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Verbesserte Dnrsleltzing der Fumarsaure.
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Da keine vollstandige Amhenanal se veranstaltet werden konnlc, so hehalt sich u Id cr d e naheren Angaben
vor. [Aus Scheikund. Onderzoek.)
Joh. Miiller.
Verhesserte Darstelluitg der Fumarsaure.
W. D e l f f s hat das Verfahren, die Fumarsaure darzustellen, auf folgcntlc Wcise vereinfacht, wodurch auch
glcichzeilig cine griissere Ausbeute erzielt werden soll.
Man sol1 namcntlich den auwepressten, und durch Kochen
und Absetzcn vom Chloroptyll befreiten Saft des Erdrauches nicht erst mit oxalsaurem Kali, sondern sogleich
mit essigsaurem Bleioxyd fallen, wobei ein Ueberschuss
zu vermciden ist. Das nur leicht ausgewaschene fumarsaure Bleioxyd wird mit Salpctersaurc von gewohnlicher
Starke zu einem Brei angeruhrt, wobei ein Erwarmen und
Aufschwellen statt findet, und so 24 Stunden stehen gelassen:. sodann setzt man so vie1 Wasscr hinzu, als nothig,
um die uberschussige Salpetersaure zu entfernen und
wascht den Ruckstand noch cin Paar Ma1 rnit Wasser aus.
Der Ruckstand auf dem Filter wird rnit kochendem Weingeist behandelt, um die Fumarsaure auszuziehen. Die
durch Verdunsten des Weingeistes crhaltene rohe Fumarsaure enthalt immer noch etwas salpetersaures Bleioxyd;
man lost daher dieselhe i n Ainrnoniak und entfernt die
darin enthaltrnen Metalle mit Schwefelwasserstoffgas. Da
hierdurch gleich mil auf die Entfirbung gewirkt wird,
erhalt man gleich fast farblosc Iirystallc von doppeh
fumarsaurem Ammoniak. Sind dieselben noch schr gefarbt, so muss man sic umkrystallisiren, ehe man sie durch
Losen in hcissem Wasscr und Behandeln mit Salpetersiiure zerlegt; ofi rcicht a t w cin kleiner Ueberschuss von
Salpetersiiure aus, um das Fiirbendc zu zerstoren, und
man erhalt sofort farblose Iirystallc der I'urnarsaure.
D e l f f s will auf dieso Weisc 2; ma1 so vie1 Fumarsaure
erhalten habcn, als Wi n li 1 e r und D e rn a r c a y angeben.
(Poggend. Annul. 1850.No. 7. p . 935.)
Mr.
4
Digitalin.
Dr. W a l z hat sich vie1 mit der Darstellung des Digitalins beschafti t. Das im Handel vorkommende ist
durchaus nicht a s einfacher Iiiirper anzusehen; sondern
lasst sich in drei verschiedene Stoffe zerlegen. Diese
drei Stoffe finden sich aber in verschiedener Menge im
7
Digitalin.
188
Kraute, je nach seinem Alter und nach der Zeit der Einsammlung.
Wenn der durch Zerlegung des Gerbstoffniedarschlages verrnittelst Bleioxydhydrats dargestellte und durch
Entfarbung mit Thierkohle gelblich weiss erhaltene Korper mit absolutern Aether digerirt wird, so lost slch eine
eringe Menge, aus 4 Unzen etwa 25 Gran auf. Beim
f'erdunsten des Aethers bleibt eine olartige Flussigkeit
zuruck, welche nach dern Erkalten zu einer durchsichtigen harzartigen Masse erstarrt von so bilterern und
kratzendern Geschrnack, dass derselbe viele Stunden lang
anhalt. Dieser Korper lost sich n u r noch theilweise in
Alkohol und lasst ein weiches Harz zuruck, welches beim
Losen in Aether eine klare Flussigkeit von der Consistenz
des Co aivabalsams darstellt. Nach dem Verdunsten des
Alkoho s und Austrocknen des Ruckstandes erhalt man
eine etwas feste Harzrnasse, welche W a 1 z mit dem Namen Digitalicrin belegt.
Das durch Aether erschopfie Di italin lost sieh zum
grossten Theil in Wasser mit d u n k 3 weingelber Farbe,
wabrend sich ein kleinerer Theil als weisses Pulver zu
Boden setzt. Duroh Filtriren und Waschen mib kaltem,
Wasser wird das weisse Pulver vom Loslichen getrennt
und in Alkohol von 1,830 spec. Gew. aufeel6st. Dieses
geschieht langsam in der Kalte, leichter beim Sieden des
Alkohols, doch scheidet sich beim Erkalten ein rosser
Theil wieder aus in weissen Flocken. Beim Ab
! L unsten
der alkoholischen Losung bilden sich anfangs in dwselben Flocken, spater bildet sich ein weisser gallertartiger
Rand und dann erstarrt das Ganze zu einer reinen Gallerte ; nach langerem Stehen vertrocknet die Gallerte allmhhlig zu einer lockern, krystallinischen, weissen Masse,
welche Digitalin ist.
