close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

ardp.18450920221

код для вставкиСкачать
IV. Literahir iind Kritik.
D a s A p o t h e k e r - W e s e n in den k. k. osterreichischen,
k. preussischen, k. baierischen, k. wu~~tembergischen,
k. sachsischen, k. hannoverschen, churfurstlich und
grossherzoglich hessischen, grossherzoglich baclischen
und grossherzo lich nieklenbur ischen, herzo lich nassauischen und raunschweigisc en, furstlich ohetlzollerischen em. Staaten ; mit besonderer Rucksicht auf
die Bildung des Pflichtverhallnisses und die Gewerbsrechte des pharmaceutischen Personals, die deutschen
Handels-Pharmakopoen und die lat~desublichenArzneitaxen, von Dr. J o s e p h 11ii I 1 e r , k. k. Kreisphysicus zu Prag, Mitglied der medicinischen Facultalen
zu Padiia und Prag u. s. w. Wien 1844. gr. 8. S. 288.
%
a
a
E r s t e A b t h e i I II ng. Pershliche BeFihiguiig zur Betreibung der
Apolheker-Gewerbe (Bildung des Apotheker-Personals).
Kaisertlium Oeslerreich.
In 38
sind die in diesein Heiclie gesetzlichen Bestimmungen
nufgestelll, aus denen wir einiges nusheben wollen.
Vor der Aufnnhme eines Lehrlings niuss derselbe dem pharmareutischen Gremium oder wo dieses fchlt dem Yhysicus vorgestellt
werden, an deren Stelle in Mhhren rind Schlesien dem Hreie-ApothekenVorsteher.
Es muss der niit gutem Erfolge zuriickgelegte NormalschulclassenBesuch nachgewicsen, sowie dcr hinliingliche Resitz der liiteinischen
Sprache und das mit guteni Fortgiinge iibsolvirte Studium stimrntlicher
Grammatikal-Classen.
Fiir die Aufnahme muss in einigen Provinzen eine Gebiihr yon 3,
4, 6-8 Gnlden entrichtet werden, in andern nichts. -- In NiederBsterreich iiiiissen die Lehrlinge eine viermonatliche Probezeit bestehen,
welche Anordnung gewiss vie1 f i r sicli hat. Die Lehrzeit sol1 vier
Jahre dauern. Der Lchrling sol1 nngehalten werden, fleissig Nalurgerchichte, Waarenkunde, Chemie und praktische Apothekerlcunst zu studiren, wozu ihm tfiglich wenigstens zwei Stunden iiberlassen werden
miireen.
Der Lehrling sol1 w6chentlicli mehrmals vom Lehrherrn gepriif't
werden. I m dritten und vierten Lehrjahrc kann er zu eineni Fache,
wozu er tauglich erscheint, in d e r Apotheke verwendet werden! wni
sol1 er denn vorher beginnen?
In Grirtz, Prag, Linz, Salzbiirg etc. sollen die Lehrlinge die Vorleaungen iiber Chemie, Botanilc, specielle Katurgeschirhte und Mathematik besuchen, niwhdem sie vorher gepriirt sind, ob sie genugsame
Vorkenntnisse haben.
Die Hauptpriifung nach Ablnufe der Lehrzeit ftndet in den deulschen Provinzen nur beim Ihuptgremiurn statt. An Gebiihren werden
wiederum 6, 10, 12-16 Gulden, in Steyerniarlc 3 Ducaten, in NiederBsterreich nichts beeahlt.
Nur Gehalfen, welche in den k. k. Staaten ihre Lehrzeit bestanden,
ss.
Literatur.
188
diirfen daselbst als Gehiilfen fungiren. Eine suffallende und sicher
nicht fdrderliche Bestiinmung.
Uni zuiii Studiuin dcr Pharrnacie zugelnssen zu werden, muss
der Candidat den Graininatilralclassencursus gemacht, die Pharmacie
regelrecht erlernt und vier Jnhre als Gehiilfe gedient haben (\YO er
denn mindestens 21-25 Jahre alt geworden ist).
Der academische Studiencurs ist fiir Pharmaceuten auf zwei Jahre
festgesetrt, in deren erstem Rlineralogie, Zoologie und Botanik, in deren
zweitem Cheinie und Pharmacie gehbra werden sollen. Bei dieser Eintheilung kdnnte rwecltmlssiger der Chemie und Pharmacie mehr Zeit
gewidniet werden.
s. 31 iind 35. Vor der slrengen Priifung mussen zwei chemische
Priiparale dflentlich von dem Candidaten verferligt und deren cbemische
Processe mindlich erdrtert werden; die strenge theoretische Prifung
wird in Gegenwart des Prases, Decans und der Professoren derCliemie, Botnnilr und Raturgeschichte vorgenommen.
36. Die Tanen fur den pharmaceutiscben Magistergrad betragen 86 Gulden C. RI.
Uin den Doctorgrad in der Chemie in Wien oder Prag EU erlangen, miissen die sechs Grainmatikalclassen absolvirt sein und der Studienriirsus des 2tcn Jahres im 31en repetirt sein.
Dio ‘lane betrigt I f 1 Gulden C. M.
ICiinigreich Preusseti.
Die betreffenden Bestimmungen sind in den
39-62. abgehandelt.
l k r Lehrling muss ini Allgemeinen das /4te, im Reg.-Bezirk Marienwerder das 17. Jahr iiberschritten haben und die Reife der 3. Grammatikalclasse besitzen. Dieses ist uiiserer Ansicht zu wenig gefordert,
man sollie mindestens die Vollendung der 21en fordern, besser noch die
Erreichung der ersten. Es wiirde fiir die Pharmacie den Vortheil haben,
dass die B e h d r d p die Pharmaceuten eher f i r ftihig halten wiirden, ihre
eigene Sache zii vertreten, was im Allgemeinen noch nicht f i r mdglich
gehalten wird, wohl eben weil SO viele derselben noch eine zu geringe
Vorbildung genossen haben; weil sic, dnss dieses ihnen schiidlich ist,
selbst noch nicht hherall einsehen, so sollte die Behdrde es fordern.
