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122
Vierte Abtlieilung.
Allgenreiner Anzeiger.
Anzeiger der Vereinszeitung.
Notizen aus der Generalcorrespondenz des
Directorinms.
Se. Exc. Hr. Minister E i c h h o r n in Berlin: EmpfangsanHr. Krcisd. und Prof. E r d m a n n in Berzeige des Archivs.
Hr. Viced. Dr. M e u r e r
l i n : Die Generalversammlung betr.
i n Dresden: Beitr'a'ge f u r die in Hainburg und i n Sachsen abgebrannten Collegen betr. ; iiber die Assecuranz unter den Apothekern und die Versammlung des Vereins i m Vicedirectorium
Hr. Viced. Bo11e i n Angermunde: Ueber die GeSachsen.
neralversammlung und die Lesezirkel. - Hr. Yiced. Dr. B l i i l 1e r in Emmerich : Ueber die Versainmlung in Diisseldorf.
Hr. Viced. B u c h o l z in Er f ur t : Ueber die Gehlen-Buchel7.TrommsdorPsche Stiftung. - Hr. Kreisd. W a c k e n r o d e r i n
Burgdorf : Beitrige f u r die in Hamburg und Berga abgebrannten
Hr. Director und Hofrath D u M d n i l i n W u n Collegen.
storf : Dank fur die Theil~rahmedesVereins an seinein Jubiliium.
- Hr. Viced. L i p o w i t z i n Lissa: Die Feuerversicherun sbank
Hr. Kreisd. K e r s t e n s i n St a d e :
fur Apotheker betr. etc.
Ueber Angelegenheiten des dortigen Kreises und Beitrawe f u r
die Abgebrsnnten.
Hr. Viced. B u c h o l z i n Gotha: Xufruf
den Collegen M o t z in Tambach; die
z u r Unterstiitzun
Versammlung in otha betr.
Hr. Apoth. R o s t e l i n Landsberg : Instruction f u r die Gehulfen betr.
Hr. Kreisd. S e y l e r
i n Hessen: Ueber Angelegenheiten des dortigen Kreises.
Hr.
Apoth. S c h l o t f e l d in Oschersleben durch Hr n. Viced. Dr. B l e y
in Bernburg : Ueber mehre medicinalpolizeiliche Gegenstande.
- Hr. Apoth. K o r b e r in Lauenbur : Ueber Angelegenheiten
fir. Apoth. v o m B e r g in
dPs Vereins i n dorti p r Gegend.
Kerpen: Die Denksctrift etc. betr.
Hr. Apoth. I n g e n o h l
in Hocksiel: Ueber den dort gebildeten Verein, m i t d e r Tend m z , den Interessen des Apothekerstandes und d e r Pharmacie
cine zeitgemafse Stellung zu geben; Bericht iibcr die gehaltene
Versammlung dieses Vereins. - Hr. Viced. D r e y k o r n i n Biire l : Ueber Angelegenheiten de r dortigen Kreise.
Hr. Viced.
6 r . H e r z o g i n Braunschweig : Ueber Anlagen beim Archiv u n d
iiber die auf dein Ferdinandsbade bei Helmstldt gehaltene Versammlun des Vereins. - Hr. Apoth. L i i d e r s e n zu Nendorf:
Das J u b i k u m des Hrn. Directors und Hofraths D u M B n i l betr.
Dankschreiben f u r die Ehrenmitgliedschaft des Vereins und
fiir die Ernennun: zuin correspondirenden Blitgliede gingen ein :
von den Herren Geh. Medicinalrathen Dr. K l u g e , Dr. S c h u l z e
urtd Dr. A l b e r s in Berlin, von Hrn. Dr. S p i n o l a daselbst,
von Hrn. Probirer H e i n e in Eisleben, von Hrn. Gehiilfen Miill e r in Lage, von den Herren Apothekern W u n d e r und S c h i f -
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Allgemeiner Anzeiger.
I23
f e r in Gratz, von Hrn. Obercastellan R e i c h e n b a c h und Hrn.
Hofgartner F i n k e l i n a n r i i n Potsdain.
