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13s
Apjohn :
Uieses Salz erwlhne ich nur wegen seiner sehr scliiinen
Farbe, es is& kupferfarbig - violetlroth, sehr dunkel, und
im Sonnenlichte sehr glanzend j es gleicht vollig dem sublimirien indigo, und wird , was sehr merliwiirdig ist , wie
der Indigo durch Reiben schon blau mit Kupferglonz. Das
entsprechende Natrotisalz Xvird, wie auck sonst seine Farbe
sey, durch Reihen ebenfalls blan.
Ueber eine neue Verbindung am Jodkalium,
Jod und Zirnmtol ;
yon
Dr. J a m e s A p j o h n ,
Professor der Chemie am kihiglich irlrindisclien Collegiiun fiir
Wiindiirzte.
D i e Verbindung, welche der Gegensiand dieser Abhandlung ist, wurde zuf6llig bemerkt. Ein Arzt nHmlich hatte
einemPatienten im Winter 1837 eine Auflosung von Jod und
Jodkalium in Zimiiitwasser verordnet ; die zuvor triibe Auflosun;: wurde wHhrend der kalten Witterung hell, fast geschmacklos und es setzten sich darin kleine haarf6rmige
Krystalle ab, die Herr Apolheker M o o r e lnir Behufs einer
chemischeri Analyse mittheilte die wir gemeinschafilich aus-
,
,
firhrten.
Die Darstellung der neuen Verbindung geschieht auf
folgende Weise.
z u einer Gallon concentr. Zimmtwasser setzt man 4 UnZen Jodkalium und 40 Gran in Wasser zuvor gelostes Jod,
die Mischung wird triibe, es bildet sich ein gelbliches Sediment, welches binnen kaum einer Ninute krystallinisch wirrl,
und sich nach uncl nach absetnt. Die iiberstehende Fliissigkeit welche yon Jod iind Zimmtol n u n frei zu seyn scheint,
,
-
149
Jodkalium JodzimmtSI.
wird von dem Niederschlage durch ein Filter getrenni, der
Itihalt des lefztern wird zwischenPapier und dann auf einem
Kalkstein gelegt, und diirch dessen absorbirende Kraft und
durch freiwillige Verdunstung getrocknet. Man erhzlt ohngefihr 60 Gran der Verbindung. Zum Erfolg is.t eine Temp.
yon 330 F. nothwendig.
Bei 4 0 ° entsteht n u r ein braunes
Pulver und in geringerer Msnge, welchea jedoch mit dem
krystaliinisclien Produkte identisch ist denn es kann durch
blosse Verminderung der Temperatur in Krystalle verwandelt werden % und diese erleiden eine analoge VerEnderung,
wenn sie auf einem Filter gesammelt und bei 450 auf den absorbirenden Stein gebracht werden.
Die Krystalle sind haarfiirmige vierseilige Prismen, okn e pyramidale Zuspitzung von schiin brauner oder Broncefarbe und stark metallisch glhzend. Sie haben einen heissen stechenden Geschmack, nach Zimmiol und Jod. In ALkohol und Aether sind sie leichtloslich.
Durch Wasser
werden sie zersetzt, indem dieses daraus Jodkalium aufnimmt und schwarze Slige Tropfen abscheidet die eniweder eine Verbindung oder ein Gemenge sind von Jod und
Zimmtol.
Diese Wirkung des Wassers wird aber bei der
Temp. des Gefrierpunktes sehr verminderf untl scheint auch
durch die Gegenwart einer gewissen Menge Jodkalium verhinder1 zu werden.
Beim Erhitzen zu 820 F. schmelzen die Krystalle zu einer dunklen Fliissigkeit, nach dem Abkiihlen zeigt sich die
Substanz unverlndert.
Ueber den Schmelzpunkt erhitzt,
giebt es Jod und Zimmiiil aus, und hinterlgsst Jodkalium
a n d etwas KohIe.
Durcli SiErkmebl wird diese Substanz
zersetzt selbst in der alkoholischen und Etherischen Liisung
bildet es den bekannten bIauen Niederschlag. Durch Schiitteln mit Wasser oder Zink oder Eisenfeile entslehen Jodide
dieser Metalle und OeI wird Frei. (2uecksilber giebt dasselbe
,
,
,
,
,
,
150
Apjohir :
Resultat; durch Kali wird Oel frei und Jodkalium und jodsaures Kali gebildet.
Aus diesen Thatsachen diirfte sich ergeben, dass in dieser Verbindung das Oel als solches und nicht in einer dem
Benzoyl enlsprechenden Verbindung enthalten ist ; dass aber
die Bestandtheile n u r durcli eine schwache Affinittt gebunden werden, weil nicht n u r das Jodkalium schon durch
Wasser daraus abgesondert wird, sondern au?h das Jod darin
durcheine Kalilijsung SO angegriffen mird, als ob freies Jod
vorhanden wtre. Z u r Prtifung dieser Ansicht wurde el was
der VeIbinc!ung in einer kleinen Retorte mit dem genauen
Aequivalent yon kaust. Kali in einer sehr verdiinnten Lijsung zerseizt, und dann eine llalbe Unze Fliissigkeit abdestillirt, die sich zwar wesentlich wie Ziinmtwasser verlielt,
indess konnte man ohnerachtet aller Vorsicht die urspriingEche Verbindung mit demselben niclt wieder hervorbringen.
Eine genaue Prufung.zeigte nun auch, dass das Wasser mit
Ziinmtwasser nicht ganz identisch sey. Es roch etwas anders und rothete Lackmus, woraus sich schliessen liess, dass
es ZirnmtsPure enthielt, indem das Oel l e i dcr Destillation
entweder Sauerstog absorbirt haite oder sonst zersetzt war.