Der Kreisphysicus hat die Befiihigung zum Eintritt in die Lehre
zu priifen ; die Yhysilrer solfen dariiber wachen, dass es den Lehrlingen
weder an der ndthigen Anwcisung, noch an den unerlasslichen Hdlfgmitteln fur ihre Aushildung fehle.
Wiederum der I’hysicus ist die Exaininationsbehchde beini Austritte.
Besser ist in cinigen andern LLndern die Anordnung, dass dabei ein
anderer Apotheher zugezogen wird. Die Lehrzeit ist auf 4 Jahre festgesetzt, wobei allenfalls ein halbes Jahr erlassen werden kann. Die
Servirzeit iat auf 5 Jiilire festgesetzt, wobei 2 Jahre erlassen werden
kdnnen, wenn er ein Zeugniss ibcr den Besuch einer Universitit,
Akadeniie etc. nachweisen kann.
Konigreich Baiern.
63-i7.
Es wird das Absolutorium einer vollstindigen Iateinischen Srhule verlangt, ein Alter von nicht linter 14, nicht iiber 20
Jahre, cine Lchrzeit yon menigstens 3 Jahren, und nach dieser die
Bef~liigungsausweisung vor einer l’rilfuxgscomniissiou aus dem Cerichtsvogle und 2 Apothekern, welche die erste Note haben. Es wird
gepriift Kenntniss der lateinischen Sprache, die IVaarenlrunde, chemische
Priparatenlrunde, Bereitung und Taxirung yon Recepten und Darstellung eines Priiparales. Diese Priifung irt ewechiisrig; Gesetreskunde
s.
ss.
ss.
Literatur.
189
w i r e noch erforderlich. Diem Priifung kostet 5: Gulden. Der Cehiilfe
sol1 2 Jahre serviren, dann i bis 2 Jahre Vorlesungen an einer Universitit iiber : Arithmetilr, Mineralogie, Botanik, Zoologie, Cheniie,
Stochionietrie, Pharmacie und Toxikologie benutzen.
Die Approbationspriifung fiiidet a n den 3 Landcsuniversitaten statt
und ist sowohl theorerisch, als praktisch. Es werden 3 R'oten gegeben.
Die Gebiihren betriigen an den Vorstand 6 fl., an jeden Beisitzer
4 fl., an den Secretair 3 fl., an den Bolen 2 fl., Stempel 3 fl. Die
3te Note befahigt our zum Provisorat ! niir die beiden ersten zur Verwaltung eigener Apotheken und zur Anslellung gerichtlich cliemischer
Priifungen.
Kb'nigrcich W,i'rtcsrberg.
$$. 77-81.
Der Lehrling sol1 die lateinische Sprache und Anfangsgriinde der Mathematik und R'aturlehre inne halwn und findet vor
dem Oberaintsarzt stiltt, der auch die Priifiing nach Ablauf der Lehrzeit
abhilt iiber Waarenkenntniss, Botiinilc, Naturkunde und pharrnaceutische
Chemie.
Ein Gehiilfe muss mindestens 3 Jahrc lang serviren. Die Priifung
als Apothelrer findet vor dein Medicinal -Collegium in Stuttgart oder
in Tiibingen statt.
KGnigreich Hannooer.
$$. 82-91.
Der Lehrling muss das 15. Jahr angetreten haben,
etwas Latein verstehen, um leicht coiistruirte Satze richtig ubersetzen
zu kdnnen, eine leserliche Hand schreiben, die gewohnliclie Rechenltunst gsiibt haben, eine Priifung dnrch den Physicus und Lehrherrn
bestehen. Der Physicus erhilt dafiir einen lhaler. Die h u e r der
Lehrzeit ist auf 5 Jahre festgesetzt. Die Lehrherren sollen die Lehrlinge grundlich unterweisen. Beini Ablaufe der Lehrzeit ist r o m Lehrherrn und Physicus ein Examen anzustellen, sowohl auf die praktischcn
Ferliglreiten, als theoretischen Kenntnisse gerichtet. Der Physicus erhilt 2 Thaler. Die Lehrzeit solle 5 Jahre dauern, die Conditionszeit
4 Jahre, ein Studienjahr wird fur 2 Servirjahre gerechnet. Die Priifung
als Apothelrer findet in Hannover vor der iirzllichen Priifungsbehorde statt.
Grossherzogthum Radetr.
§, 91. Die Verordnungen sind den in Baiern nahe lrommend.
Der Gehiilfe hat fiir das Exanien deln' Anltsvogte 5 fl., dem Apotheker
4 fl. zu zahlen.
Grossherzogthum Hesseii.
§§. 92-93.
Das Examen des Apothekers erstreckt sich Cber:
Rotanik, Zoologie, lineralogie, Phyeik, Chemie, Pharmaceutik und
Waarenkunde. Die Gehiilfen niiissen ein Exanien vor dem RledirinalCollegium bestehen.
Grossherzogthuin Mecklenburg-Schtcerin.
$$$. 93 und 95. Der Lelirling SOU der lateinischen Sprache elwas
inlchtig sein. - Der Apotheker hat eine Priifung ubcr : Botanik, Chemie und Pharmacie zu bestehen und zuvor ein praktisch-technisches
Examen zu machen.
Furstcnthuin Hohenzollern-SigmaringeiL.
96-100. Die Anordnungen sind den preussischen entsprechend,
die Gehiilfen-Priifung ist ror einer Conimissiou zu bestehen.
Ilerzoglhum Holstein-Lauenburg.
Der Lehrling ist nach Ablauf der Lehrzeit im Receptleaen nebst
ErklCung, Yharmakologie, chemisch-praktischen Arbeiten, pharmaceu-
$s.
