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292 Brandes : Gehalt der Wachsarten an Wachssaure.
keine wesentliclie Veranderurig erleidet, sondern diese
auf den Farbelistoff desWachses, die balsamartige Materie,
beschrLnlit ist; iind dafs \veriri ein Theil W a c h s hierbei
oxydirt werden sollte, dieser meniptens sehr unltederiter~d
ist. Olineraclitet der langdauernden und giinstigen Unistande, welche das Bleichen des Wachses einer Oxydation
rnittelst des Sauerstoffs der Luft darbietet, ist die Anziehung beider Kiirpcr i n diesem Falle zu schwach, urn
eine Verhindung zu bewerkstelligen. Nichts desto weniger selien wir, dafs dieser P r o c e k der Oxydation d e r
Wachsmaterie in der N a t u r vor sich geht, und in
rnehren iebenden Pflanzen. Das Japanwachs ist ein Be\vets davon.
Endlicli durfte noch bemerkt werden, dafs d e r UnLersehied in den] Verhalten beider Wachsarten gegen eine
Kaliliisung i n w e i n g e i s t wohl geeignet ist, urn zu priifen,
ob gebleichtes W a c h s mit Japanwachs vermengt o d e r
verunreinigt ist , da das gebleichte Bienenwachs nur
Spuren a n dieses Aufliisungsmittel ahtrilt, das japanische
W a c h s aber ganx davon aufgeliist wird. Aus cler hPenge
des Niedersclilap, welchen man aus dicser Auflijsung,
durch Zersetzen derselben, an WachssSure ctrhiilt, v i r d
man Ieicht den in den1 gepriiften Wachse befindlichen
Gehalt an japanischem Wachse bcniessen hiinnen, dn
das reiue gebleichte qeifse W a c h s unter diesen Urnstinden nur 4 5 Procent verlieren wiirde.
-
-
Zweiter Abschnitt.
Centralbericht.
Untersuchung des Glaucium luteurn.
-
D i e nahe Verwandtschaft des Claucium luleolrn mit
Chelidonium veranlalbte Y r o b s t , diese Pflanze einer genauerl Untersucliung 7.u utiterwerft:n.
Er fand darin
folgende nalier charaliterisir~eStore:
1) ein scharfes Alkaloid, Glnucir!,
2 ) Glauciumsiiut-e, identisch mit Fiimarsffnre,
3) Chelerythrin,
Glaucium luteurn.
293
4) eine braune humusartige Saure,
5) eine braune basische Substanz,
6 ) ein hittres Alkaloid, Glaticopicrin,
7) Glaucotin, we<en seiner blauen Farbe 80 genannt,
i?arhstoff der Uliithe.
Glaucin. Dieses Allialoid ist in dem ICraute enthalten und bedingt die Sclih-i'e desselben. Aus der W u r ael konntc es niclit erlialten wcrden. Die Darstellung
ist folgende. Die von der 1,Viirzel und den BlurnenElatterii gesonderte einjiilirige Pflanze ivird mit etwas
Essigsaure angestofsen, ausgeprelbt, der Saft erhitzt, uni
das Cjhlorophyll abzuscheiden, colirt urid niit Amrnoniak
gefallt, wodurch ein NiederscIilag entsteht, der, neben
Glaucin und Hare, phosphors. Kalk, phosphors. Ammoniak - Bittererde, braune hurnusartige Saure und eine
branne basische Suhstana erithalt. L)er auf einem Filter
gesarnmelte Niederschlag wird in sehr verdunnter Schwetelsaure aufgeliist, wodurch neben Gyps braune humusartige SBure abgeschieden wird. Die braune Saure verhalt sich genau so wie die in1 Chelzdonium enthaltene.
