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207
IV. Literatur und IHritik.
Specifische Gewichte der gebrauchlichsten Salzlosungen
bei verschiedenen Codcentrationsgraden. Nebst Beitragen zur Kenntniss der Volumanderungen, wclchc
beim Verdiinnen wiisseriger Salzlosungen, so wi0
beim Losen der 8alze in Wasser statt finden, und
Beobachtungen uber die Ausdehnung mehr oder minder concentrirter gleichnamiger Losungen durch die
Warme. Von Dr. G. Th. G e r l a c h , Chemiker der
Struve'schen Mineralwasser-Anstalt in Coln am Rhein.
Freiberg 1859, J G. Engelhardt.
Mit vollem Fleiss wurde der Inhalt des kleinen, 8 Rogen ausser
den Tafeln umfassenden Werkes durch den ganzen Titel angezeigt,
um zu beweisen, welche schwierigen und muhevollen Forschungen
der Verf. hier der Oeffentlichkeit ubergiebt. ,,Der praktische Werth,
den genaue specifische Gewichtsbestimmungen von Losungen fur
die Technik haben, um &us ihnen den Grad der Concentrationen
der Losungen sofort ableiten zu konnen, bestimmte den Dr. Th.
G e r l a c h bereits vor liingerer Zeit, eine Revision derjenigen specifiwhen Gewichtstabellen vorzunehmen, welche fur ihn von besonderem Interesse waren." Mit diesem Anfang der Vorrede mag die
Veranlassung zu dem Werke angedeutet sein, und nun wollen wir
eiiien Blick werfen auf den Inhalt selbst, i n wie weit er der Ueberschrift und der Veranlassun entspreche.
,,Die Abhandlung z e r h l t in drei Theile:
I m ersten Theile sind die specifischen Gewichte der untersuchten Salzl6sungen tabellarisch zusammengestellt.
Der zweite Theil umfasst die Versuche zur Ermittelung der
Gesetzmassigkeiten, welche der Aenderung des Volumens beim Verdiirinen von Losungen und beim Losen der Salze in Wasser zu
Grunde liegen.
Der dritte Theil endlich enthalt die Volumina der Losungen
bei den Temperatnren zwischen 00 C. und den Siedepuncten, und
die hieraus abgeleiteten specifischen Gewichte bei verschiedenen
Temperaturgraden.'
Beigegeben sind 5 Tafeln Abbildungen von hierzu benutzten
Apparaten und Darstellungen der Losungs- und Ansdehnungs-Verhiiltnisse von Wamer- und Salzlosungen.
Gerade bei der kiinstlichen Darstellung der Mineralwiisser gebraucht man fortwahrend SalzlSsungen, bei denen schnelle Errnittelung des Gehalts an Salz sehr oft nothig wird. D r . G e r l a c h hat
nur die reinsten S a k e zur Losung selbst verwendet und nichts ver-
208
Literat u r .
absiiumt, um die einflusrcichen Einwirkungen von Aussen odcr
Innen bei dcr Darstellung der Losung gebiihrend zu beriicksichtigen.
Meist wurden Losungen von 5, 10, 15, 20, 25, 30 Proc. Salz
gefertigt, und deren specifisches Gewicht ermittelt, aus welchen
Dat n dann durch Interpolation die verschiedenen procentischen
Grade fcstgestellt sind. Als Normaltemperatur fur die Losung ist
15°C. eingefiihrt. Endlich murde der Salzgehalt dcr von der Kryst.allisation des reinen Salzes erhaltcnen reinen Lauge bcstimmt
und ist diese Lauge, obgleich n u r eine JXsun des angewcudet.cn
reinen Salzcs, auch ale Muttcrlaugc aufgezeicanet. Die Zahl der
Salze, welche dicscn Prufungen in ihren Losungen unterworfen
wurden, ist bedeutend. Es sind epruft: NaCI; KC1; LCI: H4NCl;
BI CI: CaCI: I3aC1; SrC1; A P ~ NaO,COz;
;
B O , C O ~ ;NaO,S03;
K8,S63; MgO, S 0 3 : KO, NOS: M'einslure, Citroncnshre.
Diese durcli Versuche erhaltcnen Hesultate imd daraus abgelciteteii Tabellen der specifischen Gewichte und Procentgchdte der
Salzlosungen dienen dann zur Grundlage fur die Versuche iiber die
etwaigen OcsetzmHssigkeiten bei dabei auftrctendcn Volumanderungen. Es kanri ~i;inientlichdas epecifische Gewiclit einer gemischten Fliissigkeit auch berechnet wcrdcn nach der Formel
S
a
b
s + 3,
wobei S der Summc der Gewichtstlieilc beider Flussigkeiten, a dem
Gcwichtsthcile der eiiien, l~ dcm Gewichtstheile der audern Flussigkeiten, s dem specif. Gewichtc dcr Fliissigkeit a, S, dem specif. Gewichte der Fliissigkeit b entspricbt.