190
Literatur.
tiachen Chemie, Botanik, Waarenkundc, Reagentienlehre und Recepttaxation 111 prilfen.
Heroogtham Nassnii.
106. Alle Gehelfen sind von dem Medicinalrathe zu prtifen.
Freie S I B d I e . 8. 107-110.
Die Lehrjahre sind aiif 5 festgesetzt, nach derea Ahlaiif die Lehrlinge v n n item Sladtpliysicus und dem pharniaceiitischen filitgliede des
Gesundlieitsratlies gcprilft werden in der lateiilischeri Sprarhe, Pharmakopiie, pharniaceutischen Botanik. Die Servirzeit betrsgt 5 Jahre.
Z w e i t e A b t Ii e i I u n g. Snchliche Befcihigitng zur Belreibung
dcr Avotheker-G'cirerbc. (Phariiiaceiitische Gewerbsrechte.) JS. 111-207.
Kaiserthiim Oesterreich.
Die Apotheker-Beschaftigcing gilt als Polizei-Ge$$. 115-111.
werbe und wird in Personal-, radicirte und verk6ufliche Gerechtsame
unterschieden. Bei Personal Berechtigungen erlischt die Conression
niit deni Tode, bei Realrechten tritt bis zur Uebernahmc durch einen
befihigten Erhrn, Vrrwesung oder Verpachtung, jedoch nur an gesetzlicli BefBhigtc, ein.
Jeder Apothelrer tiiuss das Diplom eincs Doctors der Chemie oder
Magisters cler Pliartiiarie Iiesitzen. Bei Ue1)ernahine einer Apotheke
ist riiindestens ein Alter von 25 Jahren, Bekennung zur christlichen
Religion nathig. Juden sind ausgeschlossen. Jeder Apothelrcr muss
da, wo Gremien bestehen, denselbeti heitreten, i n Wien 100, in den
Provinzen 50 fl. i n die Greniialliasse zahlen, Wittwen 80, auf deni
Lande 25 fl.
Hadicirle Rerechtigungen ruhen auf dem Hause. Der bei jeder
Verausserung zur Hichtsrhnur dienende Normalpreis ist der letzte vorige
Verausserungswertli und darf niemals irberschritten werden ; welcher,
wenn er niclit besonders ausgedrtickt, sondern entweder mit dem Hause
oder den Gerithscliaflen gemischt, oder in gar keineni Geldanschlage
ersrheint, auf folgeiide Art erhoben wird : n) wo der besondere Ansctlag nicht erlioben werden k s n n , weil es iminer niit dem flanse im
vereinigteii Wcrlhe v011 einein Besitzcr a u f den andern iiberging, muss
das Ilaus nocli Iicsonders abgeschitzt, dieser Sch~lzi~iigswerth
des Hauses von tlein filr das lliiiis untl Gewerhe ~~isatnt~ten
hezahlten Wertlie
abgeschlagrn, . iind der iibrigc Betrag fiir den eigentlichen Werth des
Gesclikfts fcstgesetzt werden, so [lass das Cescliift wohl unter aber nie
iilwr diesen Srhllruiigswerllicii veriussert werden ltann und wann es
einmal rinter deniselben vcrltauft wiirde, der sohin aiislallende Betrag
als der kilnftig gelteiide Norinalpreis nicht iiberscliritten werden darf.
Im 2ten Falle, w o das Gewerbe iintiier vercinigt niit den Gertthschaften
veriussert wurde, wird bei Bestitninung des Normlpreises narh einer
Abschhtruiig cler Cer6thscliaften nnf die niinliclie Weise verfahren, irii
letzten Falle, wo noch nienials ein bestitiiinter Preis, neder init norh
ohne das Ilaus oder die Gerithscliafteii ftir das Gcschdft entrichtet
wurde, ist cine 1)illigc Scliatrung init Rucksiclit aiif die Zeitverhlltnissc
des Gerverbes, a u f den Werth gleicliartiger Grschifte, das einzige Jlittel, den Normalpreis lcstzustellen. Der Norinalpreis muss vor der
elwa iiffcntliclit~n Verstcigerung liekannt gettinelit werden.
Ini All~emeinengilt cine Beviilkerung son 3000--4000 Scclen als
zitreichend liir den B e s ~ ~ t iciner
d
Apotheke, woliei ;\itch aitf die hesondrrn Verhiltnisse Hiicltsicht genointiien wird.
Konigreich Prerrssen.
!$$. 145-162.
Die Art des Beaitzes ist entweder durch Yrivi-
s.
-
Literatur.
191
legium, welches verkiiuflieh ist, oder durch Concession, welche seit
1842 als unverlriiuflich erkliirt ist.
Ein Apotheker, welcher bereits eine Apotlielre besessen hat, darf
cine neue Concession mil Ausnahme besondeis rircksichlswiirdiger
Griinde nicht erhalten.
Juden Apothekergeschlfte zu iiberlassen, war his vor Kurzem
nicht zulfissip, weil, wie das Cesetr sngt, diesrs Gewerbe zu vie1 polizeiliche Aufsicht erfordert.
KBnigreich Wurtcmberg.
$$. 163 -178.
Es werden nur persiinliche Befugnisse ertheilt,
doch darf die Wittwe das Geschftft fortsetsen, Kindern ist zur Fortselzung eine Frist yon 3 Jahren, andern Erbcn yon 6 hlonaten gestattet.
Konigreich Hannooer.
!$I. 173-191. Jeder Apotheker muss cine perscnliche Concession
besitren. Wo eine Apotheke eingeht, weil die Zahl der Apotheken
a n einem Orte oder in einer Cegend zu gross ist, da sind die Apotheker,
E U deren Vortheil ein solches Privilegium nicht wicder verliehen wird,
gehalten, den Vorrath an Waaren und Gerithschaften etc., so weit sie
untadelhaft sind, zu iibernehmen. Ebenso ist der Concessionstr3ger
gehalten, die Vorrithe etc. seines Vorgingers anzunehmen.
