrt, welche ergaben :
Prozente der fettfreien Trockensubstanz.
J o 11e s
Phloroglucin
Barbitursiiure
Bahia . .
. . 9,63y0
8,591y0
5233%
Thorn6 . . . . . 7,75y0
634%
4,67%
Trinidad
..
8,38%
7916%
Guajaquil . . . . 6,52%
. . .
.
. ..
.
K o n i g. TJntemuchung landw. u. gewerbl. wicht. Stoffe 1906.
s, Analyst 1899, X X I V , 178.
*) Zeitschr. f. N. u. G. 1899, 11, 892.
') Schweiz. Wocbenschr. f. Chem. u. Pharm. 1902, 462 und
l)
Pharm. Zentrh. 1905, 46, 863.
s, Zeitschr. f. 6. Chem. 1901, \IJ, 500.
6) Zeitschr. f. N. u. G. 1906, IT, 162.
soc. chim. mige 1907, x x r , 211.
7)
8) Veroff. a. d. G. d. MjlitLir-Sanit.-Ween 1908, XXXVIn, 11, 6.
9) Dissertation, Braunschwdg 1908.
Chr. Ulrich: Nachweie von I(akaoschrt1en.
560
Diese Egebnisse bestiitigen, daB die Phloroglucinmethode
die hochsten Werte fur die Pentosane liefert.
Ferner hat P r o c h n o w in sechs verschiedenen gerosteten
und ungeroshhn Sorten von reinen Bohnen und in sechs verschiedenen gerosteten Schalensorten die Pentosanbestimmung nach
T o 11e n s und K r o b e r ausgefiihrt und erhalten: fur gerostete
Schalen Werte von 7,93-9,86y0, im Mittel 9,08Yo der fettfreien
Trockensubstanz, gleich 6,83-8,53y0, im Mittel 7,92% der lufttrockenen Substanz ; fur gerostete reine Bohnen entsprechend
von 3,88-4,59y0, im Mittel 4,21% bezw. 1,73-2,13y0, im Mittel
1,89yo; und in ungerosteten reinen Bohnen von 3,78-4,77y0, im
Mittel 4,16y0 bezw. von 1,73-2,16y0, im Mittel 1,85Y0 Pentosane.
P r o c h n o w schlieat aus seinen Ergebnissen und unter
Berucksichtigiing, daB D e k k e r, L u h r i g und S e g i n u-eit
groBere Schwankungen in den von ihnen ermittelten Pentosangehalten festgestellt haben, daB der Pentosanbestimmung fur die
Feststellung des Gehaltes an Schalen im Kakao und dessen Priiparaten keitie groBere Wichtigkeit beizumessen sei, da trotzdem,
bei den von ihm untersuchten Kakaosorten, verhiiltnismiifiig geringe
Schwankungen im Pentosangehalt vorhanden sind, in der Praxis
bei einem Kakao von 30% Fett- und Wassergehalt erst ein Schalenzusatz von 20,4Y0 erkannt werden kann; im allgemeinen jedoch
wurde wohl noch durch die Pentosanbestimmung ein Schalenzusatz von ca. .30yo unentdeckt bleiben.
D e k k e r l ) hat neben den Pentosanen im Kakao auch noch
Methylpentosane nachgewiesen, und da nach ihm diese nur in den
Schalen vorkommen, 80 glaubte er durch den Nachweis dieser
Methylpentosane in Kakaopriiparaten den Schalenzusatz erkennen
zu konnen. E r bediente sich zu diesem Behufe eines von
M a q u e n n e vorgeschlagenen und von T o 11 e n s und
W i d t s o e2) abgeiinderten Verfahrens zur Erkennung der bei
der Destillation mit Salzsaure in Form von Methylfurfurol ubergehenden Methylpentosane. T o 11 e n s und E 1 1 e t3) haben r.us
der Beobachtung, daB sich das Phloroglucid, welches durch die
Fiillung des Methylfurfurols mit Phloroglucin entsteht, leichter
lost als das Furfurol-Phloroglucid, eine Methode zur quantitativen
Bestimmung von Methylpentosanen ausgearbeitet. G. D e v i n
und H. S t r u n k 4 ) haben im Gegensatz zu den Ermittelungen
l)
Pharm. Zentrh. 1905. 46, 883.
Ber. 1900, XXXIII, 143.
Ebenda 1906, X X X V I I 1 , 492.
Verijff. a. d. G. d. Militar-Senit.-Wesen 1908, X X X V I I I , IT. 6.
a) Berl.
')
.
Chr. U l r i c h : Nachweis voii Kakaoschaleu.
551
anderer Forscher auch in den Kakaokernen Methylpentosane nachgewiesen, wiihrend P r o c h n o w selbst nach den Angaben von
T o 11e n s und W i d t s o e, solche iiberhaupt nicht nachweisen
konnte; trotzdem m a man aber BUS den von P r o c h n o w nach
der Methode von T o l l e n s und E l l e t ausgefiihrten Bestimmungen schlieBen, daB sowohl in den Kernen, wie in den
Schalen Methylpentosane vorhanden sind. Eine Bedeutung fiir die
praktische Frage des Schalennachaeisse im Kakao und dessen
Priiparaten hat vorlilufig der eventuelle Nachweis und die Bestimmung der Methylpentostme noch nicht.
In der Tabelle IX sind nun die Ergebnisse, welche der Verfaeser nach dem beschriebenen Verfahren fiir die Pentosangehalte der
von ihm untersuchten Kakaosorten erhalten hat, zusammengestellt.
Es d
e gefunden: bei den reinen gerosteten acht Bohnensorten 3,8520-4,2740y0, im Mittel 4,3320y0 (um 0,234y0 hoher
ah der berechnete Mittelwert) der fettfreien Trockensubstanz gleich
1,7045-2,0811~0, im Mittel 2,0309y0 (um 0,1461~0hoher als die
Berechnung) der lufttrockenen Substanz ; in den ungerosteten
reinen Bohnen 3,8580-4,2870y0, entsprechend 1,6536-1,9010~0;
in den gerijsteten Schalen von 8,2220-9,6940y0, im Mittel 9,6260%
(um 0,355% hoher als der berechnete Mittelwert) bezw. 7,2092 bis
8,4444Y0, im Mittel 8,4059y0 (um 0,31y0 mehr als durch die Berechnung) bei den ungeriisteten Schalen von 8,208-9,7920 bezw.
7,3852-8,9178y0.
AuBerdem uwrden die gerosteten und ungerosteten Bohnen und Schalen gemischt und hierbei an Pentosanen
gefunden : bei ersteren 3,6640~0der fettfreien Trockensubstanz,
gleich 1,7078y0 der urspriinglichen Substanz, bei letzteren entsprechend 9,4740 bezw. 8,1519y0; gegeniiber den berechneten
Werten bleiben die Pentosangehalte bei dem Bohnengemisch um
0,1810 bezw. 0,0776% zuriick, bei dem Schalengemisch urn
0,146
bezw. - 0,3373Y0 zuriick.
Diese Gehaltszahlen fur den Pentosangehalt in Schalen und
Bohnen des Kakaos stimmen mit geringen Schwankungen untereinander gut uberein und geben auch Mittelwerte, die gegeniiber
dem analytischen Befunde einer gleichmaBigen Mischung d m t licher Kakaosorten nur sehr geringe Unterschiede aufweisen; ferner
sind die Feststellungen gut iibereinstimmend mit den Ergebnissen
anderer Analytiker, so daB die Gehaltszahlen innerhalb jener
Grenzen sich bewegen, welche wiederholt durch verschiedene
Forscher bestimmt sind. Obwohl schon BUS diesen Ergebnissen
allein ein SchluB auf die Brauchbarkeit und Genauigkeit der Phloroglucinmethode zur Bestimmung der Pentosane und ihre Anwendung
+
662
Chr. Ulrioh: Nachweis von Kakmschalen.
auf die Ermittelung des Schalengehaltea im Kakao gezogen werden
kann, war ea dooh von gewisser Notwendigkeit, durch praktische
Anelyse die Genauigkeitsgrenze festzustellen und mit ihr die R a g e
der Brauchbarkeit der Metliode zu erllutern. Zu diesem Zwecke
wurden, wie dies auch schon bei der Schliimm-Methode zur Anwendung kam, 80 Teile der fettfreien Trockensubstanz gerosteter
Kakaobohnen und 20 Teile der fettfreien Trockensubstanz gerosteter Schalen miteinander gut vermischt und darin die Pentosanbestimmung ausgefiihrt. Das Ergebnis wurde dann, wie bei der
entsprechenden Stelle der Ausfiihrungen iiber die Anwendung der
Schliimm-Methode erwiihnt wurde, auf lufttrockene Substanz umgerechnet, wobei auch bemerkt ist, daB der 20% betragende Zusatz
von Schalen in der fettfreien Trockensubstanz gleich durchschnittlich einem Zusatz von 11% an Schalen in der urspriinglichen
Substanz ist. Es ergab sich nun folgendes Bild (Tabelle IX, G.):
Die ermittelten PentosanTehalte schwanken bei den einzelnen
Sortengemischen von 4,5940-5,3000~0, im Mittel 4,9840% der
fettfreien Trockensubstanz, gleich 2,3365-2,9185y0, im Mittel
2,7244% der urspriinglichen Substanz ; die Unterschiede in den
Bestimmungen der einzelnen Sorten bewegen sich gegeniiber der
berechneten Menge von minus 0,058--0,2372y0 der fettfreien
Trockensubstanz, gleich von minus 0,1145 bis plus 0,0084~0,
wahrend
die Mittelzahlen mit plus 0,0182% (entsprechend minus 0,3879y0)
gegeniiber den berechneten Mittelzahlen differieren.
Aus diesen Featstellungen kann man ersehen, daB die Methode
an und fiir sich genau genug ist, da die Differenzen der gewichtsanalytisch erhaltenen Gehaltszahlen gegeniiber den theoretisch
berechneten Zahlen innerhalb einer geringen Fehlergrenze liegen.
Wird aber die Brauchbarkeit des Verfahrens von T o 1 1 e n 8
und K r o b e r fiir die Feststellung des Schalengehaltes im Kakao
in Betracht gezogen, so ist auf Grund der vorstehenden Ergebnieae
folgendes zu bemerken: Der hochste Gehalt a n Pentosanen in
reinen gerosteten Bohnen wurde mit 4,2740y0 der fettfreien Trockensubstanz, gleich 2,0010~0der lufttrockenen Substanz bei Samoa
ermittelt; der niedrigste Gehalt an Pentosanen bei den Schalen
ergab in den Schalen von der Kakeosorte St. Thome 8,2220%
der fettfreien Trockensubstanz, gleich 7,2092y0 der lufttrockenen
Substanz; in den Mischungen mit 11% der lufttrockenen Substanz
(20% der fettfreien Trockensubstanz) wurden am wenigsten
Pentosane mit 4,5940y0 (bezw. 2,3366y0) bei der Trinidad-Mischung
festgestellt, ein Ergebnis, welches kaum urn 0,330/, hoher ist, als
der hiichst gefundene Gehalt reiner Schalen. Da nun Schwankungen
Chr. Ulrich: Nachweis von Kekaoschalen.
653
zwischen den Gehaltszahlen an Pentosane unter den einzelnen
Sorten reiner Bohnen von 0,4220% (0,3766%) und unter denen
fiir die reinen Schalen von 1,4720y0 (1,2352Y0) bestehen, die, wie
bereits erwiihnt, von D e k k e r und anderen noch hoher gefunden
wurden, so konnte erst dann mit Sicherheit ein Zusatz von Schalen
zu Kakao erkannt werden, wenn die hierbei ermittelte Gehaltszahl um mindestens 1,5% der lufttrockenen Substanz, gleich 3,2%
der fettfreien Trockensubstanz hoher ist , als der hochst gefundene
Gehalt an Pentosane bei reinen Bohnen; das wiire auf die vorliegenden Ergebnisse angewendet 7,474y0 der fettfreien Trockensubstanz, gleich 3,W% der lufttrockenen Substanz. Berechnet
man aus dieser Feststellung den Prozentsatz an Schalen, der
gerade noch erkannt wiirde, so ist derselbe in der lufttrockenen
Substanz mit 38,29y0 anzugeben; auf die Praxis angewendet,
konnte man demnach einem Kakao von 30% Fett- und Wassergehalt 22,97y0 Schalen zusetzen, um mit einiger Sicherheit auf
Grund der Ermittelung des Gehaltes an Pentosanen in diesem
Gemisch einen SchluD auf das Vorhandensein von Schalen zu ziehen.
Es geht demnach &us den vorstehenden Ausfiihrungen hervor,
dad3 das Verfahren zur Bestimmung von Pentosanen nach T o 11e n s
und K r o b e r auf die Ermittelung von Schalen, beziehungsweise
auf die Feststellung des Schalengehaltes im Kakao und dessen
Wiparaten keine praktische Bedeutung haben kana, sobald es sich
um Z d t z e unter 30% Schalen zum Kakao handelt.
V. Die Eisenchlorid-Methode des Vefiassers.
Angesichts der Wahrnehmung, da13 die bisher empfohlenen
Methoden zur Bestimmung des Schalengehaltes im Kakao und dessen
Prziparaten fur die Praxis des Nahrungsmittel-Chemikem, wenn
es sich, wie wohl meist, um den Nachweis von geringeren Zusiitzen
an Schalen handelt, infolgc ihrer umstLndlichen Handhabung und
wenig groaen Genauigkeit, kaum eignen, da sie erst Zusiitze von
30% Schalen mit Sicherheit erkennen lassen, was durch die Nachpriifung der hauptsbhlichen fiir diesen Gegenstand in F’rage
kommenden Verfahren durch den Verfasser nur bestiitigt werden
konnte, muB das Bestreben vorhanden sein, ein Verfahren auszuarbeiten, welches gestattet, auch geringere ZusLtze von Schalen
zum Kakao einwandfrei zu bestimmen. Da die Praxis dann am
meisten Erfolge hat, wenn eine Methode leicht zu handhaben bt
und wenig Zeit in Anspruch nimmt, ohne da13 ihre Genauigkeit
d a m t e r leidet, so muD bei eventueller Neueinfiihrung einer Methode
auch darauf Rucksicht genommen werden.
Chr. Ulrioh: Nachweis von Kakaoschalen.
664
Der Verfasser war bemiiht diesen Anforderungen gerecht zu
werden und glaubt in dem von ihm vorzuschlagenden Verfahren
zum mindesten einen Weg gezeigt zu haben, auf den durch weiteres
Ausbauen seiner Vorschliige das Ziel erreicht werden kann.
Die Ursache, welche den Verfasser veranlafite, eine Methode
zu suchen, welche vielleicht geringere Zusiitze von Schalen zu
Kakao erkennen lliBt, als es bisher moglich ist, lag in der Beobaohtung
daB das Schliimmverfahren sowohl wie die Rohfaser- und Pentosanbestimmung deswegen e k e grofiere Genauigkeit nicht gestatten,
weil in den Schalen wie in den Kernen des Kakao Rohfaserbestandteile und Pentosane, wenn auch allerdings in verschieden
groBer Menge, vorkommen und dadurch bei einer Mischung von
Kakao mit Schalen in geringer Menge, das Ergebnis der Analyse
sich allzusehr jenen Gehaltszahlen dieser Bestandteilr nlihert ,
welche an und fur sich schon in den Kernen und in den Bohnen
vorhanden sind; es kann demnach ein wesentlicher Unterschied
nur dann auftreten, wenn geniigend grol3e (ca. 30%) Zuslitze von
Schalen stattgefunden haben.