Die abfiltrirte schwefelsnure Aufliisung wird m i t ihrem
gleichen Volum Alkohol gemischt und mit Ammoniali
zum Ueberschufs versetzt, wodurch noch Kalk und Magnesiasalz nebst brauner Substane sich abscheiden. Der
d a w n abfiltrirten Fliissigkeit w i d Schwefelsaure bis z u r
sauren Reaction zugesetet, d e r Alkohol abdestillirt, und
die riickstiindige concentr. wassrige Liisung von nocli
ansgeschiedenem brauneri H a r t e getrennt. Die klare
Aufliisung wird darin mil Glaubersalz gesattigt und mit
Animoniak gefiillt. Man erhalt eine pechartige Masse,
die mit Aether ausgezogen wird. Die btherische Aufliisung liiuterlifst nach Verdunsten eine klebrige terpcntinartige Masse, die nacli langerm ErwPrmeu erlraltet,
und zu einem weirsen Pulver sich zerreiben lifst. Dieses wird in heil'sem Wasser geliist, nach Verdunsten der
Liisnng erhiilt man das Glaucin in perlniuttergl#nsenden schuppigen, rindenfiirmig zusammengehauften Krystallen.
Obwohl durcli die Anwendung des Glaubersalzes die
Lijslichlreit des Glaucins in Wasser verrnindert wird,
so verliert man nach dieser Methode doch immer noch
vie1 davon.
Besser ist es daher, nach fol ender W e i s e zu verfahren. Der WeklErte Saft wird t furch Eleisalze gefiillt,
aus der vom hiederschlage abfiltrirten Flussigkeit der
Bleiiiberschds dnrch Hy drothiondnre entfernt, und aus
8) einen gelben
294
Glaucium luteurn.
dem neutralisirten Safte das Alkaloid durch Eichenrindendecoct gefallt. Der Niederschlag wird nach Amwaschen noch feucht mit Alkohol und Kalkhydrat in
gelinder W a r m e behandelt, Durcli die filtrirte Aufliileitet man Kohlenslure z u r Entfernung eines Kalkriic haltes, wornach man den Alkohol abdunstet und den
Ruckstand mit wenig Wasser behandelt, worauf das Alkaloid ziernlicli weirs cnruckbleibt, ein kleiner T h e i l
aber rnit brauner Materie sich aufliist. Das so erhaltene Alkaloid liist man in heirsem Wasser und bringt
es durch freiwilliges Verdunsten der Auflosung cur Krystallisation. Tliierkohle kann man zur Reinigung des
Glaubersalzes nicht anwenden, weil sie das Glaucin aufnimmt.
Das Glaucin erhElt man, wie aus dem Vorstehenden
sich ergiebt, in verscliiedenen Zustanden j durch Verdunsten der wksrioen Auflosung in kleinen schuppigen
Krystallen, ails derdatherischen Liisung als eine klebrige
terpentinghnliche nacli und nach harzartig erhlrtende
Masse, aus seinen Salzliisunoen durch Ammoniak als eine
kEsiwe Masse, die naoh n n 8 nach briichig iind dunkler
wirz, wie Jalappenharx. Schon unter dem Siedepuncte
des Wassers schmilct es wie Oel. Es schmeckt bitter,
schr scharf. In Aether und Alkohol ist es leichtliislich,
auch in Wnsser, besonders heifseni, ist es liislich. An
der Luft, namentlich im Sonnenlichte, nimmt es einen
riithliclien Schein an. M i t Sauren bildet es nentrale,
bretinend scharf sclimeckende weirse Salte, die durch
Gallustinctur gefallt werden. Bei der Darstellung der
Glaucinsalze, und namentlich bei der Darstellung des
schwefelsauren Glaucins, wird ein Theil desselben oft
zersetzt und i n eine rothe Materie versndert. E r h i k t
man Glaucin und Schwefelslure, so bemerkt man weder Verkohlnng noch Entwicklnng von SchweflichtsEure;
man erhalt eine indigviolettgersrbte Aufliisung, nnd alles
Glancin ist umgewandelt, ohne dafs ein anderes Zersetzungsproduct sich gebildet hat, Wird diese schwefelsaure Aufliisung mit W a s s e r verdiinnt, SO erscheint
sie dunkelpfirsichroth nnd Ammoniak bewirkt darin einen indigblauen Niederschlag, der sich in Sauren mit
rother Farbe aufliist und durch Alkalien daraus unverSndert blau wieder efallt wird.
Glauciumsaure. giese stimmt in allen Eigenschaften
mit der FumarsBure iiberein.
