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betrachtet werden, in welchem der Wameretoff der Imidgroppe durch
Phenyl ereetrt ist ond wiirde demnach a h Phenylisoindol anzosprechen rein.
Ich babe constatirt, daas die in Rede stebende Verbindong sicb
gegen gliibenden Aetzkalk and achmelzendes Aetmatron sehr bestilndig reigt. Briogt man sie, in Schwefelkohlenstoff geliht, mit
Brom im Verhdtniss molekolarer Mengen susammen, so rerharst ein
grosser Theil, wghrend aich gleichceitig Bromwameretoffsiiure entrickelt. Wendet man dagegen einen grcsseren Ueberachuss von Brom
an, so fiillt ein krystallinieoher K8rper aus, welcher 80s Alkobol in
gelben priematischen Nadeln erhalteo wird. Dereelbe schmilzt bei
96O onter Abscheidung von Brom ond zereetzt sich bei gesteigertem
Erbitzen weiter onter Entwidcelong von Bromraeseretoff. Dieser
Umstand weist deotlich auf dss Vorhandenseio mehrfacher Kohlenstofiindoog im Phenylisoindol bin.
Icb bin gegenwiirtig mit dem eiogebeoderen Stodium dieses E6rpars beechiiftigt ond gedenke in eioer niicheten Mittheilong auch iiber
die Resoltate zu berichten, welcbe aodere aromatiscbe Amide in ihrer
Wecheelwirkong mit Acetophenonbromid ergeben baben.
,
40. C. Oraebe and J. Walter: Ueber Pimn.
(Eingegangeo am 26. Janurr.)
Im Anschloee an die Arbeit des Rrn. 0. B u r g I) iiber den ~ o n
ihm a08 dem Braunkohlentbeer erhaltenen neoen Rohlenwasserstoff
theilon wir einige Beobachtungen i b w denselbeo E6rper mit.
Du, LU unseren Versochen beooute Material stammt a08 Californien ond oerdaoken a i r en der Freundlichkeit den Hrn. 0. Witt,
der nos iiber seine Gerinnuog folgendes mittheilt. Dm erwHhnte
Prodokt wird erhalten, wenn der bei der Rektifikation d a californiechen Petroleoms in der Blase bleibenrle Rickstand bei starker
Oluth der trockenen Destillation nnterworfen wird. Es kcnote, wenn
sich eine Verwendoog fir daaselbe Bnden wiirde, in groaoer [email protected]
gewonnen werdea.
Die so erhalteoe Substans ist krystalliniech, echmilrt nicht gang
gleichmiissig, aber im Durchschnitt etwa bei 9500. Sie bedtzt eine
grbgelbe Farbe. Die Krystallbliittchen rind oft intensio M a ; daa
Polrer mehr gelblich. Beim Destilliren geht der gfimte Theil unverPndert iber ond bildet nach dem Erntarre0 eine feste h f ~ VCMI
e
scbwefelfielber Farbe. Dorcb riederboltee Awiehen mit Alkohol,
scbrsfelkobleostokl ond hocbsiedendem Bensol und Krystallisation aus
-_
1)
-.
Diem Berichto
mu, 1864.
176
letzterem Lbsungsmittel erhielten wir einen immer noch etwae gelblich gefiirbten Kohlenwasserstoff, der bei der Oxydation ein dunkel
orangerothes Chinon liefert. Nach den Aiialyeen des Kohlenwasserstoffs und des Chinons waren wir Anfangs zreifelhaft, ob die Formel
Cgl H I , oder C 2 2H i zu wlhlen sei. Vor Mittheilung unserer Versuche wollten wir doher neue Derivate darstellen. Durch Hrn. L i e b e r m a n n erfuhren wir, dass Hr. B u r g niit einem iihnlichen Kohlenwasserstoff aus dem Braunkohlentheer beschiiftigt sei.
Nacbdem wir Kenntniss von seiner1 sorgfiiltigen und genauen
Versucben erhalten batten, suchten wir vor Allem der Prage der
Identitat des aus dem Petroleum erhaltenen Kohlenwasserstoffs mit
dem Picen von Hrn. B u r g zu entscheiden. Nach schr lange fortgesetzten Reinigungsversuchen erhielten wir aucb unseren Kohlenwasserstoff farblos und vom Schnielzpankt 330- 3350. Die Eigeoscliaften
und die Zusammensetzung dee daraus erhaltenen Oxydationsproduktes
entsprechen vollkommen dem Picerrchinon.
