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Vereinszeilung.
"liter Ihneii, nieine aliademischen Freunde, die Sie nur fiir alles Edle,
SchGne, Gute und Wnhrc stets begeistert sein niiigen, die herrschende
ist. Es herrsclie ein guter nachahmnngswiirdiger Geist , ein edler
Wetteifer der sittlichen Bildung, des Fleisses und der Harmonic iiiitcr
uns, I I I I ~ so wollen wir nun a i d in dieseni S~ndienjalir, in welclicni
ich das Gliiclc habe, als Rector nn Ihrer Spitze zti stchen, iiii Bewusstsein unserer Pflichterfiillung, voll h,eitern Sinnes ein Lchtcg; sehiincs
ulld thiitiges Universit#sleben zasammcn fuhren , und iins an[ allc
Wcise des allerhijchsten Vertrauens wiirdig zn sein beslrehen, untcr
dessen Augen zii leben nnd zu wirken uns Zuni Stolzc nnd Gliiclic
gereichen moge, und mit Begeisterung rufen wir : es Eele w m e r a Z / y liebter Konig L u d w i g I.!
3) Wissenschaftliche Nacbrichten.
____
B e r I in. In der Sitznng der Hufeland'schen medicinisch - chirnrgisehen Gesellschaft vain 3. Marz las der Prof. Dr, E. M. S ch II I t R
fiber die Wirkung der iitherischen Oelc verschicdener Doldenpflanzcn.
Es wiirdc besonrlers das Coniin ausftihrlicher behandelt. Einen Unlerschied von andern iitherischen Oelen zeigt dasselbc dadurch, dass cs
sic11 in Sluren auflost; dagegen sprieht die Aelinlichlteit dcr Wirkung
des Coniins und anderer nnverliennbarer Itherischcn Oelc einiger Doldenpflanzen (Oleurn C i w t a e virosue uethereum und O l r m t Pkellundrii
aquate'ci aethereum) dafiir, dass das Coniin dennoch zu den iitherischen
Oelen zu reehnen sei. Dies wurcle durch Mittheilung der mit den1
Coniin an Thieren angestellten Experimcnte belcgt. - Bei Friischen
bewirlit das Coniin Lahmung der willltiihrlichen Moslielbewegung, jedoch nicht Aufhehung der sogenannten emcitomorischen Thiitiglieiten,
z. B. im Sphincter aiii und in den Sehlingnnisltcln. Auffallend is1 besonders die lange (2 bis 3 "ago nnhaltende) Fortdaner der Contractionen des Herzens nacli vollstiindiger und allgenieiner Lihmung allcr
iibrigen Kgrpertheile. Saugethiefe starben nach Anwendung eincr
grijssern Gabe dcs Coniins wegen Llhmung der respiratorischen Miislceln asphyktisch; FrBsche dagegen, welche. durch die Haut athmen
(z. B. im Winterschlaf) ersticlren durch Coniin nicht. Die Wirltung
des Coniins scheint zwar psschliesslich anf dns Riiclienmark zu gehen,
eine Einwirlcung auf das Gehirn ist indessen doch nicht zn kugnen,
weil es (bei Erweiterung der I'upille) Llhmungen in den Sinnesorgnnen bewirlit. Ja! das Fortbestehen der excitomorisclien Bewegnngen
scheint zu beweisen, dass nur die Willkiir aofgehoben, also das Gehirn geliihnit sei, das Riicltenmark dagegen nicht dircct, sondcrn nur
excitomorisch erregt werde. Die Wirltung des Coniins ist der des
atherisehen Oels der Cicuta virosa und des Pl~ellnndrizim aquaticum
volllrommen gleich; nur der Qnalitiit nach wird weniger Toni Coniin
erfordert, als von den andern genannten iitherischen , welche letztere
iiberdies das Doppelte der Zeit fur die Einwirlrung aur den thierischen
KBrper verlangen. - Zu bemerlten ist, dass durch Coniin und die
andern genannten iitherischen Oele die Form der Lnftblasen (Blutltiigelchen) nicht verandert wird, w'dhrend das Blntplasma seine Gerinnbarlteit verliert. - Es wurde endlich noch ein Experiment mitgetheilt,
wonaeh die Wirhung des Strychnins und des Oleicrn Cicutae aethereum
sich gegenseitig aufheben ; wird eincm Frosch etwas essigsaures Strychnin in den Mund gebracht, so entstehen nach 12 Minuten Zuclrungen;
3%
Vereitmeitung.
wird liun Oleunt Ciculne uethereum gegeben, so horen wieder nach
12 Minuten die Zucltungen auf, nnd es tritt LLhmung ein. Schliesslich
wurdeu einige der angefiihrten 1hatsachen durch Experimente an Froschen vor dcr Gcscllschafi aachgewiesen. (Berlinisrhe Nachrirh/ea.)
