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Vereinsneitttng.
Jubelfeier in Blankenburg. Hrn. W a n d e r s l e h e u in Soberuheiin
Aufnahmediplom. An Hrn. Vicedir. Lo h r wegen GeneralversammAn Hrn. Med.-Ass. L 6 h 1e i xi kiinftige Generalversammlung
Zun
in Eohurg. Voii Hrn. Apoth. S t r i l a c k in Constantinogel wegen
Compagnongesuch und Eintritt in unsern Verein. Von Hrn. Vicedir. Ober-&fed.-Ass. Dr. W i l d Anmeldung der HH. S a r t o r i u s ,
W a g n e r , H c n k e und G u m p e r t und Ertheilung von Aufnahmediplomen. Von Hrn. Jubilar S t u t z b a c h Empfehlung eines bedurftigen Pharmaceuten. Von Hrn. Hof-Apoth. H a r t r n a n n in Magdeburg Geschenk f i r die Unterstiitznngscassc. Von Hrn. Ehrendir.
Dr. M e u r e r wcgen Rechnangssachen. Von Hrn. Ehrendir. Buc holz
wegen Hagen-Bucholzscher Stiftung. Von Hrn. Kreisdir. S c hr ii t e r wcgen Bucktritts des Apoth. S t o y in Meuselwitz. Von Hrn.
K i r s t e n Kewerbungsschreiben. An Hrn. Med.-Kath O v e r b e c k
wcgen Unterstiitzungssachen. A n Hrn. Ehrendir. B u ch o 1z wegen
Gehlen-.Bucholz -7l'rommsdorffwher Stiftung. Von HH. Prof. Dr.
l i i i h n , Prof. Dr. L a n d c r e r , Apoth. K r l m e r , Prof. Dr. L u d w i g , Apoth. D a n k w o r t h , Apoth. E d e r , B a r r t a g , H o r n n n g ,
Z i p p e l in Stargard und P e c k o 1 t 13eitriige Zuni Archiv. Von
Hrn. Kreisclir. J o n a s wegen Eintritts des Hrn. S c h r S t e r . Von
Smithsonian Institution in Washington Einsendung von Nachrichten. Offerten von d. K. L i p p i n c o t t & Co. ill Philadelphia.
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3. Zur Medicinalyolizei.
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l$e r1 i 11, den 18. Septeniber. - Hiesige UlLttcr habcn schon
vie1 uber die W e i n v e r f l l s c h u n g e n geklagt, die - reines Fabrikat - dem Publicum octroyirt wcrden. I>ahin gehorend, wird
jctzt folgender Fall mitgetheilt. Es ivar einein hiesigen Einwohner
als Pfaud fur eine Fordcrung eii:e Quantitat \Vein in FLsscrn Lind
uantitit Chnmpagner, dessen Etiquette eincn glinzenden Na%hrte, ubergeben worden. Da die Forderung zur Verfallzeit
nicht bezahlt wurde, kain es eur Klage und schliesslich zur Excecution, hei wclcher die in Pfmd gegehcnen Weine abgepfndet
warden. Weine odcr Fliissigkeiten, welche fiir Wein gelten, miissen vor der Auctiori von einein Sachverstandigen abgeschiitzt werden; es wnrde daher auch im vorliegenden Falle der gerichtliche
Taxator niit dcren Abschatzung beauftragt. Sein Gutachtcn lautete dahin, dass sich in den Flssrrn eine rothe Fliissigkeit befinde,
aus der vielleicht bci gecigneter Bearbeitung cin schlechter Essig
gewonnen werden Ironnr, und dass der Wcrth 3 Thlr. fur das Pass
be]. In den Clixnipagnerflasclien befinde Dich einc lehmige, uhelriechende, d r r Gesundheit tiarhthoilige Fliissigkeit, wekhe gar keinen Wcrth habe, die vorliandenen Flaschen aber schatze or auf
6 Sgr.
- Ein B r a n cl eigener a r t ist am Sonnabend Nachmittag auf
der Uaussee zwischen Berlin nnd Charlottenburg, am lrleinen
Stern, vorgekommen. Eiu Arbeitsmann fuhr einen kleinen Handwagen, woranf leere Salpetersacke lagen, ungefihr 120 an der Zahl.
Plotzlich geriethen diese, wahrscheinlich dnrch Selbstentziindung,
in Flammen und verbrannten auf der Stelle.
$::
B e r l i n , den 24. September. - Die von dern Mechanicus
B a n n s c h e i d t zu Endcnich bei Bonn erfundene neue Heilmethode,
V ereiwzeitung.