Unwillkiirlich m a t e bei Beurteilung dieser Tatsache der
Gedanke auftauchen, die reinen Kakaokerne und die reinen Kakaoschalen daraufhin zu untersuchen, ob nicht in den Bohnen Bestandteile vorhanden sind, welche den Schalen fehlen oder umgekehrt;
ferner, wenn dies der Fall sein sollte, zu versuchen, ob diese Bestandteile gewichtsanalytisch oder mafianalytisch zu bestimmen
sind; weiter, ob eine geniigend grofie Menge dieser Korper vorhanden ist, damit durch die Bestimmung des Prozentgehaltes auch
wirklich soweit Unterschiede ergeben, die auch einen geringen
Zusatz von Schalen erkennen lassen und endlich, ob diese Bestandt d e bei allen zur Untersuchung gelengten Kakeosorten in moglichst
gleich groBer Menge vorkommen.
Unter Beriichichtigung allerdieser Anforderungen, die eine solche
Methode zur Bestimmung des Schalengehaltes im Kakao haben muB,
ist von seiten desverfassers das weiter unten beschriebene und vonihm
als Eisenchlorid-Methode bezeichnete,Verfahren ausgearbeitet worden.
In der Literatur finden sich die Bestandteile der K a h bohnen und der Kakaoschalen, soweit sie erkennbar und festgestellt
sind, angegeben. Unter diesen Bestandteilen erscheint das KBkamot
als ein nur der schalenfreien Kakaobohne eigentiimlicher Korper,
wahrend die Gerbstoffe sowohl in den Kernen, als auch in den
Schalen vorkommen. Das Kakaorot') ist nach den vorhandenen
l)
E. L u h m a n n , Kakaa
ti.
Schokolade.
Teclmik, 114. Rd., 1909. Hannover, Dr. Jlinecke.
Biblioth. d. ges.
Chr. U l r i cli: Snchwcis von Kakeoschalen.
555
Angaben ein durch die Fermentation in den Bohnen sich bildendes
Zersetzungsprodukt und sehr nahe den Gerbstoffen verwandt,
da es mit &alien Ameisensiiure, Essigsaure und Brenzkatechin
gibt; es ist nach L u h m a n n ein rotbraunes, amorphes, bitter
schmeckendea, in Wasser fast unlosliches Pulver, das durch Alkohol
und verdiinnte Alkalien leicht in Losung gebracht wird, sich aber
aus dieser Losung durch Siiure wieder ausscheidet; es bildet sich
durch Spalten einea Glykosids bereits beim Trocknen der Bohnen
und wird diese Spalhng durch das Rotten beschleunigt, jedoch
nicht vollendet. Vollstiindig zersetzt wird es erst durch Behandlung
des fettfreien Kakaopulvers mit verdiinnter Saure. Man kann
dann das Kakaorot aus dem Ruckstand, der durch Auswaschen
mit Wasser von Zucker, Salzen, Theobromin und Koffein befreit
wird, mit Alkohol ausziehen.
Eine auf vorstehende Ausfiihrung begriindete Methode zur
Bestimmung des Farbstoffes wiirde aber fiir die Praxis schon deshalb
nicht brauchbar sein, da einesteils diese Bestimmungsart ungemein
zeitraubend und umstiindlich erscheint, anderenteils die Menge
dea erhaltenen reinen Farbstoffes, da nur 1-2 g der Substanz in
Arbeit genommen werden konnen, zu gering ausfallen wiirde, urn
wesentliche Unterschiede bei Mischungen von Bohnen mit geringen
Mengen Schalen, zu ergeben; es ware in einem solchen Fell die
Genauigkeitsgrenze nicht beaser, als wie diese bei der Beatimmung
der Rohfaser nach K o n i g , M a t t h e s und M u l l e r , und bei der
Pentosanbestimmung nach T o 11 e n s und K r 6 b e r besteht.
Es lag nun sehr nahe, d a die eigentliche Grundlage zum Ausbau
eines Verfahrens dadurch gegeben war, daB der Farbstoff sich allein
nur in den Kakaokernen vorfindet, Versuche anzustellen, welche
den Farbstoff quantitativ in einer Form &usden Kernen auszuscheiden
gatatten, daB grofiere Mengen der Gewichtsanalyse zugefiihrt
werden konnen ; dies ist aber nur dann moglich, wenn Verbindunpcn
des Farbstoffes mit irgend einem Korper herbeigefiihrt werden. Die
diesbezuglichen Versuche haben nun folgende Ergebnisee gezeitigt :
Werden entfettete Kakaobohnen ohne Schalen mit verdiinnten Mineralsiiuren gekocht, so ist in dem Auszug der Farbstoff vorhanden, was durch die sehr stark rote Farbung desselben
gegenuber dem braunen Auszug von Schalen mit verdiinnten
anorganischen Sauren zu erkennen ist. Versucht man nun diesen
roten Farbstoff durch ein Reagens auszufiillen, so gelingt dies nicht.
Anders jedoch gestaltet sich die Sache, wenn ein Auszug
desselben Materials mit organischen Sauren (Essig-, Weinsteinund Zitronensiiure) hergeatellt wird, von welchen der mit Schalen
666
Chr. Ulrich: Nachwefs von Kakaoschalen.
hergesteute ebenfalls nicht den Farbstoff (Kakaorot) enthiilt. Die
organischen Sauren scheinen eine bedeutend groBere Losungsfiihigkeit
fiir den roten Farbstoff zu beaitzen, denn der mit der gleiohem Menge
Kakaokernen und Siiure derselben S t t k e hergestellte Auszug
der orgenischen Sauren besitzt eine weit tiefere Farbentonung,
als der mineralsaure Auszug; dadurch hatte man auch noch die
Wahrscheinlichkeit fur sich, daB durch organische Sauren eher
eine quantitative Aufnahme des samtlichen in der angewandten
Substanz vorhandenen FarBstoffes stattfindet, was natiirlich einen
Hauptmornent in der eventuellen Anwendung einer solchen Methode
bildet. Bei den Versuchen aus diesem Auszug, den Farbstoff zu
fallen, wurde festgestellt, d a B dies der Fall ist, sobald der kochenden
L&ung Eisenchlorid (besonders in Gegenwart von geringen Mengen
Salzsiiure) Ammoniak, Kaliumbichromat, Brom- und Chlonvasser,
Chlorbaryum und essigsaures Blei zugesetzt wird, wobei die Fglllung
rnit Eisenchlorid am raschesten und in der grol3ten Menge gegenuber den mit den anderen genannten Fallungsmitteln erfolgt.
Priift man nun Kakaoschalen-Auszuge, die mit organischen Siiuren
hergestellt werden, mit diesen Reagentien, so bewirken Eisenchlorid, Ammoniak und Bichromak keine Fiillung, wiihrend Bromwasser, Chlorwasser, Baryumchlorid und Bleiacetat eine, wenn
auch- bedeutend geringere Fiillung, als in dem Kernauszug, ergeben.
Durch diese Versuche war der Weg gezeigt, auf den weiter
fortgeschritten werden konnte. Es wurden in goBer Zahl gewichtsanalytische Bestimmungen ausgefiihrt, um die Methode formulieren
zu konnen. Es ergab sich, daB die Essigsiiure, als die praktischste
der organischen Sliuren gegenuber den sich nur verhliltnisrniiBig
kurze Zeit haltenden anderen beiden Sauren, am besten zu verwenden ist, und d a B als FLllungsmittel unbedingt das Eisenchlorid
allein nur in Frage kommen kann, da mit ihm die in den Kernausziigen von gleicher Menge der angewandteri Substanz eine
Fillung bewirkt wird, die ungefiihr viermal so groD sich darstellt,
als die Fllllung mit Ammoniak.
Auf Grund dieser Erkenntnis wurden mit Essigsliure und
Eisenchlorid weitere Versuche angeatellt, um festzustellen,
1. in welcher StLrke und Menge die Essigsliure angewandt
werden muB, damit die in Arbeit zu nehmende Zahl Gramme der fettund wasserfreien Substanz (1g) vollstiindig vomFarbstoff befreit Wid;
2. in welcher Form der Anwendung diese Extraktion am
raschesten und sichersten vor sich geht;
3. in welcher Starke und Menge das FLllungsmittel (Eisenchlorid) anzuwenden ist, damit eine vollstindige Fgllung des Farb-
Chr. Ulrich: Nachweis von Kakaoschalen.
55:
stoffes erzielt wird und ein leichtes Auswaschen des Ueberschusses
am Fallungsmittel stattfinden kann.
Zugleich mit diesen Versuchen wurden, da eventuell durch
Anwendung der richtigen Menge und Stlrke von Essigsiiure und
Eisenchlorid, und da die Beobachtung gemacht worden war, dal3
neben dem Farbstoff auch noch wahrscheinlich andere Korper
mit dem Eisenchlorid ausgeflillt werden, deren Identitiit aber nicht
nachgewiesen werden konnk, m c h solche mit reinen Kakmschslen
in derselben Weise angestellt; das Ergebnis dieser Priifungen bei
den Kakaoschalen konnte aber nur die zuerst gemachte Beobachtung
bestitigen, dafi die Schalenausziige in essigmurer Losung durch
Eisenchlorid keine Veranderung erfahren.
Auf Grund der Versuche mit den essigsauren Ausziigen der
reinen Kakaobohnen durch Fallung derselben rnit Eisenchlorid,
kann nun folgende Vorschrift als die am besten geeignete fiir die
Bestimmung des Farbstoffes in Kakaobohnen und in Mischungen
derselben mit Kakaoschalen empfohlen werden :
Ein G r a m der von Fett und Wasser befreiten Substanz, welche
auf das feinste gepulvert sein md3, wird in einein 300 ccm fassenden
Erlenmeyerkolben rnit 120 ccm reinster Essigsiiure (50-51 yo der Saure
lialtend) versetzt und unter Verweiidung eines Riickflul3kuhlers auf
freiem Feuer zum Kochen gebracht und darjn 3 Stunden erhalten.
Nach dieser Zeit kulilt man ab, bringt den gesamten Kolbeninhalt mit
kaltem Wasser in einen 160 ccm fassenden MaBkolbeii und fiillt dort bei
15O C. auf 150 ccm, schiittelt gut durcli nnd laBt mindestens 12 Stunden
(am besten bis zum niichsten Tage) stehen. Hierauf wird durch ein
trockenes Filter in einem trockenen Iiolben filtriert und vom Filtrat
135 ccm (gleich 0,9 g der an ewandten Substanz) in einen Erlenmeyerkolben gebracht, mit 5 ccm aonzentrierter Salzsiiure und 20 ccrn einer
20Xigen Eisenchloridlosung versetzt. Man erhitzt nun die Fliissi keit
rnit aufgesetztem Ruckflul3kiihler bis z i m Kochen inid erhalt sie &win
10 Minuten, worauf man raach abkiihlt, und den sich beim Kochen
kornig abgeschiedenen Niederschlag sanit der Flussigkeit’ in ein Becherlaa quantitativ uberfiihrt, was sehr leicht von statten geht, da der
hederschlag nicht an der Wand haftet. Nach mindestens sechs Stunden
filtriert man durch ein getrocknetes und gewogenes Filter, wZischt den
Niederschlag mit heiBem Wasser solange ails, bis eine Probe des ableufenden Filtrates keine Eisenreaktion mehr zeigt. trocknet hierauf
das Filter bei 105O C. 6 Stunden nnd wiegt. Drts erhaltene Gewicht wird
auf Prozente fettfreier Trocken- und lufttrockener Snhstanz berechnet.
Um diese vorbeschriebene Methode auf ihre Zuverlassigkeit
und Brauchbarkeit zu priifen, war es natiirlich notwendig, eine
moglichst groRe Zahl von Bestimmungen mit den einzelnen Kakaosorten an und fur sich, und dann aucli niit Mischungen der verschiedenen Sorten auszufiihren ; auRerdem mufiten die einzelnen
Sorten sowohl, als auch die Mischungen der Kakaopraparate verschiedener Herkunft mit einem Schalenzusatz versehen werden
- in vorliegendem Falle wurde dies mit lo?&der fettfreien Trocken-
558
Chr. Ulrich:
Nachweis von Kakaoschalen.
substanz, gleich ca. 5,5% der lufttrockenen Substanz ausgefiihrt und ebenfalls eine geniigenda Anzahl von Analyaen auagefuhrt
werden. Zu dieseni Behufe sind mit den 16 vorliegenden Kakaosorten in gerostetem Zustande und den 6 Sorten roher Bohnen
je 6 Bestimmungen durchschnittlich ausgefiihrt worden und ebenfalls soviel von den Mischungen der Kakoasorten untereinander.
Die Ergebnisse dieser Untersuchungen und ihre Mittelwerte
in der fettfreien Trockensubstanz, wie “die Umrechnung derselben
auf die urspriingliche Substanz, sind in der Tabelle X zusammengestellt.
Aus dieser Zusrtmmenstellung raBt sich ersehen, da13 folgende
Unterschiede in den ermittelten Gehaltszahlen bestehen :
A. R e i n e g e r o s t e t e B o h n e n (Tabelle X A u. B).
1. Akkra: (6 Bestimmungen.) Von 13,07 bis 13,69y0 der fettfreien
Trockensubstanz (Differenz 0,62y0), i
m Mittel 13,520/, (entsprechend 6,3366Y0 der lufttrockenen Substanz);
2 . Ariba: (18 Bestimmungen.) Von 12,77 bis 13,97y0 (Differenz
1,2004, itn Mittel 13,50y0 (6,9981y0);
3. Bahia: (14 Bestimmungen.) Von 10,71 bis 12,49y0 (Differenz
m Mittel 11,39% (5,4735%);
1,78y0), i
4. Cevlon: ( 6 Bestimmunzen.) Von 13.67 bis 13.89OL (Differenz
0,52%), im Mittel 13,7g% ‘(6,4496X)f
5. Guajaquil: (12 Besthmnungen.) Von 15,13 bis 16,82y0 (Differenz
l,69%), im Mitt,e! 1 6 , l l % (7,4794%);
6. Samoa: (12 Bestnnmungen.) Von 13.82 bis 14,84y0 TDifferenz
1,02%), im Mittel 14,34% (6,6981%);
7 . St. Thom6: (18 Bestimmunrren.) Von 13,ll bis 14,27% (Differenz
.
1,16%, im Mittel 14,75% ]6,1187%);
8. Trinidad: (12 Bestimmungen.) Von 13,ril bis 14,56y0 (Differenz
1,05O/,),im Mittel 14,11% (6,1431%).
Mischungen:
9. Bihia, Guajaquil, Thom6, Trinidad: (5 Bestimmungen.) Von
12,98 bis 13,67y0 (Differenz 0,69y0), im Mittel 13,41y0 (5,892504)
gegen berechnetem Mittel minus 0,42y0;
10. Akkra, Ariba, Bahia, Ceylon, Samoa, Thom6, Trinidad: ( 5 Bestimmuii&en.) Von 12,87 bis 13,44% (Differenz 0,57%), h
Mittel 13,14O/, !5,9380%), gegen Berechnung minus 0,39%;
1 1 . wie 10: ( 5 B e s t m u n g e n . ) Von 12,89 bis 13,31y0 (Ddferenz
0,420/,), in1 Mittel 13,19% (5,5245%), gegen Berechnung minus
I
0918%;
I”
I
12. Siimtliche 8 Sorten: ( 7 Bestimmungen): Von 13,02 bis 13,78y0
(Differenz 0,7604). im Mittel 13,51% (5,8147%), gegen Berechnung
minus 0,18%;
13. Bahia, Ceylon, Samoa: ( 4 Bestimmungen.) Von 13,84 bis 13,91%
(Differenz 0,07y0), im Mittel 13,88% (7,0208y0),gegen Berechnung
mmus 0,17%;
11. Thome, Trinidad: ( 4 Bestimmungen.) Von 13,62 bis 13,96%
(Differenz 0,34O/,), im Mittel 13,81Y0 (6,1382y0), gegen Berechiiring miniis 0,l lo(, ;
13. Akkra, Ariba, Bahia: ( 4 Bestimrnungen.) Von 12,93 bis 13,67%
(Differenz 0,74O/) irn Mittel 13.1106 (6,2518%), gegen Berechnung miniis 0, 46;
i8
C hr. U lr i c h: Nachweis von Kakaoschalen.
