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Zusnmnaensetzung der Eier von Thieren.
203
Keber die Zusammensetzung der Eier von Thieren
der verschiedenen Classen.
(Fortsetzung von Rd CXXXXV. Heft 1. pag. 80.)
Eier von Reptilien.
Die Eier der Testudo mauritnnica (einer Landschildkriite) und der C'istudo europaea (einer Sumpfschildkrote)
sind xus einem gallertartigen Weissen gebildet, welches
sehr wenig hetrggt, kaum etwas Albumin enthglt und in
grossen dnrchsichtigen Zellen eingeschlossen ist, und aus
einem Dotter, reich an Albumin, betrachtlichen Mengen
phosphorhaltigen fetten Oels und aus eigenthumlichen
Kornchen, dem sogenannten Emydin. Rehandelt man
den Dotter des Schildkroteneies niit Wasser, so steigt
das gelbliche Oel an die OberflRche desselben und die
weissen Kornchen des Emydins sinken zu Boden; im
Wasser bleiben Eiweiss und Salze gelost. Durch Waschen
niit Wasser, Weingeist und Aether wird das Emydin
gereinigt.
Das Emydin bildet abgerundete oder eifiirmige, mit
kleinen Erhabenheiten bedeckte Kornchen. Sie sind weiss,
durchscheinend, hart und dicht. Die der Testudo ?nauritanka sind die grossten, ihre LSnge betrngt 0,20 Millimeter. Sie scheinen in eine sehr zarte Membran eingeliiillt zu sein, welche Leim Zerdructen der liiirnchen
sichtbnr wird. 11n Innern beobachtet man einen oft
hexaedrischen Kern, welcher seine Ecken und Kanten
verliert und spharisch wird. Andere Kornchen bersten
durch Aufblahen.
Die Emydinkornchen der C'istudo euyopuea sind kleiner als die der Testudo niaurita?dca, die grossten gegen
0,06 Millimeter, sie besitzen meistens kugylige Gestalt
und lassen sich schwierig zerdrucken. Kalilauge, selbst
sehr verdiinnte, lost das Emydin augenblicklich, wiihrend
sie auf lchthin nur langsam einwirkt. Essigsiiure, welche
das Ichthin sehr leicht lost, schwellt die Xmydinkornchen
nur an, lijst sie aber nicht. Das Emydin ist farblos 10slich in siedender Salzsiiure. Bein1 ICinaschern liefert es
hochstens 1 Proc. aus Kallcsalzen bestehender Asche.
Das Emydin scheint dem Ichthin isomer zu sein. F r k m y
fand i m Emydin: C = 49,4 Proc.
11 = 7,4
,)
N = 15,G ,,
'o\ -
27,G
,,
100,o l3&-
-__
204
Zusnni inensetzitng der I3er vora Thieven.
Manclie Eier der Testtido mmtritanicu zeigten sich
verschieden unter einander. Der Dotter einzelner Eier
enthalt niinilich keine E=inyclirilrijrnchen, aber das Weisse
war nicht durclisiclitig und farblos wie gewohnlieli, sondern war ge1llic.h und enthielt liornelien, welche dcn
Emydinlrornclien des Dotters alinlich waren.
Die Eier der g r ii n e n E i d e ch s e enttialten irn Dotter weder Einydin noch Ichthin.
Die Eier der A e s c u 1 a p s ch 1a n g e (Colztber Aescvlupii) und anderer C'oletber - Arten besitzen ein kauni
inerkliches Weisses. Der Dotter besteht nus Eiweiss,
i~lios~il~orlialtigei~i
Fett urid wahrscheinlich nus Vitellin,
welches bcini Verdiinnen tnit Wasser niederfiillt.
Die V i p e r n e i e r enthalten eiii gallertartiges Weisses, welches R U S clurchsclreinenden, elastischen Hiluten
gcbildet ist, welche cin schwach albuininfises Wasser
einschliessen. Uer Dotter bestelit nus einer albuniinreichen
Fliissigkeit, i n welcher betriichtliche Mengen von F e t t
suspendirt sind. Bringt man Wasser hinzu, so verdickt
sich die anfangs dunne Fliissigkeit nach uncl nach zu
einer vollkoinmenen Gallerte, in Folge cler Abscheidung
eines dem Vitellin ahnlichen Korpers. Kein anderes Ei
zeigt ein ahnliches Verlialten.
Eier i:o'i~LttrdLen.
Die gallertartige Substanz der F r o s ch e i e r ist aus
einein Gewebe von durchsichtigen IIauten gebildet, welches Wasser aufgesnugt enthalt. Kochendes Wasser macht
diese Hiiute undurchsichtig und die Dotter erhiirten darin,
wegen Gerinnung ihres Albuniins. Der Dotter ist durch
ein schwarzes Pigment gefiirbt, welches in der zarten
Dotterhaut abgelagert ist. I n der Dotterflussigkeit sind
wenig Fetttropfchen, ausserordentlich feine schwarze Punctchen und durchsichtige llotterliorperchen suspendirt. D i e
letzteren sind unl6slich in Wasser, lijslich in Essigsaure,
ihre Foriii ist gewfihnlich cine abgerundete.
Die Eier des JV a s s c r in o 1ch s (Triton) zeigen den
Froscheierii atinlielie Verhiiltnisse. Die weisse aussere
Substnne gleicht cler der Froscheier. Der citronengelbe
o&r griine Dotter enthalt Fett und einc betrachtliche
Zahl abgerundeter Dotterkiigelchen. Die Iiornchen i p
Dotter des ausgebildeten Eies sind grosser nls die des
Ovulums. Sie sind unliislich in Wasser, loslich i n Essigsiiure. Das Tritonei enthiilt Eiweiss, denn es erhartet
beini Kochen.
Zusamnensetzun y der Eier con Thieren.
205
Die Dotterkornchen der Lurche hnben sonach grosse
Aehnlichkeit init dein Ichthin, eine physiologisch wiclitige
Thatsache.
Xier von Cwstaceeiz.
Die H u m m e r tragen 15,000 bis 20,000 Eier unter
den BISittern ihres Schwanzes. Diese Eier enthalten kein
Ichthulin, ebensowenig findet inan Dotterkornchen dnrin.
Sie cnthalten eine eiweiss- und salzhaltige Flussigkeit
init dnrin siispendirten Fetttropfchen. Das Albumin der
Crustaceeneicr gerinnt erst bei 740 C.
Die Eier der L a n g u s t e sincl 'kauni inolinsaniengross; nian zahlt deren gegen 130,000 unter den Hlattern
des Schwanzcs.
Rns dcn Hiunimereiern stellten V a l e n c i c n n e s und
F r B inp den griinen, leicht roth werdenden Fmbstoff rein
dar, welcher den gekochtcn Krebsen ilirc rothe Farbe
ertheilt. Er findet sich in1 Albuinin der Eier gelost.
J3eini Erhitzen gerinnt das Eiweiss unil farbt sich durch
den Farbstoff roth. Alkoliol entzieht clein geronnenen
Eiweiss diescn Parbstoff. Zur Qewinnung dcs unverandertkn griinen Farbstoffs zerquetscht inan die Hummereier, p!esst
die albuniiiiose Fliissiglreit ab und verdunnt
die grungefiirbte Losring init vielem kalteni Wasser. I n
der Ruhe scheidet sich der Parbstoff aus, da er nur in
concentrirter, nber nicht in verdiinnter Kiweisslosung loslich ist. Man sainmelt den griinen Niedcrschlag auf
einein Filter. Er ist unkrystallisirbar, harzig und mird
durch die geringfiigigste Veranlassung in die rothe Modification verw:Lndelt. Zu dieser Umwandlung reicht es
schoii hin, die griine Substanz bei gewohnlicher Temperatur zu trocknen, oder sic mit Salzen zii behandeln,
welche Affinitiit zuin Wasser haben ; bei Beriihrung mit
Alkohol, Aether, Sjiuren ; beini Einbringcn in den leeren
ICanm. Schoii dureh blosse Reibung wird der griinc
li'arbstoff roth; so z. I3. eine Krebsschale, mit eineni
harten Korper gerieben, ninimt a n der geriebenen Stelle
die rothe E'krbnng an.
Eier von Amelmiden und Insekten.
Die Eier der S p i n n c n enthalten Albumin, fette
Korper und einc durch Wnsser fiillbare Substanz.
Die Eier cler A 111 e i s e n gaben #hnliche Resultate.
Eiw con Weiclitliieren.
Das Stiidiuin dcr 8 cli n e ck c n e i e r ergnb, dass die
206
Zusammensetzung der Eier von Thieren.
Zusammensetzung dcrselben von der der Eier anderer
Thiere bedeutend abweicht. Sie enthalten keine Spur
von Fett und sind ausschliesslich aus Membranen gebildet, welche eine farblose schleimige Fliissigkeit einschliessen. Diese enthglt eine stickstoff haltiqe organische Substanz gelost, welche kein Eiweiss ist, da sie in dcr IIitze
nicht gerinnt. Sie wird durch Essigsgure gefallt und lost
sich in Salzdure ohne violette Farbung auf.
Allgemeine Resultate.
1) Die Eier der Vogel, Reptilien und Fische aeigen
Unterschiede, die sich durch die einfachste Analyse erkennen lassen. Zwischen dcn Eiern der Vogel, Saurier
und Schlangen findet grosse Aehnlichkeit statt; die Eier
der Lurche ghncln mchr den Eiern der Knorpelfische.
2) Die Eier der Arachniden und lnsekten entfernen
sich hinsichtlich ihrer Zusammensetzung vollig von den
Eiern anderer Thiere.
3) Die Eier der Crustaceen besitzen keine Aehnlichkeit mit dcnen der Fische, der Lurche, dcr Mollusken.
4) Die Unterschiede der Eier entsprechen nicht allein
den Classen und Ordnungen, sondern erstrecken sich bis
zu den iiatiirliclzen Familien und noch weiter. So sind
die Eier der Knorpelfischc anders zusammengesetzt als
die der Iinochenfische, ja die Karpfeneier nnders als die
des Lachses. Ein Schlangenei hat eine andere Zusammensetzung als ein Schildkrotenei.
5) Das Eiweiss der Eier der Vogel, Reptilien, Fische
und Crustaceen zeigt in seinem chemischen Verhalteii
und in seinem Gerinnungspuncte bedeutende Verschiedenheiten, so dass man mehrere Modificationen desselben
annehmen muss.
6) I n dem Dotter der verschiedenen Eier finden sich
eigenthiimliche stickstoffreiche, oft eigenthunilich geformte
Substanzen, welche man rnit dem Namen der Dottersubstanzen umfassen kann, hierher gelroren das Vitellin,
Ichthin, Ichthidin, Ichthulin und Emydin.
Bei nahe verwandten Thieren wechselt die Form
dieser Dotterkorperchen.
7) Ein Ei andert in den verschiedenen Perioden
seiner Ausbildung bis zur Loslosung vom Eierstoclr merklich die Natur seiner Bestandtheile.
(Valenciennes et
Fremy, Ann. de Chim. et de Phys. 3. Ser. Juin 1857. Tom. L.
pug. 129 - 178.)
Dr. H. Ludwig.
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