close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

ardp.18360560303

код для вставкиСкачать
227
eine schiine Aussicht zu dessen Benutzung fiir die Naturforscher hervorgeht, ersieht man ohne mein Erinnern. Auck
muss ich noch bemerken, dass die durch dcnselben zu
erhaltende VergrBsserung noch merklich die von C o o p e r
und C a r y erhalfene zu iibertreffen scheint, da diese von einer
10,ooo bis ~ 0 0 , 0 0 0Vergriisserung der Gegenstiinde sprechen,
wir aber Vergrasserung von ~,OOO,OOO bis Z,OOO,OOO zu
Wege brachten.
Ueherdies ist die Vortrefflichkeit diescs
Apparates in die Augen fallend, da e r dem Beobachler
jeilen Abend, oder in jeder dunklen Kammer zu Gehote
steht, und in dieser Beziehung noch Vorziige vor dem Sonnenmikroslrope verdient, nicht zu gedenken niancher anderer
Benuhung, als einer krsfligen und gefahrlosen Hydrooxygen
LolhrohrRamme, und selbst die Benutzung des dadurch verursachten Lichts , bei Anwenhung noch grasserer Kalkkegel.
-
Ueber den Holzgeist.
Holzgeisl.
,
Der Brenzholzgeist, Pyroholziither findet sich bekrmntlich in den wLssrigten Produkten der trocknen Dest. des Holzes aufgeliist. Man scheidet die Flussigkeit vom Theer, d ~ stillirt ohngefiihr & davon a b , und unterwirft dieses mehren Recqifikationen indem marc ZIZ deren Beschleunigung
etwas Kalk i n die Blase bringt, wodurch auch das rohe
Produkt vom fliichtigen Oel, essigsaurem Ammoniok, und
einer an der Luft leicht sich brIunenden Materie befreiet wird.
D e r Holzgeist ist rein, wenn er an der Luft sich nicht
mehr firbt, &ch okne Triibung mit Wasser miscken l b s t ,
,
15 *
228
nicht mehr auf Reagenspapier wirkt und mit salpeters. Queck&eroxydul lceinen schwarzeii Niederschlag mehr giebt. Dieses Produckt ist Cegenstand einer ausfiihrlichen Arbeit von
D urn a s und P e 1i g o t woraus wir Folgendee ausheben.
,
Methylen.
Mit dem Namen Methylen (von ~ C S ~ W
U e, i n und Cb1,
1Tolz) bezeichnen D. und I?. ein Radiltal, dass sie annehmen,
urn darauf die Verbindungen des Holzgeistes zuriickzufiihren.
Ee ist eiii Ko?denwassersto$’, und zwar der einlchste denn
jedes VoIum desselben entkiilt ein Fblum j d e s seiner Elemente. Hiernack hat er folgende Zusammensetzung :
,
4 At, Kohlenstoff = 153,05
4
Wasserstoff = 25,OO
1 At. Methylen
178,05
-
..
.
85,95
14,05
100.
Das Methylen, C H, der Doppellkohlen\i,assersloff, C2
und der 17 a r a d a ysche Kohlenwasserstoff, C4 H4, stehen
also in einem polymerischen Verhsltnisse zu einander.
1-12,
Zweites Methylenhydm f.
Dieses ist der Holzgeist selbst. Er riecht alkoholisch
aromatisch brennt mit Flamme dem Alkohol Ehnlicli, kocht
bei 0,761mBaromet. bei G6,50C., sein spec. Gew. ist 0,798.
Das spec. Gew. seines Dampfes ist 0,120. Zusammensetzung :
,
Kohlenstoff
Wasserstoff
Sauerstoff
,
.
.
,
. .
153,03
50,OO
200,oo
405,05
...
.
37,97
12,40
49,63
100.
Dieses entspricht der Zusammensetzung des Alkohols,
menn man diesen als Bihydrat des Aethyls betrachtet.
Als zweites Hydrat dea Methylens ist sonach die Forme1 1 At. Methylen (C4 H4)und 2 At. Wasser (2II’O)
A n der Luft ist das Methylenhydrat unverinderlich,
ktjrnrnt aber sein Dampf mit Platinschwarz i n Beriihrung,
so wird er nach und nach i n Ameisensaure verwandelt.