559
16. Siimtliche 16 Sorten: (6 Bestimmungen.) Von 13,67 bis 13,87%
(Differenz 0,20y0), im Mittel 13,75y0 ( 5,9262y0), gegen Berechnung minus Q,Q7Yo.
Es sind demnach bei den mit den einzelnen Kakaosorten
vorgenommenen Bestimmungen der GroDe des durch Eisenchlorid
in essigsaurer Losung erhaltenen Niederschlages Unterschiede,
bezogen auf fettfreie Trockensubstanz von 0,22y0 (Ceylon) bis
1,78% (Bahie), im Mittel gleich lyo, gefunden worden; diese
Differenzen entsprechen, da durchschnittlich 1% fettfreie Trockensubstanz gleich 0,55y0 der lufttrockenen Substanz entspricht, den
Zahlen0,121-0,979~o,imMitte10,55yo; diese Unterschiede sind in Anbetracht der geringen zur Analyse verwendeten Substanz in der Menge
von 0,9 g der fettfreien Trockensubstanz, gleich 2 g der lufttrockenen
Substanz, als innerhalb der Fehlergrenze liegend zu bezeichnen.
Auf Grund der aus den Einzelbestimmungen erhaltenen
Mittelwerte fur die Gehaltszahlen dea durch Eisenchlorid in essigsaurem Auszuge erhaltenen Niederschlages, kann man, unter der
ilnnahme, dal3 dieser Niederschlag dem im Kakao vorhandenen
Farbstoff entspricht, folgende Reihe bezuglich der Menge dieses
Farbstoffes in den einzelnen Kakaosorten aufstellen : Am wenigsten
Farbstoff enthalten die Bahia-Sorten mit 11,39y0 der fettfreien
Trockensubstanz (gleich 5,4735y0 der lufttrockenen Substanz) an
Farbstoff-Eisenverbindungen; daran schlieBen sich die Kakaomarken: Ariba rnit 13,50% (6,9981y0),Akkra mit 13,52% (6,3366%),
Thome rnit 13,75% (6,1187%), Ceylon rnit 13,79y0 (6,4496%),
Trinidad rnit 14,11% (6,1431%), Samoa mit l4,34% (6,6981%)
und Guajaquil mit 16,11~0(7,4794%). Diese auf analytischem
Wege gefundene Reihenfolge, betreffs des Farbstoffgehaltes im
Kakao, wird durch den Vergleich der Flrbung der einze.lnen Kakaosorten mit bloBem Auge bestltigt. Es schwanken demnach die
Farbstoff-Eisenverbindungen in den Kakaosorten von 11,39 bis
16 , l l yo der f ettf reien Trockensubstanz , gleich 5,4735-7,4794%
der lufttrockenen Substanz, also um 4,72 bezw. 2,0059y0, und
geben. Mittalwerte von 13,8137 bezw. 6,4621y0, welche von den
analytisch aua einem Gemisch siimtlicher Sorten erhaltenen Werten
(mit 13,75 bezw. 5,9263%) nur um 0,0637y0 (0,5358%) differieren.
Von den acht verschiedenen Kakaosorten, die zur Untersuchung vorgelegen haben, geben sechs, niimlich Akkre, Ariba,
Ceylon, Samoa, St. Thorn6 und Trinidad Werte von 13,50-14,34%
der fettfreien Trockensubstanz, die um 0,8470 voneinander verschieden sind, so daB man im allgemeinen den Farbstoffgehalt im
Kakao in Form seiner Eisenverbindung rnit 13,92% der fettfreien
600
Chr. Ulrich: Nachweis von Kakrtoschden.
Trockensubstanz annehmen kann ; die Bahia- und GuajaquilKakao bilden jedoch eine Ausnahme und erschweren auch dadurch, wie splter ausgefiihrt werden wird, die Entscheidung uber
die Frage der aus der Parbstoff-Eisenverbindung herzuleitenden
Hohe des Schalenzusatzes. &lit 11,39y0 der fettfreien Trockensubstanz bleibt der Farbstoffgehalt des Bahia-Kakaos urn 2,63%
hinter dem Mittel zuruck, wiihrend mit 16,11% Farbstoff-Eisenverbindung der Guajaquil-Kakao um 2,l-9.9%hoher als der Mittelwert erscheint,. Da ja nur in den seltensten Flillen im Handel Kakao
anzutreffen sein werden, welche einer einzigen Kakaosorte en&
s t a m e n , so wird trotz dieser beiden Ausnahmen mit den oben
angegebenen Mittelwerten zu rechnen sein, denn nach vorliegender
Untersuchung enthalten mindestens 75”/0 der Kakaosorten eine
solche Menge a n Farbstoffen, daD dieselbe nacll der Eisenchloridmethode rund 14% der Farbstoff-Eisenverbindung, berechnet auf
fettfreie Trockensubstanz, betriigt.
Um nun einen Anhaltspunkt dafiir zu haben, wie weit wohl
diese Methode auf die Praxis anzuwenden sei, wurden acht verschiedene Mischungen von gleichen Mengen einzelner reiner Bohnensorten daraufhin untersucht und deren Gehalt an FarbstoffEisenverbindungen festgestellt, und zwar wurden zwei, drei, vier,
sieben und acht Sorten miteinander vermischt (siehe No. 9-16
der vorstehenden Aufstellung). Es ergab sich, daD die erzielten
Werte von 13,14-13,88y0
(No. 10 und 13) der fettfreien Trockensubstanz, also urn 0,74y0 differieren, im Mittel 13,41y0 geben und
demnach der Durchschnittszahl der meisten Kakaosorten sehr
nahe kommen (13,92y0) und aul3erdem sich mit dem berechneten
Durchschnittswert samtlicher Kakaosorten fast decken (1332%).
Betrachtet man in B der Tabelle X die Unterschiede der erwiihnten
Mittelwerte der Mischungen von Kakkeosorten, welche durch
Analyse erhalten wurden, mit jenen, die sich aus der Berechnung
ergeben, so reichen sie von minus 0,07 bis minus 0,42y0 in der fettfreien Trockensubstanz, Differenzen, welche 81s sehr gering zu
bezeichnen sind und die praktische Bedeutung der vorgeachlagenen
Methode erhohen.
Es l5Dt sich aus diesen Ergebnissen ersehen, daG, da in der
Praxis fast nur Mischungen von Kakao verschiedener Herkunft
Verwendung finden diirften, die Eisenchloridmethode fiir die Bestimmung des Kakaofarbstoffes in Form seiner Eisenverbindung
sehr wohl anzuwenden ist und nur Unterschiede gibt, welche nicht
voneinander soweit abweichen, daD sie von einschneidender Bedeutung auf die Genauigkeit der Methode s e h konnen.
(Fortsetzung folgt.)
Chr. Ulrich: Nachweia von Kakaoschalen.
561
B. R e i n e r o h e K a k s o b o h n e n :
(D der Tabelle X),je drei Bestimmungen:
1. Akkra: Von 14,56 bis 15,07y0 (Differenz 0,61y0), Mittel 14,82%
der fettfreien Trockensubshnz;
2. Ariba: Von 12,22 bis 12,56Y0 (Differenz 0,34%), Mittel 12,82%;
3. Bahia: Von 12,13 bia 12,73y0 (Differenz 0,60%), Mittel 12,40/, ;
4. Guajaquil: Vori 16,44 bis 17,08% (Differem 0.64%), Mittel
16,67y0 ;
5. Samoa: Von 14,80 bis 15% (Differenz 0,20%), Mittel 14,90%;
6. Trinidad: Von 1 3 , l l bis 13,36% (Differenz0,25%),Mittel13,26%;
7. Samtliche 6 Sorten: (1 Besthung.) 14,33%, gegenuber der
Berechnung ein Mehr von 0,20%.
Die vorstehenden Ergebnisse zeigen, d a B auch hier dieselben
Erscheinungen betreffs des Gehaltes an m arb st off-~sen~erbind~gen
auftreten, wie bei den gerosteten Bohnen, nur mit dem Unterschied, da13 mit Ausnahme von Trinidad- und A r i b a - K a b die
betreffenden Gehaltszahlen in den rohen Bohnen e t m s hiiher a18
in den gerosteten Bohnen gefunden worden sind; der Unterschied
jedoch kann von wesentlicher Bedeutung nicht sein, da er nicht
gro13er ist, als die hochste Differenz in den Einzelbestimmuxgen
der gerosteten Bohnen.
Da nun auf Grund der Untersuchungen der rehen geriisteten
und ungerosteten Bohnen der Nachweis gefiihrt erachien, da5 die
Eisenchloridmethode fur die Praxis Werte gibt, die sehr wohl verwendbar sind, so wurden mit derselben Zahl Analysen von mit
10% in der fettfreien Trockensubstanz (gleich durchschnittlich
6,5% der lufttrockenen Substanz) Schalen versetzten einzelnen
Kakaosorten, wie deren Mischungen untereinander ausgefiihrt,
der Mittelwert aufgestellt und mit dem aus der Durchschnittszahl
des Eisenchloridniederschlages in den reinen Bohnen berechneten
Mittelwert verglichen (Tabelle X, A, B, C).
Reine gerostete Kakaobohnen, versetzt mit
10% S c h a l e n d e r f e t t f r e i e n T r o c k e n s u b s t a n z ,
g l e i c h 5,5% d e r l u f t t r o c k e n e n S u b s t a n z , g e b e n
W e r t e von:
1. Akkra: 11,93 bis 12,49Y0 (Differenz 0,58yo), im Mittel 12,26%
(6,lSOS%), gegen Berechnung plus O,OS% ;
2. Ariba: 11,73 bis 12,73% (Differenz 1%), im Mittel 12,24%
(6,1099%), gegen Berechnung plus 0,09% ;
3. Bahk: 9,SO bis 11,62% (Differem l,SZ%), i
m Mittel 10,34%
(5,371 lye), gegen Berechnung plus 0,09yo ;
Arch. d. Phsrm. OCXXXXIX. Bda. 8. Heft.
36
662
Chr. Ulrich: Nachweia von Kakaoschden.
4. Ceylon: 1 2 J 8 bia 12~58%(Differem 0,40%), im Mittel
(6,3294%), gegen Berechnung plus O,Ol% ;
5. Guajaquil: 14,09 bis 15,44y0 (Differenz 1,35%), im Mittel
(7,3436%), gegen Berechnung plus 0,09% ;
6. Samoa: 12,16 bis 13,24% (Differenz 1,08%), im Mittel
(6,5082%), gegen Berechnung minus 0,09% ;
7. Thom6: 11,40 bis 12,94% (Differenz 1,54y0), im Mittel
(6,0251%), gegen Berechnung minus O,05% ;
8. Trinidad: 12,02 bis 13,22% (Differenz 1,20y0),im Mittel
(6,0695y0), gegen Berechnung minus O,Olyo.
12,42%
14,59%
12,82%
12,32%
12,60y0
Mischungen :
9. Bahia, Guajaquil, Thom6, Trinidad: 11,73 bis 12,33% (Differenz
0,60%), im Mittel 12,13y0 (5,8295%), gegen Berechnung minus
031% ;
10. Akkra, Ariba, Bahia, Ceylon, Samoa, Thom6, Trinidad: 11,11
bis 11,98% (Differenz 0,87%), im Mittel 11,62% (5,3100%),
gegen Berechnung minus 0,25% ;
11. wie 10: 11,30 bis 12,04y0 (Differenz 0,74%), im Mittel 11,74%
(5,8480%), gegen Berechnung minus O,Ol% ;
12. Samtliche 8 Sorten: 12 bis 12,67% (Differenz 0,67%), im Mittel
12,30y0 (5,7669%), gegen Berechnung plus 0,14y0;
13. Bahia, Ceylon, Guajaquil, Samoa: 12,40 bis 13,53y0 (Differenz
(1,13%), Mittel 12,45% (6,3951%), gegen Berechnung minus
0,06% ;
14. Thome und Trinidad: 12,ll his 12,67y0 (Differenz 0,56Y0),
im Mittel 12,44% (6,0578%), gegen Berechnung minus 0,04%;
15. Akkra, Ariba, Bahia: 11,62 his 12,22Y0 (Differenz 0,60Y0),im
Mittel 12,03y0, gegen Berechnung minus 0,04y0 ;
16. Slimtliche 16 Sorten: 12,33 bis 12,49% (Differenz 0,16%), irn
Mittel 12,420/;, (5,8317%), gegen Berechnung plus 0,05%.
Die gefundenen Gehaltszahlen in den mit 10% fettfreier
Trockensubstanz Schalen versetzten Bohnensorten schmanken
zwischen 0,40-1,823/,
in den einzslnen Sorten untereinander
(berechnet auf fettfreie Trockensubstanz), sind also innerhalb jener
Grenzen, die auch bei Anwendung der Eisenchloridmetliode in
reinen Kakaobohnen auftretcn ; die Mittelwerte, welche naturgemao
mit diesen in reinen Bohnen gefundenen entsprechend korrespondieren, sind bei den einzelnen Sorten gegeniiber der aus den Mittelwerten der reinen Bohnen berechneten Durchschnittszahlen (in
der fettfreien Trockensubstanz) nur urn von minus 0,Ol bis plus
0,09% verschieden, Unterschiecle, welche eine genugende Sicherheit in der Ermittelung der Farbstoff-Eisenverbindung im Kakao
gewahrleisten, und die auch im allgemeinen die Anwendung dieser
Method2 auf die Ermittelung des Schalengehaltes im Ilakao
Chr. Ulrich: Xachweis voii Kakaoschalen.
563
empfehlen. Allerdings stort hier genau so wie bei den reinen
Bohnen die Ausnahmestellung, welche die Bahia- und GuajaquilS o h n gegeniiber den anderen Kakaomarken einnehmen.
Da
aber, wie bei Besprechung der Anwendung der Methode auf Gemische verschiedener Kakaosorten bereits naher ausgefiihrt worden
ist, in der Praxis fast nur diese letzteren vorkommen, und da auch
&us den Ergebnissen fur 10% igen Schalenzusatz (in fettfreier
Trockensubstanz) hervorgeht, da13 erstens, dieselben ganz entsprechend jenen &us reinen Gemischen erhaltenen Gehaltszahlen
sind und zweitens, sie gegenuber der theoretischen Berechnung nur
urn minus 0,01-0,14~0 (in fettfreier Trockensubstanz) differieren,
ist ein weiterer Beweis fiir die genugende Genauigkeit der mi6
dieser Methode erzielten Ergebnisse in der Praxis gegeben.
Es handelt sich nun noch an Hand der vorstehenden Ausfiihrungen die Eisenchloridmethode einer Kritik nach zwei Seiten
hin zu unterziehen, und zwar:
1. 1st es moglich im Kakao und dessen Praparaten den
Nachweis von Schalen, wenn dieselben in geringer Menge zugesetzt
sind, im allgemeinen mit Sicherheit zu erkennen, und wie groB
mu0 der Schalenzusatz sein (in urspriinglicher Substanz), damit
er gerade noch durch die Methode festgestellt werden kann?
2. Wenn vorstehendes zutrifft, ist es dann moglich, daB
auch denn noch ein Schalenzusatz durch die Eisenchloridmethode
mit Sicherheit festzustellen ist, wenn zu dem Kakao, bezw. dessen
Praparaten, die der Untersuchung zugef uhrt werden, nur Kakao
e i n e r Herkunft verwendet und mit Schalen versetzt wurde ?
Die erste Frage l&Bt sich fiir ihren ersten Teil ohne weiteres
aus den bei Besprechung der Untersuchungsergebnisse, welche fiir
reine Kakaomischungen sowie fur mit Schalen versetzten Einzelsorten erhalten worden sind, zustimmend beantworten; es ist
daher nur noch die Genauigkeitsgrenze der Methode bei ihrer Anwendung auf diese Mischungen, sobald sie mit Schalen versetzt
sind, zu erlautern.
I n Tabelle X unter C, I und I1 sind die Ergebnisse der Kakaomischungen mit und ohne Schalen in fettfreier Trockensubstanz
und in lufttrockener Substanz aufgefiihrt, wie sie durch die Anwendung der Eisenchloridmethode erhalten worden sind.
