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ardp.18531260319

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Zmeite dbtheitung.
Vereias - Zeitung,
redigirt vom Directorio des Vereins.
Rericht Gber die Jubelfeier des G P ~Hofraths
.
und Professors Dr. H . Wa ck e n 1’ o d e r und dQs cheinisch-pAarmaceutischen Instituts zu.Jena am 12. November 1853.
Am 12. November d. J. wurde das 25jahrige Bestehen des hiesigen
cheniisch- pharrnareutischen Instituts, das vom Hrn. Jlr. 13. W a d e n
r o d e r neu begriindet und ununterbrochen 25 Jahre lang geleitet
worden ist, in solenner Weise gefeiert.
Der Unterzeichnete glauht den Wunschen der sehr znhlreichen
friiheren Rlilglieder dieses Instituts und der vielcn Freunde des Directors desselhen zu entsprechen, wenn er einen getreuen Bericht uber
dieses durch die mannigralligste Theilnahme celehrirte Jubiliium i n
diesem Archiv niittheilt.
In, Herbst des Jahres 1828 w u r d e Dr. H. W a c k e n r o d e r , damals
Privatdocent an der Universitlt Giittingen, von den I)urchlauchtigsten
Erhaltern d e r Universitiit Jena als ausserordentlicher Professor in d e r
philosophischen Facultat an diese Universitat h e r d e n , vornehmlich zur
Neubegriindung eines pharniaceutischen Instituts.
Ein drrartiges, in
seiner tiinrichtung von dem nachrnaligen abweichendes Institiit w a r
nach Anfh6ren des Trommsdorffschen Instiluts in Erfurt, und zwar
nach dessen Vorbilde, vorn Prof. Dr. G i i b e l hier schon einige Jahre
friiher eingerichtet und geleitet worden, hatte sich aber rnit dem Abgange G 6 b t? 1’s im Spdtsommer des Jahres 1828 als urdentlicher Professor der Chemie nach Dorpat ganzlich wieder aufgeliist.
Die erst in) October 1828 ergangene formliche Vocation, su wie
die nothwendige Ausriistung rnit dem erforderlichen Lehrapparat und
die Uehersiedelung von Gotlingen nach Jena gestatleten dem Dr.
\V a clr e n r o d e r nicht, gleich zu Anfang des Semesters und friiher als
:im 6 . November t828 i n Jena einzulreffen und vor dem 12. November
seine Collegia zu eriiifnen. Diese Collegia bestanden hauptsaehlich in
der sogenaonten Arzneimittelpriifungslehre, welche aber schon danials
zu deln spiiteren Collegium uher pralttische Pharrnacie griisstentheils ausgedehnt und urngeschaffen wurde ; sodann in analytischer
Chernie, in praktischen Ucbungen mit dem Lhthrohr zu chemischennnd mineralogischen Untersuchnngen und i n einern pharmaceutischrhemischen Practicnin. Diese Vorlesungen und Uehnngen in Verhindung mit andern Cullegiert, welche i m Winter [email protected]/29 von D 6 b e r e i n e r , F r i e s , V o i g t und Z e n k e r geleseu wurden, befriedigten
-
Arch. d. Pharm. CXXVI. Bds. 3. Hft.
2.1
322
Vereinszcitung
,
die hier noch anwesenden Pharmaceuten in der Art, dass im Laufe
des Winterhalhjalires allm5lig eine Vereinigung der Pharmareuten zu
gemeinschaftlichen wissenschaftlichen Uebungen erzielt und das fur
die zu Ostern 1829 Abgehenden etwa noch Fehlende nachgeholt
werden konnte. Obwohl nun eine solche methodische Constiluirung d e s
neuen pharmaceutischen Instituts unter Jlitwirkung des Prof. Dr. W a 111
und des Ur. T h e i 1 e erst am Schlusse des Jahres EU ermoglic:heu war,
w i e diese i n der publicirten BAnkundigung uud Plan des pharmnceutischen
Instituts zu Jena, von Dr. H. w a clr e n r o d e r, ausserord. Professor. Jena,
im December 1828.a mitgetheilt worden iFt; so f l l l t doch factisch d e r
Anfang des pharmaceutischen Instituts mit dem Bepinn der Lehrthltiglteit W a ck e n r o d e r's in Jena im November 1828 zusammen.
Aus diesem Grunde heschloss der rnit dem jetzigen ohemisch-phnrmaceutischen Institute i n tmmiltalbareni Zusamnienhange stehende pharniaceutiseh.natnrwissenscliaftliclieVerein, desseu Protectorat der Director d e s
Instituts seit Begrundung des Vereins fiihrt, ini verflossenen Sommer, eine
soleune Jubelfeier der 25jahrigen Anitsthiitigkeil des Hofraths Wa ck e nr o d c r und zugkich des 25jahrigen Bestehens des Instiluts im Noveinb e r d. J. zu veranstalten. Der Verein glaubte auf die Zustimmung
atter Derjenigen rechnen zu durfen, die prdsstentheils als Pharmareuten, sum Theil auch als praktische Chemiker diese akademische Anslalt
wahrend eines Vierteljahrh'underts far ihre Ansbildung benutzt haben,
und beauftragte den untereeichneten Assistenten an deni chesiisckpharmaceutischen Institute als seinen dermaligen Vorsitzenden rnit d e r
Ausfiihrung des Beschlosses.
Dem gemlss erliess der damalige Vorstand des Vereins, bestahend
aus dem Unterzeichneten und den H H . R o h. B r a n d e s aus Salzuklen
und A. 0 s s w a Id aus Arnstadt, einen Aufruf im Aupusthefte des Archivs
d e r Pharmacie d. J. an alle friiheren hlitglieder des Instituts und forderte darin auf eur Theilnahme an der beahsichtigten Feier und zu
Beitrigen z u eineni Ehrengeschenlt an den Juhilar, das in einem silbernen Ehrenkranze beetehen sollte. Die Aufforderiing Iautete:
.Am 12. November d. 3. sol1 d n s Jubilaum des 25jBhrigen Bestehens des hiesigen pharmaceutischen Instituts unter d e r Leitung des
Herrn tlofraths W a ck e n r o d e r gefeiert werden. Es sollen an diesem 'I'age dem Jubilar ein silherner Ehrenkranz oder sonstige Geschenke,
welche erst aus d e r Grdsse der Beitrage sieh ergeben Itonnen, uberreicht werden. Deshalb ergeht an alle friiheren Mitglieder des Instituts die Auffurderung zu baldiger Einsendung von Beitragen a n
Wunsche i n i Betreff der Art d e r Geschenke, d e r Ueberreichung derselhen u s. w. wiirden diesen Beitragen beizufugon sein und mogliehsto
Berticksichtipung tinden
Namens des pharrnaceutisch natarwissenschaftlichen Vereins zu Jena. Der derzeitige Vorstand: E. R e i e h a r d t .
R. B r a n d e s . A. 0 s s w a l d . a
Gleich nach dem Ersrheinen unserer Aufforderung zeigte sich die
lehhafteste l'hcilnabme an d e r ausperprochenen Absirht nnd die erfreulichste Betheilignng an d e r Erreichung derselben. I)a zugleich von
mehreren Seiten der Wunsch auspesprochen wurde, es mdge den entfernt wohnenden Schiilern des Jubilars auch Gelegenheit gegeben
werden, demselben ihre Namen an dem Jubeltage ins Gedachtniss
zuruchzurufen, so tral der Unterzeichnete wahrend der. inswischen
einpetretenen HerhstFerien mit den HH. Privaldocent Dr. Ln d w i g
uud Hof- Apntheker Dr. IU i r u s , zwei friiheren litpliedern des Institub, zu einem vorlhufigen ComilC zusammen.
Yon diesem wurde
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hesclilosren, dem heahsichligten Ehrenkranze noch ein geeignetes Album
hinzuzufiigen, zu dessen Bereicherung mit Gedenhhkttern nunroehr alle
friiheren %hUleff dus. Jubilars hiermit freundlichst eingeladea werdcn
kbnnen.
D n nun der voin pharmnceutisch naturwissanscbafll~benVerein
gefnssie Beschluss zur Ausfiihrung gehracht werden Itonnie, 60 vereinigten sicb gleich heim Beginn des Wintersemeslaw aiif e k e deshalh ergangene Bitte Hr. Prof. Dr. S ch l e i d e n und Br Prof. Dr. E.
S c h r n i d mit Llrn. Hof-Apoth. Dr. P i r u s und don, Unterzeichneten
zu einein FeatconiitB, um die Feier selhst anf den 1% Pioverahor vorzuhereitee. Zu deal Ende wurde folgendes gebruchte Circularschreiben nidglichst verbreitel: rEw. Wohlgeboren t Aus der Beilage zum
vorigeii llrfte des Arrhivs der Pharrnaeie w i d Ihnen Ychon behannt
sein, dass die Schiller und Freunda des etr. W a c k e m r o d a v heahsichtiqen, am 12. Novernher d J. d w 25jPhrige buhiliiuac dea w.
W a ck e n r o d e r als Directors des pharrnaceutischen Instituts zu feiern.
Da die Theilnehmer es wiinscheeswerih finden, bei einem gemeinschaRlichen filittagsrnahle sich urn den Juhilar zu versamrneln, so ersueiien
wir Sie, uns gelalligsi utagehend zu nteldee, ob Sie geneigt sind, a n
diesem Essen l h e i l LU nehmen. Das Eswn findct statt Yittags 2 Uhr
auf dem hiesigen Rosensaale.
A n dasselhe schliesst sich nach den,
Caffee eine Ahendunterhsltung niit Concerlmiisik. Floehachtungsvoll.
Das Festcomiti: : Dr. &
iI
r u s.
Assistent R e i vh a r d t.
Ergchenst.
Ur. S c h l e i d e n . Ur. E . S c h m i d .
Jena, den 30. October 1853.u
Einige Tage spdter erliess das Cemile eine Einladung an die hier
anwesenden Freunde und Belcannie des Juhilars, i n Fnrm eines Prograrnms fur d i e Ausfiihrung der Feier selhst.
N E W .\I'ohlgehoren!
Am 12. Novemher wird d e r Herr Horralh Dr. H. W a c h e n r a d e r ,
Ritter u. S. w., sein 25jPhriges Jubilauin als Director des pharmaceutischen Instituis begehen. Die Unterzeichneten hahen fur d i e zwechmiissigste Prier di.eses Tages folgende Einricbtung fur wilnschenswerih
anerhanut:
Friih I 1 lihr Begluchwiioschung des Juhilars.
UUI 3/* 2 Uhr Festessen iin grossen Rosensaale.
Nach 'l'ische Caffee und Spazicrgang in dem huiaiiischen Gnrten.
A m Abetid Unterhaltung init Conrerllnusih im Rosensaale, wohei die Gegenwart der Frauen und Tdchter der geehrten Fcsttheilnehrner den1 Ganzen einen scbbnen und erfreulichen Schltrss
verleiken wird.
Wir laden Sie hierilurch zur Theilnahme an dein ohen erwiihnten Peste ein und ersnchen Sie, wenn Sie dern Mitlagsessen freundlichst beiwohnen wollen, uns davnn his zurn Rliitwoch den 9 Novbr.
durcti Anzeige hei Hra. Hot-Apoth. B l i r u s puiigst i n Kenniniss zu
setzen. Hochachtungsvoll u n d ergrhenst. DRBFeslroniiiB Dr. hl i r u s.
Assist. K e i c h a r d t. D r . S c h l e i d e n . I)r. E. S c h r u i d . Jena, den
7. Noveinher 1853..
Inzwisehen wurde vnn den anwesenden lncfitutslnlitgliedern, den,
Pharwac. Stud. HH. A r k e r m a n o , A v e n a r i u s , B o u m g a r t e n ,
B e i s s e n h i r t z , C 6 n e n , C r a oi e r, 0 i s s e n , E ti g e 1 h a r d t, F i e d
ler, F u r r e r , G . Griife, H e d e r i c h , v n n Helly, H i i r n e r , Luitb a r d t , O v e r b e c k , Rufl', S a n d e r , S c h m i d t , S w o b o d a , T o d ,
T o l l e , Z i e g l e r , Z i n h r i s e n , u n d den Chem. e t r e r . cameral. Stud.