Mit Chlorkalk destillirt bildet er wie der Alkohol Chdoro-
,
,
229
Chlor wirkt weniger energisch auf I-Iolzgeist wic
auf Allrohol es bilden sich dadurch zwei Fliissigkeiten yon
versckiedener Fliichtigkeit, movon die minder fliichtige sich
init Ammoniak zu eineln ltrystallinischen Korper verbindet.
Gew6hnliche Salpetersiiure mirkt weniger auf Holzgeist als
aiif Allrohol. Durch Einwirkung yoti concentrirter Salpeterssure in der Whrme entstelit unter Bildung von salpetriger SQure, Ameisensiiure und auch ~ o h salpeters.
l
Me- o ~sich in Holzgeist auf. Pyasthylen. Kali und N ~ I liisen
seifreier Baryt verbindet sich mit absolutem Holzgeist, unier Whrmeentwicklung zu eitiem krystallinischeu Produkte.
Dieser besteht aus :
form.
,
,
,
1 A t . Baryt
Holzgeist
1
-
. .
,
. .
957
403
1360
.
.
.
70,4
27,6
100.
Die AuffGsung des Holzgeistes i n Kali giebt mit Schwefellrohlenstoff ein dem xanihonsaurem Kali analoges Produkt. Gegen S a k e verhslt sie sich wie Allrohol. Er lijst
die I-Iarze auf, und wird fiir die Bereitung der Firnisse yon
Nutzen werden lrijnnen.
Erstes illcthJZmhydrat.
W e n n man I Methylendoppelhydrat mi€ 4 concenir.
Schwefels. in Iieaction bringt und destillirt, so wird das
Gemisch braun und zulelzt schwarz, und entwickelt ein
Gas, das IiohlensHiire und schweflichte Shure eiithglt, nach
dereii Absclieidung durch Aetzltalistiickchen ein Gas iibrig
bleibt, welches das Methylenhydrat ist, und aich zuin
Holzgeist verhiilt , w-ie der gewohnliche Aether zum Allrohol.
D e r Holzseist hat niimlich die Hglfte seines Wassers abgegeben, u m sich in dieses gasfijrrnige Hydrat zu verwandeln,
\vie bei der Verwandlung des Alkohols in Aeiher.
Das Methylenhydrat besteht aus :
230
KohIenstoff
Wasserstoff
Sauerstoff
.
.
4 At.
6
1
.
.
.
1 At. Methylen
i
Wasser
-
.
= 153,05
.
,
.
- - 37,50
- = 100,OO
.
. .
290,55
175,05
112,50
290,55
52,63
12,90
34,42
1Oa.
,
G1,PS
.
35,72
100.
.
ESist ein farbloses, iilherartig riechendes Gas, brennt niit
-
I 60 C. nocL nicht
bleicher Flamme, wie Allrohol, ist bei
fliissig , leiclitlijslich in Wasser, welches sein Jyfaches Vohim davon aufnimint , bei 180 C. Diese ziufliisung riecht
PIherarIig und schmeckt pfefferartig. I n Alkohol ist es leichtlijslicher , auch in SchwefelsPure.
MeticyZenaeTbindungen.
CJlZorwassersto~saores
MethyZen. Diescs entspricht dem
Chlorwassersloffiither. Die beste Darstellung ist : z Kochsalz,
1 IIolzgeist und 3 concentrirte Schwefelsaure zu destilliren.
Man e r l d t ein Gas, das sich uber Wasser auffangen lgsst und das reine chlorwassersloffsaure Methylen ist.
Es ist farblos riecht Pllierartig , schmeckt zuckerariig, wird
bci - 1 8 O C. noch nicht fliissig , wahrsclieinlicli wi.rd es aber
l e i einer noch niedriseren Temp. sich verdichten. Wasser
liist bei 160 C. 2,8mal sein Volum davon auf. Gegen Lackmus und salpeters. Silber ist es neutral. Spec. Gew. 1,731,
Zusammensetzung :
,
Kohlenstoff
Wasserstoff
Clilor
.