Beitrage Zuni Verrinskapitale : von den Herren Apothekern
W u n d e r und S c h i f f e r i n Griitz.
Beitrage zur Gehiilfen- Unterstiitzungskasse : von Hrn. Gehiilfen M i i l l e r in Lage, von Hrn. Pharmaceuten W o l f f g r a r n
io Swinemunde.
Gesuche uin Unterstutzung: von Hrn. Apoth. H i l b e r t z i n
Bledebach.
Beitr'age zum Brchiv: von den Herren Apothekern S t u m c k e in Burgwedel, Dr. G r a g e r in Miihlhausen, A v e m a n n in
Werlte, D e i n o n g i n Sarstedt, R l e i e r in Friedland, I n g e n o h l
i r r MocksiP1, von den Herren Vicedirectoren L i p o w i t z in Posen, Dr. R l e y i n Bernburg, Dr. M e u r e r in Dresden, von Hrn.
Ih. R a b e n h o r s t i n Dresden, von Hrn. Kreisd. J o n a s i n EiIrnburg, von Hrn. Probirer H e i II e in Eisleben.
-____
Handelsnotizen.
-_
Amslerdam, den 9. September. Mit Zuclcer wird es angenehmer, die Auctionspreise sind allgemein iiber die taxirten
abgelaufen.
Bremen, August 1842. Aloes ist i n Folge vermehrter Zufuhren etwas im Preisa gewichen ; AmygdaIae behaupten bei ziemlich regelniafsi ein Absatz ibren seit einigen Monaten eingenommenen Stand; % d s . copaivne ist iiurscrst billig, dagegen macht
sich d e P e r u r a r ; Camphor schwankt und obschon seit einiger
Zeit p e h r e s davon angebracht ist, wollen die lnhaber noch nicht
7.u billigen Preisen losschlaoen; Cantharides sihd lufserst billig,
allein auch viele Mittelquali?:iten im Handcl; Caryophilli ef Cassia
cinarnom auch williger zu haben; nach China und damit verwandte Pr'aparate wenige Frage, daher Preise sehr nominell; von
Cort. aurant. et Citri erhielten w i r Zufuhren i n schoner neuer
Waare; Crocus bleibt bei sehr beschrlnktem Vorrath hoch; Gallen
sind stark im Preise gefallen; von Gummi haben i n allen Sorten
reiche Auswahl, nur schade, dafs der Bedarf davon abgenommen
zu haben scheint j Quecksilber behauptet seinen hohen Standpunct,
da die Factorei sich nicht zu ms'fsigern Preisen verstehen will;
die letzte Erndte der Manno w a r sehr srgiebig und ist i n allen
Sorten billig zu notiren; schoner Cuba-llonig i i t kiirzlich ziemlich
vie1 angebracht, mehres davon versandt, a b e r auch noch stets
zu m'afstgein Preisc zu haben ; Moschus lleibt in schiiner Qualitzt selten, die abwechselnd seit verwichenein Friihjahre eingetroffenen Zufuhren waren mehrst niir mittelmafsige Qualit'rit in
zum Theil geniiheten Beuteln und mit starker Bauchhaut versehen; Bergamoftol ist selten und hoch im Prrise, dagegen Cifri
sehr billig; von Leberthran traf so eben neue Zufuhr ein, i n
aufserst schiiner Qualitiit und w a r diese UIII so willkommener,
als bei der taglich sich mehrenden Frage gsnzlicher Mange1
eingetreten war; Baum- el Prouencorol sind mlfsig im Preise;
Opium ist in schoner trockner smirnaer Qualitat billig; von Supholz erhielten wir kiirzlich das beliebte Bayonner i n kriiftigen
im Rruch goldgelben Sliicken, melches deirr seit einiger Zeit
124
Allgeirteiaer Anzeiger.
