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dusdehnungscoef#cient der Gasarten.
barlieit der ersteren beruht wahrscheinlich darauf, dars
sie bei einer gewissen Temperatur vorher amorph
wird *).
-*--
Ausdehnungscoefficient der Gasarten.
-
__
I ) e r von G a y L u s s a c aufgefundene Ausdehnungscoefficient d e r Gase 0,375 hat die vor einigen Jahren
angestellten Versuche von R u d b e r g zweifelhaft gemacht. hls Mittel seiner Versuche giebt dieser Physiker
demselben den W e r t h 0,3646. R e g n a u l t hat neue
Versuche uber diesen Gegenstand aufgenommen, bei
denen er aber verschiedene Methoden, die Ausdehnung
eu messen, befolgte. Die Mittel seiner vier Reihen von
Versuchen er aben 0,36629, 0,36633, 0,36623, 0,36665;
so dars also
allgemeine Mittel 0,3665 einen etwas
griifsern W e r t h hat, als d e r Rudberg’sche Coefficient.
Bei weitern Untersuchungen, angestellt u m z u erforschen, ob alle Gase wirklich urn denselben Betrag
f u r gleiche Quantitaten d e r WErme ausgedehnt wiirden,
und von welchen vorlEufig n u r die mit dem Kohlensiiure as ausgefiihrten veriiffentlicht sind, zeigte sich,
d a b 8iesGas zwischen Oo und looo einen griirsern Ausdehnungscoefficienten besitzt, R e g n a u 1t fand denselben
namlich in zwei verschiedenen Apparaten im Mittel
= 0,96896 und 0,36850. So wenig also die condensirbaren
Gase dem Mariotte’schen Gesetze so genau folgtm als
die nicht condensirbaren Gase, so wenig scheinen s1e auch
durch die W a r m e so regelmafsig wie diese ausgedehnt
m werden. (Auszug aus dern Compt. rend. 1841. 2.Se-
8s
mestre. 1077.)
---
Lithofellinsaure.
--
D i e vom Prof. G ii b e 1 zuerst aufgefundene Lithofellinsaure wurde aucln von W6 h 1e r beobachtet in einer
Concretion aus einer pathologischen Sammlung, leider
ohne Bezeichnung. Aus der Farbe und dem der Substane
beigemeqgten, dem Gallenfarbstoff Zhnlichen Kiirper liers
sich schlrersen, dafs sie ein Gallenstein wahrscheinlich
eines auslandischen Thiares sei. Sie wog 40 Grm,, hatte
*) Gijtt. gal. Anzeigen 1841. No, 179
Lit fiofellinsaure.
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eine eifiirniige Gestalt, eine hellbrsunlich grline Farbe
u a d Wachsglanz. Sie bestand aus einer rofsen Anzahl
diinner, leicht von einander abliisbarer !chicliten von
abwecliselnd dunklerer und hellerer Parbe, ohne alles
krystallinische Gefiige. Sie enthielt eine A r t von langlichem Kern, eine dichte braune Substanz, die i n d e r
Hauptsache sich wie die iibrige Masse des Steins verhielt, indesseii n u r halb schmola und nach dem Verbrennen eine gelbliche Asche hinterliers, die alkalisch
reagirte und phosphorsauren und lrohlensauren Kalk
mit Spuren von Eisenoxyd enthielt. Die eigentliche
Masse des Steins schrnola sehr leicht, \vie Wachs, stiefs
dabei weifse, schwach aromatisch, nicht brenzlich riechende DEmpfe aus und verbrannte mit leuchtender
Flamme, fast ohne Riickstand. I n heirsem Alkohol mar
sie, bis auf einen kleinen braunen Riickstand, vollstandi
iiislich. Die Liisung hatte eine griinliche Farbe un
setate das Aufgeliiste beim Erkalten, jedoch nur sehr
langsam, i n kleinen glfnzenden allmEhlig zu Rinden sich
vereinigenden Krystallen ab. Durch wiederholte Aufliisung in Alkohol und Behandeln mit Thierkohle wurde
die Lithofellins6ure vollkommen farblos erhalten. Sie
bildete, mit Ausnahme der geringen Menge farbender
Materie, die ganee Masse des Steins.