Gegeniiber dem e m niedrigsten gefundenen Gehalt an Farbstoff-Eisenverbindungen in reinen Kakaobohnen rnit 13,14% der.
fettfreien Trockensubstanz ist der am hochsten ermittelte Gehalt
daran in mit 10% der fettfreien Trockensubstanz, gleich 5,5%
der lufttrockenen Substanz Schalen versetzten Bohnen zu 12,45y0
36*
664
Chr. U l r i c h: Nachweis von Kctkaoschalen.
nur um 0,69y0 der fettfreien Trockensubstanz hoher ermittelt
worden. Bei Beurteilung dieser Differenz muS in Beriicksichtigung
gezogen werden, da13 auch Kakaosorten vorkommen konnen, welche
mit der Eisenchloridmethode geringere Werte ale die Bahia-Sorten
und auch hohere Werte als die Guajaquil-Marke geben, wodurch
also auch die Gemische geringere und hohere Zahlen, als bei den
vorliegenden Kakaomischungen erhalten worden sind, geben konnen.
Es erscheint demnach die obige Differenz zu gering, um mit Sicherheit einen Schalenzusatz durch die Analyse erkennen zu konnen.
Man kann berechnen wie hoch der Schalenzusatz sein mu& damit
er gerade noch durch die Eisenchloridmethode mit Sicherheit festgestellt werden kann, und zwar wie folgt:
Da die Einzelbestimmungen in den reinen Bohnenmischungen
um hochstens 0,76Y0 der fettfreien Trockensubstanz und in den mit
Schalen versetztenKakaomischungen um hochstens l,13yodifferieren,
so mu6 diese Differenz zwischen der am niedrigsten gefundenen
Gehaltszahl bei reinen Bohnenmischungen und jener bei solchen
Mischungen, welche mit Schalenzusatz versetzt sind, mindestens
2% der fettfreien Substanz betragen, um mit Sicherheit diesen
Schalenzusatz erkennen und in seiner Hohe bestimmen zu konnen.
I n einem solchen Falle wiirde dann als hochste Gehaltszahl fur
mit Schelen versetzte Kakaomischungen 11,14y0 der fettfreien
Trockensubstanz durch die Eisenchloridmethode ermittelt werden
miissen, was einem Schalenzusatz von 15% in der fettfreien Trockensubstanz oder 4,25% in der lufttrockenen Substanz entspriiche.
Die Genauigkeitsgrenze der Methode ware dann :
Durch die Eisenchlorid-Methode 186t sich in einem normalen
in dem Handel vorlcommenden Kakao von 30% Fett- und Wassergehalt mit Sicherheit bereits einZusatz von 10,5y0Schalen nachweiaen.
Die zweite Frage, betreffs der Anwendung der EisenchloridMethode zur Erkennung des Schalengehaltes, mu13 auf Grund
der in Tabelle X, unter C I und I1 ubersichtlich geordneten Ergebnisse, wie folgt beantwortet werden : Die Frage der Bestimmung
einea Schalenzusatzes ist bei den Kakaosorten: Akkra, Ariba,
Ceylon, Samoa, St. Thome und Trinidad sofort gelost, denn aelbst
wenn das Handelsprodukt nur aus einer dieser Kakaomarken allein
hergestellt worden ist, so erhalt man durch Anwendung der Eisenchloridmethode bei Vorhandensein von 10,5y0 Schalen in der
30% fett- und wasserhaltenden Handelsware, immer Werte, welche
entweder 11,14yooder darunter sind; es ist also in einem solchen
Falle zweifellos die gro13te Sicherheit fur die Beurteilung des Schalenzusatzes vorhanden.
Chr. Ulrich: Saclweis von I<akaosch~~len.
665
Anders aber ist es, wenn der mit Schalen versetzte Kakao
nur aus Bahia-Kakao besteht: Schon in reinem Zustande werden
bei diesem Kakao durch die Eisenchlorid-Methode in fettfreier
Trockensubstanz 11,39y0 der Farbstoff-Eisenverbindung erhalten,
ein Gehalt, der kaum gegenuber dem Erkennungswert fiir mindestens
10%igen Zusatz (mit 11,14y0) Unterschiede aufweist. Es w&re
hier erst dann ein Schalenzusatz von 10% in einem Normalkakao
zu erkennen, wenn die Gehaltszahl der fettfreien Trockensubstanz
fiir den Farbstoffniederschlag mit 9,68y0 erhalten wird; diese
Wl entspricht aber, sobald die Kakaomarke nicht bekannt ist,
im allgemeinen einem Zusatz von 18,17% im Normalkakao.
4
Auf Grund dieser Tatsache muB, wenn bei Ermittelung des
Schelengehaltes durch die Eisenchlorid-Methode Werte von 11,14
bis 10,670 der Trockensubstanz fur den Farbstoffniederschlag
gefunden werden, erst die Provenienz der Kakaosorten, welche
zur Herstellung der vorliegenden Probe gedient haben, bekannt sein,
ehe man ein abschliel3endes Urteil aus dem Befunde ziehen kann;
war der Kakao Bahia-Kakao, so kann eine Beanstandung nicht
erfolgen; ist jedoch die Grundlage zur Herstellung der Handelsware ein Gemisch verschiedener Sorten gewesen, so ist mit Sicherheit ein Zusatz von mindestens 1 0 , S ~ in
O der urspriinglichen Substanz
anzunehmen. Findet man Werte unter 10,5y0 der fettfreien Trockenmbstanz, so ist, selbst wenn der Kakao nur allein aus der Bahiamarke
bereitet ist, ein Zusatz von mindestens 10% Schalen anzunehmen.
Was den Guajaquil-Kakao anbetrifft, so erhlilt man von
reinem Kakao durch die Eisenchlorid-Methode 16,11y0 der fettfreien Trockensubstanz an Farbstoff -Eisenverbindungen und bei
einem Zusatz von 7% Schalen zu Kakao aus Guajaquil bei 30%
fett- und wasserhaltender Ware (gleich 10% Schalen der fettfreien
Trockensubstanz) 14,50% Niederschlag in der fettfreien Trockensubstanz und bei einem Zusatz von 10,5y0 Schalen in aus der
Guajaquil-Bohne hergestelltem Normalkakao 13,70y0; demnach
eine Zahl, welche im allgemeinen auf reinen Kakao schlieBen GBt.
Man muS also bei Beurteilung dieser Angelegenheit genau so wie
bei der Bahia-Sorte verfahren und die Provenienz des Kakaos
kennen. Erst wenn der Schalenzusatz bei reinem Guajaquil-Kakao
(bei 30% Pett- und Wassergehalt) die Hohe von 21% erreicht hat,
erhiilt man durch die Eisenchlorid-Methode in der fettfreien Substanz
eine Gehaltszahl von 11,28~0,welche im allgemeinen einen Zusatz
von 10% Schalen als sicher hinstellt.
Da aber der in den Handel befindliche Kakao und seine
Priiparate nur in den seltensten Fiillen &us einer einzigen Kakao-
666
Chr. Ulrich: Nachweis von Iiakaoschalen.
marke hergestellt werden, sondern aus Mischungen von zwei oder
mehreren Kakaosorten bestehen, und aus den Versuchen des Verfassers hervorgeht, da13 die Mischungen mittelst der EisenchloridMethode Werte geben, die so nahe aneiiiander liegen, da13 man schon
einen Zusatz von 10% in normalem 30% fett- und wasserhaltenden
Kakao rnit Sicherheit erkennen kann, so kann diese Methode zur
Bestimmung von Schalenzusatzen zu Kakao von 10% aufwarts
als gut brauchbar empfohlen uerden.
Der Verfasser vcrhehlt sich nicht, daB dies Verfahren noch
weiter ausbauungsfahig ist und auch noch rnit anderen Kskaomarken zu priifen ist, als ihm zur Verfiigung standen, und ferner
noch auf die Handelsprodukte des Kakao ausgedehnt werden soll,
um das Verfahren auch nach dieser Riclitung hin kennen zu lernen
und auf seine Brauchbarkeit zu untersuchen; der Zweck aber,
welchen der Verfasser rnit der Bekanntgabe dieser Methode verfolgte, erscheint ihm durch die vorliegenden Belege der untersuchten Kakaosorten erreicht. Wie schon im Eingange zu den
vorstehenden Ausfiihrungen, welche diesen Abschnitt seiner Arbeit
einleiten, dargelegt ist, verfolgte der Verfasser mit dem Vorschlag
der Eisenchlorid-Methode die Absicht, durch seine analytischen
Belege und den Folgcrungen, die sich daraus ziehen lassen, eine
Anregung zu gebcn, da13 Mittel und Wege gefunden werden sollen,
ein so wichtiges Kapitel der Nahrungsmittel-Chemie, wie es g e r d e
die Untersuchung und Beurteilung von Kakao und dessen Praparaten
ist, zu bereichern und besonders, daB sich auf den Ausfiihrungen
des Verfassers eventuell eine Methode aufbauen liefie, welche einen
geringeren Zusatz von Schalen zu Kakao als 10% mit Sicherheit
erkennen und festzustellen vermag.
I n den Tabellen XI, XII, XI11 und XIV hat der Verfasser
samtliche von ihm auf dem Wege der Analyse ermittelten Gehaltszahlen fur Wasser, Fett, Jodzahl des Fettes, Schliimmanteilen,
Rohfaser , Pentosane und Ergebnisse der Eisenchlorid-Methode
fur die gerosteten und ungerosteten Kakaobohnen und Schalen,
berechnet auf Prozente der Trockensubstanz und der urspriinglichen
Substanz, iibersichtlich geordnet, zusammengestellt ; in der
Tabelle XV finden sich die ermittelten Gehaltszahlen geordnet
zusammengestellt, welche aus den Mischungen reiner Bohnen mit
20 bezw. 10% Schalen in der fettfreien Trockensubstanz, nach den
verschiedenen nachgepriiften Methoden erhalten worden sind und
Chr. Ulrich: Nachweis von Kakaoschalen.
667
zwar sowohl euf lufttrockene als auch auf fettfreie Trockensubstanz
berechnet.
Zu bemerken ist noch, daB siimtliche Methoden zu Schalenbestimmungen im Kakao nur mit reinem Material, d. h. mit Kakaobohnen, welche entweder roh oder nur gerostet waren und sonst
weiter keine Zusiitze erfahren hatten, ausgefiihrt wurden; liegen
daher zur Untersuchung Kakaopraparate vor, die bei ihrer Vorbereitung einer AufschlieBung unterzogen worden sind, so muB
das Ergebnis, welches durch irgend eine der angewandten Methoden
erzielt wird, nach der Menge des noch vorhandenen AufschlieBungsmaterials modifiziert werden.
Das Gesamtergebnis der vorliegenden Arbeit li&Btsich betreffs
der Versuche, welche ausgefuhrt worden sind, um einen Schalengehalt im Kakao und dessen Praparaten nachzuweisen bezw. dessen
Hohe mit Sicherheit festzustellen, folgendermaaen zusammenfassen :
Die Bestimmung der Jodzahl des Kakaofettes bietet keine
Handhabe Schalen im Kakao nachzuweisen und ihre Menge zu
bestimmen; sie ist demnach praktisch als nicht geeignet fiir dim
Zwecke zu bezeichnen.
Das von F i l s i n g e r vorgeschlagene und von D r e w e
beschriebene Schliimmverfahren ist als gut brauchbar fiir den
Schalennachweis zu erkliiren; man kann mit demselben m c h den
Feststellungen des Verfassers schon Zusiitze von 7,5% en (in
normalem Kakao von 30% Fett- und Wassergehalt) dam erkennen
und bestimmen, wenn, unter der Voraussetzung, &I3 daa Untersuchungsobjekt den Schalenzusatz wie die Kakaokernmenge in
feinst, gepulvertem Zustande enthiilt, der von D r a w e vorgeschlagene Verlustfaktor von 1,43 auf 1,72 erhoht wird.
Die Rohfaserbestimmung nach K o n i g mit der Abiinderung
von M a t t h e s und M ii 11e r ist zum Schalennachweis im Kakao
erst bei einem Zusatz von 27,5y0 Schalen in einem Normalkakao
von 30% Wasser- und Fettgehalt verwendbar. De in der Praxis
wohl nur in den seltensten Flillen so erhebliche Zusiitze vorkommen
diirften, so kommt die Methode hierfiir kaum in Betracht.
Die Pentosanbestimmung nach T o 11e n s und K r o b e r
hat ebenfalls nur dann fiir den Schalennachweis einen Wert, wenn
es sich um Zuslitze von mehr als 25% Schalen zu normalem K a h
handelt.
C hr. U lr ic h: Nachweie von Kakaoschalen.
668
Die Eisenchlorid-Methode des Verfassers ist auf Grund der
ausgefiihrten Untersuchungen fur die Praxis insofern brauchber,
ale durch sie im allgemeinen ein Schalenzusatz von 10% aufwarts
in Normalkakaa mit Sicherheit erkannt werden kann.
Herrn Geheimen Medizinalrat Professor Dr. H. B e c k u r t s,
a d dessen Veranlassung diese Arbeit ausgefiihrt wurde, sei an
dieaer Stelle der beste Dank fur die liebenswiirdige Unterstiitzung,
welche er dem Verfasser bei seiner Arbeit zuteil werden lie& ausgedriickt
.
T a b e l l e I.
Gerostete Kakaobohnen.
I n 100 g der Bohnen sind enthalten:
In der lufttrockenen
Substanz
Bezeichnung:
hiba . .
Trinidad .
Guajaquil
Trinidad.
6. Ariba .
7. St. Thorn6
8. Bahia . .
1.
2.
4.
5.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
.
..
..
Samoa . .
Ariba
Ceylon
St. Thorn6
Trinidad.
Akkra
Ariba
..
..
Bahia . .
17. Guajaquil
16.
.
18. Samoa.
19. St. Thorn6
.
..
Bahia . .
Guajaquil
Samoa . .
20. & a .
21. Ariba
22.
23.
24.
25.
. . .
. . .
. . .
. . .
. . .
...
. . .
. . .
. . .
. . .
. . .
. . .
. . .
. . .
. . .
. . .
. . .
. ..
.
.
.
.
.
W8SSer
g
2,8100
2,6200
4,1160
4,3000
3,6460
4,4500
2,7740
3,6100
2,7300
2,8000
3,4060
4,3160
2,6000
3,5520
2,7000
2,9800
2,7800
2,4600
Auf wasserfreie
Fett
Substanz berechnet
Fett
g
50,3220
51,6000
50,9000
5 1,9100
51,4630
52,6000
50,1050
51,0350
50,5000
50,6000
52,9500
52,4000
50,8687
48,9713
48,3100
49,1500
50,4020
50,2353
g
51,6644
53,2044
53,0851
54,2440
53,4140
55,0500
51,5344
52,9480
51,9178
52,0667
5 4 3 171
54,7636
52,3267
60,7750
60,6890
50,6600
51,8289
51,5023
Rohe Rakaobohnen.
. .
.
.
.
.
.
.
.
.
...
7,6500
6,5600
7,2500
7,2000
6,3500
6,3200
49,8840
47,8680
47,6587
48,9400
50,0787
49,0887
54,0189
51,2300
51,3840
52,7556
54,2311
52,3447
..
6,8883
48,8530
52,6607
St. Thorn6
Mittelwerte
der Rohbohnen
Chr. U lrich: Nachweis von Iiakaoschale~i.
569
T a b e l l e 11.
Mittelwerte fur den Gehalt an Wssser und Fett der gerosteten Kakaobohnen (berechnet aus Tabelle I).
In 100 g der Bohnen sind enthalten im Mittel:
In der lufttrockenen
I n wasserfreier
Substanz
Substam
Bezeichnung:
Wasser
Fett
Fett
g
g
g
Ariba (No. 1, 6, 9, 15) 3,9045
50,4478
52,1995
Akkra (No. 14) . . . 2,6000
50,8687
52,2267
Bahia (No. 8, 16) . 2,7370
49,2075
51,1117
Ceylon (No. 10) . . . 2,7300
50,5000
51,9178
50,0250
51,8726
Guajaquil (No. 4, 17) 3,5280
2,7800
Samoa (No. 11, 18) .