inehrst in1 Hdndel gewesenen Alicanler vorzuziehen ist ; Jalapu
wird n u r marsir angebracht so wic Senega beinahe mangelr,
von Rhabarber i% noch iminer kcine schone Auswahl und kleine
abwcchselnd angebrachte Ziifuhren lassen vieles in Riicksicht der
Qualitat 211 wunschen iibrig, da solche mehr oder weniger gebtochen, deshalb die gute moscoraifische iminer noch dia billigste
ist; griter weirser Sngo ist r a r ; Sternanis gewichen; Sent. canae
in hubscher griiner W a a r e aufserst billig; Succ. l i q u i d . bleibt
fest im Preise, d a grite calabrischc Sorte stets gesucht ist; Schwefel
in Stnngen et Bltithe bedwtend billi er; Tartar. depurat. in gutcri
reinen Qualitliten schr bcgehrt j T!ee etwas gewichen; Vanille
i n ausgezeichnet schoner, s c h w a n e r krystallisirter Waare sehr
einpfehlungswerth.
Coblenz, Medio September. Rhad. Rhei bleibt hoch, und besonders auch die moscowitische in frischer Qualitiit.
Aloe‘, Aniigdalae dulc. et 01. amigdal., Arrow-root, eine sehr
gute ostind. Sorte, Bnls. Copaiv., Camphor, Cantharides, China
re g ia et Chinin, Gallus, Opium, bestcs smirner, Sfern-Anis, sehr
schonen, frischen, korni ten Sem. Cinae etc. offeriren w i r vortheilhaft, sowie w i r a u c f schiine Fol. Sennae alerandr., wogegen
die Fol. Sennae ostind. sehr gestiegen sind; desgleichen sirill
Nelken, Macia el Macisnusse, Saffran, Cubeben, Copal, SchelIack,
01. anisi, 01. Cassiae, Salpeter, 01. Cariophyllor., 01. Terebinth.,
Terebinth. venet. etc. theurer geworden.
Der diesjahri e E r t r a g der Essenzen, wie 01. Bergamotl, Cifri,
porlogall. el nerofy, wird nicht r e i c h l k h ausfallen, die meisten
Veranderungen aber haben die Preise der
Vegetabilien erlitten. Durch die anhaltrnde Diirre und Hitze
war der E r t r a g im Durchschnitt ‘aurserst gering, von manchen
ist fast nichts zu haben. Von neuem Herb. aconit., alfheae, basilic.,
gratiol., hysopi et salviae sind nur majoran., menthae, melissae et
rufhae, die sainintlich s e h p r a r sind, haben w i r Vorrithe in moglichst guten Qualititen, theils eingethan, theils am W e g e ; n u r
die Mentha pip. und Melissen in puren foliis werden sehr sparlich
zu haben scin. - Floreschumom. rom. sind rar. Die Sammlring
der %or. chamom. vulg. ist i m Allgemeinen nicht so reichlich
ausgefallen, wie es Anfangs den Anschein hatte, und man erwartet spater hohere Preise. Von Wuraeln und Samereien sind
viele sehr knapp gerathen, und n u r zu theurern Preisen zu erhalten, wie Rnd. altheae, angelicac, tnulae, graminis, vulerianae,
Sem. anisi el foenicul. saxon., Sem. carvi, coriandri, papaver., einapis etc.
Dresden, Ende August 1812. Aenderungen im Stande der
Drogqenpreise waren i n letzter Zeit meistentheils sinkend. Tlieils
druckt vermehrte Production die Preise herab, theils f u h r t hierhin die immer leichter und regelmahiger gewordene Verbindung
init den uberseeischen Lindern. Dann fie1 im letrten Vierteljahre die Einkaufs - Concurrenz Hainburgs f u r manche Artikel
weg, welcher Platz ziemlich speculativ ist und 60-t hkiufig die
Preise durch seine Unternehmungen hoch treibt. Der chinesische Krieg iibt manchen EinfluL, doch ist zur Zeit noch keine
vollige Unterbrechung des Handels init diesem Landc eingetreten, und es ist eben kein Mange1 an den chinesischen Artikeln,
nachdem ohnlangat Camphet und Rhabarber wieder in ansehnli-
Allgerneiner Anzeigt-r.
125
chen Parthien von clort zugc.fihrt wurden, die beiin Campher
inoinriitan billigeren Preis bewirkteri, und von Ithabarter bessere
Auswahl feiner und frischer Qualitlt darboten, welche total
fehlte, dnher die frische M’aare schnell wiedei. abgeht. I n dieS e n I-Iinsichten ist es rrthsain, sich jetzt lnit Rad. Rhei und m i t
Campher zu versorgen.
Uic. ausnehinede Diirre dieses Jahrs h a t vielen inlandischen
VcgPtabilien geschadet, so wie sie fiir die Sainen-Emten fiirchten lafs t . Einstwei len sind Amyium, A lkohol, Graupen, KarlaRef-Sago
wegen Mirsernte dcr Friichte gestiegen, so a u c h sind Ffor. Chan ~ o m .Rom. dieses J a h r rar und theuer, uiid dassi.lhc gilt leider
von vielen , Gartenproducten, w i e auch von wild wachsenden
Yflanzen.
Aerugo Gallic. ist billioer geworden.
Aloe surcotrina kam fr?scIi, doch bei dPr Soinmerhitze weich
von Qualitat an, und steht billiger ein.
Aloe hepat. s er . wegen schoner Beschaffenheit besonders zu
em yfehlen.
Bolsom Copaiuae und de Peru beharipten die Preise. Letzterer ist gesuchter und hat Neigung zuin Steigen.
Cantharides sind r i e l gesainnlclt wordpn.
Castoreuin Canadrnse i n schiiner und grofser Auswahl vorhanden.
Copaf die harte ostindische Sortc! s e h r knapp ...
Cort. Auranlior. von Mallam schon von Qualitat, doch etwas
theurer, wahrerid COTI.Cilri k l l i g c r geworden. Wir inachen
aufmerksain auf besoriders diinn ausgeschllte Corl. Aurantior.
Crocus ist i n Frankreich seltcn und es werdch heuer noch
hohcre Preise gefordert.
H o t . Chu~norn.vulgar. reichlich geerntet und billig, ebcnso
Flor. Verboeci, wahrend Flor. Hosar. fehlen.
Hb. Salviae knapp.
Hb. Menthae pip., Crisp. und Melissoe i n schiinem Blatt vorrathig.
Damar geniefst stets grorsere Frage und wird, so oft eine
Zufuhr ankoinint, rasch meggekauft.
Gallae reichlicher Vorrath und billiger.
.Kali carbon. kostet derinalen unser fast total reinee Iltyr.
nicht inehr, als das im Preise gestiegene viel geringere Rum.
Product.
Manna steht sehr niedrig iin Preise und je nachdem die
heurige Sammlung fehl schligt odcr reichlich ausfallt kann
Manna bald ihren Standpunct undern.
01. Anisi und Foeniculi gestiegen, weil die Samereien aufschlugen.
01. Aurantior., Bergamott. und Cedro stehen so niedrig im
Preise, d a h daran w o h l n u r zu gewinnen ist. Wir besitzeri das
feindte Product von Messina i n starken Vorriitheri; nekenbei inachen w i r auf diese Oele in rectificirter weifser Heschaffeiiheit
aufinersam, SO wie auf das viel feinere, durch Destillation iin
Kleinen gewonnene Product, ferner auf extrastarke und vorziigliche Qutntessenz von 01. Lauandulae.
01. nlenthoe pip. Anglic. extrafein, idem German. und Anieric.
bei gleicher Reinheit doch ziemlich oerschieden, j e nach der
bei der Raccolte und Destillation angewendeten Auswahl und
dorgfalt.
-
,
Allgemcinrr Anzeiger.
126
OI. L a w . express. wird wieder reichlich gewonnen.
01. l’apauer ist in frischer Waarc knapp, weil d e r Sainen
stieg und aufserdein w r g r n Wasserinangel iricht Oel geschlagen
wertlen konnle.
01. Ricini in frischer, wasserheller Qualitat billig.
01. Rosar. hat seit Jahren so niedrig im l’reisc nicht gegtantlvn, a l s es jetzt d w Fall ist.
oi. Therebinthinae Gullic. ist in Frankreich rasch um circa
3 Thlr. p e r Centn. rstiegrn, weil Englands neiier Tarif drssen
Einfrrhr gestattet. %riilrer konnte i n England n u r cauadisches
eingcfuhrt werden.