Die beiden Itesultatc wcrtlcn null in Tabellen geordnet verglichen' fur alle untersuchten Salze, und auch die'l'ahellen der specifischcn Gcwichte der Schwefel~iiurcvon M e i s s n e r , B i n e a u und
U r c , so wie dicjenigen iiber Salpetcrslurc, Salzslure und Amnioniskfliissigkeit von N e i s s n e r uiid U r e , die specifischcn Gewichte
der Zuckrrlosuiig von B a l l i n g und 15rix und diejenigen des Vcrf.
von verdiiiiritcrer AmmoniakfiisHigkeit, von WeinsHurc- uutl Citronensiiurclijsung der gleichcn Betrachtung unterworfen.
h1 e i s s n e r gab uber die specif. Gewichtsahnahrne der Schwefelsiiure beim Verdiinnen init Wslsser zwei Tabellen, cine fur die
:bus Schwcfel bereitete Siiure, die andwe fiir aus Vitriol dar cstelltc.
Dia hierlei sich zeigenden Vcrschicdenheiten unteimchtc d e r l a c h
genauer und es geht daraus hervor, dass diese beiden concentrirten
SPuren bei dersclben chemischen Znsammenset.eung und derselbcn
Slttigungscapacitlt verschiedcnc specifische Gewichte besitzcn, uud
uingekchrt. G c r l a c h hilt den Grund dicscr Verschiedenheit noch
gjinzlich uneufgekliirt, und macht dayauf aufmerksani, dass gerade
Schwefel und Phosphor, wclche nls Elemente verschiedeue allotropischc Zust.iindc hesitzcn, auch in den entweicheiidcii Siiuren Modificationcn zeigen.
Die bei den Losungen auftretenden Verdichtungen aind zwar
meistena mit ~~iirmcentwickelung
verliunden und der Schluss liegt
deshalb mhe, dam die 'l'empcratiirerhohung im engsten Zusammenhangc mit dcr Verdichtung etcheu musse, jedoch habcn zahlreiche
Versuche noch zu keinem aichern Hesultate gefiihrt.
Dem folgend werdcn Tabellen uber die Volumlnderungcn bei
dem hlisclien von conccntrirtcn Losungen mit Wasser mitgetheilt.
Literatur.
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Am rmchcsten ist durch das dem Buche vorgedrucktc Inhaltevcrzcichniss zu folgen, und hicr finden sich der Heihc nach angegehen :
,,Ueher die Widerlegung der Ansicht, dms die Modificationen
dcs Volumens auf der Bildung chemischer Verbindungen nach bestirnmten stochiometrischen Vcrhkltnissen beruhe."
,,Rei iihnlichen Losungen tritt bei gleich grossem specifischen
Gewichte die grossere Contraction des Volumens bei derjenigen
Losung ein, welcher der grossere Contractionsgrad entapricht.'
,,Vergleich der Contraction des Volumens bei gleich grossem
Concentrationsgrade ahnlicher Lijsungen."
,,Ueber die Lage des Modi6ationsmaximums."
,,VolumSLnderung beim Lasen wasserfreier Salzc.'
,,Volunianderung beirn Losen Kryetallwaeser haltender Salze.'
,Die Atome der Salze habcn das "
srosste Volumen im wasserfrcicn Zustande.'
,Die Atome der S a k e vcrmindern ihr Volumen bei der chemisclicri Bindung von Krystallwasser."
,,Die Atome der Salze haben das kleinste Volumen, wenn sie
sic11 in Losung hefinden."
,Ueher die Volumanderunc bei der Vcrbinduria aeloster Saurcn &id gsloster Alkalicn zu h l z e n in Losung.'
Es folgt nun die dritte Abtheilung des Werkes: "iiber die Ausdohuung der Flussigkeitcn durch die Wiirme', und hier wird zuerst
das Dichtigkeitsniaximum des Wassers und der Losungen besprochen; d a m finden sich die sehr assend dazu gowiihlten, theilweise
neu construirten Apparate bescgrjeben und durch Abbildungen
erliiutert.
Hicrauf komlnen Tabellen iiber die Ausdcbnung des Wmsers,
dcr T'osungen von SaCI, KCI, LCI. €I*NCI, MgCI, CaC1, BaCI,
Al2C13. NaO. SO3; KO. SO3:, MeO,
- . SO3: NaO. COZ: KO. CO2: Weinsiiure, Citroncnsiiure und Zuckcr. Endlich sind vorhanden Tabellen
i i t die
~ ~ spccifischen Gewichte der Kochsalzlosungen bei verschiedcncn Concentratioosgraden und den Temperaturcn zwiscben 00 C.
iiiitl 1000 C., ferner der verschiedenen starkcri Losungen von schweftblsaurern Natron zwischen O W . und 20OC., dann der gleichen Verhiiltnisse bei kohlensaurem Natron, der loprocentigen Liisung von
scliwefclsaurem Natron, kohlensaurem Natron, der 20procentigcn von
scliwcfelsaurer Talkcrdc zwischen OOC. und IOOOC., letzterer Lasung
YO11 00 c.- ,500 c.
Wie wohl deutlich ersichtlich, ist hier zunachst eine Zuesrnmenstellung praktisch schr wcrtbvoller Tabellen geliefert, deren
l'crfertigung, noch dazu bei der von dem Verf. angewendeten Sorgfnlt, die grosste Miihe und Arbeit erfordert, und das gauze chemisch-technische Publicum muss dcrartige Producte ausdauernden
I.'leisses mit Anerkennung helohnen.
Nicht genug aher, dass diese Tabellen vorliegen und so praktisch vcrwcrthbar gemaeht siud , auch wissenschaftlich hat das
1V'erkchen bohen Werth, indcm Schritt Fir Schritt die nicht direct
erkliirbaren Erscheinungen gepriift, vcrglichcn und erforscht werden.
JIicrhei sind die neuesten -4rbeiten iiber die speciellen Daten benutzt und kritiuirt, und Jedcr, welcher sich diesem ausserst wichtigen und jetzt gerade durch die Bewegungstheoriq der WZrrne
11. s. w. urn so interessanteren Theile der physikalischen Chemie widmet, wird nicbt ohne Befriedigung diese Arbeit durchwandern.
Allen, welche den reichen Inhalt dea kleiuen Werkes ersehen
15
Arch. d.Pharm. CLII.Bde. 2. Wt.
--
210
Literatur.
und Interesse an irgend welchem Theilb besitzen, ist e8 angelegentlichst zu empfehlen.
Druek und Papier sind sehr gut; Druckfehler sind mir, Burner
den wenigen selbst verbesserten, nur ein Paar aufgefallen : S. V l l I
Z. 2 von unten Temparatur statt Temperatur, S. 53 NO, CO2 statt
NaO, CO?
Dr. E. H e i c h a r d t .
Verbreitung und Wachsthuni der Pflanzen in ihrem Verhaltnies mum Boden auf Grundlage einer Retrachtung
der Vegetation zwischen Bhein, Main und Ncckar.
Fur Botaniker, Landwirthe, Cameralisten und Forstleute bearbeitet von H e i n r i c h H a n s t e i n . Darmstadt 1859, Verlag der Hofbuchhandlung von G. Junghans. 8. S. 173.
Von den vemchiedcnen Wegen, die zu einer tieferen Einsicbt
in die Verhiiltnisse des Pflanzenwacbsthums zum Boden leiten,
wahlte der Verf. den, die Reobachtung ,an bestimrnte eirigegrenzte
Verhlltnissc anzulehnen, urn diesclben zu studireu und daraus
Schlusse fur das Pflanzenwachsthurn zu ziehen", da dieser Weg die
MO lichkeit gestattct, die Verhkltnisse lcbendi cr darzustellen und
z u j e i c h zu ciner genaueren, exacteren- Beobac%tung zwingt
Die Wahl dcs Gebieta, welches der uniaichtige Verf., der auf
diesem Felde sich scbon erprobt hat, fur seine Forschurigen sich
erkor, ist eine sehr gliickliche, denn es ist nicht nur ein gut begrenztes, sondern es ist auch durch die Mannigfaltigkcit der Hodenverhaltnisse ein sehr giinstiges, da cs cihen Theil der Itheinebene,
deli Odenwald und die Hergstrasse eiribcgreift.
Die drei Abschnitte, in welchen der Verf. scinen Stoff behandelt, sind:
1. A b s ch n i t t. Das Gebiet nach seiner Begrenzung, seiner
Erhebung und seinen klimatischen Verhiltnissen ; die Pflanzen desselben nach ihrem Vorkommen und nach ihrcr T'erbrritung das
Bild der Vegetation seiner einzelnen, dem Bodcn nach verschiedcneu Theile bis S.25.
2. A b s e h n i t t . Vegetationsformen. I. Wiesc, Moor und Gew'bser bis S. 80. 11. Wald und Oedung bis S. 107. 111. Das bebautc Land bis S. 163.
3. A b s c h n i t t . Grundsltze.
Die anziehcndcn und bclehrenden Resultate der eigenen Forschung und Beobachtung naeh allen einschlngenden Seiten hin siiid
beleichert und gestutzt durch mannigfache Arbeiten Anderer auf
diesem wechselvollen Felde, und es wird der Forstmano, namentlieh aber der Landwirth des Belehrenden und Anre enden sehr
Vieles findcn. Insbesondere rnacht der Verf. in seiucr korrede auf
die von ihm aufgeRtellten Erkliirung.cn der Graanarbe, der Wbserungswirksamkeit, dcr bereichcrnden und erschopfeuden Gewiichse,
und die Beurtheilung der Bedeutung der Nicht riiser der Wiese
aufrnerksam, und mit vollem Rechte. Auch die qersuche und Beobachtungen iiber die Anwendungen der Diingerstofe bringen wichRef. emti e Aufklarungcn und verdienen die volle netrchtun
pffehlt deshalb das vorliegende Werk reeht angelegeniichst. da es
sicherlich vfel zu einer klaren und vernunftgembsen Auffaseuog
des besprochenen so wiehtigen Gegenstandes mit beitragen wird.
H o r n u n g.
.
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