50,5010
51,9478
3,4387
61,9284
52,7898
St. Thorn6 (No.7.12.191
Trinidad (No. 2;5, i 3 j 3,7453
51,9700
54,0707
Mittelwerte der
gerijsteten Bohnen . 3,2092
50,5736
52,1692
.
-
T a b e l l e 111.
Jodzsblen des Fettes.
A. G e r o s t e t e K a k a o b o h n o n .
Bezeichnung:
Jodzehl :
Mittelwerte :
Ariba 1 . . . . . . . . . .
, , 6. . . . . . . . . .
, , 9 . . . . . . . . . .
,, 1 5 . . . . . . . . . .
Akkra '14 . . . . . . . . .
Bahia 8 . . . . . . . . . .
,, 1 6 . . . . . . . . . .
Ceylon 10 . . . . . . . . .
Guajaquil 4 . . . . . . . .
,,
1 7 . .
Samoa 11
,,
18
St. Thorn6
. . . . . . . . .
. . . . . . . . .
7
12
,,
19
Trinidad 2 .
, , 5 .
,, 13
,,
. . . . . .
. . . . . . . .
. . . . . . .
. . . . . . .
. . . . . . .
. . . . . . .
.......
33,63
35,13
33,25
35,25
35,25
34,39
36,93
32,20
32,15
36,66
33,05
34,54
35,27
33,91
36,05
32,50
32,83
32,Ol
Mittelwerte der J o d d siimtlicher Fette der
Kakaobohen . . . . . . . . . . . .
Grenzzahlen ftir die Jodzahl . . . . . von
34,32
35,25
35,66
32,20
34,42
33,80
35,08
32,48
34,16
32,Ol bia 36,93
570
Chr. Ulrich: Nachweis, von Kakaoschalen.
B.
20.
21.
22.
23.
24.
25.
Ungerostete Kakaobohnen.
Bczeichnung :
Akkra . . . . . . .
Ariba . . . . . . .
Bahia . , . . . . .
Guajaquil . . . . .
Samoa . . . . . . .
St. TliomB . . . . .
Grenzwerte fur die
. .
. .
. .
. .
. .
. .
Jodzahl
Jodzahl:
35,Ol
35,03
36,lO
36,52
35,78
34,7 1
. . . . . . .
Mittelwerte:
35,53
34,71 bia 36,5f
T a b e l l c IV.
Geriistete Kakaoschalen.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
19.
In 100 g der Schalen sind enthalten:
I n der lufttrockenen
Substanz
Bezeichniing :
Wasser
Fett
g
6
5,3140
Guajaquil . . . 10,5760
Trinidad . . . .
8,0560
5,3750
Ariba . . . . .
8,8500
4,7750
St. Thorn6 . . . 10.3516
4,9850
5,9461
4,8240
Bahia . . . . .
Ariba . . . . .
7,1600
4,8600
6,0292
5,2874
Ceylon . . . . .
Samoa . . . . .
6,4900
6,0620
St. Thorn6 . . .
7,1000
4,0820
1,8832
4,9450
Trinidad . . . .
Akkra . . . . .
6,9200
7,3093
Aribn . . . . . 10,1400
6,2047
7,9800
7,3568
Bahia . . . . .
7,0720
6,0669
Guajaquil . . .
7,4580
5,4320
Samoa . . . . .
7,1800
5,1387
St. Thorn6 . . .
I n der wasserfmien
Substam
Fett
g
5,9425
5,8460
5,2387
5,5609
6,1285
5,2348
5,6266
6,4828
4,3944
5,0400
7,8539
6,9050
7,9948
6,5286
5,8755
5,5363
Ungerostete Kakaoschalen.
20. Akkra . . . . .
21. Ariba . . . . .
22. Bahia . . . . .
23. Guajaquil
. .
. . .
24. Samoa
.
25. St. Thorn6
Mittelwerte der
ungerijateten Schalen
..
.
..
5,6984
5,4173
6,2967
5,5595
5,4310
5,8397
7,0609
6,2920
7,2499
6,2923
5,1310
5,3626
7,4875
6,6524
7,7371
5,4255
5,4255
5,6952
5,7071
6,2315
6,4039
Chr. U l r i c h : Swhweis von Kakaoschalen.
57 1
T a b e l l e V.
Mittelwerte fur den Gehalt an Wasser und Fett der gerosteten KaIiaosohalen (berechnet aus Tabelle IV).
In 100 g der Schalen sind enthdten:
I n der lufttrockenen
Substanz
Bezeichnung :
Wasser
Fett
In der wrtsserfreien
Substam
Fett
Trinidad (No. 5, 13).
g
6,9200
8,2120
6,9320
8,8240
6,0292
7,0190
8,2120
4,9696
g
7,3093
4,7352
6,0904
5,6955
5,2874
5,7470
4,7352
5,1600
7,8539
5,1639
6,5617
6,2356
5,6266
6,1792
5,1639
5,4430
Mittelwerte der
gerosteten Schalen
7,9464
5,7345
6,2793
Akkra (No. 14) . . .
Ariba (No. 6, 9, 15).
Bahia (No. 8, 16) . .
Guajaquil (No. 4, 17)
Ceylon (No. 10) . . .
Samoa (No. 11, 18) .
St. Thorn6 (No.7,12,19)
Tabelle
g
VI.
Jodaahlen des Fettes.
A.
Gerostete Kakaoschalen.
Bezeichnung :
Ariba 6 . . . . . .
, , 9 . . . . . .
,, 1 5 . . . . . .
Akkra 14 . . . . .
Bahia 8 . .
,,
. . . .
. . . .
. . . .
. . . .
. . . . . . . .
. . . . . . . .
16..
Ceylon 10 . .
Guajaquil 4 .
,,
17.
Samoa 11 . .
,, 18 . .
St. Thorn6 7
,,
12
19
Trinidad 5 .
,, 13 .
. . . . . . .
. . . . . . .
. . . . . . .
. . . . . . .
. . . . . . .
. . . . . . .
. . . . . . .
. . . .
....
. . . .
Mittelwerte : . .
Grenzzahlen . .
.
.
.
.
.
Jodzahl :
36,04
35,64
37,24
37,84
35,65
37,84
34,82
36,19
37,91
35,81
36,08
35,94
35.54
37,92
35,54
35,65
. .
..
. .
. . . . . . . . .
. . . . . . . . .
Mittelwerte :
36,47
37,84
36,75
34,82
37,05
35,95
36,47
35,60
36.37
von 34,82 bis 37,92
Chr. Ulrich: Naahweis von Kakaoschalen.
572
20.
21.
22.
23.
24.
25.
B. u n g e r o R t e t e I< 8 k a o s c h a 1 e n.
Bezeichnung:
Jodzahl:
Mittelwerte:
Akkra . . . . . . . . .
37,17
Ariba . . . . . . . .. .
37,72
BalGa . . . . . . . . .
38,04
37,28
Gmjaquil . . . . . . .
37,64
Samoa. . . . . . . . .
37,07
St. Thorn6 . . . . . . .
36,07
Grenzzahlen . . . . . . . . . . . .
von 36,07 bis 38.04
T a b e l l e VII.
Bostimmung von Schslen im Kakno nach der Schlamm-Methode
nsch Drawe.
A. I n r e i n e n g e r o s t e t e n K a k a o b o h n e n .
Beeeichnung:
.
10. Ceylon . .
13. Trinidad . .
14. A k k r a . . .
.
15. Ariba .
16. &hi8
.
17. Guajaquil .
.
18. Samoa.
19. St. Thorn6 .
10, 13-19
.
. .
.
. .
.
.
.
.
.
.
.
.
. .
. . . .
. . . .
. . . .
. . . .
. . . .
. . . .
. . . .
. . . .
. . . .
Berechneter Mittelwert BUS
10, 13-19
. . . . . .
Differenz . . . . . . . .
In der fettfreien
Trockensubstanz
In der urspriinglichen
Substanz
0’
10
%
0,7250
0,6700
0,6450
0,7000
0,6600
O,G600
0,7150
0,6450
0,7722
0,3391
0,2900
0,3001
0,3323
0,3233
0,3269
0,3347
0,3051
0,3223
0,66775
+0,0947
0,3198
+0,0034
B. I n r e i n e n g e r o s t e t e n K a k a o s c h a l e n .
.
. . .
76,9500
68,2410
. . .
57,8500
53,8999
. . .
84,5100
72,4848
16. Ariba . . . . . . . .
80,5950
67,4220
16. Bahia . . . . . . . .
80,5100
68,1623
17. Guajaquil . . . . . .
84,5150
73,4107
18. Samoa. . . . . . . .
85,2700
74,2887
19. St. Thorn6 . . . . . .
80,5 80 0
69,6526
10, 13-19
. . . . . . . . 73,3733
64,0132
Berechneter Mittelwert aua
10. Ceylon
. . . .
13. Trinidad . . . .
14. Akkra . . . . .
. . . . . .
.. . .....
10, 13-19
Differenz
78,84i5
-5,4742
68,4464
-4,3122
Chr. Ulrich: Nachweb von Kaksoechalen.
678
C. M i s c h u n g e n v o n r e i n e n g e r o e t e t e n K a k a o b o h n e n ( f e t t - u n d w a s s e r f r e i ) m i t 20% K a k a o e c h s l e n (fett- u n d wasserfrei) u n d B e s t i m m u n g
d e s S c h a l e n g e h a l t e s n e c h Drawe.
I n der fettfreien Trockensubstam
Gefunden:
Mittel :
Differem gegen
Bezeichnung:
10, (80%);
Ceylon
13. (80%);
%
16,5 165
15,6442
10,0804
-3,9196
14,7433
13,5983
13,6708
-6,3392
17,3030
16,8740
17,0886
-2,9116
16,4450
15,3013
16,3730
-4,6270
16,8740
16,4460
16,6695
-3,3405
17,6176
-2,4826
18,1038
17,7320
17,9179
-2,0821
10,5895
17,5890
17,0893
-2,9107
16,5166
17,1600
16,8383
-3,1616
%
10. (20%)
.......
20% zussta
%
13. (20%)
Trinidad
. . . . . .
14. (80%); 14. (20%)
Akkre
16. (80%);
hibe
16. (80%);
Bahia
.......
15. (20%)
.......
16. (20%)
.......
17. (80%); 17. (20%)
Guajaquil
. . . . .
17,0170
18,0180
18. (80%);
Samoa
18. (20%)
.......
19. (80%); 19. (20%)
St. Thorn6
10, 13-19.
10, 13-19.
.....
(80%);
(20%)
...
Mittel, berechnet.auB den
Einzelbestimmungen
von 10, 13-19 und
.....
.......
10, 13-19
Differenz
16,4246
+0,4137
Die vorstehend erbltenen Ergebnisse auf urspriingliche Subatanz
umgorechnet, ergeben folgende Uebersicht :
Chr. Ul.rioh: Naohweia von Waoeahslen.
674
Schalengehalt, berechnet auf
Bezeichnung
Differenz
Snbstanz
20% Zusate von
fett- und wasserfreien Schalen
sind in urspriinglicher Substanz
gleich Prozente
%
%
%
urspriingGche -
10. (80%); 10. (20%)
. .....
Trinidad . . . . .
14. (80%); 14. (20%)
Akkra . . . . . .
15. (80%); 15. (20%)
Ariba . . . . . .
16. (80%); 16. (20%)
Bahia . . . . . .
17. (80%); 17. (20%)
Guajaquil . . . .
18. (80%); 18. (20%)
Samoa . . . . . .
19. (80%); 19. (20%)
St. Thorn6 .. . . .
10, 13-19. (80%);
10, 13-19.
(20%) . .
Ceylon
.
8,8688
11,0305
-2,1617
.
7,2813
10,6522
-3,3710
.
9,2926
10,8758
-1,5832
.
8,4109
10,9425
-2,5316
.
9,3501
11,2249
-1,8748
.
9,7517
11,1336
-1,381 9
.
9,8327
10,9753
-1,1426
.
.
9,4641
11,0760
-1,6119
9,2559
10,9939
-1,7380
13. (80%); 13. (20%)
Mittel, berechnet &usden
Einzelbestimmungen
von 10, 13-19
und
10, 13-19
Differenz
. . . .
.
.. ... . .
D.
8,7815
+0,4744
I n rohen Kakaobohnen.
In der fettfreien
Trockensubstanz
Bezeichnung :
I n der ursprtinglichen
Substanz
. . . . . .
. . . . . .
. . . . . .
..... .
. . . . . .
. . . . . .
. . . . . . . .
%
%
0,7850
0,7300
0,8000
0,7700
0,7150
0,7850
0,7293
0,3334
0,3327
0,3607
0,3377
0,3316
0,3500
0,3223
Bereehneter Mittelwert aus
20-26. . . .
. .
Differenz . . . .
. . .
0,7612
-0,0349
0,3410
-0,0187
20.
21.
22.
23.
24.
25.
Akkra . .
Ariba . .
Bahia . .
Guajaquil
Samoa. .
St. Thorn6
20-25
..
.
.
.
Chr. Ulrich: Nachweis von Kakaoschaleu.
575
E. I n r o i n e n u n g e r o s t e t e n S c h a 1 e n.
Bezeichnung
lo aer fettfreien Trocksnsnbat.
In der omprimglichsn Rubat.
20. A k k r a . . . . . . . .
21. Ariba . . . . . . . .
22. Bahia . . . . . . . .
23. Guajaquil . . . . . .
24. Samoa . . . . . . . .
25. St. Thorn6 . . . . . .
20-25 . . . . . . . . . .
Ber. Mittelwert aus 20-25
Differenz
........
%
85,2300
84,8700
85,8000
84,3700
85,0850
85,0850
80,6663
83,8050
-3,1387
%
74,4555
74,9323
74,1684
74,3706
76,0983
75,5635
7 1,0346
74,9314
-3,8968
T a b e 11 e VIII.
Rohfaser-Bestimmungnach Konig mit der Abiinderung von Matthes und
Miiller, undihre Anwendung zur Bestimmungdes Schalengehaltesim Kakao.
A.
I n reinen gerosteten Kakaobohnen.
I n der fettfreien
I n der urspriinglichen
Bezeichnung :
Trockensubstanz
Substanz
10. Ceylon . . . . . . . . .
13. Trinidad . . . . . . .
14. Akkra . . . . . . . .
15. Ariba . . . . . . . .
16. Bahia . . . . . . . .
17. Guajaquil . . . . . .
18. Samoa . . . . . . . .
19. St. Thome . . . . . .
10, 13-19
. . . . . . . .
Berechneter Mittelwert aus
10, 13-19
. . . . . .
Differenz
........
%
%
7,2880
6,7760
7,5600
7,9680
5,8800
8,8640
7,3200
5.6880
7,4480
3,4086
2,9329
3,5178
3,7829
2,8806
4,2432
3,427 1
2,6907
3,4917
7,1810
+0,2630
+0,1312
3,3605
B. I n r e i n e n g e r i j s t e t e n K a k a o s c h a l e n .
14,3163
Ceylon . . . . . . . .
16,2560
Trinidad . . . . . . .
12,6790
13,6080
13,2705
15,4720
Akkra.. . . . . . .
11,4440
Ariba . . . . . . . .
13,6800
Bahia . . . . . . . .
14,9955
17,7120
11,7506
Guajaquil . . . . . .
13,5280
14,0282
18. Samoa . . . . . . . .
16,1040
11,8755
13,5440
19. St. Thome . . . . . .
12,6866
14,5280
10, 13-19 . . . . . . . :
Berechneter Mittelwert aus
13,0450
14,9880
10, 13-19 . . . . . .
-0,3584
-0,4600
Differenz . . . . . . . .
10.
13.
14.
15.
16.
17.
Chr. Ulrioh: Nachweia von Kakmsohelsn.
676
C.