1)r i t t e A b t h e i I u D g. Lhfang der pharmaceutischen Cetoerbsrcchte.
208-300.
Kaiserthum Oesferreich.
210-225.
Aller Handel niit Heilmitteln is! ohne von der
Behdrde erlheilten besondern Erlaubniss andern als Apothekern verboten. - Eigenmichtiges Dispensiren aller Heilmittel von Seiten der
Aerzte, auch hom6opathischer Arzneien, ist unerlaubt. Aerzte darfen
die ihnen n6thigen fIeilmitte1 nicht von Materialisten erkaufen, doch
dirrfen Wundiirzte einheimische Vegetabilien samnieln. - Kleinliandel
von Artneiwaaren darf nur in Apotheken statt finden.
Die Fabrikanten checnischer Producte diirfen folgcnde chemischpharmaceulische Artikel uni so weniger bereiten, nls deren Erzeugung
und Verlcauf ausschliesslich den Apothekern vorbchalten ist :
Acetas Ammonia solutus , Lixitiae et Sodae solutus , Ac. aceticum, Aether nceficus,Aquae destillatae, Cerata, Emplastric, Electuaria,
Exfracta, Liniment. volafil. et saponato-camphorntum, Magnesia, i l e l lita, Murias Ferri ammoniacalis, Murias Ilydrargyri ammoniat. insoIuhilis, Murins Ilydrarg. mit, Kitras Argent. fus., 01. animal nether,
Ozydul. Ferri nigr., Oryd. Sfibic. Ilydrosulf. aurant. e f vctbr., Oxydul
Ferri sulph. fusc., Pulceres compositi, Resinn Guajac. el Julappae,
Snpo antimonial, Theespecies, Spirit., Aether ferrat el nitric, Vini
camphor, Spong. praepnr. et usta, Sulphas Ctrpri aminon, Sulphur
praecipitut, Sulfuret. Hydrarg. nigr., et stibiat., Tarlrns Lixiciae
cryst., stibiatus el Sodae, Tincturae, Elixirin, EssenGen, Snlben.
Konigreich Preussen. $%. 226-241.
Konigreich Baiern.
242-264.
Crossheroogthum Mecklenburg. 9;. 283-285.
Selbstdispensiren homiiopathischer Aerzte in jeder Form und unler
allen Verhiltnissen verboten. Ebenso i a t dieses im Herzogthutn Braunschweig 5. 293 angegeben.
V i e r t e A b t h e i l u n g . Oeffcnfliche Rcchte und Ppichten der
Apotheker. 9;s. 301-378.
F i i n f t e A b t h e i l u n g . A r f der Betrcibung des ApothekerGewerbes. $s. 380-509.
ss.
s$.
$s.
Literatur.
192
S e ch s t e A b t h e i 1u n g . Cesefsliche Regulirung der Arineipreise.
Is. 510-590.
Wir habeti niclit allein die angcfiihrten Bestirniiiungerl weitllufiger
erwlhnt, uin auf die Kcichhaltigkeit des Wcrlres aufmerlcsam zu machen,
sondern auch ilnscrn Lescrn Gelcgcnhcit zit gebcn, manclie Bestininlung
ausserhnlb der Griinzen unsers Vercins kenncn ZII lcrnen.
D i ~ sBuch wiirdc nocli nichr gewonnen haben, wcnn die Nedicinalgesetze innticher anderti Skiaten, als dcr grossherzoglichen und hcrzogliclien sichsischen Linder, sowic dcr i n Anhalt, Schwarzburg, Lippe,
e ben falls ni i t au fgenoni inen wo rden war en.
Dr. B l c g .
Papier und Druclc sind sehr gut.
Codex niedicamentarius Hamburgensis. Auctoritate ColIeoii Sanit.atis editus. Editio altera. Hamhurgi 1846.
x811r.601. s.
Nachdctn in1 Jahre 1835 die erste Auflagc dieses Codes erschienen war, erfolgt j e t z t die zweite. Es wurden hci der Entwerfung dcrselben die G e i g c r'sche Universal- Pharinakopoe, sowie andere neuc
Pharnialcopiicn benutzt. Der erstc Theil ist unifangreicher gewortleii
und etitliilt die Absktmmung, den systeniatischen Standpunrt, aucli t h e
genaucre Beschrcibung. Die chcniischcn Forincln und Jlischungsgcwichlc sind hcobachtct untl in eineni Anlinngc zusammengestellt.
Ebenso die franztjsischcn und englischen Mainen der Arzneiinittel irt
ein Verzeicliniss gebracht. Allgctncine Vorscliriftcn ftlr die plinrinnceutischen Laboratoricn sind gegebcn, iiber die Einsanimlung der P h n zentheilc, die zwcckmissigstc Zcit der Erndtc in einem Kalcndcr aufgestellt. Die beste Weisc der Pnlverbereitung ist angeben.
Die Ahkochungcn und Aufgiisse sollen bei nicht zu hcftigen,, gleichfijrmigen, iiiiutiterbrochencti Fcuersgraden in fcinzeugenen, zinnertien
oder kupferiien iilierzinntcn Geliissen geschehen.
Aus cincin Tlieil tler Substanz sollen i n der Regel 8 Theile Colatur
erzielt wcrdcn, die Abkochungcn sollen hciss colirt werdcn. Jkr Gebrauch des B e i n d orff'schcn Appnrates ist crliiutert. Die Infusa solleli
niittelst Ausprcssen colirl, die lcalten Aufgtisse niittelst feiner Pitlvcr
in steineraeni Bldrser untcr Anwcndung der pneuntatischen Prcsse dargestellt werden, oder aucli durch Depression. Die Extracte sollen a111
Besten durch Infusion wie ini I)eplnciruogsaliparate uud Auspressen in Holzprcssen bereitct werdeu. Ilas Verfahren ist, genau vorgeschricben.