Die wasserige Losung, welche den grossten Theil
aufgenommen hat, schtneckt wie das Digitalin selbst, stark
und ekelhaft bitter; mittelst Thierkohle entfarbt sich die
Flussigkeit ziemlich und lasst nach dern Verdarnpfen eine
gelbliche amorphe Masse zuruck, die beirn Zerreiben ein
trocknes fast weisses Pulver giebt. Als ein Theil der
Losung mit Tanninlosung versetzt ward, so entstand ein
blendend weisser flockiger Niederschlag, der sich als eine
lanzende, gelbliche, harzahnliche Masse ansetzte. Nach
inreichendern Zusatze von Gerbstofflosung ward die
Flussigkeit abgegossen, der Niederschlag mit kaltem Wasser gewaschen und in gelinder Warme vertrocknet. Diese
l a m e schmeclite anfangs gar nicht, hernacb bitter. Als
P
f
189
Dzgilalin.
von dieser Masse cin Antheil mil seinem gleichen Gewichtc BIeiosydhydral ymischt, mit Wasser angerieben
und eine Zeitlang d~gerrrtwurde. nahni das Wasser bald
einen bittern Geschniack an. Dic Losung, welche frei
von Gerbstoff war, licss cine fast farblose gallertartige
hlassc zuruck, welche bcim Trocknen ein gelblich weisses
Pulver gab. Es war zum Ausziehen mehr Wasser als
fruher notliig und mittelst Alkohols gelan dieses bcsser.
Nach vollkommenem Erschopfen mit asser und vorsiclitiycm Verdunslen blieb eine ganq amorphe gelbliche
hlasse voii ekelhaft bitterem Geschmacke zuruck. Mit
Thierkohle liess sie sicli nicht entfarben, auch miltelst
Bleioxyds gelang dieses nicht; eben so wenig mit Tannin.
Dieser Antheil hat von . W a l z den Namen Digilasolin
crliallen.
Das von W a l z niil dcm Namen Digitalin bezeichnete
Educt slimmt seinen Eigenschaften nach uberein mil dem
von I1 o m o 1 1 e beschriebeiien Kijrper. Es stellt namlich
eine stets warzie, krystallinische weisse Masse dar, scheidct sich beim Losen in heissem absolutern Alkohol nach
dem Erkalten io Form von Flocken aus u n d crstarret,
wenn ein Theil des Alkohols abdestillirt ist, zu einer gallertartigen Masse aus Digitalin und Alkohol hestehend,
die in einer Warme von 60-700 R . schmilzt und eine
Selbe Flussi keit darstellt. Bei vorsichtigem weiterm Verdunsten bil et sich eine lockere krystallinische Masse.
In kaltem Wasscr lost cs sich nur in geringer Mengc.
100 Th. nehmen n u r 0,118 Tli. auf, kochendcs in 100 Th.
0,450 TI]. 400,000 TIi. absolutcr Aether nehmcn bei l e o R.
0,052 Th. auf, in] Siedcn abcr 0,OG8 Th. I n Actzanimoniak lost sich das reine Digitalin olirie Fiirbung auf. Beim
Zusatz von Wasscr eritstelit ein weisscr Piiedcrschlag,, der
sich nach cleni Abdunstcn als i.cincs 1)igitalin zcigt. Mit englischer ScliwefclsPurc ubcrgosscn, nimnit es eine
dunkel rothbraune Farbc an. Bein. Zusatz ron Wasser
entsteht anfangs Trubung, dann olivengrune Firbung. Concentrirte Salpclersiiure von 1,55 spec. Gew. farbt das
Digitalin gdb, es kist sich rnit gelher Farbe a d . Beim
Verdunnen mit Wasser entsteht Gela~iniren und spider
Ausscheidung weisscr Flockcn.
SalzsPure von 4,210 spcc. Gew. wirkt cbenfalls in
der Kalte nicht zersctzend cin, es bildet damit eine fazt
farblose Liisung, beim Zusatze von Wasser fallt das Digitalin nieder.
Beim Erwarmen bis zu 800 R. bleiht das Digitalin
unverandert, im Oelbade erhiczt, schrnilzt es bei 140° R.
6
f
190
Da'qdalin.
und f a n g erst bei 4650 R . an sich zii zerselzen uriler
Entwickelung von saurcn Dampfen. A u f Platinblech erhitzt,
schrnilzt es, blaht sich auf, stiisst weisso Nebel aus. die
sich entziinden und rnit sehr wenig Hussal)satz verbrennen und keine Asche hinterlassen.
Die wiisserige Liisu~igwird niir von Gcrbstoff gefiillt.
Die Verbindung mit Gerbstofl stellt cine $elbbraune
Masse und zcrrieben ein dcm Tannin hhnlichcs Pulver dar, is1 in Wasscr fast unloslich, dagegcn loslich
in Alkohol. Stickstof'f enthalt es nicht. Unter dem AUStrockncn bei 800 R. verlor lufttrocknes Digitalin 2 Proc.
Wasser.
Nach der Elernentaranalyse stellt W a 1 z folgcndo Forme1 fur das Digitalin auf:
b) Berechnct:
a) Gefunden in 100:
c
59,4
tI 9,14
0 31,116
100.
10 At. C =
9
II
9
II
'i64,40 oder 60
112,50 I I
9
0 = 400,011 I ) 33
H=
Atomgewicht 1276,i1
.. . 101.
W a I z schliesst theilweise BUS der Verbindung rnit
Gerbstolf auf dime Zahl, niehr ahcr rioch aus dem Urnstande, wcil das Digitalin als Oxyd der Baldriansiiure,
erscheint.
Lligdasolin.
Diescr Stoff ist eiric gelblich weisse arnorphc Substanz, die beim Verdunsten der allioholischen Liisung im
Wasserbadc zu einem lockern Schaurnc auslrocknet..
100 Th. kaltes Wasser liisen 0,8 Th. und- r i i i t siedendem Wasser ist sie fast im dreifachen Verhiiltnisse loslich. Die Losung mit 4000 Th. Wasser verdiinnt, schmeckt
noch vie1 starker bitter als die tlcs Digitalins. - 900 Th.
kalter absoluter Alkohol nehmen nur 10 Theile und kochender 50-60 Th. auf. - 400 Th. Alkohol von 0,85 0 spec.Gew.
losen bei gewohnlicher Teniperatur 40 Th. und bcim Sieden 60 Th.
100 Th. ahsoluter Aether losen bci 120 R. 0,005 Th.
und siedender 0,010 Th.; nach dern freiwilligen Verdunsten
hinterhleibt einc aniorplie hlasse. Animoniak lost reines
Digitasolin auf unkr erst rosenrother, hcrnach briiunlicher
Farbung. - Salpetersaure von ,1,540 spec. Gew. lost dasselbe unter I<ntwickelung geringcr hiengcn salpetrigcr
SPure init rothgelber Farbe auf, wird beini Versetz.cn niit
Wasser zuerst gallertartig ; hi weitem Wasserzusalze schoidet sich ein gelber Nicderscblag aus. - Gewohnliche
concentrirtc Salzsiiure von 1,200 spec. Gew. lost Digita-
191
Digitalin.
solin auf und lass1 bcim Verdiinnen mil Wasser dasselbe
nur lheilweise niederfallcn.
RIit Schwefelsiiurehydrat in der Kiiltu behandelt,
es sich rothbraun und beim Vcrdiinnen mil Wasser nimrnt
es cine s c ~ ~ m u l z i ~ - g l ~ i i t lFai*he
- b ~ a an.
~t~~
Ausser Tannin entstcht d ~ r c h kein Reagens cine
Verbindung, mil diesem aber bilden sich hlendend weisse
Flocken, welche sehr bald zu cinetn durchsichtigen IIarze
zusammcnballen.
Nach der Elemenlaranalyse hat W a I z folgende Forrnel aufgestellt:
t)
,I
c = li125,OO
111 100 l'heden: C 56,113
200,OO
I1 7,93
0 35,65
900,oo
Zusanimen 2525,OO als Atorrigewich~. Suniina 100.
Atom 19
16 I l =
9 o=
Vergleicht man
Digitalin = 10 C 9 I1 4 0
Digitasolin = 19 C I G 11 9 0
so zeigt sich, dass wenn die Formel des erskn liiirpers doppelt genommen wird, 1 At. CH'! niehr und 1 At. 0 weniger
erhalten werden.
Digilalicrin.
Dieser scharfe liratzende Stoff w i d erhalten auf die
Weise, dass man das nacli friihern Angaben bereitele
Digitalin mit absolutern Aether tligerirt, den nach den]
Abdestilliren des Aelhers bleibenden Ruckstaiid mil Wasser so lange auswiischt, als dieses cinen bittern Geschmack
annimmt und hierauf trocknet. Das Digitalicrin stellt ein
gelbliches Pulver tlar, zwischen den Fingern hallt es zusanimen und Lei 48" R. fliesst 9s uud giebt eine ganz
klare braune Masse. Bei 80" II. ist sie ziemlich flussig,
und im Odbadc bei 130° R. tieginnt die Zersetzung. Nach
der Eletnentaranalyse hat W a I z folgende Forrnel aufgestelll:
1 1 A t . C = 825,OO
'LO I I II = 125,OO
3 I , 0 = 300,OO
oder
66
II
I0
21
und das Atoingewicht = 1250,OO berechnet 100.
Die L)estillationsversuchc mit den] liraute des Fingerhutes ergaben als Resultat: Baldrinnsiiure Die fette S2ure,
welchc C o s m a n n gefunden habcn will, konnte nicht
erhalten werden.
Als Notiz findet sich am Schlusse dcr Abhandlung die
Nachricht, dass auch in der Scro hularia nodosa eine
fliichtige Saure und ein Bittorsto$ aufgefunden wurde.
(Avszug aus e i n m Don Dr. W a l z giitigst mitgelh. Separarabdr.
d . Abhandl. :in Jahrb. f : prakl. Pharm. Bd. 21. p. d o . ) L.B l y .
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