Misohungen von reinen geriisteten Kakeob o h n e n ( F e t t - u n d w a s s e r f r e i ) m i t 20% K a k a o schalen (fett- und wasserfrei) und Bestimmung
dee G e h a l t e s a n R o h f a s e r n a c h Konig, M a t t h e e
u n d Muller.
I n der fettfreien "rockensubstam
Gefunden Mittel Berechnet Differem
Bezeichnung:
LO. Ceylon.
......
13.
......
14.
15.
16.
17.
18.
19.
10,
10,
%
8,4320
mit 20% 10 . . . . 9,1440
Trinidad
7,9520
mit 20% 13 . . . . 8,3840
Akkra . . . . . . . 9,2400
mit 20% 14
9,1280
Ariba
9,2000
mit 20% 15 . . . . 8,9120
Bahia
8,4080
mit 20% 16 . . . . 8,2480
Guajaquil . . . . . 9,8480
mit 20% 17 . . . . 10,0880
Samoa. . . . . . . 8,9600
mit 20% 18 . . . . 8,7200
St. Thome . . . . . 7,2240
mit 20% 19 . . . . 7,5200
13-19 (80%) . . . . 8,7200
13-19 (20%) . . . . 8,8880
....
.......
.......
%
%
%
8,7880
9,0820
-0,2940
8,1680
8,1420
+0,0260
9,1840
9,1420
+0,0420
9,0560
8,8100
+0,2460
8,3280
8,2460
+0,0820
9,9680
9,5970
+0,1710
8,8400
9,0770
-0,2370
7,3720
7,2590
+0,1130
8,8040
8,5610
+0,2430
Berechneter Mittelwert
&US
10, 13-19
und 10, 13-19
Differem . . .
(80%)
(20%)
. . . .
8,7130
+0,0910
Die vorstehend erhaltenen Gehaltszahlen auf urspriingliche
Substanz umgerechnet, ergeben folgende Uebersicht :
Bezeichnung:
10. (80%); 10. (20%)
Ceylon
.........
In der vspriinglichen Substanz
Rohfaaer
Gefunden
Berechnet
Differem
%
%
4,8477
5,0099
-0,1622
4,3504
4,3366
+0,0138
4,9942
4,9714
+0,0228
4,9548
4,8202
+0,1346
%
13. (80%); 13. (20%)
Trinidad
. . . . . . . .
14. (80%); 14. (20%)
Akkra
15. (80%);
Ariba
.........
16. (20%)
.........
Chr. Ulrich: Nachweis von Kakaoschalen.
I n der ursprungliohen Substanz
Rohfaser
Gefunden
Berechnet
Differena
Bezeiclinung :
.
.
Bahia . . . . . . . . .
17. (80%); 17. (20%)
Guajaquil . . . . . .
18. (80%); 18. (20%)
Samoa . . . . . . . . .
19. (80%); 19. (20%)
St. Thorn6 . . . . . . .
10. 13-19 (80%); 10. 13-19
(20%) . . . . . . . . .
16 (80%);
677
%
%
%
4. 6741
4. 6170
+0.0571
5. 5490
4. 4538
+O. 0952
4. 8511
4. 9822
-0. 1311
4. 0826
4. 0200
+ O . 0626
4. 8395
4. 7059
+ O . 1336
16 (20%)
Berechneter Mittelwert aus
10. 13-19 (80%) und 10.
13-19
D
.
.....
(20%)
Differenz
I n reinen ungerosteten Kakaobohnen
Bezeichnung:
.
.
.
.
.
. .
20 Akkra . .
21 Ariba
22 Bahia . .
23 Guajaquil
24 Samoa
26 St Thome
20-25 . . . .
I n der fettfreien
Trockensubstanz
. . . . . .
. . .
.
.
. . .
.
.
. . . . .
. . . . .
. . . . .
. . . . .
. . . . .
. . . . .
Berechneter Mittelwert aus
aus 20-25
Differenz . . . . . . . .
......
.
E
.
.
.
.
I n der urspriinglichen
Substanz
%
%
7. 3200
7. 8960
5. 7040
8. 4320
7. 1360
5. 6000
7. 1920
3. 1085
3. 5983
2. 5720
3. 6983
3. 3092
2. 4971
3. 1785
7. 0146
+O. 1774
+0.0479
3. 1306
I n r e i n e n u n g e r o s t e t e n K a k a o s c h a l e n.
. . . . . . . .
. . . . . .
. . . . . . . .
20 Akkrrt
21 Ariba . .
22 Bahia
23 Guajaquil
24 Samoa
26 St Thorn6
20-25
.
.
4. 7880
. . . . . . . . . +O. 0515
......
........
. .
......
. . . . . . . . . .
Berechneter Mittelwert &us
2&25 . . . . . . . .
Diff ere- . . . . . . . .
Arah. d. Pharm. COXXXXIX . Bds.
15.3040
13. 5920
17. 3040
13. 1840
15. 9440
13. 1600
14. 0160
14. 7'480
-0. 7320
8. Heft .
13. 3513
12. 0005
14.9582
11.6216
14. 2600
11.6858
12. 3425
12.9796
-0. 6371
37
Chr. Ulrich: Nachweis von Kakaoschalen.
678
T a b e l l e IX.
Pentosen-Bestimnbung naoh Tollens-Krober mit Phlorogluoin und ihre
Anwendung cur Bestimmung des Gehaltes an Schalen in Kakaopraparaten.
A. R e i n e g e r i j s t e t e K a k a o b o h n e n .
I n der fettfreien
In der urspriingTrockensubstanz
lichen Substanz
Bezeichnung :
Gefunden
Mittel
Pentosan
14. Akkra.. .
15. Ariba
16. Bahia
. .
. .
St. Thome . . . . .
13-19 . . . . . . .
18. Samoa.
10,
3,8960
4,0320
.. . . .. .
. . .. .
17. Guajaquil
19.
. . .
.
. .
3,8420
4,0800
4,1840
4,3120
3,8000
3,9040
4,3040
4.2440
4,1080
4,1960
4,4200
4.2440
'
1
1,8874
3,9740
1,7201
3*9520
1,8763
4,2480
2,081 1
3,8520
1,8440
4,2740
2,0010
4,1520
1,9641
4,3320
2,0309
Berechneter Mittelwert
aus 10, 13-19
. . .
Differenz . . . . . . .
4,0980
1,8848
+0,2340
+0,1461
B. R e i n e g e r o s t e t e K a k a o s c h a l e n .
10. Ceylon
. . .
9,5480
9,4160
8,2540
9,3720
13. Trinidad . . . .
8,1120
8,2500
7,6867
8.2880
14. Akkra . . . . . . .
9.6040
9,6300
9,2597
9.6560
15. Ariba
. . . . .
9,6840
9,6400
8,0644
9,6320
. ,
16. Bahia
9,6920
9,6200
9,6560
8,1751
..
. .
..
. .
.
.
9,6960
9,6280
9,6620
8,3925
. . . .
9,i240
9,6640
9,6940
8,4444
17. Guajaquil . .
18. Samoa
. .
.
. .
c' h r. U 1r i c h : Nachweis von Kakaoschalen.
I n der lettfreien Trockenaobst. In der nrapdnglichei Sobit.
Gef unden
Mittel
Pedosan
Bezeichning :
19. St. Thorn6
. . . . .
. . . . . .
10,13-19.
579
%
8,2600
8,1840
9,6560
9.5960
Berechneter Mittelwert
aus 10, 13-19
Diff erenz . . . . . . .
...
%
%
8,2220
7,2092
9,6260
8,4059
9,2710
+0,3550
8,0959
+0,3100
C. R e i n e u n g e r o s t e t e K a k a o b o h n e n .
20. Akkra . . . . . . .
3,8840
3,8040
3,8940
1,6536
21. Ariba
. . . . . . .
22. Bahia
. . . . . . .
23. Guajaquil
24. Samoa
. . . . . . .
25. St. Thorn6
D.
. . . . .
. . . . .
3,9160
3,8200
4,1560
4,2760
3,9040
3.8120
4,2360
4,3480
4,0520
4,1840
3,8680
1,7627
4,2160
1,9010
3,8580
1,6921
4,2870
1,8679
4,1180
1,8336
R e i n e g e r o s t e t e und ungerostete KakaobohnenIn der fettfreien
I n der urspriingTrockensubstanz
lichen Subshnz
Bezeichnung :
Gefunden
Mittel
Pentosan
10, 13-25
. . . . . . .
%
3,9600
3.7680
%
%
..
3,8640
1,7078
Berechneter Mittelwert
aus 10, 13-25
. .
4,0450
1,7852
Differenz . . . . . . .
-0,1810
-0,0776
E. R e i n e u n g e r o s t e t e K a k a o s c h a l e n .
20. Akkra . . . . . . .
9,4800
9,5320
8,3163
9,5840
2 1. Ariha . . . . . . .
9,6400
9,6620
8,5306
9.6840
22. Bahia . . . . . . .
9,7440
9,6260
8,3210
9,5080
9,6080
23. Guajaquil . . . . .
9,6020
8,4640
9,5960
24. Samoa . . . . . . .
9,7160
9,7920
8,9178
9,S680
25. St. Thorn6 . . . . .
8,1660
8,2600
8,2080
7,3852
37 *
Chr. Ulrich:
680
Nachweh von Kakaosahalen.
F. R e i n e g e r o s t e t e u n d u n g e r o s t e t e K a k a o s c h a l e n .
Bezeichnung :
10, 13-25
.......
In der fattfroias Prockensobat la deer nrsprioglichsn Lbst.
Gefunden
Mittel
Pentosan
9,6760~0
9,2720%
9,4740%
8,1519%
9,3280%
+0,1460%
8,4892%
-0,3373%
Berechneter Mittelwert
Bus
...
10, 13-19
Differenz
.......
G.
Mischungen von reinen gerosteten Kakaob o h n e n ( f e t t - u n d w a s s e r f r e i ) m i t 20% r e i n e n
g e r o s t e t e n Kaksoschalen (fett- u n d wasserfrei) und
Bestimmung des Gehaltes an Pentosane mittelst
d e r P h 1 o r o g 1u c i n - M e t h o d e n a c h T o l l e n s - K r o b e r.
I n der fettfreien Trockensubstanz
Gefunden Mittel
Berechnet Differenz
Bezeichnung :
10. (80%);
Ceylon
13. (80%);
10. (20%)
. . . . . . .
%
%
5,1520
4,7400
%
4,9460
5,0848
-0,1388
4,6720
4,5160
4,5940
4,8004
-0,2064
5,0560
4,5160
4,8680
5,1052
-0,2372
5,0920
4,9520
5,0220
5,0896
-0,0676
5,3080
5,0920
5,2000
5,3296
-0,1296
5,0200
4,8040
4,9120
5,0140
-0,1020
5,1600
5,4400
5,3000
5,3580
-0,0680
5,0280
4,7400
4,8840
4,9660
-0,0821
5,0840
4,8840
4,9840
5,1326
-0,1486
%
13. (20%)
Trinidad
. . . . . .
14. (80%); 14. (20%)
Akkra
15. (80%);
Ariba
. . . . . . .
15. (20%)
. . . . . . .
16. (80%); 16. (20%)
Bahia
.......
17. (80%); 17. (20%)
Guajaquil
.....
18. (80%); 18. (20%)
Samoa
19. (80%);
.......
19. (20%)
St. Thorn6
.....
10, 13-19 (80%);
bis 19 (20%)
10, 13
....
Ber.Mittelw. aus 10, 13-19
(80%) 10, 13-19
Differena
(20%)
. . . . . . .
4,9658
$0,0182
Chr. Ulrich: Nachweis von Kakaoschalen.
681
Die vorstehenden Gehaltszahlen auf urspriingliche Substam
umgerechnet, ergeben folgende Uebersicht:
Bezeichnung:
Gefunden
Berechnet
Differenz
10. (80%); 10. (20%)
%
%
%
Ceylon . . . . . . . . .
2,7383
2,8049
-0,0866
13. (80%); 13. (20%)
Trinidad . . . . . . . .
2,4468
2,5566
-0,1098
14. (80%); 14. (20%)
Akkra . . . . . . . . .
2,6472
-0,1146
2,7617
15. (80%); 15. (20%)
Ariba . . . . . . . . .
2,7848
2,7477
-0,0369
16. (80%); 16. (20%)
Bahia . . . . . . . . .
2,9912
2,9185
-0,0727
17. (80%); 17. (20%)
Guajaquil . . . . . . .
2,7912
2,7334
-0,0578
18. (80%); 18. (20%)
Samoa . . . . . . . . .
2,9000
2,9084
0,0084
19. (80%); 19. (20%)
St. Thorn6 . . . . . . .
2,6548
-0,0970
2,7518
10, 13-19 (80%); 10, 13-19
(20%) . . . . . . . . .
2,4062
2,3365
-0,0897
Berechneter Mittelwert aua
10, 13-19 (80%) und 10,
. . . 2,7244
13-19 (20%)
.
Differenz . . . . . . . . . -0,3879
+
I-.
.
.
T a b e l l e X.
Bestimmung der Eisenchlorid-FiiUung tm essigssuren Auseug sus relnen
Kakaobohnen und Anwendung derselben suf die Ermittelung des
Sohslengehdtes in Kakaoprapsrsten nach der Methode des Verfoeeere
(Eisenchlorid-lethode)
Anmerkung: Dae Vermiechen der reinen Kakaobohnen mit reinen
Kakaoschalen erfolgta mit wasear- und fettfreien Substamen.
.
A. G e r o s t e t e K a k a o b o h n e n m i t 10% S c h a l e n .
Prownte, bezogen auf fettfreie Trockensubstanz.
Reine Bohnen Vermischt m. 10% Schalen
Bezeichnung:
Gefunden Mittel
Gefunden Mittel
4. Guajaquil
.....
%
15,13
15,67
15,36
15,44
15,87
15.62
%
%
%
14,16
14,09
-
14J1
14,24
14,09
Berechnet:
Differenz:
14914
14,11
+0,03
Chr. Ulrich:
582
Reine Bohnen
Gefunden
Mittel
Bezeichnung :
%
. .
14.24
13,78
14,56
14,33
14,51
14,24
.
13,64
13,73
13,97
13,44
13,78
13,73
.
14,09
14,27
14,09
13,96
13,98
14,OO
8. Bahia
..... .
11,05
10,78
11,09
11,33
11,27
11,22
9. Ariba
..... .
5. Trinidad
6. Ariba
.. .
Nachweis von Kakanschalen.
.
. . . . .
7. St. Thorn6
.
.
.
,
%
Vennischt
mit 10%
. - Schalen
Gefunden Mittel
%
%
12,71
12,91
13,22
12,93
14942
13,02
12,78
12,96
Berechnet : 12,98
Differenz: -0,05
12,44
12,62
12,91
12,41
13*72
12,38
12,36
12,33
Berechnet : 12,35
Differenz : +0,06
12,67
12,94
12,67
12,65
l4*lo
12,56
12,53
12,5 1
Berechnet : 12,69
Differenz : -0,04
9,80
10,09
10,oo
10,03
11J2
10,oo
10,18
10,ll
Berechnet : 10,01
Differenz:
11,73
11,89
12,56
12,29
13y55
12,73
12,44
12,36
Berechnet : .12,19
Differenz : + O J O
+ow
13,33
13,18
13,84
13,78
13,55
13,62
Chr. Ulrich:
Reine Bohnen
Gefunden Mittel
Bezeichnung :
10. Ceylon
11. Samoa
. . . .
. .
12. St. Thorn6
13. Trinidad
14. Akkra
.
.
.
Nachweis von Kakaoschalen.
. ..
. . . .
.
.
..
.. ...
. . . . .
. .
%
13,78
13,73
13,67
12,89
13,84
13,84
14,ll
14,47
13,82
14,13
14,09
14,04
13,62
13,78
13,44
13,67
13,73
13,64
13,9 1
13,84
13,51
13,84
1339
13,75
13,44
13,67
13,42
13,62
13,07
13,69
13,64
13,64
%
383
Vermischt
mit 10% Schalen
Mittel
Gefunden
O/
10
12,51
12,58
12,18
13,"
12,44
12,38
12,40
Berechnet :
Differenz:
12,67
13,ll
12,16
14,11
12,71
12,56
12,64
Berechnet :
Differenz:
12,44
12,30
12,22
13965
12,13
12,33
12,31
Berechnet :
Differenz:
12,30
12,02
12,18
13,"
12,40
12,36
12,31
Berechnet :
Differenz :
12,44
12,20
12,49
12,20
13y62
11,93
12,24
12,29
12,22
Berechnet :
Differenz:
%
12,42
12,41
+O,Ol
12,64
12,69
-0,06
12.29
12,28
+081
12,26
12,41
4,15
12,25
12.17
+0,08
Chr. Ulrich: Nachweis von Kakmschalen.
584
Reine Bohnen
Gefunden
Mittel
Bezeichnung:
15. Ariba
.. . ....
%
13,33
13,09
12,57
13,40
13,33
13,44
%
13923
Vermischt
mit 10% Schalen
Gefunden Mittel
YO
O/
10
12,22
12,04
11,78
12,07
12,oo
11,98
12,02
Berechnet : 11,91
Differenz : + O , l l
16. Bahia .
. . . . .
17. Guajaquil
. . . .
.
.
11,13
11,44
12,49
12,22
11,71
11$9
11,67
11,62
16,82
16,78
16,29
16,31
16,47
16,56
11975
16254
10,33
10,13
11,62
11,33
10,44
10,56
[email protected],47
10,44
10,b5
Berechnet :
Differenz:
10,57
+0,08
15,ll
15,44
15,56
15,OO
14,73
14,76
14,93
Berechnet : 14,89
Differenz:
+0,04
18. Samoa.
. .
.
. . .
14,76
14,84
14,56
14,44
14,47
14.36
14957
13,ll
13,24
12,16
33,18
13,lS
13.11
12,99
Berechnet: 13,11
Differenz: -0,12
C h r. U 1r i c h: Nachweis von Iiakaoschelen.
Reine Bohnen Vermischt m. 10% Schlen
Gefunden Mittel
Gefunden Mittel
Bezeichnung :
19. St. Thorn6
. .
585
.. .
%
13,11
13,22
13,51
13,78
13,73
13,62
%
13’50
%
11,40
11,78
12,04
12,27
12,38
12,31
Berechnet:
Differenz:
%
12,03
12,15
-0,12
Zusammenstellung der Ergebnisse naoh den
e i n z e 1 n e n H e r k u n f t s b e z e i c h n u n g e n.
Prozente der fettfreien Trockensubstsnz.
Reine Bohnen Vermischt m. 10% Schlen
Mittel
Gefunden Mii$d
Gef unden
Bezeichnung :
01
Guajaquil 4, 17
Trinidad fi, 1.3
..
,
.
.....
70
15,13
15,67
16,35
15,44
15,87
15,62
16,82
16,78
16,29
16,31
16,47
16.56
14,24
13,78
14,56
14,33
14,cil
14,24
13,91
13,84
13,51
13,84
13,89
13,75
%
%
14,16
14,09
-
/o
14,11
14,24
15,44
14,56
15,00
14,73
14,76
Berechnet:
Differenz:
12,91
12,71
13,22
13,02
12,78
12,02
12,18
12,40
12,36
12,31
Berechnet:
Differenz :
14,60
+0,09
12,70
-0,Ol
586
Chr. Ulrich: Nachweis von Kakaoschalen.
Reine Bohnen
Gefunden Mittel
Bezeichnung:
Ariba 6, 9, 15
.
.
. .
St. Thorn6 7, 12, 19
.
.
.
%
13,64
13,73
13,97
13,44
13,78
13,73
13,33
13,18
13,84
13,78
13,55
13,62
13,33
13,09
12,77
13,10
13,33
13,44
14,09
14,27
14,09
13,96
13,98
14,OO
13,62
13,78
13,44
13,67
13,73
13,64
13,ll
13,22
13,51
13,78
13,63
13,62
%
13950
13957
Vermischt
mit 10% Schalen
Gefiinden Mittel
%
%
12,44
12,62
12,31
12,38
12,36
12,33
11,73
11,89
12,56
12,73
12,44
12,36
12,22
12,04
11,78
12,07
12,00
11,98
12,24
Berechnet :
Differem :
+0909
12,67
12,94
12,67
12,53
12,51
12,44
12,30
12,22
12,13
12,33
12,31
11,40
11,78
12,04
12,27
12,38
12,31
12,56
12,16
12,32
Berechnet : 12,37
Differem : -0,06
Chr. U Irich: hachweis von Kakaoschalen.
Reine Bolinen
Gefunden Mittel
Bezeichnung :
Bahia 8, 14
. . . .
..
%
11,05
10,78
11,09
11,33
11,27
11,22
11,13
11,44
12,49
12,22
11,71
11,69
11,67
11.62
%
11’39
587
Vennischt
mit 10% Schalen
Gciunden Mittel
I -
%
%
9,80
10,09
10,oo
10,oo
10,18
10,ll
10,13
10,13
11,62
11,33
10,44
10,56
10,47
10,44
10,38
Berechnet : 10,26
Differenz:
+0j3
Samoa 11, 18
. .
...
14,ll
14,47
13,82
14,13
14,09
14,04
14,76
14,84
14,56
14,44
14,47
14,36
14934
12,67
13,ll
12,16
12,71
12,56
12,64
13,ll
13,24
12,16
13,18
13,13
13,11
12,82
Berechnet : 12,91
Differenz: -0,09
Ceylon 10
..... . .
12,42
13,79
Berechnet :
Differenz:
A&a
14
..... . .
12,41
+om
12,25
13,52
Berechnet :
Differenz :
12,17
+0,08
588
Chr. Ulrich: Nachweis von Kakaoschalen.
B. A n w e n d u n g d e r E i s e n c h l o r i d - M e t h o d e a u f
Mischungen verschiedener g e r o s t e t e r Kakaobohnen und Bestimmung des Schalengehaltes
b e i Z u s a t z v o n 10% S c h a l e n i n d e r f e t t f r e i e n
T r o c k e n s u b s t a n z.
Prozente der fettfreien Trockensubstanz
Vermischt
Bezeichnung :
Reine Bohnen
mit 10% Schalen
Gefunden Mittel
Gefunden- Mittel
0'
Bahia, Guajaquil,
/O
%
%
%
St. Thom6, Trinidad 4,
5, 7, 8 .
. . . . . . .
12,98
13,33
13,56
I3,51
13,67
Mittelwerte aus den Gehaltszahlen der einzelnen
Kakaosorten . . . . .
Differenz . . . . .
13,41
12,87
13,29
13,40
13.44
Berechnet:
Differenz:
12,07
+0,06
13,14
12,44
-0,31
11,30
11,42
11,94
12,02
12,04
Berechnet:
Differem:
Mittelwerte aus den Gehaltszahlen der einzelnen
Kakaosorten . . . . .
Differenz . . . . . . .
Mittelwerte aus den GeMtszahlen der einzelnen
Kakaosorten . . . . .
Differenz . . . . . . .
12,13
13,83
-0,42
A k a , Ariba, Bahia,Ceylon,
Samoa, St. ThomB.
Trinidad 5, 7-12
. . 12,89
Aka,Ariba,Bahia,Ceylon,
Samoa, St. Thom6,
Trinidad 5, 7-16 . . .
12,09
11,73
12,30
12,33
12,22
1333
-0,39
12,89
12,95
13,22
13,56
13,31
13,19
11,83
-0,OQ
12,18
-0,36
11,18
11,11
1139
11,98
11,91
Berechnet:
Differenz:
13,37
-0,18
11,74
11,62
11,87
-0,26
12,04
-0.42
Chr. U lrich: Nachweis von Kakaoschalen.
Reine Bohnen
Gefunden Mittel
Bezeichnung :
Akkra, Ariba, Bahia,
Guajaquil, Samoa,
St. Thom6, Ceylon,
Trinidad 5, 7-19.
%
..
13,02
13,29
13,78
13,56
13,67
13.73
13,51
Mittelwerte aus den Gehaltgzahlen der einzelnen
Kakaosorten . . .
Differem . .
..
.
..
.
.
580
Vermiacht
mit 10% Schalen
Gefunden Mittel
%
%
%
13,51
12,oo
12,13
12.67
12,56
12,ll
12,29
12,36
12,30
Berechnet:
Differem:
12,16
+0,14
13,69
-0,18
12,31
-0,01
Bahia, Ceylon, Guajaquil,
Samoa 10, 11, 16, 17, 18
13,89
13,91
13,87
13,84
13,88
12,40
13,53
12,44
12,42
Berechnet:
Differenz:
Mittelwerte aus den Gehsltszahlen der einzelnen
Kakaosorten . . . . .
Differenz . . . . . . .
12,45
14,05
-0,17
12,49
-0,06
12,66
-0,z1
St. Thom6, Trinidad 5 , 7,
12, 19
.......
.
12,ll
13,62
13,96
13,87
13,78
12,52
Berechnet:
Differenz:
Mittelwerte am den Gehaltszahlen der einzelnen
Kakaosorten . . . . .
Differenz . . . . . .
.
13,92
-0,ll
12,43
+0,01
12,48
-0,04
590
Chr. Ulrich: Nachweis von Kakaoschalen.
Reine Bohnen Vermischt m. 10% Schalen
Gefunden Mittel
Gefunden Mittel
Bezeichnung:
76
A k a , Ariba, Bahia 7, 9,
14, 15
. . . . . . . .
12,93
13,67
13,56
13,49
Mittetwerte aus den Gehaltszahlen der einzelnen
Kakaosorten . . . . .
Differenz . . . . . . .
%
13’41
%
11,62
12,16
12,22
12,ll
Berechnet:
Differenz:
%
I2,O3
12,07
-0,04
12,30
-0,27
1380
-0,19
Akkra,Ariba,Bahia,Ceylon,
Guajaquil, Samoa,
St. Thom6, Trinidad
6 1 9
. . . . . . . .
12,36
12,44
13,Si
13, i8
13, i3
13,G7
13,76
13,69
Mittelwerte aus den G e z
haltszahlen der einzelnen
Kakaosorten . . . . .
Dif ferenz . . . . . . .
12,33
12,49
Berechnet,:
Differenz:
12,37
+0,05
12,43
-0,02
13,82
-0,07
C. Z u s a m i n e n s t e l l u n g d e r E r g e b n i s s e m i t t e l s t
d e r Eisenchlorid-Rilethode in r e i n e n ICakaob o h n e n u n d i n d e r M i s c h u n g d e r s e l b e n niit reinen
K a k a o s c h a 1 e n. (G e r 6 s t e t e s M a t e r i a 1.)
I. Prozente der fettfreien Trocbensubstanz.
Reine Bohnen Vermischt mit 10% Schalen
Gefunden Gefunden Berechnet Differenz
Bezeichnung :
(0
%
%
13,52
13,50
11,39
13.i9
16.11
14,34
13,iS
14.11
12,25
12,24
10,34
12,42
14,59
12,82
12.32
12,GO
12,li
12,15
10,25
12,41
14,50
12,91
12,37
12,iO
0)
Akkra (14) . . . . . .
Ariba (6, 9, la) . . .
Bahirt ( 8 , 16) . . . . .
Ceylon (10) . . . . . .
Guajaquil (4, 17) . . .
Samoa (11, 18) . . . .
St. Thome (7, 12, 19) .
Trinidad ( 5 , 13) . . .
.
.
.
.
.
.
.
.
%
+0,08
+om
+0909
+0,01
+0,09
-0,09
-0,05
-0,lO
Chr. G l r i c h : Kachweis von Kakaoschalen.
Bezeichnung :
591
Reine Bohnen Vermischt mit 10% Schalen
Gefunden Gefunden Berechnet Differenz
0
a
0,
O. /o
M i s c h u n g e n:
Bahia, Guajaquil, St. Thom6, Trinidad (4, 5, 7, 8):
13,41
12,13
12,13
-
Akkra, Ariba, Bahia, Ceylon, Samoa, Trinidad, St. Thorn6
(5, 7-12):
13,14
11,74
11,83
-0,09
Akkra, Ariba, Bahia, Ceylon, Samoa, St. Thom6, Trinidad
(5, 7-16):
13,19
11,62
11,87
-0,25
Akkra, Aribe, Ceylon, Bahia, Guajaquil, Samoa, St. Thom6,
Trinidad (5, 7-19):
13,51
12,30
12,16
+0,14
Bahia, Ceylon, Guajaquil, Samoa (10, 11, 16-18):
13.88
12,45
12,49
-0,04
St. ThomB, Trinidad (5, 7, 12, 19):
13,81
12,44
+O,Ol
12,43
Akkra, Aribu, Bahia (8, 9, 14, 15):
12,03
12,07
-0,03
13.41
Akkra, Aribe, Bahia, Ceylon, Guajaquil, Samoa, St. Thom6,
Trinidad ( 6 1 9 ) : 13,75
12,42
12,37
+0,05
11. Prozente der urspriinglichen Substanz.
(Berechnet am den Zahlenergebnken von I).
Bezeichnung :
A k a (14) . . . . .
Aribe (6, 9, 15) . .
Bahia (8, 16) . . . .
Ceylon (10). . . . .
Guajaquil (4, 1 7 ) . .
Samoa (11, 18) . . .
St. Thonib (7, 12, 19)
Trinidad (5, 13) . .
Vermischt mit 10% Schalen
Reine Bohnen (fettfreier Trockensubstanz)
Gefunden Gefunden Berechnet Differenz
. .
. .
. .
. .
. .
. .
. .
. .
%
Yo
6,3366
6,9981
5,4735
6,4496
7,4794
6,%98l
6,1187
6,1431
6,1808
6,1099
5,3711
6,3294
7,3436
6,5082
6,0251
6,0695
YO
6,1404
6,0649
5,2343
6,2324
7,2983
6,5539
6,0495
6,1176
Misc hungen:
Bahia, Guajaquil, St. Thorn& Trinidad (4, 5, 7, 8):
5,8925
5,8295
5,8295
01
/O
+0,0404
+0,0450
+0,0468
+0,0870
+0,0453
-0,0457
-0,0244
-0,0481
-
Akkra, Ariba, Bahia, Ceylpn, Samoa, St. Thom6, Trinidad
(5, 7-12):
5,9380
5,8053
5,8480
-0,0455
Akkra, Ariba, Bahia, Ceylon, Samoa, St. Thom6, Trinidad
(5, 7-16):
5,5245
5,3105
5,4247
-0,1142
Chr. Ulrich:
592
Bezeichnung :
Nachweis von Kakaoschalen.
Vermischt mit 10% Schalen
Reine Bohneri (fettfreier Trockenaubstsnz)
Gefunden Gefunden Berechnet Differenz
O/
%
%
/o
%
Akkra, Ariba, Bahia, Ceylon, Guajaquil, Samoa, St. Thom6,
Trinidad ( 5 , 7-19):
5,8147
5,7669
Bahia, Ceylon, Guajaquil, Samoa (10, 11,
7,0208
6,3951
St. Thom6, Trinidad ( 5 , 7, 12, 19):
6,1382
6,0578
Akkra, Ariba, Bahia, (8, 9, 14, 15):
6,2518
6,0901
Akkre, Ariba, Bahia, Ceylon, Guajaquil,
Trinidad (4-19):
5,9262
5,8317
5,7012
16-18):
6,4156
6,0729
+0,0657
-0,0206
4,0151
6,0952
-0,0051
Samoa, St. Thorn&
5,8083
+0,0234
D. E r g e b n i s s e d e r E i s e n c h l o r i d - M e t h o d e b e i
reinen rohen Kakaobohnen und Mischungen
derselben mit reinen rohen Kakaoschalen.
I. Prozente der fettfreien Trockensubstanz.
Venniwht
Reine Bohnen
mit 10% Schalen
Bezeichnung :
Gefunden Mittel
Gefunden Mittel
Akkra (20)
Ariba (21)
Bahia (22)
. . . . . . .
