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nung der dritten Periode mitten ab. Trotzdem ist der so bseeichnere Zeitpunkt der natirliche Endpunkt des Processes. Denn in dem
Moment, wo die Spectrallinien verschwinden, tritt eine Sattigung des
Bades rnit Oxyd ein. D a s zeigt einmal die Schlackenprobe, zweitens
die Spiegelreactinn. Weiteres Rlasen verstlrkt aber die Spiegelreaction
nicht, wogegen dieselbe vor dem Verschwinden der griinen Linien
schwach oder gar nicht hervortritt. Andercrseits wird der aus dcm
Converter entweichende Gasstrom beim Verschwinden der Spectrallinien undurchsichtig, es tritt also eine Verbrennung des Metalldampfs
bereits im Converter ein, mit andern Worten es geht Sauerstoff
unrerzehrt durch das Bad. Man fragt: Wie kommt es, dass das
Silicium und Mangan, welchs kurz vorher bei geringerer Menge von
Oxyd und unter der Concurrenz des Kohlenstoffs so energisch rerbrennen, jetzt eine weit griissere Oxydmenge unreducirt neben sich
dulden? Diese Frage nebst vielen Nebenfragen muss vor der Hand
offen bleiben. Icb gedenke denselben demniichst in der Weise experimentell niiher zu kommen, dass ich die Convertergase mit geeigneten
Hiilfsmitteln im unverbrannten , reap. dissociirten Zustande auffange.
O s n a b r i i c k , den 8. J a n u a r 1879.
26. F r i e d r i c h C. (3. Miiller: Ueber die in Eieen nnd Stahl eingeachloseenen Gaae.
(Eingegnngen am 17. Janunr.)
Meine Arbeiten iiber den Bessemerprocess fiihrten q i c h dringend
zu einer Untersuchung der im Gussstahl eingesclilossenen Gase, umsomehr, als kein Experiment vorlag, welches iiber die Natur derselben Aufschluss gab, und ich alle seither in dieser Hinsicht aufgestellten Hppotbesen mit meinen Beobachtungen nicht in Einklang bringen
konnte. Mit Hilfe der folgenden, einfachen Vorrichtung gelang es mir,
der Gase habhaft zu werden. Mittelst einer runden Coquille liess ich
Ingots r o n 5 0 m m Durchmesser und 200mm L i n g e gieasen, wobei
erentuell ein allzu starkes Treiben dnrch aufgeschiitteten Sand ond
Zudecken mit einer Eisenplatte verhindert wurde. Diese Ingots,
welche in Wasser abgekiihlt und noch warm rnit Wachs bestrichen
wurden , befestigte man in der Spindel einer starken Bohrmascbine.
Aof dem Tisch der Bohrnaschine ist auf einer starken Gusseisenplatte innerbalb eines Baesins von Eisenblech ein Bohrer von 42 mm
mit der Spitze nach aufwtirte befestigt. Das Bassin wird rnit Waseer
gefillt, so dass die Bohrerspitze 1 cm tief unter das Niveau kommt.
Wird nun die Maschine in Gang gesetzt, so bohrt der festetehende
nobrer von unten in den rotirenden Ingot eine cylindrische Hiihlung
von 150ccm, in welcher sich die Gaee aus den angebohrten Blaeen
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ansammeln. Nach Reendignng des Bohrene wird der Hohlcylinder
roriichtig vorn Bohrer gehoben und daa Gas in eine kleine Flasche
umgefiillt, welche rnit einem Kautschukpropfen gut verschlossen , mit
der Miindung nach onten, ins Laboratorium getragen wird. Die Analysen wurden nach der B u n een’schen Methode ausgefiihrt. Bislang
habe ich 12 Gasprohen aus dern verschiedensten Material, von verschiedenen Werken stammend, auf solche Weise erbohrt and untersucht ; eine noch ausgedehntere Versuchsreihe ist in Vorbereitung.
I n einer spateren Abhandlung wird das ganze Versuchsmaterial ausfiihrlich reroffentlicht werden. Zur Orientirung diirften heute folgende
Analysen geniigen. a) Bessemerstahl vor Spiegelzusatz; b) Bessemerstahl derselben Charge nach Spiegelzusatz; c) Martinstahl; d) Roheisen vom Cupolofen
H
N
a
b
C
88.8
10.5
0.7
77.0
22.9
67.8
30.8
2.2
d
83.3
14.2
2.5.
CO
Gasmenge in Proc.
des Metallvolums 60 p c t . 45 Ct. 25 p c t . 35 p c t .
Man sieht, dass die erbohrte Gasmenge iiber Erwarten gross ist.
Durch Bestimmung des Qewichts des fortgebohrten Metalls und Ausmessung der Rohrung liess sich featstellen, dass der Gasdruck in den
Poren im Mittel 8 Atmospharen betrug. Auffallendrr Weise zeigten
die Roheisenproben dichten Bruch. Aus einem durchaus homogenen
Holway I wurden nicht mehr als 3.5 pCt. Gas gebohrt mit 52 pCt.