MethyIen 1 At.
. .
. .
.
,
. .
Clilorwasserstoffs. 1 At.
153,05
37,s
442,65
633,20
178,05
455,15
.
.
.
.
.
.
.
24,17
5,92
69,91
100.
28,12
71,88
633,ZO
100.
Das joa’uwsserstofs. MethyZen erhiilt man am leichtesteo, wenn man 8 Jod in 1 2
15 Holzgeist auffijst, der Lo-
-
23 1
sung in einer Retorte nach und nach I Phosphor zaselzt,
und so Iange destillirt als noch eine ltherarlige Fliissiglreit
iibergeht. Diese behandelt man mit n-asser, wodurch der
Frei mit ibergegangene Holzgeist sich abscheidet und jodwasserstoffs. Methylen sich an1 Boden findet welches man
nochmals im Wasserbade mit Chlorcalcium und Bleiglft te
destillirt. Es ist farblos, f h g t bei 40 - so0
an zu sieden, spec. Gew. bei 920 C. = 2,237. Zusammensetzttng:
,
,
c.
Kohlenstoff
Wasserstoff
Jod
. .
. .
.
,
. .
153,05
.
3733
.
1579,50
1770,05
1At. 178,05
1 - 1592,OO
Methgleii
Jodwasserstoffs.
177405
.
.
8,65
2,12
.
.
89,23
100.
.
10,06
.
89,94
.
100.
Die Sauerstofsauren W d e n mit dem Methylen zwei
Eeihen yon Verbindungen n8'mlich wirkliche neutrale Salze,
den init SEuren zusammengesetzten Aetherarten entsprechend,
uncl soure S a k e , die der Schwefelweinsfure entsprechen.
Das schwefeetsaure Methylen wird dargestellt durch
Dest. yon 1 Holzgeist rnit 8 10 concentr. ScbwefelsIure.
Die iibergegangene flherartige Fliissiglteit
an Menge d e n
Holxgeist gleich wird yon dem wfssrigten getrennt, rnit
wenig Wasser , dann mit Chlorcalcium geschiittelt, iiber
gepiilverten Aetzbaryt einige Ma1 rectificirt und einige Zeit
im luftleeren Raume neben Schwefelssure und Kali gestellt.
Das schwefels. illethylen ist eine olige Fliissi&eit, riecht
knoblauchartig, spec. Gew. 1,324 bei 22OC., kocht bei
1 8 8 O C. Zusammensetzung:
Methylen
i At. 178,05
22,4
SchwefelsPure ,
1
501,16
64,5
Wasser
1 - IlZ,50
. 13,l
791,71
100.
,
-
,
,
,
. .
. .
-
.
.
.
Ec ertriigt eiueTemp. YOU ~ 3 0 0C., ohne sichzu zerselzen,
232
durch kaltes Wasser wird es langsam, durch heisses init
starker Wlrmeentwicklung schnell zersetzt zu Schwefelmelbylens%ure und wiederliergestelliem I-Tolzgeist.
Auf kaust. Baryt ist es ohne Wirkung. Durch wasserhaltigen Baryt wie iiberhaupt durcli AuRGjungen von
kaust. Alkalien, wird es unter Wirmeentlindung zu schwefelmethylensaurem Alkali und Holzgeist zersetzt. Es wird bei
dieser Reaction Wasser gebunden urn wieder Holzgeist
herzustellen. Durch Erwiirmen init geschmolzenem Kochsalz bilden sich schwefels. Natron und psfiirmiges clilorwasserstofs. Methyylera
durch Erhitzen mit Fluorkaliunl
gasfdrmiges ffuorwasserstoffs. Methylen, mit Cyanquecliailber oder Cyatikalium cyanwasserstoffs. &I. mit benzoes.
Kali benzoes. &I., und mit troclrnem ameisens. Natron ameisens. M., so wie mit ges2itigten Schwefelalkalien ein dem
Blerkapian lhnlicher Kiirper.