Besonders beweieend fiir die Identitat ist die gut krystullisirende
Broniverbindung. Hr. B u r g war so freundlich, uns eine Probe seines
Bibrompicens zu schicken. Krystallform und Lbslicbkrit stimnien
vollkommen. Wir habeii hei beiden Prober1 den Schmelzpunkt 294
bis 296O gefunden. Hr. B u r g theilt uns brieflich mit, daes er 293
bis 2950 beobachtet hat.
Es scheint uns daher keinem Zweifel zu unterliegen, dass der
von uns a u s dem obrn erwlhnten Petroleumriiekstand erhalteiie Rbrper mit dern Picen identisch ist.
Uuser Rohmaterial enthiilt neben den Kohlenwtlsserstoffen indifferente , sehr bestandige, sauerstoffhaltige KBrper. Selbst nach sehr
hgufig wiederholtern Krystallisiren und aucb noch Destilliren iiber
Zinkstaub wurde, so longe der Kohlenwaeserstoff gefarbt war, immer
zu wenig Kohlenwaeserstoff und Wasserstoff gefunden. Die Analysen
ergaben f i r beide Elemente zusammen 98 pCt., im Maximum 99.5 pct.
Die Substanz war vollkommen stickstotrfrei.
E6 iet eehr mbglich, dase unser Rohmaterial rnit demjenigen iibereinstimmt, welches S m i t h 1) in seinem Bericht iiber Petroleum anfiihrt. Er spricht daselbst von einem von Hrn. H e n r i M o r t o n
daraus isolirten Kohlenwasserstoff, Thalleii , der den Analysen nach
mit dem nicht ganz reinen Picen iibereinstimmt.
Da aber dies
Tballen nicbt hinreichend charakterisirt ist, so kbnnen wir die Frage
nicht entscheiden, ob es sich um denselben Kohlenwasserstoff handelt,
doch halten wir es f i r sehr wahrscheinlich.
Wir ziehen aber den Namen Picen vor, d a e r einer bestimmten
chemiscben Verbindung gegeben wurde.
') Yoniteur scient. 1880, 85.
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Bei Dampfdiclitebestimmungen nach V i c t o r M e y e r ' o Methode
erbielten wir Anfanga Wertbe, die fiir die Formel CaaH,, etwae zu
niedrig waren. Ein Tbeil der Substaoz w a r aber i d m e r verkohlt.
W i r glaubten anfangs, dase dies noch durch beigemengte Verunreinigungen bedingt sei. Als wir s p l t e r mit gaozem reioen Material die
Bestimmung in einem sehr weiten Glascylinder wiederbolten, w a r die
Verkohlung viel bedeutender und die Gaemeoge viel eu gross. Ee
w a r bei der hoben Temperatur die zur Bestimmung niithig ist, offenbar
eine Verbreonung eingetreten. Wir wiederholten daber die Bestimmong
nach vorherigem Fiillen des Apparates mit Stickstoff. Jetzt trat keine
Yerkohlung ein uod die Bestimmung konnto bei schwacher Rothgluth
ausgefirbt werden, doeh mussten Gefiiese aus schwerecbmelzbarem
Glas gewiihlt werden, d a Cylinder au8 leicht schmelzbarem Glae im
Bleibad zosammengepresst wurden.
Drei Dampfdichtebestimmungen ergaben die Wertbe 9.75, 9.80
und 9.90, wahrend der Formcl C s 2 H , , die Zahl 9.56 entspricht.
Der Freundlichkeit des Herrn C r a f t s verdaoken wir die Miiglichkeit, den Siedepunkt des Picens zu bestimmen. Mit Hiilfe dee
aosgezeichneten von Herrn C r a f t s construirteo Lufttbermometera ergab
sich, dass das Picen bei 318-5200 siedet, also bei beginnender Rothgluth. Ee ist also daa Picen der hiichstschmelzeode uod biicbstsiedende
bisher bekannte Kohlenwasserstoff, dessen Formel festgeatellt ist.
Nach dem Siedepunkte wie nach den Eigenschaften des Chinons,
welches leicht veriinderlich ist, gehiirt das Picen vermuthlicb in die
Reihe von Phenanthren und Chrysen. Dieselbe bestcht demnaeh aus
folgenden Kohlenwasaerstoffen.
_.
II
. . . .
Kaphtnliii
. . .
Phenantbreir
. .
Chrysen . . . .
Picen . . . . .
Renzol
. . I,
. . /,
. . 'I
.1
. . ,I
-
-
-
Siedepunlit
I
Differenz
10.50'
\
136.5
I
110
101
84
217.0°
I
j
45600 (Crafts)'
335.00
5~0.00
-.
__
Abnahrne
I
I
j
18.5
17
17
I
Den Siedepunkt des Phenanthrens hatte der Eine ron UIIS friiber
bei Anwendnng eines QuccksiiLerttiermometer~ aus gewiibiilichem Glas
zu 340' gefunden; es wiirde dies ungefalir 335' des Luftthermometers entsprechen. lliermit stimrnt auch eine win Hrrrri C r a f t s
~ i ~ seinein
it
Luftthermorneter gemactite Bestimmung ziemlich gut. Docb
sol1 diese Bestirnmung nocti init einer griisseren und sorgfiiltigst gereinigten Meirge Phenanthren niederholt aerderi.
Berichte d. D. c h e w Gssellschnft. Jahry. XIV.
13
178
Nach dem fir die Siedepunkte gefundeaeo Tn’erthe echciot die
Abnehme der Differenzeo eiae regelmiiseige zo eein.
Fiir die Reihe Bensol, Dipbenyl, Dipheoylbenrol nod Tripbenylbensol ist Herr C r a f t s zu eiaem Phnlicbeo Reeultat gelangt.
0e n f , Universittitelaboratoriom.
-
41. J u1. Dona t h : Phyeiologirehe and phyriologireh chemirche
Wirkungen der ChinoLinr.
(Eingegangen am 25. Janaar.)
In dem mir eoehen zogekommenen Hefte dieeer Berichte XI11
(No. 19, S. 2319) ersehe ich aue der Mittheilung des Hrn. A. K r a k a u
iiber die werthvollen Untereachungen dee Hrn. A. W i e c h n e g r a d s k y
betreffcnd dru, Chinolin und einige andere Alkaloide, daes der letztgenannte Forscher, deseen Verluet die Wiseeoecbaft nun zu beklageo
hat, in Gemeinechaft mit Hrn. C. S a k o w a k y in St. Peterrburg die
Wirkung dee Chinoline aof den Organismus gepriift bat.
Da mich letrterer Gegenetand achon eeit etwa 3 Monaten heecbhftigt, eo miige es mir geetattet eein, die biehcr gewoooeaen Resoltate gleicbfalle in dieeen Blgttern bekannt za geben, om dam, dem
Wuoeche des Hrn. S a k o w e k y enteprechend, ibm bis auf Weiteree
dieses Oebiet zu Gberlseeen.
Die geiietieche Beziehung zwischen dem Chioolin und den Chinaalkaloiden wurde aus eiaer Reibe von Beobachtungen erscblosmn,
unter denen inebeeondere folgende hervorraheben eiod: 1) wird dae
Chinolin hei der Deetillation von Chinin, Cinchoaio mit Alkalien
gewonaen; 2) die von H. W e i d e l durch Oxydatioo von Chinin und
Ciocbonia mittels Salpetemiiure erbaltene Cinehomeronellore iet, bei
Zugundelegong der Kbrner’ech8n Pyridinformel, eine der 6 mbglichen Pyridindicrrrbondiuren nnd isomer einem (hydationeprodukt
dee Steiokohlentheer-Cbinolins, welchee S. H o o g e w e r f f und W. A.
v a n D o r p l ) erhalten habeo. Mit letzterem iet wabrecheinlich die
von KBn ig nus Cinchoainchinolin dargeetellte SPure ideatiech. 3) Dorch
Oxydatioo der Chinarlkaloide erhielten ferner S. H oogewerff ond
W. A. van D o r p s ) eine Pyridintriearboneaure, welche, im freieo ZUstande anf 185-1 900 erhitzt, in Pyridindicarbonetiure ond Kohlendore
zerfkllt, w8hreud dae Kalkealz Pyridin liefert. Dieselbe Siiore wurde
von Zd. S k r a u p 3) durch Oxydntion der CiochoninNtiure (Chinolio1)
2)
5)
Dieee Berichte XILI, 61.
Diew Bericbte XII, 748.
Diess Reriehte X111, 932.
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