Wasserstoff, 4 pCt. Rohlensaure und 44 pCt. Stickstoff.
Als der b s t e Versuch zeigte, doss das erhaltene G a s fast reines
Wasserstoffgas war, erschien dies fast unglaublich, und klamrnerte ich
mich an die MBglichkeit, dass die heissen Bohrspahne vielleicht Wasser zersetzt haben kiinnte. Deshalb bohrte ich die nfichete Probe
unter Riibol, indessen mit dem n h l i c h e n Erfolge. I m harten wie
irn weichen Bessemermetall, mag es langsam steigen oder schliumen,
zeigte das Resultat nur geringe Schwankungen ; mein niedrigster
Werth ist der von b , mein hBchster 90.3 pCt. Wasserstoff. Ich bin
iiberzeugt, daes weitere Versuche in Bezug auf die Qualitlit des Gases
nichts Neues bringen werden , mich intereasirt aos technologischen
Qriinden fortan namentlich die QuantitHt und zwar heim Roheisen
direct vom Hohofen.
Die ausfiihrliche Discussion meiner Versuche behalte ich mir selber vor. Fir heote miigen obige Zahlen, durch welche alle bieherigen
Theorien iiber die Gasausscheidungen zu Falle gebracht werden, uns
zur Warnung dienen.
Wir dachten bislang, dae Gas kBnne nichte
anderes sein als Kohlenoxyd. Unter dieser Voraussetzung ist die
leidige Oasfrage nicht allein literarisch behandelt , sondern auch die
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Praxis mit Vorachliigen eur Erzielung dichten Stahlgusses irre geleitet
worden. Speciell-hat die jiingst von Frankreich importirte, ungeheuerlicbe Gleichung Si
2 CO = 2 C SiOa fiir metallurgische Phanfasien
ein fruchtbares Gebiet eriiffnet.
O s n a b r i i c k , 10. Januar 1879.
+
+
27. 11. K r a n e e nnd 0. Salomon: Weitere Mittheilnngen iiber die
Bildnng von Xanthinkorpern a218 Eiweiee.
(Eingegangen am 15. Januar.)
I n einer friiheren Nummer dieser Zeitschrift hat der Eine von
uns iiber die Darstellung von Xanthinkorpern, specie11 von Hypoxanthin aus Blutfibrin berichtet '). Aus der Reihe der gebriiuchlicben
Zersetzungsmittel war zunacbst die Verdauung durch Pancreasferment
beriicksichtigt worden. Nebenbei hatten einige vorlaufige Versuche
gelehrt, dass das Hypoxanthin sich auch unter den Produkten dcr
e i n f a c h e n Eiweissfaulnisa vorfindet. - Wir haben uns seitdem gemeinschaftlich mit dem Gegenstande weiter hescblftigt und sind in
der Lage, die friiheren Mittheilungen in zwiefacher Weise ergk'nzen
zu kiinnnen a).
Einmal haben wir die Faulnissversuche vielfach wiederholt und
variirt , um die Bedingungen der Hypoxanthinbildung unter diesen
Verbaltnissen genauer kennen zu lernen. I m Allgemeinen hat sich
dabei unsere friibere Erfahrung bestiitigt, dass niir die niederen Grade
der Faulniss zur Bildung von Xantbinkiirpern geeignet sind. Das
Hypoxanthin findet sich, vorausgesetzt, dass man die Brutwiirme zu
Hiilfe nimmt, etwa vom Ende des zweiten l i e sechsten Tagee nach dem
Ansetzen des Fliulnissgemisches. I n einer Versuchsreihe, bei welcber
die vom angeliisten Fibrin abgegossene Macerationsflussigkeit successive
durch frisches Wasser ersetzt wurde, fend sicb in den Aufgiissen:
nach 2 Tagen ziemlich vie1 Hypoxanthin ; nach 6 Tagen ein ganz geringer Niederschlag mit ammoniakaliscber Silherliisong; nach 10 Tagen
keine Spur eines Xanthinkiirpers mehr. Ganz alte Fiiulnissgemische,
die monatelang gestanden hatten und kein ungeliistes Fibrin mehr
entbielten, fanden wir etets frei von Hypoxantbin. Dagegen konnten
wir durch Zusatz einiger ccm solcher hypoxanthinfreier Faulfliissigkeiten im Anfange der Digestion die Bildung der Xanthinkorper om
e t w a 24 Stunden beschleunigen.
1) G e o r g S a l o m o n : Bildung von Xanthinksrpern aus Eiweiae dnrch Pancreasverdauung; diese Berichte XI.
1 ) Das NPhere hiernber , besonders Uber die Einzelheiten des Darstellnngsverfahrena, vgl. bei H. K r a u a e : Ueber die Darstellnng von Xanthinksrpern an8 Eiweiss.
Berlin 1878. hug.-Dissert.
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