H a g e n b r u c h und I i e i n z e eine Cornmission zur UebPrreichiina des
Ehrenhranzes und des Albums a u s den jhngsien hlitgliedern durch d a s
-
2.1 *
Vereinszeitung.
324
Loos hestimml, nimlich Hr. v. H e l l y fur den Ehrenltranz, Hr. C 6 11en fur d a s Album und Hr. Z i n l r e i s e n als Sprecher.
Auch hatten sich trot2 der vorgeriiclrten Jahreszeit yon auswarts
viele auswartige Freunde und friihere Mitglieder des Instituts angemeldel, und manche derselhen trafen auch schon am 21. November
hier ein.
Am 12. November in aller Friihe eroffnete die hiesige, cum grossten Theil aus Studirenden hestehende Liedertafel, unler Direction des
akademischen Musiltdirectors Hrn. S t a d e und des Hrn. Dr. G i 1 I e
auf deren ausdriicltlichen Wunsch, die Feier in dem Hause des Jubilars durch erhehenden Gesang. Diesem folgte alsbald die eigentliche
Festmusik, in trefflicher Weise v o n dem stidtischen Musilrchor vor
der Wohnnng des Jubilars ausgefiihrt.
Gegen 11 Uhr versammelten sich sammtliche Mitglieder des Instituts in den untern Raunien des Hauses, die, so wie cruch das Lahoratorium, von dem Famulus K O I t s ch festlich ausgeschnliickt waren,
und deren Ausschmiickung tlr. Buchhindler D o h e r e i n e r rnit den1
erst vor Kurzem bei ihrn erschienenen wuhlgetroffenen Portrait des
Jubilars, das dem Lahoratorio fur die Zulrunft verhleiben soll, vermehrt,
batte. Um I 1 Uhr hegaben sich die gegenwartigen Instituts-~litglieder,
denen sich auch mehrere d e r frhheren Schiiler sogleicb anschlossen,
zu detn Juhilar in feierlichern Zuge zur Beglucltwiinschung und Ueberreichung d e r Geschenlie. Hr. Zi'nlc ei s e n sprach folgende Worte:
8tlochgeehrter Herr Hofrath, geliehter Lebrer, gefeierter Jubilar !
An dem heutigen T a p , w o alle die Ibrigen und so v i d e Freunde
Itommen, urn Ihnen zum schonen Jubiliumsfeste durch herzliche Gluckwiinsche ihre Theilnalime und Freude zu heweisen, d r l n g t es auch
utro in freudiger Stiniiniing, unsere Gefiihle in einigen Worten aussprechen zu diirfen - Vor 25 Jnhren betraten Sie die Bahn, auf der
Sie seitdein zum Heile der Nlenschheit, zum grossen Nutzen der WisIin Nnoien frusenschaf't rnit glucltli~hem Erfolge gewirltt habcn.
herer n n d der jetzigen gegcnwartip hier vor I h n e n versatnmelten
Mitglieder des pharmaceutischen Instituts uberreichen wir Ihnen als
ausseres Zeichen unserer aufrichtigen Vereimung einen silbernen Ehrenlrrane und ein Album.
Rehitien Sie bin, Verehrtester, und hetraihtcn Sie diese Gaben nicht nur als einen Beweis von Liebe, Freundschaft utid Vertrsuen, welche Sie in hohern Grade i n den Ilerzen Aller,
die Ihre Schiiler waren und noc~h sind, und denen Sie in lhrem Unterrichte goldene Friivhte darreichten, erworben hahen, sondern auch als
eine, wenn auch n a r gerinpe Anerkennung Ihrer Verdienste um unserc
Wissenschaft und dicses Institut inshesondere. - Wie Viele werden
sich dieses Tages freuen und ihrem treuen, geliebten Lehrer R U S Ost,
SiiJ, Nord untl West, wohin sie durch d a s Geschiclt zerstreut sind,
Dank und Gldckwunsch im Herzen zurufen ; besonders aber genehmigen Sie die Versicheruug aufrichtiger Hochachtttlig und Liebe d e r
jelzigen, gagenw6rlig vor Ihnen versatninelten Schiiler. - Miige Gott
Ihnen reichlich vergelten und Ihnen Gesundheit und Kraft schenlren,
dainit Sie norh ferner recht lange so segensreich wirlren Irihnen, w i e
Sie seither gcth;in.r
Siehthar ergriffen und bewept erwiderte der Angeredete: rHochgeschstzte, hoc.hgeehrte Herren ! Sie uberrasehen mich nlit einer Feier,
die niirh lief und innig liewegt; die mich zu tiefgefiihltestein und
herzlichstrm nanke gegen Sie verpflichtet ; deren Erinnerung mil unausloschlichen Zugeu dem Gedachhiss eingeprigt hleiben wird irniner-
,
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Vereinszeitung.
dar.
3-25
-
Indem irh Sie, meine werthesten IIerren nnd Freunde, i d s d i e
Reprfisentanten aller d e r Hunderte ansehe, denen ich seit 25 Jahreri
hier in Jena meine Krafte z u widmen h e m ~ h tgewesen bin, wird der
Bliclr zuruchgefiihrt auf die verflossenen Jahre, auf das Bestehen unsers chernisch pharinaceutischen Instituts wahrend eines Vierteljahrhunderts. Viele meiner hochgeschatzten nnd theueren Zuhdrer h a h e
ich wiedergesehen in gedeihlichen, i n gliicltlichen Verhaltnissen, in
voller Entfaltung ihrer Ifraft fiir die praktischr Kunst oder auch f u r
die Wissenschaft.
Relohnender kann Itein Wiedersehen rein, und
nichts ist ihm vergleirhhar. - Von vielen Andern, die ich rnit Stolz
meine Schiiler nenne, haben die piinstipsten Berichre nlich niit Freucle
erfiillt, vornehnilich an dieseni 'rage, der znm Ehrenfeste unsers alcademischen Instituts geworden ist. hber aurh manche hat das Schicksnl abgerufen von dein Tagewerli der Menschen.
Erst vor w e n i g
Rlonaten schied noch von nns der allererstcn Einer, ein vortrefflicher
Mann. Auch diesen Heirngegangenen hewahre ich ein trrues, t r a i l erndes Gedachtniss. - Wenn aher, \vie sich hente aherrnals i n so
iiherraschender Weise zeigt, weine alfen Schiiler, die fruheren Dlitglieder des Instituts, mir, uns, .lens i h r e freuridlichsta ond wohlwollentlste Erinnerung in so schdner Weise hewahren, welchen Grund
kann das habeu? Die Frage ist leicht zu beantworten. - Vou dein
Augenhliclte an, als ich, meine Lehrthatigkeit in Gdttingen abbrechead,
sie hier fortsetzte in den ersfen Tapen des Novemher 1828, waren
alle meine ZuhGrer, inshesondere die Mitglieder des pharniaceiitischt~a
Instituts, zugleich rnit mir berniihet, sich der Wissenschaft zu bemlch.
tigen rnit festein Willen, mit ernster Ausdauer. Beinerlei Nebenriieksictiten, keinerlei Convenienzen hahen irn Lanfc der Jahre vermocht,
auch nur d s s Rlindeste darin zu andern. Wir hahen gerneinschaftlirh
und treu festgehnlten an der Ueherzengnng, dass die echte u n d reehte
Pharinacie nur alloin von der reclaten Wisserischaft petragen rind pehohen werden kBnne - Dessen sind aueh Sie iiberzeugt, ineitie
tremichen Zirbiirer d e r Gegcnwart, ich sehe es nnd weiss es. 1)arurn
gehdrt auch Ihnen eine gleiche Zulcunft. Der innere nothwendige
Zusamrnenhang zwischeu Ursache und W'irltung i n der liarperwelt,
den w i r taglich zu erforschen suchen, den trt>ffen wir wieder zwiwhen dern Wissen und KBnnen nnd dern Erfolge im praktischen Lebrn.
Sollte dieser Zusammenhang etwa fehlen zwischen dern aufrirhtigrn
Bestrehen nach wissenschaftlicher Kenntniss und der Staffel, die wir
a u f d e r Leiter nienschlicher Erkenntniss zu erreichen hon'en? - Di1rr.h
Ihre eifrigen Bestrehungen hahen Sie, meine werthesten Herren, und I h r e
Vorganger seit 25 Jahren mir und den mir enge verbundenen Collegen
es nriiglich gemacht, der deutschen Pharrnacie unrnittelhar einige Dicnste
zu leisten. &lit wahrer Freude darf ich hinweisen auf die Apotheken
in zwei deutscben Landern, fur welche zunachst zu wirken ieh berufen
Meinen theuren Collegen aher, von denen auch schon mehbin.
r e r e das Irdische verlassen haben, sprerhe ich hier meinen Dank R U P ,
vornehrnlieh dem, dessen trefflicher unmittelbarer Beihulfe unser InstiAuch a n
tut sich heute noch erfreut. (Hr. Prof. Dr. S c h l e i d e n . )
Priichten fiir die Katurwissenschaften, insbesondere fur die Cbeniie,
liaben Ihre Bernuhungen in Vereinigung mit den unsrigen nirht Unerhebliches geliefert, wie mehr als 60 Bande des Archivs d e r Pharmacie e.s der Welt v o r Angen gelegt haben. Wir haben gezeigt, dass
so vie1 wir vermochten, auch das hochste Ziel d e r Wissenschaft, die
Fahren Sie
Erweiterung derselben, in unserin Gesichtsltreise blieb.
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Vereiwzoitung.
3%
fort, hochgeehrteste Herren, in unserin gewohnten Sinne Ihrer Kunst und
Wissenschaft ergehen zti sein
Mir und meinen Collegen wird das
stets d e r schiinste Ueweis Ihrer Ergehenheit und Zuneigunp sein.
Sie
hahen heute aher noch auf andere, ausserordenlliche und ruhrende Weise
Ihrem W’ohlwolleo und Ihrer Liebe einen besondern, herzlichen Ausdruck
gegehen und dadurch zugleich den1 pharmacentischen Institute grosse
Elire erwiesen. Vergeh!ich wiirde ich mich bemhhen, Ihrien meinen
Dank nach seinem ganzen Umfange auszusprechen. Ich muss in dieser Beziehung auf Ihre Nachsicht rechnen, die Sie rnir in diesetn feierlichen Augenhlic-ke gewiss auch gern werden angedeihen lassen, in
diesem Augenhlicke, der die panze Wucht der Cefiihle fur alle nieine
Schiiler wiihrend eines Vierieljahrhun~lertsi n sich schliesst. Die atifrichtigste Erpebenheit und Liehe eu meinen trefflichen und braven Zuhiirern,
in denerr sich das geistige Leben der Lehrer fort und fort reproducirt, wird
nie schwindeu, niich nie verlasscn Iris ans Entle der Tage, d a s einenr
Jedeti der Herr setzet nach seinem Wo1ilpefallen.a
Uer hierauf iihergebene und niedergelegte Eichenkranz aus mattein Silber ist eine hochst gelungene Arheit aus der Werkstatt d e r
H H . S t r u v e & Sohn in Leipzig Er liildet zwei Eichenzweige mit
aufrecht stehenden Bliitterri und einipen Friichten, welche durch eine
hreite Schleife yon gldnzeniletn Silber znsainmeiigehalten wsrden. Die
Schleife triigt die Inschrift: rDeni peliebten Lehrer, H r n . Prof. Ur.