Opium opt. hat den Speculanten i n England grofse Verluste
geinacht. E s ging ohnliiiigst eirr starker Posten tiirkisches Opium
I I I Londoner Auction abernials billiger ab, weil Ausfuhr nach
China gelieinmt ist.
Rod. Althaeae mund. wird erst spster geerntet und kann bci
der heurigen Diirre leicht inifsratlien und t h r u r e r werden. Die
von 1841 sind schijn und billig und bei uns noch reichlichvorhanden.
B a d . Rhei Moscoait. ist fiir die feineren Sorten von dein russischen Gouvernement aids Neue erhoht worden.
Had. Galangne, Liquirit. Hysp., Sassaparill., Serpeniariae, Sctn.
Anisi stellaii, Sem. Lycopodii, Sulphur und Sulphur depurnt. sind
insgesainint billiger geworden, ebenso Scm. Cinae, und dieser bei
besonders schonen grunen Korn.
Zincurn ward stark nachEngland aoagefiihrt und daher theurer.
Therebinthinae com. iind laric. reichlicher geerntct und i n
schijner Auswahl vorhanden.
v a n i f l a habcn w i r i n drei schonen Abstufungen sehr vortheilhaft angeschafft und Bind zii empfehlen.
I n chemischen Producten inlandkcher Fabrikation h a t sich
nichts ver’iindert. Nur blausaures h-ali etwas gestiegen. Chromaauree K a l i knapp, weil die abgcbrannte Fabrik i n Drontheiin
nicht wieder erstand rind w i r auf das englische beschrankt sind.
Chinin w i r d zu merklich gesunkeiien Preiscn jetzt stark gekauft
und ist sobald kein wciterer Abschlag zii erwarten. Pharmareufische Pruparale hiesiger Officinen hei unverinindertcr Giite w e gen Concurrenz rnehrentheils iin Preise herabgesetzt. Phosphor
ist gleichfalls billiger geworderi und es wird n u r bestes Pariser
Fabrkat geliefert. Jod und Jodkolium i n exlrafeinen franzosischen
Fabrikaten sind theurer geworden und init den unreinen englischen Sorten wollen w i r uns nicht befassen.
Von neuen Artiheln Fand Fucus amylaceus, oder Ceylon -Moos,
die Speise der die geniefsbarcn Nester bauer.den Vogel, vielc
Anwendung und scheint mehrfach i n den Arzneischatz aufgenoininen worden zu sein. Ferner haben w i r h i e r neu eingefiihrt : Alumina sulpliurica, reine schwefelsaure Thonerde oder
kiinstlicher Alaun i n Tafeln, circa 30 f ausgiebiger als gew6hnlicher Alnun urrd i n der Farherei schonere Couleuren bewirkend; findet vielen Anklang. Niichstens erhalten wir, w a a wohl
bemerkenswerth ist, das Patchouli- K m u f , von eigenthiiinlichem,
hocht starkem Parfum, und ist dieses noch eine Aufgabe fur
un6ere Botaniker, so wie i n der Anwendung eine solche fiir
Parfumerie Eabrikanten. Von feiuen Haarsiebboden completes
-
Allgemeiner Anzt-iger.
127
Assortimrnt; a u c h i s t feiner gebleichter Shirling zu Enpl. adhaes.
angeschafft worden.
Ilamburg, den 16. Sept. Fur Pfefer werden 3:- 1s. gefordert.
Cassia lignea 10: rs. Ingzrer 2$ P. Maiidcln s i i i d gesucht.
den 30. Sepl. Leberfhran ist wenig vorriithig und werden h 6 h e r e Preiae dafiir grboten.
Der Vorrath von llnumiil i s t s e h r ziisai~imeng~clriickt
und
inan fordert hohers Preise.
Neapel, den 17. Sept. Die Oele sind f r s t e r i m Preise.