Chelerythrila. Dieses ist in der W u r z e l der Pflanzc
enthalten, a m dem Kraute konnte es nicht dargestcllt
"""E
295
Glaucium luteum.
werdei. Die getrocknete gepulverte W a r z e l wird durch
mit Edosaure angesanertem Wasser am ezogen, der
Auszug dhrch Ammoniak geFillt, der NieI
! erschlag getrockne, zerrieben, mit Aether ausgezogen und diese
Aufliisnig dem Verdunsten uberlassen, woranf eine weifse
terpenttartige Masse hinterbleibt, die fast reines Chelerythrir. ist. Man liist diese Masse in miiglicbst wenig
Salma uq entfernt die iiberschiissige Sauce durch Verdunsten, wascht den Ruckstand mit Aether, d e r etwas
Grunliate aufnimmt, und salzsaures Chelerythrin hinterIafst, wtlches man i n wenig Wasser aufliist nnd der
Liisung tin gleiches Volum concentr. Salzslure zusetzt,
wodurchzich salzsaurcs Chelerythrin niederschlagt, welches man auf einem Filter auswascht. Sobald die freie
Saure enternt ist, Iiist sich dau salzsaure Chelerythrin,
welches mcli freiwilligem Verdunsten in schiinen hochrothen Naieln lcrystallisirt und aus welclien man diirch
Ammoniak Liisen des Niederschlags in Aether, Zutropfen von wcnig Wasser und freiwilli es Verdunsten das
Chelerythrn in reinen weirsen durc sichtigen Krystallen erhblt.
Bei vencliiedenen Darstellungen des Chelerythrins
aus der Wwzel beobachtete P r o b s t auch eine blaue
Substanz, die er Glaucorin genannt hat, aber nicllt diejenige ist, dit durch Einwirkung von Schwefelsaure auf
Glaucio entstdit. Das Glaucotin scheint sich ebenfalls
durch Einwirhng von Schwefetsaure auf Chelerythrin
EU bilden.
n i r d die Aufliisung des Chelerythrins in
verdunnter Sclsvefelsaure mit concentr. Salzsanre vermischt, 80 setzt sich, wahrend die Flussigkeit die rothe
Farbe verliert, md schmutzig - braunrotk wird, salzsanres Chelerythrir daraus ab j wird die davon getrennte
Fliiusigkeit mit hnmoniak gefallt, so erhalt man einen
rotliblauen Niedwschlag , das Glancotin, der i n absolutem Alkohol lislich ist; Aether wirkt wenig darauf,
von Sauren aber wird e r mit gruner Farbe aufgeliiat,
Ammoniak schlagt die blaue Substanz aus ihren sauren
Aufliisungen unveyandert nieder. Ih re alkoholische Liisung schmeckt sebr bitter ; sie nentralisirt die Sauren,
und ihre Verbindunueu damit haben i m trocknen I M ~
stande eine dunkelgr%ne Farbe. Die salzsaure Verbindung ist in Aetber unliislich und schmeckt bitter nnd
scharf
Ais der W nr zel von S a n g h a r i a canadensis stellte,
P r o bs t auch das yon D a n a beachriebene Sam uinarin
dar, IU der Erwartung, nach Aufiindung des ghelery-
%
296
Glaucium luteum.
thrins i n cwei Papeveraceen, dars es damit identisrh sei.
Dieses fand sich anch viillig bestatigt. Aufserden aber
fand P r o b s t noch ein anderes weifses Alkaloid .n dieser Wurzel.
Glaucopicrin. Dieses Alkaloid hit i n der V u r z e l
enthalten. Die Darstellung ist fulgende. Die nit Ammoniak niedergeschlagenen essigsausen Wurcehuszuwe
werden mit Essigdure wieder neutralisirt und rnit fichenrindendecoct gefallt. n e r Niederschlag wi*d noch
feucht mit Kalkhydrat und Weingeist gelinde e w l r m t ,
durch die abfiltrirte Fliissigkeit Kohlenslure geleitet,
Bur Entfernung eines Kallrriickhalts, der W e i q e i s t abdestillirt, und d e r Riickstand verdunstet. Der Rickstand
wird mit Aether erschiipft, die atherischen liisungen
werden verdunstet, und der Riickstand mit shr wenig
Aether behandelt, der reineres schwerliisliches 3laucopicrin zuriicklafst, das durch Liisen in heirsen W a s s e r
und freiwilliges Verdunsten in meifsen kiirrjgen Krystallen erhalten wird. Es ist lnftbestandi In Wasser
lvalich, mehr in heirsem als i n kaltem. n Alkohol ist
es liislich, weniger in Aether. Durch Thielkohle wird
es aus seinen wassrigen Liisungen niedergrissen und
kann deshalb dadurch nicht gereinigt werden. Es schmeclit
bitter, neutralisirt die Sauren und giebt tamit weifse,
sehr bittre und ekelerregende Salze. Das silzsaure Glaucopicrin erscheint in durchsichtigen glasg Enzenden biischelfiirmig vereiniden Prismen oder rhtnibischen Tafeln. Das schwefeLaure Glaucopicrin w r d dargestellt
durch Sattigen der wassrigen Lvsung des Glaucopicrins,
SIttigen mit verdiinnter Schwefelsaure, ind freiwilliges
Verdonsten der Liisung. Das Verhalta des Glaucopicrins gegen Schwefelsaure ist sehr charakeristisch. W i r d
es damit erhitat, bis die Schwefelsaure infiingt zu dampfen, so f i r b t es sich, ohne dafs Schmflichtslnre entweicht, grasgriin und wird in eine zlht kautschukartige
Masse verwandelt, die weder in Wasler noch i n Sauren nnd Ammoniak Iiislich ist. D i e s Z e r s e t z u y des
Glancopicrins findet schon statt, wenn casselbe mit uberschiissiger Schwefelsaure auf dem Wasserbade erhitzt
f
wird.
W a s den Farbstoff der Bliithe des Glaucium 'uteurn
betrifft, SO hat dieeer eine grofse Aehnlichkeit mi! dem
Blattgelb, nach B e r z e l i u s , und ist vielleickt damit
identisch.
In den botanischen Schriften findet man die Aigabe,
dafs Glaucium luteum einen gelben Milchsaft habe. Die-
Javanisches Upasgift.
ses ist aber unrichti
297
.
Das Kraut hat einen wassrigen
weifsen Saft. D i e d u r s e l ist gelb, aber nicht der ausfliefsende Saft *).
->**-
Ueber das Javanische Upasgift.
E i n e Quantitit des uiiniittelbar aus dem Upasbaume
Anliaris tosicaria) durch Einsclinitt a gesammelten und
mit Spiritus conservirten Saftes, also nicht das durch
verschiedene Einmiachungen xubereitete Gift, hatte G. J.
M u 1d e c durch Hrn. Prof. B 1urn e i n Leyden erhalten.
Er hat dieses einer genauen Analyse unterworfen und
in den1 bei looo (3. getrocheLen Safte gefunden:
Antiarin ........ 3,56
Antiarharz
.20,93
E i w e X s . . ...... .16,14
Gummi..
.12,34
Myricin..
7,U2
Zucker .......... 6,31
Extractivstoff ..
--.33,70
-100.
.....
......
.......
Das Eitoeifs, Gummi und Aniiarharz wurden in Bezug
auf miigliche W i r k u n g i n die Wuildc eines Caninchens
gebracht , aber ohne nachtheilige Folgen hervorzubcingen.
Das Aniiarharz, welches b e r g t s auch P e 1 1e t i e r und
C a v e n t o u untersuchten, bildet einen Haupttheil des
Upas. Es ist weirs, geruchlos, von 1,032 spec. Gew.,
auf dem Bruch glasartig, lCI'st sich pullern, kleht aber
zwischen den Fingern, schmilzt bei 160° C. und kann
dann bis zu 225O C. erhitzt werden, d i n e seine Farhe
zu andern. Es liist sich in 324 Th. Alkohol von 200 C.
a n d i n 44 Th. siedendem, so wie in 1,5 Th. Aether von
200
c.
Die alkoholische Liisung, rcthet Lackmus nicht, wird
aber durch Bleizncker gefallt. Der Niederschlag besteht aus :
...23,44
......76,56
Bleioxyd.
Harz..
100.
Die Analysen des Harzes fiihrten zu d e r Zusammensetzung :
*) Annal. der Pharm. XxXI,241.
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