Vier Grade der Consistcnz sind angegcben. Dcr erslc die des
nlellago, der zweite diejcnige, wobei das Extract niclit flicsst, dcr dritte
die Pillenconsislcnz, der vierlc pulverisirbar. Die Extractc sind SO
darzustellcn, dass sic nicht init Kupfcr verunreitrigt werdcn.
Zur Herstellung der deslillirten Wiisser ist dcr B e i n d o r ff'sclie
Destillirapparat enipfohlen. Bei Darstellung der Tincturen sollen die
durch Maceration anzufertipenden bei l a o Heauinur, die durch Uigestion
zu bereitenden hci 20-30 Grad angestellt werden. Sic sollen ein
specif. Gew. 0,91-0,91 haben, wenn sie niit rcctificirtem Wcingeist
und cin solchcs von 0,85-0,88 zcigen, wcnn sic init Allcohol bereiLet werden.
Es wird gestilllct, cliemischc PrBpnrale, welrhe in grassern Rlengen
leichter i n chcinischen Fabrilten bcreitet werden, aus denselbell zu
kaufen.
Ebenso Vorschriften iiber die 1)ispensation der Arzneien.
Literatur.
4 ‘33
Fliissige sollen nicht gemessen und getropf?, sondern gewogen ;
wenn niclit express trockne Exlracte verschrieben sind, sollen sie in
geyydhnlicher Consistenz genomrnen werden. - Salze sollen zuvor gelydset, iiicht eingerchiittet werden. \Venn Arzneimittel in vcrschiedener
Stiirke vorhanden und iibcr die Anwendung nichts Genaueres verordnet
ist, sollen die schwiichern in Anwendung kommen, ebenso die gereinigten, wenn nicht die rohen vorgeschrieben sind; von den Extracten
sollen in der Regel die eingedickten, wenn nicht Slellago vorgeschrieben ist, genommen werden.
Leicht feuclit werdende oder fliissige Pulver sollen in Wachskapse1.n
gegeben wcrdcn.
Bei der Dispensation der gestrichenen Pflaster sollen auf eine
Liinge von einer langen Elle und 8 Zoll Breite einc Unze Pflaster verwendet werden, auf 6 Zoll Liinge und Breite einc halbe IJnze, auf
i;. Zoll scchs Urachnien, auf 8; Zoll eine Unzc, auf [email protected]
Zoll anderthalb Unzen ; von immerwiihrendeni Spanisch-Fliegenpflaster sol1 auf
12 Zoll eine halbe Unze gerecliiiet werden. Grydsste E’ormcn der Pflaster sind figiirlich angehingt. Gifte sollen mil Kreuzen, narkotische
Mittel mit einem Sterne bezeichnet werden, Gifie, welche heftig wirlren,
sollcn versiegclt werden.
Die Aerzte sollen bei hcroischen llitteln mit Buchstaben, nicht
mit Zahlen verschreiben.
Eine Vcrgleichung der Gewichte ist voransgeschickt.
Der erstc Theil enthilt die einfachen Sloffe und kiinstliche rohe
Priiparate, ofi sehr Iturz, z. B.:
A c i d u n muriaticum crudrim. Rohe SalzsBurc. Das speciflsche
Gewicht dcrselben 1,13.
Ammoniacum, die Mutterpflanze, Dorema Ammoniacum. Dun. CI.
V. Ord. 2. Plantae Perriae.
Bei Castoreurn findet sich die Anmerkung, dass wenn nicht die
Anwendung des canadensischen Bibergeils besondcrs vorgeschrieben
sei, inimer rnosltovitischcs in Anwendung kommen solla.
Cort. Angusturae, Galipaea officinalis Hunch. C1. I I . Ord. I.
Cort. Chinae fusc., Cinchona micranth. FI. petur. C . Condaminea
numb. C. glandulifera. Ruio et Paeon. Jlier ist das Verhalten der
Abkochung zu mehrerer Reagentieu angegeben.
Elemi wird von Amyrir herandra llnmilton ahgeleitet.
E’olia Bucco sind aufgenommen und von Barosma serrata et betulino Kunoe abgeleitet.
Gutti. Als Jlutterpflanze gilt Hebradendron cnmbogioides Grah.
Lobelia inflata ist aufgenommen, ebenso Spilanthes oleraceur. L.
Iiino ist von Drayanocarpus senegalensis N . et G. abstammend
aogegeben.
Litnoces von i l e l i z pomafio sind aufgenommen.
Beim Moschus ist die Bemerlrung gemacht, dass derselbe beim
Zusammenkommen mit Oelzuclcer und Goldschwefel seinen Ceruch verliere; dieses gilt auch von Schwefelmilch, Schwefel etc.
R a d . C a i m a e ist aufgenommen, auch B a d . Hermodactyli Gndet
sich vor, auch Mechoaconnae griseae.
Die Beschreibungen sind meist kurz und hiindig. Sie enthalten
Klasse, Ordnung, Abstammung, zuweilen eine kurze Beschreibung, einc
Xotic uber Verwechslung und Verfalschung ; nur immer das Allernothigste, wie es in eine PharmakopBe, welche kein Lehrbuch sein kann,
gehiirt.
13
Arch, d. Pharm. XCII. Bds. 2. Hh.
194
Liternkr.
Der zweite Theil enthiilt die zusammengcsetzten Arzneimittel und
olficincllcn Priiparate.
Arcluin rciinphoratzon ist aufgenommen, ebenso Acetuna Digitalis.
Acidiitn 6cn;oirtrttl ist tlurcli Sublimation zu bereiten vorgeschriebm.
ACidlfllt / i ! ~ d r o c y a t ~ i c ~
istn amittelst Scliwefelsiiurc aus eiscnblausnureni liali i n dcr Stsrke diirzustellen verordiict, dass 100 Grnn 5 G r a n
(’y;insillier gcbrn.
Acidnin pkosplmricutn sol1 ein specifischcs Gewicht von 1,IG hnben.
Acidurn sn rc i ~ i c u n t ist unter d m aus cheinischen Filbrikelr zu
11caicIten erlaulitcn Prspnraten aufgestellt.
Aricl~tmt n ~ i ~ t i c u ii3t
n anfgenotnnicn, ebenso Altttnen I f m C f l t l i S C l f l l f J l
und Altr~rtijtn pziru, ebcnso Anit~~oiriunr*iitricurn, A n i y y d d i i i , Anthraco-Knli.
Aqua Antygdnlar. nmrtrar. conc. h a t dic Stlrlte des PrGparates
der preuss. Phnrntiikopde.
Aq. Amygd. am. dilut. loco AT. Cernsoruac wird dnrgestellt, intlenl
Cine [Tnse der Aq. conrcitlr. niit 31 Unzen A q . d c r t . verinischt wird.
Aqvta f o e t i d . I’rng. weicht von dein dcr preuss. I’harnialtopiic ;)It,
indein rn Ilaniburg noch Galbnnuin, Blyrrhe, Pfelfcrmiinze, Camillen, Zitlwerwurzcl, Rlutterlcuinnicl und Baldrim hinznkooilncn.
Aq: Tiliuc, Pulegii, Rutae sind oflcincll, ebenso A q . Cort.
Aitrnntr nr.
Aqtici Iigdroiodica wird dargestellt, indem 2 Cran Jod und 4 Grnn
Jodkalium in 2 I’fd. Aq. tlesf. gelijst werden.
Aq. lireosoti wird bcreitct tliirch Zusnniinenniischen von 1~L)raehnien
lireosot niit 16 Unzen dest. Wnsser.
Aq. illng~~rricicwird dnrgestellt, indcni 26 Unzen schwefelsanre
Tallterde und 28 Unzen krystallisirtes ltolilensaures Katron in 3 Pfd.
heissen \\’nsser gcldst, init 48 I’fd. Brunnenwasser vermischt untl niit
ltolilensaureni Gas so lange inipriignirt werdcn, dass die Magnesia gcliist w i d .
AT. f l Z d i s s a e cottcentr. Ails 10 Pfd. frisclier Melisse, 1 PM. hlkoliol kind 80 Prd. U’asser sol1 so vie1 N’asser destillirt wertlen, als
es noch angenehinen Gerucli besitzt. Dicses sol1 nufs Meiie <her frisches
Kraut dcstillirt werden. Zit gewijhnlichem Blelissenwasser sol1 dann
1 Theil des concentrirten niit 12 l’heilen destillirtein Wasser geniisclit
werden. E l m s o ltijnneii AT. I’etrosclini, Rubi Idnci, und Flor.
Tiliae bereitet werdcn.
Aq. Jle9tlh. i~ip.wird dnrgestcllt durch Destillation von 14 Pfd.
Pfefferniiinse und 1:. Drnchnicn ither. Oel mit 30 Pfd. Wnsser, wovon 23 nbgrzogen worrlen.
Aqua ophtkalniira ciloelicn Boylii: Aloes lucid. p i t h . 4 Scrpl.
Z i n c . salph., Sribii oxyd. fiisc. ann 2 Drachmen. Aquae dest. 3 Unzen
01. Rorissircrini G gtt. rliycrc leni rcclore jver utcnscnt et filtrn.
Aqua piceu ist olficincll. Aqua Rosnruni wird nus gesalzenen
Rosenbllttern unter Znsatz von Kosendl bereitet.
Baccne Jutziperd tosicce sind oficinell, ebenso Pula. R a d . Rhei lost.
R . Julnpae, t o s t . R. Taraz tost.
Eniplastr. Ceritssne riibr., En$. Foeni graeei, Empl. anlart1u-iticuna Jfrlgolnndi sind nnderwlrts schwerlich vorltommende Bittel.
Fervtori arsenicicuni, Fcrrurn hydrnyanicuni sind offisinell.
Ferrutn jodnlunt sacliaraturn ist gewiss ein zweckmlssiges Prdparat.
Ziir 1)arstellung werden 12 Gran Jod mit 6 Grnn Eisenpulver untl
15 Gran Zuclrer und einigen ’Tropfen Weingeist zur schleimigen RInsse
~~
.I 95
Lilerdio..
genicngt, bci gelinder W’Brnic noch cine rirachme Blilchzuclter beigemischt, S O dass die Masse tlunlcclgrtjn erscltcint, diirauf wieder voni
~lilclizuclicr eina 1)raclrme ziigcfugt und ilas I’ulver i n lileinen vcrschlossenen Glisern vcrwahrt - 10 Grim entlralien i Gran troc.l,nes
Jodeiscn.
Ferriiiia ozydulalutn nigr. sol1 durch Oxydation niitlelst Wassers
licrgcstcllt werden.
Von Ferritm plmspltoricuni ist Osydul und Oxyd gebrluclilich.
Gl06uli sulpliurati [Boiilcs btii+giennc.vj sind aufgcnommen.
I i a l i / i y d r i o c l i c u i u wird ~riittclstEisen bcreitct.
L i f t i i / a c x f ti m s a p o it n l o - j o (1 n f ti ?it rnitlclst Zusatz von Jodlialium dargcstellt.
L i q u o r Aininom‘i ucef. hat ein spccilisches Gcwicht von 1 , O l .
Liquor Amiiionii urosscttiecis ist gcbriuclilicli cbenso Liquor
rorrosiuits, wclchcs ~ ~ ~ c c l ~ s i l b c r i i t z s u l ~ entl1:ilt.
l i t ~ ~ a t Liquor stypticus
wid Liquor Zinri tnurialici sind olficincll, chenso
01. R a d . Artticne, 01. Scrpy!/i, 01. Cllb~/JaI’i~iil,
Plumb. jodaluin.
Pulv. ai;roykorus Sedliceiisis Rec. : Nu1i.i carbon. nridul. Gr. 40.
Tnrtari tralron. p u l r . Ihnclinien 2. 111. D . ad chart. cocriil. Rec.: Acid.
tnrlui’. piilc. Gran 35. D . at1 clinrl. nlb. Seorsim iu Aqua solitta coni-
,
wisceitda.
S t i b i u in p u r u m . Das lriufliche Spiessglanznietall so11 3 und
melirmals wit trocltneni kol~leosa~~rcn
Xafron geschrnolzen wcrden bis
das Bletall rein ist. Die l’riifung ist beigefilgt.
Sulphur jodatzini ist aiifgcnonitiien.
s u i p 11 11 r s 1 i b i a 1 u ?I& 1’tt 6 e ?( in.
Nan liat die fruhere Vorsclirilt der Dmstcllung dorch Kochen dcs
Scliwcfelspicssglanzcs niit kolilcnsaurcin Satron gcwlililt.
Die Vorsclirincn sind ohnc Ausniihrne zwcckmiissig gcwililt und
bcltundcn dcn sncliverst,Zndigen I’rak!ilier.
Der drittc Theil enthalt
cin Verzcichniss dcr Kcagentien, wclchcs iiberaus roiclilialtig ist.
Auch die alkalinictrisclie untl chloroinctrischc filethotle und tlcr
Appnrat sind bcschriebcn, cbcnso die Priifiing nuf Arscnilc nach 1a r s It.
Die virrtc Abtheilung enthiilt den schon ohen erwiilintcn pliarmaccutischcn lialcnder itbcr die Einsaminlung dcr Vegetabilien, die Zcit
und Stnndortc der einhciiiiischcn Pflanzcn, w i i s freilich nur bci eineni
lilcincn Geliiete lcicht ausftilirbar, aber hochst zwccliniiiasig ist.
Ihriiuf folgt cine Uebersiclil dcr Ausbcutcn dcr Vegctabilien a n
Extracten, dann cine T;ibclle Z u n i Vcrgleichc der spccifisclien Gewichte
rnit den Araeometergraden von Be a uni 6 , U cclc und H i ch t e r ; darauf
cine Tabclle iibcr die nlcngcn an Wcitigcist i n wiisserigen Mischungen ;
sodann ci~ie verglcichcnde iilkaliinctrischc aucli cine chloroinetrische
Scala; eine Tabclle iiber dcn Gclialt an Clilor und Chlorwasserstoffsiiure in vcrdiinnten S~lzsiiiirctiiiscliiitigen; rlicnso des Scliwet’clsiuregcllalts in verdiinnten Blischungcn ; cine ‘1:il)clle iilier den Gcholt dcr
S;llpctersPuren, dcs A n ~ m o n i i ~ ~i ni ~dcn
s
h i i n p e n , tles Actzlialis uud
Actznatrons; einc vcrgleiclientlc IJebcrsiclit dcv Scalen yon Fa 11 r c n
h e i t , C e l s i u s und R d a u i n u r ; cine Tn1)cllc ubcr die Mengen der
P;tlze, wclche cine bcstininitc llengc IVnsser aufnimmt; cine Tabclle
tiller den Gclialt an hcroischcn Stolkn in verschiedenen Arrhciformeh;
eiiic Tahelle iibcr die Dosis dcr stark wirltcndcn Blittcl nach Art der
~~rciissiiscl~en
Pharmakop(ic; eiiic ’ficfcl dcr stochiometrischen Gewichte
drr Priparate. Endlich folgt eiii Catalog dcr Nnmcn dcr Medicamente
i n dcn franzijsischen, englischen und andern I’hnrmaltopben mil Bei-
-
13s
4 96
Literatto'.
fugung des olticinellen, ferner ein Register der deutscben Namen unler
Beisalz des oIfirinellen lateinischen, ein Irides anglicus, ein Zndex
gaZZicus und endlich ein Register der Pharmakopije.
l l i t Freude haben wir diescs ausgezeichnete Apothekerbuch gclcsen, welches seinen Bearbeitern zur Ehrc gereicht, und empfehlen cs
sowohl Acrzten, als Apotliekern als ein brauchbares und sehr niitzliclies \\"erk. Papier und Druclr sind ebenfalls ausgezeichnet sch6n.
l)r. Blcy.
An die I'harmalrop6e scliliesst sich die Hamburgische Taxe. 1844.
Es lieisst in dem Vorworte ganz richtig, dass die Taxc dazu diencn solle, einer nachtheiligen Willkiir Schranlren zu setzen und sowohl
das Publicuin vor Uebertheuerung zu sichern, als den1 Apotheker fur
seine i h m gesetzlich auferlegten Verpfliclitungen eine gendgende Entschiidigung zu gewfihren, daniit er jeder Zeit im Stande sei, in jeder
Ilinsicht Geniige zu lcisten. Es heisst ferner: Der Preis der Arznei
wird gciiau nach der Taxe eingerichtet und darf der Apothelter keine
den1 Publicrini uiid seiiten Collcgen nachtheiligc Verbindung eingchen
und durch Bewilligung yon Yrocenten oder Gescbenken sich Vortheile
zii erwerben suchen.
Dieser nnwiirdige Betrieb wird, linter welcher Form er sich anch
xeigt, sowohl an deiii Geber als dem R'ehnier auTs Strengste geahndet
werden.
h i a m e n Lenten erleidet diese Bestimmung cine Ausnahine und
ist in solcheni Fiille diis llecrpt niit A. 1'. (Armen-Taxe) oder P. P.