In der Reihe rler Alkokolverbindurigen kennt inan keine,
dem saZpeters. Methylen enlsprechende iridem sich bei dein
Uoppelikohlenwasserstoff n u r die salpetrigsaure Verbindung (Salpetefilher) ZLI tililen verniag. Da der Holzgeist slels
bestlndigere Verbindungen giebt, so w a r es wahrscheinlich, dass sich salpeters. 35. werde bilden lassen, wenn es
auch leicht zersetzbar seyn wiircle. Zur Darstellung werden 50 Salpeter, 160 SchwefelsPure und 50 Holzgeist, ohne
Anwendung von WB'rme aber mit kiinvtlich erlialteter Vorlage und gasableitender RGhre in Reaction gebraclt. Man
bemerkt wenig rothe Dampfe als Destillat eine Stherartige
Materie die man zur Reinigung wiederholt iiber Bleigliitte
und Chlorcalcium rectificirt. Das Produkt betrzgt 50 Theile.
Es enthtilt aher noch fremde Substanz. Bei 60 630 C. siedet es, und es geht dann eine nach Blaustnre riecbende
Fliissiglceit iiher kauplsffchlich wohl aus ameisensaurem
Methylen beslehend. Der Siedepunkt erhijket sich dann bis
,
,
,
,
,
,
,
,
-
,
233
660 und das dabei ubergehende Produkt ist als salpeters.
M. anzusehen. Es ist farblos, riecfrt Piherartig, spec. Gew.
bei z z 0 C. i s t 1,182, ist neutral. So lange es fliissig ist, ist
es nicht gemhrlich, allein der Damp€ desselben explodirt
beim Erhitzen und schon bei 150° C. mit ausserordentlichcr
Heftigkeit.
Die Zusammensetzung desselben und Eestimmung seiner wahren Natur erfordert noch mehre Versuche.
Man faalid seine Zusammensetzung :
KohIenstoff
IYasserstoE
Stickstoff
Sauerstoff
.
.
.
.
.
.
.
4 At. 153,O
6 - 37,5
2 - 177,O
5
600,O
.
-
967,5
.
.
.
.
.
15,8
3,s
18,3
62,1
100.
Uurch Ainmoniak und Kali wird es in der KElte nicht
zersetzt, durch Erwzrmen mit einer Aufliisung yon IZali in
Alkohol erfolgt schnell Zersetzung und Bildung yon Salpetcrkrystallen.
Das oxabaure Methylera erhiilt man durch Dest. gleicher
OxaIsEure und Holzgeist.
Die
Theile Schwefelslure
iibergehende Fiiissigkeit erstarrt nach und xiach zu einer
kryatallinischen Masse, die man durcli Schmelzen i m Oelbade troclcnet und uber Eleiglatte reclilicirt, uin sie von
anhiingender Oxals. zu befreien. Das oxals. M. ist farldos,
riecht dem Oxalaiber ahnlich schmilzt bei 510, siedet bei
1610, krystallisirt in Rhomben, ist lijslich in Wasser, riach
und nach , besonders beiua Erwgrmen der Liisung in Oxal& w e und Holzgeist sich zersetzend. In Allrohol und Holzgeist ist es liislich. Durch Kali zerfsllt es in oxals. Salz
iind Holzgeist , durch Ammoniakfliissigkeit in Oxamid und
Holzgeist. Seine Zusarnmensetzung ist :
,
,
,
. .
. .
. . .
Methylen
Oxahsure
Wasser
IAt. 178,05
1 - 443,05
.
1
- 112,50
743,m
.
.
.
.
25,95
60,92
15,13
loo.
234
Das essigsaure n/lthyZen erhglt inan leicht durcli Dest.
yon 2 Holzgeist, 1 Eisessig uiid I Sdiwefels. Durch Chlorcalcium scheidet sich aus dem DestiUate eine leichte Etherartige Pliisaiglreit ab, welche durc!i Schiitteln init gebranntem
Kallr yon schw-eflichter Siiure und Holzgeist befreit und nachher mit Chlorcalcium geschiiltelt und rectificirt w i r d .