-4) Miscellen.
Ueber P fei ffer’s Prophylacticum gegen Syphillis.
Bekanntlich hat der Staabsarzt Dr. P f e i ff e r in Petersburg der
Versammlung der Naturforscher in Mainz ein Mittel mitgetheilt, welches
nach seinen vielfachen an sich selbst und andern Personen angestellten
Inipfungsversuchen ein vollkornmenes Prophylacticurn gegen die syphillitische Infection sein sol1 und dessen allgemeine Priifung daher gewiss
von lusserster Wichtiglteit ist.
Als Recept dazu hat P f e i f f e r Folgendes angegeben :
Q Hydrarg. muriat. corros. 3jp et gr. x j . Ammon. muriat.
3p tere in mortario lapideo cum Tinct. thujae occid. q. s.
adde Tanniui 3j cum Aq. fervid. in alio mortario agitando
soluti, postea admisce Calcariae chlorinicaa 3 j p Sap. natr.
pur. p. lib. j. Tinct. thujae Qjj Aq. fervid. gj-jj 01. caryophillor. 3p F. Mass. saponis.
Die Solution dieser Zusammensetzung bereitet man, indem man
eine Uuze derselben mit 2 Pfd. lauen Wassers in einer Reibsehale
linter anhaltendem Reiben sorgfsltig zusammenmischt. Mit dieser Seife
sol1 sich nun der Mensch nach vollzogenem Beischlafe alle gegenseitig
in Beriihrung geltommenen Genitaltheile gut abwaschen und die Seil‘e
inehrere Minuten lang niit ihnen in Beriihrung lassen.
Die Zusammensetzung dieses Schutzmittels ist Dr. D i e t r i ch gleich
heim ersten Blicke als ein chemisches Unding erschienen, wo namentlich wlhrend der Bereitung desselben ein Stoff den andern zersetzt.
Ileshalb hat er den Pharmaceuten A. W i m m e r ersueht, die Skife zu
bereiten, hierbei eine ehemische Untersuchung vorzunehmen und dann
sein Urtheil iiher jene genau abzugeben. Dieses lautet also:
,,Nach obiger Vorschrift sollen Quecksilberchlorid und Salmiak
(Alembroth Salz) in einem steinern Dlarser mit einer hinreiehendeu
Dlenge Thujatinctur abgerieben werden. Es entsteht nun die Frage,
ob Ordinatdzrs obige Quecksilberverbindung tllit ITinct. Thujae bloss
fein abgerieben oder eine partielle Auflosung derselben wiinscht, um
SO mehr, da eine g r h e r e Quantitiit des Tinct. ThPcjae wegen ihres
Gehaltes an Galluss&ure zersetzend auf obige VWbindubg efnwirkt,
indem das Queclcsilberchlorid in der Art zersetzt wird, dass sich tanninsaures Quecksilberoxyd prficipitirt, wiihrend sich Salzsfiure ausscheidet.
Zu dieser Misehung sol1 nun eiRe in einem zweiten Dbarser gemachte
Aufl6sung von Tanninsfiure mit heissem Wasser hinzugertlgt \Lerden.
llierdurch erfolgt eine voll$tbn&ge Zersetzung 6biger &eclisifberVerbindung ganz auf angefiihrte Wkise, nur mit dem Untersehiede, d a d
wegen der grossen Quantitat Yon Tanninslum, letztere slch d h in
der AuflSsung befindet. Dadurch hltte man nun ein Gemenge von
tanninsaureni Qaeclisilberoxyde, Salmiak, freler TRnninsSure hdd Salzslure erhalten. HierdUf sol1 der VorschriEt [email protected] ChlorkaR,’ poilaseife, Thujatifictur, heisses Wasser und Nelkensl zugesetzt, und mit
diesem Darcheinander eine Seife fabricirt werden. Hier stellt es nun
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