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Der Dattelbaum (Phoenix dactylifera) nach
seiner Einfiihrung und der Limitation seines
Vorkomniens in Indien ;
vom
Professor C. R i t t e t
in Berlin.
,
Die DntteZpaZmen der Hauptsegen des regenlosen Afri:
k a und Westasiens, obwohl auch in Afrika sehr limitirt
in ihrem Vorkommen, da sie schon an der Westseite, in
Guinea, sudwDts vom Senegal wie in Congo nie gesehen
worden, i n Mosambik und Melinde fehlen weil dort Tropenregen niederrauschen, und ihre Friichte landeinwlrts vom
Lybischeii und Aegyptischen Lande nach Brown’s Beobachtung schon in Darfir nicht mehr die rechte Reife gewinn e n , miissen daher dem griissten TheiIe M i e n s und Malabar gznzlich versagt segn auch im noch iistlicheren China *)
,
,
sind sie niemals gesehen. Kaum reicht die DatteZzone nach
dem Yordwestert Uindostans hinein, und ist dort hijchst
wahrscheinlioh n i c h einheinzsch sondern erst niit Mohammedanern eingebracht angesiedek. Die Macedonier nennen diesen Palmbaum ‘dort nocb nicht, und die Expedition
ilfvharnmed ben Kasims, unter dem Khalifen WaZid, z u
,
,
Anfang des VIII. Jahrhuiiderts, iiber Mekran, nach Tatta,
Sind und Mzdtan, zeigt den W e g **) genau vor, auf wel*) Pater Mich. Boym Soc. Jes. Flora Sinensis 1652 in Thevenot Relation des divers Voyages curieux. Paris. Sec. Part.
1665. fol. 17.
**) A. Barnes Travels in Bokhara and Sind. Lond. 1834. VoL
111. 8. p. 12.0.
Arch. d. Pharm. 11. Reiha IX. Bds. 1.Heft.
7
-
chem die Verpflanzung dieses den Ur Arabern so heiligen
Baumes aus Oman, wo ihm vor Mohammeds Zeit an jedeni
W o h n o r t jiihrlich Feste gefeiert und Opfer dargebrachi worden, nach Indien statt fand, wie er mit andern ihrer S t h me auch westwiirts bis nach Andalusien iind Valencia *)
mit christlichen Mijnchen aus den Oasen der Thebais
und Paliistina in ihre IClijstergPrten bis *in den Siiden A e thiopiens
**),
SO
weit dort ihre Kliister sich ausbreiteten,
und zu dem Norden Italiens an die IiiisIe von iyizza, Genus und Dalmaaien ***) ge wandert ist denn Plinius , XU.[.
6., sagt noch yon den Palmen: nulla est in Italia sponte
genita. Der Dattelbaum ist aber tler Reprtisentant der
subtropischer Zone ohne liegenniederschlag der Alten WeZt,
mid jenseit ihrer nb'rdlichen Grerize reift die kijsiliche D a t teZ nicht rnehr.
Aber auch der astronomiscken LcZ'nge nach,
gegen den Osten, muss sie verschwinden, mit der Annlherung an die Tropenzone rnit &em S. fir. iVunsun, w o dieser
BegenfiZe bringt. Sie erscheint daher, da sie auch keineswegs zu den kiihlen persisdhen Plateauhchen hinaufsteigt,
was schon der sogenannte Elm UaiLkaZ ****I im X. Jahrh.
beinerkt h a t , zuerst wieder in Mehran (270N.Br.), w o
der S.W.-Monsun zeitig aufhBrt, und , ehe der N.0.-Wind
die Herrschaft gewonnen, Ende August und Anfang Sept.,
eine Zeit wo sehr anhaltende Hitze eintritt, die D a t t e l -
,
-
,
*) CavanillesIcones et Descr. Plantarum, quae sponte in Hispania crescunt. Vol. 11. p. 13.
Salt Voy. in Abyssinia in Vic. Valentia Travels T. 111. p. 74.
***) Edrisii Africa ed. 2. 1796. 8. p. 489; Decandolle Rapport.
s. un Voyage botanique in Memoires de la SOC.d'Agricu1turo. Paris T. XII. p. 232; Millin Voyage en Savoie. Paris
1816. 8. T. 11. p. 96. Grisogono della Ddlrnazia 4. p. 141,
**)
m*)(Ebn Haukal) Oriental Geography. ed. Will. Ouseley. London p. 225.
Rege (moormu f i z ) *) geiiannt, ohne weIche auch hier
die Frucht ihre Vollkommenheit nicht erreirhen wiirde. Mit
Mefiran hat aber das heisse
, regenarme Mrsltan die nschste
Analogie; deshaIb dort des Gedeihen dar Daitelw3der unfer
der Pflege der Ansari-Araber, dereii VorgEnger, bei der
ersterlInvasion zum Indas, nach der dortigen Volkssage, dieDatteZn als ~ o u i a n ihrer
t
Heere zu diesem Slrome mitbrachten.
Als Sultan B a b e r in Indien eindrang, zog sogleich,
\'on Peschawer zum Industhale herabsieigend die Dattelpaznze seine Aufmerlrsamkeit auf sich, als ein Baum, der
seinem Gebirgslande Kabulistans urid Ferg hanas fehlte. Er
,
meint, dieser alleiii unter den BHumen gleiche darin den
T L e r e n , dass er doppelte ge?rennte Geschlechter habe, und
menn man ihm den Ropf oder die Krane abhaue, auch da5
Leben verliere. E r gebe Gemiise, Obst urtd W e i n zugleich.
Ob die Cultur dieser DatteZpaZme bis De& reicht , dariiber
fehlt uris noch jede genailere Bestimmurig ; selbst in R + u , ~ ~ han und Marwar, Sstlich der Sandwiiste sind, scheint sie
zii fehlen, da sie Colon. T o d d nirgends in seinem.m-erke
iiber iliese Lfnder erwEbnt, aber doch bemerkt dass D a t _
teZn, t r o c h e wie frische (Kharik und Pind h5ji.o.) ***),
in ausserordentlichen Quanlitllen als W a a r e yon Surate her
eingef;;hrt werden und eine IIauplnahrung in Rajasthan ausmachen. N u r das heisse, trockne , aher vom Indus bewzs-
,
serte Multan selbst ist die einzige Inclische P r o v i n z , in
zvelcher Dattelcultur ****) einheimisch, ergiebig und wichlig
*) Macdonald Kinneir Geographical Memoir of Persia. Lond.
4. p. 219.
*)
Baber Memoirs Transl. by W. Erskine 1. c. p. 326.
Capt. J. Todd Annals and Antiquit. of Rajasthan. London
1830. 4. T. I. p. 701.
***) Alex. Burnes Trav. VoI. III.-Mem. of. the Indus p. 304.
**)
7"
100
ist; die Dattel SOU hies fast die Giite der Arabischen erreichen , aber die BEume werden nicAt durch das Abzapfen des
Palmweins geschwacbt, und kijnnen daruin reiche Dattelirauben liefern. Die ganze Breite des Pendjnb im PraZZeZ
* o n Lnliore sckeint reich an D a t t s h z i n e n zu seyn, von
der Seiks-Capitale Umritsir *) am Ravi-Fluss, die von
bis zum Indusufer
ihren Jichtesten Schatten umgeben ist
bei Dern Isrnael Khan, wo M. E 1p h i n s t o n e **) die reizende Lgge dieses Ortes zwischen den bewzsserten Dattelhainen von Felsen umgeben kennen lernte; seine Aiigabe
der Daitelpalmen in Peschawer beslatigt A 1. B u r n e s ***) ;
ob sie noch re+ Datteln geben bezweifeln wir; es wiirde
die nijrclichste Grenze ihrer Verbreitung seyn , wenigsten.s
\?rein geben sie nicht mehr. SiidwHrts gegen das Meer bleibt
es ebenfalls unsicher, ob die seltnen Palmen, welche in
Guzerute ****) genannt werden ) wirlilich Phoenix dactyL
sind; im Indus-Delta bei Kurachie reift dicht am Meere
Ireine Dattelfrucht j-) mehr auf den wenigen dort noch stehenden Palmen.
Die sudlichsts uns bekannt gewordene Grenze ihres'
Yorkommens reicht auf der Malabarischen Riiste bis Bornauf die Insel, w o aber ihre Daiielri nur sehr selten
einmal ihre Reife -ft)erreichen; denn hier schon begiiint
das Gebiet der Kokoswaldung welche die ganze Stadt Born-
,
.
,
*) Alex. Burnes Trav. Vol. III. Mem. of the Indus p. 508.
**) Mountst. Elphinstone
Account of the Kingdom of Cauhul.
Lond. 1815. 4. p. 35.
*a*) Al. Bumes Travels Vol. I. p. 154.
**)Bish. Hebers Narrative Vol. 111. p. 60.
t )M.
tt)J.
/
Xinneir Geograph. Memoir. of Persia 1. c. p. 232.
Forhes Orient. Mern. T. I. p. 24.
10 I
bay und die Insel Salseite in ihren Schatien einfiiilIt. Eben so
sehr als die Dattel jener Zone des regenlosen, subtropischen
fremd.
Climas eigenthZmSch, eben SO sehr ist ihr der Kolt.0~
Sehr merlrwiirdig ist es, wie dieser nie mehr gedeihet, v-0
lropische Regen aufhiiren ; selbst in Mekran sind die Rokosn&se nicht m e h , und weder an den Kiisten des Persischen
nocL des Arabischen Meerbusens ; sie fliehen das ErythrZische Gestade, sie kehren n u r erst scdwlrts i n Me&& und
iiosanLbik *) wieder.
Bernerkung iiber die Chinarinden.
Das Kapitel iiber die Chinarinden i n der kiirzlich erschienenen dritten Ausgabe von G u i b u r t’s Nist. des d r o p
ectr. ist sehr umgearbeitet.
G u i b o u r t hat durch seine
Nachforschungen gefunden, dass die Autoritiit von M u t i s
meiiig Zutrauen verdiene und dass dieser unsere IZenntnisse
iiber die Chinarinden nicht erweitert , sondern vielmehr vermindert habe. Denn M u t i s , welclier die Chinas von Peru
kannte, scheute sich nicht diese Namen den verschiedenen
und fast werthlosen Rinden Yon santa Fe zu geben.
Seine so geruhmte China aurant. gab sich bei Untersuchung eines ExempIars im A?useurn$histoire natureZZe van
,
,
,
v. H u m b o l d t erlialten, fiir nichts anders als Cliina Carthag. spongiosa zu erliennen die ein lcichtes fasriges zwar
schiin orangefarbenes, aber wenig bittres und wenig wirksames Pulver giebt. Seine China rubra oder die fiinde seiner Cinchona nagnifolia, w a r dieselbe, die man seither
mit dem Namen China nova bezeichrret hat, die weder Chinin
,
,
*) H. Salt Voyage to Abyssinia. London 1814. 4. p. 30 etc.
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