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ardp.18471010138

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Zmez’te Abtheidung.
Vereins - Zeitung,
redigirt vom Directorio des Vereins.
._
-
1) Medicinal Gesetzgebung.
-
Nach d e r Vorschrift der 6ten Ausgbae d e r Landes-PharmakopBe
sollen viele Prlparate, z. B. alle Extracte und itherisehen Oele, die
meisten Salben und Pflaster u. s. w., mil lliilfe eines Uampfapparates
oder eines Wasserbades bereitet werden, aiich sind in der, seit dein
1. April d. J. geltenden Arzneitaxc bestimmte Preisc fiir die Danipfdecocte etc. ausgeworfen worden.
Damit aber obigen Vorschriften, welche den Zweclc haben, die
durch Infusion und Decoction zu bereitenden Arzneien gleichlGrmiger
und wirltsamer darzustellen, ubernll auf die entsprcchende \Veise nacligelcornnien werde, sind die Apothelrer anzuhalten, sich niit den errorderlichcn Dampfvorrichtungen zu versehen, und bei der Bereitung der
Decorte, Decocto-Infusa und Infusa nach der beiliegenden Instruction
zu verfdhren.
Uie Kanigliche Regierung hat diese Instruction durch Beltanlitmachung derselben in dem Atntsblatt oder ;iuF sonst geeignete Weise
zur allgerneinen Kenntniss der Aerzte und Apothcker zn bringen, und
fiber die Beachtung der darin enthaltenen Vorschriften pflichtinlssig
zu wachen.
B e r l i n , den 6. Mai 1847.
Ministeriurn der geistlichen, Unterrichts- und McdicinalAngelegenhcilen.
An die Honigliche Regierung
z I1
C i r c u l a r e.
Die zinnernen oder porcellanenen Decoctbichsen niiisscn so cingerichiet sein, dass sie bis wenigstens zu drei Viertel ihrer lliilic den
Wasserddmpfen ausgesetzt sind, welche die Temperatur dcs Itocheiiden Wasscrs haben miissen. Ein Theil der Buchse ltann aucli mil dcin
ltoehenden Wasser selbst unmittelbar in Beruhrung sein. Werden die
Wasserdanipfe BUS einem Dampfkessel entwickelt, so darf ihrc Teinperatur nie so hoch sein, dass sie die Kliissiglreit in den Bilchsen bis
zum Kochen erhitzt. Die Decocthiiclisen niuasen mil g u t schliesscndem
Deckel von deinselben Material versehen win.
Die gut zerltleinerte Substnnz, deren Gewichtsmenge voin Arzt vorgeschriebcn ist, wird mit so vie1 kaltein Wi~ssee, a15 erldhrungsmlssig
hinreichend ist, um die vom Arzt vorgeschriebcne Quantiliit Fliissigkcit
zu erhalten, in d e r Decoctbuchse angeriihrt, die Biichsc vcrschlossen und
cine halbe Stunde lang der Einwirliung der \\’asst:rdiiiiiyfe ausgesetzt.
Wilirend dieser Zeit wird der Inhalt der Buchse nielire Male gut
durch einander geruhrt und dann gleich liciss c-olirl. Sdireibt der
Arzt vor, dass gcgen das Ende der Operation iioch cine andert: Sulistanz zugcsetzt werden soll, so geschiclit tlics, i i ; i c I i ~ I ~ ’ ~(lie
ii
I$iic.hsc
25 Rlinutcn den Dimpfen ausgesetzt gewc5t’ri ist.
Arch. d. I’liartn. CI, Bds. 1. Hft.
G
82
Vereinszeitung.
I)erocto-Zn(usaa bereikt man, indeiii man, nrchdcni das Decoct die
vorgcscliriehcne Zeit hindurch den W’asserdampfen ausgesetzt geWesen ibt, zum lieissen Inhalt der Uirchse die zu infundirende Substanz
ziisctzt, sorgKiltig uiiirulirt, die Buchse wiederum verschliesst und zum
Abltiihlcn zur Seite stellt. \Venn der Inhalt derselben vollie erlraltet
ist, wird colirt.
Die fnfusa werden auf die eewohnliche M’eise, nsnilich durch
Uebergiesseh der gut zerlileinerten Substanz niit koctieiidem M’asscr,
llmriihren des Inhalts der Buchse, Verschliessen und llinstellen derselben bis zurn viilligen Erlcalten .und Coliren des Inhalts, bereitet.
Will der Apothelier zu den Infusis Wasser uerwenden, welches
in einern Kessel, d e r in den 1)ampfapparal liineingeslelll zn werden
pflegt, durch die Wasserdimpfe des Apparats bis nahe cur Temperatur des ltochentien Wrssers erhitzt worden ist, so muss er die Hiichse
noch wiilirentl fiinf illinuten den Wasserdsnipfen aussetzen und dann
erst zurn Abkirlilcn bei Seite stellen.
Zu jedern Infusum und Decocturn ist eigentlich eine Vorschrift
des Arzkes nothwenilig, wodurch die Menge d e r anzuwendendea Substanzen und die l e n g e d e r Fliissiglteit, die damit erhalten werden
soll, angegehen wird.
Sollte jedoch d e r Fall vorltomnien, dnss d e r
Arzt eine solche Bestimmnng zu geben unterlassen hiitte, so wird zu
1 Unze des Ilerocts oder lnfusnms 1 Drachrne der Substanz genornmen. Solltc ein Arzt ein Dccoclum concentixatum oder concentrrctissiinuin noch versclireiben, so lssst man, uni diis erstere zu bereiten
die Biiclise p Stunden und, um letzteres zu bereiten, 1 Stunde den
\l’itsscrdiimpfen aiisgesctzt, ohnc dass die zu ltochendr Siibstanz verinehrt wird. Verschreibt e r ein Znfusum concentrntum, so w i r d die
zn irifundircnde Substanz um die Halfte und beini Inf?csutu concentrcit i . w i n ~ ~ ~uni
i n dss Iloppelte vermehrt
Bei stark wirlienden Arzneimittclii muss stets durrli den Apothelier vom Arzt die grniiuere Bestiiiinii~ngeingeholt werden. Ebenfalls muss, wenn ein Decocluin oder
fnfusuin snlurutuin verachrieben worden ist, die gcnauere Uestimiiiung
eingeholt werden.
I
2) Nangel im Medinicalwesen.
CTeber aralliches Dispcnsiren.
In h i e r n ist durch Ministerial-Verordnung vom 6. April und 26. September die Erlaubniss des Dispensirens von Arzneien Seitcns der Aerzte
crweitert worden, so drss sie selbst in eigenen Fillen gestilttet wird
da, wo Apotliehen sich liefinden. Blit rollem Rechte ist hiergrgen
von Seiten der Apothelier in dem Hreise Schwahen und Neuburg in
cincr Petition an den Kiinig remonstrirt worden. Es wird darin nachgewiesen, dass diese Erleubniss mil der Bestimmung der ApotlieltenOrdnung voni Jiihre 1812 ini Widerspruch stehe, in welchcr es als
EingrilT in die Keclite der Apothelier bezeichnet wird, wenn ein zur
k’iihrung einer Il:~nd-Apotheke nicht Befugter selbal dispcnsirt und
wenn ein soleher iin Allgemeinen Befugter die Ahgabc von Arzneien
iiber seinen Wohnsitz hinaus auf Orte ausdehnt, welche von crsterem
weiter als eine Apotlieke entfernt sind. Es wird l‘crner gezrigt, dass
durch cine allerhOchsie Entschliessung voni 5. Jaiiuar 1833 bestimiiit
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