11. W a clt e n r o d e r, Hofralh, Ritter 11. 8. w., die Schiiler am 25jiihrigen
Juhe!feste, Jena ~ t n12 Kov. 1853 a - Dits Alhum Itann ebent’alls als
ein Meisterwerk hetrachtet werden. das atis den Hjinden d r s hiesigen
wohlbeliannten Buchhindermeisters Flrn. V o p e I hervorginp.
Sogleich nach dieser Feierlichkeit erschien das Festcomith zur
Begiiickwiioschung des Juhilars. fir. Prof. Sch I e i d e n begrusste ihn
iiit Namen des Coniiths utid zugleiclr als seinen Special-Collegen in
herzlichen Worien, die auch sogleich votn Jubilar erwiderl wurden
init Hindeutitng anF die schon lange bestaridene innip collegialische,
geineiuschaftliche Wirlrsanilieit fur das Iiistitut, u n d an€ das unverdrossene geineinschaftliche Remiiheo, der Pharmacie niitzlich zu w e r den, wobei hesonders d e r Verdienste S c h I e i d e n ’ s , des heriihrnten
Botanilters, uni die Pharmakognosie, als den zweiten Haupttheii d e r
Hr. Prof. E. S ch in i d
ganzen Pharmacie, danliharlichst gedacht wurde.
stdlte sich dar als den Reprasentanien iiller Schuler des Jubilars, die
den1 Studium der Chemie und der Naiurwissenschaften ergehen, schon
s r i t langer Zeil als ausserordentliche Milglieder dem Institute angehart
haben
Die von ihm gesproahenen herzlichen und schiinen W o r t e
wurden in sichtlicher Bewegung uod heuptslchlirh dahin beantworlet,
wie es ein nicht geringer Ruhtn des pharmaceutischen Iostituts sei,
schon seit vielen Jahren auch d e r Ausbildung derjenigen gedi.ent zu
hahen, denen das Studiuin der Naturwissenschaften, insbesondere der
Cheruie, als llauptaufgabe ihres akadernischen Siudiunls gewesen sei,
und wie daher auch init voller Berechtigung das Institut nunmehr ei.n
c b e m i s c h - p h a r m a c e u t i s c h e s genannt werden Itiinne. In berzlich collegialischer Weise danlite schliesslich der Jubilar seinem friiheren Schiiler als dem Vertreter aller derer, die aucb ausserhalb d e r
Pharmacie ihre Zuneigung und Anhiinglichkeit unserm Institute hewahrt
haban.
Dem Hrn. Hof-hpoth. M i r u s , der seine Gliiclrwiinsche i t n
N a m k der Apotheltenhesitzer, die fruher dern Institute augehortcn,
darbrachte, w u r d e in treffender Weisc geantwortet. Besonders w u r d e
bervorgeboben, dass der unrnittelbar praktische Nutren des Institutr
-
-
-
32
Vereiriszeitung ,
auch an den wesentlichen Fortschritten, welche die Apotheken im
Grossherzopihume S. Weimar und im Herzogthume S. Altenburg in
neuerer Zeit geinacht hatten, in erfreulicher Weise hervorgetrelen
sei, i i n d dass es dem JutJilar zur grossen Freude gereiche, hier offentlich seinen Dank aussprechen zu lrdnnen fiir d a s bereitwillige Entgepenlrominen aller Apothelrer, die zum grdssten Theile.seine fruheren
Sclioler seien, u m den hnrorderungen jener beiden deutschen Staaten
an ibre Apotheken in inliner vollstandigerer Weise cu entsprechen,
s o d a m e s deli hohen Regiernugen sehr oft miiglich gewesen sei, den
Apothekern ihre Anerkennung und ihren Beifall su erkennen ZII geben.
Der Jubilar schloss niit dem verbintllichslen Danlre gegen Hrn. Dr.
A1 i r u s , seinein niehrjahrigen eifrigen fruheren Schuler. - Assistent
R e i ch a r d t bracbte den feierlichen und herzlichen Gruss d e r jeiaigen
Mitglieder des Instituis. Die Aatwori des Jubilars enisprach den
Ausdrucken der Anhinglichkeit end Liehe, die ihrn entgegengebracht
wurden. Vorzuglich wurde nochrnals der ernstliche Fleiss und die
Lust auch der gegenwdrtigen Insiiiuts- Rlilgliriler ehrenvoll erw'dhnt.
Wenn G f i t h e sage, Genic sei Fleiss, und S c h i l l e r , Genie sei Geduld, so lronne m a n i m Betreff des Studinnis aller zur Pharmacie
gehorigen Naiu~~wissenscbalten
sagen, diese seieci nur durch das G e n i e
d e s g e d u l d i g e n F l e i s s e s zu erobern. Schliesslich wurde der
uerdiensilichen Bemuhungen des Assistenten uni das Institut durch
treffliche Anweisung u n d freundliche Anleilong der gegenwiirtigen
Miiglieder dessellien m i t warmer Anerltennung gedacht, so wic auch
nicht iiiinder der Eifer dankend erwahnt, niit welchem derselbe als
dermaliger Vorsitsender des pharmacentisch natnrwissenschaftlichen
Vereins den Statuten tlieses, nur wissenschaftlichen Uchungen gewidmeten Vereins d e r Cominilitonen Geltung und Ausfiihrung verschaffe.
Gleiclr darauf iibergab Hr Staatnraih S e e h e c k als Curator der
Gesamrntuniversitiit Jena nach feierlichsr, den Jnbilar und alle Anwesenden bewegenden Anrede zuerst das Decret, durch welches Se.
Hbnigl. Hoheit der Grossherzog yon Sachscn -M'eimar Eisenach den
Juhilar zli Allerhochstihrem Geheimen Hofrath zu ernennen in Gnaden
geruhten.
theses Decret war begleitat von einem Allerhfichsten
Handsrhreiben Sr. Htinigl. Hoheit folgenden Inhalts:
r Mein lieber Geheimer Hofrath W a clr e n r o d e r ! Es ist zu Meiner Kenntniss gebracht worden, dass a m morgenden Tage Ihre Schiiler rind Freunde das fiinfundzwanzi~jjRhrigeBestehen Ihres pharmaceuiis'.hen Instituts feiern werden. Dieser 'lag erinnert a u c h Alich a n
die verdienstvolle Wirksamkeit, die Sie, wie a n der Gesammtuniversitat Jena iiberhaupt, so ganz besonders i n jener Anslalt ein Vierteljahrhundert hindurch s u m Besteu Meines Landes u n d seiner Angehorigen entwickelt haben, irnd je wichiiger der Zweig des Wissens,
den Sie lehren, f i r d a s Wohlbefinden der Lebenden, fur die erste
Bedingling einer gedeihlichen Eristenz ist, u m so dringender fuhle Ich
l i c h veranlasst, lhnen auch Meinerseits ein Zeichen gn'ddigster Anerkennung an der Schwelle dieses Zeitabschnittes zu geben. Ich thue
dieses hierrnit, indem ich das Decret heilegen lasse, das Ihre Ernennung z u m Geheiinen Hofralhe enthalt u n d Ihnen, wie Irh hoffe, ein
erfreolicher Beweis l e i n e s Dankes und Meines Beifalls bleiben wird.
Unter den besten Wunschen fur Ihr ferneres Wohlergeheo ulrd Ihre
fernere erspriessliche Wirksamkeit, wiederhole Ich gern den Ausdruck
Meiner landesfirstlichen Gnade und Woh1gewogenheit.e
C a r l Alexander.
Weimar, den 11. November 1853.
-
-
338
Vereinszeitung
.
Ferner iiberreichte Herr Staatsrath S e e h e clr i m hnhen Auftrage
I h r e r Hoheiten der repierenden Herzoge zu Sachsen, der Durchlauchtigsten Herzoge 211 S. Meiningen, S. Coburg-Gotha und S Altenhnrg
unter feierlicher Anrede die Insignien des Ritterkreuzes des Herzogl.
Sachsen Ernestinischen Hausnrdens nebst den Ordensstatnten und
einerri gewoeentlichen Schreihen des Ordenskanzlers, Sr. Excellenc
des Merrii Staatsminislers, Preiherrn v o n W e c h m a r in Yeininpen.
Diesen iiberraschenden hoelisten Gnaden- nnd Ehren Erweisnngen fiigtc Herr Stoatsrath S e e h e c k schone, treffiiche W o r k der
innigsteri lheiliiahme an d e r Juhelfeier, so w i e Aufmnnternngen zu
fernerem Wirken anf der seit 25 Jahren betretenen Bahn in prgreifender Weise hinzu.
Der Jnbilar sprach zunachst i n freudigen Worten ans, wie e r
durch die Gnadenheweise Sr. Korriglichcn Hoheit, des regierenden
Groasherzogs zu ehrfurchtsvollstem Ilanlie verpflichtet, zugleich aber
auch lief bewegt werde, indeni e r hedenlie, dass gleich nach deni
Regierungsantritte des erst jiingst verstnrbenen fibohsiseligen Grnssherzogs von S. Weimar Eisenavh C a r l F r i e d ri ch ’s nod pleich nach
Hochstdessen Uebernahine des Rectorats unserer Universitat, seine
Berufung als ausserordentlicher Professor an die hiesipe Universitlt
erfolgt sei, nnd dass nnn der erhebene Nad~folger Hochstdesselben
auC deiii l h r o u e , wie irn Rectorate, peruhet habe, ihm durch eine
AllerhBchste Ehren -Auszeichnung mit den schiinsten Beweisen der
gnadigstzn Anerkennung uttd Wohlgewogenheit die Feier des 25jahrig en Bes leh e ns d e s p h nr nia ceu ti sch en Ins t i t u t s zn ver her r I i c h e n, e in e
Feier, die nur n i n wenige Blonden abstiahe von dein hdchst denliwiirdigen 25j8hrigen Regierungs Jubil5nrn Hochstdessen Ilerrn Vatrrs,
wovon die Tone noch la.npe nachlrlingen werden in den Herzen
rller Weimaraner u n d wohei pie “ihre tiefe. Verehrunp und unwandelbare ‘lreue fur ihr aiige~tanimtes Furstenhaus in jeiier erdenkliclien
Weise auf das Erfreulichste an den Tag legten. -- .Iri das Gediirhtniss des verewigten Grossherzogs C a r I F r i e d r i ch I.niipl‘te sich d a s
des verewigten Ilerzogs G e o r g C a r I F r i e d r i ch Z U S. Alteni)iirg
an, durcli tleren Reider hochsten Willen der Jiihilar schon vor Iangerer Zeit zur Inspection d e r Apothelien i n heiden. LBndern hernfen
wurde, wodnrch denn auch eine niihere Beziebung desselben zu d e r
praktischen Pharnracie i n den beidcn anderen thiiringischen Herzogthumern entsteheu innsste. - F u r die hochste Ehren - Auszeichnnng,
die ihin von d e n gnlidigst regierendeii tlerzogen zn Sachsen, linheiten,
nach gemeinsamer Entsehliessung i n a n pllinzender Weise etienfalls gnldigst verliehen worden. danlite der Juhilar a u f das Ehrfnrchtsvollste.
Schliesslich hraclite er noch R U S voller Seele dern Herrn Staaisrath
S e e b ecli den tiefggefuhltesten, warinsten Dank dar fur die erhehenden
Worte, mit denen dersclbe sich d e r hohea Auftrage in so schoner
und gefahlvoller Weise entledigt. nnd zugleich seinerseits ein holies
und wichtiges Interesse f i r die Zulrunft des cliernischen und pharmaceutischen Instituts als einer bedeutungsreiehen alrademischen Anstalt auf
das Erfreulichste ausgesprochen hatte.
Eine Deputation der hiesigen Stadthehorde, bestehend BUY drei
Mitgliedern des Gemeinderathes, begriisste hierauf den Jubilar. In d e r
eben so trefflichen, wie ergreifenden hegluckwunscheuden Ansprache
driickte Herr Oherhiirgermeister B 6 r n e r mit herzlichen Wortcn die
aufrichtige Theilnahme aua, welche auch die Biirgerschalt und ihr
Reprasentant, der Gemeinderath, an dern Jubelfeste des pharmaceu-
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Vezeinszeitung.