Tries[, den 20. Sept. Dic Rosinen- E r n t e ist nach Nachrichten aus Cisine trefflich eingebracht u n d vorziiglich, aber nicht
so reichlich a l s voriges J a h r . \'on Corinlen ist s b e r eben so
vie1 peeriitet, 5 Millionen I'fuiid t r o c k n e W a a r e .
__
.-
-
Erwiedernng auf die iin diesjlhrigen hlaihefte des
Archivs fiir Pharmacie enthaltene Beschuldigung
des Hrn. Apothekers 13 r e n n e r i n Blankenhayn
bei Weiinar.
-I m diersjlhrigen Maiheft des Archivs fur Pharmacic befindet
sich ein Aufsatz des Hrn. Apothekers B r e n n e r in Blankenhayn,
worin w i r des Hausirhandels init Arzneiwaaren heschuldigt werden.
Dieser Aufsatz e n t h i l t eine solche grorse Entstelliiirg e i n e r
einfachen Thatsache, dars w i r n i c h t unihin kiinnrn, hierarif zu
antworten, urn uus i n den Aiigen drrjenigen unserer verehrteri
Geschaftsfreunde u n t e r den H e r r e n Apothekern z u rechtfertigrn,
w e l c h e d u r c h die Mittheilung i h r e s Collegen veranlarst werden
kannten, an unserer stets rechtlichen Handlungsweise einen Augenblick zu zweifeln. H i e r folgt eine getreue Darstellung desjenig e n Vorfalles, wovon Hr. B r e n n e r so vie1 Aufhebens inacht
u n d s i c h n i c h t scheut, unsern guteri Ruf Gffentlich i n Zmeifel
zu ziehen. Als unser Reisende Hr. M e i n h 6 f e r i m MHrz a. c.
auf einer Reise von Rudolstadt n a c h W e i m a r d u r c h Blankenhayn
knni, w u r d e derselbe von einem furchtbaren Schneegestiiber uberfallvn und w a r genijthigt, in letzterein Orte anzuhalten. Er ubergab sein Pferd dem Haiisknecht des Gasthofes und wollte Hrn.
B r e n n e r seinen Beeuch machen, den er jedoch n i c h t zu Hause
traf. Als er i n den Gasthof zuriickgekehrt w a r , sagte ihin d e r
Hausknecht, d a b das Pferd s e h r e r k r a n k t sei u n d d e r W i r t h
r i e t h ihm, sich a n d e n dortiqen Scharfrichter, w e l c h e r a u c h
T h i e r a r z t und sehr geschickt sri, zu wenden. E s wiirden n u n
Flaschen m i t Rad. Genfian., R i d . Calanii und A m [oefida geholt
u n d Hr. M e i n h o f e r stellt es gar n i c h t in Abrede. dafs er sich
bei dieser Gelegenheit als Mann von Fach uber die enorin hohen
Preise dieser Arzneien tadelnd ausgesprochen hat, erklPrt es jedoch fur eine Unwahrheit, dars e r dem Scharfrichter Arzrieiwaaren angeboten oder i h n mit den Preisen derselben bei ul)s
bekannt emacht habe, welches a u c h alle diejenigen bezeugen
miissen, i i e i m Stalle eugegen' waren. Hr. M e i n h 6 f e r h a t iiberdieD bci dieser Gele enheit seinen Verwandten, den H r n . Landkammerrath V. i n B l a n k e n h a p , d e r ebenfalls Kenntnirs d e r
Thierarzneikunde besitzt, u m R a t h efragt und a l l e Mittel, din
Letzterer i n Vorschlag brachte, s i n 3 von dem H r n . Apotheker
B r e n n e r entnommen worden. W a s n u n den Verkauf von Arzneiwaaren an Privatpersonen anlangt, so niiissen w i r diese Beschuldi-
Allgemeinw Anzeiger.
129
p i n g aufs Bestimintestezuriickweisen und fordern Hrn. B r e n n e r
auf,rins solche Privatpersoneii zii nennen, an welchewir Arzneiwaaren verkauft hahen sollen. Allerdin s h a t d e r Hr. Landkainmcrrath
V. eine Hausapotheke, doch hat ferselbe nic von uns Medicainente erhalten, sondern bezieht solche aus einer benachbarten
Apotheke; waruirr er sie riicht bei Hrn. B r e n n e r niinmt, wissen
w i r freilich nicht.
