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Literatur.
197
Man sieht leicht, dass diese Resultate so ohne Weiteres nicht LU
bestrsiten siod, die Beweise der Unrichtigkeit k6nnen nur durch neue
chemische Versuche, welche m i l grosser Sorgfalt LU unternehmen sind,
gewonnen werden.
Der 111. Abschnitt handelt von den Eigenschaften, Reactionen und
Bestandtheilen des Hyraceums.
Neues lehrt uns die Aufstellung der Eigenschsften nicht. Bei
den chemischen Versuchen ersieht man nicht, mit welchen Mengen
der Verf. gearbeitet hat. Die Resultale bei Priifung auF Harnstoff htitten weiter verfolgt werden iollen, da ja der Stoff selbst jetzt weder
selten, noch zu kostbar ist. Auch die Priifung auf Gallenbestandtheile
hfitte weiterer Ausfiihrung bedurft.
Carbolsfiure ward nicht gefunden, auch keine Hnrnstiure, noch
Benroe- und Hippursiiure.
Als hauptstichlich wirksamen Bestandtheil plaubt Hr. Dr. Fi k e n t
s c h e r ein Harr ansehen xu kbnnen, von welchem er 49,5 Procent
gcfunden hat, welches penetrant aromatisch riecht, sauer reagirt, in
Aether wenig lbslich ist, wogegen en von einer Mischung von Aether
und wiisserigem Weingeist aufgenornmen wird.
Das Hauptresultat der llntersuchung ist n u n diems, dass daa Hyraceum nicht Harn dea Klippendachws, sondern dessen Excrement sei.
Die IV. Abtheilung des Schriftchens handelt vnn der therapeutischen Anwendung des Hyraceums. Dieses neue Mittel wird im Allgemeinen bei gesteigerter Erregbnrkeit des Nervensystems und insbesondcre bei vielen Formen der Hysterie als symptoniatiaches Miltel
empfohlen. Mittelst beigefilgter Krmkengeschichten wird dies zu
belegen versucht.
Ob das Hyraceum eine dauernde Stelle im Arzneischatre sich
erringen werde, mag die Zeit lehren.
Dr. L F. B l e y .
-
Cameralchemie fur Land- und Forstwirthe, Tecbniker, Sanitats-, Cameral- und Justizbeamte. In drei Abtheilunen bearbeitet von Dr. F r a n z D o b e r e i n e r, fruher
ehrer der Chernie und Pharmacie an der Universitat
zu Halle. Mit zahlreichen Holzschnitten in der 3ten
Abtheilung. Dessau, Druck ond Verlag von Moritz Katz.
f
m.
Nach dem dem Werke beigegebenen Prospecte sol1 die erste und
zweite Abtheilung nach der f i r das chemische Wissen unbedingt nothwendigen Einleitung iiber die physischen und allgemein thitigen Krifte
die verschiedenen Naturkhper nacb ihrem Vorkommen, ihreo verschiedenen Verbindungen und Zersetzungen, in so fern sie Gegenstinde
der angewandten Chemie sind, nach ihrer Einwirkung auf die Pflanzenvegetatioo und den thierischen Organismus behandeln, so dase die
erste Abtheilung die unorgasischen, die zweite die organischen K6rper
umfasst, die drilte aber den eigentlich praktischen Theil enthalko wird.
Der Verfaswr bat bei miner Arbeit eine Reihe noch ungedruckter
Abhandlungen aeines verswigten Vaters, der tremichen J. W. D6 b ere i n e r, benutcen kbnnen. Die Einleitung erklirt, dass diere Camerslcbemie (eigentlich Lebrbucb der Canieralchemie) dio specielle Anwendung der Cbemieoauf die mit dieser in Bcciehung atebanden Gegen-
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stiinde der Laadwirtbschalt, der Forilwirtbecbeh, der vcrachiedenen
Krlnrte und Gewerbe und endlicb der biirgerlicben Politei in eicb
begreife.
Erster Abschnitt. Von der Materie und deren verachiedenen Eigenscbaften.
A. Von der irdischen Materie. a) Von der Schwere. Bei der
ErklBruog iiber die Eintheilung dea Gewicbtr wird die dcs Medicinalc) Von der Adhiisiam.
gewichts verinisst.
b) Von der Cobiisioa.
d) Von der AfRniMt. Bei der Ueberriebt dcr einfachen Kdrper finden
eich beim Didym, Erbin, Hiob, Pelop, Terbia und Norium die Aequivalentsablen nicbt bemerkt. Dae Didym hat aber aacb H a r i g n a c ein
Atomgewicht von 62,000, wenn 0 = 10, oder von 40,600, wean
H = 1 angenommen wird. Niobium nach H e r m r n n 125,153 oder
100,122.
Von den ubrigen sind sie allerdinge zur Zeit noch nicbt
bekannt.
B. Voa der iitheriscben Materie. Hierunter sind die sogenannten
Imponderabilien begriffen.
Die Capitel von Liebt, Wiirme, Elektricitiit und Magnetiemua sind
sehr kuri und biindig behandelt, indesr doch klar und die Hauptpuncte uinfaseend.
Chemie der einlachen Radicale.
Unorganirche Chemie, beeser
Chemie unorganiicher Kbrper. A. Von den Nicbtmelnllen. Sauerstotf,
Wasserstoff, Stickstoff, Kohlenstoff. Bei der Betracbtung der Holskoble
weist der Verf. mit Recht auf die Niitrlichkeit der Anwendung dee
Kohlenstaubes in der Pflanzencultur hin. Chlor. Brom und Jod. Der
Anwendung in der Photographie iel nicbt gedncht. Fluor. Scbwefel.