319
tischen Inslituts nehine. Dieser dem Jubilar geschenkte Beifall seiner
Rlithiirger w a r ihm eine freudige Ueherraschung, die er mit tiefheweglen Worten und des Danlres vnll aussprach, auch versicherte,
ins Kiinftige seinen nichsten Mitbiirgern i n jeglicher Weise innerhalb
und ansserhalh seines nkademischen Wirleurigslireises, w i e es bisher
mit redlicheni Bemuhen geschehen sei, zu niitzen und das Wotil des
Gemeindewesens zu f6rdern.
Den Schluss der feierlichen. Begluckwiinschungen niachte, auf
Annieldung des ersten Pedells und Depositors, die grosse Deputation
der Universiliit, welchr, da Se. filtignificenz, der zeitige Prorector,
Herr Hofrath Dr. S i e b e r t durrh Kranliheit verhindert war. aus deni
Exprorector, dem Herrn G r h . Justiz- rind OberappellationsgerirhtsRath, Prof. Dr. G u y e t nnd den vier Delianen, dein theoiogischen,
Herrn Profeessor Dr. R ii c l i e r t , dern juristischen, Herrn Oherappellationsgerichtsrath und Professor Dr. L u d e n , dein rnedicinischen, Herrn
Hofrath und Professor Dr. R i e d und dam pkilosophisclren, Herrn
Holrath und Professor Dr. S t i clr e 1 hestand. D r r llerr Exprorector
erijffnete i t i beredlrr und herzlich collegialischer Ansprnche dem JuhiIar den gefassten BesrhluFs des Senates, das 25jRhrige Bestehen des
chemisch - pharmnceutischen Institiits dnrch diese Deputation zu feiern
und dadurch die Theilnahme zu erkennen zii gehen, welche die Universitiit an d e r . 'Ihiitigkeit und \VirBsantlceit aller ihr angehcrigen
Anstatten nehine, linter Hinzufugung der Gluclrv.~iinsche der Universitat zu dern zurucbgeleqten rrsien Viertvljahrhundert einer alcadeinisctten Anstalt, derrn ferneres Gedeihen u n d f r r n r r e Wirksamkeit
pewunscht und gehofft werde - Drr Juhilar, gerulrrt untl tief beweqt,
sprarh hierauf rnit erhobrner Stiinnie die folgenden Worte: rMagnifice Acadernine Exprorector, Decani maxime spectRhiles, Hochzuvrrehrende Herren, Hochgeacliatzte llerren Collt*gt.n! Die Universilst,
der ich nunrnehr w i t 2 5 Jahren mil treuer Ergehenheit und inniger
Anhdn,olichkeit angehiire, hat inich der grnssten Auszeichnung gewlirdigt,. Sie hat mich rrfrent und heglucl,t i n einer Weise, die ich durrh
Worte unm8glich hezeichnen kann. N u r d a s luhle ich, d a s s der lehendigste, aufrichtiaste Dank fur solche Ehre, fur so vie1 Liebe und
Freundschaft meiner vrrehrtesten Herren Collegen nrich durchdringt.
Der beredte Mund Eurer Magnifisenz niacht mich fast verstumineu.
Niclitv anderes weiss ich zu erwidern, als dsss dcr, dar thut, was
er zn thun srhuldig ist, seinen Lohn dahin hat. - Als ich zn A n f a n g
Novemhers 1828 von der mir immer theurrn Georgia-Augusta Ahsrhied
nahni, um dem Knfe nach Jena zu folgen, da w u r d e mir das llerz
schwer r i n d die Brnst helclommen. Sollte ich doch eintreten in einen
neuen Hreis grlehrter, heruhmter und ausgezeirhneter Manner! !Vie
sollte ich ~ n i c h werth inachen und wurdig, ihnen mich anreihen zu
durfen'? - Noch erinnere icli inicti des ernsten Jlomentes, wo niich
mit frenndlirhen und errnuthigenden Worten nnser hochprachteter und
verehrter College H o f f m a n n (Geh. Kirchenrath und Professor, danials Prorector) i n den neuen Kreis crnliihrte und i n das neiie Lehramt einsetzte. Die Ermunterung, die Nachsicht, das Wohlwollen d e r
iibrigen Collegen hat mich getragen und gef6rdert fiir und fur. Xanche
dieser liehen, theuern Collegen sind seitdem i n s Grab gesunlien, unter
ihnen Einer (der Historilrer L u d e n ) , dem ich noch durch innigere
Banden verlinupft wurde, als die der Freondschaft und Collegialitit.
Ihr Gedkhtniss w e r d e ich bewahren his ans Ende der Tage.-Auch
in Weimar fand ich das Wohlwollen, das icli erst verdienen sollte,
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330
Verejnszeitung.
mannigfach. Mit schiiner Erinnernnq steht mir 6 6 t h e vor d e r Seelr,
als e r einst (an seinem wohllialtannten Sclireibtische silzend) in liebenswiirdiger, aber entsciiiedencr V’eise mich damit zurecht wiess,
Peine Eiche sei i n Einem ’I’nge nivht erwachsen.u - Besonders ist
die ltrlftige Beihiilfe der mir enae vrrbundrnen Collegen hervorzuheben init Freude uiid Dank, und nicht ininder d e r anhaltende Fleiss,
der Ernst, die Ausdauer der Blitglietler des pharmaceutischen Instituts. Nur so ltoniite erreicht werden, was erreirht worden ist. Der
fielit proteskintische Geist, welchem unsere 300j5hriee Academia Salana
ihre Griindung verdankt und ihre Zukunft sicher stellt, hat aiich uns
gefiihrt und geleitet allewrge, jener protestantisrlre Geist, d r r nichts
Anderes will, *IS‘ die freie Forschung auf der Bahn d e r N’issenschaft,
um in Erkennung und unabiinderlicher Anerkennung d e r ewige8 Wahrheitrn das w a h r e c o n s e r v a t i v e P r i n c i p zur Gellung zu bring e r ~ .- W a s ware aher all’ unser Bestreben pewesen oline die schiri u e n d e I1 a n rl d er 1) ur ch I a u c h t igs t e u Iiii rs t en, der e r hit hen en Na c hk ommen d e s hliiriyrers freier Forschung und Geistesrichtuug? Jede aliademisrhe .4nstalt, die yon der fortriidienden Zeit neu gefordert wird,
hat die Gnade der hohen Nutritoren nnserer Universitat erfahren. So
auch d a s chemiscli - pharinaceutisclre Insticut. - Hat s i n h nun diese
Anslalt des griddigen tleil‘alles unserer liiiclisten Herren wiirdig bewiesen, hat sic die Aclitung der Universitat gewonnen, so siud ineine
griissten u n d eifrigsten W’unscha rrreiclrt. Stets wird sie ihr Ziel
unverriickt i m Auge behalten, und wirlien sol1 sie, so lange es Tag
Iilr sie ist. Doch mope die Kacht nicht uber sie hereinbrerhen, sondern moge sie j e liinger, desto inniper verwachsen mit nnserer Univereitiit, deren \l’ohl und Wehe unser eigenes Selbst triEt, nnd von
der wir auch noch eiiie Zuliunft init Recht hoffen. - Magoifice! Ich
ersuche Sie, als Reprlsentanleu unserer Universitiit, nieinen schuldigen, ehrerbietigsten L)anlt fiir die Anszeichnung entgegen zu nehmen,
die nrir den heutigen Tag zu einenl Ehrentage macht, wie ich ihu
jemals zu erleben niniiner vorausgesehen, j a zu hoffen nie gewagt
Iiabe. - Hoch lebe lineere Akadernie und ihr Rector nragnilicentissirirus! Hoch leben die hochsinnigen, erhahenen Nutritoren unserer
Gesamintuniversitat !&
W l h r e n d der foierlichen Deputationen waren forlwahrend s e h r
viele Collegen und Giinner, Freunde nnd friihere Schiiler des Jubilars, zuin ‘lheil aus weiter Ferne, znr Begliickwunschung desselben
eingelrelen, denen allen der Gefeierte auf das Herzlichste und Verbindlichste dankte. IJnter diesen befanden sich narnentlich auch d e r
hochgeehrle Ilerr Prlsident des hiesigen Oberappellationsgerichts,
Dr. O r t l o f f , dessen Freundscheft sich d e r Jubilar seit 25 Jahren zu
erfreuen hat, und die meisten Herren Kathe dieses libelisten Gericlitsholes, wahrend die ubrigen Mitglieder desselben, su wie auch noch
viele andere Collegen nud Freunde erst spater bei der Festtafel i h r e
Begluckwiinschungen dern Juhilar aussprechen und dessea Danlr entgegennehmen Iionnten.
Auch iiberbrachte Herr Oberappellationsgerichts Secretair Dr. G i l l e dem Jubilar hesonders noch die Gliickwiinsche d e r Liedertafel und d e r Gesellschaft B U ~Erholung, die mit
warnistern Danke aufgenonrmen wurden.
Ausserdem Bberreichte Herr Dr. L u d w i g , Privatdocent an
hiesiger Universitlt und friiher Assistent am chetnisch pharriiaceutischen Institute, die ersten Bogen einer, dem Jubilar dedicirten deutw h e n Bearbeitung einer neu erschieneuen, wichtigen franzosischen
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Veraitzszeitung.
331
Schrift von n r . mrd. A. P 11 i I I i p p e , Professor an der Schule d e r
Dlrdicin zu Paris, aGescliiclile der Apolheker hei den wichtigsten
Yiilkern der E r d e s a t den altesten Zeiten bis auf uwtfre Tage.a
Herr Apothelcer L e n Ic a r 11 t in Dresden, ebenfalls friiher dem Institut
anpehdrend, liess durch den Oiiterzeirhneten ein Exemplar der Schrift
*Die Skruvr’achen filineralwasser Anstalten, init deli Ansichten der
Trirrkanslalten in Berlin, l)restlen, Brighton, Cdln unrl Petersburg.
Eine hiichst freudige IJeherrsschuiig
Leipzip 1653.. uherreichen.
hatte Herr Geh. Mcdicinalrath, Hitter Dr. H. S l a b e r o h in Berlin
deiii Jubilar bereitet durch Zusendung einer eleganten siibernen blundtosse init der Inschrift: *Seinein Freunde, dein Prof. Dr. W a clr e n
r o d e r a m 12. Xovemher 1553 Dr. tl. Sth.a, welvhe nebst dem
herzlichen hegliickwiinschenden Begleituiigsschreiben von dein Unterzeiclineten den aufgelegten Ehrengeschenken beigefugt wurde.