Eine Bestgtigung dieser Ansicht mijchte darin liegen, dass
das Zimmtal des Hanclels meist vie1 ZimmtsZure enthalt, und
ein damit bereitetes Zimmtwasser nur eine geringe Menge
unserer in Rede stehenden Substanz liefert.
Bei der Analgse dieser Verbindung wurde zuerst der
Gehalt a n Jodkalium bestimmt.
Ein bestimmtes Gewicht
der Substanz wurde in einer Porzellanschale erhitzt, wodurch Jod und Zirumiol sich verfltichtigten, und das Jodkaliurn mit etwas l h h l e zuriickblieb.
Den Riickstand behandelte man mit Wasser und brachte die Aufliisung zur
Trockne. Auf diese Weise wurden in drei Versuchen erhalten 12,75, 12,87 und 12,oa 8 Jodkqlium, i m Mittel 12,558.
-
Jodkalium JodzirnnitSl.
151
Es wurde darauf zur Eestiminung des nicht mit dem
Kalium, sondern mit dern Oel verbundenen Jods geschritten.
Ein beetimmtes Gewicht der Verbindung wurde durch
eineri geringen Ueberschuss eincr spirituijsen Auflijsiing von
Kali zersetzt das Ganze zur Trockne verdunstet, wodurch
das Oel theils vediichtigt, theils zerstijrt wurde, der Riickstand danri vorsichtig erhitzt, urn das mit gehildete jodsaure
Kali i n Jodkaliuni zu verwandeln, ohne class sich von letzierein etwas verffiichtigte, worauf man das Salz i n Wasser
liiste, filtrirte, urn die Kohle abzusondern und die Auflijsung
rnit salpetersaurem Silber fdlte, das darin entstandene Jodsilber dann auswusch, trocknete und his zum Schmelzen erhitzte.
Auf diese Weise wurden von 10,33 Gran der, Verbindung
7,41 Gran Jodsilber = 3,95 Gran Jod erhalten. Dieses entspricht 38,24 8. Die i2,55 Q Jodkalinrn die oben gefunden
wurtlen enthalten davon g$8, wodurch a130 fiir das rnit
dem Oel verbundene Jod 28,6G iibrig bleiben.
Da ich fiirchlete, dass bei dem vorstehenden Versuche
die Hitze entweder nicht hinreichen konnte, urn alles jodsaure
Kali in Jodlcalium zu verwandeln, oder dass auch ein Theil
tles letziern sich hBtte verfliichtigen kijnnen, so stelite ich
den Versuch auf eine andere Weise an.
Ein bekanntes Gewicht der Substanz wurde mit Wasser
und Zinkfeile in eine Proljierr6Lt-e gegehen und das andere
Ende derselben vor der Spirituslampe ausgezogen und zugeschmolzen um jede Verfluchtigung vvn Jod zu verhindern,
durch Schiitteln und gelindes ErwErineri wurde jelzt das Oel
abgeschieden und das zuvor damit verbundene Jod trat a n
das Z i n k , damit ein liisliches Salz bildend. Das Rohrchen
wurde nun zerbrochen und der Tnhalt auf ein Filter gegeben
und mit Wasser aiisgewaschen, die s h m t l i c h e n Fliissigkeiten liess man concentriren, und versetzte sie mit der dem
Jod Pquiyalenten Menge Silber wusch den Niederschlag
,
,
,
,
,
152
Apjofin : Jodkaliuni- Jodzimmtijl.
mit Wasser, das ein wenig Ammoniak enthielt, aus, trocknete und wog denselben. 6,55 Gran der Substanz gaben auf
%
Ziehen
diese Weise 4,5n Gran Jodsilber = 3 ~ ~ 2 0Jod.
wir hievoil die im Jodkaliwu enthaltenen 9,58Jod a b , so
erhalten wir 27,62 Jod. Das Mittel aus diesem und dem
vorigen Versuche wiirde seyn 28,14. Aber
2,g3.
Hieraus Ksst sic11 folgern, dass fiir jedes Atom Jodkalium in
der untersuchlen Substanz 3 Atome Jod mit dem Zimmtijl
sich verbinden.
Nach dem Vorstehenden kann man die untersnchte Verbindung betrachten als bestellend aus :
";++ =
1 At. JodkaNum
3
Jod
,'
6
ZimmtSl
-
.
.
.
.
.
12,26
Versuch
12,55
28,08
23,14
59,30
100.
99,59.
Die Analyse der Substanz durch Verbrennen mif Kupferoxyd gab ein Resulfat, welches mit der Analyse des
.
59,66
Zimmtijls von D u m a s nahe iihereinstimmte. Man wird daher die Verbindung ausdriicken kiinnen durch J K + 3
(J
Cinz):
Diese Verbindung verdimt in mehrer Rezieliung -4ufmerksamkeit. Sie stellt eine complicirte Zusammensetzung
dar, wird sehr leicht zersetzt und bestehi demohnerachlet
aus bestimmten VerhBltnissen und'ist selhst sehr schon krystailisirt.
Sie lxsst sich ferner als ein Doppelsalz aus 2 Haloidsalzen betrachten, worin das Oel mit die Eolie eines
electropositiven Metalls hat, welches auch , wie D u 113 a s
Versuche zeigen, mit Salzslure und SalpetersEure sich verbindet, so dass ea also wie ein Metall und ein Oxgd auftreten kann.
Es gelang nicht lnit andern destillirten M%ssern andoge
+
,
Verbinduiigen darzustellen. ( The Lonr?. and EJinb. philos.
Magaz. 3 Ser. +XIII. 113. Auszug.)
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