(pro pnuperibus) zu brseichnen. Ferner erleidet die Bestimmung da
cine Ausnaliine, w o bei grBsseren Liefcriingen a n Armen- oder Kranken-Anslalten ein allgeniciner Habatt, welcher fur regclinfissige Licferungcn nie inehr als 25 l'roc. betragen d i d , gegcben werden Irann.
Far Arzneiniittel, dcren I'rcis fur jeden einzelnen Gran bestimmt ist,
gilt der volle Taspreis his zum Bclauf yon 12 Gran inclusive und
alsdann jeder rolgcnde (;ran b i s zu cineni Scrnpel die Ililfte des vollen
Taspreisrs mehr etc. Fiir Arzneintittel, \TO dcr geringste l'reis fur
eine Drachiiie bestiinint ist, gill dersclbe bis Z u n i Belaufe von 4 Drachinen
inclnsive, jede folgende I)raohiiie bis zu einer IJnze die Iiilfte des
vollen Taspreises mchr. WO dcr Preis der IJnze bestimmt ist, gilt
solcher bis zii 4 Unzen, denn bis 8 Unzen tritt die Halfte tiiehr cles
vollen Taspreises ein ctc. Ganz ltleine Quantitiiteli werden, went1
auch ihr Preis geringer ist, einen hnlbcn Schilling gerechnct, jede fiir
sich, so dass der Totalpreis iiiiiiier volle Schillinge betragt.
Weihnachts- und Reujahrsgcschenke sind als unwiirdig abgeschafft.
Wir lnssen einige Tarpreise als neispiele folgen :
Acetum aroniat. 1 Unze 3 Schill. Bids. Copaiv.
I Unze 6 Schjll.
Acid. benzoic. 1 Si-pl. 4 Borax. pulv.
1
4 - nitr. funi. 1 Drch. 1 Cantharid.gr. plv. 1 - s - tannicum 1 - 8 C'liinin. sulphur. 1Scrpl.16 - - _
6 Gran 1 1 Gran 1 Ambra grisea
1 - 2 Cort.Chin.reg.plv.1 Unze16
Aninion. inur.dep. I Unze 6 -Elaeosach. Foenic. 1 Drch. 1 Aqu. Chamomill. 2
I - Cajeput I - 2
- Cinain.
1 - 2 Chnniom. 1
4
- Laurocer. I - 6
n1enth.pip. 1
2 Argent. nitr. fuc. 1Drch. 16 E l k Aurant. comp. 1Unze 10
&a foetid. dep. 1 UnzclZ Einpl.Canthar.ord.1
3 -
-
-
-
-
-
-
-
-
197
Lileralur.
Empl. Ceruss. 1 IJnze 3 Schill. Tinct. Castor. sib. i Drach.32 Schill.
Exlr. Absinth.
1 Drach.2
1 Unze 2
Ung. basil.
- Cinae aeth. 1 - 16
- Hydr. cin. 1 - 8
Extr.Gram.(hIellago) ltJnze8
Zinci
1 - 8 Opii.
1 Drach.16
Zinc. oxydat.
1Drach.4
Rhei.
I
fj
A
r
b
e
i
t
s
p
reise:
Ferr. tartic.
1 - 8
1
Decoct
bis
8
Uuzen
3 Schill.
Fol. Senn. alex. 1 ITnze 6
1 Emulsion bis 8 2
Ilb. Absinth.
1
2
1 Mischung ohne WiirmeChenop.ambr.1
3
1 anwendung
JIenth. pip. 1
3
1 lllischung niit
2
Ilydrarg. mur. mit. 1 Drch. 4
1 Saturation
2 Rb. Trifolii
1
2
1 Filtration
2 1nfus.Senn.comp. 1
3
Yilleii 1 Drachme
2 Jodurn
IDrach. 8
1 Unze B2-4Gran 8
Kali acet.
I Unze12
Conspergiren mit Zimmt
- carb. dep. I
4
I Drachme
;tartar.
1 - 6
Pulver 2-3 Stiick
1 Kreosot
1 Drach. 6
4-6
2 Linim. sap. camph. 1 Unze 6
7-9
3 Liq.Ammon. acet. I
6
16-18
6 caust. 1
4
Dispensirung 1 Pulvers 1
Lycopodium
1
6
mehrerer i 4
Mngnes. carb.
1
6
Blischung einer Salbe
1
Morph. acet.
1 Gran 2
eines Pflasters bis
10
15
1 Unze
1 Bloschus
I Scpl. 90
bis
IGran G
6 Unzen
2 0I.Amygd. fr.expr. I Unze 6
Streichen eines Pflast. von
01. Bergamott. 1Ihach.3
GDrach., ?+ZoIIlang
Jecoris. asell. 1 Unze 1
u. breit, auf Leincn 4
Dlenth. pip. 1Drch.12
auf Ledcr oder Taft 5
- Ricini
1 Unze 4
Gefiisspreise:
I'ulv. adrophor. I
4
Rad. althaeae
1
2
Grilne Medicingliser bis
-Rheimosc.pulv.l
24
2 Unzen
I Schill.
Rotul Menth. pip. 1
6
Sapo. jalapin
1Drach. 8
3-8 Unzen
2 Sem. Anis. stell. 1 Unze 4
Spec. pector.
I
3
9-12 Unzen
3 Spirit. camph.
1 - 3
Weisse Krulten his 2 Dr. 1
sulph. aeth. 1
6
his 2 Un. 3
Strychnin. nitr. 1 Gran 3
Grlne
- 1
Syrup. Althaeae 1 Unze 3
- -8-3
Simpl.
1
2
Pappschachteln bis 1 Un. 1
4
- Violar. I
-3-3
Convolute bis 12 Kapseln 1
Tinct. Aconit.
1
8
I
6
- amar.
- uber 12
2 Man sieht, dass diese Taxe Hand und Fuss bat.
Bley.
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
--
-
--
-
-
-
-
-
-
--
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
--
-
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
588 Кб
Теги
ardp, 18450920221
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа