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236
Vweismeitrmy.
den Kopf hin und her, so trifft man endlich die Richtung, in welcher das Leuchteu d c s Mooses wahrznnehnien ist. Boden und Wiinde
g l h z c n d a m in priichtigeni griirien Lichte uiid gewiihren den1 Beobacliter eineii fceiihafteri Anbliclr. (ILL Zty.)
5. Zur Technologie.
Ueber den E’nrbstoff deia schwarzen iVdve rind clessen
Anwendung i n der Fiirberei.
In der Turkei sind im letzteii J a h r e 14,000 Centner getrocknete schwarze Malvenbluinen verbrauclit wordcn. Nach einem
I k r i c h t c von S a l v e t a t cliencn diese Rlunieii zum FHrben. K o p p
hat den FarbstoE der schwarzen Alalve untersimht uiid macht
dariiber folgendc Mittheiluug.
Zur Gewiiinii1ig tles 1T‘:irbstoffcs Itchandclt rnnii tlic obcren
Eiiden der lilnnien init liochcndcm Wasser. Der init destillirtcm
n’asser geni:rclite, clnrcli ciii ‘I’rrch gcseilitc Auszng bildet eine
klare Fliissigkeit, welclie coiiccntrirt, ctwils schleimig ist. Sic liat
eine violettrothe Farbe, welche durch Siiuren in Cnrrnoisinrotli verwandelt wird. Zusatz von Allrali niacht clic Farbe wicder violett
und darxnf griinlich-blan. Alkali, zu dern rcinen Xuszuge gesctzt,
niaclit dcriselberi sofort griin.
Urn mit den Malvenblnmeti zu fiirbcn, muss miin die Gegenwart von freieni RIord:iut in dcr Flussiglceit vermeidcn, deiin dcr
hIdveiifarbsto8 hat dic Eigciisctiaft, sicti in Verl)incluiig iiiit cier
erdigeii ocler rnetallischeri 1i:isis des Mordaiit leielit auf das %ellgemcbe der Malveribllitter iiicdcrzuscli1:igci~ u i i d so clem Fytrbebade sicli zu entzielien. Die Farbung w i d eiiifitch d a d i m h ansgefiihrt, dess man dic hIalveiiblnmeu iriit U’asser zusnnirnenbringt,
deli gehorig gereiuigten wid vorbereitetcri Fasostoff hinsinfiihrt
u n d die Alischung d:inn einige %sit lxng kochcn Ilisst. Die nicht
mit hIordant versehenen Stellen fiirbcii sicli iiiclit mehr ein, : ~ l ses
bei Ulauliolz cler F:ill ist. Man crliiilt xuf ilicse Weise auf I h ~ i i i i wollc i n i t stnrker Eisenbeize S ~ ~ U ’ R
mit
~ Zschwndier
,
Eiscribcize
Schwarzblau, rnit Tboiicrdesalzcii eiri scbwach i n Violett ziebcndes
Elau, iiiit Zirinsalz J~l;iulicliviolett, auf Wolle mit Zinrichlorid ein
zieinlich dunkles I’iolctt, [nit l<irensnlzcn Bliiulichschwarz oder
C~raublau, init Antirnunsalzcn ein briliinliches Violett, anf Seide
rnit Ziiinsalzen eiri zierirlich schoiics Violett.
Nach K Op p widerstellen dic rnit den schwarzen Blalveablurnen hergestclltcn Farbeti der Luft u n d dein Lichte besser als die
I;lawholzfxrbcn, sie vertragen aber tlas \Vascheii mit Seifciiwasser
nicht. Dcr hlalvenfarbstoff ist in Slkohol sehr leiclit liislich, die
Losuiig besitzt einc sebr schiine Purpurf‘iirbe. I)er F:irl)stoff liist
sicli uuveriiiidert in Sclirvcf‘clsilurc. M:in kann diescs Vcrhalten i n
glciclier Art wie fur die Kr:iypproductc bcnntzen, indcm mxii dic
trockiieri Ulumenbl5tter dcr Malven rnit cone. Schwefelsihre befeuchtet und soclnnn in einem schwach erwiirrnten I’orcellaniiiiirser
reibt, so dass man einen dicken rothbranneii ’J’eig erhiilt, den man
cinige Tage stelien liisst, wornnf man i h n init lrocliendem Wasser
auszicht, welchcs sich dabci dunkelrothbraun f%rbt.
Wcnu man eiiie fur die Druclrerei gceignete Farbe bereiten
will, so niuss man das weingeistige Extract anwenden. Daesclbe
Verehszeitzing
.
237
ist schwiirzlich, von harzigem tineelien und lost sicli fast ganz in
Wasser auf. Diesc Losung liefert, zum Farben angewsndt, wcit
reinerc Nuancen, ale dcr wkserige Auszug oder dse Bad, welches
die IHornen selbst enthalt.
Der Fsrbstoff in Krystallen oder
uberhaupt in einer zur Analyse hiureichendcn Reinheit zu
gewinnen, ist bis ‘rtzt aber noch nicht rnoglich gewesen. (BuUet.
de la Soc. d‘enc. 1880. Polyt. Centrbl. 1860,u. a. 0.)
13.
-
Fabrikatiou von klinstlichem Eise.
Dr. D u 11o in Konigsberg beschreibt eine vor mehreren Monaten zu Liverpool eingerichtete Fabrikation zur Erzeugung von Eis.
Daa Eis wird durcli Verdam fen yon Acther bercitet. 1)er
grossc Vorzug, den dieseMethode Eesitzt, ist der, dass die I’rodnctionskosten ausserordentlich niedrig sind, denn sie beschranken sich
auf die Kohlen zum Heizen des Dampfkessels und den Lohn cines
Hcizcrs und zweier Arbeiter.
Die Einrichtung dicser Fabrik ist folgcnde.
Ein kupferner Cylinder wird durch eine Dampfmaschine von
15 Pferdekraften luftleer epumpt und dann bis zu 2/3 mit Acther
gefullt: er enthalt dann 98 Gallons Aethcr.
C m den Cylinder ist im Abstande von einem Fuss ein holzerner
hlantel, nelcher wasscrdicht sciu muss, angcbracht, und dcr Zmisclienraum zwisclien Cylinder und Mantel ist mit ciner gcsiittigten
Losung von Kochsalz gefullt.
Indem die Dampfmaschine wirkt, zieht sie mittelbt einer Luftpumpe rasch die bildenden Aethcrdampfc BUS dcm Cylinder und
driickt sie in zivei vielfacli gewundene Schlailgcn, die in zwei grossen
Kiihlfisscrn init moglichst kaltem Wasser liegen. 111diesen Schlangen
w i d der hcthcrdampf vollkommcn eondensirt, und, iiachdeni beidc
Schla~~ge~~sicl~uiiten~viedcrvereini
en,fliesstdcrActhernnausgcsetztan
der Unterseite in den Cylinder. 8ieses geschieht schr IeiclLt, da im
Cylinder kein Druck stattfindet, sondern nur in den Schlangen.
Vor den1 Kolben dcr Luftpum e, welchc die Aetlierdiimpfe aus
dem Cylinder zieht, ist cin Sainmefgcfhs angebracht von etwa 112
Gallon Inhalt, um den mitgerissencn Aether aufzunehmen.
Hieraus ist ersichtlich, dass, wenn fur vollkommene Dichtung
des Apparate gesorgt wird, dieselbe Quantitlt Acther fur immer
brauchbar ist.
Das Gefi-ieren von reinem Wssscr wird nun auf diese Wcise
bcwirkt, dsss fortwiihrend eiri gleichmSsbiger Strahl diescr kalfen
Liisung in lange, holzerne, viereckige Rasten fliesst, die mit holzerneii Deckeln versehen sind und auf ciner geueigten Ebenc stehen.
1)iese Kastcn siiid der Querc nach mit Fichern versehen, und in
jcdem Fache hiingt cin I%lcchkasten,in welchen das znrn Gefrieren
bestimmte Wasser gegossen wird. Dicsc Ulcchkasten sind 3 Zoll
dick und hahcn 11/2 Fuss im Quadrat.
Nachdem der ~ R I I Z C Rasten voll Kochsalzlos~unggelaufen ist,
wird immer fort an] untern Eudc so vie1 VOII dcr Losung abfliessen,
als oben zufliesst, und die ~ l c c h k a & n init reinem Wasser werden
durch die sich immer ernouerte Salzlaugc kalt gchnlten.
Die a w dem Kasten abfliessende S~lzlosung sainmelt gich in
cincrn klcineu Bassin, und wird von d a mittelst einer Dampfpumpe
in den Iinurn zwischen Cylinder und ZIolzmantel gepumpt, so dnss
in diescm Raume die Lauge stcts auf gleichem Siveau blcibt.
238
Vereinszeitzmg.
13ei D u l l o ’ s Anwesenheit hatte die Lauge eine Temperatur
von 2-40 R., und einc Periode des Gefrierens dauertc 2112 Stundcn.
Die tiigliche Production betrug 40 Ctr., konnte aber auf 6OCtr. gebracht wcrden, wenn die Dampfmaschine schneller wirkte. Das
Yfund Eis wurde zu 112 Halfpenny = 5 Pfennige, verkauft und
fand sehr starken Absatz, da es bei diesem Prcise billigcr war, ale
das nus Amerika bezogene. Es kanii auf dime Weise jedoch nur
cine Dicke von 3 2011 der Eisplatte crzielt werden.
D u l l o ist der Meinung, dass diese neue Industrie wohl allen
grossen Stadtcn, wo der Eisverbrauch jiihrlich zunimmt, zu cmpfehlen sei, da beim Vorhnndcnsein eincr solchen Fabrik dcn einzclnen
Gewerbetreibenden dic Anla e von Eiskellern erspart wird. (Din&
polyt. Journ. Bd.158. u. rn.
H.
8.)
Benzol- Papier.
l3enzol hat die Eigenscbaft, dem Papiere einen gewisscri Grad
von Durchsichtigkcit zu geben. Wegen seiner Fliichtigkeit verlicrt
jedoch das Papier bald wieder seine Durchsichtigkcit. Dicsc Eigcnschaft macht es moglich, gewtibnlichos undurchsichtiges Papier ziim
Pauscn zu verwenden und somit das theure Pauspapier zu ersparcn.
Spannt man also uber die Zeichnung ein zweites und gewohnlichcs
Papier und befeuchtct dasselbe an dcnjenigen Stellen, welche man copiren will, mit Benzol, so kommt also die darunter liegcnde Zeichnung ebenso dcutlich zum Vorschcin, als beim Pauspapier. Auf
diese Stelle liisst sich mit Hleistift und‘rusche ebenso leicht zeichncn
als auf Pauspapier. Nach cinigen Stunden verfluchtigt sich das
Benzol ohne irgend eiuen Flecken oder Rand zu hinterlassen und
ohne das Original zu besclildigen, und das Papier nimmt seine fruhere Undurchsichtigkeit wieder an. (Bl.f.Tiand. u. Gewerbe. 1860.
iVo. 48.)
23.
T’orkomnien der Nitrate im Guano.
Ausser dcm ammoniakalischen gewohnlichen Guano liefern die
Huaneras auch noch immer cincn erdigen Guano, der von orgnnischen Matcrien fast ganz frei ist ond im Wesentlichen aus phosphorsaurcm Kalke bcsteht. Solchcn erdigen Guano findet man reichlich
an den Kusteu von Chile, er machte vor einiger Zeit einiges -4ufsehen im Handel, wcil cr f i r peruanischcn Guano ausgegeben
wurde.
I 3 o u s s i g n s u l t hat in diesen erdigen Guano’s Nitrate vorgefunden, und weitere Untersuchungen haben gezeigt, dass in jedem
Guano, den derselbe sich verschaffen konnte, dieselbcn enthalten
sind.
In verschiedenen Guano’s, deren Zueammensetzung folgende ist:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
Phosphorsaurer Kalk . 60,3 82,3 44,9 37,O 27,4 24,6
Stickstoff.. . . . . . .. . . . . . O,? 0,3 0,6 2,l 8,6 8,l
Sand und Thon.. . . . 19,O 0,2 6,4 15,4 1,2 2,O
fand B o u s s i g n a u l t f i r ein Kilogramm des Guano’s eine hlenge
Salpeterslure, welche durch ihre Aequivalente Salpeter ausgedrbckt,
betrug:
4.
2.
3.
1.
5.
6.
3 Proc. 0,5 Proc. 0,633 Proc. 0,234 I’roc. 0,47 Proc. 0,275 Proc.
..
. ..
Vereinszeittlag.
239
1 ist ein Guano, von welchem R o u s s i g n a u l t vor 2 Jahren
cine Probe vorn Gouvernemcnt Ecuador zugesandt erhielt. er war
auf den Galopagu-Inseln aufgefunden. 2 s t m m t von dcr Insel Jarwis und ist von B a r r a l analysirt. 3 findct sich an den Kiisten
von Chile, und wurde von G i r a r d i n untersucht. 4 findet sich anf
den Chincha-Inseln. 6 ist ein weisser pcriianischer Guano.
B o u s s i g n a u l t schreibt es dem Salpetergehalte der iibrigeu
fast stickstofffreien erdigen Guano's zu, dass sie sich als Diinger
bewlhrcn: ihre Wirkung beruht seiner Mcinung iiach darauf, dass
sie dem Boden Phosphors'riure und assirnilirbsren Stickstoff zufuhren.
13.
( C m p t .vend. T. 50. - Chem. Centralbl. 1860. No. 39.)
Entjbelung von Bmnntwein.
Das Verfahren zum Entfuseln des Branntweins von V a n d w e l d e in Gcnt grundet sich auf die Heobachtung, dess dasFuselo1
in cinem Spiritus von 150 C. nicht mehr aufgclost bleibt, sondern
auf demselben schwimmt. Man kiihlt daher den fuselolhaltigen
Branntwein auf 1 P C . (120R.) ab, riihrt urn und filtrirt. Das Filtrat ist nun von angenehmcm Geruch und Gcschmack. Als Filtrira parat dienen zweckmbsig zwei iibcreinandergestellteRufen, deren
ogcre einen durchlochertcn Hoden hat, der mit Flanell bcdeckt ist
und auf wclchc einc Schicht gewaschenen Sandes gebracht ist, auf
der noch cine L a e vonFlachs oder Hanf sich befindet. (Armeng.,
G h i e . industr. I8fO. 7 . - Dingl.polyt. Journ. - Pharm. Centralh.Xo. 11. 1860.)
Pauchonttk, ein neuer Gummistof.
Auf Veranlassung des Gouvernernents i n Indien hat die Society
of arts eine neue Gummiart untersucht, welche von einem Baume
gewonnen wird, dem ahnlich, welcher die Guttapercha liefert. Bcigewohnlicher Temperatur ist dieseb Gumrni hart und zcrbrcchlich.
Wcnn man cs in cinem Morser zerstampft und rcibt, wird es ziihe
und klcbrig. Im Wasser zum Sieden gebracht, macht es dasselbe
schiiumen und nimrnt eine braune Farbe an. Man konnte allein
noch keinen Gebrauch davon machen, worin es alsErsatzmittel der
Guttapercha dicnen konnte, aber wenn man es im Verhlltniss von
20 bis 30 Thcilen auf 100 Theile Guttaperchs diescr beimischt,
ohne dass diesc dadurch ihrc wesentlichen Eigenschaften einhiieet,
so ist schon einc grosse Verwcudbarkcit des neuen Stoffes ei-reicht.
(Cosmos.)
Bkb.
- .___
Gegen Mause.
Das Wochenblatt der patriotiech-iikonomischcn Gescllschaft im
KGnigreich Bohrnen zu Prag rnacht ein sehr leichtes und wohlfeiles
hfittel zur Vertreibung der Mause bekannt, das cin Getrcidehandler
in Saaz mit dem besten Erfolge seit Jahren angeweridet hat. Dieee
Tlriere konnen nlmlich den Geruch dcr wildcn Kamillc nicht vertragen und wenn damit die Bansen der Scheune vor der Ernte SO
wie die Schiittboden damit bestreut werdcn, verschwinden die Miuse
R.
plotzlich. (Bonplandia.)
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