Die Krystalle der Saure sind stets sehr klein. Unter
dem Mikroskope erscheinen sic als klare, niedrige, sechsseitige Prismen mit gerade angesetzten Endflachen. Sie
sind hart, leicht pulverisirbar, in Wasser unliislich, in
bedeutender Menge liislich in heirsem Alkohol, jedoch n u r
sehr langsam, und eben so langsam wieder herauskrystallisirend. Die Liisung reagirt sauer. I n Aether ist sie n u r
wenig liislich. Sie schmilzt bei 205 OC.und erstarrt, wenn
man sie nicht dariiber erhitzt hat, wieder k r y s t a l h i s c h
undurchsichtig. W u r d e sie aber n u r wenige Grade
daruber erhitzt, so erstarrt sie au einer klaren, glasigen,
durchaus unkrystallinischen Masse, die durch Reiben
stark elektrisch wird. Giefst man Alkohol darauf, so
verbreitet sich pliitzlich darin mit einer gewissen Regelmaibigkeit eine grorse Anzahl feiner Spriinge, und lafst
man eine selbst ganz diinne Schicht AIkohol darauf liegen,
so fiingt die Masse bald an, sich in ein Aggre a t von reelmafsigen Krystallen zu verwandeln. Der mer wiirdigste
bmstand aber, den diese glasige amorphe Lithofellinsaure
niedriger
zeigt, ist, dafs nun i h r Schmelzpunct um lQQo
ist, als der der krystallisirten; sie schmilzt awischen
105 und l l O o zu einer zahen fadenziehendenMasse. I n
13*
8
i
Lithofellinsaure.
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Alkohol aufgelijst, bann sie wieder krystallisirt erhalten
werden. Erhalt man sie langere Zeit bei einer gewissen,
noch naher LU bestimmenden Temperatur uber ihrem
Schmelzpuncte fliissig, so erstarrt sie bisw-eilen bei dieser
An der Luft bis
Temperatur wieder krystallinisch.
zum Schmelzen erhitzt, verfliichtigt sie sich in weirsen
Dampfen von schwachem aromatischem Geruch. Sie
verbrennt mit leuchtender rursender Flamme.
I n kaustischem und kohlensaurem Ammoniak ist-die
Saure leicht liislich. Beirn Verdunsten bleibt sie ammoniakfrei zuriiclr. Die Lijsung fallt nicht die Kalknnd Barytsalze. In kaustischem Kali ist sie leicht und
i n grofser Menge liislich. Gesattigt ist die LSsung nur
schwach alkalisch und hinterlafst beim Verdunsten eine
klare ummiahnliche Masse, die in Wasser leicht liislich,
in Ka i unliislich ist. Die Liisung wird durch Salmiak
rnilchig ; Sauren bilden darin einen weifsen, dicken,
wie geronnenen Niederschlag, der aber bald zusammensinkt, pulvrig wird und nach dem Trocknen weirs und
erdim aussieht. Unter den1 Mikroskope sieht man, dars
er tfnrchaus nicht krystallinisch ist, sondern aus sehr
kleinen durchsichtigen Kiigelchen besteht. Er ist offenbar die amorphe VarietM der Lithofellinsaure, auch
schmilzt e r schon bei 105O. In der Concretion ist sie
i x ~derselben Form enthalten.
Die Liisung des gesattigten Kalisaazes giebt mit
neutralen Silber- land Bleisalzen weifse Niederschlage,
die beim Erhitzen der Fliissigkeit weich und pflasterartig werden. Das Silbersalz liiste sich b e i d Auswaschen
fortwahrend auf. Die Lijsung setzte beim Abdampfen
eine faltige Haut, wie Rahm auf Milch, und trocknete,
ohne z u krystallisiren, ein. Das krystallisirte Salz, dessen
E t t 1i n g nnd Wi 11 erwahnen, hat W. anf diese Weise
aicht erhalten.
Die Lithofellinsinre ist i n concentrirter Schwefels b r e liislich, durch Wasser wird die Lijsung niilchig
triibe. In concentr.Essigsaure ist sie in grofser Menge
liislich.
Die Zusammensetzung ist nach Wii h 1e r :
-
P
Atome
40
70,83
12
10,48
8
1869
0 P8,57 _ _
__
100,o
100,o *I*
G6tt. gel. Anzeigen. 1841. No. 178.
C 70,83
H 10,60
--
*)
71,09
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