Fast gleichzeitig t w i t dieser Iieier wurde ein eingelaufenes Schreiben
Sr. Excellenz des Herrn Staaisministers v o n W a t z d o r f in Weimar
iiberpeben, i n weichein Se. Exoelletiz unter Anfiihrung des Bedanerns,
durcli dringende Gewlidfte am persdnlichen Erscheinen ‘verhindert
worden zu sein, dem Jubilar die Anerkeiinung nicht nur seiner 25jiihrigen alcadeinischen Wirksamkeit, soiidern auch seiner ‘rhaliglreit lur einen wichligrn Zweig der Slaatsverwaltung im (;rossherzogthutiie auf das Ehreiivollste ausspricht, und die schiinsten und warmsteri Gliiclcwiinsche fiir die fernere erl‘olgraiche \Virksarulceit des Juhilars hinauf~igt.- Glrichfalls traf e i n Gratulatiorisschreiben der Sachs.Altenhurgischen Landesregierung, unteraeichnct von dem Herrn Priisidenten und d e n s2mmtlichen hiitgliedern dieses hohen Collegiums
ein, durch welches dem Jwbilar ,>die innige Theilnehme des Collegii
an dein Jubelfeste, so w i e die aufrichtige Gesinnung der nngetheilten
Ilot~iiiichtung an d e n ‘Tag gelegt wird, uni so rnehr, als im Laul’e d e r
letztvergangenen Jahre. in collegialischein Zusammenwirlcen auch Belege der Verdienste des Jubilars uin das oBentliche Wohl gesainnielt
werden Iconnten.c* Unter Ninzufiigung d e r hochachtbarsten Wtinsche
fiir d a s rfernere Gedeihen der hochwichtigen akademischen Bildiingsanstalt und fiir das fernere Wirken ini Dienste der WissenschaPt f i r
d a s Vaterlandm hofft das Collegiuin auch dereinst ain poldenen Jubelfeste seine Gliickwdnsche erneuern zu lriinnen. - F u r diese beiden
itn hohen Grade ehreii- und werthvollen Schreihen der hijchsten
Behiirden, zu deren ‘Kessort die pharinaceutivchen Angelegenheiten
h i d e r Staaten gehbren, konnte d e r Jubilar schori . bei der Vesttafel dffentlich seinen ehrerhistiasten und frendigsten Dank init aller
Warme des Geliihls und i n Riicksicht auf das Apolhekerwesen im
Grossherzogthuine Sachsen Weimar Eisenach und iui Herzopthume
Sachsen - Alteiihurg aussprechen.
Schon vor Beginn dieser Feier wdren viele Gratulationsschreiben
auswartiger, eheiiialiger Mitglieder des Instituts eingelaufen, die nebst
einem langen Verzeirhniss aller derer, die durch das Fastcoinilk dem
Jubilar ihrea Gliiclcwunsch ausdriiclcen liessen, ebenfalls iibergeben
wurden. Die Anzahl dieser Briefe friiherer Institutsrnitglieder hat sich
spater norh sehr verinchrt ; inshesnodere sind narnhaft zn niachen die
Briefe voin Herrn Bledicinalrath und Professor Dr. 0 t t o in Braunschweig, Apotheker C a r l F r e d e r Ic i n g in Riga, R e b I i n g in Langensalza, V o g e l i n Dresden, B O h m in Vaoha, S c h m i d t in Il’eida,
R u i c h o l d t in Duttstadt, Dr. G d p e l i n Werdau, V o l l a n d und
R o b . R r a n d e s in Salzutlen, G o l l n e r in Rrannichfeld, S c h e n c k e
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333
Vereinszeitung.
in Zittnn, S p i i r e l in Ilinenau, S t a f f e l in Piinchenbernsdorf, A l e x .
G r i i f e in Buttelstedt, P e z o l t in Leipzip u . a , m . Dabei darf nicht
u n e r w e h n t bleiben, dass eine grosse Anzohl ehemaliger I n ~ t i l e t s m i t gfieder, namentlivh in Hamburg nnd in d e r Schweiz, insbesondere der
eldgenfissische Miinzwardein H e r r Dr. C u s t e r und Herr Apothelter
L i n d t in Bern, so w i e auch H e r r Prof. Dr. H I iis i w e t z in Imnsb r u c k durch Einsendung sinnreich ausgeftihrter Gedenlcbliitler fiir d a s
Album ihre innige Theilnahnie an dem Feste bethstigt hatten. Auclr
v o n auswiirtigen Verehrern und F r e u n d e n des Juliilars, wie v o n d e n
Herren Apotheltern B u c h o l z , t l e d e r i c h , S c h l f e r und H e r r n
Bledicinalrath Dr. Z i ch ti e r in Gotha in einem Colleclivschreihen,
H e w n Dr. RI e u r e r , Ehrendirector des norddeutschen ApothekerVereins in Dresden, den Herren Apotheltern S ch a c h t in Berlin, Dr.
L u c a n u s in Hnlherstadt, O s s w a l d in Eisenach, O s s w a l d in Arnstadt, S c h r o t e r in Cahla, Biirgermeister S c h e f f l e r in Ilmenau, v o n
H e l l y in Prag, so w i e auch von dem Herrn Hofbnchhindler A. W.
H a h n in Hannover, Herrn Huchhsndler L. V o s s in Leipzig und dem
lanpjalirig befreundeten achtbaren Handlunpshause B ric cli n e r , L a n i p e
e t C oni p . in Leipzig sind Gratulationsschreiben einpclaufen und riiit
grossteni Danlte von dein Jubilar aufgenoinnien worden. Es niag fern e r erlaubt sein, hier des tierzlichen Gratulationsschreibens des Hrn.
Schlosshauptmanns, Caniuierherrn v o n Jl e y s e n b u g 2u Dctmold,
deni d e r Jobilnr seine e r s t e Anweisung in Anstellung chcnlischer
Versuche iti Giittingen zu ertheilen d i e Ehre.hatte, so w i e d e s Gratnlationsschreibensdes Jugendfrenndes des Jubilars, des Hofcaplans Dr. El e i ti
r i c h s zu Detrnold, nebst beigefiigkr Predigt, d i e derselbe bei d c r
F e i e r seines 25jiillrigen Anrtsjubilaurns i m vorigen J a h r e vor d e r dortigen luttierischen Gemeinde gehalten hatte, zu gedenlten, iiber w e l c h e
beide Schreiben der Jabilar die lebhafteste F r e u d e empfand.
Ausser eincm Begliicliwunschungsschreib~ v o n dent Directorio
d e s deutsclien Pbarmaceuten-Vereins zu Leipzig, w a r auch ein Schreiben von Ilrn. D r FV a Iz in Speier eingelaufen, in welcherii die Gliickw u n s c h e von Seiten ded Directoriuins des siiddentschen ApothekerVereins in sinniger uud herzlicher Weise ausgesprochen waren.
Atn 13. Novt:niber traf auch vom Hrn. illedicinalrath Dr. B l e y ,
d e r durch Krankheiten in seiner Familie von d e r p e r s h l i c h e n 'rheilnahme an d e r Jubelfeier abgehalten worden, als Oherdirector d e s
norddentschen Apothelier- Vereins ein offcielles Schreiben von dem
Directorio deseeiben ein, mit wclchem unter Darhringung d e r herzlichsten Gltcliwiinsche und des freudigsten Antheils a n dern Jubelfeste von dem Directorio das Diplom >,cines E h r e n m i t g l i e d e s
d e s D i r e c t o r i u i n s d e s n o r d d e u t s c h e n A p o t h e l r e r -V e r e i n s
als ein Zeichen d e r danltbnren Anerkennung d e r Verdienste des Jubilars
um die wissenschaftliche Fortbildung des Vereins, ubersandt w u r d e .
Diese Auszoichnung, v o n Seiten einea d e r grossten wissenschaftlichpraktischen deutschen Vereine dargebracht, ist von dem Jnbilar mit
grdsster F r e u d e und innipsfem Danlte aufgenommen worden.
Auch die Drucker des Archivs haben nicht zuruckhleiben wollen i n
d e r Theilnahnie a n einer Jubelfeier, d e r man mehr, als eiue bloss locale
Bedeutung zuzuschreiben veranlasst sein Itann. Crleiclifalls am 13. November langte eine Gedenktafel d e r Hofbuctidruclrer G e b r. J iin e c k e
i n Hannover an, deren s e h r geschmacLvoll gedrhclcte Inschrifi also
tautel : *Zum 25j8hrigen Bestehen des pharmaceutischen Instiiuts zu
Jena bringen dem verehrten Director desselben, IIerrn Dr. 13. W a clr e n
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Verednszeitung.
333
r o d e r , Grossherzoglich Sachs. Hofrathe, ordentlichem Professor d e r
Chemie a n d e r Universitfit Jeoa, Kilter etc. etc. i h r e n Gliickwunsch
die Hofbuchdruclier G e b r . J B n e c k e , Drucker des Archivs d e r Fharniacie seit dem J a h r e 1839. Hannover den 12. November 1853.a Die
Umpebungen dieser Inschrift auf Kartenpapier in Kleinfolio-Format sind
mil feinent Geschmack und niit solcher Zartheit in d e r Ausfiihrung des
lithographischen Farbendrnckes hergestellt, dass dieses Blntt den Fleiss
und die Sorgfalt beweiset, mit welcheu dergleichen Arbeiten in d e r
Kunst- Werkstatt d e r HH. G e h r. J a n e e k e in Hannover ausgefuhrt
w e r d e n . Eine lorbeerbekranzte weibliche Figur iin Mittelpuncte, auf
einem Sessel ruhend, hiilt in d e r linken Hand die Lebensfaclrel und hat mit
d e r rechten Hand ein Buch aufgeschlagen, in welcheni spharmaciea init
Andeutunpeu d e r Namen : r W a ck e n r o d e r und B I e y n 211 lrsen ist.
Der Sessel steht zwischen pyramidal zusammengeschobenen chemischen Apparaien in zierlichster und grosstentheils auch wissenwhaftlich correcter Ausfiihrung. Im Vordergrunde zu beiden Seiten befind e n sich vier kleine Figuren, vun denen die beiden rnittleren die
Mineralogie und Botanik, die beiden ausseren die Pharmalrognosie
und pralitisehe Pharinacie darstellen. Ueber der Hauptfignr zwischen
zwei Piillhornern rnit Friichten und Blitmen ergiesst ein Sprinpbrunn r n das lebendige Wasser. A n d e r einen Seite des Blattes steht
Aeslinlap, an d r r anderen Hygieia auf Piedestalen, die von Araheslren,
grschtndckt mit herahhangenden zarten und zierlichen Hosengewinden,
getragen werdcn.
In Ansehung d e r I-lerausgabe des Archivs d e r l’harmacie ist nach
g e w o n n e n e r niihercr Kenntniss des Unterzeichneten en hertierken,
dnss d e r verdienstvolle B r a n d e s , dessen Denliinal jetzt seine Vaterstadt ziert, hald nach d c r Naturforscher-Versamtnliing 211 Jena im
Jalire 1836, den ihm schon lange hefreundeten Hofrath Dr. W a c l r e n r o d e r zur Theilnahtne a n d e r Redaction des Arcliivs aufforderte.
Diese ‘iheilnahme begann niit detn 15. Bande d e r neuen Hrihe oder
niit dern J n l i h e f ~ e des Jahrganpes 1838, jedoch w u r d e bald darauf
die Uelierpahe drs Verlagrs des hrchivs a n die Hahn’sche Hof-Burhhandl u n g in Hannover beschlossen, wie es die Erliliirung d e s Uirectdrii
in dem 1. Ht.fte des 17. Bandes d e r nenen Reihe, o d e r dem Januarherte d e s Jahrganges 1839 darthut.. lVach dem I)eltlapenswerthen,
pldtzlichen T o d e d e s Hof- und Dledicinalrathes B r a n d e s iin Novemb e r 1842 w n r d e im December dessellwn Jalires ein n e u r s Arrangem r n t vori dem neu erwiihlten Oberdirer-tor, Ur. B l e y untl d r m Ilofratk W’a c k e n r o d e r bei einer Conferenz in E r f n r t vernbreriet.
Wiihrend dern Ersteren d i e Specialredaction tier Vereinszeitung vors u p w e i s e anhciinfiel, iibernahm der t e t z t e r e insbesondere die Redaction d e r ersten, wissenschaftlichen Abtheilung des Archivs. Ungeachtet d e r besonders anfangs hervortretenden Schwieriglceiten, w e l c h e
die Entfernung d e r beidrn Redactoren votn Druckorte veranlassen
rnusste, is1 durch d i e anrrkennens- und d a n k m s w e r t h e n Bemilhungm
dnr hochachtbaren, ausgezeichneten Verlagshandlung und d e r Hofhuchdrucker Herren J ii n e rlr e in den1 Ersclieinen d e r letzten 41 Bande
des Archivs d e r Pharrnacie aller billigen F o r d e r n n g genirpt worden.
Darum h a t auch d e r Geh. Hofrath W a r l r e n r o d e r irber d i e v o n den
B e r r e n J a n e c k e ihm geschenkte Auftnerksamkeit und den in detn
Gedenkhlalte dargehrachten freundlichen Gliickwunsch einen neuen
B e w e i s gesehen, dass d i e g e n a n n t r n Herren auch in Zukunft ihrerseits Alles aufbieten w e r d e n , w a s d i e Zvvecke d e s grossen norddeutechen Apothelrer -Vereins fbrdern kann.
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Vereinszeitupafi..
Am Nwrhmittage des 12. November um 2 Uhr w u r d e d e r Jubilar
in Begleitung seines, Tags zuvor unverhofft angelangten Hrn. Bruders,
des Apotllekers W. W a clc e n r o d e r zu Burgdorf bei Haonover, von
zwei litgliedern des Cornites zn dem Festessen abgeholt, das in dem
festlich geschmuckten akademischen Saale d e r Kose rorbereitet w a r
und eine sehr zahlreiche Theilnahme gefunden hatte. Die Zahl d e r
Theilnehiner, Gonner und Preunde des Jubilars, so wie mancher fruher e n und simmtlicher gegenwhrtigen Mitglieder des Instituts, welche
letztere die von der hufeisenformigen grosser1 l s f e l umschlossene innere
Tafel einnahmen, w a r bis auf 130 angewachsen. Von Aiiswiirtigen
sind zu e r w l h n e n die HH. Hof-Apotlielcer L i i h l e i n aus Coburg,
Apothelrer und Medicinal- Assessor K r a p p e aus Weirnar, Apotheker
D r e y k o r n aus Burgel, siimrntlich Kreisdirecloren des ApothekerVereins; sodann llr. Bergrath H o f f m a n n aus Weimar, die HH. Apotheker Dr. P a t z s c h k e aus Auma, L o e w e l aus Roda, C e r u t t i
a u s Cainburg, J. BI i i l l e r aus Stadtsulca, Z i i l l n e r aus Dornburg,
K I i p s c,h RUS Oldisleben, Dr. med. E h e r t aus Berka, und r l s friihere
Instituts- Pitglieder die HH. Apotheker 0. H o f flna n n aus Weimar,
P o p p e aus Artero, S ch e e r in e s 4 e r R U S Yoesneck, Hot- Apetheker
D u f f t ans Rudolstadi, S t o y atis Weuselwitz, K a n o Id nus Grossrudestedt, G i I h e r t aus hlagdalw, F i s ch e r ails Ca hla, D i e t s ch aus Berlca
Droguist A. B e s Ie r aus Erfurt, Administrator H ii I s s n e r aus
a. J
Apolda, K i i h n aus Kiinigsee, G o r i n g a118 Eisenberg, S c h m e i a s c r
aus Grobengereuth, E l s s i g a u s Neustadt a d. 0 , U e d c e r aus Blunchenbernsdorf. Auch w a r Hr. Prof. Dr. med. T h e i l e , .vor Kurzein
erst v o u Bern ins Vaterland wieder zuruckgekehrt, von Weimar heriibergelcommen, um das Pest des 25jiihrigen Bestehrns des Instituts
mitaul'eiern, das er im December 1848 mit begriindet hatte.
Der
Jubilar wurde von der bereits Platz genornmenen Versammlang durch
Erheben und durcb Acclamation, durch Musilr verstiirkt, enipfangen
und voin Urn. Prof. S ch I e i d e n zu seinein Platze zwischen dein llrn.
Curator, Staatsrath S e e b e ck und dein Hrn. Exprorector, Geheimen
Justizrath G n y e t , gefiihrt.
Die Reiheufolge der l'oaste erdffnete Hr. Prof. S r h l e i d e n mit
deni Toast auf' Seine Kiinigliche Hoheit, den Grossherxog von SacksenWeimar iind das g a n z e Grossherzogliche Haus, d e r mit Enthusiasmus und
rauschendcm Beihll aurgenommen wurde. Hr. Prof. E. S c h m i d folgte
mit den1 Toast aof I h r e Hoheiten, die iibrigen h o h m Erhalter der Universitit, die Durchlauchtipsten Herzoge von Sachsen-Meininpen, Sirchsrn.
Coburg- Gotha und Sachsen -Altenburg, der mit gleicher \1'5irine und
Verehrung von der ganzen Versaminluug aufgenomnien wurde.
Hierauf erhob sich d e r Curator d e r IJniversitBt, Hr. Staatsrath
S e e h e c l c , und schilderte in einer langeren Rede die A n f h g e und
den Fortschritt des pharmaceutischen lnstituts im Allgemeinen. Er
hoh bervor, w i e durch Beharrlichlceit und Ausdauer, mit Umsiobt und
Tact der Director desselben anfangs ohne alle Mittel, .spiiter mit nur
geringen l i t t e l n dein Inslitute Ausdehnung und Bedentuog fur die
UniversitBt, fur die Wirsenschaft und das praktische Leben verschafft
habe; w i e er auf dem vorgefundenen Felde xwacker gerodet. habe,
nm den Samen auszustreuen und F r i h h t e gedeihen zu lassen; w i e
d e r Jubilar e s wieder am heutigen "age bewiihre, doss Jena durch
unhehinderte Entwickelung d e r Kraft des Eiozelnen such j e t z t noch
Treffliches zu leisten im Stande sei, ungeachtet unsere Universitat in
Grossartiglieit d e r Mittel manchen jiingeren Universitsten nachstehe,
,
-
Vereimzeitung.
335
und wie der rechte Ernst und Fleiss in der Wissenschaft die Grdsse
der Mittel nrehr als aufwiege; wie endlich zu hoffen und E U erwarten
atehe, es werde auch dem chemisch -pharmceutiscken Institute nunm h r eine dauerade materielle Unterlage gegebea werden, die ein
noch langes Forthestehen und eine noch innigere Verwaehsung desselben init der UnivereiIPt in Aussicht stelle. Auf die fernere erfolgreiche Wirksamkeik und Thitiglieit des Jubilars sei jetzt aber das Glas
zu erhehen. Dieser mit Kraft, Warme und niit dem lebendigsten
lnteresse fiir den Jubilar und das von ihin vertretene aliademische
Institut gesproehene Toast wurde mil warmer Anerkennung von der
Versaminlung aufgenommen und rief ein stiirmisches dreifachee Hoch
hervor.
Der Herr Exprorector Dlagnificus liess hieraef das M'erb dessen
hochleben, von dessen personlirher Wirksamlieit der vorhergehende
Redner vorzugsweise geeprocheu hatte. Das chemisch-pbarinaceutische
Instilut, neu begriindet vor einem Vierleljahrhundert, sei eine fiir die
Universilat wichtige Anstalt geworden, die aadern akademischen Anstalten m i l vollstem Rechte an idie Seite ZLI stelleu sei. Dieser Erfolg
der Thatigkeit des Jubilars verdime Anerkennung nnd die herzlichsten
Wiinsche fur ein fernerweites Gedeihen. Auch dieser Toast wurde
mik einem lehhaften dreinraligen Hoch hegriisst.
Hr. Prof. S ch le i d e n brachte hierauf ein Lebehoch ouf die Pamilie
des Juhilars aus, indent er zugleich humoristische Anspielungen ails
der Geschichte der Alchemie und Magie, gleich G d t h e i n seinern
Faust, heriiberzog und dadurch die Versamrnlung in grosse Heiterkeit
versetzle.
Geh. Hofrath W a ck e n r o d e r erhob sich hierauf, dankend fur die
vorangegangenen Toaste, die ihm und dein Institute gegolten, nochiiials
dankend fur die zahlreichen Zeichen und Beweise der Anhanglichlteit
und Liebe, der Freundschaft und Collegialitit, fiir die Anszeichnungen
und Ehren, die ihm am heutigen Tage zu Theil geworden und die
ihn mit dem tiefgefiihltesten Ilanke fiir alle Zeiten erfiillen und mit
begeisterter Erinnerung auf diesen Tag zuruchblicken lassen wurden.
Sehe er auf die Vergangenheit Jena's, so treten ihni die Namen ausgezeichneter Manner der Naturwissenschaft entgegen, mit denen er noch
znsammen im Bereiche des Lehrens gewirlit habe, wit DO b e r e i n e r ,
F r i e s , Z e n k e r u. a. in., deren voranleachtendem Beispiele nachzustreben sei. Andere seien vor i h m wirksam gewesen, wie G o t t l i n g . Er freue sich, in seinem rerehrten Collegen G O t t l i n g den
Sohn, so wie D o b e r e i n e r den Sohn unter den Versammelten zu
finden. Aber noch einen Sohn eines beriihmten Naturforschers, der
zu den Jenensern zihle, mbsse er erwghnen, den gegeriwartigen Curstor der IJniversitlt, der niit begeisterter Liebe der Akadernie anhlnge
und mit unermudlicher Sorgfalt fur sie, wie fiir ihre einzelnen Institute wirke. i n jeglicher Weise. Ihn,, dem die nurcblauchtigsten Farsten das A m t eines Curators der Universitat mi&gutem Grunde anvertraut hatten, ihm, dem Staatsrath S e e b e c k , pebiihre ein hellklingendes
dreifaches Hoch. Und dieses Hoch erscholl denn auch mit freudigster
Zusiirnmung der guezen Versammlung.
Der Unterzeichnete liess hierauf die Universitat Jena hochleben,
diejenige deutsche Universitat, welche auch den Studirenden der Pharmacie durch die Ertheilung des vollstindigen Biirgerrechts Gelegenheit
gehe, mit andern wissenschaftlicheu Fiichern in niihere Beriihrung zu
kommen und dadurch wesentlichen Nutzen zu ziehen fiir das Studium
336
Vereinszeitung
.
ihres speciellen Farhes. Z w a r seien die Phartnaceuteo in der Regel
nicht mil der vollhommenen Gyrnnasialliildunp ausgerfislet, w i e die
Mrhrzahl ihrer Coinmilitonen; dagegen hiitten sie aber die Vortlildung
riner prahtischen Kunst f i r sirli, die ihnen vor Anderen dasStudinm mancher \Vissenscliaften hedeutend erleirhtere. Ihrurn ftihle er sirh gedrunpen, seineii niichsten Coinmilitonen ein lautes Horh auf unsere Universiliit
vorzuschlnpen, was auch mil Begeisterung aufgenoinmen wurde.
Ein lloch auf den norddeutschen Apothekrr -Verein, nuspebracht
Toni Ilrn. Hof-Apothrher Ur. B l i r u s , wurde tnit Freude und l'heiliishine von den Anwesenden rufgenornmen. Es gall dem grossartigsten
y r a l ~ t i s c h - ~ ~ i s s e n s e h a f l l i c l i eInslitiite
n
der Nruzeit, drssen scgensreiche
I'olpen wohl nicht init grossem Aufsehrn ins grosse Pulilicum gelangen,
riivlits desto weniger aher in1 Btwiche der prahtischen n n d wissensrhaltlichrn t'liarniacie a i i f d a s I h f l i c h s t e hrrvorgetreten sind. Uer
Toast wurde mil ilreifacheni llorh von der Versaminlung hegriisst,
ohwolil nur wenipe ordentlii4ie Mifgliedrr u n d nur drei Kreisdirectorcn drs Yrrsins anwesend w a r m .
Nach tliesein 'i'oaste r r h o b sirh llr. Gch. llofrath W a rli e n r o d e r
nnchmals, inrlrrn e r sich inslJesotidrre d c r ' l ' ~ I e 1 zuwendete, welche
srine dernialigen Svhiiler z.usamnwnfitsste.
Ihnen, drm lebendigen
Iili;crnincc.iilis~li~iiIiistitute der Geprtiwart, priidicirts c r die Ehre und
Freude t l r s l a g s . Gernde die Nitglieder tles lnstituts seirn dic l'rsger
A l l r s dcssen, wits die altadeinisvhe Anstall (;utes i n d i e \Velt hinaiisprtrnprn 1i;olic.n inuge. 1)urc.h i L w n unahliissiprn Fleiss und Eifrr
tifiticn sie a11141 wrsrntlich clcr 3lcdirin gcniitzt. Indrrn a b r r die
1'li;irinacic a i i f ~viPsc.nsc.Iiafllic.Ilrr Gruntilage ruhe, wcrtle euch den
einscitigrn Extrenirn d r r inwiic.inisrlirn Kiinst entgegenpewirht a u f
nntiirpeiii:isse ArI. E x l r a r n p n l e Seriiiilel- und \Vwwrilortoren, uhersdiwitnpliclie hledicaiiienten- und (;cliritntlisbltr;iinrr cI Annten den rationrllcn Rntiirwisst.tiscltaI'lrn iind d e r a u f ihnetl funsenden Fharmacie
R I I ~die I);iiirr n i c l i t widerstclirn.
\'on den vielen Scliiilrrn d r s InstiI U I S srieii schnii iiianche voni Si4iit.ltsale aus ihrer Thiikighrit aliherufen
w n r i l e n , tint1 diesen sci ein c*lirrnvollt.s Atidenlien g e w r i h t ; den Irhendt:n :ilicr l i q c es n m so rnrhr oh, rrclit 1hSlig 211 sein und i n ihrrrn
1:crnfc zii wirheii. Anch din gcgeiiwiirtigen .hliigiieder des Instituts
wiiriltvi nlirpfiirilrrt, sirh dcinniivlirt tlcm ;illgemeinen grossen 11ei11w h r n , \ ~ ~ i t l i c l i ~ r - V r r annzitsi.lilirssvn,
iii
drssen nnrddeutsrhe A h 1 h r i l i i n g
~ t ~ l i n snr i ! virlcn Jxhrrn hestt+t~, itnil rine grosse Sunlnie des Guten
iind F6rdidicltrn l'iir die M'isstwscliril'1 t i n i l die prahtisrhe ApntliaherLiinst, -0 wic liir ilaq I.elien t1t.r ilir Anpi-lriirigen diirch unmitfrlbare
in;itrriellc lliilre unil \l'oliltliRtiQlic.ilrn mehrfacher Art in so ausgezeichnrt Cliiirzrtitlt~r\Vei,e grlrirtet helit*. I)rni nnrddentsrhen Apnthelccr\'ert.inP wi die gritsstr: Anrrltcnniing x u p:w;ihren, und e r fordere die
jvtzigcii l t t s ~ i t i t t s - ~ l i ~ p l i e driif,
e r die iliretil linche gewitlmrten Restrei i u n . g c n aiicli deinriiichst tliesrm Vereiiic i.iiznwenden, d e i ehonfalls
wig',
w a s ilurrh vereinipte lirfifte iind Ausdauer errrirht werden
h i l i i t i t : . . I)riii 1ih;irniac.i.titisrlieii Instilute nhcr.
das durrh mariche
Sdi\vii:ripLcitrn Iiincliirr 11 i i n Lsnft: yon 25 Jahren 211 energischer
\Virhsainhrit gedichen sei, w e r t l i ? e r :iucli fort und fort alle seino
HrRfte widinen, so weir es das Schiclwnl gestntte, und so wolle e r
tlrnn d e m grgrnwiirtigen, w i e den1 zukiiuftigen pharnlaceutischen Institute ein herzlirhea Lehehoch! curufen.
Dieses llorh wurile vnrn Hrn. BI a x Z i n k e i s e n i n imprnvisirten
Versen erwiiiert, in welchen e r die I'liarmaceur~nschaar aull'ordarte
zuin Hoch fur den Jubilar.
33 T
Vereinszeitung.
Nach diesen Toasts folgten noch mehrere andere, yon denen
noch einige zu erwahnen sein mdchten. Hr. Geh. Kirrhenrath S c h w a r z
liess den Jubilar auch als Protokollfiihrer bei Versamnllungen der
Theologen leben, indem derselbe seine Anwesenheit bei einer solchen
Versammlung in Eisenach dazu benutzt habe, nach aufgeschriebenen
Notizen eine geniigende Uebersicht der pcpflngenen Verhandlungen E ~ I
geben. - Der Unterzeichnete brachte ein Iioch aus a u f den Prof. Schleid e n und dessen Verdienste u m das Insiilut durch die lehrreirhen
Vorlesungen und Unterweisirngen, die er demselben widme. - Herr
Prof. E. S c h i n i d schlitg noch ein lloch vor auf die Frauen der Mitglieder des norddeutschen Apotheker-Vereins. A n G O t h e (in Herrmann und Doroihea) erinnernd, der im elirwfirdigen Pfarrer und im
verstindigen Apotheker Sitte und Bildung eines deutschen Stildtchens
personificirt, glauhte er mil Berufung a n die Blteren u n d jiinperen der
anwesenden Pharmaceuten gegen den einen Zug
dass der Apoiheker
als einen dein Lcben nicht enteprechenden
ein alter Junggesell ist
protestiren zu miissen. - Hr. Prof. S ch d m a n n hob noch hervor,
dass in unsern Yeiten nicht Worte, sondern Zahlen entsrheiden, und
darum miisse man die Neunundneunziger bochleben Iassen.
Gegen 6 Uhr Abends trennte man sirh unter Srherzen iiher d e l l launig
proponirten Spaziergang in den nahe gelegen~n botanischen Garten
hei eingetretener Dunkelheit und ziemlich empfindlicher Hiihle. Dagegen versainmelten sich gleich nach 7 Uhr Danien u n d Herren in
sehr grosser A n z a h l im akadeinischen Rosensaale zu einem frdhlichen,
heitern Ball, der erst nach Mitiernacht das ungestort u n d ungetriibt
verflossene Jubelfest schloss, das allen Theilnehmern, besonders aber
den jetzigen und manchen friiheren Mitgliedern des Instituts in freundlicher, unvergesslicher Erinnerung bleiben wird.
A m 15. November erschien in einer Extrabeilage zu No. 134. der
YBliitter von der Saale nebst privileg. Jenaischen Wochenblitternu eine
BffentlicbeDanksagung des Hrn. Geb. Hofrath W a clr e n r o d e r , welche,
obgleich sie den Theilnebmern direct zugekommen sein wird, dennoch
der Vollstiindigkeit wegen hier noch Plate finden mag. Sie Inutet:
-
-
n J e n a , den 13. November f853.
Die vielen ehrenvollen und
ausserordentlichen Beweise de+ Theilnahnie a n der geslrigen Feier des
25jjdhrigen Bestehens des hiesigen chemisch-pharmaceutischen Instituts
legen mir die angenhme Yflicht auf, auch i n diesen BlJttern den tiefgefiihltesten und warmsten Dank fiir das erzeigte Wohlwollen zu
wiederholen und zugleich Denen ahzustatten, deren freundliche und
giitige Gliickwiinsche zu heantworten die freudige Bewegung des Tages
vielleicht verhinderte oder die Entfernung unmoglich machte.4
nZuv6rderst glaube ich d r r Liedertafel meinen verhindlichsten
Dank far den schdnen und ergreifenden Gesang am friihen Morgen
aussprechen zu miissen. Das Motto unserer Liedertafel : r Haltet Frau
Musicam in Ehrena, babe ich gestern vollstandig erkannt sowohl durch
den Gesang, als aiirh durch die darauf folgende il1orpenmusik.r
nMeinen hochgeehrten u n d werthen Herren Zuhdrern und Mitgliedern d e s Insiituts, so wie ineinen aus der Ferne zahlreich herbeigeeilten friiheren Scliiilcrn und hochgeschtitzten Freunden, durch deren
giitiges und wohlwollendes Bemiihen u n d Zusammenwirken die sch6ne
Peier zu meiner vollstandigen Ueberraschung vornehmlich verrnlasst
worden, habe ich fur die herzlichen Beweise der Zuneigung und f i r
die dargebrachten schonen u n d werthvollen Festgaben wohl meinen
Arch. d. Pharm. CXXVI. Bds. 3. Hft.
22
338
Vereiaszeitung.
warmsten Dank ausgesprochen, SO gut es die Bewegung des Augenblicks gestalten mochte. Indessen wiederhole icli den Ausdruclc des
innigsten Danlies, insbesondere auch denrn iiieiner I'riiheren Schuler
und werthen Vreunde, welshe in sehr grosser Anzalil von N a h uiid Fern
jhre Giiicltwunsche theils durch eigenhandige Schreiben, theils durch
das Fesic:oinitB ausgesprochen habeii..
nbeiii PestconiitB, bestehcnd aus deui Herrn Assistenten R c i ch a r d t
und llerrn llof-Apolhelier L)r. ill i r u s und nreinen hochgeehrtell und
werthen Collegen, den llerren hd"ssoren I)r. 3 ch I e i d e n und L)r.
E. S ch I n i d ltann ich erst jclzt ineinerl aufricbligsieli und alleryerbindlielisten I h n k darbringen fur die Unisii4it und uiuhevollc Sorgfall,
mit welcher diese Herren die Festl'eier inir unbcrnerltt vortiereitelcn
und das Fest selbsl ordneten unil zu Ende 1eiteien.m
#~)le
~ e g l u c l t w u n s r h u i i g c ~ des
i
Iic~chvarelirierr llerrn Prisidentrn
a r ~1 1c0~l'l'
i ~ und
~
der HItl~edleses (ierichtsdes ~ b e r a p g e l l a t i ~ ~ ~ s g 0
llofes hnben niirh 11111 grosser F ~ u d eerl'ullt. fiicht bloss a l p Ueweise
der Freundschal'i, die Lei einiyen d m e r Ilerren niit deln Allfang Itleiller hiesicen M'irlisaiiikeit zusaininei~~dl~l,
habt. ich dieses j'reundlichc
Wohlw{)lleri arigrselieii, s o d e r i i i i u c h ills e i n Zeiclieri d e r fortdauernden tleaclitung wisaeusclialtlich - praliiisi~hrr Insiiiuie yon den 11111gliedern diesrs Iruclige~lclllenticrichis, dein such eirist der 1;ehcirile
Halh uriil Ordiiiiirius 5 ch III I d iingcliBrte, de>sen ruliiiiwiirdiger Vertlleldlgirug 111 einer besuiidern Schrift dii: Apoi1relct:r aiiies grossen
deutai:lien Staiiles vor eiiieiii Jiihrzeliend die Erhallung i1irc:s Iicvhies
wesentlicli niil verdanken und dies auch j e t z t noch darllthar allerlienneu. 6
nFur die Zeicheii der hiichsten Gnade, welche Se. Kiinigl. Ilolieit,
der Grossherzog von Saclisen-M'eiiiiar-Eiseuacli durch ein I)ecrei, SO
w i e durch eiii huldvolles b land bill^ 1, und lhre Iloheiten, die regierenden llerzoge zu SHchseir durch k r r n S t a a i ~ r a i hS e e b e c k niir zur
grossten, freudigeii Ueberraschung iibergeben zu lassen geruheten,
habe Ich unseriii allverehrlen, uni das Wohl unserer Urlivcrsitiit mil
rastloser und erl'olgreicher 'k'lrkliglte~t beniiiheten llerrn Cllralor den
elirt'urchtvollsle~~
Dank ausgespruchen. Allein cs drangt niich, diesem
hoc:lrgcstelllen Staatsdiener aueh lrier n o c h l i d s ineinen I)anlc uod die
Verehrung auszudruclien, V O ~der ein Jeder erl'ullt wird, der die
grosse Unisicht uud Erl'dhruiig desselben in seiner aiiitlieliei~ Stellung
wahrzunehrnen Gelegenheit hal.6
sAuch darf icli hicr wohl arireihen den ehrerbieiigsien Uanlt, zu
welchem rnich das ein weiiig spatar eingelaufcne Schrelben der hohen
Herzogl. Sactisen-Alteirhurg'sclien Laiidesregierung und ein gewogentliches Schreiheu Sr. Excellenz des Hwrn Staatsniinisters v. \1'a t z d o r f
zu \\'eimur uni so tnehr verpflichten, als darin dle Wirlisamkeit unseres yharniaceutischen lrisiituls l'ur die Apotlielten in beiden Lindern
die ehrenvollste Auerkennung 1iudei.u
.Die Deputation der hiesigen Siadtbehdrde hat mich freudig iiberrascht. Obwohl ich versucht habe, detn lirn. Oberburgertneister fi ijr n e r
auf dessen trell'liche und ergreil'cnde A o s p r i d ~ eGetrugendes z u atltwortcn, so ltann ich deunoch nicht verabsiiumen, den Delegirten meiner
geehrlen Rlitburger, gleichwie diesen selbst allesanrtnt meinen aufrichiigSLBU, aus vollcin llerzea koiiimendeii I h n k darzubriiigen fur die schii~le
Anerkeunung, die sic niir haben angcdeihen lassen. Ich halte es fiir
eine grosse Zierde der 25Jihrigcu Jubell'cier unseres clreniisch yharmaceurischttn Iustituta, daPs der Cerneinderath uiir in 80 rchoner Weise
,
-
Vereinszeidung.
339
Beifall gcschenkt hat ftir die redlichen Bemohungen, die such irh
meines geringen Theiles innerhalb u n d ausserhalb des m i r angetviesenen Wirkungskrcises dein Wotile unseres stiidtischen Gemeinwesens
gewidmet habe n a r h besleni Wissen und ,Gewissen.a
# D i e grosste Auszeichnunp, die unsere Universitat einem i h r e r
Angeh6rigen gewfihren kann, h a t sie a u c h niir, deni Vorsteher einer
akademischcn Anstalt angedeihen zu lassen sich bewogcn gefunden.
A l l r s das, W R S ich auf die rindrinplivhe iind collrpialisrh - I~c:rzliclie
Anreile Sr. hlagnificenz, des l l e r r n Emprorectors G u y e 1 i n .der vollsten
Anerltennung der inir und unsi:rni Institule rrwiesi'nen E h r e zu e r w i dern verinochte, gehort z w a r dem Kreise des Uuiversiltitslebens an ;
jedoch ftihle ich niich gedrungen, ineinen innigsten u n d herzlichsten
Dank auch h i r r iiffentlich zu wiederho1en.r
SAieht mindcr danlce ich a u f das Ilerzlii*hste und Verhindlichste
meinen slmmtlichen werthgelichstzten l l r r r e n Collegen, die mich ihres
collegialischen Wohlwollens und i h r e r prvsdnlirhen Freundschaft durch
ihre G18ckwiinsche aur's Aeue versicherten unil dailurrh den Beweis
gaben, dass auch dns chemisch- y1iarniaceutisc:he Institut, a l s ein l'heil
unserer bald 300 Jahre lang wirlcsain geweseiien Universitlt, auch in
Zulcunlt i h r e r Geneigtheit sich versicbrrt halten darf.6
SEndlich versdurne ich nicht, der Lietlertal'el und der Gesellschaft
zur Erholunp, l i e m i r durch Herrn Dr. G i I I e ihre freundlichrn Glucliwuneche darbringen liessen, meinen schdnsten und verbindlichsten Dank
an dieser Stelle abzustatten.r
DDie vielfaltigslen Beweise der Auszeichnung, des Wohlwollens
u n d der frerindlichsten Gesinnung, die m i r zu Anfanp und wiihrend
des Festmahles v o n den anwesenden sehr zahlreichen einheimischen
und auswiirliqen Collegen, Giinnern und Freundcn, namenllich auch
pus der Zahl meiner geehrten Mitbtirger, und v o n iiieinen gegenw i r t i g e n und manchen friiheren ZuhBrern und lnstituts -Mitpliedern
gegeben worden sind, wiinsche ich der Anslalt zugewendet, die vor
einem Vierteljahrhundert unter gar vielen Schwieriglceilen versnclit
hat, einen ehrenvollen I'latz neben andern nkadeinischen Instituten
einzunehmen. I m Nainen unseres I n s t i t u b und der wissenschaftlichen
Kunst, der dasselbe dienen und niitzen soll, so lange Got1 der Herr
will, danke ich dffentlich und mit Freuden fitr alle Ehrenbezeugungen,
for die sch6ne u n d ruhmvolle Feier des 12. November 1853. Als
gutes Omen darf ich w o h l den Lrdhlichen u n d heiteren Schluss des
Jubeltages anse1ien.u
SNoch habe i c h einen Act der Dankbarkeit unil P i e t i t zu erfiillen
gegen z w e i vormnlige theure Collegen, unter deren weiscrn Ueistand und Ralh in1 Winter l828/29 erst die vollsllndige neue Conslituirung unseres pharmaceulischen lnstiluts erfolgen Iconnle. Meinern
verehrten Freunde, Herrn l'rofessor Dr. 'I h e i l e i n Weimar, der durch
seine Cegenwart unsere Jubelfeier i n hohem Grade fur iiiich erhob, ltann
icll(;ottlob ! noch den gehiihrenden l)anle russprechen ; unserm geinein&aftlichen,
unvergessenen Freundc W a h I aher n u r narhrufen in das
Grab, das ihn uns frith enlriss und schon seit vielen Jahren uinsch1iesst.c
I)r. If. W a c l c e n r o d e r ,
Geheimer Hofrnth und Professor der Chemie.
W e n n der Unterzeichnete noch eine Bitle an a l l e P r i i h e r e n
it g l i e d e r des chemisch-pharinaceutischen Institutr, namentlich auch
an dic im nichldeutschen Auslande richten darf, so ist es die, zur
22
*
Vereinszeitung.
340
Vervollstandigung des Albums beizutragen. Es genagt, einen halben
Bogen grasseren Briefformates, des sogen. Bath-Formates, in der Breite
zu beschreihen und die Blilter gefalligst einzusenden, wozu der BUSgebreitete Verhehr der Hahn’schen Hofbuchhandlung in Hannover und
der Hahn’scheu Verlagshuchhandlung in Leipzig eine sehr erwiinschte
Gelegenbeit cur richtigen und sichern Weiterbeforderung darbieten
mochte.
Ed. Reichardt.
h a , im November 1853.
Danksagung.
Hochzuverehrende Herren,
Werthgeschalzte Herren Collegen !
Mil lebhaftester Freude habe ich das Diplom eines Ehrenmitgliedes
des Directoriums des Apothelter-Vereins in Norddeutschland enipfangen,
das Sie zur Feier des 25jshrigen Bestehens des hiesigen pharmaceutiscben Iostituts mir nals ein Zeichen Ihrer vorzkglichen Anerkennung
in Betracht der von mir der Pharmacie und dem norddeutschen Apothelter- Verein geleisleten ansehnlicheu und wesentlichen Diensteu zu
widmen beschlossen hatten.
Far diese Auszeichnung statte ich Ihnen, den Directoren dea
Yereins, meinen verbindlichsten, aufrichtigsten, warmsten D a n k ab
unter Beifiigung der Versicherung, dass ich gerade darin den befriedigendsten Beweis Gnde fiir die praktisch - niitzlichen Erfolge meiner
25jahrigen Bestrehungen. Ihr Urtheil als das der Fachgenossen ist
hoch anzuschlagen, Es ermnthigt mich zum Beharren auf dem Wege,
den ich k o t z allen Schwieriglreiten ein Vierteljahrhundert hindurch
verfolgt hahe, uni der pharmaceutischen Wissenschaft, der pharmaceutischen Kunst und dem Apolhekerstande mit redlichstem Willen, nach
bester Einsicht, nach bestem Vermogen zu niitzen, wie und wo Veranlassung und Gelegeoheit sich darhoten.
Wenngleich Jeder, der auf dem vom Geschiclr ihm angewiesenen
Posten seine Schuldigkeit thut, auch damit zugleich seinen Lohn empfangt, so mag doch auch die Herzeusfreudigkeit vergbnnt sein, wenn
uns bei wichtigen Lebensabschnitten die Zeichen des Beifalls der
Wissenschaft und Fachgenossen und vielfaltige Beweise der Freundschaft und Liebe entgegen getragen aerden. Liegt doch darin die
belebendste Ermunterung, immerdar zu wirken mit bestem Bemiihen,
so lange Gott will, der Herr.
Darum danlte ich Ihnen, meine hochgeehrtesten Herren Collegen,
nochmals aus vollem, warmem Herzen. Nimmer werde ich fehlen,
w o es gilt, einem Vereine z u niitzen und zu dienen, dessen wichtige
und segensreiche Folgen mir aicht bloss nach den Bffenilich vorliegenden Resultaten, sondern auch i m Besondern u n d Einzelnen wohl
bekannt geworden sind, die ich fort und fort wahrzunellmen und
anzuerkennen veranlasst bin in meiner amtlichen Stellung zur ausiibenden Pharmacie.
Aus vnller Ueberzeugung werde ich einem Vereine immerfort zu
iiiitzem suchen, der dnrch seine grossen Erfolge den Beifall hoher
deutscher Regierungen erlangt und die huldvolle Beachtung erhabener
Farsten errungen hat. Alles was dazu beitragen mtichte, die Schwierigkeiten zu besiegen, von denen die Leitung eines so umfassenden
-
34 1
Vereinszeitung.
Instituts umgeben ist, werde ich meines Theils auch fortan dem ferneren Gedeihen desselben naeh bestein VermBgen widmen.
Genehmigen Sie den Ausdruclt der unwandelbaren Hochachtung
und Werthschatzung, von der ich gegen das Directorium des norddeutsrhen Apothelrer - Vereins stets erfiillt bin.
Jena, im November 1853.
Dr. H. W a c l r e n r o d e r ,
Geheirner Hofralti u n d orderrtl. Professor
der Chernie.
An
das hochverehrte Directorium des
Apolbeker.Vereins in Norddeutschland.
2) Vereins -Angelegenheiten.
A l l g e rn e i n e r d e u t sch e r A p o t h e k e r -Ve r e i n.
Abtheilung Suddeutschland.
Bericht iiber die am 26. und 27. August 1853 zu Niirnberg
abgehaltene Generalvemammlung.
Als Theilnehmer an der Versammlung schrieben sich nachgeoannte
Herren ein:
Inscriytkonslisle der Ehren- und ordeatbichen Mitglieder der funften
Genera~oersanim~ung
dea allgemeinen deutschen Apotheker Vereins,
Abtheilung Suddeulschland, I U Niirnberg.
E h r e n mi t g l i e d e r.
1. v. V o I z , Staatsrath und Regierungs-Prasident von Anabach.
2. y. B e z o 1 d Dr. und Kreismedicirialrath daselbst.
3. Iei e r, Shdtcommissair yon Niirnberg.
4. H i Ip e r t , Bargermeister von NQrnberg.
5. P o p p , Vorstand des Gemeinde-Collegiums in Niirnberg.
6. Dr. S o I b r i g , Stadtgerichtsarzt das.
7. Dr. v F a b r i c e , Stadtgerichts- Assistent das.
8. Dr. E i ch h n r n , Landgerichtsarzt das.
9, Dr. W o If r i n g, Stadtgerichtsarzt in Furtli.
10. N e g e r , Cherniker in WBrth.
11. G r u n d h e r r und H e r t e l , Kfm. in Niirnberg.
12. B e s t e l m e y e r u. Comp., Kfm. das.
13. v. A u f s e s s , Vorstand des Grem.-Museums in Niirnberg.
1B. H e i d e l o f f , Vorstand der Bauhutte das.
15. H a r d e g e n , Kfm. in NGrnberg
16. D i t t ri ch, Dr., Prorector in Erlangen.
17. M a r t i u s , Dr., Professor das.
18. W e i s s , Dr., Apoth. in Niirnberg.
19. W a g n e r , R., Professor das.
20. L o c t i n e r , Dr. und Rector das.
21. R o s e , Dr. und Rector dae,
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