Bei der schwefligen Sgure ist noch der Anwendung bei der Zackerfabrikation nach s 1 o I I e und M e I s e n 8 su gedenken. Selen, Tellur,
Bor, Kiesel, Phosphor, Arsen, Antimon.
B. Von den nlelallen. a) I ,ichte. b) schwere.
Uer Verf. erkliirt sich darirbrr, dass er das Araen und Antimon
nicht unter don letallen rufgeziihlt habe, was allerdings auffallend iet,
weil er sie als Zwischenglieder der Metalle und Nichtmetalle ansebe.
Wir vermissen bei einigen, welchr doch nlcht 80 allgemeia verbreitet
sind, 2. B. Wismuth, Zink, Cedmium, aelbst Hupfer, die Angrbe der
vorztiglichsten Fundorie, welche docb den Cameralisten imteressiren.
Die Errmetalle sind siiiomtlich sehr kurr abgebrndelt, doch ist das
Wichtigste rngemerkt.
Wahrend doch einer Abtheilung der Metalle in leichte und schwere
erwiihnt wird, finden sich die leicbten Alkalien und Erdmetalle, doch
ohne einen besonderen Abschnitt su bilden, hinter den 6CbWeren verzeicbnet. Am Ende der Abtheilung der Metalle flndet rich unter No.22.
Ammonium aufgefilhrt.
Der rweite und dritte Band enthfilt die organiechen Kdrper. In
einem allgeminen Theile findet sicb eine geaerelle Cbarakktrirtik,
Betrachtung der Theorie der zusnmmengeietsten Radicale, der Substitution der Kerntheorie, der Tbeorie der Parrlinge, ein Abscbnitt
hber die Bildung der organischen Kdrper, eine Betrachtang der phjsikalischeb Elgenschafkn der organiscben Verbindungen, Pber Isomeris.
1. Zeraetsong und Umwnndlung organiseber Verbindungen. a) Durch
Giihrung. Verscbiedene Arlen der Clhrang. Pdtlloiw, Verwemng,
Vermoderung. Die Conservation erganlecher Substanren.
11. Zersetrang organlicber Verblndaagen dnrch die Hitse, Errcbeinungen der trocknen Deetiltation, Erscheinungen dkr Verbrennnng.
Lderatur.
111. Zersetzung organischer Verbindungen dnrch nndere kriiftige
chemische Agentien. Zersetzungen durch Salzseuger, durch Mineralshuren, durch Chloride, durch Alkalien, durch schwere Metalloxyde,
durch andere chemische Agentien. Eiotheilung der orgsoischen Verbindungen.
Besonderer Theil. Erata Hmptgruppe. Sdarcn mit zusanimengesetztein Radical. Organische SPuren. 8ei den Siiuren siad die Verbindungen mit den Bare0 and Oxyden, die Salze abgehandelt, insbesondere diejeoigea, welche in der ,l'ecPoik Anwendung finden.
Zweire tlauptgruppe. Organische Basen, Alkaloide. Diese Stoffe
Bind gaoz passend nur kurr bebandalt. Anhang, Halidbasen. Producle der Lheilweisen ~ a ~ e r 6 W f f e f l t z i e h u nder
g Halidberenredicale.
Wecks. Fette Oele. Feltarten. Indiffereete organische stone. Aerberirche Oele. Rampferarten. Hadicrle verschiedener Oele. Harze.
Weichharre oder Balsame. Cummiharze oder Schleimhsrce. Kautrchukkbrper. Farbstoffe.
In Pflanzen und Thisren allgemeiner vorkornmende indifferente
organische Stoffe. Zuckerarten. Gummiarten. Pectinkbrper. Hier
sind aueh F r e m y 's neue Sloffe aufgefiihrt. StBrkmehlartea. Cellulose.
Allgemeiner verbreitete stickstolfbsltige indirereate orgsnische
Stoffe. Pro~einverbiudsn~en.Allgemeine Zersetmngsproducte g e w b
ser organischer Stoffe.
Der dritte Theil, die angenandte Cheeie umfasrend, ist uns noch
nicht zugekormmn.
Die beiden ersten vor uns liegenden Theile Bind deissig gearbeitet, mit Hiicksicht auf alle neueren Entdeckungen und Erfahruagen
in dern Gebiele der Chemie. Sie k6nnen bei einer weiten Verbreitung, die wir dem Werke wiinschen, dazu beitragen, niitzliche Kenntnisse in den Kreisen zu verbreiten, wo sie zum Theil noch fehlen und
doch niitmlich wirken kbnnen.
Die iiussere Ausstattung des Buches ist eine durchaus lobenswerthe.
Dr. L. F. B l e y .
-
Die Nichliskeit der atomistischen Lehre. Von L e o M e y e r .
Elbing, Verlag von F. W. Neurnann-Harknann. 1859.
8. VllI u. 192 S.
Der Verfasser dieser Schrift beurtheilt die atomistische Theorie
als Naturphilosoph, und deshalb ist es wohl ganz natiirlich, dass er
zu dem Schluss gekommen ist, der seinein Buche den Titel giebt.
Er stellt in der Einleitung als aus dem grossen Weltleben (durch
Speculation) gewonnen folgende Siitze auf :
1) dass in der ganzen Welt eine Eins oder eine Einheit vorhanden sei, der zufolge nicht allein die ganze Welt ein Eins oder
ein Ganzes sei, sondern auch alle Erscheinungen sich auf das
Einfache zuriickfiihren lassen;
2) dass das Ganme stete aus eiozelnen Theileo, Gliedern, zunammeogesetzt, d. h. dase ea gegliedert sei;
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