Hr. V. h a t n u r eininal von u n s K a l i ozyntur. und Slronlian zuin Rothfruer erhalten, welche beide Artikal
e r dort nicht br~koinineii konnte und die w i r allerdings t i g l i c h
2 1 1 gleichein Behuf a n Privatleute abgeben.
Auch haben w i r
deiii dortigen Kaufinann Hrn. L. 0. auf seine Veranlassun atherische Oele zu inehrenpfunden esendet uiid wenn dersefbe uns
heute wieder init seinen schatziaren AuftrPgen erfreuen sollte,
so wiirden w i r keinen Anstand n e h m m , 6olche auszufuhren, unbckuininert urn derr Unwillen des Hrn. B r e n n e r , d e r ja doch
w o h l seinen hlitbur ern nicht Gesetze vorschreiben wiil. Uebrigens inulsten w i r in f e r That unsern Vortheil als Kaufleute schlecht
verstehen, wenn w i r Privatleuten Anerbietungen von unsern W a o r e n inachen wollten, denn w i r wurden uns dadurch nicht allein
die Apotheker, soiidern auch die Kaufleute eines jeden Ortes zu
Feinden inachen, der schlechten Schulden riicht zu gedenken.
lnzwischen stellen w i r es gar nicht i n Abrede, dafs w i r init
inehren Thierarzten in Geschaftsverbindun.g stehen, und n u r ein
solcher Apotheker, i n dessen Kopfe sich die ubrrsyanntesten Begiiffe von seinern Privilegium ausgebildet haben, kann uns solches verargen. So l a n w den Thierarzten das Selbstdisyensiren
nachgelassen ist, kann L n e n auch nicht verwehrt werden, ihre
W a a r e n da zu nehmen, wo sie solche am billigsten bekoinmen,
und dem Droauisten ist es nicht zu verdeaken, die Geschaftcverbindun $it diesen Herren zu suchen, deren Verbrauch oft
i n eiiiem %onate ansehnlicher ist, als d e r des Apothekers iin
namlichen Orte i m ganzen Jahre. Sollte uns dies also wirklich
zum Verbrechen (hoffentlich n u r von Hrn. B r e n n e r ) angerechn e t werden, nun so iniissen w i r uns m i t d e r Ueberzeugun trosten, dafs wohl unsere siinintlichen Collegen schon gfeiche
Bchuld auf sich geladen haben, folglich ebenfalls sainmt und
sonders i n den Bann zu thun sein wiirden.
Wir hoffen durch diese getreue Darstellung des ganzen Sachverhaltnisses die hamischen Beschuldigungen des Hrn. B r e n n e r ,
die n u r ein Erzeugnifs des kleinlichsten Brodneides sein k8nnen, entkraftet und uns bei unsern geehrten Gesch'aftsfreuriden
erechtfertigt e u haben, von inehren Seiten sind uns i n dieser
geziehung bereits die erfreulichsten Ziisicherungen fortdauernden Wohlwollens zugekominen. Hrn. B r e n n e r rathcn w i r
ubri ens i n Zukunft etwas m e h r Ucberlegung an, bevor er durch
der&ichen Bekanntmachun en, wie die gerugte, die rechtliche
Ibndlungsweise Anderer i i g n t l i c h herabzusetzen sich bemiiht.
Auch zeigt uns ein kiirzlich empfangener Brief ails Blankenhayn,
dars sein Benehmen gegen uns bereits die g e b u h r e n d e Wiirdig u n g gefunden hat. - LeiDzi.?.
iin Rlonat J u l i 1642.
Lodde & Urban.
D'
-
.
E i n Pharmaceut, als Adininistrator gehijrig qualificirt, so w i e
ein wohlerfahrner Apothekergehiilfe, wunschen sich auf Neujahr
ylacirt, und werden mnpfohlen und nachaewiesen voin
Rfedicinalrath G r u n e r .
Hannover, den 12. Oct. 1842.
.- - - + H H ) w - -
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