Das essigs. M. ist farblos flassig, riecht dem EssigEther
iilmnlich, siedet bei 580 C. und sein spec. Gew. ist 0,919 bei
220 C.
Es enthiilt 1 2 At. Kohlenstoff, 12 At. Wasserstoff
und 4 Sauerstoff, ist mithin mit dem Ameisenkither isomerisch. Seine Zusammensetzlmg ist :
Methylen
1 At. 178,05
19;OS
Essigfther
1 - 643,55 . 68,90
Wasser
1
118,50
. 1'2,04
,
. .
. .
.
-
. .
934,IO
.
100.
Das ameisensazire Methylen wirtl (lurch Dest. yon gleichen Th. schwefds. &I. und trocknen cln:eisenu. Natron erhallen. Das Destillat wird zur fieinigung zuerst iiber eine
neue QuantiIBt ameisens. Natron, darin fiir sich aus einer
trocknen Retorte irn Wasserbade reclificirt. Es ist fliiclitig,
leichter als Wasser, riecht wenig angenehm iitherisch und
enthiilt C3 Hs 0 4 , welclies dcr Zusammensetziing dcr wasscrhaltigen Essigsiiure gleicL ist, nImlich C* H6 0 3 +- Hz
0. Eestandtheile:
Methylen
1 At. 175,05
. 253
Ameisensiure
1 - 465,50
61,6
. .
Wasser
. .
.
*
.
1
- 112,50 .
756,005
.
16,2
100.
Das benzoes. 2llethyZen erhiilt man durch Dest. von z Benz o e s k r e 2 SchweFeIs&ure und 1 Holzgeist Behandeln des
Destillats mit Wasser, Schiitleln mit Chlorcalcium und Recti-
,
ficiren iiber Rleigliitte.
,
Das Produkt lBsst man kochen, bis
bein Siedepunlrt nicht mehr steigt, bis 1980 C. Die Zusammensetzung ist :
235
1At. MeLhybn
1
Benzoesiiure
1
Wasser ,
-
. .
. .
. .
173,05
1433,80
112,50
1721,35
Xs ist
.
.
.
.,
10,33
83,15
6,52
100.
Glig farblos, riecht angenehm balsamisch, spec.
Gew. i,io bei 170 C., siedet bei 1980,5 bei 0,761 &I. Druclc.
1st i n Wasser nicht merklich, in Holzgeist, Allcohol und
Aeiher leicht lijslich.
Das oxychZorEohlensaure Methylen bildet sich , wenn
,
man Holzgeist in einen mit Chlorkohlenoxyd (Phosgen) gefiillten Kolben britlgt, die Reaction ist in einigen Augenblilrken beendet , unter Bildung yon Chlorwasserstoffs8ure und
einer iilartigen Fliissigkeit, die man mit Wasser schiiltelt,
mit Chlorcalcium behandelt und iiber BleiglPkte rectihirt.
Das Dest. ist ein farbloser
leichtfliissiger K6rper
der
durchdringend riecht und mit griiner Flamme verbrennt.
Zusammensetzung :
,
C*
H6
Az
0 4
. .
. .
. .
. .
,
506,oQ
57,50
442,FQ
400,oo
1136,18
.
25,9
.
.
3,l
37,3
33,7
.
.
110.
Behufs seiner Bildung wird 1 At. Wasser des Holzgeists
zersetzt der Sauerstoff triit a n das Chlorkolilenoxyd, urn
tlas Chlor zu ersefzen, welches sich in ChlorwasserstoffsEure verwandelt hat. Die neue so gebildete Oxychlorkoklensliure und das Methylenhydrat welches nach Zersetzung
des Wassers im Holzgeiste ubrig bleibt, sind nun geriau i n
den zur Bildung des oxychlorkohlensauren Methylens erforderlichem VerhElhiss vorhanden.
,
,
Schzaefedmet~densuure.
Die SchwefeZmethyZemaure oder saures schwefeelsaures
MethyZen ist der Schwefelweinsfure und Pkosphorweinsfure
,
analog, und bildet sich wenit man concentrirte Schwefelssure mit Holzgeist vermischt und freiwillig verdunsten liisst,
\yo man das same schwefelsaure M. oft krystallisirt erhlilt,
aber nicht iminer. A m leichtesten erhIlt inan die Szure,
wenn man eine AuRiisuiig von schwefelmethylensauren Baryt
mit Schwefelsiiure zersetzt, die Flhssigkcit iin luftlecren Rauiii
zur Syrupsdiclce verdampft unit lcrystallisiren 18sst.
Die Schwefelinelhylenslure bildet meisse Nadeln ist
sehr sauer, last sich leicht in Wasser, weniger in Alkohol,
leicbt veriinderlich uiicl zersetzt sick im luftleeren Iiaume
leicht unter Bildnng yon schwefliger SIure.
Der s c 7 ~ r u e ~ ~ l n ~ e t J ~ l e l tBaryt
a a u r e wird erhalten, wenn
man I Holzgeist mit 2 concentr. Schwefels~urevermischt,
die dabei erzcugte Wiirme reicht bin, die Eildung d e r neuen
SEure z u vollenden. Die verdiinnle Fliissigkeit wird mit Bar y t gesiittigt, der entstandene schwefelsa~~re
Baryt enlfernt,
und zur Absclieiilung eines Barytiiberschusses durch die Fliissigkeit Kohlenslure geleilet darauf wird sic erst im Wasserbade verdampft, wobei sich, \vie beim Abdampfen yon
schwefelweinsaurem Earyt, elwas scliwefelsaurer Baryt abscheidet. 1st die Flussiglieit SO weit verdampft, dass sie
Krystalle gehen lcann, SO darf man sie zur Vermeidung von
Zersetzurlg nicht wveiler der Wiirnie aussetzen, sondern muss
die Abdampfschale in einen Kaslen iiber CLlorcalciuin bringen.
Das Salz ltrystallisirt in schiinen viereclrigen Bliillern,
ist farblos, schmeckt liuhlend, verwiitert und besteht aus:
,
,
.
.
. .
. .
.
. . .
1 At. schwefels. Beryt
1 - SchwefeIsZure
4 - Kohlenstoff
6
Wasserstoff
1
Siuerstoff
,
1
Wasser
-
-
,
1455,09
501,16
153,01
37,50
IOO,OO
225,oO
2474,79
.
.
55,8
20,2
.
.
.
6,1
.
9,9
100.
.
1,5
9,s
Yerbmdungen, analog den h i d e n .
Sie entstehen, wenn gewisse neutrale Salze des Methylens mit trocknem und selbst mit fliissigem Ammoniak bekandelt werden, sie sind dem Oxalnethan und Urethan
analog.
In diesen Verbindungen hat das Ammoniak die Hiilfte
des Methylens ersetzt, welches sick wieder in Holzgeist verwanilelt wthrend der Rest der Elemente des angewandteri
Produkts mit Ammoniak die neue Verbindung giebt.
,
Sulfomethglan.
Leitet man t r o c h e s Ammoniakgas in reines schwefels.
Methylen, so bildet sich unter starker Erhitzung eine weiche krystallinische Masse ein Gemisch von unzersetztem
schmefels. M. und der neuen Illaterie. Urn diese darzustellen,
behandelt man schwefels. M. rnit fliissigem Ammoniak, es
entsteht die heftigste Erhitzung, und hat man 8 - 10 Grm.
schwefels. M. genommeri, so wird die Fliissigkeit, wie
durch eine Art von Explosion au3 dem GeEss geachleudert.
Die zuriickgebliebene Fliissigkeit Ksst sich viillig mit Wasser mischen; durck Abdarnpfen im luflleeren Raume giebt
sie durchsichtige schiine bliittrige Krystalle, die sehr zerfliesslich sind. Das Sulfomethylan lIsst sich ansehen, als
bestehend aus I At. wasserleereru neutral. schwefels. Methylen, und 1 At. wasserfreien neutralen schwefels. Ammoniak,
oder als aus I At. wasserhaltigem schwefels. Methylen und
1 At. Sulfamid bestehend.
,
,
Oxamethg Zan.