.......
.......
Guajaquil (23)
.....
%
15,07
14,84
14,56
12,22
12,67
12,56
12,33
12,13
12,73
16,50
17,08
16,44
%
14,82
12,82
12,40
16,67
%
13,07
13,18
13,ll
Bereclmet:
Differenz:
11,13
11,36
12,22
Berechnet:
Differenz:
11,02
10,70
11,78
Berechnet:
Differenz:
14,30
14,54
15,OO
Berechnet :
Differenz :
%
13,12
13,34
-0,22
11,57
11,54
+0,03
11,19
11J6
+0,03
14,61
15,OO
-0,39
Clir. Ulrioli: Nriclimois von ICakaosclialen.
Reine Bohnen
Gefiinden Mittel
Bezeichniing :
Samon (24) .
%
. . .
St. Tlioni6 (25)
14,80
15,OO
14,89
. . . .
13,36
13,31
13,lI
A h a , Ariba, Bahia,
Guajaquil, Samoa,
St. Thorn6 (2&26)
A93
\ 7 e risc*lit.
~~~
mit 10% Schalen
Gefiinden Mittel
%
%
%
14,90
13,23
13,45
13,33
13,34
Berechnet:
Differem:
13,41
-0,07
13,26
12,13
12,07
11,78
Berechnet :
Differenz:
11,93
+0,06
Berechnet:
Differenz:
12,87
12,90
-0,03
14,33
Mittelwerte aus den Gehaltszehlen der einzelnen
Kakaosortsn . . . . .
Differenz . . . . . . .
11,99
12,63
+0,24
I T . Prozente der urspriinglichen Substam.
(Berechnet
Bezeirhnung :
Akkra (20)
den Zahlenergebniasen von I).
Vermischt mit 10% Schalen
Reine Bohnen (fettfreier Trockensubstanz)
Gefunden Gefunden Berechnet Differenz
.......
Ariba (21) . . . . .
Bahia, (22) . . . . .
Guajaquil (23) . . .
Samoa (24). . . . .
St. Thorn6 (25) . . .
Akkra, Ariba, Bahia,
Guajequil, Samoa,
St. Thorn6 (20-25)
Berechnet . . . .
Differenz
ails
. .
. .
. .
. .
. .
..
..
. . . . . . .+
%
%
%
%
6,2935
5,8423
5,5913
7,3115
6,4921
5,9128
6,1690
5,7649
6,2623
5,7500
5,5437
7,2433
6,4580
5,8471
-0,1033
$0,0149
-0,0353
-0,1883
-0,0337
+0,0294
6,3327
6,2959
6,2262
0,1214
6,2407
-0,0146
0.0368
-10.0948
Aroh d. 1 harm. r'OXXXX1.Y. Bds.
a.
Slaft.
5,5084
7,0650
6,4243
5,8765
3x
C 11 r . U 1r i cli : Nachweis von ICakaosohalen .
594
..
T :L
I 1 (: x1
Reine geroekie
(!
I'rozente dur urspriinglichen
U'ixser
Bczeichniing :
Akkrn . . . . . . . .
Ariba . . . . . . . .
%
Fett
%
Jodzrthl
%
2. 6000
3. 9045
2. 7370
2. 7300
3. 5280
2. 7800
3. 4378
3. 7453
2. 6000
bis
3.9045
3. 2092
50. 8587
50.4478
49. 2075
50. 6000
50. 0250
50. 5010
51.9284
51.9700
49. 2075
bis
51.9700
60. 5736
32. 48
32. 20
bis
35?66
34. 16
6. 9200
8. 2120
6. 9320
6. 0292
8. 8240
7. 0190
8.2120
4. 9696
4. 9696
bis
8.8240
7. 3093
4. 7352
6. 0904
5. 2874
5. 6955
5 . 7470
5. 1600
5. 1600
4.7352
bis
7. 3093
7.9464
6.7346
37. 84
36.47
36. 75
34. 82
37.05
35.95
36. 47
35. 60
34.a 2
bis
37. 84
. . . . . . . .
7. 6500
6. 5600
7. 2500
7. 2000
6. 3500
6. 3200
6. 3200
bis
7. 6600
6.8888
49. 8840
47. 8680
47. 6587
48. 9400
50. 0787
49. 0887
47. 6587
bls
49. 8840
48. 8680
35. 01
35.03
36. 10
36. 52
35. 78
34. 7 1
34.7 1
b1s
36. 52
36. 63
. . . . . . . .
. . . . . . . .
. . . . . . . .
Guajayuil . . . . . .
Samoa . . . . . . .
St. Thome . . . . . .
Grenewerte . . . . . .
5. 6984
5.4173
6.2967
5.5595
5.4310
5. 8397
5.4173
7. 0609
6. 2920
7. 2499
6. 2923
5. 1310
5. 3626
5. 1310
bis
7. 2499
6. 2816
.37. 17
37. 72
38. 04
37. 64
37. 07
36. 07
36. 07
bia
38. 04
87. 28
. .
. .
Guajaquil
Samoa . .
.
.
.
.
S t . Thoill6 .
Trinidad: .
Grenzwertr .
Bahia
Ceylon
Mittel
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
. . . . . . . .
. . . . . .
. . . . . . .
. . . . . .
Ceylon . . . . . .
Guajaqnil . . . .
Samoa . . . . . .
S t. ThoiiiC . . . .
Trinidad . . . . .
Grenzwerte . . . .
Akkrn
Ariba
Bahia
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Mit.tel . . . . . . . .
Akkra
. . . . . . . .
Ariba . . . . . . . .
Bahia . . . . . . . .
Guajaquil . . . . . .
Samoa . . . . . . .
S t Tllolnh . . . . . .
Grenzwerte . . . . . .
.
Mittel
m
a.
Ariba
Bahia
Mittel
. . . .
bis
6.2067
6. 7071
35. 25
34. 32
35. 66
32. 20
34.42
33. 80
35. 08
36.37
O/
0. 3801
0. 3323
0. 3233
0. 3391
0.3269
0. 3347
0. 3051
0. 2900
0. 2900
bis
0. 3391
%
3. 8178
3. 7829
2. 8806
3. 4086
4. 2432
3.4271
2. 6907
2. 9329
2. 6907
bis
4. 2432
3. 3606
0. 3189
Reine gerostete
72. 4848
13.2705
67. 4220
11.4440
68. 1623
14.9955
68. 2410
14.3136
73.4107
11.7606
74;2887
14;0282
69. 6526
11.8755
53. 8999
12;6790
11.4440
53.8999
bis
bis
74. 2887
14.9955
64. 0782
12. 6866
T a b e l l e XI11
Reine ungerostete
0.3334
3. 1085
0. 3327
3. 5983
0. 3607
2. 7520
0. 3377
3. 6983
0.3316
3. 3092
0. 3500
2. 4971
0. 3316
2.4971
bis
bis
0.3607
3. 6983
0. 8228
8. 1786
Reine ungeriistete
74. 4555
13. 3513
74. 9323
12. 0005
74. 1684
14.9582
74. 3706
11.6215
76. 0983
14.2600
78. 5636
11.6858
74. 1683
11.6215
bis
bis
76. 0984
14.9682
74. 9814
12. 3496
696
CIi r. Uirich : Nachweis voii Iiekuoschalen.
und Sll.
liakaobohnen.
S u b s t a nz.
EisenPantosane ohloridmethode
”/
”/
1,7801
1,8763
2.0811
1;8874
1,8440
2,0010
1,9641
1,7045
1,7045
bis
2,6811
6,3366
6,9981
5.4735
6;4496
7,4794
6,6981
6,1187
6,1431
5,4735
bis
7,4794
6,9966
8,2597
8,0644
8,1761
8,2540
8,3925
8,4444
7.2092
7;6867
7,2092
-
‘2,0809
Kskaoschden.
-
bie
8,4484
8,4069
-
P r o z o n t o d e I* ‘I! r o o k e 11 s u b s t a 11 z.
EiSmS c h l i i m - Rohfaser Pentosane chloridmethode
methode
%
%
%
52,!&67
52,1995
61,1117
51,9178
51,8726
51.9478
52,7898
54,0707
51,1117
bis
54,0707
62,1692
0,3081
0,3458
0.3221
0;3486
0,3389
0.3443
0,3160
0,3013
0,3013
bis
0,3468
0,8281
3,6118
3,9017
2.9617
3;5043
4,3984
3,5252
2.7865
3;0470
2.7865
bis
4,3984
3,4671
1,7661
1,9352
2,1448
1,9402
1,9114
2,0582
2.0340
1;7708
1,7661
bis
2,1448
2,0982
7,8539
5,1639
6,5617
5.6266
6;2356
6,1792
5.1639
5;4430
7,8539
bis
7,8539
6,2793
77,8738
73,4541
73,2393
72.6194
8015154
79,8990
75.8827
56;7186
66,7186
14.2571
80,6154
69,6042
15:2349
12;8879
15.0973
12.9381
13;3420
12,4678
bis
16,1124
18,7818
8,8718
8,7859
8,7840
8,7836
9,2048
9,0819
8,3744
8,0887
8,0887
bis
9,2048
9,1816
64,0189
51,2300
51.3840
52;7556
54,2311
52.3447
51;2300
0,3610
0’,3561
0.3889
013639
0,3541
0.3736
0;354l
bis
0,3889
0,8416
3,3660
3,8510
2.7730
3I9853
3,6336
2,6678
2,6678
bis
3,9853
8,4186
1,7906
1,8866
2,0497
1,8224
1,994G
1.9563
1;7906
bis
2,0497
1,9166
78,9547
79,2241
79.1624
?8;7487
80,4601
80.2499
78;7487
14,1518
12,6879
15.9634
8,8188
9,0192
8,8860
8,9624
9,4290
7.8432
7;8482
bk
n,
70
6,5058
7,2117
6,6275
6:6307
7;1529
6,8897
6.3366
6;3821
5,6275
bis
7,7529
6,1387
und XIV.
Esksobohnen.
1,6536
1,7627
1.9010
iima
1,8679
1.8386
1;6536
bis
1,9010
1,7826
Rakaosohalen.
8,3163
8,5306
8.3210
8;4640
8,9178
7.3862
2,3862
bie
6,2935
5,8423
5.5913
7;3ii5
6,4921
5.9128
5;5913
bis
7,3115
6,8327
-
-
-
-
bis
54,2311
62,6607
7,4874
6,6524
7.7371
5;4255
5,4255
5,6952
6;4255
bie
7,7371
6,6696
bk
80,4601
70,4662
1213057
15,0773
12.4105
12;3067
bie
15,9634
18,0896
6,8149
6 . m ~
0;0284
7,8788
6,9322
6,3118
6,0284
bis
7,8788
6,80.12
bie
9,4880
8,7666
38*
Chr. Ulrich: Ntichwek von Ifakaoschalen.
5Q6
'1'a h 0 1 1 P
Vergleiehende Zusaninmuhdlung der ErgebnisRe iiber die Bevtimmung des
Methode von Drswe, der Rohtoser-Bestimmung neeh Konig, Motthes und
Krober und aooh der
Zusatz von 20% IZakaoschalen der
Bezeichnung :
Schlamm-Methode
In der Substam
w w e r - und
lufttrockeo
fettfrei
%
EohfaaerIn der
lufftracken
%
%
Akkrs . . . . . . . . . . .
Bereclinet . . . . . . . .
Differenz . . . . . . . . .
9,2926
10,8758
-1,5832
17,0886
20,0000
-2,9116
4,9942
4,9714
$0,0228
Ariba . . . . . . . . . . .
Bereclinet . . . . . . . .
Differenz . . . . . . . . .
8,4109
10,9425
-2,5316
15,3730
20,0000
-4,6270
4,9648
4,8202
+0,1346
Bahia . . . . . . . . . . .
Berechnet . . . . . . . .
Differenz . . . . . . . . .
9,3601
11,2249
-1,8748
16,6595
20,0000
-3,3405
4,0741
4,6170
+0,0571
Ceylon . . . . . . . . . . .
Bereclinet . . . . . . . .
Differenz . . . . . . . . .
8,8688
11,0305
-2,1617
16,0804
20,0000
-3,9196
4,8477
5,0099
-0,1622
Guejaquil . . . . . . . . .
Berechnet . . . . . . . .
Differenz . . . . . . . . .
9,7517
11,1336
-1,38 19
17,6175
20,0000
-2,4825
6,5490
5,4638
+0,0952
Samoa . . . . . . . . . . .
Berechilet . . . . . . . .
Differenz . . . . . . . . .
9,8327
10,9763
-1,1426
17,9179
20,0000
-2,0821
4,7200
4,861 1
-0,131 1
St. Thonib . . . . . . . . .
Berechnet . . . . . . . .
Differenz . . . . . . . . .
9,4641
11,0760
-1,6119
17,0893
20,0000
-2,9107
4,0826
4,0200
+0,0626
Trinidad . . . . . . . . . .
Berechnet' . . . . . . . .
Differenz . . . . . . . . .
7,2813
10,6523
-3,3710
13,0708
20,0000
-6,3392
4,3604
4,3366
+0,0138
. . . . . . . .
7,2813
bis
9,8327
13,6708
bis
17,9179
4,0826
9,2659
10,9939
-1,7380
16,8380
20,0000
-3,1617
4,8396
4,7069
-FO,l336
Grenzzahlen
Mittel . . . . . . . . . . .
Bemhnet . . . . . . . .
Differem . . . . . . . .
bie
5,6490
XV.
Gehaltes an Sohden in gerosteten Kskeopraparaten uaoh der SohliimmMiiller, der Pentosan-Bestimmung (Phloroglncinfiillung) nooh Tollens nnd
Eisenchloridmethode des Vertassers.
Zusatz von 10% Schalen.
wwser- und fettfreien Substanz.
besthiirnung
8t1bst anz
wamer- und
fettfrei
Pentosane
TII dor Siibstanz
~ m s e r -imd
Iiift trockeii
fet,tf rei
E:ianclilorid-Metliode
I n der Substam
wasser- und
luft trocken
fettfrei
0’
%
%
9,1840
9,0820
+0,0420
2,6472
2,7617
-0,1145
4,8680
5,1052
-0,2372
6,1808
6,1404
+0,0404
12,25
12,17
9,0560
8,8100
+0,2460
2,7477
2,7840
-0,0369
5,0220
5,0896
-0,0676
6,1099
6,0649
0,0450
8,3280
8,2460
+0,0820
2,9185
2,9912
-0,0722
5,2000
5,3296
-0,1296
+
8,7880
9,0820
-0,2940
2,7383
2,8040
-0,0666
4,9460
5,0848
-0,1388
6,3294
6,2324
+0,0870
+0,01
9,9680
9,79 7 0
-1 0,1710
2,7334
2,7912
---0,0578
4,9120
5,0140
-0,1020
7,3436
7,2983
+0,0453
14,59
14,50
+-0,09
8,8400
0,0770
-0,2370
+
2,9064
2,9000
0,0084
5,3000
5,3580
-0,0580
6,5082
6,5539
-0,0457
12,82
12,91
-0,09
7,3720
7,2590
+0,1130
2,6548
2,7518
-0,0970
4,8840
4,9660
-0,0821
6,0251
6,0495
-0,0244
12,32
12,37
-0,05
8,1680
8,1420
]-0,0260
2,4468
2,5566
-0,1098
4,5940
4,8004
-0,2064
G,0695
6,1176
-0,0481
12,60
12,70
-0,10
7,3720
bis
9,9680
2,4468
bib:
2,9185
4,8680
5,3711
10,34
bis
bis
bis
5,3000
7,3436
14,59
8,8040
8,5610
+0,2430
2,3365
2,4062
--0,0697
4.9841
5,8317
5,8083
-f 0,0234
12,37
(J,O5
%
%
/O
5. L3fti
-0,1486
+
6,3711
5,2343
0,0468
f 0908
12,24
12,15
+0909
10,34
10,25
0909
12.42
12,41
+
12.42
+
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