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der sogenannte , , R au n s ch ei d t i s mu s ' hat bereits mehrfach Veranlassung zur Erhehung yon Anklagcn gegeben, namentlich ist
B a u n e c h e i d t wegen Verkaufs von Geheimmitteln, des sogenannten Oleurn Buunecheidtii bestraft. Freitag kamen beim koniglichen
Ober-Tribunale wiederum zwei Anklagen zur Verhandlung, deren
Entscheidung von principieller Wichti keit ist. B a u n s c h e i d t war
zunachst abermals des unbefugten #erkaufeb von Geheimmitteln
angeklagt, weil er fortgesetzt sein Oleum Baunscheidtii verkauft
hat und zwar das Flacon mit 1 Thlr., wahrend der reelle Werth
der einzelnen Bestandtheile des Oeles, nach dem Gutachten Sachverstandiger sich auf 3 Sgr. 6 Pf. belaufen soil. B a u n s c h e i d t
ist in zwei Instanzen deshalb verurtheilt und hat in seinem, gegcn
diese Erkenntnisse eingelegten Cassations - Recurs namentlich bestritten, dass er ein G e h e i m m i t t e l verkaufe, weil er der zustandigen hiichsten Medicinalbehorde in Berlin, dem geistlichen Ministerium, Kenntniss von den einzelnen Hestandtheilen seines ,,OleumsK
gegeben habe. Der Oberstaatsanwalt hielt den Recurs fur unbegriiudet, weil cin Geheimmittel niemals dadurch auf horen konne,
ein solches zu sein, wenn es der Chemie moglich ware, die einzelnen Hestandtheile festzustellen, denn da die Clleinie gegenwlrtig
im Stande sei, jedes Mittel zu zersetzen, so wiirde der Hegriff
,,GeheimmittelY ginzlich aufhorcn. Auch die Mitthcilung an das
Ministerium sei noch nicht ausreichend ; damit etwas aufhiire
Geheirnmittel zu sein, sei nothwendig, dasb die Hestandtheile dcs
Jlittels so allgemein bekannt gemacht wiirden, dass das Publicum
dieselben kenncn lerne uud im Stande sei, das Wittel sich selbst
zu bereiten. - Im zweitcn Falle, der mehr in das allgemein gewerbliche Leben eingreift, war B a u n s ch ei d t angeklagt, chirurgische
Instrumente angefertigt z u haben, ohnc sich durch das hierzu erforderliche Hefiihigungszeugnies ausgewiesen zu haben. B a u n s c h e i d t hat ngmlich den sogenannten ,,Lebensweckeru erfunden,
eiu kleines Instrument, dnrch wclches der Haut des Menschen
eine Anzahl kiinstlicher Miickcnstiche beigebracht wird, welche
demnachst mit dem Oleilm eingerieben wcrden und auf tliesc Wcise
die ThBtigkeit der Hant hefordern sollen. Dieses Instrument hat
Baunscheidt angefertigt und ist deshnlb in zwei Instnnzcn wegen
unbefugter Anfertigung chirurgischer Iustrumente verurtheilt worden. (5. 177. der Gewerbe- Ordnmig.) B a u n s c h e i d t behauptete
nun in seinem Cassations -Recurs, dass dieser Lebenswecker ein
rein mechanisches Instrurnent sei und dass dassclbe nicht, wie der
Vorrichter ausfuhre, weil es zu Heilzweclren benutzt werde, ein
chirurgisches Instrument sei. Ausserdem aber k6nne der 0.177.
der Gewerbe-Ordnung niemals auf den Erfinder cines Instrumenteh
angewendet werden. Chirurgische Instrumentc seien nur solche,
welche von Aerzten und Chirurgen ansschliesslich benutzt wiirden,
das aber sei geradc bei dem Lebenswecker nicht der Fall, da die
Mediciner das Iustrument veracbten. Der Oberstaatsanwalt fiihrte
dagegen aus, dass zum Regriffe eines chirurgischen Instrumentes
es nicht erforderlich sei, dass die Aerzte sich desselhen ausschliessiich bedienen, entscheidend sei nur, oh ein solches Instrument hestimmungsm'rissig zu Heilxwecken angefertigt werde; es diirfe nur
die Intention des Anfertigers dahin gerichtet sein. 0. 177. der
Gewerbe-Ordnung konne sehr wohl auf den Erfinder eines Instruments angewendet werden, d s derselbe oft nicht im Stande sej,
dasselbe anzufertigen. Der Gesetzgeber aber wolle, dass solche
Instrumente nur von Befahigten angefertigt werden diirfen, da die
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Vereinseeitctng.
schlechte Anfertignng eincs solchcn Tnstrumentes dureh einen Unbefihigten oft sehr grosse Xachtheile niit sich fiihre. Das konigl.
Obertribunal ist in beiden Fillen der Ansicht des Oberstaatsanwalts beigctreten und hat in beiden Fiillen den Cassations-Recurs
des Angekl:igten v e r w o r fen.
4. Ziir Medicin, Toxikologie und Pharniakologie.
Beschreihuny einiger neuen Broguen z‘om CUP.
0. B e r g theilt uber folgende auf dern Caplande als Heilmittel
vermenclete uiibestimmte Droguen die einheimische Benennung und
13enut.zun,a nach den beigegebenen Notizen mit.
1) Zapre. hlit Braiii~twein an dcr Sonnc digerirt. wird als Medicament bei Franenleideri uiid auch bei liraokheit,en des Mage,ns
xngeweudet. Es sind die reifen Zapfen einer der M-iddyingtonin
cziprrssoides End. sehr nahestehentleu Cupressinee, dic 13 e r g da
sic noch nicht besclirieben ist, vor1;iufig Widtlrinqfonitc cn$m benennt. A n dic Diagnoseti von E n d 1 i ch e r sich ansrhliessend,
Ct~ititEringto7aia
wiirde diese Art folgeiideii Charakter erlialten:
strotzili doi*so ifiJ2.a apicem gildere conic0 ~imton,atiu,sitbbisci.atim
6 - I0 - spermis: Zaternlibzis obtiisotis, fncie acritiusczdo - cnrinatis;
ctnticis posticisyue am~ustioiibzts, cvnssioriOzis, npice ti~ziiicatis, j’acie
cavinalo -truncatis. Die Zapfeii sind zu 3 - 6 einem kurzen Aste
Zhrenartig oder fast kopffiirniig aufgewxchscu, oval, stuinpf, ”4 bis
1” lang, vierklappig. Uie Klappen stehen irn Kreuz, auch im aufgespruiigeuen Zustancle nufreelit, siiid dick, holzig, nussen wcnig
gewiilbt, wnrzig, auf den1 Kicken nnter der Spitze tfurcli einen
kleinen kegelformigen IIocker genabelt, aussen grunlicli - braun,
hier und da mit ausgeschiedenen gelblichcn, sehr bnlsarnischcn
Harze bedeckt, iirnen hervortretend-vcrdickt, rothbraun, am Grunde
6 -. IOsamig, nach dcui Ausfallen der Samen mit eben so vielen
flachcn grnuweisscn Sarbcn bezeichnet, welche voii den Riinderri
zur Mitte schief aufsteigeii unci zuweilen in nvei Reihen stehen.
Die seitljchen Fruchtscliuppeii Bind breiier als die beiden a.ndern,
minder stark verdickt, oval. gestumpft, rnit undentlicherem I-locker
unter der Spitze, innen zieinlich scharf- gekielt mit einem Kiel,
der cinen Winkel von 1100 bildet, G -. 9”’ breit, vor dem K e l
von einem dreiseitig pymmidenfiirmigen, gliiiizcnd braunen, etwa
1”‘ langen Ealsambehalter begleitet, der einen klaren Terpentin
von balsaniischem Gerueh enthalt.
Dic vordere wie die hinterc Fruchtschuppe sind mehr l b g l i c h ,
mit minder gewolbten fast parallelen KBndern, oben flach, abgestutzt, deutlicher genabelt, a u r 4 - 6’” breit, wcit starker nsch
innen verdickt mit einern K i d , dcr vollstindig gedacht einen Winkel von 500 bilden wiirde, aber indern er durch eine vom Grunde
bis zur Spitze sich allmllig verbreiteten Fllche abgestutzt ist, n u n
kantig crscheint, am Grunde obne Balsambehllter. Samen rothbraun, nech oben breit geflugelt, den Fruchtschuppen dicht anliegend, unigekehrt eiliinglich, schwach bogenformig gegen den inuereu Rand gelrriimnit, oben schief abgerundet, dort ausgestutzt mit
einer kleinen derben Spitze i n der Ausrundung, 6”’ lang, 3”’ breit,
auch wohl grosser; Samenkorner schief - eiformig, fast 3”‘ lang,
11/i” breit, am Grunde schief gestutzt, dort matt, silbergrau, auf
der Bruchflache ebcn, auf der liuckenfllche gewolbt, mit diinnem
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