Dieses entsteht durch Hineinleiten Yon trocknem Ammoniakgas in schmelzend erhaltenes oxals. Methylen. Es bildet eine weisse krystall. Masse, last sich in Alkohol, kry-
23s
stallisirt daraus in perlmutterglEnzenden Wiirfeln.
lnensetzung :
Kohlenstoff
Wasserstoff
Stickstoff
Souerstoff
. .
. .
12 At. 459,l
10
62,5
2
177,O
6-600
1298,6
-
. .
. .
.
.
35,5
4,s
.
.
46,l
100.
.
Zusam-
13,6
Man muss annehmen, dass zu der Eildung des Oxaniethylans bei der Eiiiwirlturlg des Ammoniaks auf das oxalsaure Metliylen sich Holzgeist bilde I wie sich Alltohol
bildet, wenn man Ammoniakgas auf Oxalzther wirlten 1Esst.
IIiernach erhzlt man folgeiide Gleichung :
-
C* 0 6 , H3 C 8 , H402 + NzHs = C T *H I o N z 0 6 +
2 At.
oxals.
Methylen
yvv
1 At. Ammoniak
1At. Oxamethylan
C4H3 O*.
1 At. Holzgeist.
Urethy Zan.
Das UrsthyZan bildet sich auf gleiche Weise wie das
Ureihan aus dem oxycliiorkohlensaurem Aether wenn man
das oxychlorkohlensaure Melhylen mit fliissig-m Ammonialc
zusammenbringt, unter Wiirmeentwicklung bildet sich Chlorammonium und Urethylan welches in hygroskopischen "adeln krystallisirt.
,
,
Schliisse aus den vorstehenden Yersuchen iiber den
Hokgeist.
Der Holzgeist entspricht dem Alltohol. W e n n er die
HHlfte seines Wassers abgiebt, bildet er einen gasformigen Aether Methylenhydrat.
Sein Radikal , Methylen, verbindet sich Volum zu Voluin mit den Wasserstoffsiiuren zu neutralen wasserfreien
Salzen.
Es verbindet sich Atom zu Atom mit den Sauerstoff-
,
239
sluren, und bildet rnit denselben neutrale imruer wasserhdtige Salze.
Es bildet mit der Phosphorslure und SchwefelsIure
saure S a k e welche mit luineralischen Basen Doppelsalze
,
geben.
Das Methylen scheiiit besGndiger zu seyn, als das Doppelikohlenwassersloff, und dieser ist es wieder mebr als der
F a r a d a ysche Koklenwasserstoff auch seine Verbindungen
sind bestiindiger.
Man sieht auffallend den Einfluss der Atome oder ihre
Verdichtung auf die Bild ung chemischer oder physischer Eigenschaflen in diesen drei ganz verschiedenen Kohlenwasserstoffarten, die doch a m den ntmliclien Atomen gebildet, n u r
in Verhlliniss der Zahleri 1, 2 , 4 verdichiet sind, und
unter einander i n den einfachsten Verhiiltnissen stehen die
man sich n u r donlren lrann.
Ausser diesen Isomerien
geben die Verbind ungen des Methylens eine Reihe anderer.
Uas Methylenhgdrat ist rnit d e n eigenllichen Alkoliol, das
oxalsaure Methylen mit der BernsteinsLure , das ameisensaure niit der Essigsiure, das essigsaure mit dem Ameisengther des Alkohol isomerisch, uxid endlich muss tlas lrohJensaure rnit der Ciironcnsiiure und das cilronerisaure mit
,
,
,
dem Zucker isonierisch seyn. Eine in des That interessante
8 0 , Annul.
Zusammenstellung. (Plnstit. 2 Ann. Nr. 78
der Pharmac. X V . 1. ;AnnaL cle Chim. et de Phys. L VIlL 1 .)
-
Veranderungen ; welche einige Pflanzensubstamen durch Destillation mit Kalk ergeben.
,
P e l o uz e hat gezeigt dass bei der trocknen Deslillation der SLuren Produkte entstehen, die demselben Formationsgesetze unterworfen sind so dass der neue KGrper
yon dem urspriinglichen nur durch Wasser oder Koblen-
,
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
474 Кб
Теги
18360560303, ardp
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа