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Die Constitution der PropenylbenzoGsaure diirfte nach den mitgetheilten Untersuchungen hinreichend festgestellt sein. Die neue
Saure wird hochst wahrscheinlich mit der letzteren p o l y m e r sein.
Es ist zu hoffen, dass die Darstellung eines Estern und die Bestimmung der Dampfdichte des letzteren diese Frage bestimmt entscheideri
wird. Auch auf die Ursache, welche der Isomerie der Atropasgure
ond der Isatropasaure zu Grunde liegt, wird hierdurch voraussichtlicb
Licht geworfen werden.
C h u r , 29. November 1878.
570. W. K e l b e : Ueber einen aus dem Harzol durch Erhitzen
desselben mit Schwefel entstehenden Kohlenwaseerstoff.
[Mittheilung aus dem chem. Laborat. des Polytechnikums zu' Carlsruhe.]
(Eingegangen am 30. November; verlesen in der Sitzung Y O U Hrn. A. Pinner.)
Erhitzt man die hocbsiedenden Produkte der trockenen Destillation
des Colophoniums, das sog. H a r d , mit Schwefel auf etwa 2000 C., so
entwickeln sich grosse Mengen yon Schwefelwasserstoff und Kohlenoxysulfid. Steigert man, nachdem die Gasentwickelung voriiber ist, die Temperatur bis zum Sieden des Ruckstandes, so geht bald ein in der Vorlage
krystallinisch erstarrender Korper uber. Derselbe wird durch Pressen
zwischen Fliesspapier und Umkrystallisiren aus Alkohol gereinigt,
und stellt dann eine in echonen, weissen, perlmutterglanzenden Blattern
krystallisirende Substanz dar, die bei 94-95O C. schrnilzt.
Es scheiot, dass alle Terpene die obige Reaction geineinsarn
haben. Wenigstens entwickeln z. B. Pfeffermiinz- und Terpentinol
rnit Schwefel erhitzt, ebenfalls Schwefelwasserstoff, indem sich sehr
hoch siedende, aber nicht krystallisirende Verbindungen bilden. Der
Geruch des Pfefferrnunz- resp. des Terpentiniils rerschwindet dabei
mehr und mehr.
Die obige Verbindung erhalt man auch durch Einwirkung von
Phosphorpentachlorid auf H a r d unter Hildung von Phosphoroxychlorid. Es scheint danach, dads sich dieselbe durch Wasserentziehung
unter gleichzeitiger Abspaltung von Kohlenstoff bildet. Sie liisst sich
nicht unzersetzt destilliren, sondern giebt bei der Destillation einen
Hohlenwasserstoff, der bei 860 C. schmilzt.
Die Elementaranalyse des Letzteren ergab:
C
91.5 und 91.6 pCt.
H
8.5
8.2 100.0
99.8 p c t .
Derselhe lost sich ebenfalls leicht i n Aether und Alkohol und
E r krystailisirt in
I h t sich aus Letzterem gut umkrystallisiren.
Nadeln.
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Nach P a u l C u r i e (Jahresber. von S t a e d e l 1874) entsteht auclr
durch Erhitzen von Colophonium mit Schwefel unter Schwefelwasserstoffentwickelung ein Kohlenwasserstoff C, H, , den e r Colophthalin
nennt. Derselbe scheint indess von dem aus Harziil erhaltenen verschieden zu sein.
C a r l s r u h e , November 1878.
,,
571. Th.We gl : Ueber eine neue Reaction auf Kreatinin und Kreatin.
[Aus der chem. Abtheilung des physiologischen Institutes der Universitat Berlin.]
(Vorgetragen vom Verfasser.)
Versetzt man einige Cubikcentimeter frisch gelassenen, menschlichen
Harn im Reagenzglase mit wenigen Tropfen einer sehr verdiinnten,
nur eben noch braunroth gefarbten, wassrigen L6sung von Nitroprossidnatrium und fiigt tropfenweise verdiinnte Natronlauge hinzu, so nimmt
die Fliissigkeit eine schiin rubinrothe Farbe an.
Diese Farbung erhalt sich nur sehr kurze Zeit, in sehr verdunnten
Harnen oft nur wen'ige Minuten, um einem intensiven Strohgelb Platz
z u rnachen, welches durch die Einwirkung ron Natronlauge auf Nitroprussidnatrium hervorgerufen wird.
Die eben beschriebene Reaction scheint fur das Kreatinin charakteristisch zu sein. Wenigstens wird dieselbe von keineuo der bisher
a u s dem Harne isolirten Kijrper hervorgerufen. Auch folgende Kiirper
zeigten sie nicht: Unterschwefligsaures Natron, schwefelsaures Natron,
schwefelsaures Neurin, Schwefelharnstoff, Taurin, Glycocoll, Sarkosin,
kohlensaures Guanidin, Kreatin, Ammoniak, kohlensaures Ammoniak,
Leucin, Tyrosin, Ferrocyankalium, Ferricyankalium.
Die Reaction wird durch gleichzeitige Anwesenheit von Zucker ')
und Eiweiss im Harne nicbt verhindert, beeintrachtigt dagegeu oder
ganz verhindert durch erhiihte Temperatur. Ihre E m p f i n d l i c h k e i t
ist eine wahrhaft iiberraschende. Die beschriebene Farbung war noch
deutlich erkennbar, als die untersuchte Fliissigkeit 0.38 p. M. salzHaares
Kreatinin, entsprechend 0.287 p. M. Kreatinin enthielt.. Und zwar
bezieht sich. diese Angabe auf 5 ccm einer wasserigen Liisung, in
welcher nur reines salzsaures Kreatinin, Natronlauge von I. 150spec.Gew.
und Nitroprussidnatriumlosung von 1.003 spec. Gew. vorhanderi
waren. I n alkoholischen Losungen ist die Empfindlichkeit der Reaction
vie1 geringer. Sie war bereits verschwunden, ale die zu untersuchende
Fliissigkeit 75 Vol. Alkohol von 9G pCt., 25 Vol. Wasser und 0.76 p. M.
salzsaures Kreatinin, entsprechend 0.57 p. M. Kreatinin enthiclt. Auch
I ) In eineni Falle erhielt icli eine sehr dcutliche Reaction, obgleich sich in
dem untersuchten Hnrne niehr als 5.5 pCt. Zucker befanden.
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