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Frenzel: Untersuch. mXhartig aussehendcn Blulwassers. 141
was jedoch nicht der Fall war; denn wenn die geriiigen
Mengen Fett init Aether ausgeaogen worden Waren,
und der braune Blutfarbstoff mit kalteni Alkohol, so
blieb nur eine geriiige Menge Haematin zurucli, die
sicli i m liochenden Allrohol wenig liiste, leicht aber
rnit etwas schwefelsaurehaltigeni Alkohol eine bltitrotlie
Liisung gab. Es ist daher wohl miiglich, dars der blane
Blutfarbstoff, den S a n s o n beobaclitete, nicht irnnier
im Blute vorltonimt.
--
Chemische Untersuchung eines milchartig
aussehenden Blutwassers ;
von
Car2 Frenzel in Erfurt.
-
Beltanntlich beobachteten schon Do b s o 11, R o 11o
und M a r c e t bei eineni an Diabetes leidenden Kranken
ein milchartig aussehendes Blutwasser, so wie T r a i 11
ein Ehnliches bei eineni an Leberentziindung Leidenden,
Wovon das letztere 4; Procent eines gelben Oeles entliielt, iind gan% neuerlich Dr. R i e c k e ein solches bei
einem Mann, der an leichten entaiindliclien Brustbeschwerden litt, welches Serum aber nicht chemisch
untersncht wurde. (Froriep's neue Notizen, Bd. I . No. 23.).
Hr. Dr. S c h r o l l i n Erfurt theilte mir mit, dd's
von einem Mann, der gewohnt war, jahrlich z u r Ader
zu lassen, dieses aber seit ewei Jahren versiiumt, und
der an Congestionen des Bluts nach den Lungen und
Stocliungen desselben i n diesen Organen litt, durch
Aderlassen ein schwarzrothes Blnt erhalten worden
ware, auf dem sich einige weifsse Oeltropfen, so \vie es
aus der Ader Iiani, aeigten und beini Kingern Stelien
sich ein das gewiihnliche Ansehen habender Blutlruchen
absetzte, das Blutwasser aber ein ndchartiges Ansehen
annahm. Dieses Blutwasser eeigte folgendes Verhslten.
Es w a r geruchlos, verhielt sich gegen Reagenspapiere
indifferent und auf ein Filter gebracht ging es unver-
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Frmzel
:
SIldert langsam durch; nachdem es eine Nacht iiber
,westanden, hatte sich ein wenig dariii vertheilt gewesenes Blutroth abgesetzt, es w a r noch ganz geruchlos.
Zwei Unzen davon wurden mehrmals mit Schwefe1;ither geschiittelt, wodurch e r ein gelbliches Ansehen
erhielt und wurde Lackmuspapier von dieser itherischen Liisung nicht verandert. Nach dem Verdunsten
des Aethers blieb ein gelbliches, schniieriges Fett zuruck,
durchzogen rnit weifsen Stellen, dessen Menge 4,96 Grm.
ausmachte. Dasselbe wurde auf ein Filter gebracht, es
ging ein fettes gelbes Oel durch, und nachdem es mit
dem Filter awischen iifter erneutem Fliefspapier geprefst
wordeu, bliebeu 3,25 Grm. eines weirsen, festen, geruchlosen Fettes zuriick, das auf W a s s e r schwamm und zu
einem fast farblosen Liquidum durch Erhitzen schmolz ;
mit Wabser gerieben vertheilte es sich darin und gab
demselben eiu milcliartiges Ansehen, und durch Zusate
von Salzs5ure blieb das Ganze unveriindert j Balter Alltoliol Iiiste hiichst wenig, ltocliender etwas mehr auf; Terpentiniil liiste ebenfalls sehr wenig ; beim Erhitzen lijste
es sich in fetten Oelen; i n Holzspiritus w a r es unliislich;
mit Natronlaugt. e r n 5 r m t verseifte es sich nicht; von
concentrirter Schwefelsaure wurde es geschwSrzt, ohne
dafs sich scliweflichte Saure entwickelte. Mit Salpeters a m e gelroclit entwiclielte sich Stickstoffoxyd und es
schwamm nach dem Erltalten eine gelblich fettige Masse
oben auf, welche mit Wasser so lange augewaschen
wurde, bis dasselbe nicht mehr sauer reagirte; sie War
i n Alkohol schwerliislich, in Aether leichtliislich und
diese Liisungen reagirten sauer; durch Zusatz von atzenden Alltalien zu der alkoholischen Liisung wurde die Farbe
derselben dunkler, und selbiger iiberfliissiges Rmmoniak
hineugesetat, d a m ganz gelinde berdunstet, blieb eine
braunliche ltlebrige Masse euriick, die i n Wasser unliislich, in Weingeist aber liislich iind hier gegen Reagentien folgendermafsen sich verhielt :
schwefelsaures Eisen: benisteinfarbiger flockiger Niederschlag ;
Un emuch. mikhurtig uusseheadea Blutwassers. 143
schwefels. Kupfer : hellgruner flockiger Niedersclilag ;
essigsaures Blei : weil'slicher flockiger Nietlerschlag ;
salpetersaures Silber : weirser flockiger Niederschlag;
Qnecksil berchlorid : gelbbraunlicher Niederschlag ;
Goldclilorid: unverandert j
Chlorbariuin : weil'ser Niederschlag.
In der salpetersauren Fliissigkeit konnte keirie Spur
\'on Cholesterinsaure entdeckt werden.
Beim Verbrennen dieses Fettes blieb eine geringe
Nenge weil'se Asche zuruck, die sich gegen Lackmuspapier indifferent verhielt.
Die Eigenschaften dieses Fettes zeigen, dafs es eigenthiimlicher von den bekannten Fetten verschiedener
Natur ist, und dem Hirn und Gallenfett in seinen Eigenschaften ziin5chst steht.
Das erhaltene gelbe Oel w a r in kaltem und heirsem
Alkohol schwerliislich, diese Liisungen reagirten nicht
sauer ; mit Natronlauge behandelt verseifte es sich. Urn
nicht weitlaufig ZII werden, theile ich hier gleich die
Resultate der Analyse des voni Fette befreiten Blutwassers niit j es enthielt aurser den eben n3ier beschriebenen
3,25 Grm, eigenthiimlichen E'ett
und
1,71 Grin. eines verseifbaren fetten Oeles,
noch :
Chlorkalium,
Chlornatriurn,
iiiilchsaures AlknYi,
thierischeri in Spiritus und Wasscr lo&chen Extractivstofl,
0,12 Crm. phosphorsaures Natron,
0,034 Grin. versndertes Eiweib,
3,sj Grm. Eiweifs.
Dieses Blutwasser zeichnet sich also durLh spinen
crrot'sen Fettgehalt und Mangel an freiem Natron vor
den1 gewiihnlich vorkomrnenclen aus.
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